Pfirsich-Himbeer-Frühstücksbrei

Frühstück fand ich schon immer toll – insbesondere, wenn man woanders war und dann mitkriegen durfte, wie es da morgens zugeht. Meiner Erfahrung nach verstecken sich die meisten Leute morgens nicht hinter ihrem Frühstück – unter der Woche als normal arbeitende Person ist das gar nicht möglich.

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Ich gehöre zwar zu der Fraktion, die morgens lieber eine halbe Stunde mehr einplant um entspannt in den Tag zu starten, die Losung zu lesen und eben zu frühstücken, aber nein, ich würde montags bis freitags nie auf die Idee kommen, meine Haferflocken zu schichten. Da wird alles einfach in ne Schüssel gekippt, Joghurt drüber, Obst dazu und nach dem Duschen wird das dann gelöffelt, fertig!

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Ganz ehrlich, ich bin erleichtert, dass meines Wissens in meinem Bekanntenkreis niemand morgens ein Instagramwürdiges Frühstück zaubert: keine Smoothiebowl, kein Avocadotoast – momentan ist es sowieso immer noch dunkel, wenn es das erste Essen des Tages gibt. Allein schon am Licht erkennt ihr, dass dieser Brei nicht am Morgen zubereitet wurde. Nein, der durfte als Nachmittagssnack ran.

Von den Zutaten her (ersetzt man die Chiasamen mit Leinsamen) könnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass dieser Frühstücksbrei was für meine Oma wäre. Bei ihr hab ich nämlich „Hafersuppe“ zum Frühstück kennen und schätzen gelernt. Da hab ich auch das liebevoll servierte Ei links liegen lassen und wollte lieber das, was Opa da auch gelöffelt hat 🙂 Sehr das hier als eine fancy Version des guten, alten Haferbreis. Schmeckt gut und macht ordentlich was her – nur in meinem Fall halt nicht zum Frühstück, sondern nachmittags. Da durfte es dann (nur zu Dekozwecken natürlich) noch etwas Schokolade drüber geraspelt werden.

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Und bei euch so? Seid ihr Frühaufsteher oder nutzt ihr jede Minute morgens im Bett und lasst lieber das Frühstück ausfallen?

Zutaten (für 3-4 kleine Portionen):
1 Tasse Haferflocken
Saft von 1/2 Zitrone ODER 1 TL Apfelessig
2 EL Chiasamen
125ml Milch nach Wahl ODER Wasser
1 gefrorene Banane
1 Vanilleschote, Mark herausgekratzt

Für die Himbeer-Pfirsich-Wellen:
200g Himbeeren (TK-Beeren aufgetaut)
1 Pfirsich (kann auch durch einen Apfel ersetzt werden)
1 EL Ahornsirup

Zubereitung:
Die Haferflocken mit warmem Wassen und dem Zitronensaft oder Essig bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen abgießen und sehr gründlich abspülen. Im Mixer oder in der Küchenmaschine die Himbeeren, das entsteinte Pfirsichfruchtfleisch und den Ahornsirup zu einem flüssigen Püree verarbeiten. Etwa die Hälfte in eine Schüssel gießen und beiseitestellen.
Zu dem restlichen Püree im Mixer die abgetropften Haferflocken und alle anderen Zutaten hinzugeben und auf maximaler Stufe pürieren bis die Mischung glatt und cremig ist. Abschmecken und evt mit weiterem Ahornsirup nachsüßen.
Den Haferbrei in Schalen oder kleine Gläser füllen und das verbliebene Himbeer-Pfirsich-Püree nur grob unterziehen. Oder den Haferbrei und das Püree abwechselnd in Gläser schichten. Reste halten sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage.

