Ostervorspeise? Rote-Beete-Türmchen

Was für ein tolles Wetter momentan! Da steigt bei mir schlagartig die Lust auf knackig-frische Salate. Suppe hatte ich die letzten Monate oft genug. Überall lese ich gerade schon von Vorschlägen für Ostern, egal ob das nun zum Frühstück, Mittagessen oder für die Kaffeetafel ist. Da präsentiere ich euch auch eine Möglichkeit.

Um ehrlich zu sein hätte ich gar nicht gedacht, dass diese Rote-Beete-Salat in Türmchenform so ein Knaller sein könnte. Der stand als letztes auf meiner Kochliste während meines Heimaturlaubs und der Freund musste die geplante Abfahrt eeeetwas nach hinten verschieben, weil nun ja, Türmchen bauen dauert einfach einen Moment. Es war eines der Rezepte, die ich nachmachen wollte, weil das Bild im Kochbuch so hübsch aussah und außerdem Rote-Beete so lecker ist. Zusammen essen war an dem Tag nicht mehr drin, es war außerdem eher die Tageszeit für Kaffee und Kuchen und so packte ich mir eine großzügige Ladung Salat ein und verschwand.

Knapp 24h später holte ich dann die Box aus dem Kühlschrank, gabelte beherzt hinein und wow! Soooo ein guter Salat! Knackig-cremig-frisch, ich bin aus dem Schwärmen gar nicht mehr rausgekommen. Die Avocado fungiert hier als Wunderwaffe, die alles miteinander verbindet und sehr saftig macht. Ich wette, damit könnt ihr auch Rote-Beete-Verweigerer überraschen 😉 Einziger Nachteil: wer nur (wie ich) eine Vierkantreibe hat, muss etwas leiden bis das ganze Gemüse geraspelt ist. Aber der Einsatz lohnt sich. Vielleicht kriegt ihr ja Lust auf diesen Farbtupfer -zum Abendessen oder sogar als Vorspeise für ein Menü. Vorbereiten lässt sich der Salat nämlich exzellent!

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Zutaten für 4 große Portionen (6 Vorspeisenportionen):
5 große Salatblätter (weggelassen)
4-6 rohe Rote Beete (je nach Größe, meine waren eher kleiner)
2 Karotten
1/2 Gurke
1/2 Zwiebel
5 Kirschtomaten (weggelassen)
3 Avocados
1 Handvoll Petersilie
2 TL Olivenöl
Saft von 1-2 Limetten (je nach persönlichem Geschmack)
Salz, Pfeffer
Zum Servieren:
Ziegen(frisch)käse
2 EL Pinienkerne
Sprossen oder sonstiges Grünzeug

Zubereitung:
Rote Beete, Karotte und Gurke schälen und (juble wer eine Küchenmaschine hat) alles reiben. Die Zwiebel und falls verwendet die Tomaten sehr dünn schneiden. Die Avocados halbieren, entkernen und zermantschen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Olivenöl, Limettensaft und Salz und Pfeffer vermischen. Abschmecken.
Wer Servierringe hat, der kann diese jetzt einsetzen um Türmchen zu bauen. Jeweils ein Viertel des Salats in den Ring geben und festdrücken. Den Ring entfernen und bei den weiteren Tellern genau so verfahren. Mit Ziegenkäse, Pinienkernen und Grünzeugs verschönern.

Quelle: Green Kitchen Travels (David Frenkiel & Luise Vindhal)

Lobeshymnen: Glasierte Mini-Hackbraten auf Kartoffelbrei

Hier kommt das versprochene neue Rezept aus „Eine kleine Küche in New York„. Wobei, ich glaub, bei all den Bildern und Links zu vergangenen Blogbeiträgen mit Rezepten daraus ist euch schon klar geworden, dass ich gerne aus diesem Buch esse. Nach all dem Süßen und Vegetarischem, was es schon auf dem Blog gibt, kommt heute mal wieder eine ordentliche Fleischladung.

