Alles muss raus! Bunte Gemüsepfanne

In letzter Zeit kamen die Blogartikel seltener – beruflich war ich voll eingespannt und kam nicht mehr zum Schreiben. Gekocht wurde normalerweise dennoch in der Regel zwei Mal die Woche. Als eine Freundin aus dem Hauskreis mir anbot, das für mich zu übernehmen, fand ich diese Geste zwar wahnsinnig lieb, musste ihr aber gestehen, dass gerade das Kochen mir nach der Arbeit hilft, runterzukommen und mich zu entspannen.

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Da ist es mir egal, dass ich „nur“ für mich alleine koche, ich tue mir damit was Gutes: frisches, saisonales Gemüse schmeckt einfach – ich kann neue Rezepte ausprobieren – kann hemmungslos all das essen und kochen, was der Verlobte eher nicht soooo gern mag – der Geldbeutel wird geschont, weil ich nicht auswärts essen gehe. Lauter gute Gründe! Nur ist es manchmal nervig, dass es manches Gemüse nur in Monstergröße gibt (Wirsing – da esse ich alleine ne Woche dran!) oder je nach Rezept gar nicht alles verwendet wird, was so in der Packung oder am Gemüse dran ist. Ja, wenn man ausschließlich auf dem Markt einkaufen geht, hat man da oft Vorteile und kann Kleinstmengen (5 Rosenkohl, 10 Spinatblätter…) einkaufen, in vielen Supermärkten gibt es diese Zutaten allerdings nur in 500g – Packungen.

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Und ich muss einfach zugeben, dass ich in Mannheim leider nicht direkt am Wochenmarkt wohne wie damals in Tübingen, bzw. auch oft zu faul bin, noch auf dem Heimweg einen Stopp beim Gemüseladen an der Ecke einzulegen. Dementsprechend sammelt sich das Gemüse und wartet auf seine VERendung – NEIN, das darf nicht passieren! Lieber mache ich eine Art Wochenrückschau mit all den Anschnitten und Übrigbleibseln und bringe das Gemüse zu seiner VOLLendung: alles in die Pfanne, Ei dazu und gut ist! Kreativer bin ich an einem Freitag nicht mehr 🙂

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Die hier angeführten Zutaten könnt ihr beliebig variieren: die Süßkartoffel lässt sich durch Kürbis ersetzen oder es wandern noch ein paar normale Kartoffeln in die Pfanne. Wirsing kann statt Grünkohl rein, Zucchini mag ich auch recht gern, dafür ess ich die Tomaten lieber so als gekocht. Seid kreativ und adaptiert das Rezept nach eurem Geschmack und Kühlschrankinhalt!

Zutaten (für 2 Personen):
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1/2 Süßkartoffel
10 Rosenkohl
10 Kirschtomaten
10 Champignons
1 Apfel
2 Handvoll Spinat oder Grünkohl
200ml Wasser (optional)
Prise Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer
2 – 4 Eier
Zum Servieren:
Srirachasauce oder ein guter Ketchup

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln fein schneiden und ca. 5min in der Pfanne bräunen. In der Zwischenzeit die Süßkartoffel schälen und in feine Würfel schneiden, den Rosenkohl je nach Größe halbieren oder vierteln, die Pilze halbieren. Alles in die Pfanne geben und weitere 5min braten. Die Tomaten halbieren, den Apfel fein schneiden und den Spinat oder Grünkohl grob schneiden. Zusammen mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer in die Pfanne geben. Weitere 5min braten – ich habe ca. 200ml Wasser angegossen und verdampfen lassen, weil bei mir das Gemüse so in der Pfanne festgeklebt ist.
Wenn das Wasser verdampft und das Gemüse gar ist, für die Eier kleine Löcher in die Gemüsepfanne formen und jeweils ein Ei darin gar kochen.
Mit Srirachasauce servieren.

