Rettungsaktion: 3-Minuten-Vielfaltbrot

Im Hintergrund klimpert leise ein Klavier, unwillkürlich hört man diesen harmonischen Klängen zu, eine sanfte Frauenstimme fragt nach, woran man denn gutes Brot erkennen würde. Alles klingt gut und man sieht schon eine knusprige Krume vor sich bis plötzlich diese Idylle von einer Männerstimme unterbrochen wird, die als Erkennungszeichen für gutes Brot den Preis nennt und auf einen Discounter hinweist, bei dem laut Werbung alle Kriterien nur zu gut erfüllt sind.

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Wer dann aber im Laden steht und nicht nur einfach einpackt was geht, sondern einen Blick auf die Zutatenliste wirft, wird schnell merken, dass Brot heute scheinbar nicht mehr nur aus Mehl, Waser, Salz und Hefe besteht, sondern sich neben Körnern auch diverse E-Nummern und Inhaltsstoffe finden, die im normalen Haushalt nicht neben den eben genannten Zutaten im Regal stehen. Höchste Zeit also mal Brot und Brötchen zu retten! Genau darum geht es heute bei „Wir retten, was zu retten ist“. Ich will die Gelegenheit nutzen um mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, die es rund ums Brot backen gibt.

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  1. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich habe ja keine Küchenmaschine“. Hab ich auch nicht! Ich habe zwei Hände, ein sehr billiges Rührgerät und eine Küchenwaage, die beide schon etwas älter sind. In der Schüssel zum Teigmischen wird regelmäßig Salat zubereitet. Merke: man braucht keine Profiausstattung!
  2. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich hab keine Zeit“. Haben wir doch alle nicht. Für das Rezept hier brauchst du maximal 13min: 10 min um die Nüsse zu hacken, 3min den Teig kneten und während das Brot eine Stunde im Backofen bäckt, kann man selber ein Fußballspiel gucken, fürs Examen lernen oder sonst was tun.
  3. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber braucht man dafür nicht Sauerteig oder so?“ Ja, manche Rezepte funktionieren so. Das hier nicht. Vor Sauerteig hab ich mich bisher auch gedrückt, vor allem, weil ich nicht so viel Brot esse. Hier wird lediglich ein Päckchen Trockenhefe benötigt.
  4. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber das ist doch sooo altmodisch!“ Ja, so ein Laib Brot mag unspektakulär erscheinen, aber glaub mir, der Duft vom frischen Brot lockt jeden an. Hat man erstmal einen Biss genommen, kriegt man gar nicht genug. An meinem Geburtstag hab ich ein „Schnittchenbuffet“ gemacht, bei dem sich jeder sein Brot so belegen durfte, wie er wollte. Kam super an! Das gute alte Abendbrot ist einfach ein heiß geliebter Klassiker! Allein schon mit Butter und etwas Salz ist das eine Spezialität! Da werden Kindheitserinnerungen ans Abendbrot in Familienrunde wach, was keine stylishe Smoothiebowl der Welt schaffen kann 😉

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Es gibt also eigentlich gar keinen Grund, sein Brot nicht selber zu backen! Oder welche Ausreden fallen euch noch ein? Wer keine Lust auf ein festes Körnerbrot hat, sondern lieber ein luftig-leichtes Gebäckstück will, der wird bestimmt bei den vielen Mitrettern fündig. So eine Vielfalt!!!

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Paprika meets Kardamon: Naan aus der Pfanne

Brittas Kochbuch: Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

Magentratzerl: Pletzl

Giftige Blonde: Bierbrot

Summsis Hobbyküche: Baguette

Was du nicht kennst…: No knead Bread

Dynamite Cakes: Focaccia mit roten Zwiebeln

Brotbackliebeundmehr: Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen: Niederrheinische Butterstuten

Anna Antonia: Pain au chocolat

Sakriköstlich: Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette: Vollkorntoast mit Emmermehl

Prostmahlzeit: Hanfbrot

Food for Angels and Devils: (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke: Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspeln aus dem Topf

