Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Papa, der Grillmeister: Gemüsepäckchen und Lachs

Heute berichtet hier der sonst stille Fotograf über seine Kochkünste und einen Ausflugstipp. In solchen Momenten bin ich neidisch, dass ich nicht mehr daheim wohne 😉
Früher sagte man zu den Kindern „Ess schön Deinen Teller leer. Dann scheint morgen wieder die Sonne!“ Und was haben wir heute davon? Immer mehr dicke Kinder und Klimaerwärmung! Vielleicht ist die Letztere ja schuld daran, dass ich  am vergangenen Sonntag, 8. November bei über 20° auf der Terrasse sitzen und grillen konnte. Und das wohlgemerkt nicht irgendwo weit weg im Süden, nein, in einem Dorf am Fuße der Schwäbischen Alb.

Der Sonntag war in seiner ersten Hälfte schon gut verplant und so war klar, dass es nichts Aufwändiges geben würde. Aber sind nicht oft die einfachen Dinge besonders köstFeatured imagelich? Aus dieser Überlegung wurden bei uns hochgeschätzte Gemüsepäckchen vom Grill und Lachs dazu. Auch vom Grill. Könnte man prima mit Kartoffeln oder Reis kombinieren, oder ganz einfach mit einem Ciabatta oder Baguette. Dazu ein Glas Wein, hinterher ein Espresso mit leckerem Pralinchen. Und das Ganze wie schon geschrieben auf der sonnenerwärmten Terrasse. Perfekt!

Für die Gemüsepäckchen (wir waren zu dritt):
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 gelbe Paprika
150 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Geschmack (wir hatten Rosmarin)
Allerdings kann man die Gemüsezusammensetzung und –menge nach persönlichem Geschmack variieren

Zubereitung:
Das Gemüse in würfeln (ca.1 cm) und alles zusammen mit dem kleingepressten oder gehackten Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in einer Schüssel vermischen. Featured imageMehrere quadratische Alufolienstücke mit etlichen Löffeln Gemüse füllen, 1 EL Olivenöl darüber tröpfeln und die Folie zu einem geschlossenen Päckchen zusammenfalten. 10-15 Minuten auf den Grill bei kleiner oder mittlerer Hitze

Für den Lachs (entweder TK-Ware oder frische Stücke)
Klassisch schlicht ringsrum mit Olivenöl einstreichen, Zitrone betröpfeln. Salz und Pfeffer nach Geschmack und von jeder Seite ca 5-8 Minuten auf den Grill. Das war’s schon. Wie gesagt, ganz einfach. Aber lecker!

Quelle: BBQ Basics

Danach ging es dann auf einen Hochalbpfad um den Herbst zu genießen. Hier noch ein paar Eindrücke.

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Papa, der Grillmeister: Grillgemüsesalat

Dieser Salat ist eine typische Mama-Papa-Kooperation: die Mama übernimmt die ersten Arbeitsschritte und schnippelt das Gemüse. Das geht dann an Papa, der es auf dem Grill zubereitet. Und so lange räumt Mama die Küche auf 😉
Featured imageEs gab den Salat schon vor einer ganzen Weile, aber er war einfach so lecker, dass er noch verbloggt werden muss. Mit ein wenig Brot und Fisch, der auch noch auf den Grill durfte, war das ein leckeres, leichtes Sommeressen. Wer sich also gegen Fleischberge über dem Feuer durchsetzen kann, der bekommt hier mal eine Beilage, die sich auch als vegetarische Hauptspeise nicht verstecken braucht.

Zutaten (für vier Personen):
1 Aubergine
2 Zucchini
je eine gelbe und rote Paprika
200g große ChampignonsFeatured image
8 kleine Frühlingszwiebeln
2 Zweige Rosmarin
1 Handvoll Rucola
6 Stängel Basilikum
2-3 EL Zitronensaft
1 TL scharfer Senf
1/2 Tl Honig
6 EL Olivenöl
1 EL kleine Kapern (weg gelassen)

Zubereitung:
Jeweils die Enden von Aubergine und Zucchini entfernen und in gut 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Paprikas halbieren, Kerngehäuse entfernen und in 2cm Featured imagebreite Streifen schneiden. Die Pilze mit einem feuchten Küchenpapier abreiben und die Stiele entfernen. Von den Frühlingszwiebeln die Wurzelbüsche entfernen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Alles Gemüse in eine große Schüssel geben, mit dem klein gehakten Rosmarin, 2 EL Öl, Salz und Pfeffer mischen. Das Gemüse in eine (oder mehrere) Alugrillschalen geben und bei starker Hitze so lange grillen bis es weich und leicht gebräunt ist. Regelmäßig ummischen.

Während das Gemüse gegrillt wird, das Dressing anrühren: Zitronensaft mit Senf, Honig und Öl in der großen Schüssel vermischen. Rucola und Basilikum Featured imagewaschen und grob schneiden. Wenn das Gemüse durch ist (dauert ca. 10-15min) mit der Salatsauce mischen, Rucola und Basilikum (plus Kapern) zugeben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten lauwarm essen und mit Brot die Sauce auftunken.

