Anfangszauber: Räucherlachsknödel auf Gurkennudeln

Neben zweifelhaften Jugendsünden bescherte mir mein erstes Studienjahr in Franken auch kulinarische Highlights, die mir vom Schwabenländle längst nicht so bekannt waren: Knödel! Ja klar, wusste ich, dass es die gab und ich hatte bestimmt auch schon mal welche irgendwo gegessen, aber diese Wichtigkeit von Knödeln in unterschiedlichster Form wurde mir erst in Bayern bewusst.

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Ein Freund erzählte, dass seine Oma sich anhand der Knödel an den Wochentagen orientiert: samstags wurden meistens die Knödel vorbereitete, damit es sonntags nach der Messe bald was zu essen gab und für montags gab es dann Reste. Problematisch wurde es, wenn aufgrund von Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten auf einmal häufiger Knödel auf dem Tisch standen…
Mit den „Kartoffelknödeln halb und halb“ konnte ich mich nie so ganz anfreunden, die waren mir irgendwie zu weich und geschmacklich langweilig (oje, ich sehe schon entsetzt meine bayrischen Freunde aufschreien). Aber die Serviettenknödel -oh yeah! Große Liebe!!!! Perfekt um Brot vom Vortag zu verwenden und einfach so gut um die Sauce aufzusaugen.

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Diese Räucherlachsknödel sind vermutlich eine eher modernere Version, etwas eleganter mit den Gurkennudeln und nicht so traditionell wie zu einem Braten. Trotzdem denke ich dabei immer an diese Anfangszeit, die mich nicht nur kulinarisch inspiriert hat, sondern die auch Freundschaften hervorgebracht hat, die bis heute halten. Ein super Studienstart, der vor zwei Wochen mit einem sagenhaften Examen gekrönt wurde 🙂 Darauf ein, zwei Knödelchen -große Empfehlung von meiner Seite. Eines der Rezepte, die ich schon so oft gemacht habe und fast auswendig kann. Die Masse wird einfach soooo flauschig! So mag ich Knödel! Jetzt geht es noch ein paar Tage nach Südtirol -mal schauen, was uns da für Knödelvariationen erwarten 😉
Wie sieht es bei euch aus? Esst und mögt ihr Knödel? Und wer von euch hätte den Wein noch aufgrund des Etiketts gekauft? Hihi, Verpackungsopfer…

Zutaten (für 4 Personen):
250g altbackene Brötchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150g Räucherlachs
20g Butter
200ml Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Salatgurken
4 Stängel Dill
1 rote Zwiebel (weggelassen)
200g Saure Sahne
2 EL weißer Balsamicoessig
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:
Die Brötchen fein würfeln und in eine große Schüssel geben. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, ebenso den Räucherlachs. In einer Pfanne die Butter zerlassen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Die Milch dazugeben und 2min köcheln lassen, dann über die Brötchen gießen. Die Eier und den Lachs zugeben, würzen (vorsichtig mit dem Salz! Der Lachs hat schon einiges an Würze) und gut mischen. Circa 10min durchziehen lassen.
Ein nasses, aber gut ausgewrungenes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Brötchenmasse darauf verteilen, dabei rechts und links einen gut 5cm breiten Rand lassen, damit man das Bonbon gut zubinden kann. Je nach Topfgröße besser zwei „Bonbons“ rollen, bei mir hat das nicht alles in eins gepasst.
Die Masse zu einer Rolle formen und straff, aber nicht zu fest in das Tuch wickeln. Die Enden mit Küchengarn zubinden. In einem ausreichend großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Das Knödelbonbon hineingeben und 30min im siedenden Wasser (es soll nicht sprudelnd kochen) gar ziehen lassen. Dann herausholen, auswickeln und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
Für den Salat die Gurken schälen und mit dem Sparschäler in lange dünne Tagliatelle-artige Streifen schneiden -das sieht fürs Foto schön aus, aber ihr dürft natürlich auch ganz normale Gurkenscheiben raspeln 😉 Dill fein schneiden, ebenso falls ihr verwendet, die Zwiebel. Saure Sahne, Essig, Salz und Zucker gut mischen und dann unter die Gurken mischen. Mit den Serviettenknödeln servieren.

