Alte Liebe: Kürbisrisotto mit Radicchio

Was ist nur passiert? Nach dem 2015er Kürbisexzess gab es 2016 kein einziges neues Kürbisrezept im Herbst! Zur Freude meiner Geschwister habe ich in den Herbstmonat nicht so viel Zeit daheim verbracht und folglich wurden sie -diese Kürbisskeptiker- nicht von meiner Experimentierlust terrorisiert. Ganz drumrum kamen sie aber auch nicht und dieses Risotto kam nicht mal sooo schlecht an. Nur am Gorgonzola wurde rumgemeckert 🙂

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Aber ich kann mich nicht beschweren: beide haben schon alleine überleben müssen und saßen an genügend anderen Tischen um die ein oder andere Pseudo-Intoleranz abzulegen. Und ein bisschen was darf man sich ja behalten. Für mich hingegen ist dieses Risotto eine alte Liebe: es war eines der ersten Rezepte, die ich aus „Reisehunger“ nachgekocht habe, zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht einmal selbst dieses Buch hatte. Gut, dass es Foodblogger wie Micha gibt, die in einem Rutsch das ein oder andere Rezept vorstellen und mich zum Nachkochen animieren. Oft werde ich erst durch Rezepte bei anderen Bloggern auf manches Schätzchen aufmerksam, das ich beim Blättern in meinen Kochbüchern übersehen hatte.

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Seit dieser Entdeckung gab es dieses Risotto immer wieder. Mir gefällt hier besonders, dass der Hokkaido teilweise zerfällt und dem Essen eine schöne Farbe gibt. Dafür nehm ich dann auch das lange Schnippeln in Kauf. Ein echtes Soulfood und eine kulinarische Wärmflasche bei diesen Temperaturen ist so ein Risotto – wer noch mehr Inspiration als Alternative zu Eintöpfen braucht, die auch gut bei der Kälte passen, kann einfach hier unter der Kategorie Risotto suchen.
In diesem Sinne: das Warten hat sich hoffentlich für euch gelohnt -meine Liebe für Kürbis und fürs Risotto sowieso ist dadurch nicht abgeschwächt 🙂

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Zutaten für 4 Personen:
2 Schalotten
1 kleiner Radicchio
350g Hokkaido-Kürbis
1-1,25l Hühnerbrühe
2 EL Butter
250g Risottoreis
25g frisch geriebener Parmesan
150g Gorgonzola dolce
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:
Die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Äußere Blätter des Radicchio und den Strunk entfernen, Radicchio vierteln und in dünne Streifen schneiden. Hokkaido waschen und entkernen, dann zuerst in dünne Spalten, anschließend in ca. 1cm kleine Würfel schneiden. Die Hühnerbrühe erhitzen und heiß halten.
Die Butter in einem großen Topf schmelzen und aufschäumen lassen. Darin die Schalotten glasig andünsten. Den Risottoreis dazugeben und unter Rühren mitdünsten, bis auch dieser glasig ist (weder Schalotten noch Reis sollen dabei Farbe annehmen).
Die Kürbiswürfel in den Topf geben und mit 2-3 Schöpfkellen heißer Brühe ablöschen. Den Risotto bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren, damit nichts am Boden ansetzt, und schöpfkellenweise weitere Brühe dazugeben, sobald der Reis die Flüssigkeit im Topf aufgenommen hat.
Nach 15-18min die Radicchiostreifen unter den Reis rühen. Den Risotto probieren, die Reiskörner sollten noch einen leichten Biss haben. Dann den Parmesan und den Gorgonzola untermengen und den Risotto noch 1-2min auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Quelle: Reisehunger. Die besten Rezepte zwischen USA & Singapur (Nicole Stich)

Rivalitäten: Spargelrisotto mit Graupen und Garnelen

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag überschreiben mit „Raupenrisotto und Knoblauch“. Aus marketingtechnischen Gründen hab ich mich aber dagegen entschieden 😉 Wobei das natürlich vielleicht ganz neue Leser erreicht hätten, die auf tolle Suvival- und Ernährungstipps in der Wildnis gehofft hätten. Sorry. Falscher Blog!

