Rhabarber-Schichtdessert im Glas

Oder auch Rha-rha-rha-a-aa -Rhabarber! Endlich wieder da! Wirklich innovativ ist dieses Schichtdessert nicht, inzwischen wird ja sehr viel in Gläschen portioniert, aber es sieht auch einfach gut aus und ist sehr unkompliziert.

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Als ich gerade das Rezept abgetippt habe, ist mir wieder mal aufgefallen, dass ich mir bei so einfachen Aktionen meistens die Zubereitungsschritte einmal durchlese und dann einfach mache. Ich meine, allein wenn man sich die Bilder anguckt, ist schon recht selbsterklärend, wie das mit der Zubereitung funktioniert, oder etwa nicht? Doch, war es. Es ist sehr unkompliziert. Nur hätte man ein paar Kekskrümel zur Deko zurückbehalten sollen. Das habe ich komplett überlesen und hab stattdessen auf die erste Zitronenmelisse aus dem Garten zurückgegriffen. Alternativ würde sich auch noch ein Klecks Kompott eignen.

Nicht weiter schlimm, ich musste nur über mich selber grinsen, dass ich oft meine, aufgrund meiner langjährigen Kocherfahrung genau zu wissen, wie die Zubereitung gemäß eines abgebildeten Fotos abläuft. Da ist es schon ein Vorteil, wenn man kein Bild zur Verfügung hat, sondern nochmal ins Rezept gucken muss, um weiterzukochen.
Hier könnt ihr kaum Fehler machen und trotzdem sieht es so nett aus… wäre das vielleicht etwas für ein schönes Muttertags-Frühstück? Da kann es ja ruhig mal Schokokekse geben 😉

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Zutaten für 4-6 Gläser:
400g (roter) Rhabarber
100g TK-Himbeeren
80g Zucker
100ml Apfelsaft
20g Vanillepuddingpulver
600g griechischer Joghurt
1-2 El Honig
1/2 Tonkabohnen (schmeckt auch ohne)
100g Hafer-Cookies mit Schokolade (evt etwas mehr)

Zubereitung:
Rhabarber putzen, waschen, ggf. entfädeln und in Scheiben schneiden. Rhabarberstücke und Himbeeren mit Zucker und Apfelsaft aufkochen. Puddingpulver mit wenig kaltem Wasser anrühren und das Kompott damit binden. Vollständig abkühlen lassen (dauert ca 1h)
Für die Creme den Joghurt mit Honig glatt rühren. Die Tonkabohne fein reiben und die Creme damit abschmecken. Hafer-Cookies grob hacken und auf 4-6 hohe Gläser verteilen, dabei ca 1 EL für die Deko zurückbehalten.
Kurz vor dem Servieren Kompott und Creme abwechselnd über die Keksbrösel schichten. Anschließend mit den übrigen Bröseln bestreuen und sofort servieren (sonst zieht der Joghurt Flüssigkeit und in den Gläsern bildet sich ein Wasserrand).

Quelle: deli 2/2017

Schokoladen – Erdnussbutter – Käsekuchen

Oder auch: wer nicht hören will, muss fühlen und kriegt obendrein kaum ein gscheites Kuchenfoto!! Fangen wir aber etwas gelassener an: jedem sollte klar sein, dass ein Käsekuchen, der sich mit Schokolade und Erdnussbutter zusammen tut, nur der Hammer sein kann! Cremig, süß, knackig -allein die ungebackene Frischkäsemasse war schon ein Traum.

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Glücklich also den Kuchen in den Ofen geschoben, Backzeit abgewartet und einen noch leicht wabbeligen Kuchen rausgeholt. Alles gut soweit! Nigel Slater mahnt im Rezepttext an zwei Stellen, dass der Kuchen mindestens 7h, besser sogar noch über Nacht im Kühlschrank stehen muss, damit er vollens fest wird. Ich aber setzte mich freimütig darüber hinweg, war zu ungeduldig, hatte Lust auf diese Süßigkeit und überhaupt! Wenn ich die Form ne Runde in die Gefriere stelle und dann noch ne Weile in den Kühlschrank wird das schon gut gehen. Ähm ja, ging es auch… für zwei Bilder, bei denen die Deko und Belichtung vielleicht noch nicht ideal war.