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Ich wusste schon eine Weile, dass ich das Rezept euch gerne zeigen würde, weil der Geschmack von diesen kleinen Hackbraten mit der Tomatenglasur einfach herrlich ist. Das Gemüse im Fleisch macht es irgendwie richtig schön saftig und all die Gewürze drin runden das so wunderbar ab. Ich war mir ziemlich sicher, dass das Gericht meinem Bruder richtig gut schmecken würde. In einem Haushalt, wo sehr viele vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan stehen und die große Schwester regelmäßig mit irgendwelchen gesunden Müsliriegeln oder veganen Leckereien ankommt, wird jede fleischliche Zugabe geradezu ekstatisch bejubelt 😀 So geschehen als ich die Hackbraten zum Mittagessen gemacht habe.

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Alle haben es gelobt (was erwartet ihr auch? Hehe), mir hat es auch sehr gut geschmeckt, aber dem „Kleinen“ hat es besonders geschmeckt. Freut mich, braucht er vielleicht mal einen Eiweißshake nach dem Pumpen weniger 😉 Ich will übrigens betonen, dass ich mich vor, während oder nach dem Essen selber NICHT gelobt habe. Bekanntlicherweise stinkt Eigenlob ja. Bei uns auf dem Land allerdings nicht! Denn da entscheidet sich der Bauer zur besten Essenszeit mit seinem Gülleanhänger auf die Wiese zu fahren und unser gesamtes Wohngebiet unter einer Güllewolke zu begraben. Zugegeben, diese olfaktorische Beeinträchtigung hat das Zusammensitzen am Tisch auf der Terrasse deutlich verkürzt. Gleichzeitig musste ich grinsen, weil ich diesen Geruch tatsächlich immer mit daheim verbinde und genau wusste, wo ich bin. Man ist es einfach gewohnt, wenn man etwas dörflicher wohnt 😉

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Hier also noch ein Rezept von Deb Perelman, mit dem ihr Jungs sehr glücklich machen könnt. N grüner Salat dazu ist auch noch sehr lecker. Falls ihr das Buch daheim habt, wundert euch nicht, wenn die Zubereitungsschritte etwas anders klingen. Ich schreibe das Rezept aus meinem amerikanischen Buch ab, weil das deutsche bei meiner Mutter geblieben ist. Die Mengenangaben sind aber diesselben, ich hatte für uns damals lediglich die Fleischmenge etwas reduziert, weswegen bei mir 11 Bällchen in der Form liegen.

Zutaten (für 6 Personen):
Für die Glasur:
4 TL Sonnenblumenöl
65g Tomatenmark
30ml Apfelessig
2 TL Honig
2 TL Worcestershiresauce
1 EL Dijonsenf
1/4 TL Salz

Für die Mini-Hackbraten:
2 Scheiben Toastbrot (möglichst etwas trockener)
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Stange Sellerie
1 mittelgroße Karotte
1 TL Salz
900g gemischtes Hackfleisch
1 TL Tomatenmark
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Dijonsenf
2 EL Worcestershiresauce
120ml Milch
1 EL gehakte Petersilienblätter
2 große Eier
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Zubereitung:
Alle Zutaten für die Glasur in einem kleinen Topf verrühren und bei kleiner Hitze für 2min köcheln lassen. Dabei stetig umrühren. Dann zur Seite stellen.
Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Das Brot ist Stücke reißen und in einem Mixer zu kleinen Bröseln zerkleinern. Diese dann in eine große Schüssel geben. Dann die geschälte Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Sellerstange in den Mixer geben und alles klein häckseln lassen. Wer keinen Mixer oder Foodprocessor hat (wie ich, schnüff), der raspelt das Gemüse einfach auf einer Gemüsereibe grob, bzw würfelt die Zwiebel fein. Eine Pfanne mit einem EL Öl heiß werden lassen. Das kleingeschnittene Gemüse in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 10-15min bei mittlerer Hitze braten bis das Gemüse schön angeröstet ist.
Das Gemüse in die Schüssel mit den Bröseln geben, dann die Gewürze, das Fleisch, Milch und die Eier zugeben. Alles gut vermixen (ich mache das ja gerne mit den Händen). Abschmecken, ob noch Salz oder sonst etwas nötig ist. Dann mit angefeuchteten Händen 12 Bällchen rollen. Die Mini-Hackbraten in eine große Form geben. Jedes Bällchen mit der Glasur bestreichen. Dann in den Ofen schieben und für ca. 25min backen.