Quelle: Die Grüne Küche für jeden Tag (David Frenkiel & Luise Vindahl)

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Rettungsaktion: Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping

FARBE! Nachdem die Weihnachtslichter verschwunden sind, versinkt der Januar in einem monotonen Grau… da muss wenigstens das Essen auf dem Teller dem entgegen wirken! Und das saisonale Gemüseangebot eignet sich dazu auch ganz fantastisch!

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Risotto geht bei mir sowieso zu jeder Jahreszeit. Und seitdem ich vor ein paar Jahren entdeckt habe, dass Risotto umso besser schmeckt, wenn man die Brühe mit Gemüsesaft aufpeppt, erlebe ich regelmäßig Begeisterungsstürme der Mitesser. Dieses Mal von meiner Schwester: die hat zwar fleißig beim Risotto rühren geholfen, war aber doch recht skeptisch… Rote Bete hat bekanntermaßen nicht nur Fans. Aber in dieser Kombination konnte die Rübe voll und ganz überzeugen!

Kommt mir bitte, bitte nicht auf die Idee, das Grünkohltopping wegzulassen! Der nur kurz blanchierte Kohl liefert genau den richtigen Kontrast zum schlotzigen Risotto! Durch den US-amerikanischen Trend rund um Kale wie Grünkohl dort heißt, bin ich vor ein paar Jahren auch auf den Geschmack gekommen. Leider ist es hier teilweise sehr schwierig, an Grünkohl zu kommen. Am Fuß der Schwäbischen Alb wurde ich nur im Bioladen fündig – in Karlsruhe hingegen wird der Kohl zu Spottpreisen in fantastischer Qualität bündelweise auf dem Markt verkauft. Ich laufe dann immer ganz glücklich mit meinem Grünkohlstrauß nach Hause 🙂

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Solltet ihr nicht an Grünkohl kommen, könnt ihr diesen mit Spinat oder auch Wirsing ersetzen. Wirsing passt sogar noch besser, weil der knackig bleibt. Außerdem ist der eine tolle Ergänzung zur Rettungsaktion rund um die verschiedenen Kohlarten! Die Rettungstruppe hat sich unter der Leitung von Sina und Susi zusammen getan und hat sich dem Wintergemüse gewidmet. Wie vielfältig es zugeht, zeigt die lange Liste voller Leckereien.
Ich hoffe, ihr kriegt ordentlich KOHLdampf -sorry, diesen Wortwitz musste ich einfach bringen, hihi! Am Ende der Liste findet ihr dann das Rezept für das Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping 🙂

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Anna Antonia: Cole – Slaw ganz einfach

auchwas: Grünkohlpizza

Barbaras Spielwiese: Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Bonjour Alsace: Sauerkraut im Glas

Brittas Kochbuch: Winterliche Minestrone

Brotwein: Grünkohl – Pesto

Cakes, Cookies and more: Bunter Wintersalat

Corum Blog 2.0: Rotkrautsalat mit Pistazien

Evchen kocht: Kohlroulade auf thailändisch

Fliederbaum: Klassisches Rotkraut

German Abendbrot: Zweierlei Rotkohl – als Pickle und klassisch

Giftige Blonde: Rotkohl auf polnische Art

Katha kocht: Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Kebo homing: Romanesco – Kichererbsen – Suppe

LanisLeckerEcke: Cole Slaw

Madame Rote Rübe: Herzhafter Wirsingkuchen

Magentratzerl: Kohl hoch 2

Obers trifft Sahne: Fruchtiger Grünkohlsalat

Our food creations: Kale Salad

Paprika meets Kardamom: Ungarischer Blumenkohl – Gulasch – Auflauf

Schmeckt nach mehr: 5 Grünkohl – Irrtümer plus Rezept für Grünkohl äthiopisch

Schönes + Leben: Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei

Summsis Hobbyküche: Weißkohlcurry

Turbohausfrau: Flammkuchen mit Kohl

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Zutaten (für 2 Personen):
200g frische Rote – Bete
200ml Rote – Bete – Saft
150ml Gemüsebrühe (evt. etwas mehr oder weniger)
125g Risottoreis
80g Parmesan
1 EL Olivenöl
20g Butter
2 Schalotten
1 Lorbeerblatt

