Für Grobmotoriker: Walnussplätzle

Gebäck muss für mich nicht aufwändig sein, vor allem, weil das inoffizielle Motto der meisten Kekse oder Plätzle ist: mit einem Haps sind die im Mund! Wichtig ist, was drin ist und dass man nicht ewig mit der Zubereitung verbringen muss. Vor allem Ausstecherle rauben mir den letzten Nerv: ich erinner mich an Jungscharabende oder Kinderkirchbackaktionen nach denen eine Grundsanierung des Gemeindehauses nötig gewesen wäre. Überall klebte es, ständig musste man irgendwo neu den Teig ausrollen, die Dekozuckerstreusel landeten natürlich weniger auf den Ausstecherle als auf dem Boden, in den Haaren oder in Mündern. Da ist die Feinmechanik noch nicht so ausgeprägt 😀 Auch stand die Relation für den Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

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Nun ja, spaßig ist das ganze ja schon und die Kids stolz ohne Ende über ihre Backwerke, aber für mich gibt es deutlich leckere Gebäckstücke. Zum Beispiel diese Walnussplätzle! Letztes Jahr ging für mich nichts über diese Schoko-Ingwer-Plätzle. Auch dieses Jahr sind die (frisch gebacken natürlich, von letztem Weihnachten sind keine mehr übrig) nach wie vor sensationell gut. Aber dann probierte ich die Walnussplätzle und hach, soooo gut! Walnüsse mag ich sowieso wahnsinnig gerne und dann in Kombination mit Schokolade, einfach super!

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Ein ganz großes Plus ist dann noch, dass die Walnussplätzle absolut für Grobmotoriker geeignet sind: den Teig einfach nur zusammenkneten, Rollen formen und diese dann in Scheiben schneiden. Fertig! Das Schokobad für die Plätzle ist auch schnell gemacht und mmmmh, dann kann der Genuss beginnen!

Wer also noch was backen will, aber nicht so viel Zeit oder keine Lust auf großes Verzieren hat, weil die Plätzle sowieso schneller gegessen sind als man gucken kann, der liegt mit diesen Plätzle goldrichtig! Habt einen schönen dritten Advent!

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Zutaten für jede Mänge Plätzle (50 oder mehr)
200g weiche Butter
150g Zucker (am besten brauner)
Mark einer Vanilleschote
1/2 TL Zimt
350g Mehl
1 Pck Backpulver
ca 8 EL Milch, mit weniger anfangen -je nach Konsistenz
150g gehackte Walnüsse
150g gehackte Schokolade
Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:
Die Butter mit Zucker, Gewürzen und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach mit dem Knethacken das mit Backpulver vermischte Mehl und die Milch unterrühren. Dann Walnüsse und Schokolade unterheben. Den Teig mit gefetteten Händen zu zwei oder drei Rollen formen, ca. 4cm Durchmesser. 30min die Rollen kalt stellen, dann 1/2cm dicke Scheiben abschneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im vorgeheizten Backofen bei 180°C 8-10min backen.
Auskühlen lassen und zur Hälfte in geschmolzene Kuvertüre tunken.

Definitionsfrage: Snickerdoodles

Was macht eigentlich einen normalen Keks zum Weihnachtsplätzle? Zutaten wie Zimt, Vanille oder Anis? Die Form von Tannenbaum, Stern oder Weihnachtsmann? Oder einfach nur die Tatsache, dass die Kekse halt jetzt in der Adventszeit gebacken werden? So ganz weiß ich nicht, was die Definition von Weihnachtsgebäck ist.

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Klar, da gibt es die Klassiker mit Namen wie Zimtstern, Lebkuchen, Engelaugen oder Vanillekipferl. Die gibt es traditionell erst ab Mitte November in der Hausbäckerei, bzw schon ab August oder so in den Supermärkten 😉 Aber wer von euch sich eine Kochzeitschrift gekauft hat, wird feststellen, dass praktisch alles auf den Plätzchenteller gelegt werden kann. Vorausgesetzt natürlich, dass die Kekse selbst gebacken sind. Dann dürfen auch „exotischere“ Zutaten wie Matcha oder Macadamianüsse, Superfoods wie Chiasamen oder amerikanische Spezialitäten wir Rocky Roads hergestellt und als Weihnachtsplätzle bezeichnet werden.

