Happy Hour²: Winter Daiquiri & Fireside

Heute werdet ihr gleich mit zwei Rezepten beglückt – den Drink zum Start ins Wochenende ziehen wir einfach mal vor, für mich beginnt heute nämlich nach nem Umtrunk mit den Kollegen der Weihnachtsurlaub. Juhuuuu! Auch wenn ich bei diesem traditionellen Umtrunk zum Jahresende noch nie dabei war, wird der vermutlich eher alkoholfrei ausfallen… Alternativen mit Schwipps hab ich dann hier.

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Eigentlich echt ne Schande, dass ich die Rezepte euch so lange vorenthalten habe. Sind die Bilder nicht wieder der Hammer? Großes Lob an den Papa, der unermüdlich auch diese Drinks in Szene gesetzt hat. Und somit hab ich auch schon die Überleitung: es geht heim! ENDLICH MAL WIEDER! Das letzte Mal war ich zum Geburtstag meines Bruders Mitte November daheim, für 24h und noch mit Arbeit, die von der Woche übrig geblieben war und erledigt werden musste. Es hat damals gut getan, die Familie wiederzusehen und gleichzeitig war ich nur halb da. Die andere Hälfte hing am Job fest.

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Das ist vielleicht normal im ersten richtigen Arbeitslebenjahr und ganz ehrlich: ich hab die tollste Arbeitsstelle der Welt und wünsche mich nirgendwo anders hin. Und so blöd es klingt: ich freue mich schon auf den 9. Januar, wenn es weitergeht und dennoch bin ich einfach nur erleichtert, dass ich jetzt ein paar Tage sagen kann: „DAS WAR’S!“ und mit Mama in der Küche stehen und über Kochbücher philosophieren kann. Mit meiner Schwester über die Haare schimpfen kann, die an Weihnachten natürlich prompt wieder nicht die Frisur formen, die man sich erträumt hat. Mir von meinem Bruder den neuen Star – Wars – Film erklären lassen und den ein oder anderen Film mit ihm glotzen. Und mit meinem Vater die ein oder andere Flasche Wein aufmachen und evtl. ein paar Fotos für den Blog machen. Vielleicht, wenn es sich anbietet, aber nur dann. Lieber warm essen, mit der Familie am Tisch sitzen und ganz da sein – für mehr als nur 24h.
Ich weiß nicht, ob ich die Tage bloggen werde, vielleicht, wenn es sich anbietet, aber nur dann. Klickt euch ansonsten durch das Archiv der Wintermonate, da findet ihr jede Menge Ideen. Ich freu mich einfach nur – „Driving home for christmas“, es gibt kaum ein Gedanke und Gefühl, das seit sehr langer Zeit so viel Vorfreude hervorruft 🙂

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Und weil mein Vater damals zwar wunderbar die Drinks fotografiert hat, aber als Fahrer nichts trinken durfte, wird evtl. auch erstmal mit diesen Cocktails angestoßen. Die Drinks so einfach gemacht, dass es die inzwischen schon einige Male gab. Der Winter Daiquiri ist fruchtig – süß während der Fireside herb ist und sich gut als Aperitiv eignet. Vielleicht braucht ihr ja noch was um Alkholvorräte aufzubrauchen oder um entspannt in die Weihnachtstage zu starten. Ihr könnt die Früchte auch schon ein paar Stunden vorher auspressen und wenn die Gäste kommen, dann einfach nur noch kurz alles mischen und gut ist.
Falls wir uns erst nach Weihnachten wiederlesen: gesegnetes Fest euch! Danke für all eure Kommentare, Likes und Nachrichten dieses Jahr – ihr bereitet diesem kleinen Familienblog sehr viel Freude 🙂

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Zutaten für 1 Glas Winter Daiquiri:
50ml Rum
50ml Mandarinensaft (frisch gepresst)
1 TL Ahornsirup
1 Zimtstange (oder eine Prise Zimt)

Zubereitung:
Eine Cocktailschale ins Gefrierfach geben. Für den Mandarinensaft 1-2 Mandarinen auspressen – falls ihr mehr als 50ml Saft erhaltet, könnt ihr ruhig alles verwenden und die Rummenge anpassen 🙂 Alle Zutaten in einen Cocktailshaker geben, mit einigen Eiswürfeln auffüllen und kräftig shaken. Das Glas aus der Gefriere holen, den Daiquiri durch ein Sieb ins Glas abgießen und genießen!

