Schokoladen – Erdnussbutter – Käsekuchen

Oder auch: wer nicht hören will, muss fühlen und kriegt obendrein kaum ein gscheites Kuchenfoto!! Fangen wir aber etwas gelassener an: jedem sollte klar sein, dass ein Käsekuchen, der sich mit Schokolade und Erdnussbutter zusammen tut, nur der Hammer sein kann! Cremig, süß, knackig -allein die ungebackene Frischkäsemasse war schon ein Traum.

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Glücklich also den Kuchen in den Ofen geschoben, Backzeit abgewartet und einen noch leicht wabbeligen Kuchen rausgeholt. Alles gut soweit! Nigel Slater mahnt im Rezepttext an zwei Stellen, dass der Kuchen mindestens 7h, besser sogar noch über Nacht im Kühlschrank stehen muss, damit er vollens fest wird. Ich aber setzte mich freimütig darüber hinweg, war zu ungeduldig, hatte Lust auf diese Süßigkeit und überhaupt! Wenn ich die Form ne Runde in die Gefriere stelle und dann noch ne Weile in den Kühlschrank wird das schon gut gehen. Ähm ja, ging es auch… für zwei Bilder, bei denen die Deko und Belichtung vielleicht noch nicht ideal war.

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Seht ihr auf dem Bild oben in der Mitte den Riss? Jaaa, das war der Ursprung des Bösen: er vergrößerte sich in bester Vulkanmanier und heraus floss das noch viel zu weiche Käsekucheninnere. Auch meine Rettungsversuche mit erneutem Aufsetzen der Springform und „schockfrosten“ in der Gefriere führten nur bedingt zu besserer Haltbarkeit. Zu viel war schon ausgeflossen… Also haltet euch bitte, bitte an die Kühlzeiten!!!

So oder so: geschmacklich ne Bombe war der Schokoladen-Erdnussbutter-Käsekuchen. Genau der richtige Ausgleich nach nem Salätle oder um nach der Fastenzeit wieder richtig zuzuschlagen 😉
Habt ihr auch schon kleinere oder größere Backdesaster erlebt? Ich hoffe, dass trotz mangelhafter Optik euer Kuchen wenigstens geschmacklich gut war!

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Zutaten (für eine Springform mit 20cm-Durchmesser):
Für den Boden:
175g Weizenvollkornkekse mit dunkler Schokolade
100g gesalzene, geröstete Erdnüsse
75g Butter
Für den Belag:
50g dunkle Schokolade
450g Doppelrahm-Frischkäse
4 Eier
1 Eigelb
120g feiner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100g grobe Erdnussbutter

Zubereitung:
Die Butter für den Boden in einem kleinen Topf zerlassen. Die Kekse in der Küchenmaschine mahlen oder in eine Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zu groben Krümeln klopfen. Die Kekskrümel in die flüssige Butter schütten. Die Erdnüsse in der Küchenmaschine zu grobem Pulver zermahlen und unter die Mischung rühren. Die Krümelmasse in die Kuchenform geben und glatt streichen, aber nicht verdichten. Im Kühlschrank fest werden lassen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Schokolade für den Belag in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel über einem Topf mit köchelndem Wasser schmelzen lassen. Nicht umrühren, aber die noch festen Schokostücke mit einem Löffel in die Flüssigkeit hinunterdrücken.
Frischkäse, Eier, Eigelb, Zucker und Vanilleextrakt in die Schüssel der Küchenmaschine geben und langsam schlagen, bis sie gründlich vermischt sind. Die Unterseite der Backform mit zwei Lagen Alufolie einwickeln, damit beim Backen kein Wasser eindringen kann. Den Frischkäsebelag auf dem Keksboden verteilen. Als nächstes die flüssige Schokolade darübergießen, dann die ERdnussbutter mit einem Löffel in regelmäßigen Häufchen verteilen. Mit einem Schaschlikspieß oder dem Griff eines Löffels die Schokolade und die erdnussbutter in Wirbeln mit der Frischkäsemischung verrühren.
Die Springform in eine große Bratform stellen und so viel heißes Wasser zugießen, dass sie zur Hälfte bedeckt ist. Im Ofen 55 bis 60min backen. Der Kuchen sollte in der Mitte noch wabbelig sein. Wenn nötig, noch ein wenig länger im Ofen lassen und mit Alufolie abdecken, damit er nicht braun wird.
Den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Bratform mit Wasser abkühlen lassen. Über Nacht oder mindestens 7h lang in den Kühlschrank stellen.

