Amerikanischer Schokokuchen

Es gab mal eine Zeit hier in Deutschland, in der Muffins, Cupcakes & Co noch nicht so bekannt waren. Zumindest in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Statt Muffins hat meine Mutter „Törtchen“ gebacken, die der absolute Hit auf sämtlichen Geburtstagen, Kuchenverkäufen oder Ausflügen waren. Noch ohne die Muffinformen waren ihre Törtchen etwas breiter und dünner, aber trotzdem beliebt. Wir kannten ja nichts anderes.

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Nach dem Abitur machte ich mich dann auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auf nach New York! Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren Muffins schon in Deutschland angekommen, aber Frosting auf Cupcakes war mir noch nie begegnet. Deswegen war es ein umso eindrücklicheres Erlebnis als eine Kollegin aus meinem Team eines Tages mit knallbunten Cupcakes ankam, deren Cremehütchen mindestens so groß war wie die eigentliche Teigmasse. Ich kann euch nicht mal mehr genau sagen, wie die Sorten hießen. Einer war auf jeden Fall mit Schokolade, der andere mit Zitrone und einem blauen Frosting, das optisch an Schlümpfe erinnerte. Geschmeckt haben die Cupcakes hauptsächlich süß; ich erinnere mich, dass mir nach der Hälfte schlecht war, ich aber trotzdem fasziniert war von diesem Gebilde.

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Daran musste ich denken als meine Schwester mit dieser Schokobombe ankam: eine Art Brownieteig, den sie nicht nur einfach mit der Schokomasse überzogen, sondern sogar gefüllt hat. Wenn schon, denn schon 🙂 Wer aber behauptet, dass es solche kalorienreiche Kuchen nur in den USA gibt, der vergisst Klassiker wie den Frankfurter Kranz. Der wird schließlich auch mit ner ordentlichen Buttercreme gefüllt und bestrichen.
Die Zuckermengen in diesem amerikanischen Schokokuchen sind immer noch sehr hoch, aber nun ja, vegan-glutenfrei-und sonstiges Zeug muss ja nicht immer sein 😉 Kleine Stückchen reichen und sollten verkraftet werden. Mit dieser Menge macht ihr also viele Menschen glücklich!
Ein Tip noch: den Kuchen nicht frisch aus dem Kühlschrank servieren -sonst ist das Frosting zu fest. Lieber schön Zimmertemperatur annehmen lassen, dann schmeckt es noch besser! Zu den Mengenangaben: meine Schwester hat die doppelte Menge Frosting gemacht und konnte deswegen den Kuchen füllen.

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Für den Kuchen:
85g Butter, zimmerwarm
145g brauner Zucker
25g weißer Zucker
1 großes Ei
1 Eigelb
175ml Buttermilch
40g Kakao
125g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/2 TL Salz

Für das Frosting:
55g Schokoladenkuvertüre (Zartbitter)
180g Puderzucker (weniger verwendet)
115g zimmerwarme Butter
1 EL Milch
Optional: Salz oder Vanilleextrakt, Zuckerstreusel zur Deko

Zubereitung:
Den Ofen auf 175° vorheizen. Eine ca 20x20cm große Form einfetten und mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen, alles gut vermischen. Dann Buttermilch zugeben und verrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz) miteinander vermischen und alles zu einem Teig verrühren. In die vorbereitete Fom geben, glatt streichen und 25-30min backen. Aus dem Ofen holen, 10min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form holen und komplett auskühlen lassen.
Für das Frosting die Schokolade schmelzen und mit allen anderen Zutaten vermischen. Falls die Masse zu flüssig erscheint, noch kurz in den Kühlschrank während der Kuchen abkühlt, aber achtet darauf, dass sie nicht zu fest wird, sonst lässt sie sich nicht verteilen. Abschließend den Kuchen mit Zuckerstreuseln dekorieren und yeaaaah, Kuchen!!!!!