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Seht ihr auf dem Bild oben in der Mitte den Riss? Jaaa, das war der Ursprung des Bösen: er vergrößerte sich in bester Vulkanmanier und heraus floss das noch viel zu weiche Käsekucheninnere. Auch meine Rettungsversuche mit erneutem Aufsetzen der Springform und „schockfrosten“ in der Gefriere führten nur bedingt zu besserer Haltbarkeit. Zu viel war schon ausgeflossen… Also haltet euch bitte, bitte an die Kühlzeiten!!!

So oder so: geschmacklich ne Bombe war der Schokoladen-Erdnussbutter-Käsekuchen. Genau der richtige Ausgleich nach nem Salätle oder um nach der Fastenzeit wieder richtig zuzuschlagen 😉
Habt ihr auch schon kleinere oder größere Backdesaster erlebt? Ich hoffe, dass trotz mangelhafter Optik euer Kuchen wenigstens geschmacklich gut war!

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Zutaten (für eine Springform mit 20cm-Durchmesser):
Für den Boden:
175g Weizenvollkornkekse mit dunkler Schokolade
100g gesalzene, geröstete Erdnüsse
75g Butter
Für den Belag:
50g dunkle Schokolade
450g Doppelrahm-Frischkäse
4 Eier
1 Eigelb
120g feiner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100g grobe Erdnussbutter

Zubereitung:
Die Butter für den Boden in einem kleinen Topf zerlassen. Die Kekse in der Küchenmaschine mahlen oder in eine Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zu groben Krümeln klopfen. Die Kekskrümel in die flüssige Butter schütten. Die Erdnüsse in der Küchenmaschine zu grobem Pulver zermahlen und unter die Mischung rühren. Die Krümelmasse in die Kuchenform geben und glatt streichen, aber nicht verdichten. Im Kühlschrank fest werden lassen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Schokolade für den Belag in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel über einem Topf mit köchelndem Wasser schmelzen lassen. Nicht umrühren, aber die noch festen Schokostücke mit einem Löffel in die Flüssigkeit hinunterdrücken.
Frischkäse, Eier, Eigelb, Zucker und Vanilleextrakt in die Schüssel der Küchenmaschine geben und langsam schlagen, bis sie gründlich vermischt sind. Die Unterseite der Backform mit zwei Lagen Alufolie einwickeln, damit beim Backen kein Wasser eindringen kann. Den Frischkäsebelag auf dem Keksboden verteilen. Als nächstes die flüssige Schokolade darübergießen, dann die ERdnussbutter mit einem Löffel in regelmäßigen Häufchen verteilen. Mit einem Schaschlikspieß oder dem Griff eines Löffels die Schokolade und die erdnussbutter in Wirbeln mit der Frischkäsemischung verrühren.
Die Springform in eine große Bratform stellen und so viel heißes Wasser zugießen, dass sie zur Hälfte bedeckt ist. Im Ofen 55 bis 60min backen. Der Kuchen sollte in der Mitte noch wabbelig sein. Wenn nötig, noch ein wenig länger im Ofen lassen und mit Alufolie abdecken, damit er nicht braun wird.
Den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Bratform mit Wasser abkühlen lassen. Über Nacht oder mindestens 7h lang in den Kühlschrank stellen.

Quelle: Ein Jahr lang gut essen (Nigel Slater)

Einfach so: Schoko-Whoppies

Braucht es für Schokokekse eine Begründung? Eine großartige Einleitung? Ich finde, die Bilder sprechen für sich. Auch die Tatsache, dass ich diese Bömbchen schon drei Mal innerhalb von kürzester Zeit gebacken habe und das letzte Mal am Samstag sogar in doppelter Menge…für zwei Personen.

