Ei,ei,eia-ei: Kresse-Dip zur Ostereiverwertung

So, Ostern ist nun endgültig vorbei, die Ferien somit auch und das einzige was bleibt, sind Tonnen von Schokoosterhasen und jede Menge bunt gefärbte Eier. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber gefühlt hat man genügend hart gekochte Eier bis Weihnachten. Und bei aller Liebe zu Eiern, irgendwann hängen die einem eeeecht zum Hals raus!

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Dieses Jahr muss ich allerdings ein großes Lob an alle Verwandten, Freunde und Nachbarn des Hauses O. aussprechen: die Eierflut hielt sich in Grenzen! Auch die Schokohasenarmee ist übersichtlich. Trotzdem will ich euch ein Rezept zeigen, das sich eignet um immerhin drei hartgekochte Eier loszuwerden. Dieser Kresse-Dip passt hervorragend zu einem nachösterlichen Brunch, aufs Brot, als Dip zu Gemüse oder Räucherlachs oder als reichhaltiges Dressing zu Salat.

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Der Dip kam so gut an, dass er innerhalb von einer Woche gleich zwei Mal gemacht wurde. Das spricht doch für sich. Für die Schokohasen liefer ich euch keine Vorschläge, wie ihr die am besten verarbeiten könnt -solche Probleme habe ich nicht 😉 Was macht ihr sonst mit den „Resten vom Fest“, den hartgekochten Eiern oder anderen Überbleibseln?

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Zutaten (für 8 als Beilage):
3 Eier
100g Hüttenkäse
100g Magermilchjoghurt
150g Schmand (ich: 200g)
100g Mayonnaise (ich: 1 EL)
1 Tl mittelscharfer Senf
1 Tl körniger Senf
Salz, Pfeffer
1 Beet Gartenkresse
1 Beet violette Kresse (ich hatte nur Gartenkresse)

Zubereitung:
Falls die Eier nicht eh schon hartgekocht sind: die Eier anstechen und in kochendem Wasser 6min nicht zu hart kochen. Eier abgießen, abschrecken und pellen.
Hüttenkäse mit Joghurt, Schmand, Mayo, beiden Senfsorten, Salz und Pfeffer mischen. Eier grob schneiden.
Kresse von den Beeten schneiden. Eier und 3/4 der Kresse unter den Dip rühren. Abschmecken und in einer Schale anrichten. Mit der restlichen Kresse bestreut servieren.

Quelle: deli (2/ 2017)

Qual der Wahl: Rindfleisch-Brötchen

Ist es bei euch auch üblich, zu fragen, ob man etwas mitbringen kann, wenn man irgendwohin eingeladen wird? Ich kenne das nur zu gut, dass diese Frage sofort gestellt wird, wenn man eine Einladung erhält. Und jedes Mal steht man vor der Herausforderung, was man denn dann machen soll. Wenn man ehrlich ist, ist so ein Buffet nämlich ein knallharter Wettkampf und den gilt es jedes Mal neu zu gewinnen!

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Da wird ausgestellt, zurecht gerückt und regelmäßig nachgeschaut, wie sich die eigenen Leckereien im Vergleich zur Konkurrenz machen, die um die Aufmerksamkeit der hungrigen Gäste buhlen. Und nein, dieses Verhalten legen in meinem Bekanntenkreis nicht nur gestandende Hausfrauen an den Tag, sondern gerade auch die jüngeren Leute! Bestes Beispiel dafür war ein Cocktailabend zwischen den Jahren. Schon sehr lange ist es Tradition, dass nach Weihnachten, wenn noch alle aus dem Jugendkreis daheim sind, ein Abend mit den besten Alkoholika und leckeren Snacks veranstaltet wird. Es ist jedes Mal einfach schön, alle vertrauten Gesichter wieder auf einem Haufen zu sehen, gut zu essen und zu trinken, zu schwätzen und Spaß zu haben. Wirklich ein sehr großes Geschenk, aaaaaber ich schweife ab!