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Mit diesen Snickerdoodles hat die Weihnachtsbäckerei ihre Schatten vorausgeworfen. Ich habe sie schon vor zwei Wochen gebacken. Der Name ist irreführend: die Eltern und der Bruder kamen jeweils in die Küche und hielten nach den Snickerriegeln Ausschau. Nur die Schwester, praktisch eine halbe Amerikanerin, wusste sofort, dass es einfach nur Cookies mit Zimt sind. Meine Mutter würde diese Kekse nicht zu ihrem Weihnachtsgebäck zählen, weil sie viiiiiiel zu groß für ihren Plätzleteller sind. Ihre Gebäcksstücke sind kaum größer als 2€-Stücke, eine irre Arbeit, die sie sich da macht, aber es sind einfach die besten!

Also egal, ob ihr jetzt diese Snickerdoodles zum Weihnachtsgebäck zählt oder die (wie ich auch schon) mittem im Sommer macht, weil sie einfach lecker und so einfach sind: hauptsache ihr rührt euren Teig selber zusammen und greift nicht zu den Angeboten aus dem Supermarkt. Hierfür braucht ihr keine besonderen Zutaten, vielleicht habt ihr sogar alles schon daheim. Dann trennen euch wirklich nur noch ca. 25min von frisch gebackenen knusprigen Cookies!!

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Zutaten für ca 36 Cookies:
385g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
250g weiche Butter
300g Zucker (Ich: 250g)
2 Eier
2 EL Zucker
1TL Zimt

Zubereitung:
Ofen auf 185°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver und Salz in eine Rührschüssel sieben. 2 EL Zucker und Zimt mischen.
Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine die Butter in einer Rührschüssel weich und cremig schlagen. Zucker dazugeben und weiterschlagen bis die Masse leicht und fluffig wird. Eier hinzufügen und einige Minuten weiterschlagen.
Mit einem Holzlöffel oder einem Gummispachtel die Mehlmischung unterrühren bis sich gerade so ein Teig ergibt. Den Teig teelöffelweise sanft zwischen den handflächen rollen. Die kleinen Teigkugeln im Zimtzucker wälzen bis sie rundrum gleichmäßig bedeckt sind. Die Kugeln auf dem vorbereiteten Backblech platzieren. Darauf achten, dass zwischen den Cookies ein Abstand von ca 6cm besteht. NICHT platt drücken.
Etwa 10-12 min oder so lange backen, bis die Cookies goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Quelle: Backen. I love baking (Cynthia Barcomi)

Mit menschlichen Zügen: Lebkuchen-Brownie-Ausstecherle

Sind eure Keksdosen schon gut gefüllt? Oder schon wieder fast leer geplündert? Ich kenn aus den Freundeskreisen ja die unterschiedlichsten Vorgehensweisen: entweder werden bis Heiligabend die Gebäckstücke sorgfältig versteckt und dann erst gegessen oder aber (so ist das in meiner Familie der Fall) spätestens am ersten Advent fängt die Krümelei an. Nach Weihnachten sind dann alle so übersättigt von den Plätzle, dass es grad gut ist, wenn bis dahin schon möglichst viele weg sind.

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Wer aber noch backen will, wenig Zeit hat und so viele Plätzle wie möglich produzieren will, dem empfehle ich diese Lebkuchen-Brownie-Variante. Das Original ist ohne weihnachtlichen Beigeschmack; ich hab einfach etwas Lebkuchengewürz dazugegeben und fertig! Der Teig ist schnell zusammengerührt und lässt sich nach ner kurzen Ruhezeit auch ganz wunderbar verarbeiten. Nur sind die Formen bei mir dieses Mal etwas auseinander gelaufen… keine Ahnung, woran das lag. Es hat lediglich der Optik geschadet. Mein Vater meinte nur, dass die Plätzle halt menschliche Züge hätten: in der Weihnachtszeit würde alles und jeder etwas auseinander gehen 😉

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Wie ist es bei euch? Verteidigt ihr euer Weihnachtsgebäck bis nächste Woche oder seid ihr froh, wenn sich die Dosen leeren und ihr für Nachschub sorgen könnt?

Zutaten (für ca. 65 Kekse – je nach Ausstechergröße):
375g Mehl
55g Kakao, ungesüßt
1/2 Tl Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
Prise Salz
225g Butter, weich
300g Zucker
2 Eier

Zubereitung:
Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Salz, Lebkuchengewürz und Backpulver) in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter und den Zucker schaumig rühren. Dann ein Ei nach dem anderen hinzufügen und gut verrühren. Die trockenen Zutaten zugeben und alles gut zu einem glatten Teig vermischen. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1h im Kühlschrank kühlen. 2015.11.27_Lebkuchenbrownies-5
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 0,5cm dick ausrollen. Mit weihnachtlichen Motiven ausstechen, übriges Mehl vom Teig etwas entfernen. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ca. 8-11min backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Die Backzeit hängt von der Teigdicke ab. Ich empfehle euch, die Kekse lieber etwas kürzer zu backen, damit sie ein wenig soft bleiben.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)

Die Kunst der Food-Fotographie: Schoko-Ingwer-Plätzle

Frage: wie wichtig sind euch denn die Bilder, die ein Rezept begleiten? Ich merke, dass mir das sehr wichtig ist! So manches Kuchbuch kam mir aus genau diesem Grund nicht ins Haus, weil entweder zu wenig oder nicht ansprechende Fotos zu sehen waren.
Wer aber selber schon mal versucht hat, Essen ansprechend zu präsentieren, der weiß, wie schwer das sein kann! Wir haben nun schon seit einem Jahr diesen Foodblog und die Präsentation ist immer wieder eine Herausforderung. Warum, das möchte ich anhand von diesen Schoko-Ingwer-Plätzlen erklären.

Meine Mutter ist eine fanatische engagierte Bäckerin von Weihnachtsleckereien. Ein Dutzend verschiedene Sorten sind trotz Arbeit, ehrenamtlichen Engagements und Weihnachtsdeko in jedem Winkel des Hauses ganz normal. Alle sind begeistert, haben jeweils ihren eigenen Liebling. Als ich dann aber verkündigt habe, dass ich unbedingt die Schoko-Ingwer-Plätzle für den Blog haben will, hieß es von ihr sofort: „Nein, die sind dieses Jahr überhaupt nicht schön geworden!“ Ääähm, jaaa! Ich finde die Dingerle wunderschön! Lauter kleine Plätzle, ungefähr so groß wie ein Ein-Euro-Stück, alle gleichmäßig verziert. Die Optik spricht also so gar nicht gegen eine Veröffentlichung!

Also mac2015.11.27_Ingwerplätzchen-1hten wir uns ans Fotografieren: Mama, Papa und ich. Ich bin ja mehr so die Minimalistin. Deko brauch ich nicht, weder in meinem WG-Zimmer noch um mein Essen drumrum (auch wenn ich das bei anderen Blogs liebe!). Bei mir steht das Essen im Mittelpunkt, also: „Hey Paps, ich nehm einfach die Dose in die Hand – Foto – fertig!“

Der Vater -völlig begeistert, dass die Kleinkindphase vorbei ist und die Kinder trotzdem noch Projekte mit ihm machen- erinnert sich an die stundenlangen Legobauereien zurück, die damals tagtäglich stattfanden und fängt an, die Kekse in die Höhe zu schichten. Mum und ich betrachten ihn in seiner Spielfreude2015.11.27_Ingwerplätzchen-3, skeptisch, halten uns aber in der Kritik zurück. Nachdem er sein Werk als Foto sieht, ist ihm auch klar, dass das nicht die beste Idee war 🙂 Ich könnte mich immer noch wegschmeißen über das Bild – wäre er erst 5 Jahre alt, wäre er natürlich für diese Fingerfertigkeit in den Himmel gelobt worden. Jetzt aber, mit noch ner Zahl hinter der 5, war ihm eher unser Gelächter beschert.