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Warum aber ein Raupenrisotto mit Knoblauch? Daran sind meine Geschwister Schuld. Wir mögen uns ja sehr gerne, aber wer selber Schwestern und Brüder hat, wird wissen, dass man nicht ohne Sticheleien auskommt. Folgende Situation also am heimischen Abendessentisch: ich trage stolz das Risotto auf, freue mich auf den Spargel, auf die Graupen und überhaupt, endlich wieder ein neues Rezept ausprobiert zu haben. Die Geschwister beäugen skeptisch, was sich da in dem Topf befindet. Die kleine Schwester schaut sich die weißen Spargelstücke an: „Was ist das?“. Der kleine Bruder mit einem diabolischen Grinsen: „Knoblauch! Riechst du es nicht?!“ Tsss, der dezente Knoblauchgeruch kam lediglich von den Garnelen, die damit angebraten wurden.

Nun gut, Risotto mögen beide. Wir fingen an zu essen und ich sah meine Chance, sie ein bisschen über die tollen Graupen zu informieren, die sie da essen. Ich setze also an: „Das ist übrigens kein normaler Risottoreis, sondern Graupen…“ Kleiner Bruder: „RAUPEN??! Wow, mal was ganz Neues! Die haben viele Proteine, oder??“ Und so weiter, und so fort… Das war es dann schon mit meinem geballten Wissen. Sollen sie halt dumm sterben! Immer die kleinen Geschwister, die neidisch sind auf meine Weisheit, meine Kochkünste, mein Aussehen und überhaupt 😉

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Ne, ne. Wir verstehen uns schon gut! Von Raupen und Knoblauch abgesehen, ist das Risotto auf den zweiten Platz meiner Lieblingsrisottos aufgestiegen! Ich fand es super cremig, lecker mit Biss und hach, Spargel! Toll fand ich auch, dass die Graupen schlotzig geblieben sind, obwohl das Risotto noch ne halbe Stunde bis zum Servieren rumstand. Mit Reis wird so ein Risotto ja meistens ganz hart, man muss nochmal Flüssigkeit zugeben und dann fehlt der Biss. War hier gar nicht der Fall. Unbedingte Nachkochempfehlung!
Habt ihr (jüngere) Geschwister und wenn ja, terrorisieren die euch auch immer wenn ihr sie trefft? Ich hätte früher ja deutlich thyrannischer sein sollen, dann würden die heute vielleicht ganz anständig meine Belehrungen annehmen…

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Zutaten (für 4 Personen):
750ml Gemüsebrühe
500g weißer Spargel
1 Zwiebel
5 EL Butter
250g Graupen
1 guter Schluck Weißwein
1 TL Fenchelsamen, 4 EL Kichererbsenmehl (beides weg gelassen)
12 Scampi oder Garnelen
2 El Olivenöl
2 Knoblauchzehen
50g Parmesan (oder ein bisschen mehr)
Salz, Pfeffer
1 Handvoll Rucola

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Zubereitung:
Brühe in einem kleinen Topf erhitzen. Spargel waschen, schälen, holzigen Enden abschneiden. Spargelschalen und -abschnitte in die Brühe geben und darin kurz kochen lassen. Spargelstangen in Stücke (ca. 1-2cm) schneiden.
Zwiebel schälen, fein würfeln und in einem Topf mit 3 EL Butter glasig dünsten. Graupen dazugeben, umrühren, mit Wein ablöschen. Nach und nach unter Rühren heiße Brühe angießen. Nach 20min Spargel zu den Graupen geben, 5min mitköcheln lassen.
Fenchelsamen mörsern und hacken, mit Kichererbsenmehl mischen. Scampi/ Garnelen ggf. schälen und vom schwarzen Darmfaden befreien. Abbrausen, gut trocken tupfen, im Fenchel-Mix wälzen. Öl und in der Schale angedrückten Knoblauch in eine große Pfanne geben, Scampi/ Garnelen darin gar braten.
Käse reiben, mit der übrigen kalten Butter (2EL) unter die Spargelgraupen rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Scampi/ Garnelen sowie dem grob gehackten Rucola in vorgewärmten Tellern anrichten.