Quelle: Jamie’s Winter Daiquiri

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Zutaten für 1 Glas Fireside:
10ml Ahornsirup
1 Prise Salz
1 Zweig Rosmarin
40ml Wodka
60ml Grapefruitsaft (frisch gepresst)

Zubereitung:
In einem Shaker den Ahornsiurp, die Hälfe der Rosmarinnadeln und das Salz geben. Mit einem dicken Kochlöffelstiel die Rosmarinnadeln andrücken, damit man die Kräuteraromen schmeckt. Dann mit Wodka und Grapefruitsaft auffüllen. Eiswürfel zugeben und alles kräftig shaken. Durch ein Sieb den Drink in einen mit Eiswürfeln gefüllten Whisky Tumbler (kleines Glas) abgießen. Mit dem verbleibenden Rosmarinzweig dekorieren, fertig!

Quelle: Jamie Oliver – Drinks

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Zitronen – Kokos – Energy Balls

Zu süß – zu trocken – zu wenig Nüsse – zu… ach neee danke, muss nicht sein! So ging es mir bisher immer, wenn ich mir Energy Balls gekauft hab. Zugegeben: oft war das noch nicht, aber die paar Versuche haben mir gereicht um zu wissen: es geht halt nichts über Selbstgemachtes!

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Energy Balls bestehen aus Trockenfrüchten, Nüssen und beliebigen anderen Zutaten wie Kakao oder Proteinpulver, die im Mixer püriert und dann zu Kugeln gerollt werden. Theoretisch sind die Variationsmöglichkeiten unendlich – wichtig ist nur, dass am Ende die Masse feucht genug ist um zusammenzuhalten. Praktisch allerdings finde ich diese Geschmackskombination am allerbesten: durch die Zitrone wird die Masse längst nicht so süß wie sonst oft, sondern man hat einen frischen Geschmack. Kokos geht bei mir sowieso immer und die recht geschmacksneutralen Cashews balancieren alles aus.

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Bitte glaubt nicht, dass nur weil die Dingerchen roh, vegan und glutenfrei sind, sie auch kalorienarm sind! Ihren Namen haben sie schließlich nicht umsonst: dank der Cashewkerne und der Datteln kriegt man wieder Kraft für die nächste Aufgaben. Ich mag die Engergy Balls auch deswegen so gern, weil die so schnell gemacht sind! Medjooldatteln bekomme ich hier in der Gegend nicht so gut, deswegen weiche ich dafür einfach die getrockneten Datteln ein – geht auch problemlos.

Uns haben die Kugeln im Sommer auf die Bergspitzen Südtirols begleitet – im Rucksack wurden die zwar dann mit der Zeit etwas platter, lecker waren sie immer noch! Das größte Kompliment kam überraschenderweise vom Liebsten: „ich mag zwar keinen Kokos, aber hierdrin schmeckt der gut!“ Also husch – husch nachmachen, damit die Energie für die beginnende Adventszeit nicht ausgeht 😉

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Zutaten für ca. 15 Engergyballs:
150g Cashewkerne
100g Datteln (oder 15 frische Medjooldatteln)
50g Kokosflocken
60ml Zitronensaft
Schale von einer unbehandelten Zitrone

Zubereitung:
Die getrockneten Datteln in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen und ca. 20min einweichen. Die Cashews portionsweise in einen hohen Rührbecher geben und kurz mit dem Stabmixer anpürieren, so dass ein sehr grobes Mehl entsteht. Wenn vereinzelt größere Cashewstücke bleiben, kein Problem. Wer einen Foodprocessor hat, kann die Cashews selbstverständlich auch darin zerkleinern. Das „Cashewmehl“ in eine Schüssel füllen.
Die Datteln abgießen und im Rührbecher glatt pürieren. Das Dattelpüree mit den Cashews, den Kokosflocken, dem Zitronensaft und der Zitronenschale vermischen. Einen Probeball zwischen den Händen rollen – hält alles zusammen? Wenn nein, noch ein paar Datteln pürieren und mit der Masse mischen.
Die Bällchen in Wunschgröße rollen – ich forme sie aus der Menge von einem Esslöffel. Die Energyballs im Kühlschrank lagern. Sie können aber auch problemlos ungekühlt mitgenommen werden und halten sich einen bis zwei Tage ohne Kühlung.