Quelle: Ein Jahr lang gut essen (Nigel Slater)

Bömbchen: Glutenfreie Erdnussbutter-Torte

Ich schulde euch noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Leila Lindholm. Es steht nicht repräsentativ dafür, was sonst in dem Kochbuch angeboten wird. Sonst wird nämlich gerade im Kapitel mit den süßen Dingen darauf geachtet, dass die Kalorienzahl verhältnismäßig gering bleibt, sprich, es finden sich hier (wirklich tolle) Ideen für Eiscreme auf gefrorenem Obst; Gebäck, das mit getrockneten Früchten gesüßt wird und auch einen Limovorschlag gibt es.

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Aber da sticht diese Torte nun mal ordentlich hervor. Die Verwendung von Kokosblütenzucker (der den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, wodurch es zu einer langsameren Energieausschüttung kommt und so Zuckerhochs und -tiefs verhindert werden) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Kuchen 200g Haselnüsse, 200g Butter und 200g Schokolade verwendet werden, was dann alles unter einer dicken Schicht aus Erdnussbutter und Frischkäse begraben wird, hehehe 😀

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Damit ist diese Torte ein echtes Kalorienbömbchen! Glaubt mir, ein kleines Stücken ist sehr reichhaltig. Für mich zeigt diese Torte, dass solche Labels wie „glutenfrei“ eben nicht automatisch „kalorienarm“ oder „Diätfutter“ bedeuten. Nur weil man eine Trendzutat wie Kokosblütenzucker verwendet, wird dadurch nicht der Nährstoffgehalt eliminiert. Ein bisschen Nachdenken schadet also nicht, besonders dann nicht, wenn es um verkaufsfördernde Labels geht, die momentan das große Heil versprechen…

Warum ich das Rezept trotz fehlendem Gluten gebacken habe? Mir kann so was ja (Gott sei Dank) egal sein; ich finde Erdnüsse und Schokolade einfach toll 😀 Außerdem gefiel mir, dass ich nicht erst ein Spezialmehl kaufen muss, sondern lediglich mit gemahlenen Haselnüssen die Torte backen lässt. Der Kokosblütenzucker lässt sich (wer einen höheren glykämischen Index nicht fürchtet) auch mit braunem Zucker ersetzen, dann aber die Menge etwas reduzieren, weil der süßer ist. Ich habe die Menge auch halbiert und nur einen kleinen Kuchen (in einer 18er Springform) gebacken. Mit der Erdnussbuttercreme ist das immer noch sehr habhaft!
An den Bildern seht ihr, dass die schon vor einer Weile entstanden -jetzt haben frische Beeren eher keine Saison mehr, ich kann mir vorstellen, dass der Kuchen mit einer Deko aus (karamellisierten) Erdnüssen oder etwas Popcorn mindestens genau so toll aussieht.

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Zutaten (für 2 Springformen à 24cm)
200g Haselnusskerne (ich hab schon gemahlene verwendet)
200g dunkle Schokolade (mind.70%Kakaoanteil)
1EL Kakaopulver
200g weiche Butter
65g Kokosblütenzucker
6Eier

Erdnussbuttercreme:
150g Erdnussbutter
160g Kokosblütenzucker
40g Kakaopulver
1TL Vanillepulver
300g Frischkäse
2 EL heißer Kaffee
Kirschen, Himbeeren oder einfach Erdnüsse zum Verzieren

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Für die Böden die Haselnüsse in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen. Die Schokolade grob hacken und dann zusammen mit den Nüssen im Mixer verarbeiten. Nüsse und Schokolade mit Kakao, Butter und Kokosblütenzucker mischen und zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Die Eier trennen: die Eigelbe in den Teig geben und weiterschlagen. In einer trockenen, sauberen Schüssel das Eiweiß zu Schnee schlagen. Anschließend vorsichtig portionsweise unter den Schokoteig heben.
Zwei Springformen fetten. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen. Die Böden auf der mittleren Schiene 30-35min backen. Mit einem Holzspieß die Garprobe machen, die Böden dürfen nicht mehr klebrig sein. Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Erdnussbutter, Kokosblütenzucker, Kakao, Vanillepulver und Frischkäse cremig rühen. Den Kaffee hinzufügen.
Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen. Etwas Creme auf dem unteren Boden verteilen, den anderen Boden auflegen und dann die Torte rundum mit Creme bestreichen und mit Obst oder Nüssen verzieren.

