Erdnuss-Ecken

So, der Sommer legt eine kurze Verschnaufspause ein und das kann gleich mal genutzt werden, um die Backöfen wieder anzufeuern! Auch wenn ich meine Kleiderschrank-große Küche aus Tübingen hinter mir gelassen habe, war es doch zu warm, um häuiger was zu backen-so toll ich das warme Wetter auch finde, noch heißer wollte ich es mir mit dem Ofen dann auch nicht machen 😉

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Nussecken sind eines der Gebäckstücke, die es früher häufig gab. Saftig, schokoladig und schön handlich wie sie sind, hat meine Mutter sie oft für Ausflüge gemacht. Vor einigen Jahren musste ich dann (wie so oft) feststellen, dass die gekauften Nussecken vom Bäcker da nicht mithalten können: viel zu krümelig und irgendwie staubig im Mund… Neee, so darf das nicht sein!


Diese Version mit Erdnüssen ist anders, aber mindestens genau so lecker wie der Klassiker. Bei ner ganzen Packung Butter dürfte das auch nicht verwundern 😀 Aber hey, schaut euch mal die kleinen Stückchen an -die fallen ja wohl kaum ins Gewicht! Aus einem Blech erhaltet ihr dementsprechend viele Eckchen, die einige Tage halten. Luftdicht verpackt trocknet auch nichts aus. Achtet beim Backen lediglich drauf, dass ihr die Form auf ein Bacblech stellt; das Karamell läuft etwas aus und Backofen putzen muss wirklich nicht sein!

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Zutaten für ein Backblech (ca. 25x34cm):
250g Mehl (+etwas Mehl zum Arbeiten)
130g kalte Butter
60g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
4 EL Aprikosenkonfitüre
Für den Belag:
500g gesalzene Erdnusskerne
250g Butter
250g Zucker
100g weiße Schokolade

Zubereitung:
Mehl mit kalter Butter, Zucker, Vanillezucker und Eiern zu einem glatten Teig verkneten. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Blechs ausrollen. Teig aufs Blech legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen. Überschüssigen Teig abschneiden.
Konfitüre in einem kleinen Topf erhitzen (oder in der Mikrowelle), glatt rühren und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Backofen auf 180° vorheizen.

Für den Belag die Erdnüsse grob hacken. In einem Topf Butter, Zucker und 4-5EL Wasser erhitzen, aber nicht köcheln. Vom Herd ziehen. Erdnüsse unterrühren und die heiße Masse vorsichtig auf dem Teig verstreichen. Kuchen im Ofen 45-50min backen (evt gegen Ende abdecken, damit die Masse nicht zu braun wird).
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, anschließend stürzen und ganz auskühlen lassen. Erst dann in gleichmäßige Dreiecke schneiden.
Schokolade hacken, über einem heißen Wasserbad schmelzen. Graffitiartig über die Erdnussecken träufeln, Glasur fest werden lassen.

Quelle: Lust auf Genuss (4/2017)

Amerikanischer Schokokuchen

Es gab mal eine Zeit hier in Deutschland, in der Muffins, Cupcakes & Co noch nicht so bekannt waren. Zumindest in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Statt Muffins hat meine Mutter „Törtchen“ gebacken, die der absolute Hit auf sämtlichen Geburtstagen, Kuchenverkäufen oder Ausflügen waren. Noch ohne die Muffinformen waren ihre Törtchen etwas breiter und dünner, aber trotzdem beliebt. Wir kannten ja nichts anderes.

