Außen pfui: Wildreisgratin mit Grünkohl und karamellisierten Zwiebeln

Ach ja, Aufläufe fotografieren ist nicht das einfachste Unterfangen. Gerade in dieser Jahreszeit, wenn es selbst mittags so trüb sein kann, dass kaum natürliches Licht zur Verfügung steht. Und wenn man dann auch noch ein Wildreisgratin mit Grünkohl vorbereitet hat, der -zugegebenermaßen- geschöpft auf dem Teller eher wie ein dunkelgrüner Komposthaufen mit irgendwelchen weißen Maden aussieht, dann macht das nicht soooo Lust zuzugreifen 🙂

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Ohne jemals Maden gegessen zu haben, vermute ich jetzt einfach mal, dass dieses Gratin ganz anders schmeckt! Und hey, es ist Grünkohl drin! Gesund, lecker, trendyyy! Außen also vielleicht pfui, aber innen definitiv hui 😉 Wildreis schmeckt deutlich „gesünder“ und kerniger als der sonst eher verwendete Langkorn-, Basmati- oder Risottoreis. Wenn ich höre, wie andere Mütter ihre Familie mit Vollwertküche bekocht haben, bin ich ein bisschen froh, dass diese Phase an meiner Mum vorbei ging. Ja, sie hat selber Müsli aus geschrotetem Weizen gemacht, aber sonst wurden wir von all zu extremen gesunden Zutaten verschont.

Dementsprechend ist das nun meine Mission die Familie damit bekannt zu machen 🙂 Das gelingt manchmal recht gut, andere Male herrscht dann diplomatische Erleichterung, wenn ich wieder weg bin oder es mal Burger oder Schokokekse gibt. Bitte nicht falsch verstehen: gesunde Küche heißt nicht, dass das nicht schmecken kann. Aber es gibt meiner Meinung gelungenere Kombinationen als andere. Dieses Gratin ist ja nur semi-gesund, immerhin verarbeitet ihr ein ganzes Päckchen Käse in der Auflaufform. Und Käse macht ja alles besser.
Als Hauptgericht muss ich zugeben, fand ich das Wildreisgratin etwas zu langweilig. Aber als Beilage zu Fisch, Schnitzeln oder auch nur einem frischem Salat macht das auf jeden Fall was her. Die Zutaten hab ich ein wenig reduziert (Reis) bzw erhöht (Grünkohl), damit nicht zuuu viele Kohlenhydrate drin sind.
Ich hoffe, ihr lasst euch von der Verpackung nicht abschrecken, sondern lasst euch diesen herzhaften Auflauf bei dem trüben, kalten Wetter erst recht schmecken!

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Zutaten (für ca 10 Personen als Beilage)
300g ungekochter Wildreis (ich: 200g)
Für die karamellisierten Zwiebeln:
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
2 große Zwiebeln
1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
300g Grünkohl (oder etwas mehr)
Zum Zusammenstellen:
225g geriebener Emmentaler
2 TL Butter
180ml Brühe (Gemüse oder Hühner, ich hab deutlich mehr gebraucht)
60g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer

Den Reis nach Packungsangabe kochen. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Für die karamellisierten Zwiebeln, die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Butter und das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln in die Pfanne geben, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und ca. 30min bei wenig bis mittlerer Hitze braten bis sie weich und süß sind. Währenddessen den Grünkohl von den harten Stielen zupfen und kurz in kochendem Wasser blanchieren.
Den Grünkohl zu den Zwiebeln geben und ca 5min mitbraten. In einer Schüssel die Grünkohl-Zwiebel-Mischung mit dem Reis und 100g Emmentaler mischen. Mit Salz und Pfeffer nicht zu würzig abschmecken -da kommt ja noch Brühe dazu.
Eine große Auflaufform buttern und die Wildreismischung einfüllen. Die Brühe dazugeben. Den übrigen Käse darüberstreuen, die Semmelbrösel mit 1EL geschmolzener Butter mischen und über den Käse geben.
Im Ofen ca. 35min backen bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)

New is always better: Kartoffel-Spinat-Küchlein

Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gestartet. Allmählich geht es für die meisten von uns ja zurück in den normalen Alltag. Daheim hab ich die Zeit „genutzt“ und so viele Filme geguckt, wie schon lange nicht mehr. Meine Geschwister sind schuld 🙂 Sonst bin ich mehr der Serien-Gucker, aber auch da guck ich nicht so viele. Eine Serie, die ich schon lange durch hab, ist „How I met your mother“. Die ersten Staffeln sind ja ganz nett, aber naja, an „Friends“ kommt so schnell halt nichts ran.

