Einfach so: Schoko-Whoppies

Braucht es für Schokokekse eine Begründung? Eine großartige Einleitung? Ich finde, die Bilder sprechen für sich. Auch die Tatsache, dass ich diese Bömbchen schon drei Mal innerhalb von kürzester Zeit gebacken habe und das letzte Mal am Samstag sogar in doppelter Menge…für zwei Personen.

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Ähm ja, somit dürfte auch klar sein, dass sich dieser Blog nicht wirklich mit gesunder Ernährung befasst 🙂 Zumindest nicht dauerhaft. Manchmal schon und dann gibt es auch Rohkost und Chiapudding, aber wie ich es hier auch an anderer Stelle betont habe: es geht um Balance. Und da passen zu meinem Ernährungsgleichgewicht eben auch Schoko-Whoppies, deren Teig hauptsächlich aus dunkler Schokolade besteht, der dann noch eine weiße Schokofüllung kriegt. Wenn schon, denn schon!

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Aber schaut euch mal dieses Prachttürmchen an. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass diese Schoko-Whoppies immer noch besser sind als irgendein gekaufter Schokoriegel. Hier weiß ich ganz genau was drin ist. Der Teig ist sehr, sehr zäh. Lasst euch davon nicht verwirren und bitte, bitte beachtet die Backzeit: die Whoppies sind sehr weich und ihr müsst beim Füllen auch aufpassen, dass ihr nicht versehentlich etwas abbrecht, aber ich sag’s euch: es lohnt sich! Frisch aus dem Kühlschrank erinnern die Schoko-Whoppies an Brownies, sehen wunderschön aus und hach, ich könnte ja schon wieder ein paar backen!

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Los! Ab in die Küche mit euch -die Karöttchen können warten!

Für 10 Stück:
200g weiße Kuvertüre
50ml Sahne
1 TL Orangenschale (ich: weggelassen)
150g dunkle Kuvertüre
20g weiche Butter
25g Mehl
1/4TL Backpulver
1 Ei
75g Zucker
Salz

Zubereitung:
Weiße Kuvertüre klein hacken. Sahne und falls verwendet Orangenschale in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die Kuvertüre nach und nach unterrühren bis sie vollständig geschmolzen ist. In eine Schüssel umfüllen und mindestens 1h kalt stellen.
Dunkle Kuvertüre klein hacken. 100g Kuvertüre mit der Butter in einem zweiten Topf (NICHT mit der weißen Schoko zusammen;-) ) bei milder Hitze schmelzen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und restliche Kuvertüre mischen.
Ei, Zucker, 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mind. 5min schaumig schlagen. Mehlmischung und geschmolzene Kuvertüre nacheinander bei kleiner Stufe unterrühren. Teig 10min ruhen lassen.
Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Mithilfe von zwei Teelöffeln je 10 Teigportionen auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Insgesamt braucht ihr also ca 20 Teigkleckse, die jeweils ungefähr so groß wie ein 2€-Stück sind. Nacheinander auf der mittleren Schiene 7min backen. Auf den Blechen abkühlen lassen.
Weiße Kuvertürencreme mit einem Spritzbeutel oder einfach mit einem Löffel auf 10 Cookies verteilen. ACHTUNG: die Cookies sind perfekt chewy, sehr vorsichtig die Kekse vom Blech lösen und bestreichen. Dann jeweils einen zweiten Cookie als Deckel aufsetzen und mmmmmh, genießen! Schmecken gekühlt am besten.

Quelle: deli (6/2016)

Bömbchen: Glutenfreie Erdnussbutter-Torte

Ich schulde euch noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Leila Lindholm. Es steht nicht repräsentativ dafür, was sonst in dem Kochbuch angeboten wird. Sonst wird nämlich gerade im Kapitel mit den süßen Dingen darauf geachtet, dass die Kalorienzahl verhältnismäßig gering bleibt, sprich, es finden sich hier (wirklich tolle) Ideen für Eiscreme auf gefrorenem Obst; Gebäck, das mit getrockneten Früchten gesüßt wird und auch einen Limovorschlag gibt es.