Quelle: a modern way to cook (Anna Jones)

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Warmer Brotsalat mit Tomaten

Es überrascht mich immer wieder, was man aus so einfachen Zutaten wie Brot und Tomaten machen kann. Tomaten im Hochsommer sind einfach eine Delikatesse – wenn man die Haut aufbeißt und das süße Fruchtfleisch im Mund zerplatzt, fantastisch! Da braucht es nicht viel, um das noch besser zu machen.

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Im Gegenteil: oft überdeckt ein „Mehr“ an Zutaten den eigentlichen puren Geschmack und macht es zu einer recht undefinierbaren Masse. Das passiert bei diesem warmen Brotsalat garantiert nicht! Ein ideales Gericht um altbackenes Brot zu verwenden, denn kaum ist es knusprig gebacken und mit Knofi liiert, greift jeder wieder gern zu. Diese wunderbare Tomatenvielfalt, die ihr hier auf den Bildern seht, stammt komplett aus dem Garten meiner Eltern! Immer noch werden die Tomaten reif und man pflückt frisch zum Abendessen oder zum Snack zwischendurch eine Portion 🙂

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Im Vergleich zu anderen Rezepten, die noch aus „I love NY“ kommen werden, fand ich dies sehr kurz und einfach. In der Kürze liegt die Würze… jaaaa, aber so ein, zwei Sätze mehr hätte ich mir doch gewünscht. Denn wenn man die Tomaten zum Brot in die Pfanne schmeißt, wird das sofort lätschig, verliert die Knusprigkeit, die den Salat spannend macht. Deswegen hab ich mich dazu entschlossen (und auch so für euch in den Zubereitungsschritten notiert), die Brotwürfel rauszunehmen, wenn die Zwiebel und kurz drauf die Tomaten angedünstet werden. Ansonten fand ich das Rezept aber wunderbar sommerlich und lege es auch wärmstens ans Herz um noch die letzten Sommerperlen zu essen bevor der Kürbiskonsum ins Exorbitante steigt 😉

PS: man beachte Mama und Papa, die sich im Salatbesteck spiegeln und hungrig darauf warten, dass endlich gegessen werden kann, hehe!

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Zutaten für 4 Personen:
120ml Olivenöl
6 Knoblauchzehen, leicht zerquetscht, aber noch ganz
8-12 Scheiben Baguette, grob gewürfelt
1 große rote Zwiebel, grob gewürfelt
1,2 kg Tomaten, grob gewürfelt
3 EL Rotweinessig
1 Bund Basilikum, Blätter abgezupft
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Olivenöl bei mittlerer bis starker Hitze in einer großen Sauteuse erhitzen. Den Knoblauch 1-2min darin andünsten bis er gut duftet. Die Baguettewürfel hinzufügen und 4-5min goldbraun braten. Dann die Brotwürfel aus der Pfanne nehmen, die Hitze auf mittel bis schwach reduzieren. Evt noch einen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben, die Zwiebel dazugeben und 1min dünsten, dann die Hälfte der Tomaten hinzufügen, 1-2min andünsten. Den Essig angießen und vom Herd nehmen.
Die abgezupften Basilikumblätter und die verbliebenen Tomaten hinzufügen, mit den Brotwürfeln vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Quelle: I love NY (Daniel Humm & Will Guidara)

Sommertage mit Erbsen-Zucchini-Risotto

Sommer ist anscheinend nicht nur dann, wenn es regnet (seit langem mal wieder – keine Beschwerden bitte, besseres Wetter ist schon wieder in Sicht), alle Schüler frei haben und die besten Bücher aus der Bücherei ausgeliehen sind, sondern Sommer ist auch dann, wenn auf allen Blogs die Zucchinischwemme beschworen wird 🙂 Ich hab natürlich schon brav mitgemacht und mich gefragt, wie viele Kilo Zucchini mich im elterlichen Garten erwarten.