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Jedenfalls gibt es in „How I met your mother“ einen Charakter namens Barney, der einige prägnante Aussprüche hat, unter anderem eben „new is always better“. Er bezieht das auf die Wahl seiner jeweiligen Übernachtungsgäste und so nimmt er kaum mal eine Frau zwei Mal mit heim. Dieser Ausspruch kam mir, als ich die Bilder sah, die mir mein Vater zugeschickt hatte. Jaaaa, ich hab noch ein paar mehr Rezepte und tolle Foodfotos in petto, aber die neuen sind jetzt grad so greifbar und sehen so hübsch aus und und und überhaupt! Ich schreibe, ich bestimme 🙂 New is always better! Deswegen gibt es heute also das Rezept für die Kartoffel-Spinat-Küchlein.

Neu ist immer besser trifft aus mehreren Gründen momentan: zum einen stammt das Rezept aus „USA vegetarisch“, einem Kochbuch, das ich ganz neu zu Weihnachten gekriegt hab. Statt wie vom Rezept vorgesehen aber Kartoffeln zu kochen, habe ich für die Küchlein übrig gebliebenen Kartoffelbrei verwendet, denn so „alt“ und vom Vortag erschien er längst nicht so attraktiv wie wenn er frisch und cremig auf den Tisch kommt. Da war die neue Verpackung als Küchlein schon viel ansprechender.

Neu ist neben dem Jahr auch das, was mich erwartet: aus Tübingen geht es weg nach Mannheim. Ein Neuanfang, Start ins richtige Arbeitsleben nach dem Studium. Ganz schön viel Neues wird da kommen, ob das immer besser ist, wage ich noch nicht zu beurteilen. Noch überwiegt die Vorfreude, wobei allmählich auch ein wenig Nervosität hinzukommt. Auf dem Blog werdet ihr das vermutlich erstmal noch nicht merken, genügend tolle Rezepte warten noch darauf verbloggt zu werden. Das nächste steht schon in der Warteschlange: ofengerösteter Rosenkohl mit Apfel. Den gab es zu den Küchlein dazu. Ein ganz famoses vegetarisches Essen nach den fleischlastigen Feiertagen.

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Zutaten:
800g mittelgroße mehlige Kartoffeln (ca.700g Kartoffelbrei)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
200g Grünkohl (Spinat)
150g Zwiebeln
Öl
2 Eigelb (ich: ein ganzes Ei)
Für die Béchamelsauce:
2EL Butter
2EL Mehl
250ml Milch
Salz, Pfeffer
2 TL Senf

Zubereitung:
Kartoffeln waschen und schälen und in kochendem Salzwasser 25-30min weich kochen. Grünkohl rupfen, dabei alle Blattrippen entfernen, Grünkohl gründlich waschen. Gut abgetropft sehr fein schneiden.
Inzwischen Zwiebeln pellen und sehr fein würfeln. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin 3min glasig anschwitzen. Grünkohl dazugeben und weitere 4min dünsten, dabei häufig rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Gegarte Kartoffeln abgießen und kurz ausdämpfen lassen. Stampfen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Falls ihr Kartoffelbrei verwendet, einfach hier einsteigen und Ei und Grünkohl/ Spinat dazugeben. Ei unterheben. Gründkohl dazugeben und gründlich vermengen. Masse etwas abkühlen lassen und dann ca 8-10 Küchlein formen.
2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Küchlein in etwas Mehl wenden und die Küchlein im heißen Öl bei mittlerer Hitze 3-4min braten. Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf schmelzen, dann das Mehl dazu geben und mit dem Schneebesen konstant umrühren. Nach ca. 2min die Milch dazugeben, munter weiterrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Alles aufkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken.