Quelle: Smitten Kitchen

Rhabarber-Schichtdessert im Glas

Oder auch Rha-rha-rha-a-aa -Rhabarber! Endlich wieder da! Wirklich innovativ ist dieses Schichtdessert nicht, inzwischen wird ja sehr viel in Gläschen portioniert, aber es sieht auch einfach gut aus und ist sehr unkompliziert.

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Als ich gerade das Rezept abgetippt habe, ist mir wieder mal aufgefallen, dass ich mir bei so einfachen Aktionen meistens die Zubereitungsschritte einmal durchlese und dann einfach mache. Ich meine, allein wenn man sich die Bilder anguckt, ist schon recht selbsterklärend, wie das mit der Zubereitung funktioniert, oder etwa nicht? Doch, war es. Es ist sehr unkompliziert. Nur hätte man ein paar Kekskrümel zur Deko zurückbehalten sollen. Das habe ich komplett überlesen und hab stattdessen auf die erste Zitronenmelisse aus dem Garten zurückgegriffen. Alternativ würde sich auch noch ein Klecks Kompott eignen.

Nicht weiter schlimm, ich musste nur über mich selber grinsen, dass ich oft meine, aufgrund meiner langjährigen Kocherfahrung genau zu wissen, wie die Zubereitung gemäß eines abgebildeten Fotos abläuft. Da ist es schon ein Vorteil, wenn man kein Bild zur Verfügung hat, sondern nochmal ins Rezept gucken muss, um weiterzukochen.
Hier könnt ihr kaum Fehler machen und trotzdem sieht es so nett aus… wäre das vielleicht etwas für ein schönes Muttertags-Frühstück? Da kann es ja ruhig mal Schokokekse geben 😉

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Zutaten für 4-6 Gläser:
400g (roter) Rhabarber
100g TK-Himbeeren
80g Zucker
100ml Apfelsaft
20g Vanillepuddingpulver
600g griechischer Joghurt
1-2 El Honig
1/2 Tonkabohnen (schmeckt auch ohne)
100g Hafer-Cookies mit Schokolade (evt etwas mehr)

Zubereitung:
Rhabarber putzen, waschen, ggf. entfädeln und in Scheiben schneiden. Rhabarberstücke und Himbeeren mit Zucker und Apfelsaft aufkochen. Puddingpulver mit wenig kaltem Wasser anrühren und das Kompott damit binden. Vollständig abkühlen lassen (dauert ca 1h)
Für die Creme den Joghurt mit Honig glatt rühren. Die Tonkabohne fein reiben und die Creme damit abschmecken. Hafer-Cookies grob hacken und auf 4-6 hohe Gläser verteilen, dabei ca 1 EL für die Deko zurückbehalten.
Kurz vor dem Servieren Kompott und Creme abwechselnd über die Keksbrösel schichten. Anschließend mit den übrigen Bröseln bestreuen und sofort servieren (sonst zieht der Joghurt Flüssigkeit und in den Gläsern bildet sich ein Wasserrand).

Quelle: deli 2/2017

Ei,ei,eia-ei: Kresse-Dip zur Ostereiverwertung

So, Ostern ist nun endgültig vorbei, die Ferien somit auch und das einzige was bleibt, sind Tonnen von Schokoosterhasen und jede Menge bunt gefärbte Eier. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber gefühlt hat man genügend hart gekochte Eier bis Weihnachten. Und bei aller Liebe zu Eiern, irgendwann hängen die einem eeeecht zum Hals raus!

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Dieses Jahr muss ich allerdings ein großes Lob an alle Verwandten, Freunde und Nachbarn des Hauses O. aussprechen: die Eierflut hielt sich in Grenzen! Auch die Schokohasenarmee ist übersichtlich. Trotzdem will ich euch ein Rezept zeigen, das sich eignet um immerhin drei hartgekochte Eier loszuwerden. Dieser Kresse-Dip passt hervorragend zu einem nachösterlichen Brunch, aufs Brot, als Dip zu Gemüse oder Räucherlachs oder als reichhaltiges Dressing zu Salat.