Quelle: Der Große Lafer (Johann Lafer)

Zum Grinsen: Linsensalat mit Lachs und Estragon

Ich glaub, Linsen haben oft nicht den besten Ruf. Jeder kennt schließlich den Spruch: „Erbsen, Bohnen, Linsen bringen den Arsch zum Grinsen“, oder? Das schwäbische Nationalgericht Linsen mit Spätzle entspricht auch nicht gerade den derzeitigen ästhetischen und ernährungsmäßigen Trends: weder lässt es sich sonderlich schön anrichten nachdem die Linsen ne Stunde gekocht haben noch ist es vegan, roh oder besteht aus Superfoods.

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Dabei sind die Nährwerte der Linsen einfach top: durch reichlich Ballaststoffe sättigen sie langanhaltend, sie haben einen hohen Gehalt an Eiweiß und Magnesium. In den letzten Jahren erleben die kleinen Dingerchen eine Renaissance und kommen in den unterschiedlichsten Gerichten zum Einsatz. Mich freut das! Und die Alb-Leisa entsprechen zumindest einem hochaktuellen Thema: Regionalität! Eine alte Sorte, die in einer Saatbank in St. Petersburg wiederentdeckt und in mühevoller Arbeit wieder auf der Schwäbischen Alb und im Albvorland angebaut wurden. Sehr lecker, die Linsen! Das ist nicht gesponsert, sondern einfach nur eine leckere Empfehlung.

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Wer die Alb-Leisa nicht bekommt, kann natürlich auch zu anderen grünen Linsen kaufen. Ich hoffe jedenfalls, ihr überwindet euer Linsentrauma (falls es sowas gibt 😉  und denkt bei Linsen nicht nur an die Schwaben oder an das indische Daal, sondern auch an diesen leckeren Salat: schnell gemacht, lässt sich bestimmt auch gut in die Mittagspause transportieren und gibt nochmal richtig Power! Uns jedenfalls hat der Salat ordentlich zum Grinsen gebracht… natürlich nur beim Essen! Nur achtet darauf, dass der Salat schön feucht ist, lieber nochmal n Löffel Öl und Essig zugeben als dass es zu trocken ist.

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Zutaten (für 4 Personen)
200g (grüne) Linsen
400g Lachsfilet
8 Zweige Estragon
1 EL körniger Senf
4 EL Olivenöl
2 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Linsen waschen, abtropfen lassen und 20min in reichlich Wasser kochen. Den Lachs waschen, dazugeben und alles noch 5 min köcheln lassen ohne umzurühren. Dann alles abgießen und abkühlen lassen.
Estragon waschen, trocken zupfen und hacken. Den Lachs zerzupfen, mit Linsen und übrigen Zutaten mischen. Aus Essig, Öl, Senf, Salz und Pfeffer ein Dressing anrühren und mit dem Salat mischen.

Quelle: Das einfachste Kochbuch der Welt (J-P Mallet)

Wieder da: Tomaten-Aprikosen-Salat

Ein paar Tage Ruhe auf dem Blog bedeuten meistens, dass es im realen Leben besonders viel zu tun gibt, weswegen entweder keine Treffen vom Vater und mir stattfinden und wir vor leeren Tellern sitzen (metaphorisch gesprochen 😉 ) und euch nichts Neues präsentieren können. Oder aber es gibt noch tolle Bilder und leckere Rezepte, aber die Zeit zum Schreiben fehlt.

