Supergut: Bircher-Kefir mit Zitrussalat

Überall wo inzwischen ein „super“ vorne dran steht, wird mir nur noch ein Schulterzucken entlockt. Genug ist schon über Superfoods geschrieben worden. Vermutlich ist das Ganze auch eher interessant für die Generationen U35, denn von meinen Eltern, ihren Freunden oder gar meinen Großeltern kenne ich niemanden, der Chia-Anhänger oder Goji-Befürworter wäre.

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Nein, das kommt dort nicht in die Schüsselchen. Alles bleibt beim Alten bei den Alten (höhöhö). Umso neugieriger werde ich, wenn im Kühlschrank der Eltern etwas auftaucht, was es jahrelang nicht gab, ob das nun ein trendiges Superfood ist oder nicht. Dort steht seit einigen Monaten Kefir und mein Vater genehmigt sich morgens noch vor dem ersten Kaffee ein paar Schlucke direkt aus der Flasche. Dank dem Internet lerne ich, dass Kefir ein Sauermilchgetränk ist. Milch gärt mithilfe von Kefirpilzen, die eine Mischung von Hefe und Bakterien sind, wodurch sich logischerweise der Geschmack verändert. Es schmeckt ein bisschen so wie Buttermilch.

Echte Superfoodqualitäten beweist Kefir, weil ihm jede Menge gute Wirkungen nachgesagt werden: neben den Milchsäurebakterien sind im Kefir auch Hefen enthalten, die die Darmflora des Dickdarms unterstützen. Eine gesunde Darmflora beseitigt Krankheitserreger, was eine Stärkung der Abwehrkräfte bedeutet. Die Proteine des Kefirs sättigen bei einem geringen Kaloriengehalt -hallooo Diätindustrie, das wäre doch was für euch 😉 Ein supergutes Produkt also!

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Gesundheitliche Qualitäten hin oder her: es schmeckt! Besonders in Kombination mit diesen Overnight-Oats um noch so ein Trendfood zu nennen 🙂 Neben vielen Plätzchen haben jetzt auch wieder sämtliche Zitrusfrüchte Hochkonjunktur. Saftige Orangen, herbe Grapefruits und die in der Weihnachtszeit omnipräsenten Mandarinen dürfen diesen Bircher-Kefir toppen. Ich war ganz begeistert von diesem Frühstück! Gefühlt geht für mich mit Orangen&Co auch immer die Sonne auf… und über die Superqualitäten von denen muss ich kein Wort verlieren. Stattdessen hier das Rezept:

Zutaten (für 2 Personen):
375ml Kefir
1 reife Banane
1 TL geriebener frischer Ingwer
1 TL Blütenpollen (weg gelassen)
1-2 EL hochwertiger naturbelassener Honig
90g grobe Haferflocker
1 EL (Gold)Leinsamen
1 Pink-Grapefruit
1 gewöhnliche Orange
1 Mandarine
Rosinen, Pistazien, Minze, Kefir… zum Servieren

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Zubereitung:
Kefir, Banane, Ingwer und Blütenpollen in einem Mixer zu einem feinen Smoothie pürieren. Dann abschmecken und gegebenenfalls zum Nachsüßen noch etwas Honig hinzugeben. In eine Schüssel gießen, die Haferflocken und die Leinsamen einrühren und mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
Kurz vor dem Servieren mit einem scharfen Messer die Schale und die weiße Haut der Zitrusfrüchte entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten auslösen.
Den Bircher-Kefir in zwei mittelgroße Schalen verteilen, die Zitrusfruchtspalten daraufgeben und mit einigen Rosinen, Pistazien, Blütenpllen, Minzeblättern, ein paar Tropfen Honig und einem Klacks Kefir dekorieren und servieren.

Einen guten Start in den Tag euch!

