Kohldampf: Rosenkohlgalette mit Ziegenkäse

Oh ja, endlich ist wieder diese Zeit im Jahr: Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen bei mir weniger die Lust auf überfüllte Weihnachtsmärkte mit zuckersüßem Glühwein steigen als vielmehr den KOHLdampf auf dieses typische Wintergemüse. Mit diesem Rezept ging es mal wieder wie hier: unabgesprochen haben meine Mutter und ich uns beide in die Rosenkohlgalette im Kochbuch von Donna Hay verguckt und so war ziemlich schnell klar, was es zum Mittagessen geben würde.

Zusammen in der Küche zu stehen, ist sowieso angenehm 🙂 Das Zwiebelconfit, das im Rezept gekauft wird, habe ich selber hergestellt, indem ich einfach ein paar Zwiebeln in feine Streifen geschnitten hab, dann mit braunem Zucker und nem Schluck Portwein einkochen hab lassen. So lecker, die Dingerchen.

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Nur mit dem Teig war ich so gar nicht zufrieden… er hat sich zwar gut formen lassen, aber gebacken war er optimistisch ausgedrückt sehr mürbe. Um ehrlich zu sein, fand ich ihn fast sandig. Lag das daran, dass ich kein Superfoodpulver verwendet hab? Die Flohsamenschalen hab ich nämlich weg gelassen. Beim nächsten Mal werde ich einfach den Teig hier machen, der schmeckt nämlich hervorragend und sandig ist der sicher nicht. Ansonsten aber eine mega leckere Füllung! Passt alles sehr gut zusammen 🙂 Jetzt kuschel ich mich genau so ein wie der Rosenkohl in der Galette -dann lässt sich die Kälte draußen noch besser aushalten!

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Zutaten für 4 (recht kleine) Portionen:
70g Vollkorn-Dinkelmehl
150g Vollkorn-Weizenmehl
20g Flohsamenschalenpulver (weg gelassen)
150g Butter, zerkleinert
1/2 TL Meersalz
1 Eigelb
1 EL Eiswasser

Für die Füllung:
300g Rosenkohl
2 EL Olivenöl
1 EL abgeriebene Zitronenschale
1 kleine Handvoll Oreganoblätter
Salz, Pfeffer
2 EL karamellisierte Zwiebeln
50g weicher Ziegenkäse
60g frischer Ricotta
1 Ei, leicht verklopft
Oreganoblätter zum Bestreuen (weg gelassen)

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Zubereitung:
Für den Teig die beiden Mehlsorten, das Flohsamenschalenpulver, Butter und Salz in der Küchenmaschine zu einer grob krümeligen Masse verarbeiten. Eigelb und Eiswasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen und diese jeweils zu einer Scheibe formen. In Frischhaltefolie verpackt 30min kalt stellen.
Den Rosenkohl kurz blanchieren, abtropfen lassen und vierteln. Öl, Zitronenschale, Oregano, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die beiden Teigportionen jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier zu Kreisen von 20cm Durchmesser ausrollen. Auf ein Backblech setzen und die obere Lage Backpapier entfernen. Jeweils die Hälfte der karamellisierten Zwiebeln auf dem Teig verstreichen, darauf Rosenkohl, Ziegenkäse und Ricotta verteilen. Die Teigränder nach innen umklappen, sodass der Belag teilweise bedeckt ist. Den Teig mit Eigelb bestreichen. Die Galettes mit dem zusätzlichen Oregano bestreuen und im Ofen 25-30min goldbraun backen.

Quelle: life in balance (Donna Hay)

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Lesefutter: Dip-Trio

Wenn ich mir dieses Jahr anschaue, ist eines definitiv zu kurz gekommen: LESEN! Ich war schon immer jemand, die ihre Nase in Bücher gesteckt hat. Es gab Zeiten, da sind wir wöchentlich in die Stadtbücherei um neues Lesefutter zu besorgen -wirklich, ich kann euch nur empfehlen, eure lokale Stadtbücherei zu besuchen und mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen! Oft kosten die Ausweise nicht mal 20€ im Jahr und das rentiert sich wirklich. Denn seien wir ehrlich: wie oft nehmen wir einen einmal gelesenen Roman tatsächlich nochmal in die Hand und lesen ihn durch? Ja, solche Bücher gibt es und die lohnt es sich wirklich daheim zu haben, aber die meisten Bücher werden vielleicht noch Freunden ausgeliehen bevor sie dann hauptsächlich rumstehen und verstauben.