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So war es bei mir – während sämtliche schon im Urlaub oder sogar schon wieder davon zurück sind, im Radio von nichts anderem die Rede als Chillen und frei haben war, Tübingen von Studenten verlassen war, da saßen noch ein paar wenige Examis in der Bib oder in ihren Studentzimmern und schotteten sich gegenüber der Sonne und dem freien Leben ab. Tragisch, sag ich euch! Und echt anstrengend, wenn alle anderen irgendwie frei haben, nur man selber nicht! Seit Donnerstag liegt zumindest mal der schriftliche Teil des Examens hinter mir und ich gönne mir ein paar freie Tage bevor die Lernerei fürs mündliche losgeht.

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Wieder da bin also nicht nur ich, sondern auch Tomaten und Steinobst! Kirschen gab es ja schon, Tomaten kamen auch schon vor -alle regional auf dem Markt gekauft, aber so richtig, richtig Sommer ist für mich erst, wenn die Tomatensträucher im Garten meiner Eltern selber kleine rote Perlen bereithalten! Es gibt kaum was Besseres als diese kleinen Cocktailtomaten, die beim Draufbeißen so herrlich süß im Mund zerplatzen. So schmeckt der Sommer! Die Aprikosen kitzeln die Süße noch etwas mehr raus, der Feta würzt wunderbar salzig und die Schärfe kann jeder nach eigenem Belieben variieren. Einfach lecker und schnell gemacht – den gab es schon einige Male. Greift zu und esst mindestens genau so viele Kilo Tomaten wie ihr Spargel gegessen habt! Die Saison ist auch nicht viel länger…auch wenn die Supermärkte uns das ganzjährig anders präsentieren.

Blog-Event CXXII - Steinobst…wie ich erfreut feststelle, kommt der Beitrag noch rechtzeitig um endlich, endlich mal wieder an einem Blogevent bei der lieben Zorra teilzunehmen. Veranstaltet wird das Event rund um Steinobst von The Apricot Lady Christina. Was könnte da besser passen als dieser Salat?

Zutaten (für 2 Personen):
je 200g gelbe und rote Kirschtomaten
250g reife Aprikosen
200g Fetakäse
6 Stängel Basilikum
1/2 Bund glatte Petersilie
20g flüssiger Honig
1 Tl Sambal Oelek
2 TL Sherryessig
Salz, Pfeffer
2 El (Traubenkern)Öl

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Zubereitung:
Die Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder viertel. Die Aprikosen waschen, halbieren, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Mit den Tomaten mischen. Den Feta trocken tupfen, einmal quer halbieren und nach Belieben zerbrökeln oder in ca. 1cm große Würfel schneiden. Vorsichtig unter die Tomaten und Aprikosen mischen. (Aus ästhetischen Gründen hab ich das Mischen von Salat und Feta erst nach dem Fotografieren vorgenommen. Dressing war da aber schon drin 😉 )
Für das Dressing Honig mit samal Oelek, Essig, Salz und Pfeffer verrühren und nach und nach das Öl unterschlagen. Den Tomatensalat mit dem Dressing mischen und ca. 15min ziehen lassen.
Inzwischen das Basilikum und die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen grob hacken. Kurz vor dem Servieren unter den Salat heben, bzw. den Salat damit garnieren.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)

Die Eltern reisen: Das Nach-TRANGIA-Zeitalter

Bis Dienstag waren meine Eltern (wie die letzten Jahre auch schon) campenderweise in Südfrankreich unterwegs. Heute betätigt sich deswegen mal mein Vater kulinarisch… aber auch nur, weil so was wie Flammen im Spiel sind 😉

Eine kleine Nachbesserung an dieser Stelle noch: ich habe (nach der Veröffentlichung) eine total nette Email von Marius bekommen, der für Campingaz tätig ist und sofort mangelnde Recherchearbeit meines Vaters aufgedeckt hat. Campingaz ist nämlich nicht wie im Artikel behauptet, aus Italien, sondern wurde 1949 in Frankreich gegründet und ist somit ein französisches Unternehmen. Schande über das Haupt meines Vaters 😉 Aber immerhin konnte der Kocher so zeitweise in sein Herkunfsland zurückkehren und hat dort auch für großen Genuss gesorgt.

