Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

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Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

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Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

Kochduett: Butter-Tomaten- Gnudi

Selbstgemachte Gnocchi sind der Hammer, nicht zu vergleichen mit dem gekauften Zeug aus dem Kühlregal. Letzte Woche entdeckte ich bei Susanne die wunderschönen Gnocchi alla Bismark und erinnerte mich daran, dass ich eigentlich schon läääängst diese Gnudi verbloggen wollte. Ja, so schön geformt wie ihre sind meine nicht. Schmecken tun sie trotzdem 🙂

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Zum ersten Mal gab es Ricotta-Gnocchi in Madrid -2012 bin ich für ein Jahr in die spanische Hauptstadt. Im Sinne des perfekten Timings hab ich mir einen Monat vor der Abreise noch nen Freund angelacht, der so oft wie möglich zu Besuch kam. Gefühlt war das immer noch zu selten, aber immerhin haben wir uns circa alle zwei Monate gesehen. Bei seinem letzten Besuch ging es dann auch nicht mehr primär um Sehenswürdigkeiten und wir nahmen uns auch ganz entspannt die Zeit um selbst zu kochen. Und so standen wir einen Mittag einträchtig in der Küche und rollten Gnocchi 🙂 Eine Tomatensauce dazu und fertig war der Genuss.

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Den Kerl hab ich immer noch an meiner Seite, Gnocchi wurden nicht nur bei dieser einen Gelegenheit gerollt -eine praktische und leckere Form von Paartherapie 😉 Neben der einfachen Ricottaversion kann ich mindestens ebenso die Kartoffelversion empfehlen. Wer das Kochbuch „Der Große Lafer“ hat, kann getrost alle Gnocchirezepte nachmachen. Eins besser als das andere, erprobt für euch im Kochduett!

Bei dieser Gnudiaktion stand ich zusammen mit meiner Mutter in der Küche: während ich die Gnudi kochte, schwenkte sie Tomaten in der Pfanne. Bitte achtet darauf, dass ihr die Gnudi wirklich nur 3min im Wasser lasst, ich hatte sie vor lauter Schwätzen n Tick zu lang drin. Und nicht wundern -die Dingerchen sind sehr sensibel, zergehen dafür aber auch auf der Zunge!
Welche Rezepte könnt ihr für ein Kochduett emfehlen? Es soll kein Duell sein, sondern gemeinsam verbrachte Zeit mit einem schmackhaften Ende.

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Lasst euch vom Namen nicht verwirren: Butter ist nämlich keine drin…darin werden die Gnudi lediglich gewendet bevor sie serviert werden 😉

Zutaten (für 5 Personen):
1kg Ricotta
100g Parmesan
frisch geriebene Muskatnuss nach Belieben
1 Packung Hartweizengrieß zum Bestreuen

Zum Servieren:
Butter
Basilikum
kleine Cocktailtomaten
Parmesan

Zubereitung:
Den Ricotta mit je einer Prise Meersalz und schwarzem Pfeffer in eine Schüssel geben. Den Parmesan und etwas Muskat dazureiben. Alles kräftig verrühren. Abschmecken -die Muskatnote sollte dezent sein. Ein großes Tablett mit reichlich Grieß bestreuen. Aus der Ricottamischung 3cm große Kugeln formen und diese im Grieß wenden, bis sie gut davon umhüllt sind. Der Teig sollte etwa 40 Gnudi ergeben. Das Tablett schwenken. Die Gnudi gut mit Grieß bedecken und für 8h, noch besser über Nach, in den Kühlschrank stellen -der Grieß entzieht den Gnudi Feuchtigkeit und sorgt für eine feine Hülle.
Die Kochzeit für die Gnudi beträgt nur 3min. Bitte nicht alle Gnudi auf einmal in einen Topf geben, sondern maximal 10-15, je nach Topfgröße. Dafür einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und von der entsprechenden Menge Gnudi den überschüssigen Grieß abschütteln und ins Kochwasser geben. Die Hitze reduzieren.