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Der Dip kam so gut an, dass er innerhalb von einer Woche gleich zwei Mal gemacht wurde. Das spricht doch für sich. Für die Schokohasen liefer ich euch keine Vorschläge, wie ihr die am besten verarbeiten könnt -solche Probleme habe ich nicht 😉 Was macht ihr sonst mit den „Resten vom Fest“, den hartgekochten Eiern oder anderen Überbleibseln?

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Zutaten (für 8 als Beilage):
3 Eier
100g Hüttenkäse
100g Magermilchjoghurt
150g Schmand (ich: 200g)
100g Mayonnaise (ich: 1 EL)
1 Tl mittelscharfer Senf
1 Tl körniger Senf
Salz, Pfeffer
1 Beet Gartenkresse
1 Beet violette Kresse (ich hatte nur Gartenkresse)

Zubereitung:
Falls die Eier nicht eh schon hartgekocht sind: die Eier anstechen und in kochendem Wasser 6min nicht zu hart kochen. Eier abgießen, abschrecken und pellen.
Hüttenkäse mit Joghurt, Schmand, Mayo, beiden Senfsorten, Salz und Pfeffer mischen. Eier grob schneiden.
Kresse von den Beeten schneiden. Eier und 3/4 der Kresse unter den Dip rühren. Abschmecken und in einer Schale anrichten. Mit der restlichen Kresse bestreut servieren.

Quelle: deli (2/ 2017)

Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

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Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

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Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

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Quelle: James Superfood für jeden Tag.

Tri-Tra-Tresterverwertung: Karotten-Porridge

So sehr ich es liebe, selber Saft zu machen, so sehr bedaure ich es auch, den Trester ungenutzt wegzuschmeißen. Dieser ist zwar relativ trocken, hat aber immer noch Geschmack und Volumen. Weil ich selten Brot backe, in dem der Trester eine zweite Bestimmung finden könnte oder natürlich dann nicht drandenke, die Reste aufzubewahren, wenn ich Risotto mache, kam es viel zu oft vor, dass ich zwar sehr leckeren Saft, aber auch einen gut gefüllten Kompost hatte. Gerade in der Anfangszeit hab ich hauptsächlich Karotten, Äpfel und Ingwer ausgepresst.

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Umso glücklicher bin ich, dass ich eine neue Frühstücksidee gefunden habe! Wer also den Saft aus Rote Beete, Orangen und Karotten vom letzten Post macht, hebt bitte den Karottentrester auf und macht dieses Porridge!
Man kann es ganz easy-peasy am Vorabend vorbereiten und hat am nächsten Tag nur ein paar Handgriffe zu erledigen bevor ein leckeres Frühstück auf dem Tisch steht. Wer keinen Trester zur Hand hat, auch gar kein Problem: einfach eine kleine Karotte reiben und untermischen. Das geht genau so gut. Blog-Event CXVII - Muesli

Mit diesem Eintrag nehmen wir am Blogevent von Maja teil, das gerade bei Zorra stattfindet und ganz im Zeichen des Frühstücks steht. Müsli in allen Formen, Farben und Konsistenzen – da bin ich gleich dabei 🙂 Und mit unserem Karotten-Porridge verbinden wir ihre beiden Bücher: im ersten geht es ja um Frühstück und das zweite rund um Saft dürftet ihr spätestens nach meiner Vorstellung kennen. Ich zumindest war sehr positiv überrascht, wie lecker das Porridge ist – Gemüse kann man morgens also schon sehr gut in roher Form außerhalb von Smoothies zu sich nehmen und gleichzeitig etwas weniger in den Kompost schmeißen.