Jedenfalls bringt da jedeR was mit. Die männliche Form trifft hier durchaus zu, denn was die Jungs da an Koch- und Backtalent an den Tag legen, ist echt beeindruckend! Ich hatte für den Abend sozusagen als Grundlage für die Cocktails diese Rindfleisch-Brötchen gebacken. Von außen sehen die ja wirklich unscheinbar aus, aber was sich im Inneren verbirgt, ist wirklich köstlich! Eine Art Bolognesesauce schön kompakt und handlich verpackt um nebenbei verspeist werden zu können. Tja, ohne mich selbst zu loben: die Rindfleisch-Brötchen waren als allererste weg 😀 HAAAA! Den inoffiziellen Buffetwettkampf haben die Dingerchen schon mal gewonnen. Zur Krönung wurde ich auch noch von einem Freund nach dem Rezept gefragt, Doppelsieg 😉

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Bevor Spekulationen aufkommen: nein, ich hab nicht mein eigenes Buffetmitbringsel aufgefuttert. Um ehrlich zu sein fande ich einen herzhaften Quark-Käse-Kuchen viel, viel geiler mit den Cocktails zusammen. Aber Geschmäcker sind verschieden und der objektive Wettkampf hat nun mal zuerst einen leeren Teller für mich bedeutet 🙂

Zutaten für 20 Brötchen:
1 Zwiebel
1 Karotte
300g Rinderhackfleisch
Olivenöl
2 Lorbeerblätter
1 Sternanis
15g Perlgraupen (ich: Couscous)
10 Zweige Thymian (ich: 1Tl getrockneter)
100ml Shiraz (Rotwein)
500ml Hühnerbrühe
5 eingelegte Walnüsse (5 ganz normale)
Teig:
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 EL feiner Roh-Rohrzucker
100g Butter
550g Weizenmehl Type 550
175ml fettarme Milch

Zubereitung:
Für die Füllung Zwiebeln und Möhren schälen und sehr fein würfeln. Das Hackfleisch in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl bei starker Hitze anbräunen, dabei regelmäßig umrühren. Zwiebeln, Möhren, Lorbeer, Sternanis und Graupen unterrühren. Die Thymianblättchen abzupfen und hinzufügen. Alles weitere 5min braten dann mit dem Wein abslöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden losschaben. Sobald der Wein verkocht ist, die Brühe angießen. die Nüsse grob hacken (und falls eingelegte verwendet werden diese mit einem guten Schuss Einlegflüssigkeit aus dem Glas) dazugeben. Die Pfanne mit einem Deckel oder mit Alufolie verschließen und das Ganze 2h schwach köcheln lassen (Ich habe es maximal eine halbe Stunde köcheln lassen und auch nicht über Nacht kalt gestellt). Die Sauce sollte eingedickt, aber noch nicht trocken sein, regelmäßig umrühren. Abschmecken und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten Tag für den Teig die Hefe mit dem Zucker in 150ml lauwarmen Wassen auflösen; 10min ruhe lassen. Inzwischen die Butter mit dem Mehl zu Streuseln verreiben. Hefewasser und Milch sowie 1 gestrichenen TL Meersalz dazugeben. Alles mit einem Löffel verrühren bis es mühsam wird. Dann den Teig mit den Händen kneten bis er glatt und elastisch ist.
Zu 20 gleich großen Kugeln formen (à eta 45g). Auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, mit einem angefeuchteten Geschirrtuch bedecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 170° vorheizen. Jeweils eine Teigkugel auf der Handfläche flach drücken, 2 gehäufte TL Füllung in die Mitte geben (bzw so viel wie möglich, dass sich der Teig gerade noch schließen lässt). Lorbeer und Sternanis entfernen. Die Teigränder über die Füllung ziehen; zusammendrücken. Die Brötchen rund formen. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
Ganz unten im Ofen 20min backen bis sie hellbraun sind. Wer will, backt die Brötchen schon im Vorraus und wärmt sie vor dem Servieren noch einmal einige Minuten im Ofen auf. Gut schmeckt dazu auch etwas Créme fraiche, das man mit Meerrettich verrühren kann.