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Tja, von wegen! Die Zucchini wachsen zwar brav, aber meine Mutter „leidet“ unter einen Bohnenflut! Kiloweise hat sie schon verarbeitet und mich bei meiner Abreise natürlich auch eingedeckt. Aber nun gut, ich hatte in mehr oder weniger weiser Vorraussicht Zucchinirezepte gesucht… Zum Glück versteckten sich unter den rießigen Blättern noch zwei Früchtchen, die gartenfrisch für das Risotto verwendet werden konnten.

Ich glaube, jeder Italiener würde entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn er das Rezept für dieses Risotto sieht: Kokosmilch und Vollkornreis… das ist doch nicht traditionell?! Ja, vermutlich nicht, aber lecker! Heimlicher Star und UNBEDINGT notwendig ist das Erbsenpüree. Ohne ist das Risotto recht langweilig, aber mit bekommt es genau den Kick, den das Gericht braucht.

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Überhaupt verwandelt die Liason mit Basilikum und Parmesan die unscheinbaren, langweiligen Erbsen in ein richtiges Highlight! Für mich die Entdeckung des Sommers und mal wieder die Bestätigung, dass Parmesan und Zitrone jedes Gericht aufwerten 🙂 Große Nachkochempfehlung also, egal, ob ihr das Gericht exakt nach Rezeptangabe macht oder die ein oder andere Abkürzung wie ich nehmt – meine Änderungen hab ich im Rezept vermerkt.

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Zutaten für 4 Personen:
2 Selleriestangen (ich: 2 kleine Zwiebeln), fein gehackt
5 Knoblauchzehen, zerdrückt (ich: nur 2)
350g Kurzkorn-Vollkornreis (ich: normaler Risottoreis)
1 Dose Kokosmilch (400ml)
2 EL Apfelessig
1,2l Gemüsebrühe
1 kräftiger Schluck Weißwein
Saft von 1 Zitrone (ich: 1/2)
2 kleine Zucchini, in Halbkreise geschnitten
300g TK-Erbsen, aufgetaut
ein paar frische Minzeblätter, grob gehackt (ich: näää, keine Minze!)
Öl, Salz, Pfeffer

Für das cremige Erbsenpüree:
200g TK-Erbsen, aufgetaut
Saft von 2 Zitronen (ich: 1/2)
20g frische Basilikumblätter
2 EL Nährhefe (ich: Parmesan)
70ml Olivenöl

Zubereitung:
Einen reichlichen Schuss Olivenöl in einen großen Topf mit Deckel geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Sellerie, (Zwiebel), Salz und Pfeffer zufügen und den Sellerie ungefähr 10min darin dünsten bis er weich ist. Nun den Knoblauch hineingeben und 1 weitere Minute andünsten, dann Reis zugeben, kurz mitbraten und mit dem Wein ablöschen. Dann Kokosmilch, Brühe, Apfelessig und Zitronensaft zugeben, kurz aufkochen lassen, dann den Deckel aufsetzen, die Hitze reduzieren und den Reis 50min köcheln lassen bis er gar und das Wasser absorbiert ist. Immer wieder nachschauen und umrühren, gegebenenfalls etwas Wasser nachgießen.
ICH habe das Risotto klassisch gemacht und schöpfkellenweise die Brühe (nur ca einen halben Liter) angegossen, das hängt davon ab, welchen Reis ihr verwendet. Packungsangaben beachten und davon die Kochzeit ableiten.

Nach 50min den Deckel abnehmen, die Zucchinistückchen unterrühren und das Risotto weitere 5min köchlen lassen. Die 300g aufgetauten Erbsen unterheben, erneut 5min köcheln lassen, dann vom Herd nehmen.
Während Zucchini und Erbsen im Reis warm werden, das Erbsenpüree zubereiten. Einfach alle Zutaten in einen Mixer geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles cremig pürieren.
Entweder das Erbsenpüree unter das Risotto heben und mit Minze bestreut servieren ODER jedem individuell das Püree auf den Teller geben.

