Rettungsaktion: Gazpacho

Passend zu den Sommerferien im Süden Deutschlands meldet sich die Rettungsaktion mit allerlei sommerlichen Gerichten. Ich habe mich für Gazpacho entschieden, die hier bei Temperaturen über 25°C mindestens so häufig wie Eis gegessen wird. Und jeeeedes Mal denke ich daran, dass wir mit „Wir retten was zu retten ist“ DRINGEND internationaler werden sollten.

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Ja, die ursprüngliche Initiative stammt von den österreichischen Bloggern Susihttps://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117 und Sina und insofern sind wir auch international aufgestellt, aber ihr ahnt es: auch in nicht deutschsprachigen Ländern hätte die Rettungsaktion einiges zu tun.
Vor ein paar Jahren war ich in Spanien zum Arbeiten. Der Sommer kam und zu meiner großen Überraschung kam eine Freundin zum gemeinsamen Picknick mit einem 3-Liter-Tetrapak voller Gazpacho an!!! Jaaaaa, die kalte Tomatensuppe ist hier nicht sooo bekannt, aber in Spanien ist das eine Art sommerliches Lebenselixir und so kann man im Supermarkt von verschiedensten Marken einen Tetrapak mitnehmen.

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Soll ich euch was sagen? Das schmeckt nicht! Ich habe es probiert, aber diese Gazpacho schmeckt viiiel zu arg nach Tomatensaft, ist zu dünn und ach Leute, macht des doch einfach selber!! Ist sooooo einfach und schnell geht es auch -lediglich die Kühlzeit solltet ihr einplanen.
Mein Gazpachorezept eignet sich super um nicht mehr ganz so frisches Weißbrot zu verwerten. Wer einen großen Standmixer hat, kann sich außerdem glücklich schätzen, weil man in den Behälter einfach alles reinschmeißt, mixt, kühlt und fertisch! Aber lasst euch nicht davon abhalten, ein Gazpacho zu mixen nur weil ihr lediglich einen Stabmixer besitzt. Glaubt mir, hab ich alles schon gemacht und auch das geht problemlos, braucht nur etwas länger 🙂
Und jetzt ab mit euch auf den Markt oder in den eigenen Garten: die Tomaten haben Hochsaison und wollen gegessen werden!

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Hier sind die anderen Mitretter – auf dass der Sommer noch ganz lange bleibt:

Anna Antonia – Gebacken: Aubergine, Zucchini, Feta

auchwas – Rosen – Blüten – Spritzer

Brittas Kochbuch – Gazpacho andalúz

Brotwein – Flammkuchen griechischer Art mit Feta und Oliven

Das Mädel vom Land – Gesulzte rote Beeren

Fliederbaum – Bunte sommerliche Obsttorte

Food for Angels and Devils – Gurkengranité mit weißer Schoggimousse

Genial lecker – Cassis mit Grappa und Fruchtauszug

German Abendbrot – Baskisches Hühnchen vom Grill

Giftigeblonde – Hausgemachte Antipasti

Kebo Homing – Flammkuchen mit Pfifferlingen

lieberlecker – Sauerrahmeis

Münchner Küche – Eis am Stiel mit Joghurt und Johannisbeeren

Obers trifft Sahne – Schwarzkirsch Galette

Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Gegrillter Kukuruz

The Apricot Lady – Schnelle Sommerküche

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Gazpachozutaten (für 4 Personen):
150g Weißbrot (vom Vortag)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750g Tomaten
3 EL Weißweinessig
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
150ml Gemüsebrühe, gut gekühlt
6 Eiswürfel
Salz, Pfeffer
Edelsüßes Paprikapulver
Chilipulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine grüne Paprikaschote
4 Stängel Basilikum
Optional: Gurkenwürfel, Zwiebelwürfel, Tomatenwürfel

Zubereitung:
Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

DIE AUSFÜHRLICHE VARIANTE: Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser überbrühen und ca. 1min ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, die Kerne herauskratzen und die Stielansätze wegschneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und damt dem dabei angesammelten Saft mit Essig, übrigem Öl und restlichem Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen und ca. 30min im Kühlschrank ziehen lassen.
Die rote Paprikaschote halbieren, putzen, waschen und grob würfeln. Salatgurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen, dann das Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Paprika und Gurke mit den Tomaten samt eingeweichtem Brot mischen und mit Brühe und den Eiswürfeln mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Chilipulver und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank ca 2h (oder auch länger) durchkühlen lassen.

DIE SCHNELLE VARIANTE: Tomaten waschen, halbieren, Stielansätze rausschneiden, vierteln und in den Mixer damit. Paprika putzen, entkernen und grob würfeln. Gurke schälen, längs halbieren und grob entkernen. Alles zusammen mit der Hälfte des Brots, Brühe, Eiswürfeln und Gewürzen pürieren -gerade ein Standmixer eignet sich dafür sehr gut! Mindestens 2h kühlen.