Wahrscheinlich muss ich zunächstmal „Trangia“ erklären. Kann mir kaum vorstellen, dass dies ein Werkzeug ist, das auf Kochblogs bekannt und verbreitet ist. Der Trangia-Sturmkocher aus Schweden, seit Jahrzehnten im Outdoor-Bereich bewährt, war auch für mich ein langjähriger Begleiter. Meinen ersten (und der geht noch!) kaufte ich vor über 30 Jahren! Mehr dazu z.B. hier.

Zwei dieser Sturmkocher hatten meine Frau und mich auch die letzten 4 Jahre auf unseren Campingtouren durch Südfrankreich und Spanien begleitet. Soweit alles wunderbar. Bis, ja bis uns ein Gewitterguss im letzten Jahr dazu zwang, Unterschlupf zu suchen. Zufälligerweise war das bei einem der Gebäude eines südfranzösischen Campingplatzes und der Aushang mit den Campingplatzregeln hing auch dort. Wahrscheinlich werden die selten gelesen, aber da wir außer den Regen abwarten ohnehin nichts zu tun hatten, lasen wir eben diese Regeln. Und da tat sich das Problem auf! Flüssige Brennstoffe sind verboten! Und Spiritus ist nun mal flüssig. Angesichts der herrschenden Trockenheit war mir die Sinnhaftigkeit dieser Regel schlagartig klar und der Entschluss stand schnell fest: für nächstes Jahr brauchen wir eine Alternative. Die haben wir inzwischen gefunden, denn so sehr viele Möglichkeiten bei Gaskochern gibt es nicht. Es sollte keine Rucksacktaugliche Miniausführung sein, sondern eher so was wie ein Zweiplattenherd.

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Wir entschieden uns für ein Model des italienischen Herstellers Campingaz, gleich mit Füßen und sogar der Möglichkeit zu grillen. Nun, das Teil hat sich in den 16 Tagen Cote d’Azur bewährt und wurde täglich genutzt. Ob es allerdings auch 30 Jahre halten wird bezweifle ich start. Die skandinavische Qualität hat das Teil definitiv nicht, alles eher ein bisschen leicht, wackelig und nicht so überzeugend verarbeitet – italienisch eben. Oder kennt Ihr italienische Consumerprodukte, die langfristig zuverlässig sind? Angeblich soll man ja selbst bei einem Ferrari am besten die Werkstatt gleich dazu kaufen, hab ich mal gehört …

Nun aber zum Eigentlichen. Dank dieses 2-Flammenkochers stießen wir im Vergleich mit den Trangia-Möglichkeiten definitiv in neue kulinarische Welten vor. Unser Highlight möchte ich vorstellen. Keinerlei aufwändige Kochaktion, aber eben frische, lokale Produkte unter Campingbedingungen zubereitet – mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

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Thunfischsteak mit Röstkartoffeln und frischem Sommersalat

Auf dem Markt erstandene Bio-Kartoffeln wurden klein geschnitten gekocht und anschließend mit Olivenöl in der Pfanne goldbraun gebraten. Mehr muss ich dazu sicher nicht sagen – selbsterklärend.
Thunfisch vom örtlichen Fischstand (in diesem Fall in einer Mini-Markthalle von Vence) je nach Personenzahl und Geldbeutel. Für uns zwei genügte 1 Scheibe. Die war gut Daumendick ca. 30 Zentimeter im Durchmesser – sensationell!

Auch der Thunfisch ist denkbar einfach gemacht. Hier bewährte sich die Grillplatte unseres Herdes. Den Thunfisch mit etwas Olivenöl einpinseln, Zitrone, Salz, Pfeffer – ganz klassisch eben – und dann von jeder Seite 3 Minuten gegrillt und ab auf den Teller damit. Ein Hochgenuss!
Zum Salat muss ich nichts Besonderes erklären. Frischer Salat mit einer leckeren Vinaigrette mit Olivenöl und Balsamicoessig geht sowieso fast immer. Das Ganze bei 26 ° Celsius, Sonne und toller Umgebung. Das macht alles nur noch toller und angesichts des Wetters, das uns inzwischen wieder zu Hause empfangen hat einfach ein Traum.