Feinschmeckerle: Kieler Semmeln

Das Mädel vom Lande: Kammutbrot

Küchenliebelei: Ciabatta (und daraus dann Cheese-Steak-Sandwich)

Auchwas: Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pide

Obers trifft Sahne: Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot: Toastbrot

Fliederbaum: Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker: Dinkelbrötchen mit Buttermilch

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Zutaten (für 1 Brot = 1 Kastenform, 25cm)
50g Kürbiskerne
40g Walnusskerne
40g Haselnusskerne
20g Sesamsamen (weggelassen)
360g Dinkelvollkornmehl
90g Haferflocker
50g Karotte, fein gerieben (optional)
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 gestr. EL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
1 EL Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken, Hirse oder Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
Kürbis-, Walnuss- und Haselnusskerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Sesamsamen, Mehl, Haferflocken, Trockenhefe, Kokosblütenzucker sowie 1 TL Salz dazugeben und alles gut mischen. Nach Belieben die Möhre dazugeben.
Das Olivenöl und 350ml lauwarmes Wasser dazugießen und den Teig in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken des Handrührgeräts auf höchster Stufe 3min kneten.
Die Kastenform leicht einölen, den Teig einfüllen, die Oberfläche der Länge nach 1cm tief einritzen und nach Belieben mit Körnern, Samen oder Flocken bestreuen. Das Brot auf die mittlere Schiene in den kalten Backofen schieben und bei 170°C Umluft 1h backen.
Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen. 10min abkühlen lassen, aus der Form lösen und vor dem ersten Anschneiden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Quelle: Gesund kochen ist Liebe (Veronika Pachala)

Same same, but different: Jamies perfekte Müsliriegel

Wenn ich mir so anschaue, was ich schon an Müsliriegeln produziert habe, ist die Liste schon ganz ordentlich! Da kamen die unterschiedlichsten Zutaten zum Einsatz: Trockenfrüchte gehören bei allen zum Standard, beim einen wird noch Kürbis hinzugefügt, ja sogar Bohnen wurden schon verwendet!

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Gemeinsam ist allen, dass sie deutlich gesünder, kalorienärmer sind als die gekauften Varianten. Die Süße kommt von Honig, Früchten oder Ahornsirup und nicht von kiloweise Zucker. Man weiß, was drin ist, hat unendliche Variationsmöglichkeiten und alle Rezepte ließen sich schnell machen. Neugierig wie ich bin, musste ich natürlich früher oder später die Müsliriegel aus Jamie Olivers Superfood-Kochbuch auprobieren. Auffällig bei ihm war für mich, dass die Riegel ihren Kleber durch Bananen und Orange bekommen. Neben Trockenobst ist das auch das einzige Süßungsmittel. Die Masse wird vor dem Backen aufgekocht und wow! Der Duft ist einfach super – ich hätte die Masse roh sofort aufessen können!

Gebacken haben die Riegel sehr gut zusammengehalten. Aber im Gegensatz zu den Supermarktmüsliriegel sind diese hier recht weich, nicht knackig. Sie machen für mich mehr den Anschein von Fruchtschnitten. Der Geschmack ist auch gebacken gut, aber -bedingt auch durch die Konsistenz- anders als ich es von einem Müsliriegl erwarte.

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Wenn ich Müsliriegel in Kochbüchern sehe, dann wird sofort genauer hingeschaut. In einem veganen Kochbuch hab ich eine Variante, die von der Autorin gepriesen wird und die sie anscheinend schon erfolgreich verkauft hat. Vom Aussehen sind die Riegel top, genau so wie man es sich wünscht. Die Zutaten aber haben mich bisher noch vom Nachbacken abgehalten. Zum einen werden Rice Krispies verwendet, ein Fertigprodukt, was ich bisher nur mit diversen E-Nummern gefunden habe. Und zum anderen wird dann noch sehr viel Reissirup zum Süßen und Verkleben verwendet. Ja, vegan sind die Riegel, aber ob sie nur deswegen auch gesund sind, wage ich bei dem vielen (natürlichen) Zucker zu bezweifeln…

