Aus Mamas Küche: Spaghetti mit Lachssauce

Pastarezepte gibt es ja auf dem Blog bisher relativ wenig, einfach aus dem Grund, dass ich einerseits relativ wenig esse (nicht aus irgendwelchen Figurgründen) und andererseits finde ich es extrem schwierig, glitschige lange Spaghetti oder eine Sauce mit Nudeln so anzurichten, dass es appetitlich aussieht.

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Für diesen Beitrag hab ich es aber sehr clever gemacht: ich hab Mama gebeten, ihre Lachssauce zu kochen und das bei der Gelegenheit auch zu fotografen. Hab mich also schön der Herausforderung entzogen, beziehungsweise einfach gut die Aufgaben verteilt 😀
Diese Lachssauce ist eines der All-Time-Favorites im Hause O. Tatsächlich war es so, dass ich eine Liste mit Wunschgerichten für die Kategorie „Mamas Küche“ den Eltern vorgetragen hab und mein Vater bei der Lachssauce sofort gesagt hat: „Jaaa, die Sauce hatten wir schon so lange nicht mehr.“ Meine Mutter runzelt die Stirn: „Von wegen, die gab es erst am Freitag.“ Mein Vater weigerte sich das zu glauben und bestand darauf, dass es die dringend wieder geben müsste.

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Ihr seht also, absolute Nachkochempfehlung! Durch Zitrone und Basilikum ist die Sauce wunderbar frisch und wer mag, serviert noch einen eisgekühlten Rosé dazu. Viel mehr Worte verlier ich jetzt nicht mehr, hier ist das Rezept.

Zutaten (für 3 Portionen):
2 dünne Stangen Lauch
2-3 Zweige frischen Basilikum
2 EL Butter
250ml Gemüsebrühe
300g Tomaten
100ml Sahne
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale (wird bei uns weggelassen)
1 EL Zitronensaft300g frisches Lachsfilet (im Original: 150g Räucherlachs)
400g Spaghetti
70g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Stücke schneiden. Die Basilikumblätter abzupfen, waschen und klein schneiden. Die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, darin den Lauch 5min andünsten. Dann die Brühe zugießen und etwas einkochen lassen.
Die Tomaten kreuzförmig einritzen, mit heißem Wasser überbrühen und häuten. Dann in kleine Würfel schneiden. Das Lachsfilet in Würfel schneiden. Die Tomaten- und Lachswürfel zur Lauchbrühe geben, die Sahne angießen und alles 2-3min köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.
Inzwischen reichlich Salzwasser aufkochen und die Spaghetti kochen. Zum Schluss den Basilikum zur Lachssoße geben und alles mit Parmesan bestreut servieren.

Quelle: Pasta! Pasta! Pasta! (GU Lifestyle, mit Cartoons von Peter Gaymann)

Aus Mamas Küche: Erdnuss-Suppe

Ein Hauch von Afrika

Kennt Ihr das auch? Ihr kommt abends um halb sieben heim. Ein langer Tag liegt hinter Euch – seitdem Ihr morgens um 7 das Haus verlassen habt ist so einiges geschehen. Während des Tages gab’s zwar was zu essen. Immerhin hattet Ihr Euch ja mit einem Vesper auf diesen Tag eingerichtet. Aber jetzt ist es halb sieben, Ihr seid etwas müde, vor allem jedoch HUNGRIG! Schon beim aussteigen aus dem Auto schnappt Ihr einen Duft auf und ein überraschtes „Oh!“ geht Euch durch den Sinn. Eure Nase hebt sich automatisch in den Wind um mehr von diesem Duft zu erhaschen. Ihr lauft Richtung Haus, immer noch diesen verführerischen Duft in der Nase und, ja tatsächlich, er wird intensiver! Aber wo genau kommt der eigentlich her? Ist’s doch ein Nachbar, oder …?

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Ihr öffnet die Haustür, tretet in den Flur. Enttäuschung will sich schon breit machen. Er ist weg! Nichts mehr von diesem – was genau war es eigentlich? Aber dann betretet Ihr die Wohnung und da ist er wieder! Intensiv! Würzig! Aromatisch! Einfach unglaublich anziehend! Und er kommt tatsächlich aus der heimischen Küche! „Mum! Was hast Du gekocht? Das riecht soooooo gut!“ Und was soll ich sagen: die Super-Mum hat mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, eine Erdnuss-Suppe. Gab’s zuvor noch nie. Jedoch ist das Echo übereinstimmend: nicht nur der Duft war verlockend, auch der Geschmack ist unglaublich gut.

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So richtig Soulfood eben. Vegetarisch ist’s noch obendrein. Und wer die Sahne durch Sojacreme oder Kokosmilch und den Honig durch Zucker oder Agavendicksaft ersetzt, bekommt diese empfehlenswerte Suppe sogar in vegan.

Zwei Anmerkungen von Miriam an dieser Stelle noch:
1. Mein Vater hat den Beitrag zwar geschrieben, aber im Normalfall nennt er meine Mutter Schatz oder Schätzle, manchmal auch bei ihrem richtigen Namen. Aber dass er sie Mum nennt?? Ne, also bitte nicht! Dafür sind wir Kids dann doch schon zu alt 😉
2. Männer sind komisch, Erdnuss in Kuchen oder Cookies ist nicht so wirklich beliebt bei denen, aber dann gibt es ne Erdnusssuppe und die drehen durch vor Begeisterung…

Zutaten (4 Portionen):
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Stück Lauch
1 Süßkartoffel (300g)
1 Karotte
200g ungesalzene, geröstete Erdnusskerne
2 EL Öl
2 Tl Curry oder rote Currypaste
1 Tl Paprikapulver
2 Tl Tomatenmark
1 EL Honig (Agavensirup oder Zucker)
2 EL Zitronen- oder Orangensaft
1l Gemüsebrühe
100g Erdnusscreme
150g Sahne (oder Sojacreme/ Kokosmilch)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:
Das Gemüse jeweils schälen, Knoblauch und Zwiebel fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Süßkartoffel und die Karotte in Würfel schneiden. 2 EL Erdnüsse beiseite legen, den Rest grob hacken.2016.03.17_ErdnussSuppe-4
Das Öl in einem Topf erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Curry und Paprika kurz mitdünsten. Tomatenmark, Honig, Zitronen-oder Orangensaft hinzufügen. Lauch, Kartoffel, Karotte und Brühe einrühen und aufkochen lassen. 10min köcheln lassen.
Erdnusscreme und Sahne einrühren, gehackte Erdnüsse zugeben.Evt mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken. Suppe auf Teller verteilen, mit übrigen Erdnüssen und evt. Chiliflocken bestreuen.

Quelle: Meine Familie & ich.

Hoch die Tassen!: Kürbiscremesuppe mit Vanille

Eine Kürbissuppe ohne Ingwer??? Das ist für mich wirklich außergewöhnlich! Ich liebe diese würzige Knolle einfach und schmeiße sie sehr gerne in Suppen, Smoothies,… Die beste Kombination ist dann tatsächlich, wenn man oben drauf die Suppe noch mit Zimt-Crouton2015.12.29_KürbisSuppe-11-3s toppt! Das harmoniert ganz wunderbar!
Aber ich weiß auch, dass Ingwer in meiner Familie bei nicht allen Mitgliedern beliebt ist. Und auch einige Freunde stehen dem kritisch gegenüber. Ich erinnere mich an ein Abschlussessen, das ich veranstaltete und mir ein Freund nach leer gelöffeltem Teller gestand, dass Ingwer für ihn so ziemlich das schlimmste sei! Nur aus Höflichkeit hatte er alles gegessen…

Also wagte ich mich an eine Alternative -recht skeptisch, ob denn Kürbissuppe ohne meine Geheimwaffe was werden könnte. Und Überraschung: diese Varia2015.12.29_KürbisSuppe-14-6nte ist wirklich fein! Die Vanille schmeckt wunderbar zart heraus, es ist cremig und einen Hauch Zimt darf auch noch dazu 🙂 Außerdem eignet sich die super um nicht mehr so knackig-frische Äpfel loszuwerden. In dem Sinne (und weil’s zu den Bildern passt): hoch die Tassen! So stellt man jeden Suppenkasper zufrieden! Im normalen unfotogenen Leben würde ich die Suppe übrigens ganz normal in einem tiefen Teller servieren, aber naja, das hätte nicht ganz so chic ausgesehen.

Wie ist es bei euch? Welchen Geschmack könnt ihr üüüüberhaupt nicht leiden? Also bei mir sind das Minze und Kümmel! Ich bin froh, dass der Koriander die Minze in der Kräuter-Hit-Parade langsam ablöst 😉

Zutaten (für 4 Personen):
1kg Kürbis nach Wahl (geputzt 750g)
1 großer Apfel 2015.12.29_KürbisSuppe-8-1
1 Stange Lauch
1 Zwiebel
1/2 Vanilleschote
2 EL Butter
2 EL Zucker
900ml Gemüsebrühe
1 Msp. Zimt
Salz/Pfeffer
100g Sahne
2-3 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Vom Kürbis die Schale und den inneren, faserigen Teil samt Kernen wegschneiden, das Fruchtfleisch grob würfeln. Apfel waschen, vierteln, entkernen und kleinschneiden. Den Lauch längs halbieren, waschen, putzen und in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen.

Butter in einem Topf2015.12.29_KürbisSuppe-13-5 schmelzen, darin Zwiebel und Lauch bei mittlerer Hitze langsam andünsten. Den Zucker darüberstreuen und unter Rühren goldbraun karamellisieren lassen. Kürbis und Apfel dazugeben und 2min mitdünsten, dann mit Brühe ablöschen. Vanillemark – und Schote mit dem Zimt in die Suppe geben, salzen und pfeffern, zugedeckt bei mittlerer Hitze 20-25min kochen lassen.

Dann die Suppe fein pürieren. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Wunsch die Sahne in den Topf geben oder individuell in die Suppentassen geben. Wer will, serviert die Suppe mit Thymiancroutons (Brotwürfel und Thymian in einer Pfanne knusprig braten) und Apfelwürfeln.

Quelle: Winterküche (Tanja Dusy)

Klein, aber fein: Lauch – Käse – Tarteletts mit Zwiebelkonfitüre

Mir kommt es oft so vor, dass je kleiner etwas ist, desto beliebter ist es. Bestes Beispiel sind vermutlich die ganzen Babykatzen-, Babyhunde-, Babypandas-, Baby-was-auch-immer- Videos und Bilder, die es überall im Internet gibt.
Aber auch beim Essen stell ich das fest (daraus soll jetzt bitte nicht geschlossen werden, dass Tierbabys hier auf dem Teller landen!) Man greift viel eher zu, wenn es sich nicht um ein ganzes Stück Torte handelt, sondern um einen süßen kleinen Minimuffin (mit fast genau so vielen Kalorien). Cakepops erobern schon seit einer Weile die Blogs, weil sie so klein und süß sind. Fast nach einem Verbemotto: mit einem Happs sind die im Mund!

Dieses Prinzip gilt aber auch für salzige Speisen. Am Samstag gab es daheim bei mir ein rießiges Brunch; meine Mutter hat sich selber übertroffen! Sie hatte u.a. auch zwei fantastische Quiches gebacken, die allerdings erst relativ spät auf den Tisch kamen – davor war kein Platz auf dem Tisch 😉 und dann aber irgendwie kein Platz mehr in den Bäuchen. Sollte man denken, aber ha! Es wurden minikleine Stücke geschnitten und am Ende war insgesamt nur noch ein Viertel Quiche übrig!

Ich hab das Schneiden umgangen als ich einfach kleine Tarteletts gebacken hab. Die Kombination von Füllung und Konfitüre hat uns sehr gut gefallen, ohne die Konfitüre wäre es auch fast ein bisschen langweilig. So ist das ein feines Abendessen zu einem Glas Wein und lieber Gesellschaft.

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Zutaten (für 4 kleine Tartelettförmchen mit 10 – 12cm Durchmesser)
Für die Tarteletts:
150g Mehl
60g kalte Butter
Salz
1 Eigelb
1 große Stange Lauch (geschält und geschnitten ca. 280g)
80g würziger Bergkäse
2 El Crème fraiche
1 Ei
Pfeffer, Muskatnuss

Für die Konfitüre:
1/4 l trockener Rotwein (ersatzweise Gemüsebrühe, aber bitte nicht! Der Alkohol verdampft doch, oder?!)
100g Zucker
150g rote Zwiebeln
150g blaue Trauben (weggelassen, mehr Zwiebeln genommen)
1 getrocknete Chilischote (weggelassen, weil Mama sich sonst beschwert 😉 )
1 Tl Zitronensaft
1/2 Tl Honig
Salz

Zubereitung:
Für den Teig das Mehl mit der kleingeschnittenen Butter, 1 kräftigen Prise salz und dem Eigelb vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. 1 h kühl stellen.

Für die Konfitüre den Rotwein mit dem Zucker aufkochen und ca. 10min offen kochen bis die Flüssigkeit dickflüssig wird. Inzwischen die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Die Trauben (wenn diese verwendet werden) waschen, halbieren und die Kerne herauslösen. Die Chilischote zerkrümeln. Zwiebeln, Trauben, Chili und Thymian zum Rotwein geben und alles weitere 12 – 15min einkochen bis die Mischung kompakt aussieht. Den Zitronensaft und den Honig untermischen und die Zwiebelkonfitüre mit Salz abschmecken.

Den Backofen auf 200° vorheizen. Vom Lauch die Wurzel und die welken Teile abschneiden, dann der Länge nach aufschneiden und gründlich kalt waschen. Dann in feine Streifen schneiden. Wasser zum Kochen bringen und salzen, den Lauch darin 1 min sprudelnd kochen lassen, dann kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Den Käse fein reiben und mit Crème fraiche, Ei, Lauch und Gewürzen mischen. Den gekühlten Teig vierteln und in die Förmchen drücken (relativ dünn ausrollen, ich fand es fast zu wenig Teig) Die Füllung auf dem Teig verteilen und im Ofen 25 – 30min backen bis der Belag schön gebräunt ist. Alles mit Zwiebelkonfitüre servieren.

Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! von Cornelia Schinharl