Quelle: Green Kitchen Travels (David Frenkiel & Luise Vindahl)

Nicht nur Grillbeilage: Knoblauchbrötchen

Insbesondere im Sommer wird mir immer wieder schmerzlich bewusst, dass es Nachteile hat, nicht mehr zuhause zu wohnen. Einerseits ist es auf der Schwäbischen Alp in der Regel ein paar Grad kühler als in Mannheim, wo sich die Hitze in meiner Wohnung staut. Andererseits -und das ist viel, viel schlimmer- grillen meine Eltern gefühlt jeden einzelnen Tag im Sommer! Und ich hab nix davon 😦

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Ja, wir grillen auch im Winter, beziehungsweise der Papa stellt sich raus an den Grill während wir anderen aufs Essen warten, aber im Sommer, wenn man unterwegs ist und es überall nach Feuer und Grillgut duftet, vermiss ich es doch sehr, weiter weg zu wohnen. Wie gut, dass meine Eltern zur Zeit die Chance haben, das wieder gut zu machen -gleich am ersten Abend wurde der Grill angeworfen und die hungrige Tochter versorgt 🙂

Normalerweise ist dieses Focaccia DIE Standardbeilage schlechthin bei uns, wenn gegrillt wird. Aber vielleicht werden wir ja eines Tages dem überdrüssig und suchen was neues und dann bieten sich diese Knoblauchbrötchen an. Sie lassen sich gut vorbereiten, duften einfach herrlichst und jeder kann sich ein oder zwei oder drei Kugeln abzupfen. Ich muss zugeben, dass ich nur eine halbe Knoblauchzehe verwendet habe, dann aber feststellen musste, dass die gebackenen Brötchen gar nicht soooo extrem nach Knofi geschmeckt haben. Gefühlt hat die Zitrone und die Petersilie die Würze aufgegriffen und abgerundet. Sehr lecker!
Selbst wenn die Grillsaison für euch Anfang Oktober endet, schmecken die Brötchen auch sehr gut zu Suppe -alles schon für euch ausprobiert 🙂 Ich hoffe, ihr lasst es euch schmecken und grillt ordentlich bei dem tollen Wetter!
Habt ihr eine Standardbeilage für Grillabende? Oder gibt es hauptsächlich Fleisch? Ich freue mich über neue Ideen!

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Zutaten für 35 Stück:
800g Weizenmehl Type 550, plus Mehl zum Bestäuben
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Pflanzenöl
100g Semmelbrösel
Für die Knoblauchbutter
1 Knoblauchknolle (nicht nur eine Zehe 😉 )
500g weiche Butter
1 Bio-Zitrone
1 Bund glatte Petersilie
1 gestrichener TL Cayennepfeffer

Zubereitung:
Mehl, Hefe und 1 Tl Meersalz in eine große Schüssel füllen. In die Mitte eine Mulde drücken. Unter Rühren 550ml lauwarmes Wasser hineingießen, dabei von außen nach innen untermischen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 10min kneten bis er glatt und elastisch ist. In eine geölte Schüssel geben, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und an einem warmen Platz 1h gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Inzwischen die Knoblauchbutter zubereiten. Den Knoblauch schälen und durch die Presse in die weiche Butter drücken. Die Schale von der Zitrone dazureiben, die Petersilie mitsamt den Stengeln fein hacken. Mit dem Cayennepfeffer und 1 Prise Salz mischen. ACHTUNG: für die Knoblauchbrötchen braucht ihr nur ein Viertel der Menge. Also entweder gleich weniger machen oder den Rest für andere Leckereien aufheben.