Quelle: Deliciously Ella mit Freunden (Ella Mills)

Berry-Berry-Lady: Waldbeeren-Semifreddo

Ich stehe mitten in einer Brombeerhecke, schwitze bei über 30°C und verfluche die Dornen, die mich trotz langer Hose in die Beine kratzen. Zu etwas langärmligen konnte ich mich nicht überwinden und so kriegen meine Arme nicht nur Dornen, sondern auch diverse Brennnesseln zu spüren. Meine Schuhe werden später ein paar Gras- und Beerenflecken mehr haben und meine roten Finger fallen am nächsten Tag noch einer Kollegin auf.

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Innerhalb von einer dreiviertel Stunde ist meine mitgebrachte Tupper randvoll, über ein Kilo Brombeeren hatte ich in kürzester Zeit zusammen. Ich staune über diesen Überfluss, über diese Fülle an Beeren, die im Gestrüpp leuchten und um meine Aufmerksamkeit buhlen. Was für ein Reichtum in der Natur, der ohne jedes Zutun wächst und gedeiht! Niemand beschneidet diese Hecken, kämpft gegen Unkraut oder gießt die Sträucher bei Hitze. Und trotzdem gibt es so viele Beeren… In Gedanken reise ich zurück in meine Kindheit. Die Urlaube verbrachten wir in einem Ferienhäusle ohne fließendes Wasser und stromerten jeden Tag durch die Wälder. In einem Sommer gab es so viele Blaubeeren, dass meine Mutter spontan noch einmal heimfuhr und alles an leeren Gläser holte um Marmelade zu kochen.

 

Mit dem ersten Kilo Brombeeren tue ich es ihr gleich. Aber bei diesem einen Mal pflücken konnte ich es nicht belassen! Ein anderes Mal serviere ich Freunden Crostini mit Ziegenfrischkäse und marinierten Brombeeren (wow!) und daheim stelle ich dieses Semifreddo her. Die Zutaten sind echter Luxus und regional sind vermutlich nur die Beeren, aber uiuiuiui, die Salzkaramellschicht ist ein Traum! Sooo cremig, leicht salzig, herrlich!
Ich muss zugeben, mit der Smoothieschicht bin ich nicht ganz zufrieden. Sie ist im Verhältnis zu den anderen Schichten sehr fest und lässt sich schwer schneiden. Wer eine Eismaschine hat, kann auch ein Beerensorbet herstellen und dieses dann oben drauf streichen. Alternativ könnte man auch ein (sehr gutes, ohne Zusatzstoffe!) Beerensorbet kaufen und statt des Smoothies in die Form drücken.

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Aber ansonsten ist das einfach ein luxuriöses Semifreddo! Macht optisch ordentlich was her und immerhin ein paar Brombeeren wurde ich damit los 🙂 Habt ihr Beeren im Garten oder sucht ihr auch in Wald und Wiesen danach?

Für den Boden:
10-12 Dattel, entsteint
1 EL natives Kokosöl
125 naturbelassene Sonnenblumenkerne
2 EL Kakaopulver
1 Prise Meersalz

Für die Salzkaramellschicht:
10-15 Datteln, entsteint
125ml Wasser
80ml natives Kokosöl
60g weißes Tahini (ich: Cashewmus)
2-3 Prisen Meersalz

Für die Beeren-Smoothie-Schicht
2 reife Bananen, geschält und grob zerkleinert
150g naturbelassene Cashewkerne, über Nacht eingeweicht
150g frische, reife Brombeeren
150g frische, reife Himbeeren
4EL Zitronensaft
2-4 EL Wasser
2 EL Ahornsirup

Für das Beerenherzstück:
5 Brombeeren
12 Himbeeren

Zubereitung:
Eine 10x20cm große Kastenform mit Backpapier auslegen (meine war etwas größer, war kein Problem). Für den Boden die Datteln und das Öl in einen Mixer geben und alles zu einer klebrigen Masse pürieren. Die Kerne, den Kakao und das Salz zugeben und erneut mixen bis die Mischung groben Brotkrümeln ähnelt und auf Druck zusammenhält. Eventuell müssen für die richtige Konsistenz noch weitere Datteln zugegeben werden. Die Masse in die Form geben und gleichmäßig verteilen und festdrücken. Im Gefrierschrank ruhen lassen und die Salzkaramellschicht zubereiten.

