Rettungsaktion: Gazpacho

Passend zu den Sommerferien im Süden Deutschlands meldet sich die Rettungsaktion mit allerlei sommerlichen Gerichten. Ich habe mich für Gazpacho entschieden, die hier bei Temperaturen über 25°C mindestens so häufig wie Eis gegessen wird. Und jeeeedes Mal denke ich daran, dass wir mit „Wir retten was zu retten ist“ DRINGEND internationaler werden sollten.

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Ja, die ursprüngliche Initiative stammt von den österreichischen Bloggern Susihttps://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117 und Sina und insofern sind wir auch international aufgestellt, aber ihr ahnt es: auch in nicht deutschsprachigen Ländern hätte die Rettungsaktion einiges zu tun.
Vor ein paar Jahren war ich in Spanien zum Arbeiten. Der Sommer kam und zu meiner großen Überraschung kam eine Freundin zum gemeinsamen Picknick mit einem 3-Liter-Tetrapak voller Gazpacho an!!! Jaaaaa, die kalte Tomatensuppe ist hier nicht sooo bekannt, aber in Spanien ist das eine Art sommerliches Lebenselixir und so kann man im Supermarkt von verschiedensten Marken einen Tetrapak mitnehmen.

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Soll ich euch was sagen? Das schmeckt nicht! Ich habe es probiert, aber diese Gazpacho schmeckt viiiel zu arg nach Tomatensaft, ist zu dünn und ach Leute, macht des doch einfach selber!! Ist sooooo einfach und schnell geht es auch -lediglich die Kühlzeit solltet ihr einplanen.
Mein Gazpachorezept eignet sich super um nicht mehr ganz so frisches Weißbrot zu verwerten. Wer einen großen Standmixer hat, kann sich außerdem glücklich schätzen, weil man in den Behälter einfach alles reinschmeißt, mixt, kühlt und fertisch! Aber lasst euch nicht davon abhalten, ein Gazpacho zu mixen nur weil ihr lediglich einen Stabmixer besitzt. Glaubt mir, hab ich alles schon gemacht und auch das geht problemlos, braucht nur etwas länger 🙂
Und jetzt ab mit euch auf den Markt oder in den eigenen Garten: die Tomaten haben Hochsaison und wollen gegessen werden!

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Hier sind die anderen Mitretter – auf dass der Sommer noch ganz lange bleibt:

Anna Antonia – Gebacken: Aubergine, Zucchini, Feta

auchwas – Rosen – Blüten – Spritzer

Brittas Kochbuch – Gazpacho andalúz

Brotwein – Flammkuchen griechischer Art mit Feta und Oliven

Das Mädel vom Land – Gesulzte rote Beeren

Fliederbaum – Bunte sommerliche Obsttorte

Food for Angels and Devils – Gurkengranité mit weißer Schoggimousse

Genial lecker – Cassis mit Grappa und Fruchtauszug

German Abendbrot – Baskisches Hühnchen vom Grill

Giftigeblonde – Hausgemachte Antipasti

Kebo Homing – Flammkuchen mit Pfifferlingen

lieberlecker – Sauerrahmeis

Münchner Küche – Eis am Stiel mit Joghurt und Johannisbeeren

Obers trifft Sahne – Schwarzkirsch Galette

Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Gegrillter Kukuruz

The Apricot Lady – Schnelle Sommerküche

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Gazpachozutaten (für 4 Personen):
150g Weißbrot (vom Vortag)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750g Tomaten
3 EL Weißweinessig
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
150ml Gemüsebrühe, gut gekühlt
6 Eiswürfel
Salz, Pfeffer
Edelsüßes Paprikapulver
Chilipulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine grüne Paprikaschote
4 Stängel Basilikum
Optional: Gurkenwürfel, Zwiebelwürfel, Tomatenwürfel

Zubereitung:
Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

DIE AUSFÜHRLICHE VARIANTE: Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser überbrühen und ca. 1min ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, die Kerne herauskratzen und die Stielansätze wegschneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und damt dem dabei angesammelten Saft mit Essig, übrigem Öl und restlichem Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen und ca. 30min im Kühlschrank ziehen lassen.
Die rote Paprikaschote halbieren, putzen, waschen und grob würfeln. Salatgurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen, dann das Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Paprika und Gurke mit den Tomaten samt eingeweichtem Brot mischen und mit Brühe und den Eiswürfeln mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Chilipulver und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank ca 2h (oder auch länger) durchkühlen lassen.