Hackbällchen auf Kartoffelbrei servieren. Den macht ihr easy-peasy selber, wehe ihr denkt auch nur dran, n Päckchen zu nehmen. Für 6 Personen ca. 900g Kartoffeln schälen, abwaschen, in grobe Würfel schneiden, in Salzwasser weich kochen. Wasser abgießen, mit einem Kartoffelstampfer kleinquetschen, heiße Milch, n gutes Stück Butter, Salz und Pfeffer zugeben. Wer mag auch Muskatnuss. Die Menge der Milch hängt davon ab, wie ihr die Konstistenz mögt, bzw wie lange ihr den Brei stehen lässt. Je länger der steht, desto trockener wird alles 😉

Quelle: Eine kleine Küche in New York (Deb Perelman)

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Rettungsaktion: Klassisches Pesto (mal nicht zu Pasta)

Letzten Monat haben wir es nicht geschafft, warme Saucen mitzuretten, was wirklich eine Schande ist, angesichts der Tatsache, dass wir Schwaben doch zu allem eine Sauce brauchen 😉
Umso glücklicher bin ich, dass wir heute dabei sind, wenn es um Pesto geht (beziehungsweise PeSCHtooo, wie der Schwabe sagen würde). Lange Jahre kannte ich diese ungekochte Kräutersoße gar nicht. Dann fing das Studium an und schnell lernte ich neben Latein und Altgriechisch, dass zur Notfallration immer ein Glas Pesto im Schrank zu stehen hat, falls es in der Mensa mal nicht schmeckt. Nachdem ich mich ein wenig durchprobiert hatte, kam ich zu der Schlussfolgerung, dass das nichts für mich ist: von den langen Zutatenlisten mal abgesehen, waren mir viele zu ölig, zu wenig kräuterlästig oder tomatig.

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Spätestens da fing ich an, ab und zu Pesto selber zu machen. Wobei ganz ehrlich, so oft kam das nicht vor, weil als Schwabe mir das Ganze nicht flüssig genug war 😀
Umso besser, dass Peschto zu so viel mehr als nur zu Nudeln passt!! Schnell gemacht ist es auch – wirklich perfekt. Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie wenig Zutaten man dafür braucht. Umso erschreckender wie lang da die Zutatenlisten auf den Gläsern sind…  Ihr bekommt heute also zwei Rezepte: zum einen ein klassisches Pesto alla genovese und dann eine Minestrone, die durch das Pesto erst den letzten Kick erhält. Reste schmecken natürlich auch noch zu Spaghetti 😉

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Eine rießengroße Bandbreite an Pesti findet ihr bei den anderen Rettern:

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117

Aus meinem Kochtopf: Spargel mit Spargelpesto

Dynamite Cakes: Süßes Minz-Pesto mit Kokos

Obers trifft Sahne: Spargel mit Radieschen-Pesto

Sakriköstlich: Paprika-Chili-Pesto

SweetPie: Pesto alla genovese

Prostmahlzeit: Rucolapesto

Kochtopf: Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)

Giftige Blonde: Radieschenblätter-Pesto

Katha kocht: Tomate Mozzarella mit Basilikumpesto

Cuisine Violette: Grünes Spargelpesto mit Kräutern

Multikulinarisches: Gierschpesto

Brittas Kochbuch: Zucchini-Minze-Pesto

Küchenliebelei: Süßes Mandelpesto mit Rum

Kebo homing: Süßes Minzpesto zu Erdbeertartelettes

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pesto Rosso

Barbaras Spielwiese: Liebstöckel-Pesto

auch was: Rosenblüten-Minz-Pesto

LanisLeckerEcke: Möhrenpesto

Bonjour Alsace: Grandioses Spargelpesto

Fliederbaum: Grünes Spargelpesto mit Mandeln

Darf ich nur mal sagen, wie genial ich diese Vielfalt finde? Da kann kein Industrieprodukt mithalten. Besonders toll finde ich, dass vermeintliche Abfallprodukte wie Karottengrün oder Radieschenblätter und von meiner Mutter als Unkraut verhasster Giersch zum Einsatz kommen! Hier nun aber unser Rezept.