Quelle: USA vegetarisch

Rettungsaktion: Grünkohl-Pancakes

Heute wird das Internet mit Rezepten für Pfannkuchen & Co. überschwemmt! Dabei war der Pancakeday doch schon vor zwei Wochen. Warum also ausgerechnet heute? Schon seit einem Jahr gibt es eine stetig wachsende Truppe von Foodbloggern, die sich zur We2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-5hr setzen gegen all Fertigprodukte, die es zu kaufen gibt. „Wir retten was zu retten ist„, lautet der gemeinsame Schlachtruf.  Sina hat uns nach der letzten Aktion auch eingeladen und wir haben begeistert zugesagt.
Ich habe es bestimmt schon in dem ein oder anderen Artikel erwähnt, dass ich ohne Gewürztütchen, Backmischungen und so weiter aufgewachsen bin. Diese Regale habe ich als Kind im Supermarkt nie wirklich wahrgenommen (die grell verpackten Süßigkeiten hingegen schon;-) ) Dementsprechend überrascht war ich, als ich irgendwann entdeckte, dass es Kartoffelbrei aus Päckchen gibt! Das ging völlig über meine Vorstellungskraft hinaus, wie man die Kartoffeln so klein und trocken kriegt 😀 Außerdem war mir schon mit 12 Jahren klar, wie einfach es ist Kartoffelbrei zu machen.

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Genau so einfach ist das mit Pfannkuchen. Ohne es genau zu wissen, wann und wie es war, bin ich mir sicher, dass das eines der ersten Rezepte war, das ich lernte zusammen zu rühren. Freihand! Ohne Waage, einfach nur ausprobieren, dass die Konsistenz einigermaßen stimmt.
Und trotzdem gibt es diverse Fertigprodukte, die mehr als nur Mehl, Eier und Milch brauchen! Da konnte es nur heißen: Wir retten was zu retten ist! Nichts einfacher als das! Zugegeben, mein Rezept braucht heute auch ein paar Zutaten mehr als nur die eben genannten. Ich wollte euch nicht die Standardvariante präsentieren, sondern etwas ausgefalleneres. Ein letztes Mal den Grünkohl feiern bevor er bald vom ersten Frühlingsgrün abgelöst wird.

Wer partout keine Lust auf Grünkohl hat, der wird vielleicht bei den vielen anderen Pfannkuchenrezepten fündig. Ich jedenfalls freue mich über die große Vielfalt, die dieses Thema auf den verschiedenen Blogs hat. Die Fertigprodukte hingegen sind da sehr, sehr langweilig und reizlos!

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Prostmahlzeit – Fleischpalatschinken
SweetPie – Gorgonzola-Pilz-Pfannkuchen
Giftigeblonde – Klassische Palatschinken mit hausgemachter Marillenmarmelade
Summsis Hobbyküche – Buttermilchpfannkuchen
Obers trifft Sahne – Pancakes mit Apfel und Walnuss
Brittas Kochbuch – Herzhafte Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung
kebo homing – Crespelle farcite
auchwas:  Hauchdünne Pfannkuchen
magentratzerl – Buchweizengalettes mit Sauce Mornay
Sakriköstlich – Bulgur-Pfannkuchen
brotbackliebeundmehr – Kartoffel-Pfannkuchen
multikulinarisches – Eierkuchen mit Vogelbeer-Karamell
Food for Angels and Devils – Galettes
German Abendbrot – Herzhafter Palatschinken mit Boeuf Stroganoff
Anna Antonia – Banana Pecan Pancakes
Paprika meets Kardamom – Böhmische Palatschinken der Turbohausfrau
Aus meinem Kochtopf – Blini mit Räucherlachs und Crème fraîche
Was du nicht kennst… – Blutorangenpfannkuchen
Fliederbaum – Böhmische PalatschinkenPane-Bistecca – Vietnamesische Pfannkuchen mit Thai-Füllung
LanisLeckerEcke – Herzhafte Blinis mit Schafskäsedip

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Zutaten (für 16 kleine Pancakes):
50g Grünkohlblätter, in feine Streifen geschnitten
170g Mehl mit
1,5 TL Backpulver vermischt
1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Eigelb
150ml Milch
80g flüssige Butter (nur die Hälfte kommt in den Teig!)
150g Hüttenkäse
50g Stilton, zerbröckelt
15g Dill, grob gehackt (ich: weggelassen)
2 Eiweiß, zu mäßig steifem Eischnee geschlagen
Salz

Zubereitung:2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-6
In einem mittelgroßen Topf Wasser zum Kochen bringen und den Kohl darin 1 min blanchieren. Gut abtropfen lassen, dann ausdrücken und beiseitestellen.
Das Mehl, die Zitronenschale und 1/3 TL Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Das Eigelb und die Milch in die Mulde geben und zu einem dicken Teig verrühren. Den Kohl, die Hälfte der Butter (40g), sowie den Hüttenkäse, den Stilton und den Dill untermengen. Zuletzt vorsichtig mit einem Spatel den Eischnee unterziehen.
In einer großen beschichteten Pfanne einen Teil der restlichen Butter zerlassen. Mit einem Esslöffel je 2-3 Löffel voll zu einem kleinen Pancake formen. Bei mittlerer Hitze pro Seite so lange backen bis sie goldbraun sind. Eventuell im vorgewärmten Backofen warm halten bis alle Pancakes ausgebacken sind.