Quelle: Die grüne Küche. Smoothies&Co. (David Frenkiel&Luise Vindahl)

Tri-Tra-Tresterverwertung: Karotten-Porridge

So sehr ich es liebe, selber Saft zu machen, so sehr bedaure ich es auch, den Trester ungenutzt wegzuschmeißen. Dieser ist zwar relativ trocken, hat aber immer noch Geschmack und Volumen. Weil ich selten Brot backe, in dem der Trester eine zweite Bestimmung finden könnte oder natürlich dann nicht drandenke, die Reste aufzubewahren, wenn ich Risotto mache, kam es viel zu oft vor, dass ich zwar sehr leckeren Saft, aber auch einen gut gefüllten Kompost hatte. Gerade in der Anfangszeit hab ich hauptsächlich Karotten, Äpfel und Ingwer ausgepresst.

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Umso glücklicher bin ich, dass ich eine neue Frühstücksidee gefunden habe! Wer also den Saft aus Rote Beete, Orangen und Karotten vom letzten Post macht, hebt bitte den Karottentrester auf und macht dieses Porridge!
Man kann es ganz easy-peasy am Vorabend vorbereiten und hat am nächsten Tag nur ein paar Handgriffe zu erledigen bevor ein leckeres Frühstück auf dem Tisch steht. Wer keinen Trester zur Hand hat, auch gar kein Problem: einfach eine kleine Karotte reiben und untermischen. Das geht genau so gut. Blog-Event CXVII - Muesli

Mit diesem Eintrag nehmen wir am Blogevent von Maja teil, das gerade bei Zorra stattfindet und ganz im Zeichen des Frühstücks steht. Müsli in allen Formen, Farben und Konsistenzen – da bin ich gleich dabei 🙂 Und mit unserem Karotten-Porridge verbinden wir ihre beiden Bücher: im ersten geht es ja um Frühstück und das zweite rund um Saft dürftet ihr spätestens nach meiner Vorstellung kennen. Ich zumindest war sehr positiv überrascht, wie lecker das Porridge ist – Gemüse kann man morgens also schon sehr gut in roher Form außerhalb von Smoothies zu sich nehmen und gleichzeitig etwas weniger in den Kompost schmeißen.

 

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Zutaten (für 2 zum Frühstück):
100g Getreideflocken nach Wahl (ich: Mischung aus Haferflocken und Getreideschrot)
1 TL Zitronensaft
280ml Karottensaft (ich habe gekauften verwendet)
30g Karotte, fein gerieben (ich: Trester)
jeweils eine Prise Zimt, Muskat, Kardamon
eine Handvoll getrocknete Früchte (z.Bsp. Aprikosen, Datteln, Rosinen)
20g Kokosflocken
Joghurt und Nüsse nach Wunsch
evt. Ahornsirup zum Süßen

Zubereitung:
Die Getreideflocken mit dem Zitronensaft und dem Karottensaft in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur warm werden lassen. Wer will, kann das Porridge auch in einem Topf erwärmen. 2016.02.29_Porridge-7
Die geriebenen Karotten, die Gewürze, die getrockneten Früchte und die Kokosflocken untermischen. Falls die Mischung zu trocken erscheint, noch etwas Saft oder Wasser hinzufügen. Wer es etwas süßer mag, mit Ahornsirup abschmecken. Das Karotten-Porridge auf zwei Schüsselchen verteilen, mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch garnieren.

Quelle: My new roots (Sarah Britton)

PS: wer eine Verwendung für den übrigen Karottensaft sucht, der macht bitte dieses Risotto – mein absolutes Lieblingsessen!!

 

 

Vorratskammermüsli: Apfel-Zimt-Granola

Eines der interessantesten Dinge, die es für mich daheim gibt (von der Familie mal abgesehen 😉 ) ist die immer randvoll gefüllte Vorratskammer meiner Mutter. Nein, stopp! Ich muss mich korregieren: es gibt zum einen die Speisekammer, ein fensterloses Kämmerlein direkt an der Küche dran und dann gibt es noch den Vorratskeller. Die Gefriertruhe erwähne ich gar nicht erst! Jedenfalls könnte sofort eine große Versorgungsnot eintreten und wir könnten immer noch jahrelang etliche Zeit überleben ohne dass es Probleme gäbe.