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Kohldampf: Rosenkohlgalette mit Ziegenkäse

Oh ja, endlich ist wieder diese Zeit im Jahr: Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen bei mir weniger die Lust auf überfüllte Weihnachtsmärkte mit zuckersüßem Glühwein steigen als vielmehr den KOHLdampf auf dieses typische Wintergemüse. Mit diesem Rezept ging es mal wieder wie hier: unabgesprochen haben meine Mutter und ich uns beide in die Rosenkohlgalette im Kochbuch von Donna Hay verguckt und so war ziemlich schnell klar, was es zum Mittagessen geben würde.

Zusammen in der Küche zu stehen, ist sowieso angenehm 🙂 Das Zwiebelconfit, das im Rezept gekauft wird, habe ich selber hergestellt, indem ich einfach ein paar Zwiebeln in feine Streifen geschnitten hab, dann mit braunem Zucker und nem Schluck Portwein einkochen hab lassen. So lecker, die Dingerchen.

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Nur mit dem Teig war ich so gar nicht zufrieden… er hat sich zwar gut formen lassen, aber gebacken war er optimistisch ausgedrückt sehr mürbe. Um ehrlich zu sein, fand ich ihn fast sandig. Lag das daran, dass ich kein Superfoodpulver verwendet hab? Die Flohsamenschalen hab ich nämlich weg gelassen. Beim nächsten Mal werde ich einfach den Teig hier machen, der schmeckt nämlich hervorragend und sandig ist der sicher nicht. Ansonsten aber eine mega leckere Füllung! Passt alles sehr gut zusammen 🙂 Jetzt kuschel ich mich genau so ein wie der Rosenkohl in der Galette -dann lässt sich die Kälte draußen noch besser aushalten!

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Zutaten für 4 (recht kleine) Portionen:
70g Vollkorn-Dinkelmehl
150g Vollkorn-Weizenmehl
20g Flohsamenschalenpulver (weg gelassen)
150g Butter, zerkleinert
1/2 TL Meersalz
1 Eigelb
1 EL Eiswasser

Für die Füllung:
300g Rosenkohl
2 EL Olivenöl
1 EL abgeriebene Zitronenschale
1 kleine Handvoll Oreganoblätter
Salz, Pfeffer
2 EL karamellisierte Zwiebeln
50g weicher Ziegenkäse
60g frischer Ricotta
1 Ei, leicht verklopft
Oreganoblätter zum Bestreuen (weg gelassen)

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Zubereitung:
Für den Teig die beiden Mehlsorten, das Flohsamenschalenpulver, Butter und Salz in der Küchenmaschine zu einer grob krümeligen Masse verarbeiten. Eigelb und Eiswasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen und diese jeweils zu einer Scheibe formen. In Frischhaltefolie verpackt 30min kalt stellen.
Den Rosenkohl kurz blanchieren, abtropfen lassen und vierteln. Öl, Zitronenschale, Oregano, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die beiden Teigportionen jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier zu Kreisen von 20cm Durchmesser ausrollen. Auf ein Backblech setzen und die obere Lage Backpapier entfernen. Jeweils die Hälfte der karamellisierten Zwiebeln auf dem Teig verstreichen, darauf Rosenkohl, Ziegenkäse und Ricotta verteilen. Die Teigränder nach innen umklappen, sodass der Belag teilweise bedeckt ist. Den Teig mit Eigelb bestreichen. Die Galettes mit dem zusätzlichen Oregano bestreuen und im Ofen 25-30min goldbraun backen.

Quelle: life in balance (Donna Hay)

Lesefutter: Dip-Trio

Wenn ich mir dieses Jahr anschaue, ist eines definitiv zu kurz gekommen: LESEN! Ich war schon immer jemand, die ihre Nase in Bücher gesteckt hat. Es gab Zeiten, da sind wir wöchentlich in die Stadtbücherei um neues Lesefutter zu besorgen -wirklich, ich kann euch nur empfehlen, eure lokale Stadtbücherei zu besuchen und mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen! Oft kosten die Ausweise nicht mal 20€ im Jahr und das rentiert sich wirklich. Denn seien wir ehrlich: wie oft nehmen wir einen einmal gelesenen Roman tatsächlich nochmal in die Hand und lesen ihn durch? Ja, solche Bücher gibt es und die lohnt es sich wirklich daheim zu haben, aber die meisten Bücher werden vielleicht noch Freunden ausgeliehen bevor sie dann hauptsächlich rumstehen und verstauben.

