Ein Hoch auf den Honig!

Nicht gerade komplettes Gericht, aber als Zutat, oder einfach pur – Honig ist so vielfältig und gut!

Immer wieder komme ich mit Menschen, denen ich begegne ins Gespräch über Foodfotografie bzw. vor allem den  Blog, den ich gemeinsam mit meiner Tochter habe. Das weckt bei so manchem Interesse und der eine oder andere Follower fand zu uns, nach einem solchen Gespräch. So auch ein lieber Kollege, den ich vor einigen Wochen kennengelernt habe.

2017.09.23_Blütenhonig Wilfried Kari-4

Und im Gespräch stellte sich dann heraus, dass er seinerseits Hobby-Imker ist. Letzte Woche trafen wir wieder zusammen, er sprach mich sofort auf den letzten Blogbeitrag und ich auf seine Bienen an. „Bring mir doch mal ein Glas mit“, so meine Bitte, denn so ein schöner Honig direkt vom Imker, da sage ich nicht nein. „Lieber Tannenhonig oder Blütenhonig“, so seine Rückfrage und nach kurzem weiteren Gespräch entschied ich mich für den Blütenhonig.

Zu Hause haben wir den Blütenhonig eines anderen Imkers, der stark Raps-geprägt ist. Mein Kollege hatte mir erzählt von kleingliedrigen Flächen mit einer großen Vielfalt an Blüten, und das wirkt sich natürlich wieder auf den Honig aus. Also wollte ich bewusst vergleichen und war gespannt und schon am gestrigen Samstag öffnete ich das neue Glas sofort.

2017.09.23_Blütenhonig Wilfried Kari-17

Schon die Farbe ist sowas von anders. Während der Honig aus unserer heimischen Region gelb und undurchsichtig ist, ist der geschenkte Blütenhonig aus dem Aischgrund dunkelgolden und klar. Mich erinnerte er eher an Waldhonig, aber genau das war er nicht. Beim Bäcker besorgtes frisches Laugengebäck mit Butter, dazu der Honig – Hmmm! Und erwartungsgemäß war natürlich auch der Geschmack des dunklen Blütenhonigs aus dem Aischgrund anders, als der des hellgelben Blütenhonigs aus dem Balinger Umland. Und zwar sehr anders! Ich entschied mich, diesen Geschmack als feinwürzig, aromatisch und fruchtig zu beschreiben (gibt es eigentlich auch sowas wie einen Honig-Sommelier?).

2017.09.23_Blütenhonig Wilfried Kari-6

Auf jeden Fall ein (Frühstücks-)Genuss und zum einfach nur irgendwo reinmixen für meine Begriffe definitiv zu schade.

Habt Ihr einen bestimmten Lieblingshonig? Direkt vom Imker? Oder doch einfach aus dem Supermarkt?
Ich kann meinerseits auf jeden Fall empfehlen, Vergleichsmöglichkeiten zu nutzen. Die Geschmacksvielfalt von Honig ist beeindruckend!

PS: Hallo, hier meldet sich noch Miriam 🙂 Die Bilder vom heimisches Frühstückstisch schaue ich ganz wehmütig an, kenn ich doch nur zu gut die entspannten Frühstückssamstage.
Ich wollte zum Honig noch kurz anmerken, dass das wirklich ein Thema ist, bei dem jeder was tun kann. Stellvertretend verlinke ich hier nur die Bienenretter, die Tipps geben, was wir gegen das Bienensterben tun können und dazu gehört beispielsweise auch Honig aus der Region zu essen. Informiert euch, wo ihr den Honig kriegen könnt – auf dem Wochenmarkt sowieso, aber zum Teil stehen auch an einzelnen Häusern Schilder und verweisen auf die Möglichkeit, Honig direkt beim Imker zuhause zu kaufen.
Und wer sich dafür interessiert, wie man denn Imker wird, dem empfehle ich Claras Berichte über ihre Ausbildung. Vielleicht kriegt ja der ein oder andere Lust drauf?! 