 

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Zutaten (für 2 zum Frühstück):
100g Getreideflocken nach Wahl (ich: Mischung aus Haferflocken und Getreideschrot)
1 TL Zitronensaft
280ml Karottensaft (ich habe gekauften verwendet)
30g Karotte, fein gerieben (ich: Trester)
jeweils eine Prise Zimt, Muskat, Kardamon
eine Handvoll getrocknete Früchte (z.Bsp. Aprikosen, Datteln, Rosinen)
20g Kokosflocken
Joghurt und Nüsse nach Wunsch
evt. Ahornsirup zum Süßen

Zubereitung:
Die Getreideflocken mit dem Zitronensaft und dem Karottensaft in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur warm werden lassen. Wer will, kann das Porridge auch in einem Topf erwärmen. 2016.02.29_Porridge-7
Die geriebenen Karotten, die Gewürze, die getrockneten Früchte und die Kokosflocken untermischen. Falls die Mischung zu trocken erscheint, noch etwas Saft oder Wasser hinzufügen. Wer es etwas süßer mag, mit Ahornsirup abschmecken. Das Karotten-Porridge auf zwei Schüsselchen verteilen, mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch garnieren.

Quelle: My new roots (Sarah Britton)

PS: wer eine Verwendung für den übrigen Karottensaft sucht, der macht bitte dieses Risotto – mein absolutes Lieblingsessen!!

 

 

Karottenkuchen-Chiapudding auf deutsche Weise

Oh nein, sie veröffentlicht etwas mit einem dieser Superfoods! Ich seh schon, wie ein Viertel der Foodblogger sich augenverdrehend wegklickt, ein anderes Viertel nur denkt, dass das nichts Neues mehr ist, ein anderes Viertel von Menschen, die keine regelmäßigen Foodblog-Leser sind nur fragen: „was für n Pudding?“ und die letzten 25% nur entsetzt feststellen, dass ich hier jetzt irgendein Essen nationalisiert präsentiere.

2015.12.28_ChiaPudding-20Also mal in aller Ruhe: Chiasamen wird nachgesagt, dass sie sehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium und Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Deswegen sind sie seit ein paar Jahren sehr beliebt, weil man dadurch angeblich seine Gesundheit steigern kann. Jedoch gibt es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, ob diese so genannten Superfoods wirklich so viel besser sind. Leinsamen, die hier schon seit ewiger Zeit bekannt sind, enthalten nämlich eine sehr ähnliche Nährstoffdichte wie die trendigen Chiasamen. Deswegen gibt es zunehmend kritische Stimmen an dieser Vermarktung und den Hype um gewissen Beeren, Samen und Pollen. Ein sehr interessanter Artikel dazu ist im Guardian (auf Englisch) erschienen, der einige der Gesundheitsblogger hinterfragt.

Ich werde euch nichts vormachen: ich ess die Chiasamen 2015.12.28_ChiaPudding-15gern mal, aber mehr aus Neugier ohne davon zu erwarten, dass ich dadurch (noch) gesünder, toller und absolut unwiderstehlicher werde als ich eh schon bin 😉 Lustig finde ich besonders, dass die Samen in Flüssigkeit aufquellen und somit eine puddingartige Konsistenz bekommen. Im Gegensatz zu den (US-amerikanischen) Blogs sage ich aber ganz klar, dass diese Art Pudding nicht mein Leben verändert hat und auch nicht das beste ist, was ich jeeemaaals gegessen habe 😉 Ich seh das (ganz deutsch-pragmatisch), recht neutral, sag, dass es lecker schmeckt, schnell gemacht ist und auch mal eine Alternative zum Frühstücksmüsli ist. Durch die Gewürze bekommt das ganze schön Geschmack, auch wenn es nur ansatzweise an einen richtigen Karottenkuchen erinnert.