DIE SCHNELLE VARIANTE: Tomaten waschen, halbieren, Stielansätze rausschneiden, vierteln und in den Mixer damit. Paprika putzen, entkernen und grob würfeln. Gurke schälen, längs halbieren und grob entkernen. Alles zusammen mit der Hälfte des Brots, Brühe, Eiswürfeln und Gewürzen pürieren -gerade ein Standmixer eignet sich dafür sehr gut! Mindestens 2h kühlen.

Die grüne Paprika halbieren, putzen, waschen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Optional Gurke, Zwiebel, Tomaten… auch sehr fein würfeln. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, in feine Streifen schneiden und mit den Paprikawürfeln mischen. Die Suppe auf Teller verteilen und mit den übrig gerösteten Brotwürfeln und der Paprikamischung bestreuen.

Quelle: Sommerküche voller Sonne und Aroma (Tanja Dusy)

Staunenswert: Cremige Brokkolisuppe

Wer mit mir in dieser Jahreszeit unterwegs ist, wird sehr, sehr häufig den Satz hören: „Woah, alles soooo grün!“ In einem ganz ähnlichen Stil hab ich letztes Jahr zur Frühlingsminestrone auch schon einen Beitrag geschrieben, aber ich finde es jedes Frühjahr einfach neu faszinierend und staunenswert, wie innerhalb von einem Monat die Natur zum Leben erwacht.

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Besonders extrem fällt das noch auf, wenn man aus der Rhein-Neckar-Region heim ins Schwabenländle fährt. Da hat diese „Grün-Explosion“ an Ostern noch auf sich warten lassen. Diese Woche gab es dort sogar nochmal eine geschlossene Schneedecke! Aber gut, zumindest heute soll es schön sein und man kann Sonne und Grün genießen.

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Geht es euch auch so, dass ihr über gewisse Dinge immer wieder neu staunen könnt? Ich hoffe, dass ich diese offenen Augen mein Leben lang behalte und in jedem Frühling neu meine Umwelt nerve, mit meinen Hinweisen auf die grüne Farbpracht 🙂

Der Sprung von dieser Naturbetrachtung zur Suppe ist jetzt etwas holperig… mit Brokkoli, Lauch und Spinat ist sie halt auch grün, deswegen vermutlich die Assoziation. Brokkolisuppe gibt es schon mein Leben lang immer wieder, aber noch nie mit Kokosmilch. Warum eigentlich nicht? Diese Ergänzung macht einen wunderbaren Unterschied und die Suppe sehr cremig und reichhaltig. Wir haben uns an einem kalten Frühlingsabend wirklich sehr über die warme Suppe gefreut! Ist auch eine gute Vorratskammersuppe, wenn man recht vereisten Brokkoli und Spinat in hintersten Ecke der Gefriere findet… klappt auch 😉

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Zutaten (für 3 Portionen)
1 große Stange Lauch
1 EL natives Olivenöl plus etwas mehr zum Garnieren
2 Knoblauchzehen, geschält und zerdrückt
Salz, Pfeffer
1 mittelgroßer Brokkoli
1 1/2 TL Weißweinessig
500ml Gemüsebrühe
250ml Kokosmilch, plus 60ml zum Garnieren
60-80g Spinatblätter
Saft von 1/2 Zitrone (nach Belieben)
Chiliflocken (nach Belieben)

Zubereitung:
Die weißen und hellgrünen Teile des Lauchs in Ringe schneiden und in einem Sieb gründlich abspülen. Das Olivenöl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Lauch, Knoblauch und reichlich Salz und Pfeffer hineingeben. Umrühren und 5min dünsten bis der Lauch weich ist.
Den Brokkoli putzen, mit Stiel in kleine Stücke schneiden und zum Lauch in den Topf geben. Rühren und 3 min garen, bis der Brokkoli weich wird.
Essig, Brühe und Kokosmilch einrühren. Die Hitze reduzieren und 10min köcheln lassen.
Dann die Suppe vom Herd nehmen und glatt pürieren. Den Spinat putzen, zur Suppe geben und erneut pürieren. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Zitronensaft abschmecken.
Mit zusätzlicher Kokosmilch und Olivenöl garnieren. Wer will, streut noch ein paar Chiliflocken drüber.

Quelle: Vegetarisch mit Liebe (Jeanine Donofrio)

Planänderung: Fruchtige Paprikasuppe

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche das Rezept für herrvoragende Knoblauchbrötchen veröffentlichen. Dann ging es ganz uneigentlich spontan für einen Kurztrip nach Dijon (sooo toll dort!). Und dann kam Ostern, die Geburtstage der Eltern und jetzt erscheint es mir heute absolut unpassend ein Rezept für eine Grillbeilage zu veröffentlichen!!!