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Zutaten (für 4 Personen):
Für die Minestrone:
2 Stangen Staudensellerie
1 Knolle Fenchel
2 Möhren
1 Kohlrabi
100g grüne Bohnen (TK)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50g durchwachsener Räucherspeck (optional)
4 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1,2L Gemüsebrühe (wie das geht, zeigt Britta hier)
100g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1-2 Msp. Chilipulver
1 TL getrockneter Oregano
100g kurze Nudeln
1 Dose weiße Bohnen (ca. 240g Abtropfgewicht)

Für das Pesto:
2 EL Pinienkerne
60g Basilikum
1 Knoblauchzehe
80ml Olivenöl
3EL frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Minestrone Sellerie und Fenchel waschen und putzen, Möhren und Kohlrabi schälen. Alles in ca. 1cm große Stücke schneiden. Die frischen Bohnen waschen und in 2cm lange Stücke schneiden (TK entfällt der Schritt). Die Zwiebel und den Knofi schälen und klein würfeln. Den Speck ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Speck darin bei mittlerer Hitze andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren kurz anbraten. Die Brühe dazugießen und das vorbereitete Gemüse samt gefrorener Erbsen (und Bohnen) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Oregano würzen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 25-30min köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

Für das Pesto die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer 2016.05.21_BasilikumPesto-11Hitzegoldbraun rösten, dann sofort aus der Pfanne nehmen. Basilikum waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Alles mit dem Öl in einem hohen Rührbecher mit einem Pürierstab oder in einem elektrischen Blitzhacker fein pürieren. Den Pecorino unterrühren und das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe bissfest garen, in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen ebenfalls in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen zur Suppe rühren und diese weitere 5min köcheln lassen. Zuletzt die Nudeln unter die Suppe rühren und heiß werden lassen. Die Minestrone mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen und jeweils mit einem großen Klecks Pesto servieren.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste. Die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit.

Aus Mamas Küche: Erdnuss-Suppe

Ein Hauch von Afrika

Kennt Ihr das auch? Ihr kommt abends um halb sieben heim. Ein langer Tag liegt hinter Euch – seitdem Ihr morgens um 7 das Haus verlassen habt ist so einiges geschehen. Während des Tages gab’s zwar was zu essen. Immerhin hattet Ihr Euch ja mit einem Vesper auf diesen Tag eingerichtet. Aber jetzt ist es halb sieben, Ihr seid etwas müde, vor allem jedoch HUNGRIG! Schon beim aussteigen aus dem Auto schnappt Ihr einen Duft auf und ein überraschtes „Oh!“ geht Euch durch den Sinn. Eure Nase hebt sich automatisch in den Wind um mehr von diesem Duft zu erhaschen. Ihr lauft Richtung Haus, immer noch diesen verführerischen Duft in der Nase und, ja tatsächlich, er wird intensiver! Aber wo genau kommt der eigentlich her? Ist’s doch ein Nachbar, oder …?

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Ihr öffnet die Haustür, tretet in den Flur. Enttäuschung will sich schon breit machen. Er ist weg! Nichts mehr von diesem – was genau war es eigentlich? Aber dann betretet Ihr die Wohnung und da ist er wieder! Intensiv! Würzig! Aromatisch! Einfach unglaublich anziehend! Und er kommt tatsächlich aus der heimischen Küche! „Mum! Was hast Du gekocht? Das riecht soooooo gut!“ Und was soll ich sagen: die Super-Mum hat mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, eine Erdnuss-Suppe. Gab’s zuvor noch nie. Jedoch ist das Echo übereinstimmend: nicht nur der Duft war verlockend, auch der Geschmack ist unglaublich gut.

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So richtig Soulfood eben. Vegetarisch ist’s noch obendrein. Und wer die Sahne durch Sojacreme oder Kokosmilch und den Honig durch Zucker oder Agavendicksaft ersetzt, bekommt diese empfehlenswerte Suppe sogar in vegan.