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Nach dem Abitur machte ich mich dann auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auf nach New York! Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren Muffins schon in Deutschland angekommen, aber Frosting auf Cupcakes war mir noch nie begegnet. Deswegen war es ein umso eindrücklicheres Erlebnis als eine Kollegin aus meinem Team eines Tages mit knallbunten Cupcakes ankam, deren Cremehütchen mindestens so groß war wie die eigentliche Teigmasse. Ich kann euch nicht mal mehr genau sagen, wie die Sorten hießen. Einer war auf jeden Fall mit Schokolade, der andere mit Zitrone und einem blauen Frosting, das optisch an Schlümpfe erinnerte. Geschmeckt haben die Cupcakes hauptsächlich süß; ich erinnere mich, dass mir nach der Hälfte schlecht war, ich aber trotzdem fasziniert war von diesem Gebilde.

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Daran musste ich denken als meine Schwester mit dieser Schokobombe ankam: eine Art Brownieteig, den sie nicht nur einfach mit der Schokomasse überzogen, sondern sogar gefüllt hat. Wenn schon, denn schon 🙂 Wer aber behauptet, dass es solche kalorienreiche Kuchen nur in den USA gibt, der vergisst Klassiker wie den Frankfurter Kranz. Der wird schließlich auch mit ner ordentlichen Buttercreme gefüllt und bestrichen.
Die Zuckermengen in diesem amerikanischen Schokokuchen sind immer noch sehr hoch, aber nun ja, vegan-glutenfrei-und sonstiges Zeug muss ja nicht immer sein 😉 Kleine Stückchen reichen und sollten verkraftet werden. Mit dieser Menge macht ihr also viele Menschen glücklich!
Ein Tip noch: den Kuchen nicht frisch aus dem Kühlschrank servieren -sonst ist das Frosting zu fest. Lieber schön Zimmertemperatur annehmen lassen, dann schmeckt es noch besser! Zu den Mengenangaben: meine Schwester hat die doppelte Menge Frosting gemacht und konnte deswegen den Kuchen füllen.

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Für den Kuchen:
85g Butter, zimmerwarm
145g brauner Zucker
25g weißer Zucker
1 großes Ei
1 Eigelb
175ml Buttermilch
40g Kakao
125g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/2 TL Salz

Für das Frosting:
55g Schokoladenkuvertüre (Zartbitter)
180g Puderzucker (weniger verwendet)
115g zimmerwarme Butter
1 EL Milch
Optional: Salz oder Vanilleextrakt, Zuckerstreusel zur Deko

Zubereitung:
Den Ofen auf 175° vorheizen. Eine ca 20x20cm große Form einfetten und mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen, alles gut vermischen. Dann Buttermilch zugeben und verrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz) miteinander vermischen und alles zu einem Teig verrühren. In die vorbereitete Fom geben, glatt streichen und 25-30min backen. Aus dem Ofen holen, 10min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form holen und komplett auskühlen lassen.
Für das Frosting die Schokolade schmelzen und mit allen anderen Zutaten vermischen. Falls die Masse zu flüssig erscheint, noch kurz in den Kühlschrank während der Kuchen abkühlt, aber achtet darauf, dass sie nicht zu fest wird, sonst lässt sie sich nicht verteilen. Abschließend den Kuchen mit Zuckerstreuseln dekorieren und yeaaaah, Kuchen!!!!!

Quelle: Smitten Kitchen

Schokoladen – Erdnussbutter – Käsekuchen

Oder auch: wer nicht hören will, muss fühlen und kriegt obendrein kaum ein gscheites Kuchenfoto!! Fangen wir aber etwas gelassener an: jedem sollte klar sein, dass ein Käsekuchen, der sich mit Schokolade und Erdnussbutter zusammen tut, nur der Hammer sein kann! Cremig, süß, knackig -allein die ungebackene Frischkäsemasse war schon ein Traum.

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Glücklich also den Kuchen in den Ofen geschoben, Backzeit abgewartet und einen noch leicht wabbeligen Kuchen rausgeholt. Alles gut soweit! Nigel Slater mahnt im Rezepttext an zwei Stellen, dass der Kuchen mindestens 7h, besser sogar noch über Nacht im Kühlschrank stehen muss, damit er vollens fest wird. Ich aber setzte mich freimütig darüber hinweg, war zu ungeduldig, hatte Lust auf diese Süßigkeit und überhaupt! Wenn ich die Form ne Runde in die Gefriere stelle und dann noch ne Weile in den Kühlschrank wird das schon gut gehen. Ähm ja, ging es auch… für zwei Bilder, bei denen die Deko und Belichtung vielleicht noch nicht ideal war.