2015.12.23_ApfelmusMüsli-14Ja,ja, meiner Mutter ist das jetzt furchtbar peinlich, aber ich werde genau so sein! Nur leider steht mir in meiner WG für solch eine Hortung zu wenig Platz zur Verfügung. Der große Vorteil einer solchen Vorratshaltung ist es, dass eigentlich immer alles da ist, egal ob man jetzt spontan eine Pizzaparty feiern möchte oder einen Smoothie in den Mixer schmeißen will. Deswegen war es auch gar kein Problem, alle Zutaten für dieses Apfel-Zimt-Granola zusammen zu suchen.

Müsli selber machen ist für mich DIE Neuentdeckung des Jahres 2015 gewesen! Nicht nur irgendwelche Riegel mach ich selber, sondern gerade das Kürbisknuspermüsli hat es mir voll angetan! Als Nic dann schrieb, dass dieses Granola noch besser sei als das andere war klar2015.12.23_ApfelmusMüsli-13, dass ich das machen müsste. Und so kam nach einer Linzer Torte noch schnell das Müsli in den Ofen und kurz drauf durfte geknuspert werden.

Wirklich lecker, der Deckel der Dose wurde regelmäßig geöffnet und jemand fischte sich ein paar Knusperstückchen raus. Die Vorratshaltung hat sich also wieder mal gelohnt. Liebe Mama, nicht rot werden! Ich wette, diese Art von Massenhaltung ist ein weit verbreitetes Phänomen in kochenden Haushalten 😉 Stimmt’s?

Zutaten:
100g kernige Haferflocken2015.12.23_ApfelmusMüsli-19
100g zarte Haferflocken
50g Sonnenblumenkerne
50g Haselnusskerne, grob gehackt
50g Mandeln, grob gehackt
20g Chia-Samen
1 Tl Zimt
1 El Kokosöl
85ml Ahornsirup
ca. 300g Apfelmus (ungezuckert, ansonsten Ahornsirup reduzieren)
100g getrocknete Apfelscheiben

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten außer die getrockneten Apfelscheiben in einer großen Schüssel vermischen. Dann verrührt ihr die nassen Zutaten (Kokosöl, Ahornsirup und Apfelmus) und vermischt das alles sorgfältig mit den trockenen Zutaten. Die Müslimischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 150°C im Ofen für ca. 35-40min backen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt und knusprig wird.
Die Mischung auf den Blechen abkühlen lassen und dann erst die getrockneten Apfelstückchen untermischen. Die dürfen nicht mitgebacken werden, weil sie sonst zu trocken werden.

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Quelle: Luzia Pimpinella.

Kraftprotz: Kürbis-Frühstückskekse

Bevor es hier mit dem filigranen Weihnachtsgebäck losgeht, wird es noch einmal rustikal! Diese Frühstückscookies sind schnell gemacht und halten sich sehr2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-6 lange frisch und saftig! Man kann sie problemlos in den Rucksack packen – die lassen sich nicht von Büchern oder nem Laptop verdrängen. Ähm, bevor ihr denkt, dass ihr da Steine aus euerm Ofen holt, nein! Das auf gar keinen Fall 😉
Die Cookies sind einfach ideal zum Mitnehmen, wenn man zwischendurch mal was zum Snacken braucht. Mit den gewöhnlichen Müsliriegeln haben die aber nichts gemein: sie sind natürlich gesüßt, sind nicht zu fettig und vor allem ist man nach dem Genuss von einem dieser Kekse wieder ziemlich satt! Inzwischen dürfte es auch allgemein bekannt sein, wie man Kürbispüree herstellt, oder? Für die Kekse hab ich Hokkaido verwendet, in Stücke geschnitten und knapp 10min in kochendem Wasser gegart. Dann püriert und gut wars!

