Sweets for my sweets: Pfirsich-Pancakes

Oder sollte ich sagen: ACHTUNG! Ungestylte Fotos! Ja, ihr seht heute mal Bilder zur Kategorie: „Mehr Realität in Foodblogs“. Wir bemühen uns ja immer um schöne Bilder, die Appetit machen und da brauchen wir manchmal n bissele länger um gutes Licht zu haben oder die passende Serviette zum Dekorieren zu finden. Allerdings haben wir noch keine „Props“-Schublade, in der alle besonderen Teller, Besteckteile, Küchentücher oder ähnliches aufbewahrt werden. Ne, ne, die Sachen auf denen ihr das Essen präsentiert seht, sind normalerweise auch im Alltag im Gebrauch.

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Während der letzten Wochen hatte ich immer wieder die Gelegenheit daheim zu sein und sogar die ein oder andere Nacht zu bleiben. Kein Zeitdruck um Fotos zu machen, sondern einfach zusammen sein ohne auf die Uhr zu gucken. Auch morgens ging es oft etwas entspannter los. Bei meinem Vater war geschäflich weniger, die Mama hatte erst die Spätschicht und meine Geschwister haben momentan sowieso ein sehr chilliges Leben 😉 Als die um 10 dann irgendwann aus den Betten krochen, schlug ich vor, Pancakes zu backen. Ha, so macht man müde Menschen munter! Ich hab schon mal drüber geschrieben: bei meiner Mutter finden sich einfach genügend Zutaten um spontan was zum Essen zu stellen.

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Für die Geschwister war das also das Frühstück, für die anderen Familienmitglieder ein Vormittagssnack, der dann besonders gut geschmeckt hat, als ich kapiert habe, wie ich die Pancakes nicht auf einer Seite verbrennen lasse… Lalala, der gute alte Herd daheim braucht vielleicht einen Moment länger zum warm werden als n Induktionsherd, aber wenn er auf Touren ist, dann Gnade den Pancakes 🙂 Seid also besser mal ein bisschen vorsichtig mit den Temperaturen.
Ich hoffe, ihr nutzt noch die letzten guten reifen Pfirsiche oder Nektarinen und macht auch was Süßes für eure Lieben, auch wenn die Fotos sehr realitätsnah sind. Es gilt einfach heute ganz besonders (bei den anderen Bildern auch): Ihr kriegt, was ihr seht!

Zutaten:
1 großes Ei
230g Saure Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
20g Zucker
1 Prise Salz
1/4 TL Zimt
95g Mehl
1 TL Backpulver
Butter für die Pfanne
2 Pfirsiche oder Nektarinen

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Zubereitung:
Ei, Saure Sahne und Zucker in einer Schüssel verrühren. Die trockenen Zutaten (Salz, Zimt, Mehl und Backpulver) in einer seperaten Schüssel verrühren und dann erst zur Eimischung geben. Nur solange rühren bis alles einigermaßen vermischt ist.
Die Pfirsiche halbieren, entkernen und dann in dünne Scheiben schneiden.
Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen. Etwas Butter darin schmelzen lassen und knapp 2 EL Teig pro Pancake in die Pfanne geben. Darauf achten, dass zwischen den Pancakes genügend Platz ist. Jeweils 2 Scheiben Pfirsich auf den Teig geben und leicht andrücken. Wenn die Teigoberfläche nach ca. 3min oben beginnt Bläsle zu bekommen und an den Rändern trocken wirkt, den Pancake wenden und für weitere 3min backen.
Zum Warmhalten evtl in den vorgeheizten Ofen stellen. Servieren mit Ahornsirup, Honig oder einfach nur so 🙂

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook / bzw Eine kleine Küche in New York (Deb Perelman)

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Ausbalanciert: Chocolate Chip Pancakes

Im letzten Beitrag gab es vegane Müsliriegel, davor einen gelben Saft mit Paprika, dann diverses Grünzeug in Form von einem Picknicksalat, einer grünen Frühlingsminestrone und dann zwar ein Risotto, aber das gab es mit Graupen und nicht mit dem richtigen Reis… Da muss dringend ein Ausgleich her! Etwas, das nicht Low-Carb ist, einen mit ordentlich Zucker versorgt, so etwas wie Vitamine nur als Dekoration kennt und nach dem alten Grundsatz geht: „Frühstücke wie ein Kaiser!“

