Wieder da: Tomaten-Aprikosen-Salat

Ein paar Tage Ruhe auf dem Blog bedeuten meistens, dass es im realen Leben besonders viel zu tun gibt, weswegen entweder keine Treffen vom Vater und mir stattfinden und wir vor leeren Tellern sitzen (metaphorisch gesprochen 😉 ) und euch nichts Neues präsentieren können. Oder aber es gibt noch tolle Bilder und leckere Rezepte, aber die Zeit zum Schreiben fehlt.

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So war es bei mir – während sämtliche schon im Urlaub oder sogar schon wieder davon zurück sind, im Radio von nichts anderem die Rede als Chillen und frei haben war, Tübingen von Studenten verlassen war, da saßen noch ein paar wenige Examis in der Bib oder in ihren Studentzimmern und schotteten sich gegenüber der Sonne und dem freien Leben ab. Tragisch, sag ich euch! Und echt anstrengend, wenn alle anderen irgendwie frei haben, nur man selber nicht! Seit Donnerstag liegt zumindest mal der schriftliche Teil des Examens hinter mir und ich gönne mir ein paar freie Tage bevor die Lernerei fürs mündliche losgeht.

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Wieder da bin also nicht nur ich, sondern auch Tomaten und Steinobst! Kirschen gab es ja schon, Tomaten kamen auch schon vor -alle regional auf dem Markt gekauft, aber so richtig, richtig Sommer ist für mich erst, wenn die Tomatensträucher im Garten meiner Eltern selber kleine rote Perlen bereithalten! Es gibt kaum was Besseres als diese kleinen Cocktailtomaten, die beim Draufbeißen so herrlich süß im Mund zerplatzen. So schmeckt der Sommer! Die Aprikosen kitzeln die Süße noch etwas mehr raus, der Feta würzt wunderbar salzig und die Schärfe kann jeder nach eigenem Belieben variieren. Einfach lecker und schnell gemacht – den gab es schon einige Male. Greift zu und esst mindestens genau so viele Kilo Tomaten wie ihr Spargel gegessen habt! Die Saison ist auch nicht viel länger…auch wenn die Supermärkte uns das ganzjährig anders präsentieren.

Blog-Event CXXII - Steinobst…wie ich erfreut feststelle, kommt der Beitrag noch rechtzeitig um endlich, endlich mal wieder an einem Blogevent bei der lieben Zorra teilzunehmen. Veranstaltet wird das Event rund um Steinobst von The Apricot Lady Christina. Was könnte da besser passen als dieser Salat?

Zutaten (für 2 Personen):
je 200g gelbe und rote Kirschtomaten
250g reife Aprikosen
200g Fetakäse
6 Stängel Basilikum
1/2 Bund glatte Petersilie
20g flüssiger Honig
1 Tl Sambal Oelek
2 TL Sherryessig
Salz, Pfeffer
2 El (Traubenkern)Öl

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Zubereitung:
Die Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder viertel. Die Aprikosen waschen, halbieren, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Mit den Tomaten mischen. Den Feta trocken tupfen, einmal quer halbieren und nach Belieben zerbrökeln oder in ca. 1cm große Würfel schneiden. Vorsichtig unter die Tomaten und Aprikosen mischen. (Aus ästhetischen Gründen hab ich das Mischen von Salat und Feta erst nach dem Fotografieren vorgenommen. Dressing war da aber schon drin 😉 )
Für das Dressing Honig mit samal Oelek, Essig, Salz und Pfeffer verrühren und nach und nach das Öl unterschlagen. Den Tomatensalat mit dem Dressing mischen und ca. 15min ziehen lassen.
Inzwischen das Basilikum und die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen grob hacken. Kurz vor dem Servieren unter den Salat heben, bzw. den Salat damit garnieren.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)

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Aus Mamas Küche: Spaghetti mit Lachssauce

Pastarezepte gibt es ja auf dem Blog bisher relativ wenig, einfach aus dem Grund, dass ich einerseits relativ wenig esse (nicht aus irgendwelchen Figurgründen) und andererseits finde ich es extrem schwierig, glitschige lange Spaghetti oder eine Sauce mit Nudeln so anzurichten, dass es appetitlich aussieht.