Advertisements

Pfirsich-Himbeer-Frühstücksbrei

Frühstück fand ich schon immer toll – insbesondere, wenn man woanders war und dann mitkriegen durfte, wie es da morgens zugeht. Meiner Erfahrung nach verstecken sich die meisten Leute morgens nicht hinter ihrem Frühstück – unter der Woche als normal arbeitende Person ist das gar nicht möglich.

2017.07.29_HimbeerPfirsich-OvernightOats-3

Ich gehöre zwar zu der Fraktion, die morgens lieber eine halbe Stunde mehr einplant um entspannt in den Tag zu starten, die Losung zu lesen und eben zu frühstücken, aber nein, ich würde montags bis freitags nie auf die Idee kommen, meine Haferflocken zu schichten. Da wird alles einfach in ne Schüssel gekippt, Joghurt drüber, Obst dazu und nach dem Duschen wird das dann gelöffelt, fertig!

2017.07.29_HimbeerPfirsich-OvernightOats-1

Ganz ehrlich, ich bin erleichtert, dass meines Wissens in meinem Bekanntenkreis niemand morgens ein Instagramwürdiges Frühstück zaubert: keine Smoothiebowl, kein Avocadotoast – momentan ist es sowieso immer noch dunkel, wenn es das erste Essen des Tages gibt. Allein schon am Licht erkennt ihr, dass dieser Brei nicht am Morgen zubereitet wurde. Nein, der durfte als Nachmittagssnack ran.

Von den Zutaten her (ersetzt man die Chiasamen mit Leinsamen) könnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass dieser Frühstücksbrei was für meine Oma wäre. Bei ihr hab ich nämlich „Hafersuppe“ zum Frühstück kennen und schätzen gelernt. Da hab ich auch das liebevoll servierte Ei links liegen lassen und wollte lieber das, was Opa da auch gelöffelt hat 🙂 Sehr das hier als eine fancy Version des guten, alten Haferbreis. Schmeckt gut und macht ordentlich was her – nur in meinem Fall halt nicht zum Frühstück, sondern nachmittags. Da durfte es dann (nur zu Dekozwecken natürlich) noch etwas Schokolade drüber geraspelt werden.

2017.07.29_HimbeerPfirsich-OvernightOats-5

Und bei euch so? Seid ihr Frühaufsteher oder nutzt ihr jede Minute morgens im Bett und lasst lieber das Frühstück ausfallen?

Zutaten (für 3-4 kleine Portionen):
1 Tasse Haferflocken
Saft von 1/2 Zitrone ODER 1 TL Apfelessig
2 EL Chiasamen
125ml Milch nach Wahl ODER Wasser
1 gefrorene Banane
1 Vanilleschote, Mark herausgekratzt

Für die Himbeer-Pfirsich-Wellen:
200g Himbeeren (TK-Beeren aufgetaut)
1 Pfirsich (kann auch durch einen Apfel ersetzt werden)
1 EL Ahornsirup

Zubereitung:
Die Haferflocken mit warmem Wassen und dem Zitronensaft oder Essig bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen abgießen und sehr gründlich abspülen. Im Mixer oder in der Küchenmaschine die Himbeeren, das entsteinte Pfirsichfruchtfleisch und den Ahornsirup zu einem flüssigen Püree verarbeiten. Etwa die Hälfte in eine Schüssel gießen und beiseitestellen.
Zu dem restlichen Püree im Mixer die abgetropften Haferflocken und alle anderen Zutaten hinzugeben und auf maximaler Stufe pürieren bis die Mischung glatt und cremig ist. Abschmecken und evt mit weiterem Ahornsirup nachsüßen.
Den Haferbrei in Schalen oder kleine Gläser füllen und das verbliebene Himbeer-Pfirsich-Püree nur grob unterziehen. Oder den Haferbrei und das Püree abwechselnd in Gläser schichten. Reste halten sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage.