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Ähm ja, somit dürfte auch klar sein, dass sich dieser Blog nicht wirklich mit gesunder Ernährung befasst 🙂 Zumindest nicht dauerhaft. Manchmal schon und dann gibt es auch Rohkost und Chiapudding, aber wie ich es hier auch an anderer Stelle betont habe: es geht um Balance. Und da passen zu meinem Ernährungsgleichgewicht eben auch Schoko-Whoppies, deren Teig hauptsächlich aus dunkler Schokolade besteht, der dann noch eine weiße Schokofüllung kriegt. Wenn schon, denn schon!

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Aber schaut euch mal dieses Prachttürmchen an. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass diese Schoko-Whoppies immer noch besser sind als irgendein gekaufter Schokoriegel. Hier weiß ich ganz genau was drin ist. Der Teig ist sehr, sehr zäh. Lasst euch davon nicht verwirren und bitte, bitte beachtet die Backzeit: die Whoppies sind sehr weich und ihr müsst beim Füllen auch aufpassen, dass ihr nicht versehentlich etwas abbrecht, aber ich sag’s euch: es lohnt sich! Frisch aus dem Kühlschrank erinnern die Schoko-Whoppies an Brownies, sehen wunderschön aus und hach, ich könnte ja schon wieder ein paar backen!

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Los! Ab in die Küche mit euch -die Karöttchen können warten!

Für 10 Stück:
200g weiße Kuvertüre
50ml Sahne
1 TL Orangenschale (ich: weggelassen)
150g dunkle Kuvertüre
20g weiche Butter
25g Mehl
1/4TL Backpulver
1 Ei
75g Zucker
Salz

Zubereitung:
Weiße Kuvertüre klein hacken. Sahne und falls verwendet Orangenschale in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die Kuvertüre nach und nach unterrühren bis sie vollständig geschmolzen ist. In eine Schüssel umfüllen und mindestens 1h kalt stellen.
Dunkle Kuvertüre klein hacken. 100g Kuvertüre mit der Butter in einem zweiten Topf (NICHT mit der weißen Schoko zusammen;-) ) bei milder Hitze schmelzen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und restliche Kuvertüre mischen.
Ei, Zucker, 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mind. 5min schaumig schlagen. Mehlmischung und geschmolzene Kuvertüre nacheinander bei kleiner Stufe unterrühren. Teig 10min ruhen lassen.
Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Mithilfe von zwei Teelöffeln je 10 Teigportionen auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Insgesamt braucht ihr also ca 20 Teigkleckse, die jeweils ungefähr so groß wie ein 2€-Stück sind. Nacheinander auf der mittleren Schiene 7min backen. Auf den Blechen abkühlen lassen.
Weiße Kuvertürencreme mit einem Spritzbeutel oder einfach mit einem Löffel auf 10 Cookies verteilen. ACHTUNG: die Cookies sind perfekt chewy, sehr vorsichtig die Kekse vom Blech lösen und bestreichen. Dann jeweils einen zweiten Cookie als Deckel aufsetzen und mmmmmh, genießen! Schmecken gekühlt am besten.

Quelle: deli (6/2016)

Für Grobmotoriker: Walnussplätzle

Gebäck muss für mich nicht aufwändig sein, vor allem, weil das inoffizielle Motto der meisten Kekse oder Plätzle ist: mit einem Haps sind die im Mund! Wichtig ist, was drin ist und dass man nicht ewig mit der Zubereitung verbringen muss. Vor allem Ausstecherle rauben mir den letzten Nerv: ich erinner mich an Jungscharabende oder Kinderkirchbackaktionen nach denen eine Grundsanierung des Gemeindehauses nötig gewesen wäre. Überall klebte es, ständig musste man irgendwo neu den Teig ausrollen, die Dekozuckerstreusel landeten natürlich weniger auf den Ausstecherle als auf dem Boden, in den Haaren oder in Mündern. Da ist die Feinmechanik noch nicht so ausgeprägt 😀 Auch stand die Relation für den Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

