Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

2017.06.17_Caponata-4

Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

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Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

Planänderung: Fruchtige Paprikasuppe

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche das Rezept für herrvoragende Knoblauchbrötchen veröffentlichen. Dann ging es ganz uneigentlich spontan für einen Kurztrip nach Dijon (sooo toll dort!). Und dann kam Ostern, die Geburtstage der Eltern und jetzt erscheint es mir heute absolut unpassend ein Rezept für eine Grillbeilage zu veröffentlichen!!!

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Warum fragt ihr euch oder Leser, die auf diesen Beitrag erst in ein paar Tagen stoßen? Hier im Basislager meines Lebens am Fuße der Schwäbischen Alb schneit es heute! SCHNEE! Am 18. April nachdem ich letzte Woche schon den ersten Sonnenbrand des Lebens hatte. Dass meine Garderobe für den Heimatbesuch mit Schneefall komplett falsch ist, gehört ebenso dazu wie die Tatsache, dass der Grill trotzdem schon an war 🙂 Dem Papa sei ein Trulala… oder besser ein Steak!

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Aber gut, ich warte mit den Knofibrötle noch einen Moment. Das Wetter ist nämlich eine tolle Gelegenheit, euch das Rezept für diese fruchtige Paprikasuppe vorzustellen. Die Tage erst hatten meine Mutter und ich es davon, dass es so einfach ist, eine Suppe zu kochen. Ein bisschen Gemüse, Salz, Pfeffer, eventuell Kokosmilch oder Sahne, aber zack, schon hat man was Warmes auf dem Teller und auch Gemüse, das optisch nicht mehr instagramwürdig ist, hat hier noch Raum zum Glänzen.

Schon bescheuert, dass es heute wieder mehr Suppenwetter ist als dass man Lust hätte draußen beim Grill n kühles Bier zu trinken. Aber die Zeiten werden auch wieder kommen. Dann gibt es Knofibrötle, die sich auch super zu der Suppe machen. Jetzt wärmt euch erstmal und hofft mit mir auf wärmere Zeiten 🙂 Bis dahin könnt ihr euch an der tollen Paprikasuppe freuen.

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Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:
3 rote Paprika
2 Orangen
2 EL Olivenöl
1 große rote Zwiebel, gewürfelt
1 rote Pfefferschote, in feinen Ringen
2 Tomaten, in groben Stücken
1 EL brauner Zucker
Salz, Pfeffer
100g Crème fraiche
1 Tl Schwarzkümmel (weggelassen), stattdessen Schnittlauch

Zubereitung: Die Paprika vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Von den Orangen 3 TL Schale fein abreiben und 300ml Saft auspressen.
Öl in einem Topf erhitzen und darin Zwiebeln, Pfefferschote und Paprika ca 5min bei mittlerer Hitze dünsten. Tomaten, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben. Mit 300ml Wasser und Orangensaft auffüllen und 10min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Abgeriebene Orangenschale zugeben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Creme Fraiche mit 1-2 EL Wassern glatt rühren. Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit Creme fraiche garnieren und mit Schwarzkümmel bestreuen.

Quelle: deli 1/ 2017

Gedächtnisleistung: Crostini mit Bohnenpaste und Paprika

Zuerst einmal vielen Dank für all eure lieben Kommentare zum letzten Rezept, sei es jetzt bezüglich des Foccacias selbst oder einfach nur, um mir einen schönen Urlaub zu wünschen. Ich hab mich sehr darüber gefreut, heimzukommen, online zu gehen und dann erstmal so viele Kommentare beantworten zu dürfen 🙂 Der Urlaub ist leider schon wieder vorbei, es war eine tolle Zeit in Südtirol mit vielen, vielen Höhenmetern, die wir bei Wanderungen bewältigt haben, leckerem Essen, dem ein oder anderen Gläsle Wein und viel Sonne.