Quelle: a modern way to cook (Anna Jones)

Rhabarber-Schichtdessert im Glas

Oder auch Rha-rha-rha-a-aa -Rhabarber! Endlich wieder da! Wirklich innovativ ist dieses Schichtdessert nicht, inzwischen wird ja sehr viel in Gläschen portioniert, aber es sieht auch einfach gut aus und ist sehr unkompliziert.

2017.04.17_Himbeerdesert-11

Als ich gerade das Rezept abgetippt habe, ist mir wieder mal aufgefallen, dass ich mir bei so einfachen Aktionen meistens die Zubereitungsschritte einmal durchlese und dann einfach mache. Ich meine, allein wenn man sich die Bilder anguckt, ist schon recht selbsterklärend, wie das mit der Zubereitung funktioniert, oder etwa nicht? Doch, war es. Es ist sehr unkompliziert. Nur hätte man ein paar Kekskrümel zur Deko zurückbehalten sollen. Das habe ich komplett überlesen und hab stattdessen auf die erste Zitronenmelisse aus dem Garten zurückgegriffen. Alternativ würde sich auch noch ein Klecks Kompott eignen.

Nicht weiter schlimm, ich musste nur über mich selber grinsen, dass ich oft meine, aufgrund meiner langjährigen Kocherfahrung genau zu wissen, wie die Zubereitung gemäß eines abgebildeten Fotos abläuft. Da ist es schon ein Vorteil, wenn man kein Bild zur Verfügung hat, sondern nochmal ins Rezept gucken muss, um weiterzukochen.
Hier könnt ihr kaum Fehler machen und trotzdem sieht es so nett aus… wäre das vielleicht etwas für ein schönes Muttertags-Frühstück? Da kann es ja ruhig mal Schokokekse geben 😉

2017.04.17_Himbeerdesert-1

Zutaten für 4-6 Gläser:
400g (roter) Rhabarber
100g TK-Himbeeren
80g Zucker
100ml Apfelsaft
20g Vanillepuddingpulver
600g griechischer Joghurt
1-2 El Honig
1/2 Tonkabohnen (schmeckt auch ohne)
100g Hafer-Cookies mit Schokolade (evt etwas mehr)

Zubereitung:
Rhabarber putzen, waschen, ggf. entfädeln und in Scheiben schneiden. Rhabarberstücke und Himbeeren mit Zucker und Apfelsaft aufkochen. Puddingpulver mit wenig kaltem Wasser anrühren und das Kompott damit binden. Vollständig abkühlen lassen (dauert ca 1h)
Für die Creme den Joghurt mit Honig glatt rühren. Die Tonkabohne fein reiben und die Creme damit abschmecken. Hafer-Cookies grob hacken und auf 4-6 hohe Gläser verteilen, dabei ca 1 EL für die Deko zurückbehalten.
Kurz vor dem Servieren Kompott und Creme abwechselnd über die Keksbrösel schichten. Anschließend mit den übrigen Bröseln bestreuen und sofort servieren (sonst zieht der Joghurt Flüssigkeit und in den Gläsern bildet sich ein Wasserrand).

Quelle: deli 2/2017

Supergut: Bircher-Kefir mit Zitrussalat

Überall wo inzwischen ein „super“ vorne dran steht, wird mir nur noch ein Schulterzucken entlockt. Genug ist schon über Superfoods geschrieben worden. Vermutlich ist das Ganze auch eher interessant für die Generationen U35, denn von meinen Eltern, ihren Freunden oder gar meinen Großeltern kenne ich niemanden, der Chia-Anhänger oder Goji-Befürworter wäre.