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Warum fragt ihr euch oder Leser, die auf diesen Beitrag erst in ein paar Tagen stoßen? Hier im Basislager meines Lebens am Fuße der Schwäbischen Alb schneit es heute! SCHNEE! Am 18. April nachdem ich letzte Woche schon den ersten Sonnenbrand des Lebens hatte. Dass meine Garderobe für den Heimatbesuch mit Schneefall komplett falsch ist, gehört ebenso dazu wie die Tatsache, dass der Grill trotzdem schon an war 🙂 Dem Papa sei ein Trulala… oder besser ein Steak!

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Aber gut, ich warte mit den Knofibrötle noch einen Moment. Das Wetter ist nämlich eine tolle Gelegenheit, euch das Rezept für diese fruchtige Paprikasuppe vorzustellen. Die Tage erst hatten meine Mutter und ich es davon, dass es so einfach ist, eine Suppe zu kochen. Ein bisschen Gemüse, Salz, Pfeffer, eventuell Kokosmilch oder Sahne, aber zack, schon hat man was Warmes auf dem Teller und auch Gemüse, das optisch nicht mehr instagramwürdig ist, hat hier noch Raum zum Glänzen.

Schon bescheuert, dass es heute wieder mehr Suppenwetter ist als dass man Lust hätte draußen beim Grill n kühles Bier zu trinken. Aber die Zeiten werden auch wieder kommen. Dann gibt es Knofibrötle, die sich auch super zu der Suppe machen. Jetzt wärmt euch erstmal und hofft mit mir auf wärmere Zeiten 🙂 Bis dahin könnt ihr euch an der tollen Paprikasuppe freuen.

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Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:
3 rote Paprika
2 Orangen
2 EL Olivenöl
1 große rote Zwiebel, gewürfelt
1 rote Pfefferschote, in feinen Ringen
2 Tomaten, in groben Stücken
1 EL brauner Zucker
Salz, Pfeffer
100g Crème fraiche
1 Tl Schwarzkümmel (weggelassen), stattdessen Schnittlauch

Zubereitung: Die Paprika vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Von den Orangen 3 TL Schale fein abreiben und 300ml Saft auspressen.
Öl in einem Topf erhitzen und darin Zwiebeln, Pfefferschote und Paprika ca 5min bei mittlerer Hitze dünsten. Tomaten, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben. Mit 300ml Wasser und Orangensaft auffüllen und 10min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Abgeriebene Orangenschale zugeben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Creme Fraiche mit 1-2 EL Wassern glatt rühren. Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit Creme fraiche garnieren und mit Schwarzkümmel bestreuen.

Quelle: deli 1/ 2017

Rettungsaktion: Klassisches Pesto (mal nicht zu Pasta)

Letzten Monat haben wir es nicht geschafft, warme Saucen mitzuretten, was wirklich eine Schande ist, angesichts der Tatsache, dass wir Schwaben doch zu allem eine Sauce brauchen 😉
Umso glücklicher bin ich, dass wir heute dabei sind, wenn es um Pesto geht (beziehungsweise PeSCHtooo, wie der Schwabe sagen würde). Lange Jahre kannte ich diese ungekochte Kräutersoße gar nicht. Dann fing das Studium an und schnell lernte ich neben Latein und Altgriechisch, dass zur Notfallration immer ein Glas Pesto im Schrank zu stehen hat, falls es in der Mensa mal nicht schmeckt. Nachdem ich mich ein wenig durchprobiert hatte, kam ich zu der Schlussfolgerung, dass das nichts für mich ist: von den langen Zutatenlisten mal abgesehen, waren mir viele zu ölig, zu wenig kräuterlästig oder tomatig.