Zwei Anmerkungen von Miriam an dieser Stelle noch:
1. Mein Vater hat den Beitrag zwar geschrieben, aber im Normalfall nennt er meine Mutter Schatz oder Schätzle, manchmal auch bei ihrem richtigen Namen. Aber dass er sie Mum nennt?? Ne, also bitte nicht! Dafür sind wir Kids dann doch schon zu alt 😉
2. Männer sind komisch, Erdnuss in Kuchen oder Cookies ist nicht so wirklich beliebt bei denen, aber dann gibt es ne Erdnusssuppe und die drehen durch vor Begeisterung…

Zutaten (4 Portionen):
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Stück Lauch
1 Süßkartoffel (300g)
1 Karotte
200g ungesalzene, geröstete Erdnusskerne
2 EL Öl
2 Tl Curry oder rote Currypaste
1 Tl Paprikapulver
2 Tl Tomatenmark
1 EL Honig (Agavensirup oder Zucker)
2 EL Zitronen- oder Orangensaft
1l Gemüsebrühe
100g Erdnusscreme
150g Sahne (oder Sojacreme/ Kokosmilch)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:
Das Gemüse jeweils schälen, Knoblauch und Zwiebel fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Süßkartoffel und die Karotte in Würfel schneiden. 2 EL Erdnüsse beiseite legen, den Rest grob hacken.2016.03.17_ErdnussSuppe-4
Das Öl in einem Topf erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Curry und Paprika kurz mitdünsten. Tomatenmark, Honig, Zitronen-oder Orangensaft hinzufügen. Lauch, Kartoffel, Karotte und Brühe einrühen und aufkochen lassen. 10min köcheln lassen.
Erdnusscreme und Sahne einrühren, gehackte Erdnüsse zugeben.Evt mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken. Suppe auf Teller verteilen, mit übrigen Erdnüssen und evt. Chiliflocken bestreuen.

Quelle: Meine Familie & ich.

Tri-Tra-Tresterverwertung: Karotten-Porridge

So sehr ich es liebe, selber Saft zu machen, so sehr bedaure ich es auch, den Trester ungenutzt wegzuschmeißen. Dieser ist zwar relativ trocken, hat aber immer noch Geschmack und Volumen. Weil ich selten Brot backe, in dem der Trester eine zweite Bestimmung finden könnte oder natürlich dann nicht drandenke, die Reste aufzubewahren, wenn ich Risotto mache, kam es viel zu oft vor, dass ich zwar sehr leckeren Saft, aber auch einen gut gefüllten Kompost hatte. Gerade in der Anfangszeit hab ich hauptsächlich Karotten, Äpfel und Ingwer ausgepresst.

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Umso glücklicher bin ich, dass ich eine neue Frühstücksidee gefunden habe! Wer also den Saft aus Rote Beete, Orangen und Karotten vom letzten Post macht, hebt bitte den Karottentrester auf und macht dieses Porridge!
Man kann es ganz easy-peasy am Vorabend vorbereiten und hat am nächsten Tag nur ein paar Handgriffe zu erledigen bevor ein leckeres Frühstück auf dem Tisch steht. Wer keinen Trester zur Hand hat, auch gar kein Problem: einfach eine kleine Karotte reiben und untermischen. Das geht genau so gut. Blog-Event CXVII - Muesli

Mit diesem Eintrag nehmen wir am Blogevent von Maja teil, das gerade bei Zorra stattfindet und ganz im Zeichen des Frühstücks steht. Müsli in allen Formen, Farben und Konsistenzen – da bin ich gleich dabei 🙂 Und mit unserem Karotten-Porridge verbinden wir ihre beiden Bücher: im ersten geht es ja um Frühstück und das zweite rund um Saft dürftet ihr spätestens nach meiner Vorstellung kennen. Ich zumindest war sehr positiv überrascht, wie lecker das Porridge ist – Gemüse kann man morgens also schon sehr gut in roher Form außerhalb von Smoothies zu sich nehmen und gleichzeitig etwas weniger in den Kompost schmeißen.

