Ostervorspeise? Rote-Beete-Türmchen

Was für ein tolles Wetter momentan! Da steigt bei mir schlagartig die Lust auf knackig-frische Salate. Suppe hatte ich die letzten Monate oft genug. Überall lese ich gerade schon von Vorschlägen für Ostern, egal ob das nun zum Frühstück, Mittagessen oder für die Kaffeetafel ist. Da präsentiere ich euch auch eine Möglichkeit.

Um ehrlich zu sein hätte ich gar nicht gedacht, dass diese Rote-Beete-Salat in Türmchenform so ein Knaller sein könnte. Der stand als letztes auf meiner Kochliste während meines Heimaturlaubs und der Freund musste die geplante Abfahrt eeeetwas nach hinten verschieben, weil nun ja, Türmchen bauen dauert einfach einen Moment. Es war eines der Rezepte, die ich nachmachen wollte, weil das Bild im Kochbuch so hübsch aussah und außerdem Rote-Beete so lecker ist. Zusammen essen war an dem Tag nicht mehr drin, es war außerdem eher die Tageszeit für Kaffee und Kuchen und so packte ich mir eine großzügige Ladung Salat ein und verschwand.

Knapp 24h später holte ich dann die Box aus dem Kühlschrank, gabelte beherzt hinein und wow! Soooo ein guter Salat! Knackig-cremig-frisch, ich bin aus dem Schwärmen gar nicht mehr rausgekommen. Die Avocado fungiert hier als Wunderwaffe, die alles miteinander verbindet und sehr saftig macht. Ich wette, damit könnt ihr auch Rote-Beete-Verweigerer überraschen 😉 Einziger Nachteil: wer nur (wie ich) eine Vierkantreibe hat, muss etwas leiden bis das ganze Gemüse geraspelt ist. Aber der Einsatz lohnt sich. Vielleicht kriegt ihr ja Lust auf diesen Farbtupfer -zum Abendessen oder sogar als Vorspeise für ein Menü. Vorbereiten lässt sich der Salat nämlich exzellent!

2017.02.27_RoteBeete-Türme-21

Zutaten für 4 große Portionen (6 Vorspeisenportionen):
5 große Salatblätter (weggelassen)
4-6 rohe Rote Beete (je nach Größe, meine waren eher kleiner)
2 Karotten
1/2 Gurke
1/2 Zwiebel
5 Kirschtomaten (weggelassen)
3 Avocados
1 Handvoll Petersilie
2 TL Olivenöl
Saft von 1-2 Limetten (je nach persönlichem Geschmack)
Salz, Pfeffer
Zum Servieren:
Ziegen(frisch)käse
2 EL Pinienkerne
Sprossen oder sonstiges Grünzeug

Zubereitung:
Rote Beete, Karotte und Gurke schälen und (juble wer eine Küchenmaschine hat) alles reiben. Die Zwiebel und falls verwendet die Tomaten sehr dünn schneiden. Die Avocados halbieren, entkernen und zermantschen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Olivenöl, Limettensaft und Salz und Pfeffer vermischen. Abschmecken.
Wer Servierringe hat, der kann diese jetzt einsetzen um Türmchen zu bauen. Jeweils ein Viertel des Salats in den Ring geben und festdrücken. Den Ring entfernen und bei den weiteren Tellern genau so verfahren. Mit Ziegenkäse, Pinienkernen und Grünzeugs verschönern.

Quelle: Green Kitchen Travels (David Frenkiel & Luise Vindhal)

Advertisements

Ein bisschen voyeuristisch: Saft auf Orangen, Rote Beeten und Karotten

2016.02.29_Saft rot-5Ich gebe es unumwunden zu: ich bin ein sehr, sehr neugieriger Mensch! Abends durch die Straßen zu laufen und zu sehen, was sich hinter erleuchteten Fenstern abspielt oder zum ersten Mal in einer unbekannten Wohnung zu Gast zu sein oder eben auch, wie es hinter den Szenen des ein oder anderen Essensbild aussieht, finde ich wahnsinnig spannend! Und bevor ich jetzt hier als durchgedrehte Stalkerin abgestempelt oder nie mehr zu irgendjemand eingeladen werde: nein, ich starre nicht penetrant in Wohnungen rein oder durchwühle Schubladen! Ganz so verrückt bin ich dann doch nicht 😉