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Schönes Wetter gab es auch als ich nach dem schriftlichen Examen mich für ein paar Tage daheim habe umsorgen lassen. Zumindest an einem Abend haben wir beschlossen, auf den Plettenberg zu fahren, dort auf dem Grillplatz was zu essen und dann Sternschnuppen zu gucken. Für diese Gelegenheit wollte ich ein paar Crostini machen nach dem Rezept aus Stevan Pauls „Auf die Hand“. Die Brotscheiben mit Bohnenpaste und Paprika hatte ich schon so lange vorgenommen zu machen, aber dann ausgerechnet lag das Kochbuch in Tübingen. Was Rezepte angeht, musste ich aber beim Durchlesen des Originals feststellen, besitzt mein Gehirn eine ausgesprochen gute Geächtnisleistung: zwar hab ich nicht an Bohnenkraut gedacht, aber die Bohnenpaste hatte ich so exakt gemacht wie im Rezept angegeben. Pinienkerne gab es keine daheim und jaaaa, die fruchtige Komponente für den Belag hab ich vergessen.

Wahrscheinlich wären die Cranberries noch das Tüpfelchen auf dem I gewesen, aber auch so waren die Crostinis an einem Sommerabend ideal um die Wartezeit auf die Würstle zu überbrücken 😉 Paprika hat momentan auch Saison und -vorausgesetzt man verwendet nicht Importware vom anderen Ende der Welt- bringt auch eine gewisse Süße mit, die einfach lecker ist! Dass die Schoten allerdings in der Pfanne geschmort werden, das hatte ich auch nicht mehr gewusst. Im Backofen sind die auch gut geworden und durften dann noch schön in einer Tupper marinieren bis sie ihren Auftritt hatten und von meiner Schwester so wunderschön auf die Brotscheiben drapiert wurden.

2016.08.07_Bruschetta weiße Bohnen-6

Wo beweist ihr denn ein Elefantengedächtnis? Auch bei Rezepte? Ich glaube, bei mir liegt das definitiv in der Familie: zumindest von meiner Oma und meiner Mutter kann ich bezeugen, dass sie Rezepte mit Mengenangaben herunterbeten können. Der Freund hingegen kann auch noch nach Jahren aufzählen, auf welche Berggipfel er hochgewandert ist und mein Bruder kann sich den Inhalt jeder Serie oder Film behalten. Hach, solch eine Gedächtnisleistung für den Lernstoff und das Examen wäre ein Klacks 😀

Zutaten (für 4-6 Portionen):
1 Dose weiße Bohnen (425g EW)
2 Zweige Bohnenkraut (oder 1/2 Tl getrocknetes Bohnenkraut)
1 kleine Knoblauchzehe
2-4 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
Salz
2 EL Pinienkerne (ich: Sonnenblumenkerne)
2 EL getrocknete Cranberrys/Rosinen oder Sultaninen (ich: weggelassen)
3 rote Paprika
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Honig (ich: Prise Zucker)
1 Ciabattabrot
Olivenöl, einige Blättchen Basilikum

2016.08.07_Bruschetta weiße Bohnen-4

Für die Bohnenpaste: Bohnen abgießen und in einem Sieb kalt abspülen. Im Mixer mit Bohnenkraut, Knoblauch, Zitronensaft und 2 ELOlivenöl pürieren. Mit Salz würzen.
Für die geschmorten Paprika: Pinienkerne ich einer Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen und beiseitestellen. Cranberrys grob hacken. Paprika mit einem Sparschäler schälen, halbieren, entkernen und in 1cm breite Streifen schneiden. 4 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Streifen zugeben, salzen und unter Rühren 12-15min bei milder Hitze weich schmoren. Cranberrys die letzten 5min mitschmoren. Pinienkerne und Honig unterrühren und das Gemüse mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig würzen.

ICH habe die Paprika halbiert und bei ca. 180°C im Ofen ca. 25min (?) gebacken, dann gehäutet und in Streifen geschnitten, mit Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker mariniert. Sonnenblumenkerne drüber, alles in ne Tupper und ab zum Picknick!
Für die Crostini: Ciabatta in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und auf einem Blech im Ofen unter dem Grill in wenigen Minuten hellbraun rösten (oder: über dem offenen Feuer knusprig backen). Die Brotscheiben mit Bohnenpaste bestreichen, Paprikagemüse darauf und evt mit Basilikum bestreut servieren.