Mit diesen Kürbiscookies seid ihr auf jeden Fall gut für die anstehende Adventszeit gerüstet. 2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-5

Zutaten (für 15 große Cookies):
60ml Kokosöl
60ml Honig (je nach Geschmack etwas mehr)
250g grobe Haferflocken
100g getrocknete Cranberries
75g Kürbiskerne
1 EL Chiasamen (oder Leinsamen)
1 Prise Salz
Zimt, Muskatnuss nach Belieben
125g Kürbispüree
2 Eier

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Hälfte der Haferflocken mit einem Pürierstab grob zerkleinern (am besten in einem hohen Rührbecher, achtung! Die Haferflocken hüpfen gerne raus). Alle Haferflocken mit den Kürbiskernen, den Cranberries, den Chiasamen und den Gewürzen in einer großen Schüssel vermischen. In einer seperaten Schüssel das flüssige Kokosöl mit dem Honig, den Eiern und dem Kürbis2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-3püree vermischen. Die feuchten mit den trockenen Zutaten gut mischen.
Dann aus dem Teig ca. 15 Cookies (je nach Belieben mehr oder weniger) formen und auf das Backblech setzen. Der Teig ist sehr feucht und fest, fließt beim Backen aber nicht auseinander. Im vorgeheizten Ofen für ca. 15-20min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. Abkühlen lassen und luftdicht aufbewahren.

Quelle: Leelalicious

Knusper, knusper, knäuschen: Kürbis-Knuspermüsli

Knuspermüslis üben auf mich eine recht große Anziehungskraft aus. Dafür mache ich natürlich – wie es sich für so etwas gehört – meine Eltern verantwortlich 😉 Wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, dann gab es die so wahnsinnig leckeren, süßen, bunten Flakes nämlich immer nur, wenn wir in den Urlaub gefahren sind.  Das ganze lief folgendermaßen ab: es gibt einen Achterpack mit jeweils nur eiFeatured imagen paar Gramm der Flakes. Wenn die drei Kinder auf der Rücksitzback irgendwann Hunger anmeldeten, griff die Mama in die große Tasche zwischen ihren Füßen und reichte uns den Achterpack hinter. Eine Art Heilige Gral für uns! Dann wurde erstmal diskutiert: wer bekommt die Flakes mit Zuckerüberzug? Wer meldet Besitzanspruch für die Froot Loops an, usw.? Waren die Entscheidungen endlich gefällt, gab es für jeden ein Tupperschüssele, etwas Milch und während die Landschaft an uns vorbeiflog, löffelten wir glücklich den Zucker in uns hinein.
Im normalen Alltag gab es diese Knuspermüslis eher nicht. Heute weiß ich natürlich, dass es besser ist, die gar nicht zu essen und auch die comichafte Aufmachung mit einem springenden Tiger oder einem Kakadu (?) auf der Packung verleitet mich nicht zum Kauf. Der Inhalt verlockt nur 😉

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Wie genial ist es dann aber, dass man Knuspermüslis selber daheim machen kann? Ich weiß, diesen Trend gibt es schon eeewig. Aber irgendwie hat mich erst jetzt ein Müsli so richtig angelacht – Kürbis kann ich momentan nicht widerstehen. Der Arbeitsaufwand ist sehr gering, das Ergebnis nach nur ner halben Stunde im Ofen wirklich knusprig-süß! Auch Juliane war schwer begeistert von Nics Rezept und ich kann auch nur bestätigen, dass man damit so gern in den Tag startet… oder zwischendurch mal die Hand in die Dose steckt. Stellt sich nur die Frage: wann fahr ich das nächste Mal in den Urlaub? Das Knuspermüsli dazu hätte ich schon 😉