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Für diesen Beitrag hab ich es aber sehr clever gemacht: ich hab Mama gebeten, ihre Lachssauce zu kochen und das bei der Gelegenheit auch zu fotografen. Hab mich also schön der Herausforderung entzogen, beziehungsweise einfach gut die Aufgaben verteilt 😀
Diese Lachssauce ist eines der All-Time-Favorites im Hause O. Tatsächlich war es so, dass ich eine Liste mit Wunschgerichten für die Kategorie „Mamas Küche“ den Eltern vorgetragen hab und mein Vater bei der Lachssauce sofort gesagt hat: „Jaaa, die Sauce hatten wir schon so lange nicht mehr.“ Meine Mutter runzelt die Stirn: „Von wegen, die gab es erst am Freitag.“ Mein Vater weigerte sich das zu glauben und bestand darauf, dass es die dringend wieder geben müsste.

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Ihr seht also, absolute Nachkochempfehlung! Durch Zitrone und Basilikum ist die Sauce wunderbar frisch und wer mag, serviert noch einen eisgekühlten Rosé dazu. Viel mehr Worte verlier ich jetzt nicht mehr, hier ist das Rezept.

Zutaten (für 3 Portionen):
2 dünne Stangen Lauch
2-3 Zweige frischen Basilikum
2 EL Butter
250ml Gemüsebrühe
300g Tomaten
100ml Sahne
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale (wird bei uns weggelassen)
1 EL Zitronensaft300g frisches Lachsfilet (im Original: 150g Räucherlachs)
400g Spaghetti
70g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Stücke schneiden. Die Basilikumblätter abzupfen, waschen und klein schneiden. Die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, darin den Lauch 5min andünsten. Dann die Brühe zugießen und etwas einkochen lassen.
Die Tomaten kreuzförmig einritzen, mit heißem Wasser überbrühen und häuten. Dann in kleine Würfel schneiden. Das Lachsfilet in Würfel schneiden. Die Tomaten- und Lachswürfel zur Lauchbrühe geben, die Sahne angießen und alles 2-3min köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.
Inzwischen reichlich Salzwasser aufkochen und die Spaghetti kochen. Zum Schluss den Basilikum zur Lachssoße geben und alles mit Parmesan bestreut servieren.

Quelle: Pasta! Pasta! Pasta! (GU Lifestyle, mit Cartoons von Peter Gaymann)

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

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Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

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Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

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Quelle: James Superfood für jeden Tag.

Papa, der Grillmeister: Gemüsepäckchen und Lachs

Heute berichtet hier der sonst stille Fotograf über seine Kochkünste und einen Ausflugstipp. In solchen Momenten bin ich neidisch, dass ich nicht mehr daheim wohne 😉
Früher sagte man zu den Kindern „Ess schön Deinen Teller leer. Dann scheint morgen wieder die Sonne!“ Und was haben wir heute davon? Immer mehr dicke Kinder und Klimaerwärmung! Vielleicht ist die Letztere ja schuld daran, dass ich  am vergangenen Sonntag, 8. November bei über 20° auf der Terrasse sitzen und grillen konnte. Und das wohlgemerkt nicht irgendwo weit weg im Süden, nein, in einem Dorf am Fuße der Schwäbischen Alb.

Der Sonntag war in seiner ersten Hälfte schon gut verplant und so war klar, dass es nichts Aufwändiges geben würde. Aber sind nicht oft die einfachen Dinge besonders köstFeatured imagelich? Aus dieser Überlegung wurden bei uns hochgeschätzte Gemüsepäckchen vom Grill und Lachs dazu. Auch vom Grill. Könnte man prima mit Kartoffeln oder Reis kombinieren, oder ganz einfach mit einem Ciabatta oder Baguette. Dazu ein Glas Wein, hinterher ein Espresso mit leckerem Pralinchen. Und das Ganze wie schon geschrieben auf der sonnenerwärmten Terrasse. Perfekt!

Für die Gemüsepäckchen (wir waren zu dritt):
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 gelbe Paprika
150 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Geschmack (wir hatten Rosmarin)
Allerdings kann man die Gemüsezusammensetzung und –menge nach persönlichem Geschmack variieren

Zubereitung:
Das Gemüse in würfeln (ca.1 cm) und alles zusammen mit dem kleingepressten oder gehackten Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in einer Schüssel vermischen. Featured imageMehrere quadratische Alufolienstücke mit etlichen Löffeln Gemüse füllen, 1 EL Olivenöl darüber tröpfeln und die Folie zu einem geschlossenen Päckchen zusammenfalten. 10-15 Minuten auf den Grill bei kleiner oder mittlerer Hitze

Für den Lachs (entweder TK-Ware oder frische Stücke)
Klassisch schlicht ringsrum mit Olivenöl einstreichen, Zitrone betröpfeln. Salz und Pfeffer nach Geschmack und von jeder Seite ca 5-8 Minuten auf den Grill. Das war’s schon. Wie gesagt, ganz einfach. Aber lecker!