Gebratener Grünkohl
250g Grünkohl
30g Butter
40g Walnüsse
1 Zwiebel
wer mag: 1 Zimtstange
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Gemüsebrühe mit Rote-Bete-Saft aufkochen. Schalotten und Rote Bete schälen und jeweils in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Lorbeerblatt im Olivenöl für ein paar Minuten anschwitzen bis die Zwiebel glasig wird. Den Risottoreis hinzugeben und kurz mitbraten. Danach alles mit ein paar Schöpfkellen Gemüsebrühensaft ablöschen und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen lassen. Flüssigkeit immer wieder nachgießen und einkochen bis der Reis cremig und gar ist. Das dauert ca. 15-18min.

In der Zwischenzeit den Grünkohl von den Stängeln zupfen und in mundgerechte Stücke reißen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Grünkohl, Zwiebel, Walnüsse und Zimtstange kräftig 3-5min anbraten. Falls es jemandem reinbrennt, einfach einen Schluck Wasser zugeben.
Parmesan reiben, 20g Butter zusammen mit der Hälfte des Parmesans unter das heiße Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Risotto mit Grünkohl anrichten und mit noch mehr Parmesan genießen!

Quelle: Deine Küche. Eine Reise durch den Winter.

Superfood – Salat mit Quinoa, Grünkohl und Avocado

Über Weihnachten war ich bekanntermaßen ein paar Tage daheim; raus aus Mannheim und Karlsruhe – auf zum Fuß der Schwäbischen Alb. Eine Region, die wunderschön und (fast) immer einen Besuch wert ist, aber nicht gerade pulsierende Trendmetropolen zu bieten hat. Wer wissen will, was es für neue Trends in Sachen Ernährung gibt, schaut nach Berlin oder München. Das ist auch okay, nur vergesse ich das oft, weil ich dort schon lange nicht mehr lebe.

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Schon während meines Studiums in Tübingen war es kein Problem, Menschen zu finden, die dir alles über glutenfrei – vegane Rohkosternährung sagen konnten und die entsprechenden Bioläden gab es dort auch sehr häufig. Dann noch gut ausgestattete Marktstände am Nonnenmarkt und dem Nachkochen der neusten Trends stand nichts mehr im Weg! Auch in Karlsruhe und Mannheim wissen die Verkäufer sofort, wo Quinoa, Hanfsamen oder glutenfreie Gemüsechips zu finden sind, wenn man im Supermarkt vor lauter Regalen die Produkte nicht findet.

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So weit waren die Verkäuferinnen daheim noch nicht. Als ich zwischen den Jahren verzweifelt auf der Suche nach Quinoa für diesen Salat war, schauten die mich nur fragend an: „Kiwis?“ Nein, Quinoa – ein Pseudogetreide. „Pseudogetreide? Also Mehl und Nudeln haben wir da hinten… oder meinen Sie Hirse?“ Neee, nicht ganz, würde ich alternativ aber nehmen.

Im untersten Regalfach fand sich dann tatsächlich Quinoa. Dieses Erlebnis fand ich so herrlich, weil ich gefühlt in einer Blase lebe, in der Quinoa & Co. schon fast wieder out sind. Aber klar, man muss sich nicht für alles interessieren und alles mitmachen. Der Salat schmeckt gut – egal ob man Quinoa kennt und ihn aufgrund seiner Ökobilanz verdammt. Zusammen mit der Avocado. So ab und zu gönn ich mir diese Lebensmittel einfach und greif sonst auf weniger weitgereiste Lebensmittel zurück. Hauptsache, es schmeckt 🙂 Und nach den Feiertagen darf es ja ruhig mal etwas leichter zugehen (insbesondere, wenn es wie bei uns an dem Tag, Pizza zum Abendessen gibt!)