Zutaten (für ca. 500g Müsli):
200g kernige HaferflockenFeatured image
50g Kürbiskerne
50g Sonnenblumenkerne
100g Walnüsse, gehakt (im Original Pecannüsse)
10g Leinsamen
80g Quinoapops (optional von mir zugefügt)
1 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
1 EL Kokosöl
85ml Ahornsirup
250ml Kürbispüree

Zubereitung:
Das Kürbispüree ganz einfach selbst herstellen: ihr braucht ca. 280g Kürbis in kleinen Würfeln eurer Wahl, den gebt ihr mit etwas Wasser in einen Topf und kocht ihn in ca. 20min weich. Übriges Wasser abgießen und den Kürbis pürieren. Den Backofen auf 150°C erhitzen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Kokosöl evt. erhitzen, damit es flüssig wird.

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In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten (Haferflocken, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Walnüsse und Gewürze) miteinander vermischen. Den Ahornsirup mit dem Kürbispüree und dem Kokosöl vermischen und mit den trockenen Zutaten gut verrühren. Alles sollte leicht orange sein.
Die Müslimasse auf dem Backblech verteilen und ca. 30min im Ofen backen. Dabei alle 10min umrühren, damit es gleichmäßig knuspert. Schließlich auf dem Blech vollständig auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Quelle: Luzia Pimpinella

Die ungenannte Zutat: Frühstück-Cookies (vegan & glutenfrei!)

Vor über einem Jahr hab ich einmal einen Rote-Beete-Kuchen gebacken. Der war damals voll der Trend und sämtliche Blogs schwärmten von der Konsistenz, dem Geschmack und wie gesund das doch sei! Ich war natürlich sofort wie die Motte Featured imagevom Licht angezogen und machte fröhlich den Kuchen aus dem Kochbuch von Green Kitchen Stories. Er war krümelig, nicht so süß, okay. Ich war nicht ganz so hin und weg wie andere Menschen, die im Internet davon schwärmten, aber es war mal was anderes und ja, okay. Dann kam der Mitesser, meinte einen Schokokuchen zu sehen, seine Augen leuchteten auf, er griff nach einem großen Stück, biss ab und schaute mich entsetzt an: „was ist das? Das ist ja furchtbar! Ich hab gedacht, das wäre ein Schokokuchen, aber das….?!“ Er war entsetzt 😀 Auch heute heißt es noch regelmäßig, wenn ich ihn frage, was ich denn am Wochenende backen soll: „Mir ganz egal, aber NICHT den Rote-Beete-Kuchen!“

Deswegen wird er auch nicht erfahren, was in diesen Frühstücks-Cookies drin ist bis er sie probiert hat! Statt Mehl werden nämlich Bohnen verwendet! Es ist kein Zucker drin und kein Ei. Stattdessen Chiasamen, Ahornsirup, Trockenfrüchte… Und die schmecken FANTASTISCH! Sie sättigen sehr, sind kompakt und Featured imageschmecken überhaupt nicht nach Bohnen. Ich habe neulich ja schon mal ein Müsliriegelrezept verbloggt und bin nach wie vor auf der Suche nach gesunden Müslisnacks zum Mitnehmen (freu mich über Rezepte!). Wobei ich mit denen hier schon mehr als glücklich bin! Wer natürlich so was wie Schokocookies erwartet, muss sich natürlich auf eine Enttäuschung einstellen 😉
Beweis für die Geschmackstauglichkeit? Mein Bruder, der manchmal auch sehr skeptisch ist, hat tagtäglich einen Cookie mitgenommen und fand die auch richtig lecker! Das tolle ist, dass die auch noch nach vier Tagen sehr saftig sind und durchgezogen noch besser schmecken als frisch vom Blech. Klare Nachbackempfehlung!