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Aber ich bin keine Expertin! Achtet ihr bei Rezepten auf Kalorienangaben und verwendete Zutaten? Falls ihr ein gutes Müsliriegelrezept habt, dann nur her damit! Ich freue mich über Inspiration – praktisch finde ich die Riegel als Snack nämlich ungemein! Echt spannend, was für unterschiedliche Ergebnisse man erhält mit so gleichen Zutaten 🙂

Zutaten (für 12 Stück):
100g ungesalzene gemischte Nusskerne (z.Bsp. Walnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne…)
50g gemischte Samen (z. Bsp. Chia-Samen, Mohn, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)
100g gemischtes Trockenobst (z.Bsp. Cranberries, Aprikosen, Sultaninen, Feigen…)
1 gehäufter TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Kurkuma
1 Bio-Orange
2 reife Bananen
1 EL flüssiger Honig (ich: Agavensirup)
175g Haferflocken
10g Haferkleie
Zubereitung:
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Nüsse, Samen und Trockenobst mit den Gewürzen und der abgeriebenen Orangenschale in der Küchenmaschine in Intervallen fein zerkleinern. In eine Schüssel füllen. Die Orange schälen und das Fruchtfleisch mit den geschälten Bananen in der Küchenmaschine pürieren. Die Mischung in einen Messbecher geben, den Honig hinzufügen und das Ganze mit Wasser auf 500ml auffüllen (war bei mir nicht nötig).

In einen großen Topf gießen und bei mittlerer bis starker Hitze aufwallen lassen. Dannn mit einem Teigschaber Haferflocken, Kleie und die Nuss-Samen-Obstmischung 2016.04.18_Müsliriegel-9hinzufügen. Die Masse etwa 5min rühren, schlagen und drücken bis die Haferflocken anfangen, Stärke abzugeben und die Mischung kleisterartig wird. Die Masse in eine quadratische Backform (25x25cm) geben und glatt streichen. Mit einem Messer auf der Oberfläche 12 Riegel markieren. Die Masse ganz unten im Ofen 45-50min backen bis sie goldbraun und fest ist. In der Form 10min abkühlen lassen und auf ein Gitter geben.
Die Riegel halten sich luftdicht verpackt (im Kühlschrank) 3-4 Tage.

Quelle: Jamies Superfood für jeden Tag

An anderen Tischen: Gastbeitrag bei Yushka

Yushka, die Sugarprincess, muss ich hier bestimmt niemandem vorstellen, oder? Ihren Blog lese ich schon sehr, sehr lange und beim Foodbloggercamp in Reutlingen hatte ich die große Freude, sie persönlich kennen lernen zu dürfen 🙂

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Heute sind wir bei ihr auf dem Blog mit diesem gesunden Kokos-Knuspermüsli zu Gast – schaut also auf jeden Fall bei ihr vorbei. Nicht nur, weil das Müsli sooo lecker ist und sooo toll knuspert, dass es nur ein guter Start in den Tag werden kann, sondern vor allem, weil der Blog von Yushka einfach wunderschön und so unterhaltsam ist!

Vielen Dank auch von hieraus, dass wir an deinem virtuellen Esstisch Platz nehmen dürfen, liebe Yushka! Und ich freu mich so, dass besonders eine Kategorie von ihr gelobt wird, die einer Person in dieser Familie sehr, sehr peinlich sein wird (jaaaa, die Mama ist gemeint, hihi!)
Ein schönes Wochenende euch allen! Der Frühling kommt – ich hoffe, ihr könnt das tolle Wetter genießen.

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Tri-Tra-Tresterverwertung: Karotten-Porridge

So sehr ich es liebe, selber Saft zu machen, so sehr bedaure ich es auch, den Trester ungenutzt wegzuschmeißen. Dieser ist zwar relativ trocken, hat aber immer noch Geschmack und Volumen. Weil ich selten Brot backe, in dem der Trester eine zweite Bestimmung finden könnte oder natürlich dann nicht drandenke, die Reste aufzubewahren, wenn ich Risotto mache, kam es viel zu oft vor, dass ich zwar sehr leckeren Saft, aber auch einen gut gefüllten Kompost hatte. Gerade in der Anfangszeit hab ich hauptsächlich Karotten, Äpfel und Ingwer ausgepresst.