Zum Servieren in einer Pfanne die Butter aufschäumen, beliebig viele Cocktailtomaten dazugeben und kurz braten. Die Gnudi direkt aus dem Topf in die Pfanne geben, einen Löffel Kochwasser hinzufügen. Sobald Butter und Wasser emulgiert sind, die Pfanne vom herd nehmen. Parmesan über die Gnudi reiben und in vorgewärmten Schalen servieren. Basilikum drüber, fertig!

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Lobeshymnen: Glasierte Mini-Hackbraten auf Kartoffelbrei

Hier kommt das versprochene neue Rezept aus „Eine kleine Küche in New York„. Wobei, ich glaub, bei all den Bildern und Links zu vergangenen Blogbeiträgen mit Rezepten daraus ist euch schon klar geworden, dass ich gerne aus diesem Buch esse. Nach all dem Süßen und Vegetarischem, was es schon auf dem Blog gibt, kommt heute mal wieder eine ordentliche Fleischladung.

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Ich wusste schon eine Weile, dass ich das Rezept euch gerne zeigen würde, weil der Geschmack von diesen kleinen Hackbraten mit der Tomatenglasur einfach herrlich ist. Das Gemüse im Fleisch macht es irgendwie richtig schön saftig und all die Gewürze drin runden das so wunderbar ab. Ich war mir ziemlich sicher, dass das Gericht meinem Bruder richtig gut schmecken würde. In einem Haushalt, wo sehr viele vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan stehen und die große Schwester regelmäßig mit irgendwelchen gesunden Müsliriegeln oder veganen Leckereien ankommt, wird jede fleischliche Zugabe geradezu ekstatisch bejubelt 😀 So geschehen als ich die Hackbraten zum Mittagessen gemacht habe.

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Alle haben es gelobt (was erwartet ihr auch? Hehe), mir hat es auch sehr gut geschmeckt, aber dem „Kleinen“ hat es besonders geschmeckt. Freut mich, braucht er vielleicht mal einen Eiweißshake nach dem Pumpen weniger 😉 Ich will übrigens betonen, dass ich mich vor, während oder nach dem Essen selber NICHT gelobt habe. Bekanntlicherweise stinkt Eigenlob ja. Bei uns auf dem Land allerdings nicht! Denn da entscheidet sich der Bauer zur besten Essenszeit mit seinem Gülleanhänger auf die Wiese zu fahren und unser gesamtes Wohngebiet unter einer Güllewolke zu begraben. Zugegeben, diese olfaktorische Beeinträchtigung hat das Zusammensitzen am Tisch auf der Terrasse deutlich verkürzt. Gleichzeitig musste ich grinsen, weil ich diesen Geruch tatsächlich immer mit daheim verbinde und genau wusste, wo ich bin. Man ist es einfach gewohnt, wenn man etwas dörflicher wohnt 😉

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Hier also noch ein Rezept von Deb Perelman, mit dem ihr Jungs sehr glücklich machen könnt. N grüner Salat dazu ist auch noch sehr lecker. Falls ihr das Buch daheim habt, wundert euch nicht, wenn die Zubereitungsschritte etwas anders klingen. Ich schreibe das Rezept aus meinem amerikanischen Buch ab, weil das deutsche bei meiner Mutter geblieben ist. Die Mengenangaben sind aber diesselben, ich hatte für uns damals lediglich die Fleischmenge etwas reduziert, weswegen bei mir 11 Bällchen in der Form liegen.

Zutaten (für 6 Personen):
Für die Glasur:
4 TL Sonnenblumenöl
65g Tomatenmark
30ml Apfelessig
2 TL Honig
2 TL Worcestershiresauce
1 EL Dijonsenf
1/4 TL Salz

Für die Mini-Hackbraten:
2 Scheiben Toastbrot (möglichst etwas trockener)
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Stange Sellerie
1 mittelgroße Karotte
1 TL Salz
900g gemischtes Hackfleisch
1 TL Tomatenmark
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Dijonsenf
2 EL Worcestershiresauce
120ml Milch
1 EL gehakte Petersilienblätter
2 große Eier
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Zubereitung:
Alle Zutaten für die Glasur in einem kleinen Topf verrühren und bei kleiner Hitze für 2min köcheln lassen. Dabei stetig umrühren. Dann zur Seite stellen.
Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Das Brot ist Stücke reißen und in einem Mixer zu kleinen Bröseln zerkleinern. Diese dann in eine große Schüssel geben. Dann die geschälte Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Sellerstange in den Mixer geben und alles klein häckseln lassen. Wer keinen Mixer oder Foodprocessor hat (wie ich, schnüff), der raspelt das Gemüse einfach auf einer Gemüsereibe grob, bzw würfelt die Zwiebel fein. Eine Pfanne mit einem EL Öl heiß werden lassen. Das kleingeschnittene Gemüse in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 10-15min bei mittlerer Hitze braten bis das Gemüse schön angeröstet ist.
Das Gemüse in die Schüssel mit den Bröseln geben, dann die Gewürze, das Fleisch, Milch und die Eier zugeben. Alles gut vermixen (ich mache das ja gerne mit den Händen). Abschmecken, ob noch Salz oder sonst etwas nötig ist. Dann mit angefeuchteten Händen 12 Bällchen rollen. Die Mini-Hackbraten in eine große Form geben. Jedes Bällchen mit der Glasur bestreichen. Dann in den Ofen schieben und für ca. 25min backen.

Hackbällchen auf Kartoffelbrei servieren. Den macht ihr easy-peasy selber, wehe ihr denkt auch nur dran, n Päckchen zu nehmen. Für 6 Personen ca. 900g Kartoffeln schälen, abwaschen, in grobe Würfel schneiden, in Salzwasser weich kochen. Wasser abgießen, mit einem Kartoffelstampfer kleinquetschen, heiße Milch, n gutes Stück Butter, Salz und Pfeffer zugeben. Wer mag auch Muskatnuss. Die Menge der Milch hängt davon ab, wie ihr die Konstistenz mögt, bzw wie lange ihr den Brei stehen lässt. Je länger der steht, desto trockener wird alles 😉

Quelle: Eine kleine Küche in New York (Deb Perelman)

Wieder da: Tomaten-Aprikosen-Salat

Ein paar Tage Ruhe auf dem Blog bedeuten meistens, dass es im realen Leben besonders viel zu tun gibt, weswegen entweder keine Treffen vom Vater und mir stattfinden und wir vor leeren Tellern sitzen (metaphorisch gesprochen 😉 ) und euch nichts Neues präsentieren können. Oder aber es gibt noch tolle Bilder und leckere Rezepte, aber die Zeit zum Schreiben fehlt.

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So war es bei mir – während sämtliche schon im Urlaub oder sogar schon wieder davon zurück sind, im Radio von nichts anderem die Rede als Chillen und frei haben war, Tübingen von Studenten verlassen war, da saßen noch ein paar wenige Examis in der Bib oder in ihren Studentzimmern und schotteten sich gegenüber der Sonne und dem freien Leben ab. Tragisch, sag ich euch! Und echt anstrengend, wenn alle anderen irgendwie frei haben, nur man selber nicht! Seit Donnerstag liegt zumindest mal der schriftliche Teil des Examens hinter mir und ich gönne mir ein paar freie Tage bevor die Lernerei fürs mündliche losgeht.

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Wieder da bin also nicht nur ich, sondern auch Tomaten und Steinobst! Kirschen gab es ja schon, Tomaten kamen auch schon vor -alle regional auf dem Markt gekauft, aber so richtig, richtig Sommer ist für mich erst, wenn die Tomatensträucher im Garten meiner Eltern selber kleine rote Perlen bereithalten! Es gibt kaum was Besseres als diese kleinen Cocktailtomaten, die beim Draufbeißen so herrlich süß im Mund zerplatzen. So schmeckt der Sommer! Die Aprikosen kitzeln die Süße noch etwas mehr raus, der Feta würzt wunderbar salzig und die Schärfe kann jeder nach eigenem Belieben variieren. Einfach lecker und schnell gemacht – den gab es schon einige Male. Greift zu und esst mindestens genau so viele Kilo Tomaten wie ihr Spargel gegessen habt! Die Saison ist auch nicht viel länger…auch wenn die Supermärkte uns das ganzjährig anders präsentieren.

Blog-Event CXXII - Steinobst…wie ich erfreut feststelle, kommt der Beitrag noch rechtzeitig um endlich, endlich mal wieder an einem Blogevent bei der lieben Zorra teilzunehmen. Veranstaltet wird das Event rund um Steinobst von The Apricot Lady Christina. Was könnte da besser passen als dieser Salat?