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Spätestens da fing ich an, ab und zu Pesto selber zu machen. Wobei ganz ehrlich, so oft kam das nicht vor, weil als Schwabe mir das Ganze nicht flüssig genug war 😀
Umso besser, dass Peschto zu so viel mehr als nur zu Nudeln passt!! Schnell gemacht ist es auch – wirklich perfekt. Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie wenig Zutaten man dafür braucht. Umso erschreckender wie lang da die Zutatenlisten auf den Gläsern sind…  Ihr bekommt heute also zwei Rezepte: zum einen ein klassisches Pesto alla genovese und dann eine Minestrone, die durch das Pesto erst den letzten Kick erhält. Reste schmecken natürlich auch noch zu Spaghetti 😉

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Eine rießengroße Bandbreite an Pesti findet ihr bei den anderen Rettern:

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Aus meinem Kochtopf: Spargel mit Spargelpesto

Dynamite Cakes: Süßes Minz-Pesto mit Kokos

Obers trifft Sahne: Spargel mit Radieschen-Pesto

Sakriköstlich: Paprika-Chili-Pesto

SweetPie: Pesto alla genovese

Prostmahlzeit: Rucolapesto

Kochtopf: Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)

Giftige Blonde: Radieschenblätter-Pesto

Katha kocht: Tomate Mozzarella mit Basilikumpesto

Cuisine Violette: Grünes Spargelpesto mit Kräutern

Multikulinarisches: Gierschpesto

Brittas Kochbuch: Zucchini-Minze-Pesto

Küchenliebelei: Süßes Mandelpesto mit Rum

Kebo homing: Süßes Minzpesto zu Erdbeertartelettes

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pesto Rosso

Barbaras Spielwiese: Liebstöckel-Pesto

auch was: Rosenblüten-Minz-Pesto

LanisLeckerEcke: Möhrenpesto

Bonjour Alsace: Grandioses Spargelpesto

Fliederbaum: Grünes Spargelpesto mit Mandeln

Darf ich nur mal sagen, wie genial ich diese Vielfalt finde? Da kann kein Industrieprodukt mithalten. Besonders toll finde ich, dass vermeintliche Abfallprodukte wie Karottengrün oder Radieschenblätter und von meiner Mutter als Unkraut verhasster Giersch zum Einsatz kommen! Hier nun aber unser Rezept.

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Zutaten (für 4 Personen):
Für die Minestrone:
2 Stangen Staudensellerie
1 Knolle Fenchel
2 Möhren
1 Kohlrabi
100g grüne Bohnen (TK)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50g durchwachsener Räucherspeck (optional)
4 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1,2L Gemüsebrühe (wie das geht, zeigt Britta hier)
100g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1-2 Msp. Chilipulver
1 TL getrockneter Oregano
100g kurze Nudeln
1 Dose weiße Bohnen (ca. 240g Abtropfgewicht)

Für das Pesto:
2 EL Pinienkerne
60g Basilikum
1 Knoblauchzehe
80ml Olivenöl
3EL frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Minestrone Sellerie und Fenchel waschen und putzen, Möhren und Kohlrabi schälen. Alles in ca. 1cm große Stücke schneiden. Die frischen Bohnen waschen und in 2cm lange Stücke schneiden (TK entfällt der Schritt). Die Zwiebel und den Knofi schälen und klein würfeln. Den Speck ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Speck darin bei mittlerer Hitze andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren kurz anbraten. Die Brühe dazugießen und das vorbereitete Gemüse samt gefrorener Erbsen (und Bohnen) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Oregano würzen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 25-30min köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

Für das Pesto die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer 2016.05.21_BasilikumPesto-11Hitzegoldbraun rösten, dann sofort aus der Pfanne nehmen. Basilikum waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Alles mit dem Öl in einem hohen Rührbecher mit einem Pürierstab oder in einem elektrischen Blitzhacker fein pürieren. Den Pecorino unterrühren und das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe bissfest garen, in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen ebenfalls in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen zur Suppe rühren und diese weitere 5min köcheln lassen. Zuletzt die Nudeln unter die Suppe rühren und heiß werden lassen. Die Minestrone mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen und jeweils mit einem großen Klecks Pesto servieren.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste. Die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit.

Es grünt so grün: Frühlingsminestrone

Kennt hier jemand den Film „My Fair Lady“? Ich hoffe doch sehr! Ich liebe diese alten Musicalfilme und jeden Frühling kommt mir neu das Lied in den Sinn, wenn Eliza Doolittle endlich nach wochenlangem Üben ihren starken Akzent ablegt und astrein vorträgt: „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“. Einfach mal bei Youtube eingeben und die Szene angucken.