Falls ihr euch nicht gleich binden wollt: es gibt auch Schnupperausweise und viele Büchereien bieten heute sogar E-Books an. Dazu gibt es oft noch tolle Programme. In Balingen beispielsweise hab ich gesehen, findet ein Vorlesenachmittag mit einem Handballer der Nationalmannschaft statt. Wenn dadurch Kinder und Jugendliche zum Lesen animiert werden, klasse! Ja, ich singe heute ein lautes Loblied auf die Büchereien und hoffe, dass die weiter erhalten werden. Eine meiner besten Entscheidungen nach dem Examen war es, mir einen Ausweis für die Bücherei ausstellen zu lassen. Endlich kann ich meine Lesesucht wieder befriedigen 🙂

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Auch Kochbücher gibt es zum Ausleihen -großes Lob hier an die Karlsruher Bücherei, die wirklich eine tolle Auswahl hat. Ich gebe zu: für mich lohnt es sich durchaus, das ein oder andere Kochbuch zu kaufen so oft wie die zum Einsatz kommen. Für alle reicht natürlich mein Budget nicht und da kann ich ja zumindest mal Probe-Besitzerin sein 😉 Im besten Fall gibt es dann Lesefutter im wahrsten Sinne des Wortes. Momentan hab ich „Deutsche Küche neu entdeckt“ von Matthias Mangold ausgeliehen, ein sehr ansprechendes Buch, aus dem der Ziegenkäse-Aprikosen-Dip ist.

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Die Dip-Platte war ein spontanes Abendessensprodukt: ich wollte nicht wieder Salat, hatte den Kürbiskerndip entdeckt, meine Schwester hatte Lust auf Hummus, ein Ziegenfrischkäse stand noch im Kühlschrank und getrocknete Aprikosen finden sich sowieso immer in Mamas Vorratskammer. Ein bisschen frisches Gemüse gekauft, die teuren Gemüsechips mussten auch mit. Die kleine Schwester zum Schnippeln angestellt, den Mixer immer wieder angeworfen und fertig! Ein Essen, das man nicht formal und chic isst, sondern versucht, sich möglichst viel Dip auf die Karotte zu löffeln. Entspannt und herzhaft, ein tolles Futter nach all dem Lesen 🙂

Habt ihr Lesetipps für mich? Irgendein Buch, das euch gefällt? Bitte nichts Gruseliges oder mit Ritualmorden -dafür bin ich zu empfindlich! Aber ansonsten nur her mit eurem Lesefutter!!!!

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Rezept für den Hummus:
1 Dose Kichererbsen
2 EL Tahini (oder ein anderes Nussmus, ich mag Tahin nicht)
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
wer mag: Knoblauch, Cayennepfeffer

Zubereitung:
Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen, mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und glatt pürieren. Kräftig abschmecken.

Rezept für den Kürbiskern-Dip:
160g Kürbiskerne
4-5 EL Olivenöl
1 El Tahini (ich: Cashewmus)
4-5 EL Zitronensaft
125ml Wasser
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, damit sie ihr nussiges Aroma entfalten. Mit Öl, Tahini, Zitronensaft, Wasser, Petersilie, Salz und Pfeffer in einem Blitzhacker oder Mixer geben und 1-2min zu einer dicken Paste verarbeiten. Mit etwas zusätzlichem Öl bestreuen. Quelle: life in balance (Donna Hay)

Rezept für den Ziegenkäse-Aprikose-Dip:
200g Ziegenfrischkäse
4-5 EL Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4-5 getrocknete Aprikosen
1/2 Bio-Orange (weg gelassen)
1 EL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ziegenfrischkäse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, Sahne unterrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Aprikose sehr fein hacken. Orange waschen, mit einem Zestenreißer die Schale abziehen und fein hacken. Alles mit dem Honig und etwas Salz vermischen. Nach Geschmack noch Kräuter unterrühren.
Quelle: Deutsche Küche neu entdeckt (M.Mangold)