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Nun ja, spaßig ist das ganze ja schon und die Kids stolz ohne Ende über ihre Backwerke, aber für mich gibt es deutlich leckere Gebäckstücke. Zum Beispiel diese Walnussplätzle! Letztes Jahr ging für mich nichts über diese Schoko-Ingwer-Plätzle. Auch dieses Jahr sind die (frisch gebacken natürlich, von letztem Weihnachten sind keine mehr übrig) nach wie vor sensationell gut. Aber dann probierte ich die Walnussplätzle und hach, soooo gut! Walnüsse mag ich sowieso wahnsinnig gerne und dann in Kombination mit Schokolade, einfach super!

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Ein ganz großes Plus ist dann noch, dass die Walnussplätzle absolut für Grobmotoriker geeignet sind: den Teig einfach nur zusammenkneten, Rollen formen und diese dann in Scheiben schneiden. Fertig! Das Schokobad für die Plätzle ist auch schnell gemacht und mmmmh, dann kann der Genuss beginnen!

Wer also noch was backen will, aber nicht so viel Zeit oder keine Lust auf großes Verzieren hat, weil die Plätzle sowieso schneller gegessen sind als man gucken kann, der liegt mit diesen Plätzle goldrichtig! Habt einen schönen dritten Advent!

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Zutaten für jede Mänge Plätzle (50 oder mehr)
200g weiche Butter
150g Zucker (am besten brauner)
Mark einer Vanilleschote
1/2 TL Zimt
350g Mehl
1 Pck Backpulver
ca 8 EL Milch, mit weniger anfangen -je nach Konsistenz
150g gehackte Walnüsse
150g gehackte Schokolade
Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:
Die Butter mit Zucker, Gewürzen und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach mit dem Knethacken das mit Backpulver vermischte Mehl und die Milch unterrühren. Dann Walnüsse und Schokolade unterheben. Den Teig mit gefetteten Händen zu zwei oder drei Rollen formen, ca. 4cm Durchmesser. 30min die Rollen kalt stellen, dann 1/2cm dicke Scheiben abschneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im vorgeheizten Backofen bei 180°C 8-10min backen.
Auskühlen lassen und zur Hälfte in geschmolzene Kuvertüre tunken.

Bömbchen: Glutenfreie Erdnussbutter-Torte

Ich schulde euch noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Leila Lindholm. Es steht nicht repräsentativ dafür, was sonst in dem Kochbuch angeboten wird. Sonst wird nämlich gerade im Kapitel mit den süßen Dingen darauf geachtet, dass die Kalorienzahl verhältnismäßig gering bleibt, sprich, es finden sich hier (wirklich tolle) Ideen für Eiscreme auf gefrorenem Obst; Gebäck, das mit getrockneten Früchten gesüßt wird und auch einen Limovorschlag gibt es.

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Aber da sticht diese Torte nun mal ordentlich hervor. Die Verwendung von Kokosblütenzucker (der den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, wodurch es zu einer langsameren Energieausschüttung kommt und so Zuckerhochs und -tiefs verhindert werden) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Kuchen 200g Haselnüsse, 200g Butter und 200g Schokolade verwendet werden, was dann alles unter einer dicken Schicht aus Erdnussbutter und Frischkäse begraben wird, hehehe 😀

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Damit ist diese Torte ein echtes Kalorienbömbchen! Glaubt mir, ein kleines Stücken ist sehr reichhaltig. Für mich zeigt diese Torte, dass solche Labels wie „glutenfrei“ eben nicht automatisch „kalorienarm“ oder „Diätfutter“ bedeuten. Nur weil man eine Trendzutat wie Kokosblütenzucker verwendet, wird dadurch nicht der Nährstoffgehalt eliminiert. Ein bisschen Nachdenken schadet also nicht, besonders dann nicht, wenn es um verkaufsfördernde Labels geht, die momentan das große Heil versprechen…