Quelle: Vegetarische Köstlichkeiten (Yotam Ottolenghi)

PS: Hier gab es schon mal einen Blick hinter die Kulissen, wie mein Vater die Bilder gemacht hat. Falls es euch interessiert, was es bei mir sonst zum Essen gibt, was nicht auf dem Blog landet oder eben wie Blogartikel entstehen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir folgt 🙂

Kleines flutschiges Scheißerchen: Sobanudelsuppe mit Gemüse und Wasabi

Ein Kraftausdruck gleich in der Überschrift? Oje, das kann nicht gut werden 😉 Wobei viele von euch 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-1diesen Ausruf bestimmt schon mal gehört haben – zumindest die Frauen, Männer hören bei romantischen Filmen ja meistens nicht ganz so aufmerksam zu oder täusche ich mich da?
Julia Roberts, alias „Pretty Woman“ schimpft über die kleinen flutschigen Scheißerchen als ihr in dem Nobelrestaurant die Schnecke von der Gabel hüpft. Erinnert ihr euch? Jedenfalls muss ich immer an diesen Satz denken, wenn ich Sobanudeln esse. Mir kommen diese Nudeln aus Buchweizenmehl nämlich viel flutschiger vor als die italienischen Verwandten. Vielleicht täusch ich mich auch und dieses Essen bietet nur deswegen große Spritz- und Kleckergefahr, weil alles in einer Brühe serviert wird?!

Ich persönlich traue mich zumindest nicht, diese Suppe mit Stäbchen zu essen. Zu dieser Art von Kunst ist vermutlich lediglich meine Schwester nach monatelangem Training in China fähig 😉 Allen anderen sei die Gabel neben den Löffel gelegt.

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Mit dem Gemüse in der Suppe könnt ihr übrigens beliebig spielen: laut Rezept sollen zwei Wirsingblätter verwendet werden – für den restlichen Kopf brauch ich in meinem Singlehaushalt dann aber gefühlt Wochen um alles zu essen. Ich greife deswegen Blog-Event CXVI - German Krautkoepfesehr gerne auf Grünkohl zurück, der ist deutlich kleiner zu haben. Auch die Wasabimenge könnt ihr nach eurem Geschmack anpassen; der Mitesser würzt damit immer so stark nach, dass er irgendwann nach Luft ringend am Tisch sitzt…
Kohl funktioniert also nicht nur traditionell deutsch-deftig, sondern sehr wohl asiatisch-leicht. Deswegen schick ich das als zweiten Beitrag rüber zu Zorra, wo Eva noch bis zum 15.2. Rezepte rund um die Kohlköpfe sammelt.

Und zum Schluss ist mir beim Abtippen aufgefallen, dass die Suppe vegan ist. Zufällig, ohne dass ich irgendwie auf was bestimmtes hab achten müssen. Falls ich mich täusche, weist mich bitte darauf hin!

Zutaten (für 4 Personen):
1 Karotte
1 Stück Steckrübe, ca. 150gr (ich: mehr Karotte und Pastinake)
1 Pastinake2016.01.23_AsiaNudelsuppe-6
1 Stück Lauch, ca. 100g
2 Wirsingblätter (ich: n paar Blätter Grünkohl)
100g Champignons
1 Stück Ingwer
200g Buchweizennudeln (Soba)
Salz
1l Gemüsebrühe
4 EL Sojasauce
ca. 2 TL Wasabipaste
2 EL Reisessig oder Zitronensaft
1/4 Bund Koriander (ich: weggelassen)

