Ohrwurm: Chiapudding mit Erdbeeren und Mango

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für all eure lieben Kommentare hier oder auch bei Instagram zum letzten Post. Eure Rückmeldung hat mich sehr überrascht und gleichzeitig enorm gefreut, dass ihr trotz ungestylter Bilder gerne guckt und klickt und Appetit kriegt 🙂 Heute gibt es wieder gestylte Fotos, wobei es bei uns nicht stundenlang dauert bis das Essen in Szene gesetzt ist. Auf Instagram konnte man gestern schon einen kleinen Einblick bekommen. Auf einem Hocker im schönen Morgenlicht auf dem Esstisch kamen diese Chiapuddings optimal zur Geltung.

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Die Kombination von Erdbeeren und Mango in Verbindung mit Kokos ist einfach super! Zu den neutralen Chiasamen ist es ja wichtig, dass man was Leckeres hat. Das Wort „Mango“ ist eines der Wörter, was sofort einen Ohrwurm bei mir auslöst. Auf einer Silvesterfreizeit haben ein paar Jungs ständig (warum auch immer) den Mango-Song angestimmt. Keine große Dichterleistung: immer nur Mango-Mango-Mango und dann auch Mal Kiwi-Kiwi-Kiwi 😀 Wie so oft ist es halt der Rhythmus und die Tonfolge, die dieses Liedchen eeewig im Kopf bleiben lassen. Sucht es mal auf Youtube! Aber seid hiermit vorgewarnt!

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Falls ihr keine gute Mango bekommt, passen bestimmt auch Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen. In alten Marmeladengläsern lassen sich die Chiapuddings auch super transportieren. Ich hab mich noch am Tag drauf über so ein nettes Gläsle freuen können 🙂

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Zutaten (für 4-5 Portionen):
100g Chiasamen
250ml Kokosmilch
250ml Wasser
6 EL Agavendicksaft
1 reife Mango, geschält
500g reife Erdbeeren, klein geschnitten
Saft und Schale von 1 Limette
2 Zweige Minze, Blättchen fein geschnitten (mag ich immer noch nicht)
4 EL geröstete Kokoschips

Zubereitung:
Chiasamen in eine Schüssel geben, Kokosmilch, Wasser und 2 EL Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen kurz verrühren, dann 25-30min quellen lassen.
Mangofruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Je die Hälfte der Erdbeeren und der Mango pürieren, mit Limettensaft und -schale abschmecken. Das Püree auf 4 – 5 Gläser verteilen. Restliche Mango mit den übrigen Erdbeerwürfeln, 1 El Agavendicksaft (hab ichweg gelassen) und Limettensaft vermengen. Minze unterrühren.

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Gequollene Chiasamen erneurt durchrühren, ggf noch etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben, falls die Masse zu dick geworden ist. Masse über dem Fruchtpüree verteilen, mit marinierten Obstwürfeln bedecken und mit den Kokoschips garniert servieren.

 

PS: Kommentar Papa als er das Einfüllen beobachtet hat: „Sieht aus wie Froschlaich.“ Später beim Essen: „Von der Konsistenz genau so wie ich mir Froschlaich vorstelle“ 😀

 

Quelle: Deli-Magazin 3/2016

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Schöner Schein: Schwarzer Reis mit Mango und Kokos

Kennt ihr auf Youtube diese Videoclips, in denen innerhalb von zwei Minuten oder so aufgezählt wird, welche Fehler in einem Film alles drinstecken? Daran musste ich denken als wir die Bilder zu diesem schwarzen Milchreis geschossen haben. Warum?

  1. Gibt es irgendjemand der jemals im Bett gefrühstückt hat? Ich meine ni2016.02.10_Reisdessert-3cht, einen  Smoothie trinken (als ob ich davon satt werden würde…), sondern richtig frühstücken! Etwas wackelig, oder?
  2. Ich trinke keinen Espresso zum Frühstück… und auch sonst nicht wirklich.
  3. Meine Fußhaltung ist komplett unnatürlich, weil ich nicht meine Hornhaut in die Kamera strecken wollte.
  4. Im Bett trage ich Socken, Omas selbst gestrickte Wollsocken. Auch im Sommer. Sonst ist es zu kalt.
  5. Es war 14 Uhr als die Bilder entstanden.
  6. Und überhaupt: Frühstück im Bett und der Vater ist anwesend??? Bei aller Liebe, aber nicht meine Traumfantasie 😉

Warum mach ich dann überhaupt Bilder im Bett? Zum einen, weil die Fotomöglichkeiten in meinem Studentenzimmer begrenzt sind. Und zum anderen, weil durch den bevorstehenden Valentinstag grad überall auf Romantik gemacht wird und Frühstück im Bett anscheinend diesem Szenario entspricht.