Zutaten (für 15 kleinere Cookies):
1 EL Chiasamen (10g)
325g grobe Haferflocken
1,5 TL BackpulverFeatured image
1 TL Zimt
1 gute Prise Salz
250g weiße Bohnen (=1 kleine Dose)60ml Kokosöl
60ml Ahornsirup oder Honig (je nach Geschmack etwas mehr)
Schale einer unbehandelten Orange (weg gelassen)
60g ungesüßtes Apfelmark
etwas Vanilleextrakt
70g getrocknete Aprikosen
30g Rosinen
35g Kürbiskerne
30g Quinoapops (Original: 60g Cornflakes)

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Backpapier auf ein Blech legen. Die Chiasamen mit 3 EL Wasser vermischen und 15min zum Gelieren zur Seite stellen.
125g Haferflocken mit einem Pürierstab pürieren, so dass ein grobes Mehl entseht. In einer großen Schüssel mit den verbleibenden 200g Haferflocken, dem Backpulver, Zimt und Salz mischen. Die Bohnen in einem Sieb abspülen und dann mit dem Kokosöl pürieren; die Masse soll glatt und cremig sein. Dann den Ahornsirup, die Orangenschale, die Chiasamen, die Apfelsauce und diFeatured imagee Vanille hinzufügen. Alles pürieren bis die Masse glatt ist.
Das Bohnenpüree über die Haferflockenmischung gießen und alles vermischen, dass es feucht wird. Die Aprikosen, Rosinen und Kürbiskerne grob hacken und hinzufügen, ebenso die Quinoapops. Zum Vermischen jetzt die Hände nehmen, das geht einfacher.
Den Teig in ca. 15 gleichgroße Bällchen formen und auf dem Backblech flach drücken. Für 15-18min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. Komplett auskühlen lassen (schmecken dann besser).

Quelle: My new Roots. Inspired Plant-based Recipes for every season. (Sarah Britton)

Zum Schulanfang: Müsliriegel mit Datteln und Mandeln

Inzwischen dürften für alle die Ferien vorbei sein. Letzte Woche Montag war es ja auch in Baden Württemberg soweit und den Start zurück in den Alltag wollte ich dem Mitesser, meiner Family und natürlich mir selbst etwas erleichtern. Vor einer Weile hatte der Mitesser mal gemeint, dass ich ihm ja auch mal Featured imageMüsliriegel machen könnte, die wären bestimmt besser und gesünder als die gekauften. Wenn der Kerl sich schon mal was wünscht, dann soll er es auch bekommen 😉 Hier also mal ein erster Versuch, Müsliriegel zu machen.
Geschmacklich waren die Dinger top, nur leider etwas krümelig. Hab ich die vielleicht nicht genügend in die Form gepresst?

Wenn ihr schon das perfekte Snackrezept gefunden habt, dann nur her damit! Ich bin neugierig geworden und will nur zu gerne die gekauften Zuckerbomben aus dem Einkaufskorb verbannen.

Zutaten (für 12 Riegel):
150g grob gehackte Datteln Featured image
110g feinblättrige Haferflocken
22g Mehl
35g Weizenschrot
55g Mandeln, grob gehackt
Prise Salz
Prise Zimt
65g Mandelbutter
60ml Olivenöl
85g Honig

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Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine Backform (ca. 20x20cm groß) so mit Backpapier auslegen, dass auch die Ränder geschützt sind.
Die Datteln, Mandeln, Mehl, Weizenschrot, Mandeln, Salz und Zimt in einer großen Schüssel vermischen. In einer anderen Schüssel die Mandelbutter, das Olivenöl und den Honig miteinander glatt rühren. Die nassen Zutaten über die trockene Mischung geben und alles gut vermischen, so dass alles feucht ist. Den Teig in die vorbereitete Backform geben und alles sehr gut andrücken.
Die Riegel ca. 20-25min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. In der Form abkühlen lassen. Wenn es kalt ist, mit einem scharfen Messer die Müsliriegel in eine beliebige Form schneiden. Fertig!

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Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)