Zubereitung:
Die Möhre, die Steckrübe und die Pastinake putzen, schälen und der Länge nach zuerst in dünne Scheiben, dann in feine Streifen schneiden. Das Lauchstück der Länge nach aufschneiden und gründlich waschen. Den Wirsing waschen und mit dem Lauch in Streifen schneiden.
Die Champignons mit Küchenpapier sauber reiben und die Stielenden abschneiden. Die Pilze in dünne Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Für die Nudeln Wasser zum Kochen bringen und salzen. Die Nudeln darin nach Packungsangabe bissfest kochen.
Gleichzeitig für das Gemüse die Brühe mit dem Ingwer zum Kochen bringen. Das Gemüse hineingeben und offen bei mittlerer Hitze ca. 5min leicht kochen lassen bis es bissfest ist. 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-3Die Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen, kurz kalt abschrecken und zum Gemüse in die Brühe geben.
Die Sojasauce und die Wasabipaste unter die Suppe rühren. Die Suppe mit dem Essig oder Zitronensaft und evt. Salz abschmecken. Den Koriander waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen, grob hacken und auf die Suppe streuen.

Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! (Cornelia Schinharl)

Supertrendyyy: Grünkohlsalat mit Apfeldressing

Ich war nie eine Trendsetterin. Auch zählte ich nie zu den It-Girls der Schule. Je älter man wird, desto egaler ist einem das. Denn was für den einen wahnsinnig toll ist, entlockt dem anderen nur ein Schulterzucken. Und was heute „in“ ist, ist morgen schon „out“, wenn nicht gar gesundheitsschädigend. Eines der besten Beispiele sind die Chiasamen – vielen Dank für eure Kommentare zum letzten Beitrag. Ich mag eure Einstellungen!

 

Wenn ich den heutigen Beitrag passend zur Jahreszeit ordentlich pushen wollte, dann würde ich jetzt mit Detox und Low-Carb und … werben. Muss nicht sein! Ich will es mir ja nicht vo2015.12.24_Grünkohlsalat-12llkommen mit euch verscherzen nachdem ich hier ein altbekanntes Trendgemüse präsentiere 😉 Ein weiteres dieser gehypten Nahrungsmittel ist nämlich der Grünkohl. Seitdem er in den USA zum Superfood erklärt wurde, taucht er als „Kale“ in Smoothies und als Chipsersatz auf. Hier im Ländle kannte ich den bis zu eben dieser Trendwelle nicht. Schließlich gibt es im Süden Deutschlands keine (mir bekannten) Kohlfahrten. Kohl gab es während des Winters natürlich trotzdem in den verschiedensten Formen.

Als Salat jedoch nie, was aber jetzt geändert wird. Durch das kurze Blanchieren wird der Grünkohl zart und schmeckt gar nicht muffig-kohlig. Ideal also für Einsteiger wie mich! Und im Gegensatz zu dem teuren Superfood ist Grünkohl selbst in Massen erschwinglich! Da freut sich das Studentenherz 🙂

Zutaten (für 2 als Abendessen, für 4 als Beilage):
700g Grünkohl2015.12.24_Grünkohlsalat-15
Salz, Zucker
2 große säuerliche Äpfel
1/2 Bio-Zitrone
2 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
1 EL Balsamicoessig
1 EL Butter
Zubereitung:
Den Grünkohl waschen, die Blätter von den Stielen abstreifen und in grobe Stücke zupfen. In einem Topf ca. 5 cm hoch Wasser zum Kochen bringen und salzen. Den Grünkohl darin ca. 5min kochen bis er bissfest ist.
Inzwischen die Äpfel vierteln, (schälen -hab ich nicht gemacht), das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel klein würfeln. Die Zitrone heiß waschen, abtrocken, die Schale fein abreiben und von einer Hälfte den Saft auspressen. Den Knoblauch schälen. In einer Pfanne die Butter mit 1 EL Öl erhitzen und die Apfelwürfel bei mittlerer Hitze unter Rühren in 3-4min anbraten. Knoblauch dazupressen, kurz anbrutzeln lassen, leicht salzen und vom Herd nehmen.
Den G2015.12.24_Grünkohlsalat-16rünkohl in ein Sieb abgießen und kurz kalt abschrecken. Abtropfen lassen und mit dem Apfel und der Zitronenschale mischen. Aus dem übrigen Öl, dem Essig, Salz und einer Prise Zucker ein Dressing zusammenrühren und unter den Salat mischen. Am besten lauwarm servieren.

Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! (Cornelia Schinharl)

PS: im nächsten Beitrag verwende ich weniger Anglizismen, versprochen! 😉