Quelle: Meine Rezepte für die ganze Familie (Leila Lindholm)

Jugendsünden: Erdnusscookies mit Hersheys Kisses (Peanut Butter Blossoms)

Was waren das für Zeiten früher, damals, als ich weg gegangen bin zum Studium. In ein Wohnheim in die Nähe von Nürnberg gezogen, lauter Gleichaltrige auf einem Fleck, die zusammen leben, feiern und ja, auch lernen. Unglaublich viele Erinnerungen sind mit diesem Jahr in Franken verbunden, Freundschaften, die bis heute halten und auch einige kulinarische Geschmäcker, die ich damit verbinde. Über die fränkische Mensa dort muss ich mal noch separat schreiben (das Rezept inklusive Bilder warten schon viel zu lange…), aber heute soll es eher um die unrühmlichen Entgleisungen gehen.

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Im Regelfall sind wir monatlich bei der Rettungsaktion dabei: dort geht es darum, dass es möglich ist (und oft erschreckend einfach!) ohne die Fertigprodukte aus dem Supermarkt auszukommen. Sei es jetzt ob es um Pesto, Sirup, Pfannkuchen oder Brot geht: selber machen ist angesagt und so viel besser! Das wusste ich schon immer und wurde mir von Zuhause aus so beigebracht. Die Fertigprodukte aus dem Supermarkt waren mir natürlich trotzdem bekannt. Sei es jetzt ob über Werbeplakate, Aufsteller im Laden selbst oder weil irgendjemand von dem Fix-Päckchen schwärmte, das ja so gut die Bolognese würzen würde. Aber so etwas daheim in der Küche meiner Mutter zubereiten? Natürlich nicht!

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Tja und dann war ich da in Franken und die Neugier packte mich und ich holte dort Fertigprodutkmäßig so einiges nach, was ich davor noch nicht gekannt hatte. Tomatensuppe aus dem Päckchen? Schmeckt suuuuper zum Aufbackbaguette aus dem Kühlregal. Der Milchreis an einem grauen Nachmittag aus dem Plastikbecher. Die unterschiedlichsten Gebäcksstücke? Nun ja, selber backen ist ja besser, aber probieren geht ja über studieren, nicht wahr? 2016-09-30_peanutbutter-blossoms-7

Oh Mann, ich kann nur den Kopf schütteln, was ich damals so gegessen habe 😀 Nun gut! Jugendsünden und eine Art von Rebellion gegen „was ich daheim niiiiiieeeee gekriegt habe!“. Dabei war mir nach dem ersten Biss meistens schon klar, dass das da auf dem Löffel nicht so gut war wie ich es mir vorgestellt hatte, bzw von daheim kannte. Getoppt wurde diese Fix-und-Fertig-Küche nur in den USA: so viele unbekannte Produkte! Vor allem das Süßigkeitenregal hatte es mir angetan und da insbesondere diese Hershey-Kisses: Erdnussbutter in Tröpfchenform mit Schoko überzogen, ein Traum! Hier leider nicht so einfach erhältlich, aber da ist es gut, wenn man Bekannte hat, die Lieferanten spielen 😉 Auf diese Art und Weise schmecken mir Jugendsünden deutlich besser: die krümeligen Erdnusskekse schmecken aber auch ohne zusätzliche Schokolade. Wunderbar mürbe! Und sonst hoffe und versuche ich, möglichst komplett auf vorzubereitete Dinge verzichten zu können. Ausnahmen wie diese bestätigen die Regel 😉

Zutaten (für 48 Cookies):
48 Hersheys Kisses
170g cremige Erdnussbutter
115g Butter
75g weißer Zucker
75g brauner Zucker
1 Ei
2 EL Milch
1 TL Vanilleextrakt
180g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