 

Bleibt alles anders?: Kirsch-Basilikum-Bruschetta

Für die einen kann es nicht genügend Veränderung geben, dem anderen macht jeder Wechsel Angst. Bei mir persönlich stehen dieses Jahr (hoffentlich) noch größere Änderungen an, aber auch wenn ich von mir als Einzelperson wegschaue, sind in den letzten Tagen nur zu sehr Veränderungen auf politischer Ebene diskutiert worden. Was für den Einzelnen nur ein Kreuzchen im einen oder anderen Kästchen war, macht sich nun in der Summe bemerkbar.

Nein, das soll kein politisches Statement werden. Der „Brexit“ war lediglich sehr präsent. Als ich vor kurzem mit einer Freundin über ihre Arbeit sprach und sie nach ihrer alltäglichen Routine fragte, lachte sie nur und sagte, dass es jeden Tag so anders sei und sie sich zwar Aufgaben vornähme, aber oft hauptsächlich damit beschäftigt sei auf ständig neue Anfragen zu reagieren. Neues und Veränderung gehören maßgeblich zu ihrem Alltag.

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Kommt bei all dem, was da auf mich einströmt, Angst auf? Manchmal. Bei all den Statements der letzten Tage stach Norbert Lammert angenehm hervor, der bei einer Sondersitzung gelassen meinte, dass die Sonne trotz Brexit wieder aufgegangen sei. Wenn bei mir da Angst und Sorgen aufkommen, dann halte ich mich daran fest, was ich glaube und an die Menschen, die all diese Jahre schon treu an meiner Seite stehen. Alles bleibt anders? Zumindest kann ich das für veile wertvolle Wegbegleiter beneinen, mit denen ich trotz sich ändernder Umstände immer noch in Kontakt bin.

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Ebenso wie die Sonne jeden Tag neu aufgeht, kommt durch den Wechsel der Jahreszeiten wieder Abwechslung auf den Teller. Diese Art von Veränderung macht doch jedem Foodie Freude, oder? Hat gerade jeder noch für Spargel und das erste zarte Grün geschwärmt, so jubeln jetzt alle über reife Beeren. Und ich zeige euch heute eine Kombination von süßen Früchten, die sich ganz hervorragend als herzhafter Belag auf Bruschetta machen. Auch so eine Verbindung, die sich über Jahre bewährt hat 🙂

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Zutaten (für 6 als Vorspeise)
400g Erdbeeren
250g Kirschen
Basilikum (Menge nach Geschmack, mind. Blätter von 3 Stängeln)
1 rote Zwiebel
4 TL weißer Balsamicoessig
2 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
1 frisches Baguette
optional: Balsamicocreme

(ich hoffe, die Angaben stimmen einigermaßen. Aber das genaue Verhältnis von Erdbeeren und Kirschen ist relativ egal und kann nach eigenem Geschmack und Vorrat angepasst werden)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kirschen waschen, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Erdbeeren waschen und ebenfalls klein schneiden. Den Basilikum hacken. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Kirschen, Erdbeeren, Zwiebel und Basilikum mit Essig und Öl mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Das Baguette in Scheiben schneiden und auf ein Backblech geben. 5-7min im Ofen knusprig backen.
Die Baguettescheiben auf eine Servierplatte geben und den Kirsch-Basilikum-Belag darauf häufen. Nach Geschmack mit Balsamicocreme beträufeln oder auch noch mit zusätzlichem Basilikum garnieren. So oder so, einfach lecker!

Quelle: The Oh she glows Cookbook (Angela Liddon)

Entweder – oder: Quarkreistöpfchen mit Zwetschgen

Kennt ihr diese beliebten Gegensatzpaare? Also zum Beispiel Hund oder Katze? Bier oder Wein? Strand oder Berge? Sommer oder Winter? Buch oder Film? Bei mir sind das Hund – Wein – Berge – Winter und Buch. Eignet sich hervorragend, um jemanden besser kennen zu lernen. So kann man das noch ewig weiterspielen, wobei natürlich nicht alles sich in solche Entweder – oder – Paare aufteilen lässt. Von den Jahreszeiten ist mir nämlich der Herbst am liebsten und ab und zu ist ein Bier nicht zu verachten.

