Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

2016.04.20_Pausensalat-4

Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

2016.04.20_Pausensalat-3

Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

2016.04.20_Pausensalat-1

Quelle: James Superfood für jeden Tag.

Tri-Tra-Tresterverwertung: Karotten-Porridge

So sehr ich es liebe, selber Saft zu machen, so sehr bedaure ich es auch, den Trester ungenutzt wegzuschmeißen. Dieser ist zwar relativ trocken, hat aber immer noch Geschmack und Volumen. Weil ich selten Brot backe, in dem der Trester eine zweite Bestimmung finden könnte oder natürlich dann nicht drandenke, die Reste aufzubewahren, wenn ich Risotto mache, kam es viel zu oft vor, dass ich zwar sehr leckeren Saft, aber auch einen gut gefüllten Kompost hatte. Gerade in der Anfangszeit hab ich hauptsächlich Karotten, Äpfel und Ingwer ausgepresst.

2016.02.29_Porridge-2

Umso glücklicher bin ich, dass ich eine neue Frühstücksidee gefunden habe! Wer also den Saft aus Rote Beete, Orangen und Karotten vom letzten Post macht, hebt bitte den Karottentrester auf und macht dieses Porridge!
Man kann es ganz easy-peasy am Vorabend vorbereiten und hat am nächsten Tag nur ein paar Handgriffe zu erledigen bevor ein leckeres Frühstück auf dem Tisch steht. Wer keinen Trester zur Hand hat, auch gar kein Problem: einfach eine kleine Karotte reiben und untermischen. Das geht genau so gut. Blog-Event CXVII - Muesli

Mit diesem Eintrag nehmen wir am Blogevent von Maja teil, das gerade bei Zorra stattfindet und ganz im Zeichen des Frühstücks steht. Müsli in allen Formen, Farben und Konsistenzen – da bin ich gleich dabei 🙂 Und mit unserem Karotten-Porridge verbinden wir ihre beiden Bücher: im ersten geht es ja um Frühstück und das zweite rund um Saft dürftet ihr spätestens nach meiner Vorstellung kennen. Ich zumindest war sehr positiv überrascht, wie lecker das Porridge ist – Gemüse kann man morgens also schon sehr gut in roher Form außerhalb von Smoothies zu sich nehmen und gleichzeitig etwas weniger in den Kompost schmeißen.

 

2016.02.29_Porridge-4

Zutaten (für 2 zum Frühstück):
100g Getreideflocken nach Wahl (ich: Mischung aus Haferflocken und Getreideschrot)
1 TL Zitronensaft
280ml Karottensaft (ich habe gekauften verwendet)
30g Karotte, fein gerieben (ich: Trester)
jeweils eine Prise Zimt, Muskat, Kardamon
eine Handvoll getrocknete Früchte (z.Bsp. Aprikosen, Datteln, Rosinen)
20g Kokosflocken
Joghurt und Nüsse nach Wunsch
evt. Ahornsirup zum Süßen

Zubereitung:
Die Getreideflocken mit dem Zitronensaft und dem Karottensaft in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur warm werden lassen. Wer will, kann das Porridge auch in einem Topf erwärmen. 2016.02.29_Porridge-7
Die geriebenen Karotten, die Gewürze, die getrockneten Früchte und die Kokosflocken untermischen. Falls die Mischung zu trocken erscheint, noch etwas Saft oder Wasser hinzufügen. Wer es etwas süßer mag, mit Ahornsirup abschmecken. Das Karotten-Porridge auf zwei Schüsselchen verteilen, mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch garnieren.

Quelle: My new roots (Sarah Britton)

PS: wer eine Verwendung für den übrigen Karottensaft sucht, der macht bitte dieses Risotto – mein absolutes Lieblingsessen!!

 

 

Karottenkuchen-Chiapudding auf deutsche Weise

Oh nein, sie veröffentlicht etwas mit einem dieser Superfoods! Ich seh schon, wie ein Viertel der Foodblogger sich augenverdrehend wegklickt, ein anderes Viertel nur denkt, dass das nichts Neues mehr ist, ein anderes Viertel von Menschen, die keine regelmäßigen Foodblog-Leser sind nur fragen: „was für n Pudding?“ und die letzten 25% nur entsetzt feststellen, dass ich hier jetzt irgendein Essen nationalisiert präsentiere.