2016-12-01_bircherkefir-13

Nein, das kommt dort nicht in die Schüsselchen. Alles bleibt beim Alten bei den Alten (höhöhö). Umso neugieriger werde ich, wenn im Kühlschrank der Eltern etwas auftaucht, was es jahrelang nicht gab, ob das nun ein trendiges Superfood ist oder nicht. Dort steht seit einigen Monaten Kefir und mein Vater genehmigt sich morgens noch vor dem ersten Kaffee ein paar Schlucke direkt aus der Flasche. Dank dem Internet lerne ich, dass Kefir ein Sauermilchgetränk ist. Milch gärt mithilfe von Kefirpilzen, die eine Mischung von Hefe und Bakterien sind, wodurch sich logischerweise der Geschmack verändert. Es schmeckt ein bisschen so wie Buttermilch.

Echte Superfoodqualitäten beweist Kefir, weil ihm jede Menge gute Wirkungen nachgesagt werden: neben den Milchsäurebakterien sind im Kefir auch Hefen enthalten, die die Darmflora des Dickdarms unterstützen. Eine gesunde Darmflora beseitigt Krankheitserreger, was eine Stärkung der Abwehrkräfte bedeutet. Die Proteine des Kefirs sättigen bei einem geringen Kaloriengehalt -hallooo Diätindustrie, das wäre doch was für euch 😉 Ein supergutes Produkt also!

2016-12-01_bircherkefir-5

Gesundheitliche Qualitäten hin oder her: es schmeckt! Besonders in Kombination mit diesen Overnight-Oats um noch so ein Trendfood zu nennen 🙂 Neben vielen Plätzchen haben jetzt auch wieder sämtliche Zitrusfrüchte Hochkonjunktur. Saftige Orangen, herbe Grapefruits und die in der Weihnachtszeit omnipräsenten Mandarinen dürfen diesen Bircher-Kefir toppen. Ich war ganz begeistert von diesem Frühstück! Gefühlt geht für mich mit Orangen&Co auch immer die Sonne auf… und über die Superqualitäten von denen muss ich kein Wort verlieren. Stattdessen hier das Rezept:

Zutaten (für 2 Personen):
375ml Kefir
1 reife Banane
1 TL geriebener frischer Ingwer
1 TL Blütenpollen (weg gelassen)
1-2 EL hochwertiger naturbelassener Honig
90g grobe Haferflocker
1 EL (Gold)Leinsamen
1 Pink-Grapefruit
1 gewöhnliche Orange
1 Mandarine
Rosinen, Pistazien, Minze, Kefir… zum Servieren

2016-12-01_bircherkefir-1

Zubereitung:
Kefir, Banane, Ingwer und Blütenpollen in einem Mixer zu einem feinen Smoothie pürieren. Dann abschmecken und gegebenenfalls zum Nachsüßen noch etwas Honig hinzugeben. In eine Schüssel gießen, die Haferflocken und die Leinsamen einrühren und mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
Kurz vor dem Servieren mit einem scharfen Messer die Schale und die weiße Haut der Zitrusfrüchte entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten auslösen.
Den Bircher-Kefir in zwei mittelgroße Schalen verteilen, die Zitrusfruchtspalten daraufgeben und mit einigen Rosinen, Pistazien, Blütenpllen, Minzeblättern, ein paar Tropfen Honig und einem Klacks Kefir dekorieren und servieren.

Einen guten Start in den Tag euch!

Quelle: Die grüne Küche. Smoothies&Co. (David Frenkiel&Luise Vindahl)

Sweets for my sweets: Pfirsich-Pancakes

Oder sollte ich sagen: ACHTUNG! Ungestylte Fotos! Ja, ihr seht heute mal Bilder zur Kategorie: „Mehr Realität in Foodblogs“. Wir bemühen uns ja immer um schöne Bilder, die Appetit machen und da brauchen wir manchmal n bissele länger um gutes Licht zu haben oder die passende Serviette zum Dekorieren zu finden. Allerdings haben wir noch keine „Props“-Schublade, in der alle besonderen Teller, Besteckteile, Küchentücher oder ähnliches aufbewahrt werden. Ne, ne, die Sachen auf denen ihr das Essen präsentiert seht, sind normalerweise auch im Alltag im Gebrauch.