Die grüne Paprika halbieren, putzen, waschen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Optional Gurke, Zwiebel, Tomaten… auch sehr fein würfeln. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, in feine Streifen schneiden und mit den Paprikawürfeln mischen. Die Suppe auf Teller verteilen und mit den übrig gerösteten Brotwürfeln und der Paprikamischung bestreuen.

Quelle: Sommerküche voller Sonne und Aroma (Tanja Dusy)

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Rettungsaktion: Rinderbraten mit Bratapfelkruste

Gewisse Dinge gehören für mich einfach nicht zusammen: Beziehungsdetails mit der Öffentlichkeit bequatschen, duschen und danach zum Sport aufbrechen oder auch Feiertage und Fertigessen kaufen. Mit Fertigessen kann ich im Allgemeinen sowieso nichts anfangen, aber erst recht dann nicht, wenn es ein besonderer Anlass ist.

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Wenn ich dann momentan die Angebotsblättle durchschaue oder zufällig eine Fernsehwerbung sehe, bekomme ich oft genug den Eindruck, dass nicht nur der normale Alltag, sondern gerade die bald beginnende Advents- und Weihnachtszeit komplett von der Lebensmittelindustrie vereinnahmt wurde. Da werden strahlend-schöne Mütter präsentiert, die ihren Liebsten gerade die Fertigsuppe aus dem Päckchen servieren. Oder eine Gruppe Freunde, die mit einem Fertigcocktail auf die Feiertage anstoßen. Die Rouladen oder der Braten sind selbstverständlich schon fertig eingelegt, damit den von der Weihnachtszeit gestressten Personen wenigstens die ach-so-anstrengende Arbeit der Nahrungszubereitung erspart bleibt. Von den Fertigteigen für Plätzchen fang ich jetzt gar nicht erst an…

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Ohne jetzt auf andere herabschauen zu wollen, bin ich einfach nur erleichtert und glücklich, dass ich aus einer Familie komme, in der die Essenszubereitung gerade zu solchen Feiertagen besonderen Stellenwert eingenommen hat. Auch wenn meine Mutter beispielsweise  an Heiligabend zur Nachtwache ins Altersheim musste oder wir alle in der Kirche aktiv waren, wäre es im Traum nicht passiert, einen Fertig-Kartoffelsalat oder ähnliches auf den Tisch zu stellen.

Ich vermute, dass die meisten, die hier mitlesen, sowieso eher weniger vorzubereitetes Fleisch kaufen. Aber vielleicht kann unsere Rettungstruppe euch heute zeigen, dass von https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117Braten-Klassikern bis zu innovativeren Neukreationen alles kein Hexenwerk ist. Heute werden also Braten gerettet und euch vielleicht schon Lust auf die ein oder andere Leckerei für die Feiertage gemacht.
Glaubt mir, eure Familie und eure Geschmacksknospen danken es euch, wenn ihr selber Hand anlegt. Oftmals spart ihr durch Fertigprodukte sowieso keine Zeit. Und gerade die Braten lassen sich gut vorbereiten, damit ihr auch Zeit mit den Liebsten verbringen könnt.

Ein Tipp noch zu diesem Rinderbraten mit Bratapfelkruste: um den perfekten Garpunkt hinzukriegen einfach ein Bratenthermometer verwenden. Für unter 10€ bekommt ihr eins und das hilft, dass das Fleisch zart ist. Dass es sich sowieso lohnt ein paar Euro mehr für das (Bio-)Fleisch auszugeben, ist euch sowieso klar, gell? Ansonsten erhaltet ihr hier mit der Bratapfelkruste ein saftiges Fleisch, das von der Bratapfelkruste mal etwas anders begleitet wird. Von meiner Schwester hörte ich nur große Schwärmerei über dieses Prachtstück aus Mamas Küche 🙂
Zu guter Letzt bevor es an die Mitretter geht noch ein herzliches Danke an Susi und Sina für die unermüdliche Organisation der Rettungsaktion!!!!

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Und hier wieder eine ganze Liste von anderen Köstlichkeiten:
Pane Bisteca: Schulter-Steak- Braten mit Kruste

Kochen mit Herzchen: Wildsauerbraten

Prostmahlzeit: Gebratener Schweinebauch

Giftige Blonde: Bio-Rindsbraten mit Rotweinsauce

Summsis Hobbyküche: Sauerbraten

Leberkassemmel und mehr: Krustenbraten mit Speckknödel

Magentratzerl: Rinderschmorbraten mit Balsamicosauce und Kartoffelknödeln

Kebo homing: Truthahnbraten „all in one“

Lieberlecker: Rinderbraten mit Biersauce

Friederike Fliederbaum: Husarenbraten

Brotwein: Schweinebauch aus dem Ofen

Anna Antonia: eine Art Brasato al Barolo

Genial lecker: Entenbraten

Auchwas: Schinkenbraten in Apfelmostsauce

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Zutaten (für 6 Personen):
Für die Bratäpfel:
1/2 Bund Petersilie
2 große Zwiebeln
100g Speck in Scheiben
4 EL Butter
1 TL getrockneter Majoran
8 kleine, rotschalige Äpfel
2 EL Zitronensaft
1 Ei
100g gemahlene Mandeln
Für das Filet und Sauce:
1kg Rinderfilet (aus dem Mittelstück)
Salz, Pfeffer
1 EL Butterschmalz
200ml Rinderfond
1-2TL Senf
1-2 EL kalte Butter

Zubereitung:
Petersilie waschen, Blättchen hacken, Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Ebenso den Speck. 2 EL Butter erhitzen, Speck goldgelb ausbraten, Zwiebeln und Majoran zufügen und glasig dünsten.
1 Stunde vorm Servieren: Äpfel waschen. Aus 6 Äpfeln Kerngehäuse ausstechen. Übrige Äpfel schälen, entkernen, würfeln, mit Zitronensaft, Speck-Zwiebeln, Ei, Petersilie und gemahlenen Mandeln mischen.
Backofen auf 175 Grad erhitzen. Äpfel auf ein Blech mit Backpapier setzen. Die Hälfte der Apfel-Speck-Mischung in die ausgestochenen Äpfel hineinfüllen, mit ein paar Butterflöckchen belegen und 45min backen.
Inzwischen Filet abbrausen, salzen, pfeffern. Schmalz in einer Pfanne erhitzen. Filet rundum anbraten, oberen Teil mit übriger Apfel-Speck-Mischung belegen =fest andrücken. Filet zu den Äpfeln auf das Blech legen und bis zum Schluss (40min) mitbraten. Zur Sicherheit Bratenthermometer einstechen.
Den Bratensatz in der Pfanne mit Fond ablöschen, etwas einköcheln lassen und kurz vor dem Servieren Senf und Butter einrühren.
Filet in Scheiben schneiden, mit  Bratäpfeln auf Tellern anrichten, etwas Sauce angießen und servieren. Bei uns gab es Kartoffelpüree und Wirsinggemüse dazu.

Quelle: Meine Familie & ich (12/2014)

Rettungsaktion: Schwarzer Johannisbeersirup

Bei uns waren früher süße Getränke eine echte Ausnahme: während es bei Freunden immer Fanta & Co gab, war es für uns ein Zeichen eines echt hohen Festtages wie Geburtstage, Weihnachten oder Ostern, wenn so ein süßes Getränk auf dem Tisch stand. Ja, Säfte gab es etwas öfter, aber hauptsächlich meine ich mich daran erinnern zu können, gab es Wasser aus dem Wasserhahn.

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Eine Ausnahme waren lediglich die selbstgekochten Sirupe: Holundblütensirup wurde schon Jahre vor dem Hugotrend angesetzt und auch Johannisbeersirup gab es hin und wieder. Schaut man sich an, was heute so alles in den Regalen unter Sirup oder Likör verkauft wird, merkt man schnell, dass ein Ausflug in die Natur für die Hersteller eher weniger zum Kochprozess gehört. Während man für den Johannisbeersirup kiloweise Beeren abzoppeln (ein Wort, dessen hochdeutsches Äquivalent mir fremd ist) muss, greifen Getränkehersteller in den Chemiebaukasten. Höchste Zeit also, dass eine Rettungsaktion in diesem Bereich eingreift!

Genau darum geht es heute bei „Wir retten, was zu retten ist“: Sirup und Likör wird bei uns selbstgemacht! Es ist eine super Sache, Früchte zu verwerten, die man in den großen Mengen sonst nicht so gut und schnell verarbeiten kann oder die in der Gefriertruhe keinen Platz finden. Der Sirup aus Schwarzen Johannisbeeren ist wirklich so, so einfach gemacht, dass man nicht einmal einen Entsafter braucht wie in anderen Rezepte!

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Außerdem soll es die nächsten Tage ja so heiß werden, da ist es doch grad gut eine Alternative zum puren Wasser zu haben. Ein besonderes Denk geht wie üblich an Susi und Sina, die sich im Hintergrund um die Hauptorganisation der ganzen Rettungsaktion gekümmert haben. So und hier wieder die ganze Liste an Sirupen und Likören… die Liköre heben wir uns dann für den Sommerabend auf 😉

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Obers trifft Sahne: Likör aus Marillen und Marillenkernen
Giftige Blonde: Göttlicher Ribisel-Pfirsich-Sirup
The Apricot Lady: Rotweinlikör
Pane Bistecca: Himmelbrum-Vanille-Sirup
Lieberlecker: Ingwer-Limetten-Sirup
Summsis Hobbyküche: Roter Johannisbeerlikör
Brittas Kochbuch: Himbeersirup
Brotwein: Ingwer-Zitronen-Sirup mit Earl Gray
Leberkassemmel und mehr: Longan-Likör
Auchwas: Sirup-Bro-Ma-Ro-Zi
1x umrühren aka Kochtopf: Eicello
Prostmahlzeit: Limoncello
Sakriköstlich: Chai-Sirup
Fliederbaum: Waldlikör
Barbaras Spielwiese: Pfefferminzlikör
Jankes Soulfood: Zwetschgenkernlikör
Multikulinarisches: Rotkleesirup
Münchnerküche: Zitronen-Thymian-Sirup
Katha kocht!: Zitronenmelisse-Sirup
Thecookingknitter: Gurken-Zitronen-Sirup
Anna Antonia: Chili-Rum-Punsch

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Zutaten für ca. 2 Flaschen Sirup
900g schwarze Johannisbeeren
450g Zucker
500ml Wasser
Saft von 2 Zitronen (optional)

Zubereitung:
Die Johannisbeeren waschen und von Stielen und Blättern befreien. In einem großen Topf die Beeren mit dem Wasser aufkochen, nach ca. 15min die Masse mit einem Pürierstab pürieren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken und so unten den Saft auffangen.
Den Saft mit Zucker und Zitronensaft aufkochen und ca. 45min einkochen lassen. Je nachdem wie dickflüssig die Masse ist, noch etwas Wasser hinzufügen. Heiß mit einem Trichter in sterilisierte Flaschen abfüllen. Fertig!
Schmeckt am besten eisgekühlt entweder in Wasser/ Sprudel oder auch mit Sekt 😉

Rettungsaktion: KiBa-Marmelade

Momentan biegen sich ja die Marktstände vor lauter herrlich reifem Obst und Gemüse. Ich krieg jedenfalls nicht genug von Beeren, Kirschen, Pfirsichen & Co. Problem ist nur, dass das Obst nicht ewig frisch bleibt und dass spätestens in drei Monaten die ganze Pracht von der Herbstfülle abgelöst wird.

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Um sich ein bisschen was vom Sommer zu behalten, bieten sich Marmelade und Chutneys an. Und genau um die geht es heute in der Rettungsaktion. Jaaaa, man kann die Gläsle auch im Supermarkt kaufen, aber zum einen werden da irgendwelche komischen Konservierungsmittelchen verwendet, die man nicht unbedingt braucht und zum anderen ist das Verhältnis von Zucker und Frucht oft nicht so ausgewogen. Die Marmeladen sind mehr süß als fruchtig.
Beim Selberkochen könnt ihr selber entscheiden, wie für euch das ideale Verhältnis aussehen soll. Außerdem könnt ihr die tollsten Früchte miteinander kombinieren UND -jetzt kommt das Beste – in 149 Tagen ist WEIHNACHTEN und so ein paar Gläsle selbstgekochte Marmelade machen sich doch suuuuper unter dem Baum! Der kluge Foodie plant also jetzt schon vor 😀

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Bei uns im Keller (ich spüre schon die Errötung meiner Mutter während ich das schreibe) lagern direkt neben dem Regal mit Marmeladen die leeren Gläser schon verspeister Marmeladen oder andere Gläser mit Deckel, die als schön genug befunden worden sind um als Behältnis für Selbstgemachtes zu dienen. Mit dem Beginn der Rhabarber-Erdbeersaison beginnt sich das Verhältnis von leeren zu vollen Gläsern konstant zu verschieben. Wenn schließlich als eines der letzten Dinge Apfelgelee eingekocht wird, bleiben kaum noch leere übrig. Ein kleines Paradies, sag ich euch!!
Wer nicht zu faul ist, den Glasmüll zu entsorgen für Weihnachten besonders auftrumpfen möchte, der kann natürlich auch die schönsten und elegantesten Marmeladengläser extra einkaufen 😉 Wie immer ist weniger die Verpackung als vielmehr der Inhalt entscheidend. Meine Schwester jedenfalls hat die Ki-Ba-Marmelade gleich in ihre Favoritenliste gewählt und für die Marmeladensaison 2017 schon mal vorgemerkt.
Falls jemand eine andere Frucht- oder Gemüsevariation bevorzugt, wird hier fündig:

Giftige Blonde: Kirsche-Himbeere-Walderdbeere

Pane-Bistecca: Apfel-Pfirsich-Chutney

Obers trifft Sahne: „Schwarzwälder Kirschtorte“

Genial lecker: Kirsch-Erdbeermarmelade

Barbaras Spielwiese: Apfel-Lavendel-Gelee

Multikulinarisches: Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade

Anna Antonia: Omas Apfelgelee

Summsis Hobbyküche: Kirschmarmelade mit Blaubeerhauch

Brittas Kochbuch: Klassisches Mango-Chutney

Auchwas: „Jo-Hi-Ma-Va-Gelee“

Sakriköstlich: Zwiebel-Kirsch-Chutney

Fliederbaum: Marille-Minze und Erdbeer-Rose

Was du nicht kennst…: Bacon Jam

Jankes*Soulfood: Paprika-Aprikosen-Chutney mit Chili

Leberkassemmel und mehr: Zwiebelmarmelade

German Abendbrot: Johannisbeerchutney

Brotwein – Paprikamarmelade

Leichtigkeit – Tomatenmarmelade

Katha kocht: Sommerliche Melonen-Limetten-Marmelade

Bonjour Alsace: Pina-Colada-Marmelade

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Zutaten (für ca. 9 Marmeladengläsle)
1kg Kirschen
1kg reife Bananen
2 Päckchen Gelierzucker 2:1 (bitte auch dabei darauf achten, was drin ist. Gerne im Biosupermarkt kaufen)
etwas Zimt

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Zubereitung:
Ausreichend leere Marmeladengläser (samt Deckel) gründlichst auswaschen. Die sauberen Gläser ins saubere (!) Spülbecken geben und mit sehr heißem Wasser (gerne auch ein Teil aus dem Wasserkocher) auffüllen.
Kirschen waschen und entsteinen, Bananen schälen und in kleiner Stücke brechen. Alles Obst in einen großen Topf geben und pürieren. Gelierzucker und Zimt unterrühren. Die Masse aufkochen lassen und 4min sprudelnd kochen. In der Zeit während die Marmelade kocht mit Spülhandschuhen oder Salatbesteck die Gläser aus dem Becken fischen, die Deckel ebenso und trocknen lassen.
Die fertig gekochte Marmelade sofort in die noch heißen Gläser einfüllen, den Deckel verschließen (Achtung Verbrennungsgefahr!) und die Gläser kopfüber auf den Deckel stellen. Mindestens 10min so stehen lassen, länger schadet auch nicht 😉 Fertig!

 

 

Rettungsaktion: 3-Minuten-Vielfaltbrot

Im Hintergrund klimpert leise ein Klavier, unwillkürlich hört man diesen harmonischen Klängen zu, eine sanfte Frauenstimme fragt nach, woran man denn gutes Brot erkennen würde. Alles klingt gut und man sieht schon eine knusprige Krume vor sich bis plötzlich diese Idylle von einer Männerstimme unterbrochen wird, die als Erkennungszeichen für gutes Brot den Preis nennt und auf einen Discounter hinweist, bei dem laut Werbung alle Kriterien nur zu gut erfüllt sind.

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Wer dann aber im Laden steht und nicht nur einfach einpackt was geht, sondern einen Blick auf die Zutatenliste wirft, wird schnell merken, dass Brot heute scheinbar nicht mehr nur aus Mehl, Waser, Salz und Hefe besteht, sondern sich neben Körnern auch diverse E-Nummern und Inhaltsstoffe finden, die im normalen Haushalt nicht neben den eben genannten Zutaten im Regal stehen. Höchste Zeit also mal Brot und Brötchen zu retten! Genau darum geht es heute bei „Wir retten, was zu retten ist“. Ich will die Gelegenheit nutzen um mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, die es rund ums Brot backen gibt.

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  1. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich habe ja keine Küchenmaschine“. Hab ich auch nicht! Ich habe zwei Hände, ein sehr billiges Rührgerät und eine Küchenwaage, die beide schon etwas älter sind. In der Schüssel zum Teigmischen wird regelmäßig Salat zubereitet. Merke: man braucht keine Profiausstattung!
  2. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich hab keine Zeit“. Haben wir doch alle nicht. Für das Rezept hier brauchst du maximal 13min: 10 min um die Nüsse zu hacken, 3min den Teig kneten und während das Brot eine Stunde im Backofen bäckt, kann man selber ein Fußballspiel gucken, fürs Examen lernen oder sonst was tun.
  3. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber braucht man dafür nicht Sauerteig oder so?“ Ja, manche Rezepte funktionieren so. Das hier nicht. Vor Sauerteig hab ich mich bisher auch gedrückt, vor allem, weil ich nicht so viel Brot esse. Hier wird lediglich ein Päckchen Trockenhefe benötigt.
  4. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber das ist doch sooo altmodisch!“ Ja, so ein Laib Brot mag unspektakulär erscheinen, aber glaub mir, der Duft vom frischen Brot lockt jeden an. Hat man erstmal einen Biss genommen, kriegt man gar nicht genug. An meinem Geburtstag hab ich ein „Schnittchenbuffet“ gemacht, bei dem sich jeder sein Brot so belegen durfte, wie er wollte. Kam super an! Das gute alte Abendbrot ist einfach ein heiß geliebter Klassiker! Allein schon mit Butter und etwas Salz ist das eine Spezialität! Da werden Kindheitserinnerungen ans Abendbrot in Familienrunde wach, was keine stylishe Smoothiebowl der Welt schaffen kann 😉

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Es gibt also eigentlich gar keinen Grund, sein Brot nicht selber zu backen! Oder welche Ausreden fallen euch noch ein? Wer keine Lust auf ein festes Körnerbrot hat, sondern lieber ein luftig-leichtes Gebäckstück will, der wird bestimmt bei den vielen Mitrettern fündig. So eine Vielfalt!!!