Zutaten:
30g Chiasamen2015.12.28_ChiaPudding-14
160ml Milch nach Wahl (ich nehme gerne Haselnussmilch)
1 mittelgroße Karotte
4 saftige Datteln
Zimt nach Belieben
1/2 TL (oder weniger) frisch geriebener Ingwer
optional: Joghurt, ein paar Nüsse

Zubereitung:
Glücklich ist, wer einen Foodprocessor hat. Hab ich nicht, ich schmeiß die Zutaten in meinen Smoothiemaker (nein, keine Werbung, nur Empfehlung, weil ich den selber sehr oft nutze) und das klappt hervorragend.
Je nach Leistung eures Mixers die Karotte schälen und klein schneiden. Mit den Datteln, der Milch und den Gewürzen in den Mixer geben und klein schreddern. Die Mischung in eine Schüssel geben und die Chiasamen unterrühren, kurz stehen lassen und nochmals umrühren, damit die Samen gleichmäßig Flüssigkeit bekommen. 2015.12.28_ChiaPudding-21

Wer keinen Mixer hat, schält die Karotte und raspelt sie fein. Die Datteln mit einer Gabel cremig verquetschen und mit den restlichen Zutaten sorgfältig vermischen. Zum Servieren gerne mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch toppen.

Quelle: Win-Win Food

Entweder – oder: Quarkreistöpfchen mit Zwetschgen

Kennt ihr diese beliebten Gegensatzpaare? Also zum Beispiel Hund oder Katze? Bier oder Wein? Strand oder Berge? Sommer oder Winter? Buch oder Film? Bei mir sind das Hund – Wein – Berge – Winter und Buch. Eignet sich hervorragend, um jemanden besser kennen zu lernen. So kann man das noch ewig weiterspielen, wobei natürlich nicht alles sich in solche Entweder – oder – Paare aufteilen lässt. Von den Jahreszeiten ist mir nämlich der Herbst am liebsten und ab und zu ist ein Bier nicht zu verachten.

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Jedenfalls musste ich familiär und im Freundeskreis feststellen, dass eines von diesen Gegensatzpaaren auch Grießbrei und Milchreis sind. Entweder mag man das eine oFeatured imageder das andere lieber. Grießbrei finde ich okay, aber das ist so komplett breiig ohne jeden Einsatz der Zähne. Deswegen favorisiere ich den Milchreis! In meiner rosaroten, perfekten Traumzukunft stehen im Kühlschrank jederzeit ein paar dieser Gläsle bereit. Diese Quarkreistöpfchen sind nämlich so leicht zuzubereiten und schlagen geschmacklich die Supermarktprodukte um Längen.

Zutaten (für 6-8 kleine Portionen à 200ml):Featured image
900ml Milch
3-4 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 Zimtstange (optional)
150g Milchreis
250g Sahnequark (gr. Joghurt geht auch)
300g entsteinte Zwetschgen
2 EL Zucker
Zimt, Kardamon

Zubereitung:
Milch zusammen mit Vanillezucker, Salz und evt. Zimtstange zum Kochen bringen, denn den Milchreis einrieseln lassen. Reis bei geringer bis mittlerer Hitze in 20-25min weich köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren, da der Reis leicht am Boden ansetzt.
Featured imageSobald der Reis weich gekocht ist (am Ende immer mal wieder probieren), den Topf vom Herd nehmen. Der Milch ist dann noch sehr flüssig, aber beim Abkühlen quillt er nach und bekommt eine sehr gute Konsistenz. Zimtstange evt. entfernen. Reis abkühlen lassen und dann den Quark unterrühren.
Für das Kompott 2 EL Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren lassen, mit 50ml Wasser ablöschen. 300g entsteinte und in Spalten geschnittene Zwetschgen untermischen und in 5-10min weich dünsten. Evt. mit Zimt und Kardamon würzen. Das Kompott abkühlen lassen.
In kleinen Gläschen jeweils etwas Kompott geben und den Milchreis darüber verteilen. Mit Folie bedecken (oder bei den Weckgläsle den Deckel drauf), im Kühlschrank aufbewahren für den kleinen Hunger zwischendurch 😉

Quelle: Sweets (Nicole Stich)