2016-09-02_pancakes-1

Während der letzten Wochen hatte ich immer wieder die Gelegenheit daheim zu sein und sogar die ein oder andere Nacht zu bleiben. Kein Zeitdruck um Fotos zu machen, sondern einfach zusammen sein ohne auf die Uhr zu gucken. Auch morgens ging es oft etwas entspannter los. Bei meinem Vater war geschäflich weniger, die Mama hatte erst die Spätschicht und meine Geschwister haben momentan sowieso ein sehr chilliges Leben 😉 Als die um 10 dann irgendwann aus den Betten krochen, schlug ich vor, Pancakes zu backen. Ha, so macht man müde Menschen munter! Ich hab schon mal drüber geschrieben: bei meiner Mutter finden sich einfach genügend Zutaten um spontan was zum Essen zu stellen.

2016-09-02_pancakes-4

Für die Geschwister war das also das Frühstück, für die anderen Familienmitglieder ein Vormittagssnack, der dann besonders gut geschmeckt hat, als ich kapiert habe, wie ich die Pancakes nicht auf einer Seite verbrennen lasse… Lalala, der gute alte Herd daheim braucht vielleicht einen Moment länger zum warm werden als n Induktionsherd, aber wenn er auf Touren ist, dann Gnade den Pancakes 🙂 Seid also besser mal ein bisschen vorsichtig mit den Temperaturen.
Ich hoffe, ihr nutzt noch die letzten guten reifen Pfirsiche oder Nektarinen und macht auch was Süßes für eure Lieben, auch wenn die Fotos sehr realitätsnah sind. Es gilt einfach heute ganz besonders (bei den anderen Bildern auch): Ihr kriegt, was ihr seht!

Zutaten:
1 großes Ei
230g Saure Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
20g Zucker
1 Prise Salz
1/4 TL Zimt
95g Mehl
1 TL Backpulver
Butter für die Pfanne
2 Pfirsiche oder Nektarinen

2016-09-02_pancakes-3

Zubereitung:
Ei, Saure Sahne und Zucker in einer Schüssel verrühren. Die trockenen Zutaten (Salz, Zimt, Mehl und Backpulver) in einer seperaten Schüssel verrühren und dann erst zur Eimischung geben. Nur solange rühren bis alles einigermaßen vermischt ist.
Die Pfirsiche halbieren, entkernen und dann in dünne Scheiben schneiden.
Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen. Etwas Butter darin schmelzen lassen und knapp 2 EL Teig pro Pancake in die Pfanne geben. Darauf achten, dass zwischen den Pancakes genügend Platz ist. Jeweils 2 Scheiben Pfirsich auf den Teig geben und leicht andrücken. Wenn die Teigoberfläche nach ca. 3min oben beginnt Bläsle zu bekommen und an den Rändern trocken wirkt, den Pancake wenden und für weitere 3min backen.
Zum Warmhalten evtl in den vorgeheizten Ofen stellen. Servieren mit Ahornsirup, Honig oder einfach nur so 🙂

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook / bzw Eine kleine Küche in New York (Deb Perelman)

Rettungsaktion: KiBa-Marmelade

Momentan biegen sich ja die Marktstände vor lauter herrlich reifem Obst und Gemüse. Ich krieg jedenfalls nicht genug von Beeren, Kirschen, Pfirsichen & Co. Problem ist nur, dass das Obst nicht ewig frisch bleibt und dass spätestens in drei Monaten die ganze Pracht von der Herbstfülle abgelöst wird.