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Zutaten (für 2 als Hauptspeise, für mehr als Abendessen)
100g Grünkohl
3 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 Tl Dijonsenf
1 EL gehakte Petersilie
1 EL gehakter Dill
150g gekochter Quinoa (Packungsanleitung beachten)
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
Zum Servieren:
2 Eier
1 Avocado
Radieschen
Nuss – Samenmix

Zubereitung:
Die Grünkohlblätter von den Stängeln in mundgerechte Stücke zupfen. In einem Topf mit kochendem Wasser 3min blanchieren, abgießen und kurz kalt abspülen. Die Eier in kochendem Wasser 6-7min weich kochen.
Für die Salatsauce das Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer und Zucker miteinander vermischen. Wer mehr Sauce mag, verdoppelt einfach die Menge. Dann den abgetropften Grünkohl mit den Kräutern, dem Quinoa und der Salatsauce mischen. In einer Schüssel (neudeutsch: BOWL!) mit Eiern, Avocado, Radieschen und Nüssen belegen. So einfach, so gut 🙂

Quelle: Die grüne Küche für jeden Tag (David Frenkiel / Luise Vindahl)

Außen pfui: Wildreisgratin mit Grünkohl und karamellisierten Zwiebeln

Ach ja, Aufläufe fotografieren ist nicht das einfachste Unterfangen. Gerade in dieser Jahreszeit, wenn es selbst mittags so trüb sein kann, dass kaum natürliches Licht zur Verfügung steht. Und wenn man dann auch noch ein Wildreisgratin mit Grünkohl vorbereitet hat, der -zugegebenermaßen- geschöpft auf dem Teller eher wie ein dunkelgrüner Komposthaufen mit irgendwelchen weißen Maden aussieht, dann macht das nicht soooo Lust zuzugreifen 🙂

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Ohne jemals Maden gegessen zu haben, vermute ich jetzt einfach mal, dass dieses Gratin ganz anders schmeckt! Und hey, es ist Grünkohl drin! Gesund, lecker, trendyyy! Außen also vielleicht pfui, aber innen definitiv hui 😉 Wildreis schmeckt deutlich „gesünder“ und kerniger als der sonst eher verwendete Langkorn-, Basmati- oder Risottoreis. Wenn ich höre, wie andere Mütter ihre Familie mit Vollwertküche bekocht haben, bin ich ein bisschen froh, dass diese Phase an meiner Mum vorbei ging. Ja, sie hat selber Müsli aus geschrotetem Weizen gemacht, aber sonst wurden wir von all zu extremen gesunden Zutaten verschont.

Dementsprechend ist das nun meine Mission die Familie damit bekannt zu machen 🙂 Das gelingt manchmal recht gut, andere Male herrscht dann diplomatische Erleichterung, wenn ich wieder weg bin oder es mal Burger oder Schokokekse gibt. Bitte nicht falsch verstehen: gesunde Küche heißt nicht, dass das nicht schmecken kann. Aber es gibt meiner Meinung gelungenere Kombinationen als andere. Dieses Gratin ist ja nur semi-gesund, immerhin verarbeitet ihr ein ganzes Päckchen Käse in der Auflaufform. Und Käse macht ja alles besser.
Als Hauptgericht muss ich zugeben, fand ich das Wildreisgratin etwas zu langweilig. Aber als Beilage zu Fisch, Schnitzeln oder auch nur einem frischem Salat macht das auf jeden Fall was her. Die Zutaten hab ich ein wenig reduziert (Reis) bzw erhöht (Grünkohl), damit nicht zuuu viele Kohlenhydrate drin sind.
Ich hoffe, ihr lasst euch von der Verpackung nicht abschrecken, sondern lasst euch diesen herzhaften Auflauf bei dem trüben, kalten Wetter erst recht schmecken!