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Zubereitung:
Den Ofen auf 190°C vorheizen. Butter und Erdnussbutter in einer großen Schüssel cremig verrühren. Die Zucker hinzufügen und für 2-3 weitere Minuten rühren. Ei, Milch und Vanilleextrakt einrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Salz) vermischen und langsam zugeben. Den Teig in Bällchen rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. 8 bis 10min backen, aus dem Ofen holen und dann sofort die Hershey Kisses in die Kekse drücken, so dass die Bälle flach gedrückt werden und an den Rändern etwas aufbrechen. Auskühlen lassen und mit krümeln anfangen 😉

Aus Mamas Küche: Erdnuss-Suppe

Ein Hauch von Afrika

Kennt Ihr das auch? Ihr kommt abends um halb sieben heim. Ein langer Tag liegt hinter Euch – seitdem Ihr morgens um 7 das Haus verlassen habt ist so einiges geschehen. Während des Tages gab’s zwar was zu essen. Immerhin hattet Ihr Euch ja mit einem Vesper auf diesen Tag eingerichtet. Aber jetzt ist es halb sieben, Ihr seid etwas müde, vor allem jedoch HUNGRIG! Schon beim aussteigen aus dem Auto schnappt Ihr einen Duft auf und ein überraschtes „Oh!“ geht Euch durch den Sinn. Eure Nase hebt sich automatisch in den Wind um mehr von diesem Duft zu erhaschen. Ihr lauft Richtung Haus, immer noch diesen verführerischen Duft in der Nase und, ja tatsächlich, er wird intensiver! Aber wo genau kommt der eigentlich her? Ist’s doch ein Nachbar, oder …?

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Ihr öffnet die Haustür, tretet in den Flur. Enttäuschung will sich schon breit machen. Er ist weg! Nichts mehr von diesem – was genau war es eigentlich? Aber dann betretet Ihr die Wohnung und da ist er wieder! Intensiv! Würzig! Aromatisch! Einfach unglaublich anziehend! Und er kommt tatsächlich aus der heimischen Küche! „Mum! Was hast Du gekocht? Das riecht soooooo gut!“ Und was soll ich sagen: die Super-Mum hat mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, eine Erdnuss-Suppe. Gab’s zuvor noch nie. Jedoch ist das Echo übereinstimmend: nicht nur der Duft war verlockend, auch der Geschmack ist unglaublich gut.

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So richtig Soulfood eben. Vegetarisch ist’s noch obendrein. Und wer die Sahne durch Sojacreme oder Kokosmilch und den Honig durch Zucker oder Agavendicksaft ersetzt, bekommt diese empfehlenswerte Suppe sogar in vegan.

Zwei Anmerkungen von Miriam an dieser Stelle noch:
1. Mein Vater hat den Beitrag zwar geschrieben, aber im Normalfall nennt er meine Mutter Schatz oder Schätzle, manchmal auch bei ihrem richtigen Namen. Aber dass er sie Mum nennt?? Ne, also bitte nicht! Dafür sind wir Kids dann doch schon zu alt 😉
2. Männer sind komisch, Erdnuss in Kuchen oder Cookies ist nicht so wirklich beliebt bei denen, aber dann gibt es ne Erdnusssuppe und die drehen durch vor Begeisterung…

Zutaten (4 Portionen):
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Stück Lauch
1 Süßkartoffel (300g)
1 Karotte
200g ungesalzene, geröstete Erdnusskerne
2 EL Öl
2 Tl Curry oder rote Currypaste
1 Tl Paprikapulver
2 Tl Tomatenmark
1 EL Honig (Agavensirup oder Zucker)
2 EL Zitronen- oder Orangensaft
1l Gemüsebrühe
100g Erdnusscreme
150g Sahne (oder Sojacreme/ Kokosmilch)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:
Das Gemüse jeweils schälen, Knoblauch und Zwiebel fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Süßkartoffel und die Karotte in Würfel schneiden. 2 EL Erdnüsse beiseite legen, den Rest grob hacken.2016.03.17_ErdnussSuppe-4
Das Öl in einem Topf erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Curry und Paprika kurz mitdünsten. Tomatenmark, Honig, Zitronen-oder Orangensaft hinzufügen. Lauch, Kartoffel, Karotte und Brühe einrühen und aufkochen lassen. 10min köcheln lassen.
Erdnusscreme und Sahne einrühren, gehackte Erdnüsse zugeben.Evt mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken. Suppe auf Teller verteilen, mit übrigen Erdnüssen und evt. Chiliflocken bestreuen.

Quelle: Meine Familie & ich.