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Nachdem die letzten Tage das Wetter immer wieder verrückt gespielt hat und zumindest hier im Süden von Schneefall über Gewitter zu schönstem Sonnenschein alles dabei war, gab es ungetrübten grünen Frühling zumindest mal auf dem Teller. Frische Erbsen seh ich hier zwar noch nirgendwo an den Marktständen, weswegen ich die Tiefkühlvariante verwendet habe. Den Speck hab ich auch weggelassen, aber juhuuu! Spargel gibt es schon aus heimischem Boden. Ich freu mich ja über jede Stange, die auf meinem Teller landet 🙂

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Die Fregola sarda hab ich auch weg gelassen, zum Abendessen sollte es was Leichtes sein. Was aber bei aller Variation unerlässlich ist, ist der Kräuterdip. Der verleiht der Minestrone den letzten Kick! Zugegeben, wenn man den Dip in die Suppe gibt, sieht das nicht mehr so schön aus, aber hui! Der Geschmack wird es euch danken 😉

Zutaten (für 4 Portionen):
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Fenchelsamen
50g (Südtiroler) Speck (nicht für mich)
250g TK-Erbsen
500g grüner Spargel
1 Fenchelknolle
1 Stange Staudensellerie
1 Kohlrabi
2 EL Olivenöl
100g Fregola sarda (Pastaspezialität aus Sardinien)
1,75l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
ca. 50g Parmesan
1 Handvoll gemischter Kräuter (aus Faulheit bei mir: TK)
150g Schmand
2 EL Sahne

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Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch abziehen, beides fein würfeln. Fenchelsamen grob hacken. (Speck in feine Streifen schneiden. Erbsen palen) Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargelspitzen beiseitelegen, Stangen in Stücke schneiden. Fenchel und Sellerie putzen, klein schneiden. Kohlrabi schälen und würfeln.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Speck (falls verwendet wird) knusprig auslassen. Zwiebeln im Speckfett glasig dünsten. Knoblauch, Fenchelsamen und Pasta zugeben, kurz anbraten. Das gesamte Gemüse bis auf die Spargelspitzen (und die TK-Erbsen) dazugeben und die Brühe angießen. Suppe mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt würzen. Aufkochen und 10-15min köcheln lassen. 5min vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen und die TK-Erbsen dazugeben.
Inzwischen Käse reiben, Kräuter hacken. Schmand, Sahne, Käse und Kräuter verrühren. Zum Servieren etwas Kräuterschmand auf die Suppe setzen. Mit Weißwein und einem  schönen alten Film genießen 😉

Quelle: Lust auf Genuss (5/2016)

Auftakt: Kressesüppchen mit Räucherlachs

Es gibt wieder was Neues – entschuldigt die Stille hier auf dem Blog. Vor zwei Tagen habe ich mit dem mündlichen Staatsexamen erfolgreich die Hälfte meines Studiums beendet und die Tage davor waren sehr angespannt und ausgefüllt mit Lernen. Ich möchte ja sagen, dass gerade während der anstrengenden Schlussphase das Essen mir Kraft gegeben hat, aber nun ja… entsetzt musste ich feststellen, dass mir komplett der Appetit verging. MIR, die ich im Essen so gut bin, brauchte einen ganzen Tag um auch nur ein Stück Brot zu runterzukriegen! Somit sank auch rapide die Lust, mich auch nur mit meinen geliebten Kochbüchern oder dem Blog auseinander zu setzen.

2016.03.27_Kressesuppe mit Lachs-18

Aber egal! Es ist vorbeit, die Welt strahlt wieder in den schönsten Farben und die Lust auf gutes Essen steigt rapide an! Diese Suppe bietet einen wunderbaren Auftakt für ein Frühlingsmenü oder wärmt einfach am Abend schön, wenn es doch noch nicht ganz so warm ist, wie es die Sonne erhoffen lässt. Bei uns fing so das Essen am Ostersonntag an. Allein diese Suppe war schon so gut, dass sich der ein oder andere sogar noch einen Nachschlag bringen ließ! Und das obwohl alle wussten, dass da noch was Leckeres kommen würde 🙂

Von uns also eine ganz klare Nachkochempfehlung, lässt sich sehr gut vorbereiten und würde ja auch noch am nächsten Tag schmecken, wenn die Eltern nicht so egoistisch gewesen wären und alleine die Reste verspeist hätten…

2016.03.27_Kressesuppe mit Lachs-19

Zutaten (für 4 Personen):
600g Kartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 EL Butter
1l Gemüsebrühe
2 Kästchen Gartenkresse (oder selbst gezogene)
3 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer
120g Räucherlachs (alternativ Stremellachs mit Pfeffer)

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Zubereitung:
Kartoffeln schälen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und hacken. Kartoffeln und Lauchzwiebeln in Butter andünsten, Brühe zugießen und ca. 25min bei mittlerer Hitze zugedeckt garen.
Kresseblättchen mit einer Schere vom Beet schneiden. 2 EL Kresse zur Dekoration beiseitelegen. Den Rest Kresse nach Ende der Kochzeit in die Suppe geben. Die Suppe fein pürieren, dabei Crème fraîche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Suppe in Teller füllen und mit zerrupftem Lachs und restlicher Kresse bestreut servieren.