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Seht ihr auf dem Bild oben in der Mitte den Riss? Jaaa, das war der Ursprung des Bösen: er vergrößerte sich in bester Vulkanmanier und heraus floss das noch viel zu weiche Käsekucheninnere. Auch meine Rettungsversuche mit erneutem Aufsetzen der Springform und „schockfrosten“ in der Gefriere führten nur bedingt zu besserer Haltbarkeit. Zu viel war schon ausgeflossen… Also haltet euch bitte, bitte an die Kühlzeiten!!!

So oder so: geschmacklich ne Bombe war der Schokoladen-Erdnussbutter-Käsekuchen. Genau der richtige Ausgleich nach nem Salätle oder um nach der Fastenzeit wieder richtig zuzuschlagen 😉
Habt ihr auch schon kleinere oder größere Backdesaster erlebt? Ich hoffe, dass trotz mangelhafter Optik euer Kuchen wenigstens geschmacklich gut war!

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Zutaten (für eine Springform mit 20cm-Durchmesser):
Für den Boden:
175g Weizenvollkornkekse mit dunkler Schokolade
100g gesalzene, geröstete Erdnüsse
75g Butter
Für den Belag:
50g dunkle Schokolade
450g Doppelrahm-Frischkäse
4 Eier
1 Eigelb
120g feiner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100g grobe Erdnussbutter

Zubereitung:
Die Butter für den Boden in einem kleinen Topf zerlassen. Die Kekse in der Küchenmaschine mahlen oder in eine Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zu groben Krümeln klopfen. Die Kekskrümel in die flüssige Butter schütten. Die Erdnüsse in der Küchenmaschine zu grobem Pulver zermahlen und unter die Mischung rühren. Die Krümelmasse in die Kuchenform geben und glatt streichen, aber nicht verdichten. Im Kühlschrank fest werden lassen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Schokolade für den Belag in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel über einem Topf mit köchelndem Wasser schmelzen lassen. Nicht umrühren, aber die noch festen Schokostücke mit einem Löffel in die Flüssigkeit hinunterdrücken.
Frischkäse, Eier, Eigelb, Zucker und Vanilleextrakt in die Schüssel der Küchenmaschine geben und langsam schlagen, bis sie gründlich vermischt sind. Die Unterseite der Backform mit zwei Lagen Alufolie einwickeln, damit beim Backen kein Wasser eindringen kann. Den Frischkäsebelag auf dem Keksboden verteilen. Als nächstes die flüssige Schokolade darübergießen, dann die ERdnussbutter mit einem Löffel in regelmäßigen Häufchen verteilen. Mit einem Schaschlikspieß oder dem Griff eines Löffels die Schokolade und die erdnussbutter in Wirbeln mit der Frischkäsemischung verrühren.
Die Springform in eine große Bratform stellen und so viel heißes Wasser zugießen, dass sie zur Hälfte bedeckt ist. Im Ofen 55 bis 60min backen. Der Kuchen sollte in der Mitte noch wabbelig sein. Wenn nötig, noch ein wenig länger im Ofen lassen und mit Alufolie abdecken, damit er nicht braun wird.
Den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Bratform mit Wasser abkühlen lassen. Über Nacht oder mindestens 7h lang in den Kühlschrank stellen.

Quelle: Ein Jahr lang gut essen (Nigel Slater)

Einfach so: Schoko-Whoppies

Braucht es für Schokokekse eine Begründung? Eine großartige Einleitung? Ich finde, die Bilder sprechen für sich. Auch die Tatsache, dass ich diese Bömbchen schon drei Mal innerhalb von kürzester Zeit gebacken habe und das letzte Mal am Samstag sogar in doppelter Menge…für zwei Personen.