Rettungsaktion: Erdnussgugl mit Karamellkruste

Letzten Monat wurden Pfannkuchen jeglicher Herkunft, Form und mit den unterschiedlichsten Inhalten gerettet – diesen Monat trifft es Kuchen mit Loch. Davon gibt es mindestens genau so viele wie Pfannkuchenrezepte: die einen denken sofort an einen klassischen Marmorkuchen, jemand anderes vielleicht eher an einen Frankfurter Kranz und wieder jemand anderes verpackt einen Hefeteig in die Gugelhupfform. Unten findet ihr eine ganze Liste mit den tollsten Lochkuchen – jede Menge Inspiration für die nächste Backaktion. Also kramt schön mal nach eurer Backform und legt los!

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Wir haben euch einen Erdnussgugl mit Karamellkruste mitgebracht und ein kleines Feuerwerk gezündet. Denn „Wir retten was zu retten ist“ wird zwei Jahre alt! Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist 🙂 So oft hat die Truppe schon bewiesen, dass man nicht auf Tütchen, Konservendosen und komische Zusatzstoffe im Allgemeinen zurückgreifen muss, um gut, einfach und vor allem lecker zu kochen!
Auch beim Backen versucht uns die Lebensmittelindustrie ihre Produkte unterzuschieben. Längst muss man nicht mehr zum Bäcker oder noch schlimmer, selber in die Küche stehen, wenn man mal was Süßes für eine besondere Gelegenheit braucht, sondern bekommt das auch liebevollst in Plastik verpackt im Supermarktregal (Achtung, Ironie).

Das muss nicht sein! Und ich wage zu behaupten, dass viele Menschen sich trotz dieses sofort verfügbaren Angebots die Mühe machen, wenigstens einen Geburtstagskuchen selber zu backen. Zumindest hab ich schon oft die Erfahrung machen dürfen, dass zu dieser Gelegenheit irgendetwas eigenhändig gebacken wird. Lieber einen unperfekten Kuchen aus dem eigenen Ofen ziehen als ein o815-Produkt kaufen.

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Diesen Gugl hab ich zusammen mit meiner Schwester gebacken. An anderer Stelle hab ich es ja schon erwähnt, dass wir Erdnuss in jeder Form liiiieben! Wenn dann noch Karamell dazu kommt, uiuiui, Traumkombination!!! Nach all den Links zu unserer riiiießigen Geburtstagstafel findet ihr das Rezept. Superschnell gemacht mit softem Inneren und knackiger Karamellkruste – die Kruste ist so crunchy, dass die Wunderkerzen kaum durchpieksen konnten 🙂 Für die Zähne allerdings kein Problem!

giftigeblonde – Apfel Walnuss Gugelhupf

Food for Angels and Devils – Eierlikör-Schoggi-Kuchen mit Loch

Fliederbaum – Kaisergugelhupf

Anna Antonia – Mississippi Mud Cake

LanisLeckerEcke – Schokogugl mit Käsekuchenfüllung

auchwas  – „Frankfurter Kranz“ meine Art  

Cuisine Violette – Orangen-Nuss-Gugel

multikulinarisches – Jubiläums-Gugl mit Sanddorn

Summsis Hobbyküche – Aprikosen – Gugelhupf

Feinschmeckerle – Marmorgugelhupf mit Kirschen

brotbackliebeundmehr – Baileys-Marmor-Gugelhupf

Kochen mit Herzchen – Durstiger Geburtstags-Guglhupf

Obers trifft Sahne – Frankfurter Kränzchen

kebo homing – Orangengugl

Prostmahlzeit – Schoko-Mandel-Gugelhupf

Sakriköstlich – Rotweinkuchen

Aus meinem Kochtopf – Nürnberger Gewürz-Gugelhupf

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Knödelgugel

Barbaras Spielwiese – Omas Frankfurter Kranz, etwas modernisiert

Pane-Bistecca – Deftig gefuellter Kartoffelgugelhopf

1x umrühren bitte aka kochtopf – Kuchen mit Loch oder wir gugeln uns zum Geburtstag!