Zutaten (für 2 Personen):
je 200g gelbe und rote Kirschtomaten
250g reife Aprikosen
200g Fetakäse
6 Stängel Basilikum
1/2 Bund glatte Petersilie
20g flüssiger Honig
1 Tl Sambal Oelek
2 TL Sherryessig
Salz, Pfeffer
2 El (Traubenkern)Öl

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Zubereitung:
Die Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder viertel. Die Aprikosen waschen, halbieren, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Mit den Tomaten mischen. Den Feta trocken tupfen, einmal quer halbieren und nach Belieben zerbrökeln oder in ca. 1cm große Würfel schneiden. Vorsichtig unter die Tomaten und Aprikosen mischen. (Aus ästhetischen Gründen hab ich das Mischen von Salat und Feta erst nach dem Fotografieren vorgenommen. Dressing war da aber schon drin 😉 )
Für das Dressing Honig mit samal Oelek, Essig, Salz und Pfeffer verrühren und nach und nach das Öl unterschlagen. Den Tomatensalat mit dem Dressing mischen und ca. 15min ziehen lassen.
Inzwischen das Basilikum und die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen grob hacken. Kurz vor dem Servieren unter den Salat heben, bzw. den Salat damit garnieren.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)

Aus Mamas Küche: Spaghetti mit Lachssauce

Pastarezepte gibt es ja auf dem Blog bisher relativ wenig, einfach aus dem Grund, dass ich einerseits relativ wenig esse (nicht aus irgendwelchen Figurgründen) und andererseits finde ich es extrem schwierig, glitschige lange Spaghetti oder eine Sauce mit Nudeln so anzurichten, dass es appetitlich aussieht.

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Für diesen Beitrag hab ich es aber sehr clever gemacht: ich hab Mama gebeten, ihre Lachssauce zu kochen und das bei der Gelegenheit auch zu fotografen. Hab mich also schön der Herausforderung entzogen, beziehungsweise einfach gut die Aufgaben verteilt 😀
Diese Lachssauce ist eines der All-Time-Favorites im Hause O. Tatsächlich war es so, dass ich eine Liste mit Wunschgerichten für die Kategorie „Mamas Küche“ den Eltern vorgetragen hab und mein Vater bei der Lachssauce sofort gesagt hat: „Jaaa, die Sauce hatten wir schon so lange nicht mehr.“ Meine Mutter runzelt die Stirn: „Von wegen, die gab es erst am Freitag.“ Mein Vater weigerte sich das zu glauben und bestand darauf, dass es die dringend wieder geben müsste.

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Ihr seht also, absolute Nachkochempfehlung! Durch Zitrone und Basilikum ist die Sauce wunderbar frisch und wer mag, serviert noch einen eisgekühlten Rosé dazu. Viel mehr Worte verlier ich jetzt nicht mehr, hier ist das Rezept.

Zutaten (für 3 Portionen):
2 dünne Stangen Lauch
2-3 Zweige frischen Basilikum
2 EL Butter
250ml Gemüsebrühe
300g Tomaten
100ml Sahne
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale (wird bei uns weggelassen)
1 EL Zitronensaft300g frisches Lachsfilet (im Original: 150g Räucherlachs)
400g Spaghetti
70g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Stücke schneiden. Die Basilikumblätter abzupfen, waschen und klein schneiden. Die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, darin den Lauch 5min andünsten. Dann die Brühe zugießen und etwas einkochen lassen.
Die Tomaten kreuzförmig einritzen, mit heißem Wasser überbrühen und häuten. Dann in kleine Würfel schneiden. Das Lachsfilet in Würfel schneiden. Die Tomaten- und Lachswürfel zur Lauchbrühe geben, die Sahne angießen und alles 2-3min köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.
Inzwischen reichlich Salzwasser aufkochen und die Spaghetti kochen. Zum Schluss den Basilikum zur Lachssoße geben und alles mit Parmesan bestreut servieren.

Quelle: Pasta! Pasta! Pasta! (GU Lifestyle, mit Cartoons von Peter Gaymann)

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

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Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

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Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

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Quelle: James Superfood für jeden Tag.