Quelle: BBQ Basics

Danach ging es dann auf einen Hochalbpfad um den Herbst zu genießen. Hier noch ein paar Eindrücke.

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Statt Bauschaum: Thunfisch-Kapern-Mousse

Die Wochenenden verbringe ich meistens mit dem Mitesser. Am letzten Sonntag waren wir Featured imagedaheim bei meinen Eltern eingeladen und dieses Meating musste natürlich genutzt werden, um ein paar neue Fotos für den Blog zu schießen. Dieses Projekt hier ist für den Mitesser noch sehr neu, aber auch sehr unterhaltsam. Während ich meine Zutaten für die Mousse zusammen suchte, scrollte er sich durch den Blog… und damit nahm das Gespräch seinen Anfang.

Er: Die Frühstückstarte da hab ich aber noch nie gegessen.
Ich: Ja, stimmt. Hab ich gemacht als ich daheim war.
Er: Und des mit dem Weckle und den Tomaten auch nicht!
Ich: Stimmt gar nicht! Das Weckle hab ich letzten Sommer schon mal gemacht als des Kochbuch neu war… ich muss jetzt die Mousse vorbereiten.
Er: Was für eine Mousse?
Ich: Die kommt dann auch auf den Blog, dann hattest du auch endlich mal wieder was davon und gleichzeitig wollen wir damit bei dem White Dinner von einer Bloggerin mitmachen.
Er: Bei was??? Featured image
Ich: Du weißt doch, dass wir am 5. September beim Dîner en blanc in Karlsruhe dabei sind. Und so etwas in der Art gibt es auch virtuell: statt weiß gekleidet kommt man mit weißen Gerichten zu Tinas Tausendschön.
Er (guckt herausfordernd): Dann kommt es also nur drauf an, dass die Mousse weiß ist und gut aussieht.
Ich: Naja, nicht nur. Die soll auch schmecken, sonst kann ich das Rezept ja nicht weiterempfehlen.
Er (frech grinsend): Aber das weiß doch niemand. Es muss einfach hell sein – da könntest du doch auch einfach irgendwas in die Gläser füllen, das schön fotografieren und gut ist! Nimm doch Bauschaum 😉

Jaaaa, oder auch nicht! Im Gegensatz zum Bauschaum hatte ich nämlich die Zutaten für diese Mousse schon da und nachdem die Vorspeise sonntags sehr gut ankam und wirklich toll luftig-locker war, kann ich euch mit bestem Gewissen nicht nur schöne Bilder präsentieren, sondern auch das Rezept dazu liefern 🙂 Bis die Fotos meinen Vater zufrieden gestellt haben, verging zur großen Erheiterung meines Mitessers einiges an Zeit, in der der Fotograf alle anwesenden Familienmitglieder rund um die Gläsle herumdirigierte. Sehr viel Aufmerksamkeit also für eine nette, feine, weiße Vorspeise – die lässt sich übrigens auch sehr gut transportieren! Ideal also, um sie zu einem White Dinner mitzunehmen.

Gibt es in eurer Stadt auch so eine Veranstaltung? Oder ist vielleicht jemand von euch in Karlsruhe mit dabei?

Zutaten (für 8 kleine Portionen):
Kapern-Mousse
50ml Milch
125ml Schlagsahne
30g kleine Kapern in Lake
2 Blätter weiße Gelatine
1 EiweißFeatured image
Thunfisch-Mousse
1 Dose Thunfisch in Öl (185g EW)
1 Scheibe Toastbrot
50ml Milch
125g Joghurt
1 EL Mayonnaise
2 Blätter weiße Gelatine
2 EL Wermut (ich: Gemüsebrühe)
1 Eiweiß
Crostini
30g Orangenmarmelade
50g Kirschtomaten
8 Scheiben Weißbrot (Baguette, Ciabatta…)
Rosmarinnadeln zum Garnieren
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Kapern-Mousse Milch und Sahne in einem Topf einmal aufkochen. Kapern und 2-3EL Kapernlake zugeben und mind. 1h ziehen lassen.
Inzwischen für die Thunfisch-Mousse Thunfisch in einem Sieb abtropfen lassen. Toastbrot entrinden und klein würfeln. In einem hohen Gefäß Thunfisch zusammen mit Milch, Joghurt und Weißbrot fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Masse in eine Schüssel geben. Mayo unterrühren. Gelatine 10min in kaltem Wasser einweichen.