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Wie also schon angedeutet: mit Kochen ist heute eher ganz wenig, ist ja üblicherweise auch Miriams Part. Dafür eben eine kleine Urlaubsstory.

Mehr Realität! Spargel-Mimosa-Salat

Ich freue mich immer rießig, wenn zu den Foodfotos lobende Kommentare kommen, wie gut das doch alles aussieht und wie schön es präsentiert wird. Und ja, wir geben uns auch immer große Mühe und sind mit unserem „Learning by doing“ von den Anfängen des Foodblogs doch schon recht weit gekommen.
Ich betrachte dieses „Essen hübsch anrichten und dekorieren“ ja mit der nötigen Skepsis: ja, ich will, dass es lecker aussieht und dafür drapiere ich die gleichmäßig geschnittenen Kartoffelstückchen gerne in den Fokus der Kamera, lege ein paar Blümchen um den Teller oder suche nach einem hübschen Untergrund. Aber mit dem Styling werden keine Stunden verbracht; nein, Essen ist zum Essen da und je nachdem, was vor der Linse steht, sollte es noch warm sein. Je nachdem, wann mein Vater und ich uns treffen, ist es auch eine Zeitfrage: er muss arbeiten, ich kann prinzipiell 24/7 fürs Examen lernen und Gnade uns Gott, wenn wir die hungrigen Geschwister warten lassen, nur weil das Foto noch nicht so schön aussieht 😉

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Meistens kriegen wir in kurzer Zeit gute Ergebnisse. Und dann gibt es heute diesen Spargel-Mimosa-Salat, der einfach nur in meinem Studentenzimmer auf dem Ikea-Tischchen steht und platt abfotografiert wurde. Trotzdem zeig ich euch die Bilder, weil sooo schlecht sind sie ja auch nicht. So sieht nun mal einfach die Realität aus: ich hab keine alten Holzplanken um die Salatschüssel zu präsentieren, auch hübsches Besteck fehlt hier. Aber es schmeckt! Und der Abend war einfach nett und mit diesem Salat erinnere ich mich da gerne dran 🙂 Da waren andere Dinge wichtiger als das perfekte Foodfoto.

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Die Zwiebel-Käse-Schnecken, die es noch dazu gab, fotografieren wir irgendwann nochmal hübsch und dann gibt es auch dazu das Rezept, das ich inzwischen schon fast auswendig kenne so oft hab ich die schon gebacken!
Als Mimosa bezeichnet man übrigens die originelle Eierdeko: die Eier werden hierfür durch ein feines Sieb gedrückt und sollen so an die südfranzösische Mimosenblüten erinnern. So die Theorie, in Realität fragten meine Eltern nach diesem interessanten Käse, den ich da über den Salat gestreut habe 😀

Ich hoffe, ihr kriegt trotz platter Realität Lust auf Spargel mit Erbsen, Radieschen und Ei. Alle schreien schon panisch, dass die Spargelsaison bald endet… ich will da noch nicht drandenken!

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Zutaten (für 4 Personen):
600g grüner Spargel
600g Erbsenschoten (ca. 250g gepalte Erbsen)
10 Radieschen
2 Schalotten
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
100ml Olivenöl
3-4 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
2 hart gekochte Eier