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Zutaten (für ca 10 Personen als Beilage)
300g ungekochter Wildreis (ich: 200g)
Für die karamellisierten Zwiebeln:
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
2 große Zwiebeln
1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
300g Grünkohl (oder etwas mehr)
Zum Zusammenstellen:
225g geriebener Emmentaler
2 TL Butter
180ml Brühe (Gemüse oder Hühner, ich hab deutlich mehr gebraucht)
60g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer

Den Reis nach Packungsangabe kochen. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Für die karamellisierten Zwiebeln, die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Butter und das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln in die Pfanne geben, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und ca. 30min bei wenig bis mittlerer Hitze braten bis sie weich und süß sind. Währenddessen den Grünkohl von den harten Stielen zupfen und kurz in kochendem Wasser blanchieren.
Den Grünkohl zu den Zwiebeln geben und ca 5min mitbraten. In einer Schüssel die Grünkohl-Zwiebel-Mischung mit dem Reis und 100g Emmentaler mischen. Mit Salz und Pfeffer nicht zu würzig abschmecken -da kommt ja noch Brühe dazu.
Eine große Auflaufform buttern und die Wildreismischung einfüllen. Die Brühe dazugeben. Den übrigen Käse darüberstreuen, die Semmelbrösel mit 1EL geschmolzener Butter mischen und über den Käse geben.
Im Ofen ca. 35min backen bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)

New is always better: Kartoffel-Spinat-Küchlein

Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gestartet. Allmählich geht es für die meisten von uns ja zurück in den normalen Alltag. Daheim hab ich die Zeit „genutzt“ und so viele Filme geguckt, wie schon lange nicht mehr. Meine Geschwister sind schuld 🙂 Sonst bin ich mehr der Serien-Gucker, aber auch da guck ich nicht so viele. Eine Serie, die ich schon lange durch hab, ist „How I met your mother“. Die ersten Staffeln sind ja ganz nett, aber naja, an „Friends“ kommt so schnell halt nichts ran.

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Jedenfalls gibt es in „How I met your mother“ einen Charakter namens Barney, der einige prägnante Aussprüche hat, unter anderem eben „new is always better“. Er bezieht das auf die Wahl seiner jeweiligen Übernachtungsgäste und so nimmt er kaum mal eine Frau zwei Mal mit heim. Dieser Ausspruch kam mir, als ich die Bilder sah, die mir mein Vater zugeschickt hatte. Jaaaa, ich hab noch ein paar mehr Rezepte und tolle Foodfotos in petto, aber die neuen sind jetzt grad so greifbar und sehen so hübsch aus und und und überhaupt! Ich schreibe, ich bestimme 🙂 New is always better! Deswegen gibt es heute also das Rezept für die Kartoffel-Spinat-Küchlein.

Neu ist immer besser trifft aus mehreren Gründen momentan: zum einen stammt das Rezept aus „USA vegetarisch“, einem Kochbuch, das ich ganz neu zu Weihnachten gekriegt hab. Statt wie vom Rezept vorgesehen aber Kartoffeln zu kochen, habe ich für die Küchlein übrig gebliebenen Kartoffelbrei verwendet, denn so „alt“ und vom Vortag erschien er längst nicht so attraktiv wie wenn er frisch und cremig auf den Tisch kommt. Da war die neue Verpackung als Küchlein schon viel ansprechender.

Neu ist neben dem Jahr auch das, was mich erwartet: aus Tübingen geht es weg nach Mannheim. Ein Neuanfang, Start ins richtige Arbeitsleben nach dem Studium. Ganz schön viel Neues wird da kommen, ob das immer besser ist, wage ich noch nicht zu beurteilen. Noch überwiegt die Vorfreude, wobei allmählich auch ein wenig Nervosität hinzukommt. Auf dem Blog werdet ihr das vermutlich erstmal noch nicht merken, genügend tolle Rezepte warten noch darauf verbloggt zu werden. Das nächste steht schon in der Warteschlange: ofengerösteter Rosenkohl mit Apfel. Den gab es zu den Küchlein dazu. Ein ganz famoses vegetarisches Essen nach den fleischlastigen Feiertagen.