2016.07.21_KiBa Marmelade-1

Um sich ein bisschen was vom Sommer zu behalten, bieten sich Marmelade und Chutneys an. Und genau um die geht es heute in der Rettungsaktion. Jaaaa, man kann die Gläsle auch im Supermarkt kaufen, aber zum einen werden da irgendwelche komischen Konservierungsmittelchen verwendet, die man nicht unbedingt braucht und zum anderen ist das Verhältnis von Zucker und Frucht oft nicht so ausgewogen. Die Marmeladen sind mehr süß als fruchtig.
Beim Selberkochen könnt ihr selber entscheiden, wie für euch das ideale Verhältnis aussehen soll. Außerdem könnt ihr die tollsten Früchte miteinander kombinieren UND -jetzt kommt das Beste – in 149 Tagen ist WEIHNACHTEN und so ein paar Gläsle selbstgekochte Marmelade machen sich doch suuuuper unter dem Baum! Der kluge Foodie plant also jetzt schon vor 😀

2016.07.21_KiBa Marmelade-5

Bei uns im Keller (ich spüre schon die Errötung meiner Mutter während ich das schreibe) lagern direkt neben dem Regal mit Marmeladen die leeren Gläser schon verspeister Marmeladen oder andere Gläser mit Deckel, die als schön genug befunden worden sind um als Behältnis für Selbstgemachtes zu dienen. Mit dem Beginn der Rhabarber-Erdbeersaison beginnt sich das Verhältnis von leeren zu vollen Gläsern konstant zu verschieben. Wenn schließlich als eines der letzten Dinge Apfelgelee eingekocht wird, bleiben kaum noch leere übrig. Ein kleines Paradies, sag ich euch!!
Wer nicht zu faul ist, den Glasmüll zu entsorgen für Weihnachten besonders auftrumpfen möchte, der kann natürlich auch die schönsten und elegantesten Marmeladengläser extra einkaufen 😉 Wie immer ist weniger die Verpackung als vielmehr der Inhalt entscheidend. Meine Schwester jedenfalls hat die Ki-Ba-Marmelade gleich in ihre Favoritenliste gewählt und für die Marmeladensaison 2017 schon mal vorgemerkt.
Falls jemand eine andere Frucht- oder Gemüsevariation bevorzugt, wird hier fündig:

Giftige Blonde: Kirsche-Himbeere-Walderdbeere

Pane-Bistecca: Apfel-Pfirsich-Chutney

Obers trifft Sahne: „Schwarzwälder Kirschtorte“

Genial lecker: Kirsch-Erdbeermarmelade

Barbaras Spielwiese: Apfel-Lavendel-Gelee

Multikulinarisches: Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade

Anna Antonia: Omas Apfelgelee

Summsis Hobbyküche: Kirschmarmelade mit Blaubeerhauch

Brittas Kochbuch: Klassisches Mango-Chutney

Auchwas: „Jo-Hi-Ma-Va-Gelee“

Sakriköstlich: Zwiebel-Kirsch-Chutney

Fliederbaum: Marille-Minze und Erdbeer-Rose

Was du nicht kennst…: Bacon Jam

Jankes*Soulfood: Paprika-Aprikosen-Chutney mit Chili

Leberkassemmel und mehr: Zwiebelmarmelade

German Abendbrot: Johannisbeerchutney

Brotwein – Paprikamarmelade

Leichtigkeit – Tomatenmarmelade

Katha kocht: Sommerliche Melonen-Limetten-Marmelade

Bonjour Alsace: Pina-Colada-Marmelade

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117
Zutaten (für ca. 9 Marmeladengläsle)
1kg Kirschen
1kg reife Bananen
2 Päckchen Gelierzucker 2:1 (bitte auch dabei darauf achten, was drin ist. Gerne im Biosupermarkt kaufen)
etwas Zimt

2016.07.21_KiBa Marmelade-7

Zubereitung:
Ausreichend leere Marmeladengläser (samt Deckel) gründlichst auswaschen. Die sauberen Gläser ins saubere (!) Spülbecken geben und mit sehr heißem Wasser (gerne auch ein Teil aus dem Wasserkocher) auffüllen.
Kirschen waschen und entsteinen, Bananen schälen und in kleiner Stücke brechen. Alles Obst in einen großen Topf geben und pürieren. Gelierzucker und Zimt unterrühren. Die Masse aufkochen lassen und 4min sprudelnd kochen. In der Zeit während die Marmelade kocht mit Spülhandschuhen oder Salatbesteck die Gläser aus dem Becken fischen, die Deckel ebenso und trocknen lassen.
Die fertig gekochte Marmelade sofort in die noch heißen Gläser einfüllen, den Deckel verschließen (Achtung Verbrennungsgefahr!) und die Gläser kopfüber auf den Deckel stellen. Mindestens 10min so stehen lassen, länger schadet auch nicht 😉 Fertig!