Eine große Aufflaufform (25x35cm) mit einem Drittel der Knoblauchbutter ausstreichen. Die Semmelbrösel hineinstreuen und durch Schwenken verteilen. Den Teig in 35 Portionen teilen. Jede zu einer Kugel formen und in die Form setzen -5 Reihen mit je 7 Kugeln wären ideal. Ein Drittel der Butter in Flöckchen in und zwischen die Kugeln geben. Den Teig 90min gehen lassen bis sich das Volumen erneut verdoppelt hat.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Kugeln mit etwas Salz bestreuen, dann auf der mittleren Schiene 30min backen bis sie schön gebräunt sind. Das letzte Drittel Butter in Flöckchen danach darauf verteilen und verstreichen, damit sie glänzen. Die Form auf den Tisch stellen und jeder kann sich so viel davon abreißen wie gewünscht 🙂

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Happy Hour: Fruchtige Rosé Sangria

Ich würde euch ja zuuuuu gerne eine legendäre Familiengeschichte erzählen, die von einem Wochenende in Speyer und einen Waldbeerensecco handelt. Das Wochenende hat letztes Jahr stattgefunden und der Waldbeerensecco wurde von der besten Mutter überhaupt getrunken. Vermutlich wäre die Geschichte für euch gar nicht so lustig, aber das werden wir nie erfahren, weil manches dann doch besser privat bleibt.

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Erzähle ich euch also lieber was zu diesem fruchtigen Rosé-Sangria. Die habt ihr meiner Schwester zu verdanken (siehe letzten Blogbeitrag ;-)) Am vergangenen Freitag saßen wir zusammen, was selten genug vorkommt. Und sie erzählt mir munter, dass der diesjährige Sommertrend schlechthin ja Bowle sei und sie sooo gerne jetzt eine trinken würde. Also hat sie mal ein Rezept gesucht und ich hab nebenher den Keller nach Zutaten durchsucht und ZACK, standen wir in der Küche und zerkleinerten mit kindischem Gekicher die Wassermelone. Verrückt, was sich in der Vorratskammer meiner Mutter an Ausstecherformen findet und so kann diese Bowle in unserem Fall Spuren von Tier enthalten 🙂

Und was soll ich sagen: lecker diese Bowle! Das Auffüllen mit Sekt ist eindeutig ein Gewinn, dadurch wird die Süße gemildert, das Ganze etwas spritziger und hicks, der Alkoholpegel steigt ein wenig. Deswegen bitte, bitte nicht als Durstlöscher verwenden! Sollte eigentlich klar sein, aber bei den Temperaturen ist zusätzlich Wasser zur Bowle obligatorisch!

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Sehr guter Sommertrend, dieser Rosé Sangria 🙂 Ich hoff, ihr lasst sie euch auch draußen im Grünen in lieber Gesellschaft schmecken. Habt einen schönen Sommerabend!

Zutaten für 4 Personen:
1 Flasche trockener Roséwein
3 EL Triple Sec (ich: 6EL)
3 EL Agavensirup
125g Himbeeren (ich: ein paar Blaubeeren)
60g Erdbeeren
80g Wassermelone
1/2 Pfirsich
1 Limette (ich: Zitrone)
400ml trockener Sekt
Eiswürfel zum Servieren

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Zubereitung:
Wassermelone würfeln oder ausstechen. Pfirsich, Erdbeeren und eine Hälfte der Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Roséwein, Triple Sec und Agavensirup in einer Bowleschüssel oder einem Krug mischen. Die verbleibende Zitronenhälfte auspressen und den Saft zur Weinmischung geben.
Früchte hinzufügen, vorsichtig ummischen und im Kühlschrank 3-4h durchziehen lassen. Kürzer reicht auch 🙂 Zum Servieren in ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit Sekt auffüllen.

Quelle: Springlane

 

Supergut: Bircher-Kefir mit Zitrussalat

Überall wo inzwischen ein „super“ vorne dran steht, wird mir nur noch ein Schulterzucken entlockt. Genug ist schon über Superfoods geschrieben worden. Vermutlich ist das Ganze auch eher interessant für die Generationen U35, denn von meinen Eltern, ihren Freunden oder gar meinen Großeltern kenne ich niemanden, der Chia-Anhänger oder Goji-Befürworter wäre.