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Zutaten:
800g mittelgroße mehlige Kartoffeln (ca.700g Kartoffelbrei)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
200g Grünkohl (Spinat)
150g Zwiebeln
Öl
2 Eigelb (ich: ein ganzes Ei)
Für die Béchamelsauce:
2EL Butter
2EL Mehl
250ml Milch
Salz, Pfeffer
2 TL Senf

Zubereitung:
Kartoffeln waschen und schälen und in kochendem Salzwasser 25-30min weich kochen. Grünkohl rupfen, dabei alle Blattrippen entfernen, Grünkohl gründlich waschen. Gut abgetropft sehr fein schneiden.
Inzwischen Zwiebeln pellen und sehr fein würfeln. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin 3min glasig anschwitzen. Grünkohl dazugeben und weitere 4min dünsten, dabei häufig rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Gegarte Kartoffeln abgießen und kurz ausdämpfen lassen. Stampfen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Falls ihr Kartoffelbrei verwendet, einfach hier einsteigen und Ei und Grünkohl/ Spinat dazugeben. Ei unterheben. Gründkohl dazugeben und gründlich vermengen. Masse etwas abkühlen lassen und dann ca 8-10 Küchlein formen.
2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Küchlein in etwas Mehl wenden und die Küchlein im heißen Öl bei mittlerer Hitze 3-4min braten. Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf schmelzen, dann das Mehl dazu geben und mit dem Schneebesen konstant umrühren. Nach ca. 2min die Milch dazugeben, munter weiterrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Alles aufkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken.

Quelle: USA vegetarisch

Rettungsaktion: Grünkohl-Pancakes

Heute wird das Internet mit Rezepten für Pfannkuchen & Co. überschwemmt! Dabei war der Pancakeday doch schon vor zwei Wochen. Warum also ausgerechnet heute? Schon seit einem Jahr gibt es eine stetig wachsende Truppe von Foodbloggern, die sich zur We2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-5hr setzen gegen all Fertigprodukte, die es zu kaufen gibt. „Wir retten was zu retten ist„, lautet der gemeinsame Schlachtruf.  Sina hat uns nach der letzten Aktion auch eingeladen und wir haben begeistert zugesagt.
Ich habe es bestimmt schon in dem ein oder anderen Artikel erwähnt, dass ich ohne Gewürztütchen, Backmischungen und so weiter aufgewachsen bin. Diese Regale habe ich als Kind im Supermarkt nie wirklich wahrgenommen (die grell verpackten Süßigkeiten hingegen schon;-) ) Dementsprechend überrascht war ich, als ich irgendwann entdeckte, dass es Kartoffelbrei aus Päckchen gibt! Das ging völlig über meine Vorstellungskraft hinaus, wie man die Kartoffeln so klein und trocken kriegt 😀 Außerdem war mir schon mit 12 Jahren klar, wie einfach es ist Kartoffelbrei zu machen.

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Genau so einfach ist das mit Pfannkuchen. Ohne es genau zu wissen, wann und wie es war, bin ich mir sicher, dass das eines der ersten Rezepte war, das ich lernte zusammen zu rühren. Freihand! Ohne Waage, einfach nur ausprobieren, dass die Konsistenz einigermaßen stimmt.
Und trotzdem gibt es diverse Fertigprodukte, die mehr als nur Mehl, Eier und Milch brauchen! Da konnte es nur heißen: Wir retten was zu retten ist! Nichts einfacher als das! Zugegeben, mein Rezept braucht heute auch ein paar Zutaten mehr als nur die eben genannten. Ich wollte euch nicht die Standardvariante präsentieren, sondern etwas ausgefalleneres. Ein letztes Mal den Grünkohl feiern bevor er bald vom ersten Frühlingsgrün abgelöst wird.