 

 

Ohrwurm: Chiapudding mit Erdbeeren und Mango

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für all eure lieben Kommentare hier oder auch bei Instagram zum letzten Post. Eure Rückmeldung hat mich sehr überrascht und gleichzeitig enorm gefreut, dass ihr trotz ungestylter Bilder gerne guckt und klickt und Appetit kriegt 🙂 Heute gibt es wieder gestylte Fotos, wobei es bei uns nicht stundenlang dauert bis das Essen in Szene gesetzt ist. Auf Instagram konnte man gestern schon einen kleinen Einblick bekommen. Auf einem Hocker im schönen Morgenlicht auf dem Esstisch kamen diese Chiapuddings optimal zur Geltung.

2016.05.29_ChiaPudding-17-12

Die Kombination von Erdbeeren und Mango in Verbindung mit Kokos ist einfach super! Zu den neutralen Chiasamen ist es ja wichtig, dass man was Leckeres hat. Das Wort „Mango“ ist eines der Wörter, was sofort einen Ohrwurm bei mir auslöst. Auf einer Silvesterfreizeit haben ein paar Jungs ständig (warum auch immer) den Mango-Song angestimmt. Keine große Dichterleistung: immer nur Mango-Mango-Mango und dann auch Mal Kiwi-Kiwi-Kiwi 😀 Wie so oft ist es halt der Rhythmus und die Tonfolge, die dieses Liedchen eeewig im Kopf bleiben lassen. Sucht es mal auf Youtube! Aber seid hiermit vorgewarnt!

2016.05.29_ChiaPudding-20-14

Falls ihr keine gute Mango bekommt, passen bestimmt auch Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen. In alten Marmeladengläsern lassen sich die Chiapuddings auch super transportieren. Ich hab mich noch am Tag drauf über so ein nettes Gläsle freuen können 🙂

2016.05.29_ChiaPudding-16-11

Zutaten (für 4-5 Portionen):
100g Chiasamen
250ml Kokosmilch
250ml Wasser
6 EL Agavendicksaft
1 reife Mango, geschält
500g reife Erdbeeren, klein geschnitten
Saft und Schale von 1 Limette
2 Zweige Minze, Blättchen fein geschnitten (mag ich immer noch nicht)
4 EL geröstete Kokoschips

Zubereitung:
Chiasamen in eine Schüssel geben, Kokosmilch, Wasser und 2 EL Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen kurz verrühren, dann 25-30min quellen lassen.
Mangofruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Je die Hälfte der Erdbeeren und der Mango pürieren, mit Limettensaft und -schale abschmecken. Das Püree auf 4 – 5 Gläser verteilen. Restliche Mango mit den übrigen Erdbeerwürfeln, 1 El Agavendicksaft (hab ichweg gelassen) und Limettensaft vermengen. Minze unterrühren.

2016.05.29_ChiaPudding-9-5

Gequollene Chiasamen erneurt durchrühren, ggf noch etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben, falls die Masse zu dick geworden ist. Masse über dem Fruchtpüree verteilen, mit marinierten Obstwürfeln bedecken und mit den Kokoschips garniert servieren.

 

PS: Kommentar Papa als er das Einfüllen beobachtet hat: „Sieht aus wie Froschlaich.“ Später beim Essen: „Von der Konsistenz genau so wie ich mir Froschlaich vorstelle“ 😀

 

Quelle: Deli-Magazin 3/2016