Dann fängt Mama an, das Fotoset nach ihrem Geschmack einzurichten: dieses rote Tu2015.11.27_Ingwerplätzchen-5ch von der Weihnachtsdeko passt doch so gut als Unterlage und dann hat sie doch irgendwann mal so eine Sternchenschüssel zu Weihnachten gekriegt. Begeistert stellt sie fest, dass es sich jetzt endlich mal lohnt, so vieles verschiedene Geschirr zu haben. Und so stellt sie mit ein paar Handgriffen das Motiv zusammen und alle sind glücklich! Die Mama halt ❤

Nach all den Mühen, die wir für dieses Bild auf uns genommen haben, backt ihr hoffentlich die Plätzle nach: der Ingwer gibt einen leicht scharfen Geschmack, der aber wunderbar zur süßen weißen Schokolade passt. Meine absoluten Lieblings-Weihnachtsplätzle!!!

Zutaten (für ca. 50 Stück):
300g Mehl
180g Butter
150g weiße Schokolade
1 Stück Ingwer (ca. 3cm)
3 El gehakte Pistazien
1 Pck. Vanillezucker

Zubereitung:
50g der weißen Schokolade klein würfeln, die restlichen 100g schmelzen. Den Ingwer schälen und sehr, sehr klein hacken und klein drücken. Die Butter in Würfel schneiden.
Mehl, Vanillezucker und Butter in eine Schüssel geben. Ingwer und geschmolzene Schokolade dazugeben und mit dem Rührgerät grob vermischen. Dann die Pistazien und die gehackte Schokolade unterrühren. Den Teig -am besten mit den Händen- so lange kneten bis es eine glatte Masse ergibt. Zur Kugel geformt ca. 1h im Kühlschrank lagern. Den Backofen auf 180°C vorheizen. 1-2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig zu Kugeln (in Wunschgröße) rollen, diese auf dem Blech etwas flachdrücken und evt. mit einer Gabel dekorativ Streifen reindrücken. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene für ca. 15min backen  – wenn ihr kleinere Kugeln macht, dann etwas kürzer.

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Quelle: Chefkoch

Kontrollverlust: Linzer Torte

Endlich wird es auch hier auf dem Blog weihnachtlich! Die Plätzle-Ration meiner Mutter ist schon längst aufgegessen, den ersten Glühwein gab es gestern und am Sonntag brennt schon die zweite Kerze auf dem Adventskranz.

2015.11.27_Linsertorte-2Die Linzer Torte ist ein Dauerbrenner in meiner Küche. Das liegt weniger an meinem Geschmack als vielmehr an den Vorlieben des Mitessers. Dessen absoluter Lieblingskuchen -egal ob im Sommer bei über 30°C oder im Winter bei kühleren Temperaturen- ist eben diese Linzer Torte. Wenn er sich einen Kuchen wünscht, dann eigentlich immer diesen hier! Und steht der erstmal bereit, lässt er jede Zurückhaltung fallen und schneidet sich immer noch ein kleines Stückle ab… und dann noch eins… 😉
Bei mir setzt dann sofort der Futterneid ein und so kam es, dass wir vor kurzem diese Tarte innerhalb von zwei Tagen verspeist hatten. Wenn das ein Ernährungsberater wüsste…oje!

Die Torte eignet sich aber nicht nur zum sofortigen Verzehr, sondern gerade zum gemäßigten Verzehr über längere Zeit: mit jedem Tag den sie durchziehen kann, wird der Geschmack noch besser. Mein Tipp also: unbedingt zwei Tage im Vorraus backen und dann erst anschneiden! Das besondere an diesem Rezept ist, dass die Mandeln für den Teig angeröstet werden. Dadurch bekommen die noch ein Extra an Geschmack! 2015.11.27_Linsertorte-1

Jetzt im Advent darf es gern etwas mehr von Zimt und Nelke sein und oben drauf kommen statt klassischer Streifen ein paar Sternchen.
Die Linzer Torte schicke ich rüber zu Maras Christmas Event, weil die Torte uns wirklich schon so manchen Nachmittag versüßt hat!
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Zutaten (für eine 26er Tarteform):
150g kalte Butter
100g gemahlene Mandeln
150g Mehl
150g Puderzucker (ich: nur 100g)
1 ordentliche Prise Zimt
1 ordentliche Prise Nelkenpulver
1 Prise Salz
1 Bio-Zitrone
1 Eigelb
250g Johannisbeerkonfitüre (ich gemischt mit Himbeermarmelade)
Zubereitung:
2015.11.27_Linsertorte-3Die Mandeln in einer Pfanne unter Wenden goldbraun rösten. Dann aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Mehl, geröstete Mandeln und Butter in eine große Schüssel geben. Puderzucker, Zimt, Nelke und Salz dazugeben. Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben und hinzufügen. Eine Zitronenhälfte auspressen und zusammen mit dem Eigelb auch in die Schüssel geben. Alles mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1h im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° vorheizen, eine Tarteform einfetten. Zwei Drittel des Teiges etwa 1cm dick und etwas größer als die Form ausrollen. Den Teig in die Form legen und einen kleinen Rand hochziehen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Marmelade mit einem Esslöffel gleichmäßig auf dem Teigboden streichen. Den restlichen Teig ausrollen und entweder klassische Streifen schneiden oder mit einem Ausstecher nach Wahl Muster legen.
Im heißen Ofen auf mittlerer Schiene etwa 35min backen, herausnehmen und völlig abkühlen lassen.