Zubereitung:
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Erbsen aus den Schalen palen. In einem weiten Topf Wasser zum Kochen bringen, kräftig salzen. Die Spargelstangen je nach Dicke in 4-6min bissfest garen. Nach 2min auch die Erbsen zugeben. In ein Sieb abgießen, eiskalt abschrecken. Den Spargel schräg in dünne Scheiben schneiden, dabei die Köpfe ganz lassen und längs halbieren. Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.
Schalotten schälen und fein würfeln. Anchovis fein hacken. Mit Öl und Essig verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Vinaigrette mit Spargel, Erbsen und Radieschen mischen. Den Salat auf Schalen verteilen.
Die Eier schälen und nacheinander durch ein feines Metallsieb drücken (z.B. mit dem Rücken eines Esslöffels). Am besten hält man das Sieb dazu direkt über die angerichteten Salatschalen, so bleibt das Ei besonders flockig. Noch etwas Pfeffer darüber streuen und servieren.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

Sommerlich: Cajun-Salat mit Hühnchen, Mais und Süßkartoffeln

Heute kommt also das versprochene Rezept aus „Salate zum Sattessen„.Wir hatten den Salat an einem eher verregneten kühleren Abend wie es sie grad gefühlt viel zu oft gibt. Aber immerhin auf dem Teller kann man sich den Sommer holen. Und das finde ich gelingt mit diesem Salat soooo super! Ich vemute, das liegt an den Limetten – keine Ahnung warum, aber dadurch kommt die richtige Säure und Frische rein. Wenn ich die Wahl habe zwischen Zitronen und Limetten würde ich deswegen immer zu den grünen Kugeln greifen, geschmacklich sind die einfach mehr mein Fall 😉 Wie geht es euch? Seid ihr mehr Zitronen- oder Limettenfans?

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Süßkartoffeln könnt ich einfach in jeder Zubereitungsart essen! Hier werden sie in Würfel geschnitten und dann mit Gewürzen im Ofen gebacken. Und überall liest man ja, wie gesund die sind! Umso besser 🙂 Deswegen ohne viele Worte das Rezept für euch! Reste eignen sich auch zum Mitnehmen auf ein Picknick oder zum Befüllen der Lunchbox.

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Zutaten (für 6 Personen):
4-5 Bio-Limetten (mir haben 3 gereicht)
750g Hähnchenbrustfilets
6EL Olivenöl
1kg Süßkartoffeln
2 Dosen Mais
2 Bund Koriandergrün (hab ich weg gelassen)
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer

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Für das Cajun-Gewürz:
1 EL Delikatess-Paprikapulver
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Cayenne
1 TL Chiliflakes
1 TL Ingwerpulver
1 TL getrockneter Thymian
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Eine große ofenfeste Form in den backofen stellen, den Ofen auf 120° vorheizen. 2 Limetten heiß waschen und trocken reiben, die Schale abreiben. Aus allen Limetten 100ml Saft auspressen.
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen und trocken tupfen, Fett und Sehnen entfernen. Das Fleisch salzen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hähnchenbrustfilets darin in ca. 5min rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch in die vorgeheizte Form geben und im heißen Ofen (Mitte) in ca. 20min fertig garen. Dann aus dem Ofen nehmen, pfeffern, locker in Folie wickeln und ruhen lassen. Den Bratensatz in der Pfanne mit dem Limettensaft lösen und beiseitestellen.
Inzwischen die Süßkartoffeln schälen, waschen und in ca. 1,5cm große Würfel schneiden.Wenn das Fleisch gar ist, den Ofen auf 180°C hochschalten. Die Süßkartoffeln in der ofenfesten Form mit dem restlichen Olivenöl, Salz, Pfeffer und 1 EL Cajun-Gewürz mischen und im heißen Ofen (Mitte) ca. 15min backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

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Die Maiskörner in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Das Fleisch aus der Folie wickeln, Fleischsaft zum Limettensaft geben. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit Mais, Süßkartoffeln, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und Limettensaft-Flüssigkeit gut verrühren. Die Mischung mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas mehr Cajun-Gewürz pikant abschmecken und mind. 30min durchziehen lassen.
Das Koriandergrün abbrausen, trocken schütteln, mit den zarten Stängeln grob hacken und vor dem Servieren über den Salat streuen.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)

Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

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Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

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Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

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Quelle: James Superfood für jeden Tag.