Dafür alle Zutaten in den Mixer geben und auf hoher Stufe zu einem feinen Smoothie pürieren. Dann abschmecken und gegebenenfalls zum Nachsüßen einige Datteln oder zum Nachsalzen etwas Meersalz zugeben. Die Kastenform aus dem Gefrierschrank nehmen und die Salzkaramellschicht gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Zurück in die Gefriere und den Beerensmoothie zubereiten.

Den Rührbecher des Mixers gründlich spülen. Alle Zutaten für den Beerensmoothie in den Mixer geben und auf hoher Stufe gründlich pürieren. Gegebenfalls noch etwas Wasser hinzufügen. Die Kastenform aus der Gefriere nehmen und für das Beerenherz die Him-und Brombeeren in die Mitte der Salzkaramellschicht legen. Den Beerensmoothie vorsichtig darübergießen und glatt streichen. Durch leichtes Schlagen der Form auf die Arbeitsfläche sämtliche Luftblasen entfernen.
Mindestens 4h oder über Nacht gefrieren lassen. Vor dem Servieren 30min antauen lassen und nach Belieben dekorieren. Ein scharfes Wasser in heißem Wasser erwärmen und damit Scheiben vom Beeren-Semifreddo abschneiden.

Quelle: Die grüne Küche. Smoothies & Co. (David Frenkiel und Luise Vindahl)

Rettungsaktion: Gazpacho

Passend zu den Sommerferien im Süden Deutschlands meldet sich die Rettungsaktion mit allerlei sommerlichen Gerichten. Ich habe mich für Gazpacho entschieden, die hier bei Temperaturen über 25°C mindestens so häufig wie Eis gegessen wird. Und jeeeedes Mal denke ich daran, dass wir mit „Wir retten was zu retten ist“ DRINGEND internationaler werden sollten.

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Ja, die ursprüngliche Initiative stammt von den österreichischen Bloggern Susihttps://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117 und Sina und insofern sind wir auch international aufgestellt, aber ihr ahnt es: auch in nicht deutschsprachigen Ländern hätte die Rettungsaktion einiges zu tun.
Vor ein paar Jahren war ich in Spanien zum Arbeiten. Der Sommer kam und zu meiner großen Überraschung kam eine Freundin zum gemeinsamen Picknick mit einem 3-Liter-Tetrapak voller Gazpacho an!!! Jaaaaa, die kalte Tomatensuppe ist hier nicht sooo bekannt, aber in Spanien ist das eine Art sommerliches Lebenselixir und so kann man im Supermarkt von verschiedensten Marken einen Tetrapak mitnehmen.

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Soll ich euch was sagen? Das schmeckt nicht! Ich habe es probiert, aber diese Gazpacho schmeckt viiiel zu arg nach Tomatensaft, ist zu dünn und ach Leute, macht des doch einfach selber!! Ist sooooo einfach und schnell geht es auch -lediglich die Kühlzeit solltet ihr einplanen.
Mein Gazpachorezept eignet sich super um nicht mehr ganz so frisches Weißbrot zu verwerten. Wer einen großen Standmixer hat, kann sich außerdem glücklich schätzen, weil man in den Behälter einfach alles reinschmeißt, mixt, kühlt und fertisch! Aber lasst euch nicht davon abhalten, ein Gazpacho zu mixen nur weil ihr lediglich einen Stabmixer besitzt. Glaubt mir, hab ich alles schon gemacht und auch das geht problemlos, braucht nur etwas länger 🙂
Und jetzt ab mit euch auf den Markt oder in den eigenen Garten: die Tomaten haben Hochsaison und wollen gegessen werden!