2015.12.28_ChiaPudding-20Also mal in aller Ruhe: Chiasamen wird nachgesagt, dass sie sehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium und Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Deswegen sind sie seit ein paar Jahren sehr beliebt, weil man dadurch angeblich seine Gesundheit steigern kann. Jedoch gibt es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, ob diese so genannten Superfoods wirklich so viel besser sind. Leinsamen, die hier schon seit ewiger Zeit bekannt sind, enthalten nämlich eine sehr ähnliche Nährstoffdichte wie die trendigen Chiasamen. Deswegen gibt es zunehmend kritische Stimmen an dieser Vermarktung und den Hype um gewissen Beeren, Samen und Pollen. Ein sehr interessanter Artikel dazu ist im Guardian (auf Englisch) erschienen, der einige der Gesundheitsblogger hinterfragt.

Ich werde euch nichts vormachen: ich ess die Chiasamen 2015.12.28_ChiaPudding-15gern mal, aber mehr aus Neugier ohne davon zu erwarten, dass ich dadurch (noch) gesünder, toller und absolut unwiderstehlicher werde als ich eh schon bin 😉 Lustig finde ich besonders, dass die Samen in Flüssigkeit aufquellen und somit eine puddingartige Konsistenz bekommen. Im Gegensatz zu den (US-amerikanischen) Blogs sage ich aber ganz klar, dass diese Art Pudding nicht mein Leben verändert hat und auch nicht das beste ist, was ich jeeemaaals gegessen habe 😉 Ich seh das (ganz deutsch-pragmatisch), recht neutral, sag, dass es lecker schmeckt, schnell gemacht ist und auch mal eine Alternative zum Frühstücksmüsli ist. Durch die Gewürze bekommt das ganze schön Geschmack, auch wenn es nur ansatzweise an einen richtigen Karottenkuchen erinnert.

Zutaten:
30g Chiasamen2015.12.28_ChiaPudding-14
160ml Milch nach Wahl (ich nehme gerne Haselnussmilch)
1 mittelgroße Karotte
4 saftige Datteln
Zimt nach Belieben
1/2 TL (oder weniger) frisch geriebener Ingwer
optional: Joghurt, ein paar Nüsse

Zubereitung:
Glücklich ist, wer einen Foodprocessor hat. Hab ich nicht, ich schmeiß die Zutaten in meinen Smoothiemaker (nein, keine Werbung, nur Empfehlung, weil ich den selber sehr oft nutze) und das klappt hervorragend.
Je nach Leistung eures Mixers die Karotte schälen und klein schneiden. Mit den Datteln, der Milch und den Gewürzen in den Mixer geben und klein schreddern. Die Mischung in eine Schüssel geben und die Chiasamen unterrühren, kurz stehen lassen und nochmals umrühren, damit die Samen gleichmäßig Flüssigkeit bekommen. 2015.12.28_ChiaPudding-21

Wer keinen Mixer hat, schält die Karotte und raspelt sie fein. Die Datteln mit einer Gabel cremig verquetschen und mit den restlichen Zutaten sorgfältig vermischen. Zum Servieren gerne mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch toppen.

Quelle: Win-Win Food

Entweder – oder: Quarkreistöpfchen mit Zwetschgen

Kennt ihr diese beliebten Gegensatzpaare? Also zum Beispiel Hund oder Katze? Bier oder Wein? Strand oder Berge? Sommer oder Winter? Buch oder Film? Bei mir sind das Hund – Wein – Berge – Winter und Buch. Eignet sich hervorragend, um jemanden besser kennen zu lernen. So kann man das noch ewig weiterspielen, wobei natürlich nicht alles sich in solche Entweder – oder – Paare aufteilen lässt. Von den Jahreszeiten ist mir nämlich der Herbst am liebsten und ab und zu ist ein Bier nicht zu verachten.

Featured image
Jedenfalls musste ich familiär und im Freundeskreis feststellen, dass eines von diesen Gegensatzpaaren auch Grießbrei und Milchreis sind. Entweder mag man das eine oFeatured imageder das andere lieber. Grießbrei finde ich okay, aber das ist so komplett breiig ohne jeden Einsatz der Zähne. Deswegen favorisiere ich den Milchreis! In meiner rosaroten, perfekten Traumzukunft stehen im Kühlschrank jederzeit ein paar dieser Gläsle bereit. Diese Quarkreistöpfchen sind nämlich so leicht zuzubereiten und schlagen geschmacklich die Supermarktprodukte um Längen.