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Tadaaa! Ich präsentiere euch Chocolate Chip Pancakes! Ein Morgen, der mit so einer Ladung Glück beginnt, kann nur gut werden, oder? Alle Chiapuddingfans und Fitnessgööörls müssen jetzt halt mal kurz wegschauen, weil hier kein Proteinpulver verbacken wurde und die Süße auch nicht von Banane oder Kakaonibs kommt. Nein, Weizenmehl, Butter, Zucker und echte Kuhmilch sind drin. All die Sachen, die in den letzten Beiträgen kaum bis gar nicht vorkamen, haben nur ihren großen Auftritt.

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Warum? So ist mein Leben! Ausbalanciert! Und für mich bedeutet das, dass es immer wieder was richtig dekadent kalorienreiches braucht, damit mir der Obstsalat beim nächsten Mal wieder viel besser schmeckt! Diese Pancakes waren außerdem eine Art Belohnungsfrühstück: meine Schwester hat die Dingerchen für mich gemacht um mit mir mein bestandenes Examen zu feiern. Aber auch ohne Grund würde ich die Pancakes jederzeit wieder machen (das Frühstück ist schon über 2 Wochen her). Ohne jegliche Rechtfertigung 😉

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Zum ausbalancierten Leben hat nämlich auch dazu gehört, dass wir Schwestern vor dem Frühstück zusammen Sport gemacht haben. Über den Pancakes sitzend konnten wir dann über die geleisteten Taten prahlen und den anstehenden Muskelkater beklagen 😀 Also tut euch und euren Liebsten den Gefallen: macht diese megaleckeren Pancakes, bei denen die Chocolate Chips leicht im Inneren zerschmelzen!
Liebste kleine Schwestaaa: nochmal tausend Dank für die Pancakes – auch dass wir die für den Blog fotografieren durften. Es war einfach soooo gut!
Das Rezept ist mit Cups & Co, ich habe es versucht umzurechnen und hoffe, es stimmt so.

Zutaten (für ca. 20 Pancakes):
60g Butter, plus Butter zum Anbraten
240ml Milch
150g Mehl
1 EL Zucker
3TL Backpulver
kräftige Prise Salz
2 Eier
150g Chocolate Chips (alternativ grob gehackte Schokolade)
optional zum Servieren: steif geschlagene Sahne, Joghurt, frisches Obst.

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Zubereitung:
In einem kleinen Topf die Milch zusammen mit der Butter so erwärmen, dass die Butter schmilzt, aber nicht kocht. Etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz und Zucker) miteinander vermischen. Die Eier in einer kleinen Schüssel verrühren, die Milchmischung dazugeben und schließlich alles mit dem Mehl vermischen. Zu guter Letzt die Chocolate Chips unterrühren.
Eine Pfanne erhitzen, Butter darin schmelzen und ca. 2 EL des Pancake-Teiges hineingeben. Ihr könnt die Pancakes natürlich auch nach eurem Geschmack größer und kleiner machen. Bei mittlerer Hitze jede Seite goldbraun backen und noch warm servieren. Zur perfekten Präsentation gibt es Sahne, Joghurt und ein paar Früchte dazu. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man nach vier Pancakes sehr lange sehr satt ist 😀

Quelle: Foodnetwork

Rettungsaktion: Grünkohl-Pancakes

Heute wird das Internet mit Rezepten für Pfannkuchen & Co. überschwemmt! Dabei war der Pancakeday doch schon vor zwei Wochen. Warum also ausgerechnet heute? Schon seit einem Jahr gibt es eine stetig wachsende Truppe von Foodbloggern, die sich zur We2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-5hr setzen gegen all Fertigprodukte, die es zu kaufen gibt. „Wir retten was zu retten ist„, lautet der gemeinsame Schlachtruf.  Sina hat uns nach der letzten Aktion auch eingeladen und wir haben begeistert zugesagt.
Ich habe es bestimmt schon in dem ein oder anderen Artikel erwähnt, dass ich ohne Gewürztütchen, Backmischungen und so weiter aufgewachsen bin. Diese Regale habe ich als Kind im Supermarkt nie wirklich wahrgenommen (die grell verpackten Süßigkeiten hingegen schon;-) ) Dementsprechend überrascht war ich, als ich irgendwann entdeckte, dass es Kartoffelbrei aus Päckchen gibt! Das ging völlig über meine Vorstellungskraft hinaus, wie man die Kartoffeln so klein und trocken kriegt 😀 Außerdem war mir schon mit 12 Jahren klar, wie einfach es ist Kartoffelbrei zu machen.

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Genau so einfach ist das mit Pfannkuchen. Ohne es genau zu wissen, wann und wie es war, bin ich mir sicher, dass das eines der ersten Rezepte war, das ich lernte zusammen zu rühren. Freihand! Ohne Waage, einfach nur ausprobieren, dass die Konsistenz einigermaßen stimmt.
Und trotzdem gibt es diverse Fertigprodukte, die mehr als nur Mehl, Eier und Milch brauchen! Da konnte es nur heißen: Wir retten was zu retten ist! Nichts einfacher als das! Zugegeben, mein Rezept braucht heute auch ein paar Zutaten mehr als nur die eben genannten. Ich wollte euch nicht die Standardvariante präsentieren, sondern etwas ausgefalleneres. Ein letztes Mal den Grünkohl feiern bevor er bald vom ersten Frühlingsgrün abgelöst wird.

Wer partout keine Lust auf Grünkohl hat, der wird vielleicht bei den vielen anderen Pfannkuchenrezepten fündig. Ich jedenfalls freue mich über die große Vielfalt, die dieses Thema auf den verschiedenen Blogs hat. Die Fertigprodukte hingegen sind da sehr, sehr langweilig und reizlos!

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Prostmahlzeit – Fleischpalatschinken
SweetPie – Gorgonzola-Pilz-Pfannkuchen
Giftigeblonde – Klassische Palatschinken mit hausgemachter Marillenmarmelade
Summsis Hobbyküche – Buttermilchpfannkuchen
Obers trifft Sahne – Pancakes mit Apfel und Walnuss
Brittas Kochbuch – Herzhafte Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung
kebo homing – Crespelle farcite
auchwas:  Hauchdünne Pfannkuchen
magentratzerl – Buchweizengalettes mit Sauce Mornay
Sakriköstlich – Bulgur-Pfannkuchen
brotbackliebeundmehr – Kartoffel-Pfannkuchen
multikulinarisches – Eierkuchen mit Vogelbeer-Karamell
Food for Angels and Devils – Galettes
German Abendbrot – Herzhafter Palatschinken mit Boeuf Stroganoff
Anna Antonia – Banana Pecan Pancakes
Paprika meets Kardamom – Böhmische Palatschinken der Turbohausfrau
Aus meinem Kochtopf – Blini mit Räucherlachs und Crème fraîche
Was du nicht kennst… – Blutorangenpfannkuchen
Fliederbaum – Böhmische PalatschinkenPane-Bistecca – Vietnamesische Pfannkuchen mit Thai-Füllung
LanisLeckerEcke – Herzhafte Blinis mit Schafskäsedip

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117

Zutaten (für 16 kleine Pancakes):
50g Grünkohlblätter, in feine Streifen geschnitten
170g Mehl mit
1,5 TL Backpulver vermischt
1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Eigelb
150ml Milch
80g flüssige Butter (nur die Hälfte kommt in den Teig!)
150g Hüttenkäse
50g Stilton, zerbröckelt
15g Dill, grob gehackt (ich: weggelassen)
2 Eiweiß, zu mäßig steifem Eischnee geschlagen
Salz

Zubereitung:2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-6
In einem mittelgroßen Topf Wasser zum Kochen bringen und den Kohl darin 1 min blanchieren. Gut abtropfen lassen, dann ausdrücken und beiseitestellen.
Das Mehl, die Zitronenschale und 1/3 TL Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Das Eigelb und die Milch in die Mulde geben und zu einem dicken Teig verrühren. Den Kohl, die Hälfte der Butter (40g), sowie den Hüttenkäse, den Stilton und den Dill untermengen. Zuletzt vorsichtig mit einem Spatel den Eischnee unterziehen.
In einer großen beschichteten Pfanne einen Teil der restlichen Butter zerlassen. Mit einem Esslöffel je 2-3 Löffel voll zu einem kleinen Pancake formen. Bei mittlerer Hitze pro Seite so lange backen bis sie goldbraun sind. Eventuell im vorgewärmten Backofen warm halten bis alle Pancakes ausgebacken sind.

Quelle: Vegetarische Köstlichkeiten (Yotam Ottolenghi)

PS: Hier gab es schon mal einen Blick hinter die Kulissen, wie mein Vater die Bilder gemacht hat. Falls es euch interessiert, was es bei mir sonst zum Essen gibt, was nicht auf dem Blog landet oder eben wie Blogartikel entstehen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir folgt 🙂

Verpackungskünste: Mediterrane Tomaten-Crêpes

Ich bin wahrlich keine gute Verpackerin! Jedes Geschenkpapier sträubt sich unter meinen Fingern, knickt an den unmöglichsten Stellen ein, zerreißt und wenn ich mit dem Tesa komm, klebt der natürlich auch genau dort fest, wo er nicht hin soll. Die beste Lösung ist es, den zu verpackenden Gegenstand der kleinen Schwester zu geben und die soll sich dann darum kümmern. Bei ihr macht das Geschenkpapier irgendwie immer brav mit…

Ich brachte also nicht die besten Voraussetzungen mit um diese Crêpe fotogen zusammen zu fassen und dekorativ mit einem Lauchstreifen zu umwickeln. Von der Tatsache mal abgesehen, dass es für mich koordinativ fast unmöglichFeatured image ist, eine Pfanne so zu schwenken, dass sich der Teig rund darin verteilt… Das hat früher immer der Papa übernommen – ich hab den Eindruck, Pfannkuchen sind ein typisches Vateressen. Oder wie ist das bei euch? Wir Kinder waren damals immer irre beeindruckt, wenn der Papa den Pfannkuchen in die Luft geschmissen hat und (meistens) wieder in der Pfanne aufgefangen hat.

Aber allen Befürchtungen zum Trotz: voilà! Find die kleinen Päckchen ja richtig chic, eignen sich sehr gut als Vorspeise. Die Füllung kann man schon vorbereiten, die Crêpes natürlich auch schon vorbacken und dann muss nur noch das Kunststück des Verpackens vollbracht werden. Ich empfehle euch, die Crêpes nicht zu lange stehen zu lassen: der Teig reißt sonst womöglich.
Die kleinen Päckle schicke ich heute an Janke weiter, die hier ein Blogevent zu Wraps, Crêpes & Co veranstaltet. Da macht Auspacken Spaß!

Blog-Event CXI - Wraps, Crepes und Co

Zutaten (für 4 Portionen):Featured image
125g Mehl
250ml Milch
2 Eier
1 Tl Zucker
25g Butter
2 EL Tomatenmark
etwas SalzFeatured image
Zum Füllen:
2 EL Butterschmalz zum Ausbacken
200g (Büffel)Mozzarella
6 Scheiben Parmaschinken
50g grüne Oliven
2 Stängel Basilikum
2 EL Aceto balsamico biancoFeatured image
2 EL Olivenöl
1 Stange Lauch
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Butter schmelzen. Dann alle Zutaten für den Teig in einen hohen Rührbecher geben und mit einem Pürierstab glatt mixen. Für 30min ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung (bis auf den Lauch) kleinschneiden und vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lauch putzen und längs in ca. 1cm breite Streifen schneiden. 2min in kochendem Wasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, etwas Teig mit einer kleinen Schöpfkelle in die Pfanne geben und diese dann schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Auf beiden Seiten leicht braun backen.
Die Mozzarellamischung auf den Crêpes verteilen. Jedes Crêpes oben zusammenfassen und mit einem Lauchstreifen zusammenbinden.
Featured imageQuelle: Der große Lafer (Johann Lafer)

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