Quelle: Der große Lafer. Backen.

Oh Tannenbaum: Schoko – Tannenbäumchen

Ja, ja, ich weiß: dieser Eintrag ist zu spät. Der Tannenbaum hatte seinen großen Auftritt schon vor einer Woche an Heiligabend. Aber vermutlich steht er noch eine Weile im Wohnzimmer und blockiert wahlweise die Terrassentür zum Kompost rausbringen oder irgendwelche Schränke und Schubladen. Passend dazu gab es bei uns an Heiligabend Schoko – Tannenbäumchen als Nachtisch. Seit ein paar Jahren ist der Abend fest in der Hand von Mama, Papa und mir – meistens bin ich für das Dessert zuständig während meine Eltern sich die restlichen Aufgaben teilen.

Und dieses Jahr sollten es eben diese Bäumchen werden. Ich muss zugeben, dass ich sehr skeptisch war, ob das was werden würde. Zwar sah die Vorlage absolut niedlich aus, aber würde das auch wirklich so rauskommen??? Schlussendlich muss ich sagen, bin ich begeistert und sehr glücklich 🙂 Nicht nur sehen die Bäumchen sehr putzig aus und passen wunderbar zu ihrem großen Verwandten aus dem Wald, nein, der Schokokuchen war auch noch so saftig und schokoladig wie man es sich nur wünschen kann.

Wer sich also in einer guten Woche von dem nadelnden Grünzeug im Wohnzimmer verabschieden muss, kann ja zur Abschiedsfeier diese kleinen Bäumchen nachbacken. Die einzelnen Schritte brauchen zwar etwas Zeit, es ist aber eigentlich ganz einfach und simpel gemacht.

Zutaten (angeblich für 10 – 12 Stück, ich hab genau 8 rausgekriegt)
150g Zartbitterschokolade (70%)
3 Eier
Prise Salz
75g Zucker
100g fein gemahlene Haselnüsse
25g Mehl
1 EL Kakao
20g Pistazien
150g Puderzucker
Saft von 1/2 Zitrone
Rote Zucker – Dekorschrift

Zubereitung:
Aus Backpapier 10 bis 12 Kreise mit etwa 16cm Durchmesser ausschneiden. Vom Rand zur Mitte einmal einschneiden, Papier kegelförmig eindrehen und mit einer Büroklammer fixieren. Papierkegel mit der Spitze nach unten in kleine Tassen oder Förmchen stellen.
Backofen auf 180° vorheizen. 50g Schokolade fein hacken, Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen – dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Eigelb kurz unterrühren. Haselnüsse mit Mehl, Kakao und geraspelter Schokolade mischen und vorsichtig unter den Eischaum heben. Teig in die Papierkegel verteilen. Im heißen Ofen 20min backen. Anschließend die Kegel umgedreht auf ein Kuchengitter stellen (ops, das hab ich nicht gemacht, deshalb waren die Bäumchen bei mir unten auch etwas uneben).

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Die restliche Schokolade hacken und schmelzen (100g Schoko waren viiiiiiel zu viel bei mir, die Hälfte hätte mir locker gereicht!) Die Pistazien fein mahlen (wer ohne Küchenmaschine ist kann das auch gut mit einem Wellholz machen, so hat es bei mir gut funktioniert). Von den erkalteten Schokokegeln vorsichtig das Backpapier entfernen.
Schokokuchen rundum dünn mit flüssiger Schokolade einpinseln, dann mit den Pistazien bestreuen. Eine Weile antrocknen lassen.