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Nein, das kommt dort nicht in die Schüsselchen. Alles bleibt beim Alten bei den Alten (höhöhö). Umso neugieriger werde ich, wenn im Kühlschrank der Eltern etwas auftaucht, was es jahrelang nicht gab, ob das nun ein trendiges Superfood ist oder nicht. Dort steht seit einigen Monaten Kefir und mein Vater genehmigt sich morgens noch vor dem ersten Kaffee ein paar Schlucke direkt aus der Flasche. Dank dem Internet lerne ich, dass Kefir ein Sauermilchgetränk ist. Milch gärt mithilfe von Kefirpilzen, die eine Mischung von Hefe und Bakterien sind, wodurch sich logischerweise der Geschmack verändert. Es schmeckt ein bisschen so wie Buttermilch.

Echte Superfoodqualitäten beweist Kefir, weil ihm jede Menge gute Wirkungen nachgesagt werden: neben den Milchsäurebakterien sind im Kefir auch Hefen enthalten, die die Darmflora des Dickdarms unterstützen. Eine gesunde Darmflora beseitigt Krankheitserreger, was eine Stärkung der Abwehrkräfte bedeutet. Die Proteine des Kefirs sättigen bei einem geringen Kaloriengehalt -hallooo Diätindustrie, das wäre doch was für euch 😉 Ein supergutes Produkt also!

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Gesundheitliche Qualitäten hin oder her: es schmeckt! Besonders in Kombination mit diesen Overnight-Oats um noch so ein Trendfood zu nennen 🙂 Neben vielen Plätzchen haben jetzt auch wieder sämtliche Zitrusfrüchte Hochkonjunktur. Saftige Orangen, herbe Grapefruits und die in der Weihnachtszeit omnipräsenten Mandarinen dürfen diesen Bircher-Kefir toppen. Ich war ganz begeistert von diesem Frühstück! Gefühlt geht für mich mit Orangen&Co auch immer die Sonne auf… und über die Superqualitäten von denen muss ich kein Wort verlieren. Stattdessen hier das Rezept:

Zutaten (für 2 Personen):
375ml Kefir
1 reife Banane
1 TL geriebener frischer Ingwer
1 TL Blütenpollen (weg gelassen)
1-2 EL hochwertiger naturbelassener Honig
90g grobe Haferflocker
1 EL (Gold)Leinsamen
1 Pink-Grapefruit
1 gewöhnliche Orange
1 Mandarine
Rosinen, Pistazien, Minze, Kefir… zum Servieren

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Zubereitung:
Kefir, Banane, Ingwer und Blütenpollen in einem Mixer zu einem feinen Smoothie pürieren. Dann abschmecken und gegebenenfalls zum Nachsüßen noch etwas Honig hinzugeben. In eine Schüssel gießen, die Haferflocken und die Leinsamen einrühren und mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
Kurz vor dem Servieren mit einem scharfen Messer die Schale und die weiße Haut der Zitrusfrüchte entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten auslösen.
Den Bircher-Kefir in zwei mittelgroße Schalen verteilen, die Zitrusfruchtspalten daraufgeben und mit einigen Rosinen, Pistazien, Blütenpllen, Minzeblättern, ein paar Tropfen Honig und einem Klacks Kefir dekorieren und servieren.

Einen guten Start in den Tag euch!

Quelle: Die grüne Küche. Smoothies&Co. (David Frenkiel&Luise Vindahl)

Im Bücherregal: Die 100 schnellsten Cocktails der Welt von Franz Brandl

Heute am Vize-Freitag kann man ja durchaus schon mal ans Wochenende denken, oder? Zum Wochenende gehört für mich auch gerne mal ein Drink, nichts zu Süßes, auf Fruchtsäfte kann ich gerne verzichten, es darf gerne etwas Herber sein und vor allem nicht zu kompliziert. Ein paar einfache Möglichkeiten hab ich euch ja schon immer wieder in der Happy Hour vorgestellt, aber so viele verschiedene Getränke hab ich nicht in meinem Repertoire. Das liegt vor allem daran, dass ich meine Auswahl an hochwertigen Alkholika nicht sehr groß ist. Aber immer nur einen Gin Tonic oder einen Pimms Nr 1 trinken? Das wird auf Dauer auch irgendwann langweilig.