Warum ich das Rezept trotz fehlendem Gluten gebacken habe? Mir kann so was ja (Gott sei Dank) egal sein; ich finde Erdnüsse und Schokolade einfach toll 😀 Außerdem gefiel mir, dass ich nicht erst ein Spezialmehl kaufen muss, sondern lediglich mit gemahlenen Haselnüssen die Torte backen lässt. Der Kokosblütenzucker lässt sich (wer einen höheren glykämischen Index nicht fürchtet) auch mit braunem Zucker ersetzen, dann aber die Menge etwas reduzieren, weil der süßer ist. Ich habe die Menge auch halbiert und nur einen kleinen Kuchen (in einer 18er Springform) gebacken. Mit der Erdnussbuttercreme ist das immer noch sehr habhaft!
An den Bildern seht ihr, dass die schon vor einer Weile entstanden -jetzt haben frische Beeren eher keine Saison mehr, ich kann mir vorstellen, dass der Kuchen mit einer Deko aus (karamellisierten) Erdnüssen oder etwas Popcorn mindestens genau so toll aussieht.

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Zutaten (für 2 Springformen à 24cm)
200g Haselnusskerne (ich hab schon gemahlene verwendet)
200g dunkle Schokolade (mind.70%Kakaoanteil)
1EL Kakaopulver
200g weiche Butter
65g Kokosblütenzucker
6Eier

Erdnussbuttercreme:
150g Erdnussbutter
160g Kokosblütenzucker
40g Kakaopulver
1TL Vanillepulver
300g Frischkäse
2 EL heißer Kaffee
Kirschen, Himbeeren oder einfach Erdnüsse zum Verzieren

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Für die Böden die Haselnüsse in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen. Die Schokolade grob hacken und dann zusammen mit den Nüssen im Mixer verarbeiten. Nüsse und Schokolade mit Kakao, Butter und Kokosblütenzucker mischen und zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Die Eier trennen: die Eigelbe in den Teig geben und weiterschlagen. In einer trockenen, sauberen Schüssel das Eiweiß zu Schnee schlagen. Anschließend vorsichtig portionsweise unter den Schokoteig heben.
Zwei Springformen fetten. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen. Die Böden auf der mittleren Schiene 30-35min backen. Mit einem Holzspieß die Garprobe machen, die Böden dürfen nicht mehr klebrig sein. Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Erdnussbutter, Kokosblütenzucker, Kakao, Vanillepulver und Frischkäse cremig rühen. Den Kaffee hinzufügen.
Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen. Etwas Creme auf dem unteren Boden verteilen, den anderen Boden auflegen und dann die Torte rundum mit Creme bestreichen und mit Obst oder Nüssen verzieren.

Quelle: Meine Rezepte für die ganze Familie (Leila Lindholm)

Jugendsünden: Erdnusscookies mit Hersheys Kisses (Peanut Butter Blossoms)

Was waren das für Zeiten früher, damals, als ich weg gegangen bin zum Studium. In ein Wohnheim in die Nähe von Nürnberg gezogen, lauter Gleichaltrige auf einem Fleck, die zusammen leben, feiern und ja, auch lernen. Unglaublich viele Erinnerungen sind mit diesem Jahr in Franken verbunden, Freundschaften, die bis heute halten und auch einige kulinarische Geschmäcker, die ich damit verbinde. Über die fränkische Mensa dort muss ich mal noch separat schreiben (das Rezept inklusive Bilder warten schon viel zu lange…), aber heute soll es eher um die unrühmlichen Entgleisungen gehen.

