Happy Hour: Fruchtige Rosé Sangria

Ich würde euch ja zuuuuu gerne eine legendäre Familiengeschichte erzählen, die von einem Wochenende in Speyer und einen Waldbeerensecco handelt. Das Wochenende hat letztes Jahr stattgefunden und der Waldbeerensecco wurde von der besten Mutter überhaupt getrunken. Vermutlich wäre die Geschichte für euch gar nicht so lustig, aber das werden wir nie erfahren, weil manches dann doch besser privat bleibt.

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Erzähle ich euch also lieber was zu diesem fruchtigen Rosé-Sangria. Die habt ihr meiner Schwester zu verdanken (siehe letzten Blogbeitrag ;-)) Am vergangenen Freitag saßen wir zusammen, was selten genug vorkommt. Und sie erzählt mir munter, dass der diesjährige Sommertrend schlechthin ja Bowle sei und sie sooo gerne jetzt eine trinken würde. Also hat sie mal ein Rezept gesucht und ich hab nebenher den Keller nach Zutaten durchsucht und ZACK, standen wir in der Küche und zerkleinerten mit kindischem Gekicher die Wassermelone. Verrückt, was sich in der Vorratskammer meiner Mutter an Ausstecherformen findet und so kann diese Bowle in unserem Fall Spuren von Tier enthalten 🙂

Und was soll ich sagen: lecker diese Bowle! Das Auffüllen mit Sekt ist eindeutig ein Gewinn, dadurch wird die Süße gemildert, das Ganze etwas spritziger und hicks, der Alkoholpegel steigt ein wenig. Deswegen bitte, bitte nicht als Durstlöscher verwenden! Sollte eigentlich klar sein, aber bei den Temperaturen ist zusätzlich Wasser zur Bowle obligatorisch!

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Sehr guter Sommertrend, dieser Rosé Sangria 🙂 Ich hoff, ihr lasst sie euch auch draußen im Grünen in lieber Gesellschaft schmecken. Habt einen schönen Sommerabend!

Zutaten für 4 Personen:
1 Flasche trockener Roséwein
3 EL Triple Sec (ich: 6EL)
3 EL Agavensirup
125g Himbeeren (ich: ein paar Blaubeeren)
60g Erdbeeren
80g Wassermelone
1/2 Pfirsich
1 Limette (ich: Zitrone)
400ml trockener Sekt
Eiswürfel zum Servieren

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Zubereitung:
Wassermelone würfeln oder ausstechen. Pfirsich, Erdbeeren und eine Hälfte der Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Roséwein, Triple Sec und Agavensirup in einer Bowleschüssel oder einem Krug mischen. Die verbleibende Zitronenhälfte auspressen und den Saft zur Weinmischung geben.
Früchte hinzufügen, vorsichtig ummischen und im Kühlschrank 3-4h durchziehen lassen. Kürzer reicht auch 🙂 Zum Servieren in ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit Sekt auffüllen.

Quelle: Springlane

 

Der Sommersalat schlechthin: Rucola-Blattsalat mit Melone

Wenn man sich hier die Salatsparte anguckt, dann fällt sehr schnell auf, dass es das Grünzeug auf dem Teller fast nur in Kombination mit irgeneiner Art Frucht gibt. Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber gerade im Frühjahr/ Sommer ist es fast immer so.
Angefangen hat diese Vorliebe vor ziemlich genau Featured imagedrei Jahren, irgendwann in den Sommerferien. Zu der Zeit hab ich angefangen, für einen Mitesser zu kochen und ihn mit Vitaminen zu versorgen. Furchtlos wie ich bin (zumindest in Bezug auf Essen und Trinken), hab ich für einen Picknickausflug zwei komplett neue Rezepte ausprobiert. Zum einen diese Tarte und dazu gab es den Salat, den hier zu sehen ist. Ihr seht schon, wenn ich verlässliche Rezepte mit dem gewissen Etwas will, greif ich grundsätzlich auf den Blog von Micha zurück 😉

Und was kann ich sagen? Der Salat hat den Mitesser nachdrücklich beeindruckt und seit diesem einen Ausflug heißt es im Sommer regelmäßig: „Machst du DEN Salat?“. Der Wunsch wird nur zu gern erfüllt!

Zutaten: Featured image
1 kleiner Kopfsalat (oder Salat nach Wahl)
1 Bund Rucola
2 Schalotten
1/2 Cantaloupmelone
3 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
1 EL Holunderblütensirup
Salz, Pfeffer
2 EL geröstete Pinienkerne (ops, vergessen)

Zubereitung:
Salat und Rucola waschen. Die Melone in Stücke schneiden, die Schalotten in Ringe. Für das Dressing Olivenöl, Essig und Sirup miteinander vermischen. Salzen, pfeffern. Alles zusammen vermischen und dekorativ auf einer Platte präsentieren.
Tipp: schmeckt auch sehr gut mit ein paar Scheiben Schinken oder etwas Mozzarella.

Quelle: Grain de Sel.

