Die Gene sind schuld: Süßkartoffel-Marmorkuchen

Eigentlich sollte ich euch zu dieser Jahreszeit ja eiskalte Erfrischungen servieren, sei es jetzt in Form von Limos oder als Sorbets, Eiscreme & Co. Würde ich auch gerne, hatte ich auch vor, aber zum einen ist mein WG-Kühlfach viel zu klein und der Kühlschrank auch viel zu alt um da noch größere Eismassen zu gefrieren. Und zum anderen waren meine Gene schuld, also eigentlich meine Mutter und meine Oma!

2016.07.04_Marmorkuchen-8

Diese beiden Damen sind in unserer Familie nämlich dafür bekannt, dass sie grundsätzlich die Essensmengen überschätzen, die wir verdrücken können. Da wird dann zu Geburtstagen, Feiertagen oder auch nur zu einem gewöhnlichen Kaffeetrinken so viel aufgetischt, dass immer Reste bleiben.Und jedes Mal heißt es neu, dass sie es halt falsch eingeschätzt hätten, wie viele Spätzle sich aus 2kg Mehl machen lassen oder dass eine 4kg-Pute so groß sei…

2016.07.04_Marmorkuchen-2

Nun ja, das mit den Mengen einschätzen habe ich auch nicht soooo drauf. Ich hatte vor einer Weile unglaublich Lust auf Marmorkuchen. Diese Variante mit Süßkartoffel im Teig ging 2013 (?) durch einige Blogs und auch ich hatte den damals schon gebacken und war von der Saftigkeit begeistert. Also sollte es genau wieder dieser werden! Ich machte mich also munter an die Teigzubereitung, griff nach meiner Kastenform, weil ich keine Guglhopfform habe und stutze: diese Massen an Teig sollte ich da irgendwie reinfüllen??? Ein Blick ins Rezept brachte Aufklärung: eine 2,5l Form wurde verlangt… oooops! Hätte ich bloß alles komplett durchgelesen. Viel zu viel für mich und den Mitesser. Ein kurzes Nachdenken bei den Mengenangaben hätte mich auch schon darauf aufmerksam machen können, aber nun gut, kann ich halt nicht einschätzen 😀
Also füllte ich jeweils die Hälfte des hellen und des dunklen Teiges in die Form und bewahrte die anderen Teighälften in Tupperdosen im Kühlschrank auf. Zwei Tage später wurde mit der verbleibenden Masse nochmal frisch gebacken und damit Freunde und Familie beglückt. Die Aufbewahrung vom rohen Teig funktioniert also hervorragend!

Dieser Süßkartoffel-Marmokuchen ist echt der Hammer! Wunderbar saftig, hält locker zwei-drei Tage frisch und eignet sich super als Picknickproviant und als Verpflegung für Ausflüge an Seen oder in Freibäder. Und nein, die Kartoffel schmeckt man nicht! Bei so guten Kuchen bin ich ja sehr froh über die Gene, die mich verleiten etwas mehr zu machen 😉 Das Eis gibt es dann wann anders.

2016.07.04_Marmorkuchen-11

Zutaten (für eine 2,5l Form):
600g Süßkartoffel
5 Eier
550g Zucker (ich: 400g fand ich genug)
1 Messerspitze gemahlene Vanille (weggelassen)
325g Mehl
2 TL Backpulver
300ml Öl
80g Kakao
150g Schmand
5 EL Milch
Salz
Semmelbrösel und Butter für die Form

Zubereitung:
Die Süßkartoffel waschen, schälen, in grobe Würfel schneiden und in einem Topf mit kochendem Wasser in ca. 25min weich kochen. Dann das Wasser abgießen, die Süßkartoffel in einen hohen Rührbecher geben und alles fein pürieren. 330g Püree abwiegen und abkühlen lassen.
Eine Gugelhupfform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen – eine Kastenform geht natürlich auch. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Eier, Zucker, Vanille und eine kräftige Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Süßkartoffelpüree unterrühren, Mehl und Backpulver mischen. Mehlmischung zusammen mit dem Öl unter die Süßkartoffelmischung rühren.
Die Teigmasse halbieren (oder halt so teilen, dass es ungefähr halb-halb ist…kann ich auch nur so ungefähr…). Unter eine Hälfte Kakao, Schmand und Milch rühren. Teige abwechselnd in die Form gießen und eine Gabel spiralförmig durchziehen. Im heißen Ofen 60 – 75min backen, gegen Ende hin evt. mit Alufolie abdecken. Dann den Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut andere Leute glücklich machen.

Quelle: Lecker

Sommerlich: Cajun-Salat mit Hühnchen, Mais und Süßkartoffeln

Heute kommt also das versprochene Rezept aus „Salate zum Sattessen„.Wir hatten den Salat an einem eher verregneten kühleren Abend wie es sie grad gefühlt viel zu oft gibt. Aber immerhin auf dem Teller kann man sich den Sommer holen. Und das finde ich gelingt mit diesem Salat soooo super! Ich vemute, das liegt an den Limetten – keine Ahnung warum, aber dadurch kommt die richtige Säure und Frische rein. Wenn ich die Wahl habe zwischen Zitronen und Limetten würde ich deswegen immer zu den grünen Kugeln greifen, geschmacklich sind die einfach mehr mein Fall 😉 Wie geht es euch? Seid ihr mehr Zitronen- oder Limettenfans?