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Aber da sticht diese Torte nun mal ordentlich hervor. Die Verwendung von Kokosblütenzucker (der den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, wodurch es zu einer langsameren Energieausschüttung kommt und so Zuckerhochs und -tiefs verhindert werden) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Kuchen 200g Haselnüsse, 200g Butter und 200g Schokolade verwendet werden, was dann alles unter einer dicken Schicht aus Erdnussbutter und Frischkäse begraben wird, hehehe 😀

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Damit ist diese Torte ein echtes Kalorienbömbchen! Glaubt mir, ein kleines Stücken ist sehr reichhaltig. Für mich zeigt diese Torte, dass solche Labels wie „glutenfrei“ eben nicht automatisch „kalorienarm“ oder „Diätfutter“ bedeuten. Nur weil man eine Trendzutat wie Kokosblütenzucker verwendet, wird dadurch nicht der Nährstoffgehalt eliminiert. Ein bisschen Nachdenken schadet also nicht, besonders dann nicht, wenn es um verkaufsfördernde Labels geht, die momentan das große Heil versprechen…

Warum ich das Rezept trotz fehlendem Gluten gebacken habe? Mir kann so was ja (Gott sei Dank) egal sein; ich finde Erdnüsse und Schokolade einfach toll 😀 Außerdem gefiel mir, dass ich nicht erst ein Spezialmehl kaufen muss, sondern lediglich mit gemahlenen Haselnüssen die Torte backen lässt. Der Kokosblütenzucker lässt sich (wer einen höheren glykämischen Index nicht fürchtet) auch mit braunem Zucker ersetzen, dann aber die Menge etwas reduzieren, weil der süßer ist. Ich habe die Menge auch halbiert und nur einen kleinen Kuchen (in einer 18er Springform) gebacken. Mit der Erdnussbuttercreme ist das immer noch sehr habhaft!
An den Bildern seht ihr, dass die schon vor einer Weile entstanden -jetzt haben frische Beeren eher keine Saison mehr, ich kann mir vorstellen, dass der Kuchen mit einer Deko aus (karamellisierten) Erdnüssen oder etwas Popcorn mindestens genau so toll aussieht.

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Zutaten (für 2 Springformen à 24cm)
200g Haselnusskerne (ich hab schon gemahlene verwendet)
200g dunkle Schokolade (mind.70%Kakaoanteil)
1EL Kakaopulver
200g weiche Butter
65g Kokosblütenzucker
6Eier

Erdnussbuttercreme:
150g Erdnussbutter
160g Kokosblütenzucker
40g Kakaopulver
1TL Vanillepulver
300g Frischkäse
2 EL heißer Kaffee
Kirschen, Himbeeren oder einfach Erdnüsse zum Verzieren

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Für die Böden die Haselnüsse in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen. Die Schokolade grob hacken und dann zusammen mit den Nüssen im Mixer verarbeiten. Nüsse und Schokolade mit Kakao, Butter und Kokosblütenzucker mischen und zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Die Eier trennen: die Eigelbe in den Teig geben und weiterschlagen. In einer trockenen, sauberen Schüssel das Eiweiß zu Schnee schlagen. Anschließend vorsichtig portionsweise unter den Schokoteig heben.
Zwei Springformen fetten. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen. Die Böden auf der mittleren Schiene 30-35min backen. Mit einem Holzspieß die Garprobe machen, die Böden dürfen nicht mehr klebrig sein. Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Erdnussbutter, Kokosblütenzucker, Kakao, Vanillepulver und Frischkäse cremig rühen. Den Kaffee hinzufügen.
Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen. Etwas Creme auf dem unteren Boden verteilen, den anderen Boden auflegen und dann die Torte rundum mit Creme bestreichen und mit Obst oder Nüssen verzieren.