Aber versteht ihr, was ich meine? Wohnungen sagen nun mal viel über Menschen aus und ich finde das spannend, gerade wenn es nicht das High-Class-Design-Loft ist, wo von den Fenstern über das Sofa bis hin zu den Socken der Bewohner alles perfekt zusammen passt und wie in einem Werbekatalog aussieht.
Ihr könnt eure voyeuristischen Neigungen auf meinem Instagram-Account befriedigen, weil ich dort immer wieder Fotos zeige, wie der ein oder andere Beitrag entstanden ist. Der Kontrast zu diesem wunderbaren Saft entstand durch die blauen Fliesen in unserem Bad. Wunderbarer 70er Jahre-Style! Ich sehe schon, wie der ein oder andere Interiorblogger Augenkrebs oder zumindest Schnappatmung bekommt 😉

2016.02.29_Saft rot-2

Zur Beruhigung: das ist wirklich der einzige Raum im Haus, der noch ganz original ist und noch nie erneuert wurde. Es gibt also auch wunderschöne Ecken bei uns! Aber ja, wir fanden es sehr lustig, dort die Bilder zu machen: in einem Studio oder auf dem Esstisch kriegt ja jeder tolle Fotos hin. Und naja, wir sind halt experimentell – wir probieren einfach aus, wie was wird. Außerdem ist unsere Dekosammlung noch recht überschaubar, da wird halt krampfhaft nach neuen Möglichkeiten gesucht, damit die Bilder spannend bleiben.
Wie ist das bei euch? Interessieren euch solche „behind-the-scenes“-Fotos? Und zeigt ihr mir, wie es bei euch aussieht? Ich bin ja sooo gespannt 😉

Viele Worte für einen Saft, der einfach nur lecker schmeckt! Lasst euch nicht von der Roten Beete abschrecken! So lange ihr nicht fußballgroße Beeten nehmt, gleicht sich der erdige Geschmack wunderbar mit den Karotten und den Orangen aus. Eine sehr, sehr leckere Kombination!

Zutaten:2016.02.29_Saft rot-5
2 Orangen
2 Rote Beeten (max. so groß wie Äpfel)
2 Karotten

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: die Orangen schälen und evt. Kerne entfernen. Die Rote Beete ungeschält vierteln und die Karotte ebenfalls ungeschält in Stücke schneiden.
Zuerst die Orangen, dann die Rote Beete und zuletzt die Karotten entsaften. Alles gut verrühren.

Quelle: What to drink? Saft! (Maja Nett)

Rohkost reloaded: Ananas-Rote-Beete-Smoothie

Letzte Woche bin ich meinem Ferienjob nachgegangen: ich arbeite aushilfsmäßig in der Hauswirtschaft eines Seniorenheims. In meinen Pausen saß ich meist zusammen mit ein paar der Senioren am Zeitungstisch, mümmelte meine Featured imageKarottensticks, Apfelschnitze und einen Müsli-Cookie (wird demnächst verbloggt!) und blätterte mich durch die neusten Meldungen. Eine älterte Dame, Frau W., beäugte immer sehr neugierig, was ich denn aus meiner Tupper holte. In der Stille des Raumes war natürlich gut zu hören, wie ich von der Karotte abbiss und sie zerkaute.
Frau W. merkte an: „Wissen Sie, Miriam, früher gab es einmal so eine Zeit, da sollte man auch ganz viel Rohkost zu sich nehmen. Das ist aber bestimmt schon 40 Jahre oder so her, da war das ganz modern. Karotten mochte ich ja noch, aber es gab auch immer Fenchel und immer alles ungekocht und ohne Gewürze, also lange konnte ich das nicht durchhalten.“

Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Nicht nur vor 40 Jahren war es ein Featured imageTrend, roh (oder neudeutsch raw) zu essen, sondern heute ist es ja nicht anders. Anscheinend kommen und gehen Foodtrends auch in regelmäßigen Abständen. Um auf die so oft proklamierten „5 am Tag“ zu kommen, kann man das Gemüse auch einfach trinken. Die Green Smoothies haben es vorgemacht. Hier aber hüpft Rote Beete zu Ananas und Orangen in den Mixer. Auf den ersten Schluck noch etwas ungewöhnlich, aber spätestens ab dem zweiten dann sehr wohlschmeckend und lecker. So schmeckt Rohkost 🙂

Zutaten (für 3 große Gläser):
600g Ananas
150g rote Beete
1 Apfel
2 Orangen
1 Stück Ingwer (ca. 6cm lang, nicht zu dick aber)
100ml Karottensaft (ich: 1 Orange mehr)
pro Glas 1 TL Rapsöl

Featured image
Zubereitung:
Die Ananas schälen und den harten Strunk entfernen. Die rote Beete schälen und Featured imagein feinere Stücke schneiden. Den Apfel entkernen und in Stücke schneiden. Die Orangen auspressen. Ingwer schälen und klein schneiden. Alles zusammen in einen Mixer geben und je nach Leistung des Geräts ein bis zwei Minuten mixen lassen. Den Smoothie in Gläser verteilen, mit Rapsöl beträufeln – fertig.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste – die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit.

Papa der Burgermeister (Teil 2): Rote-Beete-Burger

Wenn schon gegrillt wird, dann so richtig! Nur ein Burger ausprobieren, ist ja langweilig, deswegen gab es für die experimentierfreudigeren Eltern und mich nach dem Baconburger noch einen Rote-Beete-Burger. Der Bruder hielt sich lieber an den fleischlastigeren Burger anstatt Gemüse zum Fleisch zu genießen…tsss!
Ein drittes Rezept, das an diesem Samstag entstanden ist, wird nicht verblogt: es sollte ein Quinoaburger werden und wurde es auch mit viel gutem Wille und Gemantsche. Die Mengenangaben waren komplett falsch: 400g ungekochter Quinoa und Bulgur sollten 4 Patties ergeben. Hätte ich meinen Kopf kurz eingeschaltet, wäre mir eigentlich klar gewesen, dass das viel zu viel ist, aber naja, zu spät! Insgesamt hat das Rezept nicht überzeugt – wenn jemand ein gutes für Vegiburger hat, nur her damit! Ich probier das nur zu gern aus 🙂

Die Kombination des saftigen Rindfleischpatties mit roter Beete und Meerrettich hingegen fand ich super! Eine leichte Schärfe und die leichte Süße der Beete war mal was anderes zwischen den Buns. So ist das Gemüse gar nicht mehr so winterlich! Und nach diesem Papa-Essen stand die Mama für den nächsten Beitrag in der Küche.

Zutaten für 4 Hamburger:
4 Buns (selbst gebacken)
500g Rinderhack (wir: 400g)
1 vorgegarte Rote Beete
1 Handvoll Petersilie
Sahnemeerrettich nach persönlichem Geschmack
1 Schuss Olivenöl
1 Handvoll Rucola

Zubereitung:
Die Rote Beete in feine Streifen schneiden. Die Petersilie hacken und mit der Beete mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sahnemeerrettich (dieses Wort sieht ausgeschrieben sehr komisch aus, stimmt aber doch so, oder?) und etwas Olivenöl dazugeben und sorgfältig untermischen.
Aus dem Rinderhack 4 Patties formen, salzen und grillen. In einer sehr heißen Pfanne anbraten geht natürlich auch. Dann die Burgerbuns durchschneiden und entweder im Backofen kurz rösten oder diese auf den Grill legen. Die Hamburger wie folgt zusammenbauen: untere Bun-Hälfte, Rote Beete, Patty, Rucola, Deckel.

Quelle: Die besten Burger. Von Beef bis Veggie.