2016.05.13_Süßkartoffelsalat-1

Süßkartoffeln könnt ich einfach in jeder Zubereitungsart essen! Hier werden sie in Würfel geschnitten und dann mit Gewürzen im Ofen gebacken. Und überall liest man ja, wie gesund die sind! Umso besser 🙂 Deswegen ohne viele Worte das Rezept für euch! Reste eignen sich auch zum Mitnehmen auf ein Picknick oder zum Befüllen der Lunchbox.

2016.05.13_Süßkartoffelsalat-5

Zutaten (für 6 Personen):
4-5 Bio-Limetten (mir haben 3 gereicht)
750g Hähnchenbrustfilets
6EL Olivenöl
1kg Süßkartoffeln
2 Dosen Mais
2 Bund Koriandergrün (hab ich weg gelassen)
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer

2016.05.13_Süßkartoffelsalat-6

Für das Cajun-Gewürz:
1 EL Delikatess-Paprikapulver
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Cayenne
1 TL Chiliflakes
1 TL Ingwerpulver
1 TL getrockneter Thymian
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Eine große ofenfeste Form in den backofen stellen, den Ofen auf 120° vorheizen. 2 Limetten heiß waschen und trocken reiben, die Schale abreiben. Aus allen Limetten 100ml Saft auspressen.
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen und trocken tupfen, Fett und Sehnen entfernen. Das Fleisch salzen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hähnchenbrustfilets darin in ca. 5min rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch in die vorgeheizte Form geben und im heißen Ofen (Mitte) in ca. 20min fertig garen. Dann aus dem Ofen nehmen, pfeffern, locker in Folie wickeln und ruhen lassen. Den Bratensatz in der Pfanne mit dem Limettensaft lösen und beiseitestellen.
Inzwischen die Süßkartoffeln schälen, waschen und in ca. 1,5cm große Würfel schneiden.Wenn das Fleisch gar ist, den Ofen auf 180°C hochschalten. Die Süßkartoffeln in der ofenfesten Form mit dem restlichen Olivenöl, Salz, Pfeffer und 1 EL Cajun-Gewürz mischen und im heißen Ofen (Mitte) ca. 15min backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

2016.05.13_Süßkartoffelsalat-4
Die Maiskörner in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Das Fleisch aus der Folie wickeln, Fleischsaft zum Limettensaft geben. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit Mais, Süßkartoffeln, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und Limettensaft-Flüssigkeit gut verrühren. Die Mischung mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas mehr Cajun-Gewürz pikant abschmecken und mind. 30min durchziehen lassen.
Das Koriandergrün abbrausen, trocken schütteln, mit den zarten Stängeln grob hacken und vor dem Servieren über den Salat streuen.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)

Aus Mamas Küche: Erdnuss-Suppe

Ein Hauch von Afrika

Kennt Ihr das auch? Ihr kommt abends um halb sieben heim. Ein langer Tag liegt hinter Euch – seitdem Ihr morgens um 7 das Haus verlassen habt ist so einiges geschehen. Während des Tages gab’s zwar was zu essen. Immerhin hattet Ihr Euch ja mit einem Vesper auf diesen Tag eingerichtet. Aber jetzt ist es halb sieben, Ihr seid etwas müde, vor allem jedoch HUNGRIG! Schon beim aussteigen aus dem Auto schnappt Ihr einen Duft auf und ein überraschtes „Oh!“ geht Euch durch den Sinn. Eure Nase hebt sich automatisch in den Wind um mehr von diesem Duft zu erhaschen. Ihr lauft Richtung Haus, immer noch diesen verführerischen Duft in der Nase und, ja tatsächlich, er wird intensiver! Aber wo genau kommt der eigentlich her? Ist’s doch ein Nachbar, oder …?

2016.03.17_ErdnussSuppe-3

Ihr öffnet die Haustür, tretet in den Flur. Enttäuschung will sich schon breit machen. Er ist weg! Nichts mehr von diesem – was genau war es eigentlich? Aber dann betretet Ihr die Wohnung und da ist er wieder! Intensiv! Würzig! Aromatisch! Einfach unglaublich anziehend! Und er kommt tatsächlich aus der heimischen Küche! „Mum! Was hast Du gekocht? Das riecht soooooo gut!“ Und was soll ich sagen: die Super-Mum hat mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, eine Erdnuss-Suppe. Gab’s zuvor noch nie. Jedoch ist das Echo übereinstimmend: nicht nur der Duft war verlockend, auch der Geschmack ist unglaublich gut.