Zutaten (für 6-8 kleine Portionen à 200ml):Featured image
900ml Milch
3-4 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 Zimtstange (optional)
150g Milchreis
250g Sahnequark (gr. Joghurt geht auch)
300g entsteinte Zwetschgen
2 EL Zucker
Zimt, Kardamon

Zubereitung:
Milch zusammen mit Vanillezucker, Salz und evt. Zimtstange zum Kochen bringen, denn den Milchreis einrieseln lassen. Reis bei geringer bis mittlerer Hitze in 20-25min weich köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren, da der Reis leicht am Boden ansetzt.
Featured imageSobald der Reis weich gekocht ist (am Ende immer mal wieder probieren), den Topf vom Herd nehmen. Der Milch ist dann noch sehr flüssig, aber beim Abkühlen quillt er nach und bekommt eine sehr gute Konsistenz. Zimtstange evt. entfernen. Reis abkühlen lassen und dann den Quark unterrühren.
Für das Kompott 2 EL Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren lassen, mit 50ml Wasser ablöschen. 300g entsteinte und in Spalten geschnittene Zwetschgen untermischen und in 5-10min weich dünsten. Evt. mit Zimt und Kardamon würzen. Das Kompott abkühlen lassen.
In kleinen Gläschen jeweils etwas Kompott geben und den Milchreis darüber verteilen. Mit Folie bedecken (oder bei den Weckgläsle den Deckel drauf), im Kühlschrank aufbewahren für den kleinen Hunger zwischendurch 😉

Quelle: Sweets (Nicole Stich)

Sommer zum Frühstück: Müslitarte mit Früchten

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Bei dem Wetter macht man doch Featured imagegerne Urlaub auf Balkonien. Oder urlaubt ihr woanders? Hier in Baden-Württemberg haben die Ferien ja erst so richtig begonnen und auch wenn ich weder einen Balkon habe noch wirklich urlauben kann, genieße ich die Abende, an denen man immer noch draußen sitzen und Rosé schlürfen kann.
Und von der Obstvielfalt muss ich bestimmt niemandem vorschwärmFeatured imageen, oder? Ich könnte mich grad allein von Pfirsichen, Brombeeren, Melone… ernähren. Heute gibt es die ganz aufgeräumt in Form einer Früchtetarte, die schon zum Frühstück verspeist werden darf. Tarte zum Frühstück? Ja, sehr gerne: der Boden besteht aus Haferflocken, Nüssen und Kokosöl, die Füllung aus Joghurtquark und oben drauf vergnügt sich das Obst. Da braucht man wirklich kein schlechtes Gewissen haben 🙂

Zutaten (für eine Tarteform von 24cm):Featured image
225g grobe Haferflocken
150g Nüsse (hier: Haselnüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sonnenblumenkerne)
7 EL Kokosöl
3 EL Honig (oder mehr nach Geschmack)
250g cremiger Quark
Früchte nach Wahl

Zubereitung:
Die Nüsse grob kleinhacken, dann in einer Schüssel mit den Haferflocken, dem Kokosöl und dem Honig mischen. Falls die Mischung noch zu trocken ist, noch 1-2 EL Kokosöl und/ oder Honig dazugeben. Dann die Mischung in die Tarteform drücken und bei 175°C für 16-19 min backen. Der Boden sollte leicht gebräunt sein.
In der Zwischenzeit den Quark cremig rühren und die Früchte klein schnippeln. Wenn der Boden etwas ausgekühlt ist, den Quark reinstreichen und mit dem Obst belegen.

Featured image

Tipp: der Boden kann auch schon am Vorabend gebacken werden, morgens dann einfach kurz füllen. Wer keinen Quark will, nimmt Joghurt. Wer keine Lust auf akkurates Belegen hat, der würfelt einfach ein Obst nach Wahl und schmeißt es dekorativ drauf. Variationen ohne Ende – alles schnell gemacht und soooo schön anzugucken. Der Geschmack ist natürlich auch fantastisch 😉

Quelle: The View from Great Island

Urlaubsmitbringsel: Lime Pie

ACHTUNG! Heute gibt es hier ganz viel Text! Wer bis zum Ende durchhält, wird mit einem superschnellen, leckeren Lime Pie belohnt!