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Ähm ja, somit dürfte auch klar sein, dass sich dieser Blog nicht wirklich mit gesunder Ernährung befasst 🙂 Zumindest nicht dauerhaft. Manchmal schon und dann gibt es auch Rohkost und Chiapudding, aber wie ich es hier auch an anderer Stelle betont habe: es geht um Balance. Und da passen zu meinem Ernährungsgleichgewicht eben auch Schoko-Whoppies, deren Teig hauptsächlich aus dunkler Schokolade besteht, der dann noch eine weiße Schokofüllung kriegt. Wenn schon, denn schon!

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Aber schaut euch mal dieses Prachttürmchen an. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass diese Schoko-Whoppies immer noch besser sind als irgendein gekaufter Schokoriegel. Hier weiß ich ganz genau was drin ist. Der Teig ist sehr, sehr zäh. Lasst euch davon nicht verwirren und bitte, bitte beachtet die Backzeit: die Whoppies sind sehr weich und ihr müsst beim Füllen auch aufpassen, dass ihr nicht versehentlich etwas abbrecht, aber ich sag’s euch: es lohnt sich! Frisch aus dem Kühlschrank erinnern die Schoko-Whoppies an Brownies, sehen wunderschön aus und hach, ich könnte ja schon wieder ein paar backen!

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Los! Ab in die Küche mit euch -die Karöttchen können warten!

Für 10 Stück:
200g weiße Kuvertüre
50ml Sahne
1 TL Orangenschale (ich: weggelassen)
150g dunkle Kuvertüre
20g weiche Butter
25g Mehl
1/4TL Backpulver
1 Ei
75g Zucker
Salz

Zubereitung:
Weiße Kuvertüre klein hacken. Sahne und falls verwendet Orangenschale in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die Kuvertüre nach und nach unterrühren bis sie vollständig geschmolzen ist. In eine Schüssel umfüllen und mindestens 1h kalt stellen.
Dunkle Kuvertüre klein hacken. 100g Kuvertüre mit der Butter in einem zweiten Topf (NICHT mit der weißen Schoko zusammen;-) ) bei milder Hitze schmelzen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und restliche Kuvertüre mischen.
Ei, Zucker, 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mind. 5min schaumig schlagen. Mehlmischung und geschmolzene Kuvertüre nacheinander bei kleiner Stufe unterrühren. Teig 10min ruhen lassen.
Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Mithilfe von zwei Teelöffeln je 10 Teigportionen auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Insgesamt braucht ihr also ca 20 Teigkleckse, die jeweils ungefähr so groß wie ein 2€-Stück sind. Nacheinander auf der mittleren Schiene 7min backen. Auf den Blechen abkühlen lassen.
Weiße Kuvertürencreme mit einem Spritzbeutel oder einfach mit einem Löffel auf 10 Cookies verteilen. ACHTUNG: die Cookies sind perfekt chewy, sehr vorsichtig die Kekse vom Blech lösen und bestreichen. Dann jeweils einen zweiten Cookie als Deckel aufsetzen und mmmmmh, genießen! Schmecken gekühlt am besten.

Quelle: deli (6/2016)

Bömbchen: Glutenfreie Erdnussbutter-Torte

Ich schulde euch noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Leila Lindholm. Es steht nicht repräsentativ dafür, was sonst in dem Kochbuch angeboten wird. Sonst wird nämlich gerade im Kapitel mit den süßen Dingen darauf geachtet, dass die Kalorienzahl verhältnismäßig gering bleibt, sprich, es finden sich hier (wirklich tolle) Ideen für Eiscreme auf gefrorenem Obst; Gebäck, das mit getrockneten Früchten gesüßt wird und auch einen Limovorschlag gibt es.