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Umso besser, dass beim Bassermann-Verlag das kleine, feine Buch „Die 100 schnellsten Cocktails der Welt“ von Franz Brandl erschienen ist. Darin werden Drinks vorgestellt, die lediglich zwei oder drei Zutaten benötigen, die man in jeden gut sortierten Getränkemarkt erhält. Genau richtig für mich! In seiner Einleitung klärt Franz Brandl auf, dass drei Zutaten nicht zu wenig sind, denn man versucht, „durch das Zusammenfügen mehrerer Komponente, das Optimum an Geschmack herauszuholen.“ Die Kapitel konzentrierern sich immer auf eine Hauptspirituose, die zu Beginn kurz vorgestellt wird. So lernt man kurz die jeweilige Herkunft des Alkohols kennen und Unterschiede der verschiedenen Sorten werden erläutert. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Originaltequila aus der Gegend einer Stadt kommt, die auch noch Tequila heißt? Oder dass Gin ursprünglich in Holland als Genever entwickelt wurde? Zusätzlich zu diesen unterhaltsamen Fakten rund um Spirituosen werden auch jeweils bestimmte Hersteller vorgestellt. Warum ausgerechnet diese eine Marke vorgestellt wird und nicht eine andere wird mir aber nicht deutlich. Vielleicht handelt es sich jeweils um die Hersteller, die den meisten Alkohol dieser Sorte verkaufen?

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Das wichtigste sind jedoch die Rezepte und die werden schnörkellos präsentiert: wie schon erwähnt, sind nur wenige Zutaten vonnöten und die Zubereitungsschritte sind einfach zu verstehen. Ich bin ja wirklich ungeübt, was das Mixen und Shaken angeht, aber ich hab mich munter drangemacht und verschiedene Drinks ausprobiert. Geschmeckt haben alle 🙂 Wer jedoch auf ausführliche Erklärung setzt, was ein Tumbler ist oder was unter trockenen Eiswürfeln zu verstehen ist, wird enttäuscht. Mich persönlich hat das nicht gestört, sondern geradezu ermuntert, einfach mal auszuprobieren. Bei anderen Cocktailbüchern hat es mich schon eingeschüchtert, wenn zu Beginn seitenweise Einführungen standen. Ja, das Mixen ist nicht zu unterschätzen und vielleicht auch eine Wissenschaft für sich, aber wenn man sich erstmal langsam rantasten will, dann bieten die „100 schnellsten Cocktails der Welt“ einen guten Einstieg.

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Bei den Rezepten finden sich natürlich Klassiker wie Gin Tonic oder der Mojito. Zu vielen Drinks erfährt man in einer kleinen Anmerkung noch mehr zur Entstehungsgeschichte, Variationsmöglichkeiten oder man bekommt noch eine kleine Info, was unter dem Namen zu verstehen ist. Nochmal betonen will ich, dass es wirklich toll ist, welche Vielfalt an Drinks man mit nur wenigen Zutaten herstellen kann! Wenn ihr beispielsweise statt des Gins einen Tequila verwendet, wird aus der White Lady ein Margarita. Neben den Klassikern finden sich natürlich auch unbekanntere Drinks, die nicht weniger ansprechend aussehen. Nicht alle Cocktails sind mit Foto abgebildet, aber die gezeigten Getränke stehen sehr ansprechend leuchtend in einem schwarzen Umfeld und warten nur darauf getrunken zu werden. Wir haben uns mit unseren heutigen Bildern daran orientiert 😉
Wer also erste Schritte hinter der eigenen Bar machen will, findet hier bestimmt genügend Orientierung für alle Geschmäcker! Beispiel gefällig? Hier ist für euch die White Lady:

Zutaten:
4cl Gin2016.08.06_GinOrangeCocktail-9
2 cl Cointreau
2 cl Zitronensaft
2cl Orangensaft (hab ich noch hinzugefügt)
Zitronenschale zur Dekoration

Zubereitung:
Gin, Cointreau und Zitronensaft im Shaker mit Eiswürfeln kräftig schütteln und in eine Cocktailschale abgießen. Tipp: die Schale ein paar Minuten in die Gefriere stellen, damit alles schön kalt bleibt. Eine Zitronenschalenspirale als Garnitur dazugeben.