Geschmackssache: Erdbeer-Gazpacho

Geschmäcker sind verschieden; das merkt man sehr schnell, wenn es ums Essen geht. Ich schildere hier mal ganz persönlich die Erfahrungen aus der Familie O. Es treten an Papa, Mama, der kleine Bruder, die kleine Schwestaaa und ich.
Beginnen wir mit so etwas Simplen wie Pfeffer: der Vater und die Töchter benutzen gerne die Pfeffermühle um dem Essen auf dem Teller den letzten Schliff zu verleihen. Die Mutti und das Brüderchen halten sich tunlichst davon fern, weil „schaaaaf“ und so.
Betrachtet man die Nachtischvorlieben spaltet es sich strikt nach Geschlechter auf: die Damen der Familie O. nehmen sich auch noch ein drittes Stück Schokolade, bei einem Buffet landet garantiert nur das auf dem Teller, was jeder Diätplan verbietet und etwas Fruchtiges hat nur mit einem Schokomantel eine Chance ausgewählt zu werden. Die Männer hingegen können sich strikt zügeln, ein Stückchen geht schon mal, aber dann… ach nööö, lieber ein wenig von diesem Obstsalat.
Getränkemäßig teilen wir fünf alle die Vorliebe für Leitungswasser. Geht es dann aber um die HappyHour oder sonstige alkoholische Getränke, teilt es sich wie auch beim Pfeffer auf: der Vater süffelt mit den Töchtern Wein, ganz glücklich, Featured imagedass er nicht alleine trinken muss. Nach fast 30 Jahren Ehe hat er immerhin meine Mutter zum Radler trinken gebracht, aber für Wein konnte er sie meistens noch nicht begeistern. In 30 Jahren dann! Der Bruder trinkt meistens gar nichts wegen Fitness und Trainingseffekt und so. Sehr alleine steht er dann aber mit seinen Proteinshakes da und auch den Kaffeekonsum der Eltern teilen wir Nachkommen nicht mal ansatzweise in diesen Mengen.
In den letzten Jahren muss ich meinen Geschwistern zugestehen, dass sie sich durchaus entwickelt haben: man kann Steckrüben servieren, die Kleinste wünscht sich Rosenkohl und beim Salat wird munter mitgegessen.

Aus verschiedenen Gründen war ich deswegen der Überzeugung, dass das Erdbeer-Gazpacho wunderbar ankommen würde: eine schöne harmonische Kombination von Erdbeeren, Wassermelone und Paprika mit etwas Schärfe von Frühlingszwiebel und einem Tropfen Tabasco (aber nicht zu viel von wegen „schaaaaf“ und so). Bei dem warmen Wetter gibt es nichts besseres. Selbst ich, die ich kalte Suppen sonst nicht so mag, habe diese Variante in mein Sommerstandardrepertoire aufgenommen. So schnell gemacht und einfach gut!

Und was sagt die Familie? Der Bruder nippt am Glas, verzieht den Mund: „Joa, ist nicht so meins.“ Er zeigt auf die Limo: „Das ist schon besser.“ Die Mutter hält Featured imagetapfer das Glas in der Hand, lächelt liebevoll und meint in etwa, dass es für ihren Geschmack auch bessere Sachen gäbe. Und die Kleinste nimmt ein paar mehr Schlucke, schließt sich dann aber um eine Mehrheit gegen mich zu formieren dem Bruder und der Mutter an.
Pfff, die haben doch keine Ahnung! Ist schon mehr für Papa und mich da, wir verstehen uns halt, was gutes Essen angeht! 😉

Das Gazpacho ist vegan und raw, wenn das für irgendjemand interessant ist. Außerdem gibt es nicht mehr lange heimische Erdbeeren – also schnell noch zuschlagen! Habt einen schönen Sommerabend – ob mit oder ohne Gazpacho. Mit ist definitiv empfehlenswerter, aber nun ja, das ist halt Geschmackssache…

Zutaten (für 4 Personen):
500g Erdbeeren
500g Wassermelone
1 rote Paprika
2 kleine Frühlingszwiebeln
Saft einer halben Zitrone
4 Tropfen Tabasco (mehr oder weniger nach Geschmack)
15 Minzeblätter (weg gelassen, Minze geht so gar nicht)
1 Stange Sellerie (weg gelassen)

Featured imageZubereitung:
Es geht super schnell: die Erdbeeren waschen, entstiehlen und evt. halbieren. Die Wassermelone entkernen und in Stücke schneiden – muss nicht schön sein, wird eh alles püriert. Die Paprika und die Frühlingszwiebel ebenso putzen und in Stücke schneiden. Mit dem Zitronensaft in einen Mixer geben oder in einer hohen Schüssel mit dem Pürierstab mixen. Je nach Geschmack etwas salzen und pfeffern. In eine große Flasche füllen und kühlen.

Hinweis: je länger das Gazpacho steht, desto dominanter wird die Frühlingszwiebel. Also entweder das Gazpacho sofort servieren oder die Zwiebel erst später dazugeben.

Quelle: The Green Kitchen (David Frenkiel & Luise Vindahl)