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Paprika meets Kardamon: Naan aus der Pfanne

Brittas Kochbuch: Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

Magentratzerl: Pletzl

Giftige Blonde: Bierbrot

Summsis Hobbyküche: Baguette

Was du nicht kennst…: No knead Bread

Dynamite Cakes: Focaccia mit roten Zwiebeln

Brotbackliebeundmehr: Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen: Niederrheinische Butterstuten

Anna Antonia: Pain au chocolat

Sakriköstlich: Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette: Vollkorntoast mit Emmermehl

Prostmahlzeit: Hanfbrot

Food for Angels and Devils: (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke: Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspeln aus dem Topf

Feinschmeckerle: Kieler Semmeln

Das Mädel vom Lande: Kammutbrot

Küchenliebelei: Ciabatta (und daraus dann Cheese-Steak-Sandwich)

Auchwas: Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pide

Obers trifft Sahne: Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot: Toastbrot

Fliederbaum: Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker: Dinkelbrötchen mit Buttermilch

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Zutaten (für 1 Brot = 1 Kastenform, 25cm)
50g Kürbiskerne
40g Walnusskerne
40g Haselnusskerne
20g Sesamsamen (weggelassen)
360g Dinkelvollkornmehl
90g Haferflocker
50g Karotte, fein gerieben (optional)
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 gestr. EL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
1 EL Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken, Hirse oder Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
Kürbis-, Walnuss- und Haselnusskerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Sesamsamen, Mehl, Haferflocken, Trockenhefe, Kokosblütenzucker sowie 1 TL Salz dazugeben und alles gut mischen. Nach Belieben die Möhre dazugeben.
Das Olivenöl und 350ml lauwarmes Wasser dazugießen und den Teig in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken des Handrührgeräts auf höchster Stufe 3min kneten.
Die Kastenform leicht einölen, den Teig einfüllen, die Oberfläche der Länge nach 1cm tief einritzen und nach Belieben mit Körnern, Samen oder Flocken bestreuen. Das Brot auf die mittlere Schiene in den kalten Backofen schieben und bei 170°C Umluft 1h backen.
Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen. 10min abkühlen lassen, aus der Form lösen und vor dem ersten Anschneiden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Quelle: Gesund kochen ist Liebe (Veronika Pachala)

Rettungsaktion: Klassisches Pesto (mal nicht zu Pasta)

Letzten Monat haben wir es nicht geschafft, warme Saucen mitzuretten, was wirklich eine Schande ist, angesichts der Tatsache, dass wir Schwaben doch zu allem eine Sauce brauchen 😉
Umso glücklicher bin ich, dass wir heute dabei sind, wenn es um Pesto geht (beziehungsweise PeSCHtooo, wie der Schwabe sagen würde). Lange Jahre kannte ich diese ungekochte Kräutersoße gar nicht. Dann fing das Studium an und schnell lernte ich neben Latein und Altgriechisch, dass zur Notfallration immer ein Glas Pesto im Schrank zu stehen hat, falls es in der Mensa mal nicht schmeckt. Nachdem ich mich ein wenig durchprobiert hatte, kam ich zu der Schlussfolgerung, dass das nichts für mich ist: von den langen Zutatenlisten mal abgesehen, waren mir viele zu ölig, zu wenig kräuterlästig oder tomatig.

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Spätestens da fing ich an, ab und zu Pesto selber zu machen. Wobei ganz ehrlich, so oft kam das nicht vor, weil als Schwabe mir das Ganze nicht flüssig genug war 😀
Umso besser, dass Peschto zu so viel mehr als nur zu Nudeln passt!! Schnell gemacht ist es auch – wirklich perfekt. Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie wenig Zutaten man dafür braucht. Umso erschreckender wie lang da die Zutatenlisten auf den Gläsern sind…  Ihr bekommt heute also zwei Rezepte: zum einen ein klassisches Pesto alla genovese und dann eine Minestrone, die durch das Pesto erst den letzten Kick erhält. Reste schmecken natürlich auch noch zu Spaghetti 😉

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Eine rießengroße Bandbreite an Pesti findet ihr bei den anderen Rettern:

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Aus meinem Kochtopf: Spargel mit Spargelpesto

Dynamite Cakes: Süßes Minz-Pesto mit Kokos

Obers trifft Sahne: Spargel mit Radieschen-Pesto

Sakriköstlich: Paprika-Chili-Pesto

SweetPie: Pesto alla genovese

Prostmahlzeit: Rucolapesto

Kochtopf: Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)