Quelle:
Franz Brandl: Die 100 schnellsten Cocktails der Welt
Bassermann Verlag
ISBN 978 380 943 6003
Preis: 7,99€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

Beerenstark: Heidelbeer-Curd

Angeblich gibt es ja Blogger, die ihren Beiträge immer ganz genau planen, damit passend zum Tag der Schokolade (7.Juli) ein Schokorezept erscheint oder der Herbstanfang mit einem Kürbisrezept und goldenen Blättern eingeläutet wird. So ist das hier nicht. Bei meinem Vater, der ja für die tollen Bilder hier verantwortlich ist, und mir ist es dafür einfach oft zu schwierig um genau zu planen, wer wann wie Zeit hat, damit dann wieder Beiträge entstehen können.

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Deswegen ist diese Woche auch eine Art Marmeladenwoche, weil es heute schon wieder was für aufs Brot gibt. Bei Ina von Ina Is(s)t findet nämlich noch bis morgen ein beerenstarkes Blogevent rund um die tollsten Beeren der Saison statt. Und so kommt es, dass auch hier auf dem Blog eine beerenstarke Woche mit dem Heidelbeer-Curd zu Ende geht. Als Top-Bloggerin hätte ich natürlich besser geplant und das versetzt gemacht, aber so haben wir halt unsere eigene kleine Themenwoche mit Kiba-Marmelade und Heidelbeer-Curd gehabt 😀

Curd – dieses Jahr scheinbar in aller Munde und in vielen Blogs in den unterschiedlichsten Varianten vertreten. Ein Curd besteht traditionell aus Eiern, Butter, Zucker und Zitrone, ist aber auch in anderen Geschmacksvariationen sehr lecker und gehaltvoll. Als ich das Rezept gesehen habe, war mir das sofort klar, denn ein Essen, dessen Kalorienangaben nicht in 100g oder in Portionsgröße, sondern in Kalorien pro Teelöffel angegeben wird, kann nur sehr, sehr lecker sein 😀

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Curd könnt ihr nicht nur als Aufstrich zu Croissants, Scones oder Toast verwenden, sondern zum Beispiel auch als Füllung für Cupcakes oder eine Pie mit Baiserhaube nutzen. Die Farbe ist einfach klasse – achtet darauf, dass ihr Wildheidelbeeren bekommt. Die meisten Blaubeeren aus dem Supermarkt sind Kulturbeeren, die innen drin weiß sind und damit habt ihr für dieses Curd nicht genügend Aroma und Farbe. Ich habe Tiefkühlbeeren verwendet und damit hat das super geklappt. Große Nachmachempfehlung von mir also 🙂

Zutaten (für ca. 750ml):
300g Wildheidelbeeren
90g Zucker
3 Eier
1 Tl fein abgeriebene Zitronenschale
3 EL Zitronensaft
200g kalte Butter, in kleinen Stücken

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Zubereitung:
Heidelbeeren verlesen, in einem Topf mit 100ml Wasser aufkochen und zugedeckt ca. 10min köcheln lassen. Dann die Beeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und die Masse durch ein Sieb passieren, das Püree dabei auffangen. ICH habe einfach die Masse fein püriert und das hat super geklappt.
Zucker und Eier in einer Schüssel mit dem Quirlen des Handrührers ca. 3-4min schaumig rühren. Fruchtpüree, Zitronenschale und -saft unterrühren. Die Creme über einem heißen, fast kochendem Wasserbad mit einem Teigspatel rühren bis die Masse heiß ist und dicklich wird.
Topf vom Herd nehmen, Butter nach und nach unterrühren. Heidelbeer-Curd durch ein Sieb in die Gläser füllen (hab ich nicht gemacht). Sofort verschließen, abkühlen lassen und danach im Kühlschrank lagern. Das Curd ist ca. 1 Woche haltbar.

Quelle: deli-magazin 4/2016