Quelle: Lust auf Genuss (5/2016)

Das Ende einer Odysee: Kalbsbäckchen auf Kürbisrisotto

Für kaum ein Rezept hat es mehr Anläufe gebraucht wie für diese geschmorten Kalbsbäckchen, die es letzte Woche an Heiligabend gab. Für ein Herbstmenü wollte ich eine Horde Freunde mit Uwes Rezept verköstigen. Wochen im Voraus reichte ich beim Metzger die Bestellung ein. Als ich im Zug nach Hause fuhr, klingelte mein Handy. Eine Verkäuferin der Metzgerei meldete sich mit der Hiobsbotschaft, dass meine Bestellung verloren gegangen sei. Im Laden entschied ich mich dann gezwungenermaßen für Rouladen, die auch vorzüglich waren, aber halt keine Kalbsbäckchen!
Der zweite Versuch sollte dann etwas später an Weihnachten 2014 stattfinden. Jedoch bekam meine Mutter schon bei der Bestellung die Information, dass sie schon eine Großbestellung über Kalbsbäckchen hätten und deswegen keine zur Verfügung ständen. Also gab es Roastbeef.

Nun aber, weil aller guten Dinge drei sind, hat es ENDLICH geklappt! Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich gelohnt! Als ich die rohen Bäckchen vor mir sah, wurde mir ja schon etwas anders: mit diesem Fleisch hatte ich noch nie gearbeitet. Es machte auch keinen so vertrauenswürdigen Eindruck mit all den Sehnen und undefinierbaren Sachen, die da noch dranhingen. Aber für Selbstzweifel war es zu spät! Die Bäckchen begaben sich so wie sie waren in ihr Rotweinbad. 2015.12.23_Kalbsbäckchen roh-13

Am nächsten Tag bin ich einfach exakt nach der Anleitung vorgegangen. Es ist wirklich kein Hexenwerk und war sehr entspannt vorzubereiten. Allein beim Kochen der Schmorflüssigkeit aus Gemüse, Fond, Rot- und Portwein duftete es schon so gut, dass der Bruder hungrig in die Küche kam. Während wir in der Kirche waren, erledigte der Ofen den Rest der Arbeit. A2015.12.24_Kalbsbäckchen-11ls die Familie zur Vorspeise zusammensaß, köchelte das Risotto vor sich hin und die Sauce wurde eingekocht.
Vom Endprodukt gibt es keine schöneren Bilder – aber ich kann euch nur sagen: der Geschmack war soooo unglaublich gut! Ich hab schon beim Anrichten Jubelschreie ausgestoßen, weil das Fleisch tatsächlich fast von selbst zerfiel so zart war es geworden! Und der Geschmack erst! Einfach fantastisch!

Uneingeschränkte Nachkochempfehlung von uns! Ich tippe euch gar nicht erst das Rezept ab, sondern verweise zur wunderbar genauen Anle2015.12.24_Kalbsbäckchen-12itung von Uwe! Wer abschließend jetzt meint, dass das nur mit einem großen Schmortopf geht, dem kann ich sagen, dass bei uns die Bäckchen (achtung, nicht erschrecken!) in einer Auflaufform vom Discounter gar wurden. Die hatte ich mit Alufolie abgedichtet und es war gar kein Problem! Ausreden werden also nicht gehört! Auf in die Küche mit euch 😉 Nur die Sauce war sehr dünn bei mir. Vielleicht hätte ich die länger einkochen müssen, aber dafür war der Hunger zu groß!

Was gab es bei euch an Weihnachten? Kartoffelsalat oder Gans? Oder fahrt ihr da auch groß auf?

Restlos glücklich: Gorgonzolarisotto mit Apfel-Zwiebel-Topping

Gorgonzola ist so ein Käse, den ich pur gar nicht mag. Schimmel zu essen, wenn auch in dieser edlen Art, geht kalt nun mal nicht. Aber wenn er dann warm ist, dann ist es auf einmal gar kein Problem mehr! Blöderweise braucht man für viele Rezepte kein ganzes Stück Gorgonzola, wie man es aus Mangel an einer Käsefrischtheke, dann halt abgepackt mitnimmt. Und so vermehrt sich der Käse munter vor sich hin bis er dann eines Tages fast selber schon zum Abfall gehen kann.

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Deswegen gab es dieses Risotto meistens auch „nur“ als Resteverwertung, wenn ich die leckeren Miniquiches mit Zwiebeln und Apfel aus dem ersten Kapitel von Delicious Days gebacken hatte. Da kommt nämlich ein bisschen Gorgonzola oben drauf und der Rest durfte dann jeweils ins Risotto wandern. Das macht glücklich.
Außerdem passt das Risotto mit den Äpfeln gefühlt auch wunderbar in den Herbst. Die letzten Tage waren so regnerisch, dass ich die Salate links liegen lasse und mich über ein dampfendes Tellerchen mit viiiiel Käse freue 🙂 Dann dürfen es aber gerne ein paar Gramm mehr als die angegebenen 250g Reis sein, das ist bei vier normalen Essern recht knapp (Winterspeck halloooo!)