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Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren und etwas davon mit einem kleinen Löffel auf jeder Baumspitze verteilen.

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Mit roter Zuckerdekorschrift kleine Tupfen auf die Bäumchen spritzen. Anschließend mit Puderzucker bestreuen und begeistert sein von so was niedlichem 😉

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Falls das hier schon jemand außer meiner Familie liest, wünsche ich euch einen guten Rutsch und hoffentlich keine kalten Füßen beim Feuerwerk gucken! Bis nächstes Jahr!!

Quelle: Chocoladen Seiten Weihnachten 2014 (das kostenlose Lindtheftchen aus dem Supermarkt)

Mini – Weihnachtsbäckerei: Florentiner

Traditionellerweise gibt es bei mir daheim (also im Elternhaus) fast jedes Wochenende einen Kuchen – Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, aber im Prinzip gehört es dazu, dass zumindest einmal die Woche gebacken wird. Vor ein paar Monaten wurde mein Weltbild regelrecht erschüttert als ich zu einem Besuch heimkam und sich weder in der Küche, noch in Speisekammer oder Keller etwas kuchenartiges finden ließ! Meine Mutter hat das natürlich längst wieder gut gemacht 😉

In der Weihnachtszeit wird diese Bäckerei allerdings noch auf die Spitze getrieben: sage und schreibe 13 (DREIZEHN) verschiedene Sorten gibt es dieses Jahr! Jeder hat Favoriten, die immer auf den Plätzleteller gehören, aber es werden auch neue Sorten ausprobiert. Von so vielen Sorten bin ich weit entfernt – ich nehme mir nicht die Zeit für so eine ausgeprägte Backsession, weil ich den größten Teil sowieso alleine essen müsste. Und tagtäglich Plätzledosen an die Uni mitschleppen und in einem Vorlesungssaal verspeisen, hat einfach nicht den angemessenen Adventsflair.
Aber natürlich backe ich auch! Als meine Eltern neulich bei mir zu einem Hilfseinsatz zu Besuch waren (der Rollo musste repariert werden – danke Papa!), hatte ich diese Florentiner gebacken. Das ging superschnell und einfach: kein Teig muss gekühlt werden, statt Ausstecher wird ein Messer zum in Form bringen verwendet und als Deko gibt es lediglich ein Schokobad. Wer also noch schnell einen Plätzleteller füllen will oder ein Notfallrezept für Last – Minute – Geschenke aus der Küche braucht: die Florentiner sind perfekt dafür!

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Zutaten (angeblich für 50 Stück, aber dann muss man schon sehr exakt und klein schneiden. Ich hab ca. 35 geschafft)
50g Butter
50ml Sahne
1Tl Vanillezucker
2 EL Honig
50g Puderzucker
250g Mandelblättchen
2 EL Mehl
Fürs Schokobad:
100g Zartbitterschokolade
10g Kokosfett

Zubereitung:
Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Dann die Sahne, den Vanillezucker, den Honig und den Puderzucker hinzufügen und alles bei kleiner Hitze langsam erwärmen. Unter ständigem Rühren so lange köcheln lassen bis die Mischung dickflüssig und gebunden ist. Die Mandelblättchen und das Mehl dazugeben und untermischen.
Sobald alles gut gemischt ist, die heiße Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und gleichmäßig verstreichen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 20min backen bis die Ränder etwas Farbe angenommen haben.
Nach der Backzeit die Mandelmasse aus dem Ofen nehmen, mit dem Backpapier vom Blech ziehen und mit einem zweiten Bogen Backpapier belegen. Dann mit einem Rollholz gleichmäßig dünn ausrollen.

Wenn die Masse nur noch lauwarm ist (das geht ziemlich schnell) mit einem Messer rundrum die Seiten begradigen und die Randstücke naschen. Die Masse in ca 3 x 3cm große Quadrate schneiden (oder so groß wie für euch 3x3cm sind…). Während die Florentiner vollens abkühlen, die Schokolade und das Kokosfett schmelzen und schließlich die Quadrate mit der Unterseite darin eintunken, kurz abtropfen und dann auf dem Backpapier fest werden lassen.

Quelle: Der große Lafer – Backen.