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Umso glücklicher bin ich, dass ich eine neue Frühstücksidee gefunden habe! Wer also den Saft aus Rote Beete, Orangen und Karotten vom letzten Post macht, hebt bitte den Karottentrester auf und macht dieses Porridge!
Man kann es ganz easy-peasy am Vorabend vorbereiten und hat am nächsten Tag nur ein paar Handgriffe zu erledigen bevor ein leckeres Frühstück auf dem Tisch steht. Wer keinen Trester zur Hand hat, auch gar kein Problem: einfach eine kleine Karotte reiben und untermischen. Das geht genau so gut. Blog-Event CXVII - Muesli

Mit diesem Eintrag nehmen wir am Blogevent von Maja teil, das gerade bei Zorra stattfindet und ganz im Zeichen des Frühstücks steht. Müsli in allen Formen, Farben und Konsistenzen – da bin ich gleich dabei 🙂 Und mit unserem Karotten-Porridge verbinden wir ihre beiden Bücher: im ersten geht es ja um Frühstück und das zweite rund um Saft dürftet ihr spätestens nach meiner Vorstellung kennen. Ich zumindest war sehr positiv überrascht, wie lecker das Porridge ist – Gemüse kann man morgens also schon sehr gut in roher Form außerhalb von Smoothies zu sich nehmen und gleichzeitig etwas weniger in den Kompost schmeißen.

 

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Zutaten (für 2 zum Frühstück):
100g Getreideflocken nach Wahl (ich: Mischung aus Haferflocken und Getreideschrot)
1 TL Zitronensaft
280ml Karottensaft (ich habe gekauften verwendet)
30g Karotte, fein gerieben (ich: Trester)
jeweils eine Prise Zimt, Muskat, Kardamon
eine Handvoll getrocknete Früchte (z.Bsp. Aprikosen, Datteln, Rosinen)
20g Kokosflocken
Joghurt und Nüsse nach Wunsch
evt. Ahornsirup zum Süßen

Zubereitung:
Die Getreideflocken mit dem Zitronensaft und dem Karottensaft in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur warm werden lassen. Wer will, kann das Porridge auch in einem Topf erwärmen. 2016.02.29_Porridge-7
Die geriebenen Karotten, die Gewürze, die getrockneten Früchte und die Kokosflocken untermischen. Falls die Mischung zu trocken erscheint, noch etwas Saft oder Wasser hinzufügen. Wer es etwas süßer mag, mit Ahornsirup abschmecken. Das Karotten-Porridge auf zwei Schüsselchen verteilen, mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch garnieren.

Quelle: My new roots (Sarah Britton)

PS: wer eine Verwendung für den übrigen Karottensaft sucht, der macht bitte dieses Risotto – mein absolutes Lieblingsessen!!

 

 

Vorratskammermüsli: Apfel-Zimt-Granola

Eines der interessantesten Dinge, die es für mich daheim gibt (von der Familie mal abgesehen 😉 ) ist die immer randvoll gefüllte Vorratskammer meiner Mutter. Nein, stopp! Ich muss mich korregieren: es gibt zum einen die Speisekammer, ein fensterloses Kämmerlein direkt an der Küche dran und dann gibt es noch den Vorratskeller. Die Gefriertruhe erwähne ich gar nicht erst! Jedenfalls könnte sofort eine große Versorgungsnot eintreten und wir könnten immer noch jahrelang etliche Zeit überleben ohne dass es Probleme gäbe.

2015.12.23_ApfelmusMüsli-14Ja,ja, meiner Mutter ist das jetzt furchtbar peinlich, aber ich werde genau so sein! Nur leider steht mir in meiner WG für solch eine Hortung zu wenig Platz zur Verfügung. Der große Vorteil einer solchen Vorratshaltung ist es, dass eigentlich immer alles da ist, egal ob man jetzt spontan eine Pizzaparty feiern möchte oder einen Smoothie in den Mixer schmeißen will. Deswegen war es auch gar kein Problem, alle Zutaten für dieses Apfel-Zimt-Granola zusammen zu suchen.