Falls ihr euch nicht gleich binden wollt: es gibt auch Schnupperausweise und viele Büchereien bieten heute sogar E-Books an. Dazu gibt es oft noch tolle Programme. In Balingen beispielsweise hab ich gesehen, findet ein Vorlesenachmittag mit einem Handballer der Nationalmannschaft statt. Wenn dadurch Kinder und Jugendliche zum Lesen animiert werden, klasse! Ja, ich singe heute ein lautes Loblied auf die Büchereien und hoffe, dass die weiter erhalten werden. Eine meiner besten Entscheidungen nach dem Examen war es, mir einen Ausweis für die Bücherei ausstellen zu lassen. Endlich kann ich meine Lesesucht wieder befriedigen 🙂

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Auch Kochbücher gibt es zum Ausleihen -großes Lob hier an die Karlsruher Bücherei, die wirklich eine tolle Auswahl hat. Ich gebe zu: für mich lohnt es sich durchaus, das ein oder andere Kochbuch zu kaufen so oft wie die zum Einsatz kommen. Für alle reicht natürlich mein Budget nicht und da kann ich ja zumindest mal Probe-Besitzerin sein 😉 Im besten Fall gibt es dann Lesefutter im wahrsten Sinne des Wortes. Momentan hab ich „Deutsche Küche neu entdeckt“ von Matthias Mangold ausgeliehen, ein sehr ansprechendes Buch, aus dem der Ziegenkäse-Aprikosen-Dip ist.

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Die Dip-Platte war ein spontanes Abendessensprodukt: ich wollte nicht wieder Salat, hatte den Kürbiskerndip entdeckt, meine Schwester hatte Lust auf Hummus, ein Ziegenfrischkäse stand noch im Kühlschrank und getrocknete Aprikosen finden sich sowieso immer in Mamas Vorratskammer. Ein bisschen frisches Gemüse gekauft, die teuren Gemüsechips mussten auch mit. Die kleine Schwester zum Schnippeln angestellt, den Mixer immer wieder angeworfen und fertig! Ein Essen, das man nicht formal und chic isst, sondern versucht, sich möglichst viel Dip auf die Karotte zu löffeln. Entspannt und herzhaft, ein tolles Futter nach all dem Lesen 🙂

Habt ihr Lesetipps für mich? Irgendein Buch, das euch gefällt? Bitte nichts Gruseliges oder mit Ritualmorden -dafür bin ich zu empfindlich! Aber ansonsten nur her mit eurem Lesefutter!!!!

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Rezept für den Hummus:
1 Dose Kichererbsen
2 EL Tahini (oder ein anderes Nussmus, ich mag Tahin nicht)
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
wer mag: Knoblauch, Cayennepfeffer

Zubereitung:
Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen, mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und glatt pürieren. Kräftig abschmecken.

Rezept für den Kürbiskern-Dip:
160g Kürbiskerne
4-5 EL Olivenöl
1 El Tahini (ich: Cashewmus)
4-5 EL Zitronensaft
125ml Wasser
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, damit sie ihr nussiges Aroma entfalten. Mit Öl, Tahini, Zitronensaft, Wasser, Petersilie, Salz und Pfeffer in einem Blitzhacker oder Mixer geben und 1-2min zu einer dicken Paste verarbeiten. Mit etwas zusätzlichem Öl bestreuen. Quelle: life in balance (Donna Hay)