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Hier sind die anderen Mitretter – auf dass der Sommer noch ganz lange bleibt:

Anna Antonia – Gebacken: Aubergine, Zucchini, Feta

auchwas – Rosen – Blüten – Spritzer

Brittas Kochbuch – Gazpacho andalúz

Brotwein – Flammkuchen griechischer Art mit Feta und Oliven

Das Mädel vom Land – Gesulzte rote Beeren

Fliederbaum – Bunte sommerliche Obsttorte

Food for Angels and Devils – Gurkengranité mit weißer Schoggimousse

Genial lecker – Cassis mit Grappa und Fruchtauszug

German Abendbrot – Baskisches Hühnchen vom Grill

Giftigeblonde – Hausgemachte Antipasti

Kebo Homing – Flammkuchen mit Pfifferlingen

lieberlecker – Sauerrahmeis

Münchner Küche – Eis am Stiel mit Joghurt und Johannisbeeren

Obers trifft Sahne – Schwarzkirsch Galette

Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Gegrillter Kukuruz

The Apricot Lady – Schnelle Sommerküche

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Gazpachozutaten (für 4 Personen):
150g Weißbrot (vom Vortag)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750g Tomaten
3 EL Weißweinessig
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
150ml Gemüsebrühe, gut gekühlt
6 Eiswürfel
Salz, Pfeffer
Edelsüßes Paprikapulver
Chilipulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine grüne Paprikaschote
4 Stängel Basilikum
Optional: Gurkenwürfel, Zwiebelwürfel, Tomatenwürfel

Zubereitung:
Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

DIE AUSFÜHRLICHE VARIANTE: Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser überbrühen und ca. 1min ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, die Kerne herauskratzen und die Stielansätze wegschneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und damt dem dabei angesammelten Saft mit Essig, übrigem Öl und restlichem Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen und ca. 30min im Kühlschrank ziehen lassen.
Die rote Paprikaschote halbieren, putzen, waschen und grob würfeln. Salatgurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen, dann das Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Paprika und Gurke mit den Tomaten samt eingeweichtem Brot mischen und mit Brühe und den Eiswürfeln mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Chilipulver und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank ca 2h (oder auch länger) durchkühlen lassen.

DIE SCHNELLE VARIANTE: Tomaten waschen, halbieren, Stielansätze rausschneiden, vierteln und in den Mixer damit. Paprika putzen, entkernen und grob würfeln. Gurke schälen, längs halbieren und grob entkernen. Alles zusammen mit der Hälfte des Brots, Brühe, Eiswürfeln und Gewürzen pürieren -gerade ein Standmixer eignet sich dafür sehr gut! Mindestens 2h kühlen.

Die grüne Paprika halbieren, putzen, waschen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Optional Gurke, Zwiebel, Tomaten… auch sehr fein würfeln. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, in feine Streifen schneiden und mit den Paprikawürfeln mischen. Die Suppe auf Teller verteilen und mit den übrig gerösteten Brotwürfeln und der Paprikamischung bestreuen.

Quelle: Sommerküche voller Sonne und Aroma (Tanja Dusy)

Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

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Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

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Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

Cremiger Kartoffel-Spargel-Salat

Da is’ser endlich: der Frühsommer! Inklusive plötzlicher Regengüsse und kurz darauf schon wieder strahlend blauer Himmel, dass sich alle Welt aus den Jacken schält und sich Richtung Sonne streckt! Radelte ich Anfang der Woche noch mit Wintermantel in die Arbeit, suche ich nun verzweifelt die Sommerklamotten im Schrank.