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Im Regelfall sind wir monatlich bei der Rettungsaktion dabei: dort geht es darum, dass es möglich ist (und oft erschreckend einfach!) ohne die Fertigprodukte aus dem Supermarkt auszukommen. Sei es jetzt ob es um Pesto, Sirup, Pfannkuchen oder Brot geht: selber machen ist angesagt und so viel besser! Das wusste ich schon immer und wurde mir von Zuhause aus so beigebracht. Die Fertigprodukte aus dem Supermarkt waren mir natürlich trotzdem bekannt. Sei es jetzt ob über Werbeplakate, Aufsteller im Laden selbst oder weil irgendjemand von dem Fix-Päckchen schwärmte, das ja so gut die Bolognese würzen würde. Aber so etwas daheim in der Küche meiner Mutter zubereiten? Natürlich nicht!

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Tja und dann war ich da in Franken und die Neugier packte mich und ich holte dort Fertigprodutkmäßig so einiges nach, was ich davor noch nicht gekannt hatte. Tomatensuppe aus dem Päckchen? Schmeckt suuuuper zum Aufbackbaguette aus dem Kühlregal. Der Milchreis an einem grauen Nachmittag aus dem Plastikbecher. Die unterschiedlichsten Gebäcksstücke? Nun ja, selber backen ist ja besser, aber probieren geht ja über studieren, nicht wahr? 2016-09-30_peanutbutter-blossoms-7

Oh Mann, ich kann nur den Kopf schütteln, was ich damals so gegessen habe 😀 Nun gut! Jugendsünden und eine Art von Rebellion gegen „was ich daheim niiiiiieeeee gekriegt habe!“. Dabei war mir nach dem ersten Biss meistens schon klar, dass das da auf dem Löffel nicht so gut war wie ich es mir vorgestellt hatte, bzw von daheim kannte. Getoppt wurde diese Fix-und-Fertig-Küche nur in den USA: so viele unbekannte Produkte! Vor allem das Süßigkeitenregal hatte es mir angetan und da insbesondere diese Hershey-Kisses: Erdnussbutter in Tröpfchenform mit Schoko überzogen, ein Traum! Hier leider nicht so einfach erhältlich, aber da ist es gut, wenn man Bekannte hat, die Lieferanten spielen 😉 Auf diese Art und Weise schmecken mir Jugendsünden deutlich besser: die krümeligen Erdnusskekse schmecken aber auch ohne zusätzliche Schokolade. Wunderbar mürbe! Und sonst hoffe und versuche ich, möglichst komplett auf vorzubereitete Dinge verzichten zu können. Ausnahmen wie diese bestätigen die Regel 😉

Zutaten (für 48 Cookies):
48 Hersheys Kisses
170g cremige Erdnussbutter
115g Butter
75g weißer Zucker
75g brauner Zucker
1 Ei
2 EL Milch
1 TL Vanilleextrakt
180g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

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Zubereitung:
Den Ofen auf 190°C vorheizen. Butter und Erdnussbutter in einer großen Schüssel cremig verrühren. Die Zucker hinzufügen und für 2-3 weitere Minuten rühren. Ei, Milch und Vanilleextrakt einrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Salz) vermischen und langsam zugeben. Den Teig in Bällchen rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. 8 bis 10min backen, aus dem Ofen holen und dann sofort die Hershey Kisses in die Kekse drücken, so dass die Bälle flach gedrückt werden und an den Rändern etwas aufbrechen. Auskühlen lassen und mit krümeln anfangen 😉

Die Gene sind schuld: Süßkartoffel-Marmorkuchen

Eigentlich sollte ich euch zu dieser Jahreszeit ja eiskalte Erfrischungen servieren, sei es jetzt in Form von Limos oder als Sorbets, Eiscreme & Co. Würde ich auch gerne, hatte ich auch vor, aber zum einen ist mein WG-Kühlfach viel zu klein und der Kühlschrank auch viel zu alt um da noch größere Eismassen zu gefrieren. Und zum anderen waren meine Gene schuld, also eigentlich meine Mutter und meine Oma!