Rezept für den Ziegenkäse-Aprikose-Dip:
200g Ziegenfrischkäse
4-5 EL Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4-5 getrocknete Aprikosen
1/2 Bio-Orange (weg gelassen)
1 EL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ziegenfrischkäse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, Sahne unterrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Aprikose sehr fein hacken. Orange waschen, mit einem Zestenreißer die Schale abziehen und fein hacken. Alles mit dem Honig und etwas Salz vermischen. Nach Geschmack noch Kräuter unterrühren.
Quelle: Deutsche Küche neu entdeckt (M.Mangold)

 

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Der Wow-Moment: Tomatensalat im Frühlingszwiebelbrötchen mit Ziegenkäse

Ich verbringe gerade ein paar Tage zuhause… ich bekomme die (fast) ungeteilte Aufmerksamkeit meiner Eltern, weil die beiden kleinen Geschwister weg sind. Herrlich! So muss es also die ersten zwei Jahre meines Lebens gewesen sein als es die noch nicht gab -nur dass ich heute Wein statt einem Fläschle Milch zum Abendessen bekomme 😉

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Deswegen kann hier auch in aller Ruhe Food-Fotografie betrieben werden ohne dass die Kleinen unruhig werden und endlich essen wollen. Und sind diese Bilder nicht der Hammer? Ich starr die an und denk: „Wow, mein Vater hat es echt drauf!“ Vor ein paar Wochen hat er mir ein Bild vom vollgepackten Kofferraum geschickt, in dem sich einige alte Backbleche stapelten: die machen den schwarzen Hintergrund.
Featured imageUnd der Star des Bildes ist in dem dunklen Umfeld umso strahlender: Tomatensalat mit Tomätle aus dem eigenen Garten. Noch mal so ein Wow: nie schmecken die so gut wie selbst angebaut. In Kombination mit einem frisch gebackenen Brötchen und Ziegenkäse so toll: die Süße von den Tomaten, der salzig-cremige Käse und alles zusammengehalten von einem noch warmen Brötchen.
Und das beste: nicht einmal eine halbe Stunde braucht ihr für diese Leckerei. Wow!

Zutaten (für 4 Brötchen)Featured image
Frühlingszwiebelbrötchen
130g Mehl
15g Backpulver
1/2 TL Salz
35g Butter
1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten
115ml Milch

Tomatensalat
1 EL Olivenöl
1 EL Rotweinessig
Prise ZuckerFeatured image
Salz, Pfeffer
ca. 150g Kirschtomaten

Ziegenkäse
30ml Sahne
80g Ziegenfrischkäse
das Grüne von 1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten

Für die Brötchen den Ofen auf 220° vorheizen. Die trockenen Zutaten vermischen, mit einer Gabel oder den Fingern die kleingeschnittene Butter damit verkneten. Es wird nicht so gut klappen, klumpig sein. Kein Problem. Die Milch dazu geben und auch die Frühlingszwiebel. Alles gut vermischen, es macht nichts, wenn ein paar kleine Butterstücke übrig bleiben. Den Teig mit den Fingern flach drücken und 4 runde Kreise ausstechen (ca. 7cm Durchmesser). Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und ca. 15min backen bis sie leicht gebräunt sind.

In Featured imageder Zwischenzeit die Tomaten waschen, und vierteln. Öl, Essig, Salz, Zucker und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und die Tomaten damit mischen.
Für den Ziegenkäse die Sahne steif schlagen und dann den Käse damit vermischen.

Wenn die Brötchen fertig gebacken sind, leicht abkühlen lassen. Aufschneiden, mit Tomatensalat füllen, etwas Ziegenkäse (oder ein bisschen mehr davon) drauf, mit Frühlingszwiebeln bestreuen – WOW!!!!

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)
Inspiration für die Fotos: Vera von Nicest Things (vielen Dank für das Tutorial!)

Mittagessen ist fertig: Gefüllte Paprikaschoten mit glasierten Steckrüben und Ziegenkäse

Seit letzter Woche bin ich mal wieder für einen längeren Aufenthalt daheim bei Mama, Papa und den „kleinen“ Geschwistern. Ich nutze diese zwei Wochen in den  Semesterferien um mir Urlaubsgeld zu erarbeiten. Außerdem lässt es sich ohne Extratermin und viel Planung gemeinsam essen.