Zutaten (für 3 hungrige Menschen): Featured image
4 EL Butter
250g Risottoreis
ca. 1l heiße Gemüsebrühe
2 kleine Zwiebeln
2 süßsäuerliche Äpfel
frische Muskatnuss
Salz
100g Gorgonzola dolce
30g frisch geriebener Parmesan
2 EL Calvados (weg gelassen)

Zubereitung:
In einem großen Topf 2 EL Butter aufschäumen lassen. Den Reis zugeben und unter Rühren glasig anschwitzen. Mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Dann unter regelmäßigem Rühren immer wieder so viel von der Brühe nachgießen, dass der Reis eben davon bedeckt wird, und in etwa 20 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze weich köcheln lassen . Den Reis zum Ende hin immer wieder probieren; er sollte noch Biss haben.

Zwischendurch die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Restliche Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Zwiebeln hineingeben und bei mittlerer Hitze langsam bräunen. Äpfel vierteln, entkernen und schälen, dann in dünne Spalten schneiden und klein stifteln. Die Äpfel zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und mit Muskat und wenig Salz würzen. Etwa 5 Minuten mitdünsten, dann die Mischung auf dem Herd bei niedrigster Stufe warm halten.

Featured imageSobald der Reis nur noch ganz leicht Biss hat, den Gorgonzola und Parmesan zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Die Hälfte der Röstzwiebel-Apfel-Mischung einrühren und mit Calvados (wer mag) und Salz abschmecken. Der Risotto sollte eine sämige, leicht fließende Konsistenz haben, sonst noch etwas Brühe nachgießen. Auf den Tellern anrichten und mit der restlichen Röstzwiebel-Apfel- Mischung und etwas Parmesan bestreuen.

Quelle: Delicious Days (Nicole Stich)

Evolution des Fischs im Hause O.: Dill-Risotto mit Lachs

Meine Geschwister und ich waren früher mal das, was die Werbung als typische Kinder verkauft: nachmittags stromerten wir durch Wald und Wiesen, bauten Staudämme am Bach, ‚kochten‘ im Garten übelriechende Suppen aus Gräsern und wildem Schnittlauch und lieferten uns als Mädels erbitterte, aber gewaltlose Kriege mit den Jungs und umgekFeatured imageehrt. Abends lasen uns Mama und Papa Gute-Nacht-Geschichten vor, am Essenstisch saß man mindestens einmal täglich gemeinsam und Fisch gab es wöchentlich lediglich in Form von Stäbchen. Vielleicht romantisiere ich das aus heutiger Sicht, aber wenn ich mal Werbung mit Kindern sehe, dann denke ich mir dabei, dass meine Kindheit nicht schöner gewesen sein kann als das dort inszeniert wird. Aus Elternsicht mag das ganz anders aussehen 😉
Featured imageEin großer Schritt raus aus der Kindheit ist deswegen sicherlich gewesen als wir den Fisch nicht mehr nur komplett versteckt in Panade zu uns nahmen, sondern irgendwann ge-schlemmert haben…meistens mit dem typischen Bröselbelag. Dazu gab es Kartoffelbrei, Bechamelsauce und Brokkoli (natürlich alles selbst gemacht – diese Fertigfischdinger waren eines der weniger Fertigprodukte, die meine Mutter ins Haus ließ) Mit Brei und Sauce wurden Staudämme gebaut und der Teller geflutet, das Gemüse anstandslos gegegessen.

Und irgendwann konnte man den Fisch dann auch als Filet ohne jegliche Panade oder sogar als Ganzes auf den Tisch stellen und wir haben es trotzdem gegessen. Wobei mein Bruder an jeder einzelnen Gräte rumgemeckert hat, die auf seinem Teller landete – und deswegen war er meistens das Opfer, das die meisten davon hatte 😀
Dieses Risotto ist leckere Alltagsküche: ich liebe dieses Reisgericht ja sowieso, der Dill gibt dem ganzen schön Geschmack und in dem Lachsfilet findet sich so selten eine Gräte, dass sich niemand beschweren muss. Und in ner guten halben Stunde steht alles auf dem Tisch – was will man mehr?
Hat sich euer Geschmack im Laufe der Jahre entwickelt und ihr esst heute Sachen, die euch früher untergeschoben werden mussten?