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Diese beiden Damen sind in unserer Familie nämlich dafür bekannt, dass sie grundsätzlich die Essensmengen überschätzen, die wir verdrücken können. Da wird dann zu Geburtstagen, Feiertagen oder auch nur zu einem gewöhnlichen Kaffeetrinken so viel aufgetischt, dass immer Reste bleiben.Und jedes Mal heißt es neu, dass sie es halt falsch eingeschätzt hätten, wie viele Spätzle sich aus 2kg Mehl machen lassen oder dass eine 4kg-Pute so groß sei…

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Nun ja, das mit den Mengen einschätzen habe ich auch nicht soooo drauf. Ich hatte vor einer Weile unglaublich Lust auf Marmorkuchen. Diese Variante mit Süßkartoffel im Teig ging 2013 (?) durch einige Blogs und auch ich hatte den damals schon gebacken und war von der Saftigkeit begeistert. Also sollte es genau wieder dieser werden! Ich machte mich also munter an die Teigzubereitung, griff nach meiner Kastenform, weil ich keine Guglhopfform habe und stutze: diese Massen an Teig sollte ich da irgendwie reinfüllen??? Ein Blick ins Rezept brachte Aufklärung: eine 2,5l Form wurde verlangt… oooops! Hätte ich bloß alles komplett durchgelesen. Viel zu viel für mich und den Mitesser. Ein kurzes Nachdenken bei den Mengenangaben hätte mich auch schon darauf aufmerksam machen können, aber nun gut, kann ich halt nicht einschätzen 😀
Also füllte ich jeweils die Hälfte des hellen und des dunklen Teiges in die Form und bewahrte die anderen Teighälften in Tupperdosen im Kühlschrank auf. Zwei Tage später wurde mit der verbleibenden Masse nochmal frisch gebacken und damit Freunde und Familie beglückt. Die Aufbewahrung vom rohen Teig funktioniert also hervorragend!

Dieser Süßkartoffel-Marmokuchen ist echt der Hammer! Wunderbar saftig, hält locker zwei-drei Tage frisch und eignet sich super als Picknickproviant und als Verpflegung für Ausflüge an Seen oder in Freibäder. Und nein, die Kartoffel schmeckt man nicht! Bei so guten Kuchen bin ich ja sehr froh über die Gene, die mich verleiten etwas mehr zu machen 😉 Das Eis gibt es dann wann anders.

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Zutaten (für eine 2,5l Form):
600g Süßkartoffel
5 Eier
550g Zucker (ich: 400g fand ich genug)
1 Messerspitze gemahlene Vanille (weggelassen)
325g Mehl
2 TL Backpulver
300ml Öl
80g Kakao
150g Schmand
5 EL Milch
Salz
Semmelbrösel und Butter für die Form

Zubereitung:
Die Süßkartoffel waschen, schälen, in grobe Würfel schneiden und in einem Topf mit kochendem Wasser in ca. 25min weich kochen. Dann das Wasser abgießen, die Süßkartoffel in einen hohen Rührbecher geben und alles fein pürieren. 330g Püree abwiegen und abkühlen lassen.
Eine Gugelhupfform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen – eine Kastenform geht natürlich auch. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Eier, Zucker, Vanille und eine kräftige Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Süßkartoffelpüree unterrühren, Mehl und Backpulver mischen. Mehlmischung zusammen mit dem Öl unter die Süßkartoffelmischung rühren.
Die Teigmasse halbieren (oder halt so teilen, dass es ungefähr halb-halb ist…kann ich auch nur so ungefähr…). Unter eine Hälfte Kakao, Schmand und Milch rühren. Teige abwechselnd in die Form gießen und eine Gabel spiralförmig durchziehen. Im heißen Ofen 60 – 75min backen, gegen Ende hin evt. mit Alufolie abdecken. Dann den Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut andere Leute glücklich machen.

Quelle: Lecker