Quelle: Meine Rezepte für die ganze Familie (Leila Lindholm)

Die Gene sind schuld: Süßkartoffel-Marmorkuchen

Eigentlich sollte ich euch zu dieser Jahreszeit ja eiskalte Erfrischungen servieren, sei es jetzt in Form von Limos oder als Sorbets, Eiscreme & Co. Würde ich auch gerne, hatte ich auch vor, aber zum einen ist mein WG-Kühlfach viel zu klein und der Kühlschrank auch viel zu alt um da noch größere Eismassen zu gefrieren. Und zum anderen waren meine Gene schuld, also eigentlich meine Mutter und meine Oma!

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Diese beiden Damen sind in unserer Familie nämlich dafür bekannt, dass sie grundsätzlich die Essensmengen überschätzen, die wir verdrücken können. Da wird dann zu Geburtstagen, Feiertagen oder auch nur zu einem gewöhnlichen Kaffeetrinken so viel aufgetischt, dass immer Reste bleiben.Und jedes Mal heißt es neu, dass sie es halt falsch eingeschätzt hätten, wie viele Spätzle sich aus 2kg Mehl machen lassen oder dass eine 4kg-Pute so groß sei…

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Nun ja, das mit den Mengen einschätzen habe ich auch nicht soooo drauf. Ich hatte vor einer Weile unglaublich Lust auf Marmorkuchen. Diese Variante mit Süßkartoffel im Teig ging 2013 (?) durch einige Blogs und auch ich hatte den damals schon gebacken und war von der Saftigkeit begeistert. Also sollte es genau wieder dieser werden! Ich machte mich also munter an die Teigzubereitung, griff nach meiner Kastenform, weil ich keine Guglhopfform habe und stutze: diese Massen an Teig sollte ich da irgendwie reinfüllen??? Ein Blick ins Rezept brachte Aufklärung: eine 2,5l Form wurde verlangt… oooops! Hätte ich bloß alles komplett durchgelesen. Viel zu viel für mich und den Mitesser. Ein kurzes Nachdenken bei den Mengenangaben hätte mich auch schon darauf aufmerksam machen können, aber nun gut, kann ich halt nicht einschätzen 😀
Also füllte ich jeweils die Hälfte des hellen und des dunklen Teiges in die Form und bewahrte die anderen Teighälften in Tupperdosen im Kühlschrank auf. Zwei Tage später wurde mit der verbleibenden Masse nochmal frisch gebacken und damit Freunde und Familie beglückt. Die Aufbewahrung vom rohen Teig funktioniert also hervorragend!

Dieser Süßkartoffel-Marmokuchen ist echt der Hammer! Wunderbar saftig, hält locker zwei-drei Tage frisch und eignet sich super als Picknickproviant und als Verpflegung für Ausflüge an Seen oder in Freibäder. Und nein, die Kartoffel schmeckt man nicht! Bei so guten Kuchen bin ich ja sehr froh über die Gene, die mich verleiten etwas mehr zu machen 😉 Das Eis gibt es dann wann anders.

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Zutaten (für eine 2,5l Form):
600g Süßkartoffel
5 Eier
550g Zucker (ich: 400g fand ich genug)
1 Messerspitze gemahlene Vanille (weggelassen)
325g Mehl
2 TL Backpulver
300ml Öl
80g Kakao
150g Schmand
5 EL Milch
Salz
Semmelbrösel und Butter für die Form