Müsli selber machen ist für mich DIE Neuentdeckung des Jahres 2015 gewesen! Nicht nur irgendwelche Riegel mach ich selber, sondern gerade das Kürbisknuspermüsli hat es mir voll angetan! Als Nic dann schrieb, dass dieses Granola noch besser sei als das andere war klar2015.12.23_ApfelmusMüsli-13, dass ich das machen müsste. Und so kam nach einer Linzer Torte noch schnell das Müsli in den Ofen und kurz drauf durfte geknuspert werden.

Wirklich lecker, der Deckel der Dose wurde regelmäßig geöffnet und jemand fischte sich ein paar Knusperstückchen raus. Die Vorratshaltung hat sich also wieder mal gelohnt. Liebe Mama, nicht rot werden! Ich wette, diese Art von Massenhaltung ist ein weit verbreitetes Phänomen in kochenden Haushalten 😉 Stimmt’s?

Zutaten:
100g kernige Haferflocken2015.12.23_ApfelmusMüsli-19
100g zarte Haferflocken
50g Sonnenblumenkerne
50g Haselnusskerne, grob gehackt
50g Mandeln, grob gehackt
20g Chia-Samen
1 Tl Zimt
1 El Kokosöl
85ml Ahornsirup
ca. 300g Apfelmus (ungezuckert, ansonsten Ahornsirup reduzieren)
100g getrocknete Apfelscheiben

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten außer die getrockneten Apfelscheiben in einer großen Schüssel vermischen. Dann verrührt ihr die nassen Zutaten (Kokosöl, Ahornsirup und Apfelmus) und vermischt das alles sorgfältig mit den trockenen Zutaten. Die Müslimischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 150°C im Ofen für ca. 35-40min backen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt und knusprig wird.
Die Mischung auf den Blechen abkühlen lassen und dann erst die getrockneten Apfelstückchen untermischen. Die dürfen nicht mitgebacken werden, weil sie sonst zu trocken werden.

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Quelle: Luzia Pimpinella.

Kraftprotz: Kürbis-Frühstückskekse

Bevor es hier mit dem filigranen Weihnachtsgebäck losgeht, wird es noch einmal rustikal! Diese Frühstückscookies sind schnell gemacht und halten sich sehr2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-6 lange frisch und saftig! Man kann sie problemlos in den Rucksack packen – die lassen sich nicht von Büchern oder nem Laptop verdrängen. Ähm, bevor ihr denkt, dass ihr da Steine aus euerm Ofen holt, nein! Das auf gar keinen Fall 😉
Die Cookies sind einfach ideal zum Mitnehmen, wenn man zwischendurch mal was zum Snacken braucht. Mit den gewöhnlichen Müsliriegeln haben die aber nichts gemein: sie sind natürlich gesüßt, sind nicht zu fettig und vor allem ist man nach dem Genuss von einem dieser Kekse wieder ziemlich satt! Inzwischen dürfte es auch allgemein bekannt sein, wie man Kürbispüree herstellt, oder? Für die Kekse hab ich Hokkaido verwendet, in Stücke geschnitten und knapp 10min in kochendem Wasser gegart. Dann püriert und gut wars!

Mit diesen Kürbiscookies seid ihr auf jeden Fall gut für die anstehende Adventszeit gerüstet. 2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-5

Zutaten (für 15 große Cookies):
60ml Kokosöl
60ml Honig (je nach Geschmack etwas mehr)
250g grobe Haferflocken
100g getrocknete Cranberries
75g Kürbiskerne
1 EL Chiasamen (oder Leinsamen)
1 Prise Salz
Zimt, Muskatnuss nach Belieben
125g Kürbispüree
2 Eier

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Hälfte der Haferflocken mit einem Pürierstab grob zerkleinern (am besten in einem hohen Rührbecher, achtung! Die Haferflocken hüpfen gerne raus). Alle Haferflocken mit den Kürbiskernen, den Cranberries, den Chiasamen und den Gewürzen in einer großen Schüssel vermischen. In einer seperaten Schüssel das flüssige Kokosöl mit dem Honig, den Eiern und dem Kürbis2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-3püree vermischen. Die feuchten mit den trockenen Zutaten gut mischen.
Dann aus dem Teig ca. 15 Cookies (je nach Belieben mehr oder weniger) formen und auf das Backblech setzen. Der Teig ist sehr feucht und fest, fließt beim Backen aber nicht auseinander. Im vorgeheizten Ofen für ca. 15-20min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. Abkühlen lassen und luftdicht aufbewahren.