Was du nicht kennst… – Kokosnussguglhupf

Küchenliebelei – Klassischer Marmorgugelhupf

Sandra´s Tortenträumereien – Bananen Erdnuss Gugel

widmatt- aus meiner Schweizer Küche – Oster- Höpfli (Mini Gugelhöpfli)

Genial lecker – Brezenknödelgugelhupf

thecookingknitter – Sauerkrautgugl mit Speck

Dynamite Cakes – Saftiger Zitronen-Gugelhupf

Das Mädel vom Land – Schlagobers-Gugelhupf

verbotengut! –Saftige Orangen ~ Gugl

Jankes*Soulfood – Möhren-Gugelhupf mit Frischkäse-Swirl

our food creations – Zweierlei Mini-Gugl

German Abendbrot – Verführerischer Gugelhupf

Leberkassemmel und mehr – Zitronen-Rosmarin-Guglhupf

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Zutaten
(für eine Gugelhupfform, ca. 2,4l Inhalt):
250g + 30g Butter (plus etwas mehr zum Form fetten)
500g Mehl (plus etwas mehr für die Form)
300g Erdnüsse
150g Zucker
200g + 150g Zucker
Salz
4 Eier
150ml Milch
1 Päckchen Backpulver
100g Erdnussbutter
Zubereitung:
Die Form sehr gut fetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit einem Backpapier belegen. 150g Zucker in einer Pfanne/ Topf karamellisieren lassen, die Erdnüsse unterrühren und gut vermischen. Auf das Backblech geben und fest werden lassen. Wenn alles gut ausgehärtet ist, die Karamellnüsse grob hacken.
Für den Teig 250g weiche Butter, 2o0g Zucker und eine gute Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Erst Eier nacheinander, dann Milch unterrühren. 500g Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit der Erdnussbutter und die Eier-Zuckermischung rühren. Gehackte Karamellnüsse unterrühren.
Teig in der2016.02.29_Gugelhupf-13 Form glatt streichen. Im heißen Ofen ca. 1 Stunde backen, Stäbchenprobe machen. Gegen Ende darauf achten, dass der Kuchen nicht zu braun wird. Herausnehmen, ca. 10min in der Form abkühlen lassen. Stürzen und auskühlen lassen.
Für den Guss 150g Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren und 30g Butter unterrühren. Karamell mit einem Esslöffel vorsichtig auf den Kuchen geben. Achtung! Der Guss ist sehr heiß und wird sehr schnell fest! Daher den ausgekühlten Gugl am besten mit einem Sägemesser in Stücke schneiden.
Quelle: Lecker Bakery (2013/1)

Traumpaar: Chocolate-Chunk & Salted Peanut Cookies

Es gibt einfach Kombinationen, bei denen man weiß, dass es passt. In meinem Kleiderschrank sind das die eine graue Jeans zu der fliederfarbenen Bluse oder die rote Strickmütze zu meinen blonden Haaren. Im Urlaub sind es Berge und Wandern, was einfach passt oder jetzt im Herbst buntes Laub, durch das man nicht normal geht, sondern durchschlurft. Ein gutes Buch und die Kuscheldecke auf dem Sofa. Ein Glas Wein und eine Freundin, die via Skype mittrinkt. Weihnachten und Loriot… Meine Mama und Papa oder meine Oma und mein Opa – auch zwei solcher Traumpaare 😉
Featured imageWenn es um Lebensmittel geht, gibt es natürlich je nach Geschmack noch viel mehr Traumpaare: Gin & Tonic, Linsen & Spätzle, Ingwer & Kürbis, Burger & Fritten oder eben Schokolade & Erdnüsse! Dass Erdnüsse bei den Frauen in unserer Familie gut ankommen, dürfte seit diesen Cookies bekannt sein. Die heutigen Cookies sind nicht ganz so zartschmelzend, sie sind schnell zusammen gerührt und waren seit langem die besten, die aus meinem Ofen kamen. Warum? Außenrum waren sie knusprig, innen aber noch so wunderbar weich. Außerdem begeistern mich immer Rezepte, bei denen ich übrig gebliebene Lebensmittel verwerten kann: eine Dose Erdnüsse macht man ja mal auf um einem Curry etwas Biss zu geben oder weil man abends noch was zum Snacken braucht, aber sooo arg mag ich das unverarbeitete Produkt dann doch nicht. Wenn man hingegen ein paar Erdnüsse hackt und in den Keksteig gibt, dann hat man einen tollen Kontrast in den Cookies.