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Aber da sticht diese Torte nun mal ordentlich hervor. Die Verwendung von Kokosblütenzucker (der den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, wodurch es zu einer langsameren Energieausschüttung kommt und so Zuckerhochs und -tiefs verhindert werden) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Kuchen 200g Haselnüsse, 200g Butter und 200g Schokolade verwendet werden, was dann alles unter einer dicken Schicht aus Erdnussbutter und Frischkäse begraben wird, hehehe 😀

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Damit ist diese Torte ein echtes Kalorienbömbchen! Glaubt mir, ein kleines Stücken ist sehr reichhaltig. Für mich zeigt diese Torte, dass solche Labels wie „glutenfrei“ eben nicht automatisch „kalorienarm“ oder „Diätfutter“ bedeuten. Nur weil man eine Trendzutat wie Kokosblütenzucker verwendet, wird dadurch nicht der Nährstoffgehalt eliminiert. Ein bisschen Nachdenken schadet also nicht, besonders dann nicht, wenn es um verkaufsfördernde Labels geht, die momentan das große Heil versprechen…

Warum ich das Rezept trotz fehlendem Gluten gebacken habe? Mir kann so was ja (Gott sei Dank) egal sein; ich finde Erdnüsse und Schokolade einfach toll 😀 Außerdem gefiel mir, dass ich nicht erst ein Spezialmehl kaufen muss, sondern lediglich mit gemahlenen Haselnüssen die Torte backen lässt. Der Kokosblütenzucker lässt sich (wer einen höheren glykämischen Index nicht fürchtet) auch mit braunem Zucker ersetzen, dann aber die Menge etwas reduzieren, weil der süßer ist. Ich habe die Menge auch halbiert und nur einen kleinen Kuchen (in einer 18er Springform) gebacken. Mit der Erdnussbuttercreme ist das immer noch sehr habhaft!
An den Bildern seht ihr, dass die schon vor einer Weile entstanden -jetzt haben frische Beeren eher keine Saison mehr, ich kann mir vorstellen, dass der Kuchen mit einer Deko aus (karamellisierten) Erdnüssen oder etwas Popcorn mindestens genau so toll aussieht.

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Zutaten (für 2 Springformen à 24cm)
200g Haselnusskerne (ich hab schon gemahlene verwendet)
200g dunkle Schokolade (mind.70%Kakaoanteil)
1EL Kakaopulver
200g weiche Butter
65g Kokosblütenzucker
6Eier

Erdnussbuttercreme:
150g Erdnussbutter
160g Kokosblütenzucker
40g Kakaopulver
1TL Vanillepulver
300g Frischkäse
2 EL heißer Kaffee
Kirschen, Himbeeren oder einfach Erdnüsse zum Verzieren

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Für die Böden die Haselnüsse in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen. Die Schokolade grob hacken und dann zusammen mit den Nüssen im Mixer verarbeiten. Nüsse und Schokolade mit Kakao, Butter und Kokosblütenzucker mischen und zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Die Eier trennen: die Eigelbe in den Teig geben und weiterschlagen. In einer trockenen, sauberen Schüssel das Eiweiß zu Schnee schlagen. Anschließend vorsichtig portionsweise unter den Schokoteig heben.
Zwei Springformen fetten. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen. Die Böden auf der mittleren Schiene 30-35min backen. Mit einem Holzspieß die Garprobe machen, die Böden dürfen nicht mehr klebrig sein. Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Erdnussbutter, Kokosblütenzucker, Kakao, Vanillepulver und Frischkäse cremig rühen. Den Kaffee hinzufügen.
Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen. Etwas Creme auf dem unteren Boden verteilen, den anderen Boden auflegen und dann die Torte rundum mit Creme bestreichen und mit Obst oder Nüssen verzieren.