Quelle: Leelalicious

Knusper, knusper, knäuschen: Kürbis-Knuspermüsli

Knuspermüslis üben auf mich eine recht große Anziehungskraft aus. Dafür mache ich natürlich – wie es sich für so etwas gehört – meine Eltern verantwortlich 😉 Wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, dann gab es die so wahnsinnig leckeren, süßen, bunten Flakes nämlich immer nur, wenn wir in den Urlaub gefahren sind.  Das ganze lief folgendermaßen ab: es gibt einen Achterpack mit jeweils nur eiFeatured imagen paar Gramm der Flakes. Wenn die drei Kinder auf der Rücksitzback irgendwann Hunger anmeldeten, griff die Mama in die große Tasche zwischen ihren Füßen und reichte uns den Achterpack hinter. Eine Art Heilige Gral für uns! Dann wurde erstmal diskutiert: wer bekommt die Flakes mit Zuckerüberzug? Wer meldet Besitzanspruch für die Froot Loops an, usw.? Waren die Entscheidungen endlich gefällt, gab es für jeden ein Tupperschüssele, etwas Milch und während die Landschaft an uns vorbeiflog, löffelten wir glücklich den Zucker in uns hinein.
Im normalen Alltag gab es diese Knuspermüslis eher nicht. Heute weiß ich natürlich, dass es besser ist, die gar nicht zu essen und auch die comichafte Aufmachung mit einem springenden Tiger oder einem Kakadu (?) auf der Packung verleitet mich nicht zum Kauf. Der Inhalt verlockt nur 😉

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Wie genial ist es dann aber, dass man Knuspermüslis selber daheim machen kann? Ich weiß, diesen Trend gibt es schon eeewig. Aber irgendwie hat mich erst jetzt ein Müsli so richtig angelacht – Kürbis kann ich momentan nicht widerstehen. Der Arbeitsaufwand ist sehr gering, das Ergebnis nach nur ner halben Stunde im Ofen wirklich knusprig-süß! Auch Juliane war schwer begeistert von Nics Rezept und ich kann auch nur bestätigen, dass man damit so gern in den Tag startet… oder zwischendurch mal die Hand in die Dose steckt. Stellt sich nur die Frage: wann fahr ich das nächste Mal in den Urlaub? Das Knuspermüsli dazu hätte ich schon 😉

Zutaten (für ca. 500g Müsli):
200g kernige HaferflockenFeatured image
50g Kürbiskerne
50g Sonnenblumenkerne
100g Walnüsse, gehakt (im Original Pecannüsse)
10g Leinsamen
80g Quinoapops (optional von mir zugefügt)
1 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
1 EL Kokosöl
85ml Ahornsirup
250ml Kürbispüree

Zubereitung:
Das Kürbispüree ganz einfach selbst herstellen: ihr braucht ca. 280g Kürbis in kleinen Würfeln eurer Wahl, den gebt ihr mit etwas Wasser in einen Topf und kocht ihn in ca. 20min weich. Übriges Wasser abgießen und den Kürbis pürieren. Den Backofen auf 150°C erhitzen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Kokosöl evt. erhitzen, damit es flüssig wird.

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In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten (Haferflocken, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Walnüsse und Gewürze) miteinander vermischen. Den Ahornsirup mit dem Kürbispüree und dem Kokosöl vermischen und mit den trockenen Zutaten gut verrühren. Alles sollte leicht orange sein.
Die Müslimasse auf dem Backblech verteilen und ca. 30min im Ofen backen. Dabei alle 10min umrühren, damit es gleichmäßig knuspert. Schließlich auf dem Blech vollständig auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Quelle: Luzia Pimpinella