Und dieses gemeinsame Essen hat mich geprägt – das ist nicht nur am Blogtitel sichtbar, sondern mir letzte Woche besonders bewusst geworden als ich einen Artikel darüber gelesen habe, wie heutzutage viele Familien nicht mehr täglich zusammen am Tisch sitzen. Die Forscher heben hervor, dass während und durch die gemeinsamen Mahlzeiten soziale Unterstützung signalisiert wird. Kinder, die regelmäßig mit ihrer Familie essen, leiden weniger unter Übergewicht und psychischen Problemen. Nachlesen könnt ihr das hier: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article136671191/Im-Hotel-Mama-bleibt-die-Kueche-immer-oefter-kalt.html

Wir sind zu fünft und wir schaffen es selbst heute noch mit Studium, Arbeit und ehrenamtlichem Engagement mindestens einmal am Tag zusammen am Tisch zu sitzen. Unter der Woche ist das während des Abendessens so, am Wochenende sogar Mittag – und Abendessen. Irgendwie ist das bei uns ganz selbstverständlich, man nimmt sich nicht einfach was, sondern man is(s)t zusammen. Und so schallt es eben zu den Essenszeiten hoch ins Treppenhaus: „Essen ist fertig!“
Wasser muss noch geholt und allen eingeschenkt werden, einer holt Untersetzer oder mischt den Salat. Ein Gebet wird gesprochen, kurzes Innehalten im Alltag. Erzählen, was bisher am Tag so lief… von den Geschwistern gedisst werden… Mama und Papa glücklich machen, weil alle 3 Kinder daheim sind… bei alldem Kraft und Energie schöpfen für das, was danach noch kommt. Am Sonntag mit einem genialen Ottolenghi – Rezept… auch wenn bei meinem Bruder eine Fleischfüllung besser angekommen wäre 🙂

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Zutaten (für 5-6 Personen)
150g Butter (ich: 75g)
1 große Steckrübe
10g Thymianblätter
100g geriebener Parmesan
2 Knoblauchzehen
40g Kapern
3 kleine gelbe Paprika
3 kleine rote Paprika
2 Tl Olivenöl
180g Ziegenkäserolle
10g Petersilie (ooops, vergessen)

Zubereitung:
Die Steckrübe schälen und in 1cm große Würfel schneiden (sollten so ca. 900g sein). Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur zerlassen. Die Steckrübe hineingeben, mit dem Thymian, 1,5 TL Salz und etwas Pfeffer würzen. Bei niedriger Temperatur ohne Deckel etwa 50 min (ich: ca 40min) garen und regelmäßig mit der Butter überziehen bis das Gemüse weich und karamellisiert ist. In einem Sieb abtropfen lassen – die Butter auffangen und evt. weiterverwenden (z.Bsp. zum Glasieren für Möhren oder Zucchini).
Die Steckrüben mit Parmesan, Knoblauch und Kapern mischen. Während die Steckrüben garen, die Paprikaschoten samt Stiel senkrecht halbieren. Die Samen und Scheidewände entfernen und die Schoten mit der Schnittseite nach oben auf ein mit Backpapier bedecktes Blech legen. Mit dem Öl beträufeln, leicht salzen und bei 250°C 30 – 35min garen bis sie sehr weich sind (ich habe die Schoten nur ca. 15min drin gehabt, war auch kein Problem und sehr lecker!)

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Die Paprika aus dem Ofen holen, die Temperatur auf 220°C reduzieren. Die Steckrübenmischung in die Paprika füllen, den Ziegenkäse darauf verteilen und die Schoten ca. 10-15min im Ofen überbacken bis der Käse leicht gebräunt ist. Herausnehmen und etwa 5min abkühlen lassen (so lange die Familie fürs optimale Essenstischfoto instruieren). Wir haben die Schoten mit Salat und einem Joghurtdip gegessen – toll!

Quelle: Vegetarische Köstlichkeiten von Yotam Ottolenghi