Zutaten (für 4 Personen):
1 gr. Zwiebel
5 EL ÖlFeatured image
300g Risottoreis
1 Knoblauchzehe
100ml Weißwein
ca. 800ml Gemüsebrühe
1 Bund Dill
1 Bund Schnittlauch (weg gelassen)
4 EL saure Sahne
500g Lachs
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Gemüsebrühe erwärmen. Währenddessen Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in 3 EL Öl glasig andünsten. Den Reis dazugeben und kurz mitbraten. Mit dem Wein ablöschen und verdampfen lassen. Soviel Brühe angießen, dass der Reis knapp bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze ca. 20min garen, dabei regelmäßig (nicht andauernd!) umrühren. Gegen Ende hin öfters mal probieren, damit der Reis nicht zu weich wird.
Während der Reis gart, den Dill klein hacken und mit der sauren Sahne vermischen. Den Lachs abwaschen, trocken tupfen und in 3-4cm große Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne in 2 EL Öl bei mittlerer Hitze in ca. 6min rundherum anbraten. Salzen und pfeffern
Wenn das Risotto fertig ist, die saure Sahne unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschließend abschmecken.

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Quelle: Essen und Trinken

Gemüse ist mein Fleisch: Gefüllte Paprika mit Mais-Risotto

Meistens denkt man bei gefüllten Paprika ja an eine Hackfleischfüllung. Schmeckt mir auch, aber naja, das wird ja auf Dauer langweilig! Gerade jetzt im Sommer gibt es so eine große Auswahl an Gemüse, das es unbedingt zu verarbeiten gilt. Mit der Zucchinischwemme beschäftigen wir uns demnächst, heute erstmal Featured imagewas für die Rubrik „Soul Food“. Risotto geht bei den mittelwarmen Temperaturen einfach sehr gut. Und weil hier bisher zwar das allerbeste Risotto überhaupt, aber nur ein einziges verbloggt wurde, muss das dringend nachgeholt werden! Risotto ist nämlich eines der Essen, das ich immer dann koche, wenn mir partout nichts anderes einfällt.

In der Kombination mit frischem Mais hat man so eine nette Süße und etwas Knackiges in den Paprika drin. Auf die Rezepte von Smitten Kitchen ist einfach Verlass 😉 Die Fotos sind zwar nicht der Hammer (vor allem im Vergleich zu den letzten zwei Beiträgen), aber das hindert euch hoffentlich nicht am Nachkochen.

Zutaten:
4 Paprika (ich hab einfach rote genommen)
ca. 500ml Gemüsebrühe
2 EL OlivenölFeatured image
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Risottoreis (Original: 400g – wäre viel zu viel!)
100ml helles Bier
200g frischer Mais (das sind ungefähr 2 Kolben)
70g Emmentaler
Salz, Pfeffer
30g Hüttenkäse
45g Saure Sahne
etwas Petersilie und Schnittlauch

Zubereitung:
Die Zwiebel und den Knofi fein schneiden und in Olivenöl glasig andünsten. Dann den Reis hinzufügen und kurz anschwitzen lassen, dann mit dem Bier ablöschen und verdampfen lassen. Dann immer wieder warme Brühe hinzufügen, dass der Reis bedeckt ist. Regelmäßig umrühren. Während der Reis kocht, den Mais mit einem scharfen Messer vom Kolben schneiden. Nach 12min denFeatured image Mais zum Reis hinzufügen.
In der Zwischenzeit die Paprika schälen (einfach mit nem Sparschäler) und schon mal in die Auflaufform geben und im warmen Backofen bei 200°C backen, damit die Schoten nicht so hart sind im Vergleich zur Füllung.
Wenn der Risottoreis nur noch leicht Biss hat, den Käse unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann das Risotto in die Schoten füllen (bitte nicht verbrennen!) und mit etwas Hüttenkäse toppen. Für 10-15min bei 200°C backen.