Quelle: Meine Rezepte für die ganze Familie (Leila Lindholm)

Die Gene sind schuld: Süßkartoffel-Marmorkuchen

Eigentlich sollte ich euch zu dieser Jahreszeit ja eiskalte Erfrischungen servieren, sei es jetzt in Form von Limos oder als Sorbets, Eiscreme & Co. Würde ich auch gerne, hatte ich auch vor, aber zum einen ist mein WG-Kühlfach viel zu klein und der Kühlschrank auch viel zu alt um da noch größere Eismassen zu gefrieren. Und zum anderen waren meine Gene schuld, also eigentlich meine Mutter und meine Oma!

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Diese beiden Damen sind in unserer Familie nämlich dafür bekannt, dass sie grundsätzlich die Essensmengen überschätzen, die wir verdrücken können. Da wird dann zu Geburtstagen, Feiertagen oder auch nur zu einem gewöhnlichen Kaffeetrinken so viel aufgetischt, dass immer Reste bleiben.Und jedes Mal heißt es neu, dass sie es halt falsch eingeschätzt hätten, wie viele Spätzle sich aus 2kg Mehl machen lassen oder dass eine 4kg-Pute so groß sei…

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Nun ja, das mit den Mengen einschätzen habe ich auch nicht soooo drauf. Ich hatte vor einer Weile unglaublich Lust auf Marmorkuchen. Diese Variante mit Süßkartoffel im Teig ging 2013 (?) durch einige Blogs und auch ich hatte den damals schon gebacken und war von der Saftigkeit begeistert. Also sollte es genau wieder dieser werden! Ich machte mich also munter an die Teigzubereitung, griff nach meiner Kastenform, weil ich keine Guglhopfform habe und stutze: diese Massen an Teig sollte ich da irgendwie reinfüllen??? Ein Blick ins Rezept brachte Aufklärung: eine 2,5l Form wurde verlangt… oooops! Hätte ich bloß alles komplett durchgelesen. Viel zu viel für mich und den Mitesser. Ein kurzes Nachdenken bei den Mengenangaben hätte mich auch schon darauf aufmerksam machen können, aber nun gut, kann ich halt nicht einschätzen 😀
Also füllte ich jeweils die Hälfte des hellen und des dunklen Teiges in die Form und bewahrte die anderen Teighälften in Tupperdosen im Kühlschrank auf. Zwei Tage später wurde mit der verbleibenden Masse nochmal frisch gebacken und damit Freunde und Familie beglückt. Die Aufbewahrung vom rohen Teig funktioniert also hervorragend!

Dieser Süßkartoffel-Marmokuchen ist echt der Hammer! Wunderbar saftig, hält locker zwei-drei Tage frisch und eignet sich super als Picknickproviant und als Verpflegung für Ausflüge an Seen oder in Freibäder. Und nein, die Kartoffel schmeckt man nicht! Bei so guten Kuchen bin ich ja sehr froh über die Gene, die mich verleiten etwas mehr zu machen 😉 Das Eis gibt es dann wann anders.

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Zutaten (für eine 2,5l Form):
600g Süßkartoffel
5 Eier
550g Zucker (ich: 400g fand ich genug)
1 Messerspitze gemahlene Vanille (weggelassen)
325g Mehl
2 TL Backpulver
300ml Öl
80g Kakao
150g Schmand
5 EL Milch
Salz
Semmelbrösel und Butter für die Form

Zubereitung:
Die Süßkartoffel waschen, schälen, in grobe Würfel schneiden und in einem Topf mit kochendem Wasser in ca. 25min weich kochen. Dann das Wasser abgießen, die Süßkartoffel in einen hohen Rührbecher geben und alles fein pürieren. 330g Püree abwiegen und abkühlen lassen.
Eine Gugelhupfform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen – eine Kastenform geht natürlich auch. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Eier, Zucker, Vanille und eine kräftige Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Süßkartoffelpüree unterrühren, Mehl und Backpulver mischen. Mehlmischung zusammen mit dem Öl unter die Süßkartoffelmischung rühren.
Die Teigmasse halbieren (oder halt so teilen, dass es ungefähr halb-halb ist…kann ich auch nur so ungefähr…). Unter eine Hälfte Kakao, Schmand und Milch rühren. Teige abwechselnd in die Form gießen und eine Gabel spiralförmig durchziehen. Im heißen Ofen 60 – 75min backen, gegen Ende hin evt. mit Alufolie abdecken. Dann den Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut andere Leute glücklich machen.