 

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Zutaten (für 2 zum Frühstück):
100g Getreideflocken nach Wahl (ich: Mischung aus Haferflocken und Getreideschrot)
1 TL Zitronensaft
280ml Karottensaft (ich habe gekauften verwendet)
30g Karotte, fein gerieben (ich: Trester)
jeweils eine Prise Zimt, Muskat, Kardamon
eine Handvoll getrocknete Früchte (z.Bsp. Aprikosen, Datteln, Rosinen)
20g Kokosflocken
Joghurt und Nüsse nach Wunsch
evt. Ahornsirup zum Süßen

Zubereitung:
Die Getreideflocken mit dem Zitronensaft und dem Karottensaft in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur warm werden lassen. Wer will, kann das Porridge auch in einem Topf erwärmen. 2016.02.29_Porridge-7
Die geriebenen Karotten, die Gewürze, die getrockneten Früchte und die Kokosflocken untermischen. Falls die Mischung zu trocken erscheint, noch etwas Saft oder Wasser hinzufügen. Wer es etwas süßer mag, mit Ahornsirup abschmecken. Das Karotten-Porridge auf zwei Schüsselchen verteilen, mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch garnieren.

Quelle: My new roots (Sarah Britton)

PS: wer eine Verwendung für den übrigen Karottensaft sucht, der macht bitte dieses Risotto – mein absolutes Lieblingsessen!!

 

 

Ein bisschen voyeuristisch: Saft auf Orangen, Rote Beeten und Karotten

2016.02.29_Saft rot-5Ich gebe es unumwunden zu: ich bin ein sehr, sehr neugieriger Mensch! Abends durch die Straßen zu laufen und zu sehen, was sich hinter erleuchteten Fenstern abspielt oder zum ersten Mal in einer unbekannten Wohnung zu Gast zu sein oder eben auch, wie es hinter den Szenen des ein oder anderen Essensbild aussieht, finde ich wahnsinnig spannend! Und bevor ich jetzt hier als durchgedrehte Stalkerin abgestempelt oder nie mehr zu irgendjemand eingeladen werde: nein, ich starre nicht penetrant in Wohnungen rein oder durchwühle Schubladen! Ganz so verrückt bin ich dann doch nicht 😉

Aber versteht ihr, was ich meine? Wohnungen sagen nun mal viel über Menschen aus und ich finde das spannend, gerade wenn es nicht das High-Class-Design-Loft ist, wo von den Fenstern über das Sofa bis hin zu den Socken der Bewohner alles perfekt zusammen passt und wie in einem Werbekatalog aussieht.
Ihr könnt eure voyeuristischen Neigungen auf meinem Instagram-Account befriedigen, weil ich dort immer wieder Fotos zeige, wie der ein oder andere Beitrag entstanden ist. Der Kontrast zu diesem wunderbaren Saft entstand durch die blauen Fliesen in unserem Bad. Wunderbarer 70er Jahre-Style! Ich sehe schon, wie der ein oder andere Interiorblogger Augenkrebs oder zumindest Schnappatmung bekommt 😉

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Zur Beruhigung: das ist wirklich der einzige Raum im Haus, der noch ganz original ist und noch nie erneuert wurde. Es gibt also auch wunderschöne Ecken bei uns! Aber ja, wir fanden es sehr lustig, dort die Bilder zu machen: in einem Studio oder auf dem Esstisch kriegt ja jeder tolle Fotos hin. Und naja, wir sind halt experimentell – wir probieren einfach aus, wie was wird. Außerdem ist unsere Dekosammlung noch recht überschaubar, da wird halt krampfhaft nach neuen Möglichkeiten gesucht, damit die Bilder spannend bleiben.
Wie ist das bei euch? Interessieren euch solche „behind-the-scenes“-Fotos? Und zeigt ihr mir, wie es bei euch aussieht? Ich bin ja sooo gespannt 😉

Viele Worte für einen Saft, der einfach nur lecker schmeckt! Lasst euch nicht von der Roten Beete abschrecken! So lange ihr nicht fußballgroße Beeten nehmt, gleicht sich der erdige Geschmack wunderbar mit den Karotten und den Orangen aus. Eine sehr, sehr leckere Kombination!

Zutaten:2016.02.29_Saft rot-5
2 Orangen
2 Rote Beeten (max. so groß wie Äpfel)
2 Karotten

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: die Orangen schälen und evt. Kerne entfernen. Die Rote Beete ungeschält vierteln und die Karotte ebenfalls ungeschält in Stücke schneiden.
Zuerst die Orangen, dann die Rote Beete und zuletzt die Karotten entsaften. Alles gut verrühren.

Quelle: What to drink? Saft! (Maja Nett)