In der Zwischenzeit die Saure Sahne evt. mit etwas Milch glatt rühren, Schnittlauch und Petersilie (oder andere Kräuter nach Wahl) klein hacken und hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Dip zu den Paprika essen.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook

Hallo liebe Kohlenhydrate: Möhren – Paprika – Risotto

Neuerdings bin ich süchtig: nicht nach Schokolade, Sport oder sonst etwas. Nein, ich habe Pinterest entdeckt! Dieses Drüberwischen und ein tolles Essensbild nach dem anderen erscheint – super Zeitvertreib, besonders wenn man eigentlich lernen sollte… Nervig sind nur diese ganzen Werbeemails, die man von Pinterest bekommt. Und letzte Woche bekomme ich eine mit dem Titel: „Lass doch mal die Kohlenhydrate weg!“ Ähm, nein!!! Ich brauche meine Kohlenhydrate mindestens einmal am Tag! Und eine Weizenwampe bekomm ich davon auch nicht oder was da auch immer momentan wieder behauptet wird.

Heute gibt es die Kohlenhydrate in Form eines Risottos. Das ist eines der Essen, das ich erst mit meinem Auszug so richtig kennen und lieben gelernt hab. Daheim gab es stattdessen andere Leckereien. Das tolle an einem Risotto ist einfach, dass es meistens innerhalb von einer halben Stunde fertig ist und man alles zum Reis schmeißen kann, was halt gerade da ist. Ich hab schon so manche Kombination ausprobiert und alle waren gut und lecker.

Dann gibt es noch dieses eine Risotto hier mit Karottensaft. Ja, genau! Diesem Gemüsesaft, den ich sonst niemals freiwillig anfassen geschweige denn konsumieren würde. Was mir pur aber einfach überhaupt nicht schmeckt, macht dieses Risotto in Kombination mit etwas Lorbeer, Paprika und Parmesan zu einem absoluten Lieblingsessen! Es ist sooo cremig, genau so schlotzig wie ein Risotto eben sein soll!

Ich kann euch nur sagen: probiert es aus! Seid nicht kritisch gegenüber dem Karottensaft, hier schmeckt er wirklich 🙂 Anmerken muss ich nur, dass ich 280g Risottoreis für vier Personen etwas wenig finde – aber vielleicht sind da andere dank Emails von Pinterest oder anderen Vorsätzen sparsamer 😉 Wenn schon Kohlenhydrate, dann schon richtig! Guten Appetit!

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Zutaten für vier Personen, bzw. drei hungrige:
1 rote Paprikaschote (ca. 220g)
1 kleine rote Chilischote
500ml Möhrensaft
500ml Gemüsefond
2 Knoblauchzehen
80g Schalotten
4 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
280g Risottoreis
150ml Weißwein
40g schwarze Oliven ohne Stein (ich: weggelassen)
10 g kalte Butter
20g Parmesan (gerne etwas mehr)
frischer Basilikum oder Oregano

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Zubereitung:
Paprika putzen, vierteln und entkernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und unter dem vorgeheizten Backofengrill auf der obersten Schiene 6 – 8min grillen bis die Haut schwarze Blasen wirft. Paprika 5min in einem Gefrierbeutel ausdämpfen lassen, herausnehmen und häuten. In kleine Würfel schneiden (Anmerkung: darauf habe ich verzichtet. Ich habe die Paprika einfach in kleine Würfel geschnitten und sie von Anfang an zum Risotto gegeben) Chilischote längs einschneiden. Karottensaft, Fond und Chili in einem Topf aufkochen.

Inzwischen Knoblauch fein hacken, Schalotten fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Knoblauch, Schalotten und Lorbeer darin bei mittlerer Hitze 2 min glasig dünsten. Reis zugeben und mitdünsten. Mit Wein ablöschen und stark einkochen. Mit so viel kochendem Karottenfond auffüllen, dass der Reis knapp bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze 18min kochen und mit Salz würzen. Nach und nach mit dem restlichen heißen Fond auffüllen.
Risotto beiseitestellen, Lorbeer und Chili herausnehmen. Oliven – falls verwendet – halbieren und mit Paprika, Butter und 10g Käse unterrühren. 2 min ziehen lassen. Frische Kräuter abzupfen, kleinschneiden und unterrühren. Mit dem restlichen Käse bestreut sofort servieren.

Quelle: essen & trinken Spezial (1/ 2014) Rezepte unter 45min