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Also: bevor ihr euch nur noch mit Weihnachtsgebäck beschäftigt, schiebt noch ein Blech mit diesen Cookies in euren Ofen. Es lohnt sich 🙂 Was ist für euch so ein kulinarisches Traumpaar?

Zutaten (für ca. 20 kleine Cookies):
110g weiche Butter
75g weißer Zucker
75 g brauner Zucker
1 Ei
190g Mehl
1/2 TL Natron
125g Schokolade (ich: nur 100g)
50 gesalzene Erdnüsse (ich: 80g)

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Zubereitung:
Die Erdnüsse und die Schokolade hacken. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Butter und beide Zucker zu einem glatten Teig verrühren. Das Ei kurz (!) unterrühren. Mehl und Natron miteinander vermischen und dann zur Butter-Zuckermischung geben. Zuletzt Schokolade und Erdnüsse unter den Teig heben.
Mit nassen Händen aus dem Teig Kugeln – je nach gewünschter Größe rollen. Mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Ca. 10-12min backen –Featured image kontrolliert lieber einmal öfter, wie lang die Cookies in eurem Ofen brauchen. Die Ränder sollen leicht gebräunt, die Mitte noch weich sein. Auf dem Blech ca. 2min auskühlen lassen, dann auf ein Gitter ziehen und die Kekse abkühlen lassen.
Für meine Mutter auch eine Traumkombination: diese Kekse mit einer Tasse Espresso 😉

Quelle: Penne im Topf

Krümelmonsteralarm: Erdnussbutter-Cookies

Meine Schwester und ich schicken uns regelmäßig Rezepte hin und Featured imageher. Von ihr krieg ich regelmäßig Links zu irgendwelchen Salatrezepten mit geröstetem Rosenkohl oder auch mal mit Blumenkohl. Winkt sie mir mit einem Zaunpfahl zu, den ich mich weigere wahrzunehmen, weil meine Links kleine oder größere Kalorienbomben enthalten? Ein gutes Beispiel für ein Rezept, das ich unbedingt nachmachen wollte, waren diese Erdnussbutter-Cookies. Ich meine, halloooo, da sind Nüsse drin und Nüsse haben doch gesunde Fette! Da können ihre Salatideen einfach nicht mithalten 😉

Die kleine SchwesterFeatured image und ich haben uns also zusammen in die Küche gestellt um diese Cookies zu backen, weil wir beide voll auf Erdnussbutter stehen. Schon der Teig war der Hammer: er war mehr eine Mousse als eine zähflüssige Masse. Das, was nach dem Probieren vom Backblech kam, war wunderbar mürbe. Sehr krümelig und zerbrechlich, aber hat man so einen Cookie erstmal im MundFeatured image schmilzt der fast von alleine. Wir waren restlos begeistert!

Eigentlich sollten die Cookies noch mit einem Peanutbutter Cup und einem Marshmallow gefüllt werden, so als ultimative Erdnussbombe. Diese Variante hat uns zwar geschmeckt, war aber noch schwieriger zum Essen, weil die Cookies mit Füllung einfach sehr massiv waren. Die simple Cookievariante war uns am liebsten und hat bei den Frauen in unserer Familie einen Krümelalarm ausgelöst.

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Zutaten (für ca. 20 Cookies):
125g ErdnussbutterFeatured image
125g weiche Butter
je 50g weißer und brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
180g Mehl
1 knapper TL Backpulver
1 Prise Salz

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. In einer Schüssel die trockenen Zutaten miteinander vermischen. In einer weiteren Schüssel die Erdnussbutter mit der normalen Butter verrühren. Dann den Zucker hinzufügen und alles für ca. 3min mit dem Rührgerät cremig rühren. Das Ei und die Vanille ebenso dazu geben und vermischen.
Langsam die trockenen Zutaten dazugeben und nur solange rühren bis alles miteinander vermischt ist. Einen Aufpasser neben die Schüssel stellen, damit man nicht zuviel vom Teig nascht 😉 Mithilfe von einem Esslöffel etwas Teig zwischen die Hände nehmen und zu ca. walnussgroße Kugeln rollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, dabei genügend Abstand lassen, weil die Cookies noch auseinander gehen.
Bei 200°C für ca. 11min backen. Für ca. 10min auf dem Blech auskühlen lassen und dann aber auf einen Teller setzen. Das Krümeln kann beginnen!!!

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Quelle: Two Peas and ther Pod.