Quelle: Lecker

Im Festtagsgewand: Rotweintorte mit Mascarpone

Kennt ihr den Spruch: „Ich koche gerne mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen“? Tja auf dieses klitzekleine Törtchen passt der Spruch nur zu gut! Das ist nämlich ein kleines Saufköpfchen: 2/3 der Flasche kommt in den Teig, da bleibt nur noch n großzügiger Schluck für euch. Mir macht das nicht so viel aus, Rotwein mag ich generell mehr im Essen als im Glas, aber mein Vater hat ganz schön Augen gemacht als sein Wein plötzlich dahin war 🙂

Rotweinkuchen ist ja ein echter Klassiker. Schnell zusammengerührt, ideal um nicht mehr ganz so frischen Wein zu verwerten und einen saftigen Kuchen zu bekommen. Aber da geht noch viel mehr! Aufgehübscht mit ein paar Schichten Mascarpone, Schokostreuseln und Erdbeeren ist der gute alte Klassiker bereit für die Party! In diesem Fall durfte er das Kuchenbuffet der Konfirmation meiner Cousine stürmen. Klar, die Konkurrenz war hart neben der Erdbeerroulade von Mama oder dem Eierlikörkuchen von Oma und diversen anderen Kuchen und Torten, aber allein von der Optik her wurden die Gäste neugierig. Und beim Geschmack kann diese Rotweintorte wirklich vollkommen überzeugen!!!

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Die Torte lässt sich hervorragend vorbereiten, schmeckt sogar noch nach zwei Tagen gut durchgezogen immer noch sehr lecker. Und wer sich davor scheut, eine dreistöckige Torte zu basteln: den Teig einfach in Muffinförmchen füllen, Mascarponetopping oben drauf, dekorieren – schmeckt mindestens genau so gut 🙂

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Zutaten:
225g weiche Butter
345g Mehl
380g brauner Zucker
135g weißer Zucker
4 Eier
475ml Rotwein
115g Kakao
1/2 TL Natron
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Salz
Für die Mascarponefüllung:
500g Mascarpone
250g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Drei kleine Kuchenformen (meine hatten einen Durchmesser von 18cm) fetten und mehlen.
In einer großen Schüssel die Butter cremig rühren. Beide Zuckersorten hinzufügen und 3min schaumig rühren. Die Eier hinzufügen und gut verrühren. Dann den Rotwein dazu. Das sieht am Anfang sehr komisch und fleckig aus, macht aber nichts. Mehl, Kakao, Natron, Backpulver, Zimt und Salz vermischen und zu dem Rotweingemisch geben.
Jetzt ist gutes Augenmaß gefragt: den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und dann ca. 35min im Ofen backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen.

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Den Rotweinkuchen gut auskühlen lassen. Falls die Kuchen jeweils aufgegangen sind, dann mit einem Messer diesen Deckel abschneiden, damit man eine glatte Fläche zum Stapeln erhält. Kuchenreste eignen sich perfekt für einen Vor-Frühstückssnack oder auch für Cakepops, wer so was gerne machen will.
Für die Mascarponefüllung alle Zutaten für 2min gut miteinander verrühren. Einen der drei Kuchenböden auf einen Teller oder eine Platte legen, ein Drittel der Mascarponefüllung auf dem Boden verstreichen, dann mit den zwei weiteren Böden genau so verfahren. Wer will dekoriert die oberste Schicht noch mit Schokolade, Beeren, Geburtstagskerzchen oder ähnlichem. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)