Giftige Blonde: Radieschenblätter-Pesto

Katha kocht: Tomate Mozzarella mit Basilikumpesto

Cuisine Violette: Grünes Spargelpesto mit Kräutern

Multikulinarisches: Gierschpesto

Brittas Kochbuch: Zucchini-Minze-Pesto

Küchenliebelei: Süßes Mandelpesto mit Rum

Kebo homing: Süßes Minzpesto zu Erdbeertartelettes

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pesto Rosso

Barbaras Spielwiese: Liebstöckel-Pesto

auch was: Rosenblüten-Minz-Pesto

LanisLeckerEcke: Möhrenpesto

Bonjour Alsace: Grandioses Spargelpesto

Fliederbaum: Grünes Spargelpesto mit Mandeln

Darf ich nur mal sagen, wie genial ich diese Vielfalt finde? Da kann kein Industrieprodukt mithalten. Besonders toll finde ich, dass vermeintliche Abfallprodukte wie Karottengrün oder Radieschenblätter und von meiner Mutter als Unkraut verhasster Giersch zum Einsatz kommen! Hier nun aber unser Rezept.

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Zutaten (für 4 Personen):
Für die Minestrone:
2 Stangen Staudensellerie
1 Knolle Fenchel
2 Möhren
1 Kohlrabi
100g grüne Bohnen (TK)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50g durchwachsener Räucherspeck (optional)
4 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1,2L Gemüsebrühe (wie das geht, zeigt Britta hier)
100g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1-2 Msp. Chilipulver
1 TL getrockneter Oregano
100g kurze Nudeln
1 Dose weiße Bohnen (ca. 240g Abtropfgewicht)

Für das Pesto:
2 EL Pinienkerne
60g Basilikum
1 Knoblauchzehe
80ml Olivenöl
3EL frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Minestrone Sellerie und Fenchel waschen und putzen, Möhren und Kohlrabi schälen. Alles in ca. 1cm große Stücke schneiden. Die frischen Bohnen waschen und in 2cm lange Stücke schneiden (TK entfällt der Schritt). Die Zwiebel und den Knofi schälen und klein würfeln. Den Speck ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Speck darin bei mittlerer Hitze andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren kurz anbraten. Die Brühe dazugießen und das vorbereitete Gemüse samt gefrorener Erbsen (und Bohnen) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Oregano würzen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 25-30min köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

Für das Pesto die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer 2016.05.21_BasilikumPesto-11Hitzegoldbraun rösten, dann sofort aus der Pfanne nehmen. Basilikum waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Alles mit dem Öl in einem hohen Rührbecher mit einem Pürierstab oder in einem elektrischen Blitzhacker fein pürieren. Den Pecorino unterrühren und das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe bissfest garen, in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen ebenfalls in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen zur Suppe rühren und diese weitere 5min köcheln lassen. Zuletzt die Nudeln unter die Suppe rühren und heiß werden lassen. Die Minestrone mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen und jeweils mit einem großen Klecks Pesto servieren.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste. Die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit.

Rettungsaktion: Erdnussgugl mit Karamellkruste

Letzten Monat wurden Pfannkuchen jeglicher Herkunft, Form und mit den unterschiedlichsten Inhalten gerettet – diesen Monat trifft es Kuchen mit Loch. Davon gibt es mindestens genau so viele wie Pfannkuchenrezepte: die einen denken sofort an einen klassischen Marmorkuchen, jemand anderes vielleicht eher an einen Frankfurter Kranz und wieder jemand anderes verpackt einen Hefeteig in die Gugelhupfform. Unten findet ihr eine ganze Liste mit den tollsten Lochkuchen – jede Menge Inspiration für die nächste Backaktion. Also kramt schön mal nach eurer Backform und legt los!

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Wir haben euch einen Erdnussgugl mit Karamellkruste mitgebracht und ein kleines Feuerwerk gezündet. Denn „Wir retten was zu retten ist“ wird zwei Jahre alt! Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist 🙂 So oft hat die Truppe schon bewiesen, dass man nicht auf Tütchen, Konservendosen und komische Zusatzstoffe im Allgemeinen zurückgreifen muss, um gut, einfach und vor allem lecker zu kochen!
Auch beim Backen versucht uns die Lebensmittelindustrie ihre Produkte unterzuschieben. Längst muss man nicht mehr zum Bäcker oder noch schlimmer, selber in die Küche stehen, wenn man mal was Süßes für eine besondere Gelegenheit braucht, sondern bekommt das auch liebevollst in Plastik verpackt im Supermarktregal (Achtung, Ironie).