Wer partout keine Lust auf Grünkohl hat, der wird vielleicht bei den vielen anderen Pfannkuchenrezepten fündig. Ich jedenfalls freue mich über die große Vielfalt, die dieses Thema auf den verschiedenen Blogs hat. Die Fertigprodukte hingegen sind da sehr, sehr langweilig und reizlos!

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Prostmahlzeit – Fleischpalatschinken
SweetPie – Gorgonzola-Pilz-Pfannkuchen
Giftigeblonde – Klassische Palatschinken mit hausgemachter Marillenmarmelade
Summsis Hobbyküche – Buttermilchpfannkuchen
Obers trifft Sahne – Pancakes mit Apfel und Walnuss
Brittas Kochbuch – Herzhafte Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung
kebo homing – Crespelle farcite
auchwas:  Hauchdünne Pfannkuchen
magentratzerl – Buchweizengalettes mit Sauce Mornay
Sakriköstlich – Bulgur-Pfannkuchen
brotbackliebeundmehr – Kartoffel-Pfannkuchen
multikulinarisches – Eierkuchen mit Vogelbeer-Karamell
Food for Angels and Devils – Galettes
German Abendbrot – Herzhafter Palatschinken mit Boeuf Stroganoff
Anna Antonia – Banana Pecan Pancakes
Paprika meets Kardamom – Böhmische Palatschinken der Turbohausfrau
Aus meinem Kochtopf – Blini mit Räucherlachs und Crème fraîche
Was du nicht kennst… – Blutorangenpfannkuchen
Fliederbaum – Böhmische PalatschinkenPane-Bistecca – Vietnamesische Pfannkuchen mit Thai-Füllung
LanisLeckerEcke – Herzhafte Blinis mit Schafskäsedip

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Zutaten (für 16 kleine Pancakes):
50g Grünkohlblätter, in feine Streifen geschnitten
170g Mehl mit
1,5 TL Backpulver vermischt
1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Eigelb
150ml Milch
80g flüssige Butter (nur die Hälfte kommt in den Teig!)
150g Hüttenkäse
50g Stilton, zerbröckelt
15g Dill, grob gehackt (ich: weggelassen)
2 Eiweiß, zu mäßig steifem Eischnee geschlagen
Salz

Zubereitung:2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-6
In einem mittelgroßen Topf Wasser zum Kochen bringen und den Kohl darin 1 min blanchieren. Gut abtropfen lassen, dann ausdrücken und beiseitestellen.
Das Mehl, die Zitronenschale und 1/3 TL Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Das Eigelb und die Milch in die Mulde geben und zu einem dicken Teig verrühren. Den Kohl, die Hälfte der Butter (40g), sowie den Hüttenkäse, den Stilton und den Dill untermengen. Zuletzt vorsichtig mit einem Spatel den Eischnee unterziehen.
In einer großen beschichteten Pfanne einen Teil der restlichen Butter zerlassen. Mit einem Esslöffel je 2-3 Löffel voll zu einem kleinen Pancake formen. Bei mittlerer Hitze pro Seite so lange backen bis sie goldbraun sind. Eventuell im vorgewärmten Backofen warm halten bis alle Pancakes ausgebacken sind.

Quelle: Vegetarische Köstlichkeiten (Yotam Ottolenghi)

PS: Hier gab es schon mal einen Blick hinter die Kulissen, wie mein Vater die Bilder gemacht hat. Falls es euch interessiert, was es bei mir sonst zum Essen gibt, was nicht auf dem Blog landet oder eben wie Blogartikel entstehen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir folgt 🙂