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Ich ignoriere diesen Tag ja völlig! Deswegen präsentiere ich dazu auch etwas Schwarzes und nichts Rosarotes, hehehe! Jetzt muss ich kurz angeben und sagen, dass der Mitesser mich auch ohne irgendwelche Jahrestage, Vorgaben der Blumenindustrie oder sonst was immer wieder überrascht, Geschenkle macht, Drandenkerle schickt, usw., die mir so viel mehr bedeuten als alles, was er an diesem einen Tag machen könnte. Mehr darf ich nicht schreiben, das ist ihm sowieso schon peinlich, dass ich ihn hier erwähne 😉

Von all dem schönen Schein und dem Valentinstag mal abgesehen ist dieser schwarze Milchreis echt superlecker! Natürlich gesüßt mit Banane, fruchtig durch die Mango und mit dem Kokos leicht exotisch. Er lässt sich problemlos zubereiten und im Kühlschrank lagern. Nur den Joghurt und die Nüsse würde ich erst zum Servieren drauftun.
„Feiert“ ihr den Valentinstag oder verweigert ihr euch auch völlig diesen 24h? Ich freue mich ja über weitere Valentinstag-Ablehner! Oder Befürworter, vielleicht zwing ich den Mitesser nächstes Jahr dann auch zu einem romantischen Frühstück im Bett 😉

Zutaten für 4 Personen:
200g schwarzer Reis (über Nacht einweichen!)2016.02.10_Reisdessert-2
1 reife Mango1 Limette (ich: Zitrone)
1 EL blanchierte Haselnusskerne
1 EL Kokosflocken
2 reife Bananen
200ml Haselnussmilch (ich: Kuhmilch, sogar mit Lactose!)
Mark von 1 Vanilleschote (weggelassen)
evt. etwas Honig
2 schrumplige Passionsfrüchte (weggelassen)
4 gehäufte EL Joghurt

Zubereitung:
Den schwarzen Reis nach Packungsangabe kochen, etwas übergaren, damit die Körner dick und weich werden. Abgießen und abkühlen lassen.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Mit dem Saft der Limette im Mixer pürieren, dann in eine Schüssel gießen. Nüsse und Kokosflocken getrennt in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und anschließend im Mörser zerstoßen (ich hab schon gemahlene verwendet).
2016.02.10_Reisdessert-1Die Bananen schälen und in Stücken in den Mixer geben. Mit Milch, Vanillemark und zwei Dritteln vom Reis pürieren. Je nach Süße der Bananen noch Honig hinzufügen. Das Püree zum restlichen Reis geben und unterrühren.

Den Reis auf vier Gläser oder Schalen verteilen. Das Mangopüree darübergeben, über jede Portion 1/2 Passionsfrucht auslöffeln, darauf 1 El Joghurt geben und alles mit Haselnüssen und Kokosflocken bestreuen.

Quelle: Jamies Superfood für jeden Tag (Jamie Oliver)
… das Buch hab ich (noch) nicht, aber als ich beim Durchblättern dieses Rezept gesehen hab, musste ich es sofort nachmachen. Hat sich gelohnt!

 

To go: Linsensalat mit Radicchio, Avocado und Mango

Wer wie ich tagtäglich in die virtuellen Kochbücher der Foodblogs abtaucht, der enteckt dabei sehr häufig Rezepte, die einen sofort ansprechen und gar nicht erst auf einer Nachkochliste, sondern gleich auf dem Einkaufszettel landen. So erging es mir als ich bei Micha diesen Salat hier entdeckte. Dank ihrem Blog hab ich erst die Kombination von Obst zu herzhaften Gerichten kennen gelernt; klar, Pizza Hawaii kennt jeder mit Ananas, aber Früchte in Salate zu schmeißen, kannte ich so nicht. Ich warne euch schon mal vor, dass im Sommer definitiv ein Salat von ihr verbloggt wird, nachdem ihr nie mehr Melone anders essen wollt 😉

Heute erstmal ihr Linsensalat. Unbedingte Nachkochempfehlung! Der Salat ist Featured imageschnell gemacht und hat mir am nächsten Tag sogar noch ein bisschen besser geschmeckt, auch wenn da die Avocado schon etwas verdatscht war. Aber es passt alles so wunderbar zusammen! Hier in der Gegend isst man Linsen ja sehr gerne und vor allem mit Spätzle zusammen. Schande über mein Haupt, aber ich habe statt Alb-Leisa Belugalinsen verwendet… da wohnt man in Sichtnähe zur Schwäbischen Alb und hat dann dieses Produkt nicht im Haus, oje!
Verpackt lässt sich der Linsensalat problemlos mit zur Uni oder auf die Arbeit nehmen. Oder jetzt am Wochenende zu Gegrilltem servieren. Habt ein schönes Wochenende!

Zutaten (für 2 Portionen):
100g Linsen
1 EL Stangensellerie (hatte ich nicht)
1 rote Zwiebel
1 Avocado
1/2 Mango
ein paar Blätter Radicchio
2 Tl Tahini (weggelassen, mag ich nicht!)
Saft einer halben Limette
2 EL heller Balsamico
2 Msp. Curry
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

Zubereitung: Featured image
Die Linsen in ca 20min garkochen – salzen erst danach bitte. In der Zwischenzeit die Avocado schälen und in Würfel schneiden, die Mango ebenso. Den Radicchio in feine Streifen schneiden und die Zwiebel fein würfeln. Aus dem Limettensaft, den Gewürzen und dem Öl eine Vinaigrette zusammen rühren.
Die Linsen abgießen und sofort mit der Vinaigrette und der Zwiebel (damit die milder wird) mischen. Etwas auskühlen lassen, dann die restlichen Zutaten unterheben. Alles noch ein paar Minuten durchziehen lassen oder einpacken und sich auf die Mittagspause freuen.

PS: Bilderrätsel – wer sieht meinen Vater und mich? 😉

Quelle: Grain de sel – Salzkorn

Wie alles begann: Obsttorteletts

Die Bilder von diesem Post sind schon alt: sie stammen vom 1. Januar 2014. An diesem Tag hab ich die Torteletts für einen Geburtstag gebacken und hey, ich war und bin nach wie vor total stolz auf diese Dingerchen – es sind richtige Angebertörtchen! Wenn ich mich richtig erinnere, hatte mein Vater zu diesem Zeitpunkt eine relativ neue Kamera und hat jede Gelegenheit genutzt um diese auszutesten. Dann war auch noch das Licht gut und so entstanden die allerersten Foodfotos, die bewusst produziert wurden. Keine große Stylerei – werdet ihr von mir hier vermutlich sowieso nicht bekommen. Ich bin dekotechnisch nicht so begabt. Die Bilder lagen lange genug rum. Ich weiß noch, wie Papa damals fragte, was wir nun damit machen sollen – so ein Foodblog wäre dafür das richtige. Tja, da is er 🙂 Mal schauen, wie lange das mit mir und dieser Internettechnik gut geht.

Aber warum sich auf viel Drumherum bei Technik und Deko konzentrieren, wenn es doch eigentlich nur um das Essen geht. In diesem Fall machen die Torteletts wirklich was her! Die größte Friemelei ist es, die Mango zur Rose zu legen. Der Rest ist ganz leicht. Ich habe statt Förmchen einfach ein Muffinblech umgedreht, die Wölbungen eingefettet und darauf den Mürbeteig gebacken. Hat bisher immer ganz problemlos und einfach geklappt. Herr Lafer überzieht seine Törtchen noch mit einem Weißweinguss – darauf habe ich verzichtet und niemand hat etwas vermisst.

Vielleicht hat ja jemand Lust zum Nachbacken und sich die Woche zu versüßen! Ich muss mich leider am Schreibtisch zum Lernen statt in der Küche zum Backen aufhalten. Nächste Woche wird das nachgeholt!

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Rezept für ca. 17 Torteletts (wenn man Muffinformen verwendet)
Für den Mürbeteig
15og kalte Butter
1 Vanilleschote
300g Mehl
75g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
Für die Creme:
25oml Milch
20g Vanillepudding
100g Puderzucker
150g griechischer Sahnejoghurt
Früchte nach Wahl
100ml Weißwein (ersatzweise Apfelsaft)
50g Gelierzucker 2:1

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Zubereitung:
Für den Mürbeteig die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mit den restlichen Zutaten und 2 – 3 EL kaltem Wasser zügig zu einem glatten Teig verkneten (glücklich ist, wer eine Küchenmaschine hat). Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1h im Kühlschrank lagern. Dann den Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Die Förmchen mit Butter einfetten. Den kalten Teig etwa 3mm dick (bei mir etwas dicker) ausrollen, passend für die Förmchen ausstechen und dann entweder über die umgedrehten Muffinförmchen legen oder in Tortelettförmchen (10cm Durchmesser) geben. Im letzteren Fall den Teig mit einer Gabel einpieksen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren.
Die Torteletts im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10min vorbacken. Dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und 6 – 8min weiterbacken. Bei der Verwendung von Muffinförmchen einfach schauen, wann der Teig goldbraun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Creme Milch, Puddingpulver und Puderzucker verrühren. Die Mischung in einem Topf unter Rühren aufkochen, dann etwa 1min kochen lassen. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und den Joghurt unterrühren. Die Creme gleichmäßig in die abgekühlten Torteletts geben und glatt streichen.
Anstatt wie Herr Lafer diese dann noch 30min kalt zu stellen, hab ich die Törtchen gleich gefüllt. Das war auch die richtige Entscheidung bei mir, weil die Creme sonst zu stark gestockt ist um Mango & Co noch in Form zu drücken. Deswegen hab ich recht zügig mit dem Befüllen weitergemacht – verwendet einfach, was ihr daheim habt. TK – Obst gut auftauen und abtropfen lassen, sonst verfärbt sich die Creme. Wer den Guss möchte, kocht Wein und Gelierzucker unter Rühren sprudelnd auf und lässt die Mischung dann ca. 4min sprudelnd kochen. Sofort mit einem Löffel gleichmäßig über die Früchte träufeln. Die Törtchen etwa 1h kalt stellen.

Quelle: Der große Lafer – Backen