Das muss nicht sein! Und ich wage zu behaupten, dass viele Menschen sich trotz dieses sofort verfügbaren Angebots die Mühe machen, wenigstens einen Geburtstagskuchen selber zu backen. Zumindest hab ich schon oft die Erfahrung machen dürfen, dass zu dieser Gelegenheit irgendetwas eigenhändig gebacken wird. Lieber einen unperfekten Kuchen aus dem eigenen Ofen ziehen als ein o815-Produkt kaufen.

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Diesen Gugl hab ich zusammen mit meiner Schwester gebacken. An anderer Stelle hab ich es ja schon erwähnt, dass wir Erdnuss in jeder Form liiiieben! Wenn dann noch Karamell dazu kommt, uiuiui, Traumkombination!!! Nach all den Links zu unserer riiiießigen Geburtstagstafel findet ihr das Rezept. Superschnell gemacht mit softem Inneren und knackiger Karamellkruste – die Kruste ist so crunchy, dass die Wunderkerzen kaum durchpieksen konnten 🙂 Für die Zähne allerdings kein Problem!

giftigeblonde – Apfel Walnuss Gugelhupf

Food for Angels and Devils – Eierlikör-Schoggi-Kuchen mit Loch

Fliederbaum – Kaisergugelhupf

Anna Antonia – Mississippi Mud Cake

LanisLeckerEcke – Schokogugl mit Käsekuchenfüllung

auchwas  – „Frankfurter Kranz“ meine Art  

Cuisine Violette – Orangen-Nuss-Gugel

multikulinarisches – Jubiläums-Gugl mit Sanddorn

Summsis Hobbyküche – Aprikosen – Gugelhupf

Feinschmeckerle – Marmorgugelhupf mit Kirschen

brotbackliebeundmehr – Baileys-Marmor-Gugelhupf

Kochen mit Herzchen – Durstiger Geburtstags-Guglhupf

Obers trifft Sahne – Frankfurter Kränzchen

kebo homing – Orangengugl

Prostmahlzeit – Schoko-Mandel-Gugelhupf

Sakriköstlich – Rotweinkuchen

Aus meinem Kochtopf – Nürnberger Gewürz-Gugelhupf

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Knödelgugel

Barbaras Spielwiese – Omas Frankfurter Kranz, etwas modernisiert

Pane-Bistecca – Deftig gefuellter Kartoffelgugelhopf

1x umrühren bitte aka kochtopf – Kuchen mit Loch oder wir gugeln uns zum Geburtstag!

Was du nicht kennst… – Kokosnussguglhupf

Küchenliebelei – Klassischer Marmorgugelhupf

Sandra´s Tortenträumereien – Bananen Erdnuss Gugel

widmatt- aus meiner Schweizer Küche – Oster- Höpfli (Mini Gugelhöpfli)

Genial lecker – Brezenknödelgugelhupf

thecookingknitter – Sauerkrautgugl mit Speck

Dynamite Cakes – Saftiger Zitronen-Gugelhupf

Das Mädel vom Land – Schlagobers-Gugelhupf

verbotengut! –Saftige Orangen ~ Gugl

Jankes*Soulfood – Möhren-Gugelhupf mit Frischkäse-Swirl

our food creations – Zweierlei Mini-Gugl

German Abendbrot – Verführerischer Gugelhupf

Leberkassemmel und mehr – Zitronen-Rosmarin-Guglhupf

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Zutaten
(für eine Gugelhupfform, ca. 2,4l Inhalt):
250g + 30g Butter (plus etwas mehr zum Form fetten)
500g Mehl (plus etwas mehr für die Form)
300g Erdnüsse
150g Zucker
200g + 150g Zucker
Salz
4 Eier
150ml Milch
1 Päckchen Backpulver
100g Erdnussbutter
Zubereitung:
Die Form sehr gut fetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit einem Backpapier belegen. 150g Zucker in einer Pfanne/ Topf karamellisieren lassen, die Erdnüsse unterrühren und gut vermischen. Auf das Backblech geben und fest werden lassen. Wenn alles gut ausgehärtet ist, die Karamellnüsse grob hacken.
Für den Teig 250g weiche Butter, 2o0g Zucker und eine gute Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Erst Eier nacheinander, dann Milch unterrühren. 500g Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit der Erdnussbutter und die Eier-Zuckermischung rühren. Gehackte Karamellnüsse unterrühren.
Teig in der2016.02.29_Gugelhupf-13 Form glatt streichen. Im heißen Ofen ca. 1 Stunde backen, Stäbchenprobe machen. Gegen Ende darauf achten, dass der Kuchen nicht zu braun wird. Herausnehmen, ca. 10min in der Form abkühlen lassen. Stürzen und auskühlen lassen.
Für den Guss 150g Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren und 30g Butter unterrühren. Karamell mit einem Esslöffel vorsichtig auf den Kuchen geben. Achtung! Der Guss ist sehr heiß und wird sehr schnell fest! Daher den ausgekühlten Gugl am besten mit einem Sägemesser in Stücke schneiden.
Quelle: Lecker Bakery (2013/1)