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Über die Frühlingsgenüsse mit Spargel, Rhabarber & Co können wir uns ja zum Glück schon etwas länger freuen. Gerade noch rechtzeitig hab ich bemerkt, dass bei Zorra das Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings130. Blogevent zum Thema „Genuss des Frühlings“ läuft. Ausgerichtet wird es dieses Mal von Jeanette, deren tollen Blog ich dank der Rettungsaktionen schon kenne.
Im Rahmen der Spargelsaison liest man zur Zeit immer wieder, dass die Deutschen dieses Gemüse so sehr schätzen, dass sie bereit sind, dafür auch mehr Geld auszugeben und vor allem regional einzukaufen. Dieses Einkaufverhalten kann ich nur unterstützen 🙂 Es ist einfach jedes Jahr neu schön zu beobachten, wie sich die Marktstände von März an langsam auf Frühling einstellen, der ein oder andere Kohlberg schrumpft und Bärlauch, Spinat und anderen Leckereien Platz macht.

Unser cremiger Kartoffel-Spargel-Salat verbindet den Frühlingsgenuss mit einer typischen Sommeraktivität: dem Grillen oder auch einem Picknick. Zugegeben: so regional Spargel, Kartoffeln und Frühlingszwiebeln bei uns zu bekommen sind – die Avocado hat eine deutlich weitere Reise hinter sich. Mea culpa -ich hoffe, der Salat darf trotzdem beim Frühlingsbuffet teilnehmen 😉

Heute seht ihr übrigens wieder mal realitätsnahe Bilder – mein Vater hat einfach kurz auf die Schüssel draufgehalten bevor die auf den Tisch gestellt wurde. Die ganze Verwandtschaft war an dem Mittag zu Besuch und ich wollte die nicht unnötig warten lassen. Diese Skurilität des Essen-Fotografierens hätten sie bestimmt geduldet, aber die Gemeinschaft am Tisch war mir wichtiger als ein besonders gestyltes Bild für den Blog. Aber ja, den Glasrand hätte ich eindeutig noch abwischen sollen. Wenn das die Mama gesehen hätte… 😀
Ich kann euch dennoch versichern, dass der Salat sehr, sehr gut ankam und genüsslich verspeist wurde. Ob diese cremige Spargel-Variante den klassischen schwäbischen Kartoffelsalat verdrängt, wage ich zwar zu bezweifeln und würde das selber nicht unterstützen, aber ab und zu etwas anderes hat noch niemandem geschadet 🙂

In dem Sinne: viele schöne frühlingshaft-warme Tage mit leckerem Essen euch! Schon mal als kleiner Hinweis: dieser Salat als Grillbeilage ist erst der Auftakt für eine klitzekleine interne Themenwoche rund ums Grillen hier auf dem Blog.

2017.04.16_Kartoffelsalat mit grünem Spargel-3

Zutaten (für 3 sehr großzügige Portionen):
800g (neue kleine) Kartoffeln
15ml Olivenöl
1/2 TL Salz
Pfeffer nach Belieben
1 Bund grüner Spargel
3 Frühlingszwiebeln
Für das Dressing:
1-2 Avocado (kommt etwas darauf an, wie cremig ihr es wollt)
2TL Dill
1Tl Senf (optional)
Saft von 1/2 Zitrone (wer will auch etwas mehr)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Ofen auf 220°C vorheizen. 1 Backblech mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln gut waschen, ungeschält in mundgerechte Würfel schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf den Blechen verteilen. Im Ofen für 15min backen, dann alles einmal durchmischen und nocheinmal 15-20min backen bis die Kartoffeln weich sind.
Währenddessen die Enden der Spargeln abschneiden und das untere Drittel schälen. In einem Topf mit kochendem Wasser 5min (je nach persönlichem Geschmack auch etwas länger) kochen, abgießen und kalt abschrecken. Die Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden.
Für das Dressing die Avocado zermatschen mit den restlichen Zutaten vermischen. Die Kartoffeln und Frühlingszwiebeln, den Spargel und das Dressing in einer großen Schüssel vermischen. Abschmecken und gerne auch als Grillbeilage servieren 😉

Quelle: The Oh She Glows Cookbook (Angela Liddon)