2016.03.17_ErdnussSuppe-2

So richtig Soulfood eben. Vegetarisch ist’s noch obendrein. Und wer die Sahne durch Sojacreme oder Kokosmilch und den Honig durch Zucker oder Agavendicksaft ersetzt, bekommt diese empfehlenswerte Suppe sogar in vegan.

Zwei Anmerkungen von Miriam an dieser Stelle noch:
1. Mein Vater hat den Beitrag zwar geschrieben, aber im Normalfall nennt er meine Mutter Schatz oder Schätzle, manchmal auch bei ihrem richtigen Namen. Aber dass er sie Mum nennt?? Ne, also bitte nicht! Dafür sind wir Kids dann doch schon zu alt 😉
2. Männer sind komisch, Erdnuss in Kuchen oder Cookies ist nicht so wirklich beliebt bei denen, aber dann gibt es ne Erdnusssuppe und die drehen durch vor Begeisterung…

Zutaten (4 Portionen):
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Stück Lauch
1 Süßkartoffel (300g)
1 Karotte
200g ungesalzene, geröstete Erdnusskerne
2 EL Öl
2 Tl Curry oder rote Currypaste
1 Tl Paprikapulver
2 Tl Tomatenmark
1 EL Honig (Agavensirup oder Zucker)
2 EL Zitronen- oder Orangensaft
1l Gemüsebrühe
100g Erdnusscreme
150g Sahne (oder Sojacreme/ Kokosmilch)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:
Das Gemüse jeweils schälen, Knoblauch und Zwiebel fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Süßkartoffel und die Karotte in Würfel schneiden. 2 EL Erdnüsse beiseite legen, den Rest grob hacken.2016.03.17_ErdnussSuppe-4
Das Öl in einem Topf erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Curry und Paprika kurz mitdünsten. Tomatenmark, Honig, Zitronen-oder Orangensaft hinzufügen. Lauch, Kartoffel, Karotte und Brühe einrühen und aufkochen lassen. 10min köcheln lassen.
Erdnusscreme und Sahne einrühren, gehackte Erdnüsse zugeben.Evt mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken. Suppe auf Teller verteilen, mit übrigen Erdnüssen und evt. Chiliflocken bestreuen.

Quelle: Meine Familie & ich.

Kulinarische Wärmflasche: Rosenkohlcurry mit Süßkartoffeln und Granatapfel

Während (fast) alle Welt heute Plätzchenrezepte postet, rebelliere ich dagegen und versorge euch nach all dem Süßkram mit einem Curry. Auflehnung ist ja sonst nicht so mein Ding, aber in diesem Falle sehe ich es als eine ergänzende Abwechslung: sowohl meine Mutter als auch ich brauchen nach der Produktion von kiloweise Weihnachtsgebäck eine Essiggurke oder zumindest irgendetwas herzhaftes um das Süße überhaupt wieder genießen zu können. Einen kleinen Teil der Plätzle, die es pünktlich zum ersten Advent schon gibt, zeigen wir euch die kommenden Tage.

2015.11.27_Rosenkohlcurry-5

Dieses Curry hier braucht im Gegensatz zu den meisten Backwerken kaum Zeit. Es ist schnell geschnippelt, köchelt vor sich hin und kann wenig später schon gelöffelt werden. Bei mir ist es inzwischen ein Standardrezept und wird gekocht, sobald der erste Rosenkohl auftaucht. Die Kombination mit Süßkartoffel und Kokosmilch ist einfach klasse und dann noch die fruchtig-säuerlichen Granatapfelkerne oben drauf! Wirklich eine klasse Geschmackskombination! So ein Essen dient an solch verregneten Novembertagen als kulinarische Wärmflasche 😉

Zutaten (für 2 Portionen):
30g frischer Ingwer2015.11.27_Rosenkohlcurry-4
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300g Rosenkohl
400g Süßkartoffel
1 EL Butter (ich: Kokosöl)
1,5 Tl Currypulver
200ml Kokosmilch
300ml Gemüsebrühe
Salz
Cayennepfeffer (zusätzlich, wer es scharf mag)
1 Limette (ich: ein Spritzer Zitronensaft)
1/2 Granatapfel
1/2 Bund Koriander (ich: Petersilie)

Zubereitung:
2015.11.27_Rosenkohlcurry-1
Ingwer, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Rosenkohl putzen, die äußeren Blätter entfernen und den Strunk dünn abschneiden.Die Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Süßkartoffel schälen und in 1,5cm große Würfel schneiden.
Das Kokosöl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Zwiebel und Knoblauch darin 2min andünsten. Rosenkohl und Süßkartoffel dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Dann das Gemüse mit Curry bestäuben und unter Rühren kurz anrösten.
Kokosmilch und Brühe zugießen und zugedeckt ca. 15min bei mittlerer Hitze garen. Inzwischen den Granatapfel quer halbieren und die Kerne herauslösen. Wenn das Gemüse gar ist (der Rosenkohl sollte noch etwas Biss haben), das Curry mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit grob gehackter Petersilie und dem Granatapfel bestreut genießen.

Quelle: Grain de Sel.