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Jedenfalls musste ich familiär und im Freundeskreis feststellen, dass eines von diesen Gegensatzpaaren auch Grießbrei und Milchreis sind. Entweder mag man das eine oFeatured imageder das andere lieber. Grießbrei finde ich okay, aber das ist so komplett breiig ohne jeden Einsatz der Zähne. Deswegen favorisiere ich den Milchreis! In meiner rosaroten, perfekten Traumzukunft stehen im Kühlschrank jederzeit ein paar dieser Gläsle bereit. Diese Quarkreistöpfchen sind nämlich so leicht zuzubereiten und schlagen geschmacklich die Supermarktprodukte um Längen.

Zutaten (für 6-8 kleine Portionen à 200ml):Featured image
900ml Milch
3-4 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 Zimtstange (optional)
150g Milchreis
250g Sahnequark (gr. Joghurt geht auch)
300g entsteinte Zwetschgen
2 EL Zucker
Zimt, Kardamon

Zubereitung:
Milch zusammen mit Vanillezucker, Salz und evt. Zimtstange zum Kochen bringen, denn den Milchreis einrieseln lassen. Reis bei geringer bis mittlerer Hitze in 20-25min weich köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren, da der Reis leicht am Boden ansetzt.
Featured imageSobald der Reis weich gekocht ist (am Ende immer mal wieder probieren), den Topf vom Herd nehmen. Der Milch ist dann noch sehr flüssig, aber beim Abkühlen quillt er nach und bekommt eine sehr gute Konsistenz. Zimtstange evt. entfernen. Reis abkühlen lassen und dann den Quark unterrühren.
Für das Kompott 2 EL Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren lassen, mit 50ml Wasser ablöschen. 300g entsteinte und in Spalten geschnittene Zwetschgen untermischen und in 5-10min weich dünsten. Evt. mit Zimt und Kardamon würzen. Das Kompott abkühlen lassen.
In kleinen Gläschen jeweils etwas Kompott geben und den Milchreis darüber verteilen. Mit Folie bedecken (oder bei den Weckgläsle den Deckel drauf), im Kühlschrank aufbewahren für den kleinen Hunger zwischendurch 😉

Quelle: Sweets (Nicole Stich)

Quickie: Avocado mit Trauben-Salsa

Keine Zeit, aber trotzdem Lust auf was Leckeres zum Essen? Keine Lust, lange in der Küche zu stehen, wenn man doch alleine essen muss? Keine Ahnung, was man außer Guacamole mit Avocados machen kann?

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Hier kommt als Lösung wieder mal eine tolle Kombination von süß und herzhaft, cremig und mit Biss. Ihr braucht keine 10min um die Salsa fertig zu stellen und schon habt ihr einen leckeren Snack, ein gesundes Abendessen auf dem Tisch stehen. Wer will, kann natürlich auch die Avocado würfeln und vorsichtig mit den Trauben mischen. Das Ganze kann dann mit Tacos ausgelöffelt werden… schmeckt aber auch ohne Chips sehr gut 😉

Zutaten: Featured image
300g rote und grüne kernlose Trauben
1/2 rote Chilischote (mehr oder weniger, je nach Geschmack)
1 EL Limettensaft
1 TL Olivenöl
2 Schalotten
3 TL frisch gehakter Koriander (ich: Petersilie)
Salz

Featured imageZubereitung:
Die Trauben je nach Größe vierteln oder achteln, sie sollen recht klein sein. Die Schalotten fein würfeln. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen. Mit Salz abschmecken. Für 30min marinieren lassen. Zum Servieren entweder die Avocado einfach halbieren, Kern raus und Salsa rein oder die Avocado würfeln und vorsichtig mit der Salsa vermischen.

Quelle: My new Roots (Sarah Britton)

PS: wer sieht noch ein etwas skeptisches Smiley auf den Bildern? 😀