Featured image

Im Laufe der Jahre hat sich bei mir eine Art Tradition entwickelt: aus (fast) jedem Urlaub bringe ich mir ein neues Paar Ohrringe mit. Davon habe ich am meisten, eine schöne Erinnerung, die nicht unnütz irgendwo verstaubt, sondern mich lebhaft an einen fremden Ort weit weg vom Alltag erinnert.
Inzwischen zeichnet sich aber langsam ein neuer Trend ab: wie schon aus Madrid (nicht wirklich Urlaub, aber immerhin weg vom Normalen) habe ich auch aus Portugal ein Rezpet mitgebracht. Unterhalb von unserem Apartment sind wir -müde und erschöpft von der Anreise- um halb 10 abends in ein Restaurant getappt, noch unahnend, dass O Antigo Carteiro eines der Highlights der Reise werden sollte. Das lag nicht nur am Essen, das auch sehr lecker war, sondern vor allem an Helder, dem Besitzer, der uns so freundlich begrüßte und so begeistert vom Essen, Getränken und Porto schwärmte, dass es unglaublich ansteckend war! Wir blieben bis drei Uhr nachts, erfuhren viel über den Umgang der Portugiesen mit der Krise, erhielten eine Liste an Bars und Sehenswürdigkeiten, die wir in Porto besuchen mussten und bekamen den Eindruck bei Freunden auf der Featured imageTerrasse zu sitzen. Helder versorgte uns mit einer ganzen Auswahl an Portwein, die Gläser füllten sich wie von Geisterhand immer wieder neu ohne dass der Großteil auf der Rechnung auftauchen sollte.
Nach so einem Einstieg in den Urlaub ließen wir jeden Abend bei ihm auf der Terrasse ausklingen! Am dritten Abend wurden wir mit Umarmungen und Küsschen begrüßt als würden wir uns schon unser Leben lang kennen 🙂 Zu den Anziehungspunkten des Restaurants lag nicht nur, dass es immer gute Weinempfehlungen gab, sondern vor allem auch eben dieser Lime Pie, den ihr hier sehen könnt.

Ich gehöre sonst zu den Menschen, denen nichts über Mousse au Chocolat geht. Wenn es das nicht gibt, dann halt einen Schokokuchen. Oder Schokoeis, aber irgendetwas Fruchtiges? Muss eigentlich nicht sein. Das wäre als Nachtisch schon fast zu gesund 😉 Zitrusfrüchte mag ich gar nicht so gern, wenn sie verbacken sind (lustigerweise geht es meinem Bruder genau so). Aber dann bestellte meine Lieblingsreisebegleitung am ersten Abend noch einen Nachtisch und zwar eben diesen Lime Pie. WOW! Ich war süchtig! Jeden Abend gab es den! Er ist cremig, kühl, schmeckt ein wenig nach Limette, der Boden krümelt ein wenig. Ich könnte mich reinsetzen! Am letzten Abend fragte ich nach dem Rezept. Der Koch erklärte es mir zuerst wortreich auf Englisch, schrieb dann alles auf und erklärte es mir noch einmal! Juhuuu, die Heimkehr war gesichert!

Featured imageDie letzten Wochenenden verlangte meine Reisebegleitung jedes Mal, dass ich eben diesen Lime Pie hier in Deutschland machen sollte. Am letzten war es dann so weit und was soll ich sagen? Zu zweit leerten wir die 28er-Springform fast komplett 🙂 Nicht unbedingt empfehlenswert, aber der Urlaub ist für uns zumindest vorbei, da brauch man auch keine was-weiß-ich-für-eine Figur für die Fotos mehr, hihi! Es braucht nur sechs Zutaten, ist so schnell und einfach zu machen, dass die Reisebegleitung (sonst nicht so küchenaffin) unbedingt lernen will den Pie zu machen – höhö, besorg dir erstmal eine Kuchenform 😉

So, genug erzählt! Hier kommt endlich das Rezept! Am längsten dauert es, die Kekse zu zerkrümeln. Den Rest erledigt der Kühlschrank – perfekt also für die warmen Tage, die uns erwarten.

Zutaten (für eine 28er Springform, für eine 26er n paar weniger Kekse):
ca. 140g Butterkekse (evt. n paar mehr oder weniger)Featured image
ca. 120g Butter
3 kleine Naturjoghurt (à 150g/ Becher)
Saft von 3 Limetten, Abrieb von einer
1 Dose gesüßte Kondensmilch
1 Päckchen Sofortgelatine (ohne Auflösen im Wasser)