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Wermut/ Brühe in einem Topf erwärmen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Rasch unter die Thunfischcreme rühren und kalt stellen bis die Masse zu gelieren beginnt (ca. 20-30min). Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen und unter die Thunfischmousse heben. Mousse auf 8 Gläser (à 200ml) verteilen und kalt stellen.
Für die Kapernmousse Gelatine 10min in kaltem Wasser einweichen. Kapernsahne durch ein Sieb gießen und abtropfen lassen. 2 El der Kapernsahne in einem Topf erhitzen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Gelatine und die Kapern rasch in die Kapernsahne einrühren und kalt stellen. Sobald die Masse zu gelieren beginnt (ca. 20-30min), Eiweiß mit 1 Prise Salaz steif schlagen und unter die Masse heben. Kapern-Mousse auf Thunfisch-Mousse verteilen und abgedeckt mind. 3h kalt stellen. Über Nacht ist natürlich auch problemlos möglich, aber bei mir haben knapp 4h sehr gut gereicht. Featured image
Für die Crostini die Marmelade mit 2-3 EL Wasser in einem Topf schmelzen lassen. Tomaten putzen und klein schneiden. Brotscheiben in einer Pfanne ohne Öl rösten, dann mit etwas O-Marmelade bestreichen, mit Tomaten belegen. Salzen, pfeffern und mit Rosmarinnadeln zu der Thunfisch-Kapern-Mousse servieren.

Quelle: essen&trinken 7/2013.

Der Wow-Moment: Tomatensalat im Frühlingszwiebelbrötchen mit Ziegenkäse

Ich verbringe gerade ein paar Tage zuhause… ich bekomme die (fast) ungeteilte Aufmerksamkeit meiner Eltern, weil die beiden kleinen Geschwister weg sind. Herrlich! So muss es also die ersten zwei Jahre meines Lebens gewesen sein als es die noch nicht gab -nur dass ich heute Wein statt einem Fläschle Milch zum Abendessen bekomme 😉

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Deswegen kann hier auch in aller Ruhe Food-Fotografie betrieben werden ohne dass die Kleinen unruhig werden und endlich essen wollen. Und sind diese Bilder nicht der Hammer? Ich starr die an und denk: „Wow, mein Vater hat es echt drauf!“ Vor ein paar Wochen hat er mir ein Bild vom vollgepackten Kofferraum geschickt, in dem sich einige alte Backbleche stapelten: die machen den schwarzen Hintergrund.
Featured imageUnd der Star des Bildes ist in dem dunklen Umfeld umso strahlender: Tomatensalat mit Tomätle aus dem eigenen Garten. Noch mal so ein Wow: nie schmecken die so gut wie selbst angebaut. In Kombination mit einem frisch gebackenen Brötchen und Ziegenkäse so toll: die Süße von den Tomaten, der salzig-cremige Käse und alles zusammengehalten von einem noch warmen Brötchen.
Und das beste: nicht einmal eine halbe Stunde braucht ihr für diese Leckerei. Wow!

Zutaten (für 4 Brötchen)Featured image
Frühlingszwiebelbrötchen
130g Mehl
15g Backpulver
1/2 TL Salz
35g Butter
1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten
115ml Milch

Tomatensalat
1 EL Olivenöl
1 EL Rotweinessig
Prise ZuckerFeatured image
Salz, Pfeffer
ca. 150g Kirschtomaten

Ziegenkäse
30ml Sahne
80g Ziegenfrischkäse
das Grüne von 1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten

Für die Brötchen den Ofen auf 220° vorheizen. Die trockenen Zutaten vermischen, mit einer Gabel oder den Fingern die kleingeschnittene Butter damit verkneten. Es wird nicht so gut klappen, klumpig sein. Kein Problem. Die Milch dazu geben und auch die Frühlingszwiebel. Alles gut vermischen, es macht nichts, wenn ein paar kleine Butterstücke übrig bleiben. Den Teig mit den Fingern flach drücken und 4 runde Kreise ausstechen (ca. 7cm Durchmesser). Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und ca. 15min backen bis sie leicht gebräunt sind.

In Featured imageder Zwischenzeit die Tomaten waschen, und vierteln. Öl, Essig, Salz, Zucker und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und die Tomaten damit mischen.
Für den Ziegenkäse die Sahne steif schlagen und dann den Käse damit vermischen.

Wenn die Brötchen fertig gebacken sind, leicht abkühlen lassen. Aufschneiden, mit Tomatensalat füllen, etwas Ziegenkäse (oder ein bisschen mehr davon) drauf, mit Frühlingszwiebeln bestreuen – WOW!!!!

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)
Inspiration für die Fotos: Vera von Nicest Things (vielen Dank für das Tutorial!)