Kleines flutschiges Scheißerchen: Sobanudelsuppe mit Gemüse und Wasabi

Ein Kraftausdruck gleich in der Überschrift? Oje, das kann nicht gut werden 😉 Wobei viele von euch 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-1diesen Ausruf bestimmt schon mal gehört haben – zumindest die Frauen, Männer hören bei romantischen Filmen ja meistens nicht ganz so aufmerksam zu oder täusche ich mich da?
Julia Roberts, alias „Pretty Woman“ schimpft über die kleinen flutschigen Scheißerchen als ihr in dem Nobelrestaurant die Schnecke von der Gabel hüpft. Erinnert ihr euch? Jedenfalls muss ich immer an diesen Satz denken, wenn ich Sobanudeln esse. Mir kommen diese Nudeln aus Buchweizenmehl nämlich viel flutschiger vor als die italienischen Verwandten. Vielleicht täusch ich mich auch und dieses Essen bietet nur deswegen große Spritz- und Kleckergefahr, weil alles in einer Brühe serviert wird?!

Ich persönlich traue mich zumindest nicht, diese Suppe mit Stäbchen zu essen. Zu dieser Art von Kunst ist vermutlich lediglich meine Schwester nach monatelangem Training in China fähig 😉 Allen anderen sei die Gabel neben den Löffel gelegt.

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Mit dem Gemüse in der Suppe könnt ihr übrigens beliebig spielen: laut Rezept sollen zwei Wirsingblätter verwendet werden – für den restlichen Kopf brauch ich in meinem Singlehaushalt dann aber gefühlt Wochen um alles zu essen. Ich greife deswegen Blog-Event CXVI - German Krautkoepfesehr gerne auf Grünkohl zurück, der ist deutlich kleiner zu haben. Auch die Wasabimenge könnt ihr nach eurem Geschmack anpassen; der Mitesser würzt damit immer so stark nach, dass er irgendwann nach Luft ringend am Tisch sitzt…
Kohl funktioniert also nicht nur traditionell deutsch-deftig, sondern sehr wohl asiatisch-leicht. Deswegen schick ich das als zweiten Beitrag rüber zu Zorra, wo Eva noch bis zum 15.2. Rezepte rund um die Kohlköpfe sammelt.

Und zum Schluss ist mir beim Abtippen aufgefallen, dass die Suppe vegan ist. Zufällig, ohne dass ich irgendwie auf was bestimmtes hab achten müssen. Falls ich mich täusche, weist mich bitte darauf hin!

Zutaten (für 4 Personen):
1 Karotte
1 Stück Steckrübe, ca. 150gr (ich: mehr Karotte und Pastinake)
1 Pastinake2016.01.23_AsiaNudelsuppe-6
1 Stück Lauch, ca. 100g
2 Wirsingblätter (ich: n paar Blätter Grünkohl)
100g Champignons
1 Stück Ingwer
200g Buchweizennudeln (Soba)
Salz
1l Gemüsebrühe
4 EL Sojasauce
ca. 2 TL Wasabipaste
2 EL Reisessig oder Zitronensaft
1/4 Bund Koriander (ich: weggelassen)

Zubereitung:
Die Möhre, die Steckrübe und die Pastinake putzen, schälen und der Länge nach zuerst in dünne Scheiben, dann in feine Streifen schneiden. Das Lauchstück der Länge nach aufschneiden und gründlich waschen. Den Wirsing waschen und mit dem Lauch in Streifen schneiden.
Die Champignons mit Küchenpapier sauber reiben und die Stielenden abschneiden. Die Pilze in dünne Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Für die Nudeln Wasser zum Kochen bringen und salzen. Die Nudeln darin nach Packungsangabe bissfest kochen.
Gleichzeitig für das Gemüse die Brühe mit dem Ingwer zum Kochen bringen. Das Gemüse hineingeben und offen bei mittlerer Hitze ca. 5min leicht kochen lassen bis es bissfest ist. 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-3Die Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen, kurz kalt abschrecken und zum Gemüse in die Brühe geben.
Die Sojasauce und die Wasabipaste unter die Suppe rühren. Die Suppe mit dem Essig oder Zitronensaft und evt. Salz abschmecken. Den Koriander waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen, grob hacken und auf die Suppe streuen.

Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! (Cornelia Schinharl)