Quelle: Mit Liebe. Das Genussmagazin (März/April 2016)

Aus Mamas Küche: Erdnuss-Suppe

Ein Hauch von Afrika

Kennt Ihr das auch? Ihr kommt abends um halb sieben heim. Ein langer Tag liegt hinter Euch – seitdem Ihr morgens um 7 das Haus verlassen habt ist so einiges geschehen. Während des Tages gab’s zwar was zu essen. Immerhin hattet Ihr Euch ja mit einem Vesper auf diesen Tag eingerichtet. Aber jetzt ist es halb sieben, Ihr seid etwas müde, vor allem jedoch HUNGRIG! Schon beim aussteigen aus dem Auto schnappt Ihr einen Duft auf und ein überraschtes „Oh!“ geht Euch durch den Sinn. Eure Nase hebt sich automatisch in den Wind um mehr von diesem Duft zu erhaschen. Ihr lauft Richtung Haus, immer noch diesen verführerischen Duft in der Nase und, ja tatsächlich, er wird intensiver! Aber wo genau kommt der eigentlich her? Ist’s doch ein Nachbar, oder …?

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Ihr öffnet die Haustür, tretet in den Flur. Enttäuschung will sich schon breit machen. Er ist weg! Nichts mehr von diesem – was genau war es eigentlich? Aber dann betretet Ihr die Wohnung und da ist er wieder! Intensiv! Würzig! Aromatisch! Einfach unglaublich anziehend! Und er kommt tatsächlich aus der heimischen Küche! „Mum! Was hast Du gekocht? Das riecht soooooo gut!“ Und was soll ich sagen: die Super-Mum hat mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, eine Erdnuss-Suppe. Gab’s zuvor noch nie. Jedoch ist das Echo übereinstimmend: nicht nur der Duft war verlockend, auch der Geschmack ist unglaublich gut.

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So richtig Soulfood eben. Vegetarisch ist’s noch obendrein. Und wer die Sahne durch Sojacreme oder Kokosmilch und den Honig durch Zucker oder Agavendicksaft ersetzt, bekommt diese empfehlenswerte Suppe sogar in vegan.

Zwei Anmerkungen von Miriam an dieser Stelle noch:
1. Mein Vater hat den Beitrag zwar geschrieben, aber im Normalfall nennt er meine Mutter Schatz oder Schätzle, manchmal auch bei ihrem richtigen Namen. Aber dass er sie Mum nennt?? Ne, also bitte nicht! Dafür sind wir Kids dann doch schon zu alt 😉
2. Männer sind komisch, Erdnuss in Kuchen oder Cookies ist nicht so wirklich beliebt bei denen, aber dann gibt es ne Erdnusssuppe und die drehen durch vor Begeisterung…

Zutaten (4 Portionen):
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Stück Lauch
1 Süßkartoffel (300g)
1 Karotte
200g ungesalzene, geröstete Erdnusskerne
2 EL Öl
2 Tl Curry oder rote Currypaste
1 Tl Paprikapulver
2 Tl Tomatenmark
1 EL Honig (Agavensirup oder Zucker)
2 EL Zitronen- oder Orangensaft
1l Gemüsebrühe
100g Erdnusscreme
150g Sahne (oder Sojacreme/ Kokosmilch)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:
Das Gemüse jeweils schälen, Knoblauch und Zwiebel fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Süßkartoffel und die Karotte in Würfel schneiden. 2 EL Erdnüsse beiseite legen, den Rest grob hacken.2016.03.17_ErdnussSuppe-4
Das Öl in einem Topf erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Curry und Paprika kurz mitdünsten. Tomatenmark, Honig, Zitronen-oder Orangensaft hinzufügen. Lauch, Kartoffel, Karotte und Brühe einrühen und aufkochen lassen. 10min köcheln lassen.
Erdnusscreme und Sahne einrühren, gehackte Erdnüsse zugeben.Evt mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken. Suppe auf Teller verteilen, mit übrigen Erdnüssen und evt. Chiliflocken bestreuen.

Quelle: Meine Familie & ich.