Zubereitung:
Die Süßkartoffel waschen, schälen, in grobe Würfel schneiden und in einem Topf mit kochendem Wasser in ca. 25min weich kochen. Dann das Wasser abgießen, die Süßkartoffel in einen hohen Rührbecher geben und alles fein pürieren. 330g Püree abwiegen und abkühlen lassen.
Eine Gugelhupfform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen – eine Kastenform geht natürlich auch. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Eier, Zucker, Vanille und eine kräftige Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Süßkartoffelpüree unterrühren, Mehl und Backpulver mischen. Mehlmischung zusammen mit dem Öl unter die Süßkartoffelmischung rühren.
Die Teigmasse halbieren (oder halt so teilen, dass es ungefähr halb-halb ist…kann ich auch nur so ungefähr…). Unter eine Hälfte Kakao, Schmand und Milch rühren. Teige abwechselnd in die Form gießen und eine Gabel spiralförmig durchziehen. Im heißen Ofen 60 – 75min backen, gegen Ende hin evt. mit Alufolie abdecken. Dann den Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut andere Leute glücklich machen.

Quelle: Lecker

Im Festtagsgewand: Rotweintorte mit Mascarpone

Kennt ihr den Spruch: „Ich koche gerne mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen“? Tja auf dieses klitzekleine Törtchen passt der Spruch nur zu gut! Das ist nämlich ein kleines Saufköpfchen: 2/3 der Flasche kommt in den Teig, da bleibt nur noch n großzügiger Schluck für euch. Mir macht das nicht so viel aus, Rotwein mag ich generell mehr im Essen als im Glas, aber mein Vater hat ganz schön Augen gemacht als sein Wein plötzlich dahin war 🙂

Rotweinkuchen ist ja ein echter Klassiker. Schnell zusammengerührt, ideal um nicht mehr ganz so frischen Wein zu verwerten und einen saftigen Kuchen zu bekommen. Aber da geht noch viel mehr! Aufgehübscht mit ein paar Schichten Mascarpone, Schokostreuseln und Erdbeeren ist der gute alte Klassiker bereit für die Party! In diesem Fall durfte er das Kuchenbuffet der Konfirmation meiner Cousine stürmen. Klar, die Konkurrenz war hart neben der Erdbeerroulade von Mama oder dem Eierlikörkuchen von Oma und diversen anderen Kuchen und Torten, aber allein von der Optik her wurden die Gäste neugierig. Und beim Geschmack kann diese Rotweintorte wirklich vollkommen überzeugen!!!

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Die Torte lässt sich hervorragend vorbereiten, schmeckt sogar noch nach zwei Tagen gut durchgezogen immer noch sehr lecker. Und wer sich davor scheut, eine dreistöckige Torte zu basteln: den Teig einfach in Muffinförmchen füllen, Mascarponetopping oben drauf, dekorieren – schmeckt mindestens genau so gut 🙂

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Zutaten:
225g weiche Butter
345g Mehl
380g brauner Zucker
135g weißer Zucker
4 Eier
475ml Rotwein
115g Kakao
1/2 TL Natron
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Salz
Für die Mascarponefüllung:
500g Mascarpone
250g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Drei kleine Kuchenformen (meine hatten einen Durchmesser von 18cm) fetten und mehlen.
In einer großen Schüssel die Butter cremig rühren. Beide Zuckersorten hinzufügen und 3min schaumig rühren. Die Eier hinzufügen und gut verrühren. Dann den Rotwein dazu. Das sieht am Anfang sehr komisch und fleckig aus, macht aber nichts. Mehl, Kakao, Natron, Backpulver, Zimt und Salz vermischen und zu dem Rotweingemisch geben.
Jetzt ist gutes Augenmaß gefragt: den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und dann ca. 35min im Ofen backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen.