Quelle: BBQ Basics (GU)

Mmm – Der flotte Dreier und andere französische Urlaubserinnerungen

Miesmuscheln mit Zucchini und Spaghetti

Hat jemand von euch schon mal Internetdating ausprobiert? Auf eines der viel beworbenen Portale habe ich noch nicht zugegriffen, aber das World Wide Web hab ich trotzdem schon genutzt um mir einen flotten Dreier zu organisieren. Mit der vollen Unterstützung meines Vaters, dem Fotografen dieses Blogs und auch dieser ménage à trois.
Aber keine Sorge, es war alles ganz harmlos und seeehr lecker. Angefangen hat Featured imagealles damit, dass Dorothée von bushcooks kitchen bei Zorra ein Blogevent miteben diesem Titel „Der flotte Dreier“ organisiert. Es geht darum, dass sich drei Blogs zusammen tun und ein virtuelles Menü servieren. Wir von Unser Meating sind noch nicht so lange dabei und haben deswegen auch noch kaum Kontakt zu anderen Bloggern. Aber das ließ sich ändern: schnell einen Aufruf online gestellt und daraufhin ganz frech den Foodarier Marcel angeschrieben, der den Artikel geliked hatte. Von Marileen von Holz&Hefe hatte ich tags drauf eine Mail im Postfach und voilà: isch präsentiere eusch eute die Auptspeise unseres flotten fransösischen Dreiers 🙂

Marcel hat das Menü gestern wunderbar mit einem Mohn-Schafkäsesoufflé eröffnet. Weil wir drei Köche festgestellt haben, dass unsere Namen alle mit dem Buchstaben M beginnen, sollte unser Gang jeweils auch mit einem M beginnen und irgendetwas mit Frankreich zu tun haben.
An Miesmuscheln in Frankreich habe ich lebhafte Erinnerungen: als ich ca. 13 Jahre alt war, ging es zum Familienurlaub an die französische Atlantikküste. Während wir Kinder uns über die Eclairs und Croissant freuten, war mein Vater kulinarisch schon weiterentwickelt. Er kaufte auf einem Markt einen halben Krebs, der dann in der Ferienwohnung verspeist wurde oder bestellte eben einen großen Teller Moules. Keiner aus der Familie teilte diesen Geschmack mit ihm.

Ein gutes Jahrzehnt später sieht das anders aus: letztes Jahr war ich in Südfrankreich in Urlaub und bereitete dort zum ersten Mal genau diese Miesmuscheln mit Spaghetti und Zucchini zu. Lecker – leicht und wunderbar sommerlich. Vermutlich nicht original französisch, aber eindeutig eine wunderbare Urlaubserinnerung an ein Essen mit Blick aufs Meer! Ich wünsche meinen virtuellen Mitessern bon appetit und rufe ein frohes „Vive la france!“ heute am Nationalfeiertag unseres Nachbarlandes.
Marileen serviert morgen gleich zwei französische Spezialitäten zum Dessert – ratet mal, was könnte es sein? Es muss mit „M“ anfangen und diesen Laut werdet ihr beim Genießen auch sicher von euch geben 😉

Zutaten (für 4 Personen):
1kg Miesmuscheln (ich habe TK-Ware von Followfish genommen, sehr zu empfehlen!)Featured image
6 Tomaten
2 Zucchini
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
Salz, Pfeffer
450g Spaghetti
3 EL Olivenöl
100ml Weißwein
1 El Butter

Zubereitung:
Die Tomaten kreuzweise einritzen, in einer kleinen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und kurz stehen lassen. Die Zucchini waschen, putzen und in sehr kleine Würfelchen schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und getrennt klein würfeln. Die Chilischote waschen, entstielen, längs halbieren, entkernen und quer in feine Streifen schneiden. Die Tomaten aus dem Wasser nehmen, die Haut abziehen und das Fruchtfleisch klein würfeln, dabei die Stielansätze entfernen und den ablaufenden Saft auffangen.

In einem großen Topf die Spaghetti nach Packungsangabe in kochendem Wasser al dente kochen, anschließend abgießen und mit einem Topfdeckel abdecken.
Zwischendurch in einer großen beschichteten Pfanne 2 EL Öl heiß werden lassen. Zucchiniwürfel und die Hälfte des Knoblauchs dazugeben und unter Rühren anbraten bis die Zucchini bräunt. Salzen, pfeffern und mit 2-3 Schluck Wein ablöschen. Bei mittlerer Hitze schmoren bis die Zucchini gar sind, aber noch Biss haben.

Die TK-Muscheln in ein Sieb geben und kurz mit heißem Wasser abspülen, dadurch wird das Eis etwas gelöst, damit die Sauce später nicht zu flüssig ist. In einem großen Topf übrigen Öl heiß werden lassen. Schalotten, Chilischote und übrigen Knoblauch darin andünsten, dann die Tomaten samt Saft und die Muscheln zugeben. Bei starker Hitze 2-3min kochen, dann mit dem übrigen Wein ablöschen, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze noch 3-5min kochen bis sich alle Muscheln geöffnet haben und die Sauce etwas eingedickt ist.

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Jetzt kommt der schwierigste Teil: die Zucchini in die Sauce rühren, etwas warm werden lassen, die Butter und die Spaghetti unterheben – ganz vorsichtig, damit die Muschelschalen nicht zerbrechen. Von der Platte nehmen, 1 min nachziehen lassen und mit Urlaubsgeschichten von einst servieren.

Quelle: Sommerküche -voller Sonne und Aroma (Tanja Dusy)

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