Quelle: Auf die Hand (Stevan Paul)

 

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

2016.07.04_Flammkuchen-6

Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Energiespritze: Saft mit Ananas, Paprika, Birne und Ingwer

Vor einer Weile hatte ich ja schon mal ein paar Säfte vorgestellt und euch auch das tolle Bild von der Saftampel gezeigt. Diese Farbkombination von gelb – rot – grün finde ich ja einfach klasse! Und vor lauter anderen Rezepten ist dieser Saft völlig untergegangen!

2016.02.29_Saft Ampel-6

Dabei war es ausgerechnet der gelbe Saft mit Ananas, Birne und gelber Paprika, der uns am besten geschmeckt hat! Ich war ja sehr skeptisch, aber die reife, fruchtige Ananas hat die Paprika super ausgeglichen und es gab fast Streit über die gerechte Aufteilung von dem Glas Saft 🙂

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So ein Saft ist für mich die ideale Energiespritze am Mittag! Mit nem Entsafter schnell gemacht (meiner lässt sich auch noch gut reinigen), kriegt man die nötige Süße und Geschmack um nachmittags nochmal durchzustarten. Auf Instagram läuft gerade eine kleine Challenge, bei der jeden Tag zu einem bestimmten Motto ein Bild gepostet wird. Heute lautet das Motto Farbe / Textur. Ich hatte so gar keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen konnte, aber als mein Vater die Säfte vorgeschlagen hat, fand ich das nur schlüssig. Zum einen sind die Farben so natürlich knallig und die Textur der Säfte beim Trinken ist je nach verwendetem Obst/Gemüse anders.

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Also nichts wie her mit der frisch gepressten Energie 🙂 Wer keinen Entsafter hat, kann alles auch fein pürieren und durch ein sehr feines Sieb, bzw. sogar durch ein Geschirrtuch pressen. Diesen Tipp hab ich neulich gelesen – vielleicht ist es ja mal einen Versuch wert falls kein Entsafter vorhanden ist.

Zutaten (für ein großes Glas):
1/2 Ananas
1 Birne
1 gelbe Paprika
1 Stück Ingwer (ca. 2cm)

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: die Ananas schälen und in Stücke schneiden, die Birne vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Paprika entkernen und in Stücke schneiden, den Ingwer schälen.
Zuerst die Ananas, dann die Birne, die Paprika und zum Schluss den Ingwer entsaften. Alles gut verrühren und prost!

Quelle: What to drink? Saft! (Maja Nett)

Papa, der Grillmeister: Gemüsepäckchen und Lachs

Heute berichtet hier der sonst stille Fotograf über seine Kochkünste und einen Ausflugstipp. In solchen Momenten bin ich neidisch, dass ich nicht mehr daheim wohne 😉
Früher sagte man zu den Kindern „Ess schön Deinen Teller leer. Dann scheint morgen wieder die Sonne!“ Und was haben wir heute davon? Immer mehr dicke Kinder und Klimaerwärmung! Vielleicht ist die Letztere ja schuld daran, dass ich  am vergangenen Sonntag, 8. November bei über 20° auf der Terrasse sitzen und grillen konnte. Und das wohlgemerkt nicht irgendwo weit weg im Süden, nein, in einem Dorf am Fuße der Schwäbischen Alb.

Der Sonntag war in seiner ersten Hälfte schon gut verplant und so war klar, dass es nichts Aufwändiges geben würde. Aber sind nicht oft die einfachen Dinge besonders köstFeatured imagelich? Aus dieser Überlegung wurden bei uns hochgeschätzte Gemüsepäckchen vom Grill und Lachs dazu. Auch vom Grill. Könnte man prima mit Kartoffeln oder Reis kombinieren, oder ganz einfach mit einem Ciabatta oder Baguette. Dazu ein Glas Wein, hinterher ein Espresso mit leckerem Pralinchen. Und das Ganze wie schon geschrieben auf der sonnenerwärmten Terrasse. Perfekt!