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Den Rotweinkuchen gut auskühlen lassen. Falls die Kuchen jeweils aufgegangen sind, dann mit einem Messer diesen Deckel abschneiden, damit man eine glatte Fläche zum Stapeln erhält. Kuchenreste eignen sich perfekt für einen Vor-Frühstückssnack oder auch für Cakepops, wer so was gerne machen will.
Für die Mascarponefüllung alle Zutaten für 2min gut miteinander verrühren. Einen der drei Kuchenböden auf einen Teller oder eine Platte legen, ein Drittel der Mascarponefüllung auf dem Boden verstreichen, dann mit den zwei weiteren Böden genau so verfahren. Wer will dekoriert die oberste Schicht noch mit Schokolade, Beeren, Geburtstagskerzchen oder ähnlichem. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)

Aus Mamas Küche: Apfelkuchen (the one and only)

Ja, ja, ich hör hier schon alle gähnen und die Augen verdrehen: gibt es im Internet nicht schon genügend Apfelkuchenrezepte? Mit Mürbeteig – Hefeteig, mit und ohne Nüsse, mit schrecklichem Marzipan, mit Sahne oder nur die Sahne dazu und und und. Die Möglichkeiten sind unendlich und jedes Rezept behauptet von sich, das allerbeste und tollste zu sein.

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Das sage ich natürlich auch! Schließlich ist es der Apfelkuchen von meiner Mutter, für den die ganze Familie sämtliche anderen Torten, Cupcakes und Macaroons links liegen lässt. Er begleitet uns schon seit Jahren. Ich glaube, meine Mutter backt den inzwischen komplett ohne Rezept einfach so locker nebenbei 😉 Es gibt Bilder von uns aus einer Zeit, in der gerade ganz frisch Digitalkameras auf den Markt kamen… bzw. in unserer Familie ihren ersten Auftritt hatten. Jedenfalls erinnere ich mich genau an eine Herbstwanderung, zu der wir Kinder nur mitkamen, weil wir in einem Alter waren, in dem man von den Eltern noch zu solchen Ausflügen gezwungen wird UND weil Mama diesen Apfelkuchen hier eingepackt hat. Nachdem wir endlich genug gelaufen waren, setzten wir uns ins Laub und tja… anstatt das Stücke vom Kuchen abgeschnitten werden konnten, löffelten wir die Masse aus der Form: meine Mutter hatte den zu früh aus dem Ofen genommen und das Innere war noch sehr flüssig 😀 Aber hallooo, es war der tollste Apfelkuchen und wir haben begeistert alles in uns hineingelöffelt. Ich glaub, in der Folgezeit musste sie den absichtlich früher aus dem Ofen holen, weil wir den noch nicht gestockten Guss so toll fanden.

In der Zwischenzeit hat sich das aber wieder geändert, wie auf den Fotos zu sehen ist. Für uns ist das der perfekte Apfelkuchen. Habt ihr in eurer Familie, in eurem Freundeskreis ein Rezept, das man einfach nicht übertrumpfen kann? Wenn nein, dann schafft so ein „allerbestes Lieblingstraditionsrezept“ – ich finde, das ist ein wunderbar verbindendes Element, das ein kleiner Glücksmoment sein kann.

Zutaten für eine 26er Springform:Featured image
Für den Mürbeteig:
250g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
60g Zucker
125g Butter
1 Ei
Prise Salz
Für die Füllung:
5 Äpfel
1 Becher Sahne
3 Eier
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
3 EL Zucker
Für die Streusel:
50g Mehl
25g Butter
1 Messerspitze Zimt
25g Zucker

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Entgegen sämtlicher Rezepte ist meine Mutter sehr pragmatisch und schmilzt die Butter anstatt sich mit eiskalter Butter herumzuschlagen. Uns schmeckt der Teig 😉 Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mind. eine Stunde kühl stellen.
In der Zwischenzeit die Äpfel je nach Größe vierteln oder achteln, schälen und Featured imageentkernen. Die Sahne mit den Eiern, dem Pudding und dem Zucker vermischen. Für die Streusel alle Zutaten vermischen und etwas mit den Fingern zerkrümeln.
Eine gefettete Springform mit dem Mürbeteig auslegen, die Äpfelstücke darin verteilen. Den Sahneguss drüber gießen und zum Schluss die Streusel drüber streuen. Dann bei 175°C Ober/Unterhitze für ca. 1h backen.

Quelle: Mamas Rezeptordner.