Zubereitung:
Die Springform mit Frischhaltefolie auslegen, so kriegt man den Kuchen später gut raus. Für den Boden die Kekse entweder in einer Küchenmaschine zerkleinern oder mit einem Wellholz platt machen. In einer Schüssel mit der geschmolzenen Butter mischen und in die Form pressen. Die Kuchenbasis in den Kühlschrank stellen.
In der Zwischenzeit den Joghurt, die Kondensmilch, den Limettensaft (ca. 100ml), den Limettenabrieb und die Gelatine gut verrühren. Auf den Keksboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Hinweis: wer den Kuchen weniger süß will, verwendet nicht die gesamte Menge Kondensmilch, sondern ersetzt einen Teil davon mit Naturjoghurt. Einfach nach persönlichem Geschmack ausprobieren.
Uns hat der Kuchen nach einer Nacht im Kühlschrank am besten geschmeckt, deswegen einfach rechtzeitig „backen“. Er übersteht dann sogar eine Zugfahrt nach Hause 😉

Quelle: O Antigo Carteiro

Aus Mamas Küche: Weizenschrot – Müsli (bzw. Frauenfrühstücksmüsli)

Lange bevor es Overnight-Oats und Chiapudding gab oder Bircher Müsli zu Muffins gebacken wurden um nicht nur den Kaffee, sondern auch das Frühstück „to go“, auf dem Sprung zu essen, in dieser nicht allzu fernen Vergangenheit gab es bei uns daheim ein Frühstückshighlight. Das kam nicht samstags oder sonntags auf den Tisch, sondern mittwochs. Wenn ich mich recht erinnere, einmal im Monat am Mittwoch. Und zwar immer dann, wenn meine Mutter mit ein paar Freundinnen vormittags ein Frauenfrühstück ausrichtete. Die Frauen trafen sich im örtlichen Gemeindehaus zum gemeinsamen Essen, Austausch und einer Andacht.
Der genaue Ablauf dieser Veranstaltung war für uns Kinder nie so interessant, entscheidend war nur, dass wir was von dem Müsli abbekamen, das bei uns in der Familie auch nur Frauenfrühstücksmüsli heißt. Meistens war schon am Tag davor klar, dass es das geben würde, weil es in die Mühle ging um den Weizenschrot zu besorgen. Am nächsten Morgen saß dann meistens schon die ganze Familie am Tisch und schaufelte recht still aufgrund der Uhrzeit das Müsli in sich hinein. Irgendwann musste meine Mutter dazu übergehen eine extra Schüssel für uns zuzubereiten, weil sonst fürs Frauenfrühstück zu wenig übrig blieb 😉 Ich kann euch nur empfehlen, das Frühstück in Ruhe einzunehmen ohne schon nebenher Mails zu checken oder mit arbeiten anzufangen. Ich persönlich werde ohne Ablenkung satter und gestärkter für den täglichen Stress.

Es ist ein echtes Familienrezept von uns und deswegen wollte ich das auch unbedingt hier drin haben um selber darauf zu greifen zu können. Das Problem mit Mama-Rezepten (von Oma-Rezepten ganz zu schweigen!) ist, dass die Mengenangaben recht ungenau sind. Meine Mutter hat das Müsli schon so viele Male zubereitet, dass sie alles aus dem Handgelenk raus macht. Aber hey, seid flexibel und probiert einfach aus, so viel kann da nicht schief gehen. Von wem das Rezept ursprünglich stammt, weiß meine Mutter auch nicht mehr (soooo alt ist sie es schon). Deswegen geb ich dieses Mal auch keine Quelle an.

Featured image
Weizenschrot bekommt ihr in der Mühle. Falls ihr keine vor Ort habt, gibt es den teilweise auch in Naturfachgeschäften oder man kann ihn sogar übers Internet bestellen. Schrot wird meines Wissens sonst gerne fürs Brot backen verwendet. Im Müsli gibt er einen schönen Biss. Probiert es aus, die trendigen Chiasamen könnt ihr ja immer noch drüber streuen 😉

Zutaten (für 2 Personen):
1 Tasse Weizenschrot
1 Tasse zarte Haferflocken
300g Joghurt
1 Becher Sahne
Honig
Obst nach Belieben und Saison
Sonnenblumenkerne

Zubereitung:
Am Vorabend den Weizenschrot in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Featured imageÜber Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen überschüssiges Wasser abgießen und die Haferflocken zugeben. Die Sahne halb steif schlagen und mit dem Joghurt unter das Getreide mischen. Obst schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Mit Honig abschmecken und mit gerösteten Sonnenblumenkernen servieren.

Im hier fotografierten Müsli sind 500g aufgetaute und abgetropfte Himbeeren, 2 zerdrückte und extra fein pürierte Bananen und ein Apfel drin.