Für die Gemüsepäckchen (wir waren zu dritt):
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 gelbe Paprika
150 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Geschmack (wir hatten Rosmarin)
Allerdings kann man die Gemüsezusammensetzung und –menge nach persönlichem Geschmack variieren

Zubereitung:
Das Gemüse in würfeln (ca.1 cm) und alles zusammen mit dem kleingepressten oder gehackten Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in einer Schüssel vermischen. Featured imageMehrere quadratische Alufolienstücke mit etlichen Löffeln Gemüse füllen, 1 EL Olivenöl darüber tröpfeln und die Folie zu einem geschlossenen Päckchen zusammenfalten. 10-15 Minuten auf den Grill bei kleiner oder mittlerer Hitze

Für den Lachs (entweder TK-Ware oder frische Stücke)
Klassisch schlicht ringsrum mit Olivenöl einstreichen, Zitrone betröpfeln. Salz und Pfeffer nach Geschmack und von jeder Seite ca 5-8 Minuten auf den Grill. Das war’s schon. Wie gesagt, ganz einfach. Aber lecker!

Quelle: BBQ Basics

Danach ging es dann auf einen Hochalbpfad um den Herbst zu genießen. Hier noch ein paar Eindrücke.

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Gemüse ist mein Fleisch: Gefüllte Paprika mit Mais-Risotto

Meistens denkt man bei gefüllten Paprika ja an eine Hackfleischfüllung. Schmeckt mir auch, aber naja, das wird ja auf Dauer langweilig! Gerade jetzt im Sommer gibt es so eine große Auswahl an Gemüse, das es unbedingt zu verarbeiten gilt. Mit der Zucchinischwemme beschäftigen wir uns demnächst, heute erstmal Featured imagewas für die Rubrik „Soul Food“. Risotto geht bei den mittelwarmen Temperaturen einfach sehr gut. Und weil hier bisher zwar das allerbeste Risotto überhaupt, aber nur ein einziges verbloggt wurde, muss das dringend nachgeholt werden! Risotto ist nämlich eines der Essen, das ich immer dann koche, wenn mir partout nichts anderes einfällt.

In der Kombination mit frischem Mais hat man so eine nette Süße und etwas Knackiges in den Paprika drin. Auf die Rezepte von Smitten Kitchen ist einfach Verlass 😉 Die Fotos sind zwar nicht der Hammer (vor allem im Vergleich zu den letzten zwei Beiträgen), aber das hindert euch hoffentlich nicht am Nachkochen.

Zutaten:
4 Paprika (ich hab einfach rote genommen)
ca. 500ml Gemüsebrühe
2 EL OlivenölFeatured image
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Risottoreis (Original: 400g – wäre viel zu viel!)
100ml helles Bier
200g frischer Mais (das sind ungefähr 2 Kolben)
70g Emmentaler
Salz, Pfeffer
30g Hüttenkäse
45g Saure Sahne
etwas Petersilie und Schnittlauch

Zubereitung:
Die Zwiebel und den Knofi fein schneiden und in Olivenöl glasig andünsten. Dann den Reis hinzufügen und kurz anschwitzen lassen, dann mit dem Bier ablöschen und verdampfen lassen. Dann immer wieder warme Brühe hinzufügen, dass der Reis bedeckt ist. Regelmäßig umrühren. Während der Reis kocht, den Mais mit einem scharfen Messer vom Kolben schneiden. Nach 12min denFeatured image Mais zum Reis hinzufügen.
In der Zwischenzeit die Paprika schälen (einfach mit nem Sparschäler) und schon mal in die Auflaufform geben und im warmen Backofen bei 200°C backen, damit die Schoten nicht so hart sind im Vergleich zur Füllung.
Wenn der Risottoreis nur noch leicht Biss hat, den Käse unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann das Risotto in die Schoten füllen (bitte nicht verbrennen!) und mit etwas Hüttenkäse toppen. Für 10-15min bei 200°C backen.

In der Zwischenzeit die Saure Sahne evt. mit etwas Milch glatt rühren, Schnittlauch und Petersilie (oder andere Kräuter nach Wahl) klein hacken und hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Dip zu den Paprika essen.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook