Bleibt alles anders?: Kirsch-Basilikum-Bruschetta

Für die einen kann es nicht genügend Veränderung geben, dem anderen macht jeder Wechsel Angst. Bei mir persönlich stehen dieses Jahr (hoffentlich) noch größere Änderungen an, aber auch wenn ich von mir als Einzelperson wegschaue, sind in den letzten Tagen nur zu sehr Veränderungen auf politischer Ebene diskutiert worden. Was für den Einzelnen nur ein Kreuzchen im einen oder anderen Kästchen war, macht sich nun in der Summe bemerkbar.

Nein, das soll kein politisches Statement werden. Der „Brexit“ war lediglich sehr präsent. Als ich vor kurzem mit einer Freundin über ihre Arbeit sprach und sie nach ihrer alltäglichen Routine fragte, lachte sie nur und sagte, dass es jeden Tag so anders sei und sie sich zwar Aufgaben vornähme, aber oft hauptsächlich damit beschäftigt sei auf ständig neue Anfragen zu reagieren. Neues und Veränderung gehören maßgeblich zu ihrem Alltag.

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Kommt bei all dem, was da auf mich einströmt, Angst auf? Manchmal. Bei all den Statements der letzten Tage stach Norbert Lammert angenehm hervor, der bei einer Sondersitzung gelassen meinte, dass die Sonne trotz Brexit wieder aufgegangen sei. Wenn bei mir da Angst und Sorgen aufkommen, dann halte ich mich daran fest, was ich glaube und an die Menschen, die all diese Jahre schon treu an meiner Seite stehen. Alles bleibt anders? Zumindest kann ich das für veile wertvolle Wegbegleiter beneinen, mit denen ich trotz sich ändernder Umstände immer noch in Kontakt bin.

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Ebenso wie die Sonne jeden Tag neu aufgeht, kommt durch den Wechsel der Jahreszeiten wieder Abwechslung auf den Teller. Diese Art von Veränderung macht doch jedem Foodie Freude, oder? Hat gerade jeder noch für Spargel und das erste zarte Grün geschwärmt, so jubeln jetzt alle über reife Beeren. Und ich zeige euch heute eine Kombination von süßen Früchten, die sich ganz hervorragend als herzhafter Belag auf Bruschetta machen. Auch so eine Verbindung, die sich über Jahre bewährt hat 🙂

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Zutaten (für 6 als Vorspeise)
400g Erdbeeren
250g Kirschen
Basilikum (Menge nach Geschmack, mind. Blätter von 3 Stängeln)
1 rote Zwiebel
4 TL weißer Balsamicoessig
2 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
1 frisches Baguette
optional: Balsamicocreme

(ich hoffe, die Angaben stimmen einigermaßen. Aber das genaue Verhältnis von Erdbeeren und Kirschen ist relativ egal und kann nach eigenem Geschmack und Vorrat angepasst werden)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kirschen waschen, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Erdbeeren waschen und ebenfalls klein schneiden. Den Basilikum hacken. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Kirschen, Erdbeeren, Zwiebel und Basilikum mit Essig und Öl mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Das Baguette in Scheiben schneiden und auf ein Backblech geben. 5-7min im Ofen knusprig backen.
Die Baguettescheiben auf eine Servierplatte geben und den Kirsch-Basilikum-Belag darauf häufen. Nach Geschmack mit Balsamicocreme beträufeln oder auch noch mit zusätzlichem Basilikum garnieren. So oder so, einfach lecker!

Quelle: The Oh she glows Cookbook (Angela Liddon)

Ohrwurm: Chiapudding mit Erdbeeren und Mango

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für all eure lieben Kommentare hier oder auch bei Instagram zum letzten Post. Eure Rückmeldung hat mich sehr überrascht und gleichzeitig enorm gefreut, dass ihr trotz ungestylter Bilder gerne guckt und klickt und Appetit kriegt 🙂 Heute gibt es wieder gestylte Fotos, wobei es bei uns nicht stundenlang dauert bis das Essen in Szene gesetzt ist. Auf Instagram konnte man gestern schon einen kleinen Einblick bekommen. Auf einem Hocker im schönen Morgenlicht auf dem Esstisch kamen diese Chiapuddings optimal zur Geltung.

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Die Kombination von Erdbeeren und Mango in Verbindung mit Kokos ist einfach super! Zu den neutralen Chiasamen ist es ja wichtig, dass man was Leckeres hat. Das Wort „Mango“ ist eines der Wörter, was sofort einen Ohrwurm bei mir auslöst. Auf einer Silvesterfreizeit haben ein paar Jungs ständig (warum auch immer) den Mango-Song angestimmt. Keine große Dichterleistung: immer nur Mango-Mango-Mango und dann auch Mal Kiwi-Kiwi-Kiwi 😀 Wie so oft ist es halt der Rhythmus und die Tonfolge, die dieses Liedchen eeewig im Kopf bleiben lassen. Sucht es mal auf Youtube! Aber seid hiermit vorgewarnt!

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Falls ihr keine gute Mango bekommt, passen bestimmt auch Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen. In alten Marmeladengläsern lassen sich die Chiapuddings auch super transportieren. Ich hab mich noch am Tag drauf über so ein nettes Gläsle freuen können 🙂

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Zutaten (für 4-5 Portionen):
100g Chiasamen
250ml Kokosmilch
250ml Wasser
6 EL Agavendicksaft
1 reife Mango, geschält
500g reife Erdbeeren, klein geschnitten
Saft und Schale von 1 Limette
2 Zweige Minze, Blättchen fein geschnitten (mag ich immer noch nicht)
4 EL geröstete Kokoschips

Zubereitung:
Chiasamen in eine Schüssel geben, Kokosmilch, Wasser und 2 EL Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen kurz verrühren, dann 25-30min quellen lassen.
Mangofruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Je die Hälfte der Erdbeeren und der Mango pürieren, mit Limettensaft und -schale abschmecken. Das Püree auf 4 – 5 Gläser verteilen. Restliche Mango mit den übrigen Erdbeerwürfeln, 1 El Agavendicksaft (hab ichweg gelassen) und Limettensaft vermengen. Minze unterrühren.

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Gequollene Chiasamen erneurt durchrühren, ggf noch etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben, falls die Masse zu dick geworden ist. Masse über dem Fruchtpüree verteilen, mit marinierten Obstwürfeln bedecken und mit den Kokoschips garniert servieren.

 

PS: Kommentar Papa als er das Einfüllen beobachtet hat: „Sieht aus wie Froschlaich.“ Später beim Essen: „Von der Konsistenz genau so wie ich mir Froschlaich vorstelle“ 😀

 

Quelle: Deli-Magazin 3/2016

Sommer zum Frühstück: Müslitarte mit Früchten

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Bei dem Wetter macht man doch Featured imagegerne Urlaub auf Balkonien. Oder urlaubt ihr woanders? Hier in Baden-Württemberg haben die Ferien ja erst so richtig begonnen und auch wenn ich weder einen Balkon habe noch wirklich urlauben kann, genieße ich die Abende, an denen man immer noch draußen sitzen und Rosé schlürfen kann.
Und von der Obstvielfalt muss ich bestimmt niemandem vorschwärmFeatured imageen, oder? Ich könnte mich grad allein von Pfirsichen, Brombeeren, Melone… ernähren. Heute gibt es die ganz aufgeräumt in Form einer Früchtetarte, die schon zum Frühstück verspeist werden darf. Tarte zum Frühstück? Ja, sehr gerne: der Boden besteht aus Haferflocken, Nüssen und Kokosöl, die Füllung aus Joghurtquark und oben drauf vergnügt sich das Obst. Da braucht man wirklich kein schlechtes Gewissen haben 🙂

Zutaten (für eine Tarteform von 24cm):Featured image
225g grobe Haferflocken
150g Nüsse (hier: Haselnüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sonnenblumenkerne)
7 EL Kokosöl
3 EL Honig (oder mehr nach Geschmack)
250g cremiger Quark
Früchte nach Wahl

Zubereitung:
Die Nüsse grob kleinhacken, dann in einer Schüssel mit den Haferflocken, dem Kokosöl und dem Honig mischen. Falls die Mischung noch zu trocken ist, noch 1-2 EL Kokosöl und/ oder Honig dazugeben. Dann die Mischung in die Tarteform drücken und bei 175°C für 16-19 min backen. Der Boden sollte leicht gebräunt sein.
In der Zwischenzeit den Quark cremig rühren und die Früchte klein schnippeln. Wenn der Boden etwas ausgekühlt ist, den Quark reinstreichen und mit dem Obst belegen.

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Tipp: der Boden kann auch schon am Vorabend gebacken werden, morgens dann einfach kurz füllen. Wer keinen Quark will, nimmt Joghurt. Wer keine Lust auf akkurates Belegen hat, der würfelt einfach ein Obst nach Wahl und schmeißt es dekorativ drauf. Variationen ohne Ende – alles schnell gemacht und soooo schön anzugucken. Der Geschmack ist natürlich auch fantastisch 😉

Quelle: The View from Great Island

Aus Mamas Küche: Erdbeerroulade

In meiner Familie sind Geburtstage, Jubiläen oder sonstige Feierlichkeiten ja immer so eine Sache: kaum kommt die Einladung, wird sofort reflexartig von Mama, Oma oder Tanten gefragt: „Soll ich was mitbringen?“. Nachdem aus Höflichkeitsgründen erstmal bedächtig der Kopf hin- und hergewiegt wurde und zögernd gesagt wurde, dass das ja nicht nötig sei, kommt dann doch so etwas wie, dass das ja doch ganz nett wäre, aber nur wenn es zeitlich möglich ist und keinen Stress beim Gegenüber versucht.
Tut es natürlich mit und wenn es kein grüner Salat sein soll, dann geht es ans Überlegen, welcher Kuchen es denn sein soll. Meine Mutter darf oft etwas Süßes mitbringen, sie ist einfach so gut im Backen. Vor ca. zehn Jahren musste sie mal zu jedem Geburtstag (und davon gibt es in unserer Verwandschaft viele) immer eine Marstorte mitbringen – ich erinner mich nur noch daran, dass dafür Marsriegel in Sahne geschmolzen wurden und das dann auf einen Biskuit gestrichen wurde. Von den Kindern wurde diese Torte weginhaliert, wobei man spezifizieren sollte: die Creme wurde weggelöffelt und der Boden den Vätern hingestreckt 😉 Dieser Trend ging irgendwann vorbei und der Apfelkuchen wurde zu ihrem Standardmitbringsel, ist ja auch einfach zu gut!

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Wenn es Erdbeeren gibt, dann wird sie aber immer darum gebeten, ihre Erdbeerroulade mitzubringen. So geschehen auch zum 50. meines Onkels, weswegen es auch kein Anschnittbild gibt. Die Roulade macht meine Mutter inzwischen fast blind und nie (!!!) reißt ihr der Biskuit beim Aufrollen ein – das war auch schon anders 😛 Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Als ich jünger war, hatte ich die Angewohnheit, zuerst den Biskuit um die Sahne herum wegzuessen und dann erst -das Beste kommt zum Schluss- die Erdbeersahne allein zu genießen. Irgendwann hieß es von Seiten der Erziehungsberechtigten dann jedoch: „Miriam, das gehört sich so nicht! Iss ordentlich!“. Pfff! Inzwischen bin ich zu alt als dass solche Kommentare zu einer Änderung führen würden… Das Rezept brauchte ich einfach, es ist der flauschigste und gleichzeitig stabilste Biskuit, den ich kenne. Familienbewährte Rezepte sind einfach die besten und wichtigsten.
Ich weiß, die Saison für heimische Erdbeeren ist mancherorts vielleicht schon vorbei, aber mit Himbeeren kann ich mir die Roulade ebenso gut vorstellen.

Zutaten: Featured image
5 Eier
75g Zucker
50g Mehl
50g Speisestärke
500g Erdbeeren
600g süße Sahne
2-3 EL Puderzucker

Zubereitung:
Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Langsam den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe getrennt kurz verrühren und unter den Eischnee heben. Das Mehl und die Speisestärke über die Eiermasse sieben (!!) und vorsichtig einarbeiten. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech streichen und auf der mittleren Schiene bei 180° ca. 10min backen (je nach Ofen kann sich das etwas verlängern).
Den gebackenen Biskuit 5 min auskühlen lassen. Ein Küchentuch mit Sanapart bestreuen und den Biskuit dann darauf stürzen und das Backpapier abziehen.

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Die Erdbeeren (bis auf ca. 10 Stück für die Deko) waschen und klein schneiden. Die Sahne steif schlagen und mit dem Puderzucker süßen. Etwas von der Sahne in einen Spritzbeutel zur Dekoration geben, den Rest mit den Erdbeeren mischen und auf den Biskuit streichen. Mithilfe des Küchentuches die Roulade vorsichtig einrollen. Zum Schluss die Rolle mit der übrigen Sahne und Erdbeeren verzieren. Bis zum Verzehr auf jeden Fall kühlen!

Quelle: Mamas Rezeptordner

Geschmackssache: Erdbeer-Gazpacho

Geschmäcker sind verschieden; das merkt man sehr schnell, wenn es ums Essen geht. Ich schildere hier mal ganz persönlich die Erfahrungen aus der Familie O. Es treten an Papa, Mama, der kleine Bruder, die kleine Schwestaaa und ich.
Beginnen wir mit so etwas Simplen wie Pfeffer: der Vater und die Töchter benutzen gerne die Pfeffermühle um dem Essen auf dem Teller den letzten Schliff zu verleihen. Die Mutti und das Brüderchen halten sich tunlichst davon fern, weil „schaaaaf“ und so.
Betrachtet man die Nachtischvorlieben spaltet es sich strikt nach Geschlechter auf: die Damen der Familie O. nehmen sich auch noch ein drittes Stück Schokolade, bei einem Buffet landet garantiert nur das auf dem Teller, was jeder Diätplan verbietet und etwas Fruchtiges hat nur mit einem Schokomantel eine Chance ausgewählt zu werden. Die Männer hingegen können sich strikt zügeln, ein Stückchen geht schon mal, aber dann… ach nööö, lieber ein wenig von diesem Obstsalat.
Getränkemäßig teilen wir fünf alle die Vorliebe für Leitungswasser. Geht es dann aber um die HappyHour oder sonstige alkoholische Getränke, teilt es sich wie auch beim Pfeffer auf: der Vater süffelt mit den Töchtern Wein, ganz glücklich, Featured imagedass er nicht alleine trinken muss. Nach fast 30 Jahren Ehe hat er immerhin meine Mutter zum Radler trinken gebracht, aber für Wein konnte er sie meistens noch nicht begeistern. In 30 Jahren dann! Der Bruder trinkt meistens gar nichts wegen Fitness und Trainingseffekt und so. Sehr alleine steht er dann aber mit seinen Proteinshakes da und auch den Kaffeekonsum der Eltern teilen wir Nachkommen nicht mal ansatzweise in diesen Mengen.
In den letzten Jahren muss ich meinen Geschwistern zugestehen, dass sie sich durchaus entwickelt haben: man kann Steckrüben servieren, die Kleinste wünscht sich Rosenkohl und beim Salat wird munter mitgegessen.

Aus verschiedenen Gründen war ich deswegen der Überzeugung, dass das Erdbeer-Gazpacho wunderbar ankommen würde: eine schöne harmonische Kombination von Erdbeeren, Wassermelone und Paprika mit etwas Schärfe von Frühlingszwiebel und einem Tropfen Tabasco (aber nicht zu viel von wegen „schaaaaf“ und so). Bei dem warmen Wetter gibt es nichts besseres. Selbst ich, die ich kalte Suppen sonst nicht so mag, habe diese Variante in mein Sommerstandardrepertoire aufgenommen. So schnell gemacht und einfach gut!

Und was sagt die Familie? Der Bruder nippt am Glas, verzieht den Mund: „Joa, ist nicht so meins.“ Er zeigt auf die Limo: „Das ist schon besser.“ Die Mutter hält Featured imagetapfer das Glas in der Hand, lächelt liebevoll und meint in etwa, dass es für ihren Geschmack auch bessere Sachen gäbe. Und die Kleinste nimmt ein paar mehr Schlucke, schließt sich dann aber um eine Mehrheit gegen mich zu formieren dem Bruder und der Mutter an.
Pfff, die haben doch keine Ahnung! Ist schon mehr für Papa und mich da, wir verstehen uns halt, was gutes Essen angeht! 😉

Das Gazpacho ist vegan und raw, wenn das für irgendjemand interessant ist. Außerdem gibt es nicht mehr lange heimische Erdbeeren – also schnell noch zuschlagen! Habt einen schönen Sommerabend – ob mit oder ohne Gazpacho. Mit ist definitiv empfehlenswerter, aber nun ja, das ist halt Geschmackssache…

Zutaten (für 4 Personen):
500g Erdbeeren
500g Wassermelone
1 rote Paprika
2 kleine Frühlingszwiebeln
Saft einer halben Zitrone
4 Tropfen Tabasco (mehr oder weniger nach Geschmack)
15 Minzeblätter (weg gelassen, Minze geht so gar nicht)
1 Stange Sellerie (weg gelassen)

Featured imageZubereitung:
Es geht super schnell: die Erdbeeren waschen, entstiehlen und evt. halbieren. Die Wassermelone entkernen und in Stücke schneiden – muss nicht schön sein, wird eh alles püriert. Die Paprika und die Frühlingszwiebel ebenso putzen und in Stücke schneiden. Mit dem Zitronensaft in einen Mixer geben oder in einer hohen Schüssel mit dem Pürierstab mixen. Je nach Geschmack etwas salzen und pfeffern. In eine große Flasche füllen und kühlen.

Hinweis: je länger das Gazpacho steht, desto dominanter wird die Frühlingszwiebel. Also entweder das Gazpacho sofort servieren oder die Zwiebel erst später dazugeben.

Quelle: The Green Kitchen (David Frenkiel & Luise Vindahl)

Happy Hour: Erdbeer-Gin-Slushies

Alkohol am Morgen? Ähm ja, ich bin schon wach, aber keine Sorge, den Drink gab es zu einer vernünftigen Cocktailhour und nicht als Frühstück. Wobei… es sind so viele Früchte und Vitamine drin, da fällt gar nicht auf, dass das kein hypergesunder Smoothie ist 😉 Aber nein, ich empfehle diesen Drink nicht als Frühstücksersatz!

Featured imageIrgendjemand eine Idee, wie man „Slushy“ übersetzt? Meine Schwester und ich haben insgesamt knapp anderthalb Jahre USA-Aufenthalt hinter uns, aber eine adäquate Übersetzung ist uns nicht eingefallen. Bei meinen kurzen Recherchen hab ich festgestellt, dass Slushies normalerweise einfach mit Sirup und Eiswürfeln gemacht werden, die so lange gemixt werden, dass eine cremig-eisige Masse entsteht. Es gibt sogar Maschinen, die das für einen machen. Solch ein Gerät hab ich natürlich nicht, ich hab alles einfach in meinen Smoothimaker geschmissen, eine Art kleiner Standmixer und das hat super geklappt. Statt irgendeines Sirups werden hier gefrorene Erdbeeren benutzt – soooo toll fruchtig und wirklich simpel.
Ihr könnt euch diese Slushies ein wenig wie ein flüssiges Sorbet vorstellen: dickflüssig, kalt und fruchtig. Ideal für heiße Tage oder zum vom Sommer träumen, wenn draußen der Regen prasselt. Wenn Kinder oder Menschen, die keinen Alkohl trinken, auch was davon abkriegen sollen, dann einfach den Gin weglassen. Das geht bestimmt genau so gut 🙂 Und weil ich das so früh gepostet hab, habt ihr alle noch Zeit Erdbeeren zu kaufen, einzufrieren und euch damit den Abend zu versüßen. Habt ein schönes Wochenende!

Zutaten (für 2 Gläser):Featured image
300gr Erdbeeren, gewürfelt und tiefgefroren
200ml kalter Sprudel
50ml frisch gepresster Limettensaft (ca. 2 Limetten)
100ml Gin
40g Zucker (je nach Geschmack, mehr oder weniger)
100gr Crushed Iced (ich: weggelassen)

Zubereitung:
Die Zubereitung ist denkbar einfach: wer einen Standmixer oder einen Smoothiemaker hat, füllt einfach alle Zutaten in den Behälter und mixt so lange bis eine glatte Masse entsteht. Evt. noch mit Zucker abschmecken. In Gläser füllen und das Wochenende einläuten.

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Quelle: Joy the Baker (ja, ich weiß. Schon wieder, aber das war einfach soooo lecker)

Happy Birthday Kleine: Erdbeer-Oreo-Brownie

Heute vor 23 Jahren lebten wir glücklich und zufrieden auf einem Bauernhof umgeben von Ziegen, einem Pferd, Schweinen und Hühnern. Eine wahre Kindheitsidylle, auch weil die Bauersfamilie schon ältere Kinder hatte, die sich alle hingebungsvoll um Klein-Miri und den noch kleineren Bruder kümmerten. Es war deswegen für mich auch nicht überraschend als wir eines Tages in die Obhut von Tante Lisbeth und Onkel Erich (so nennen wir die ehemaligen Vermieter meiner Eltern heute noch!) gegebenFeatured image wurden. Den genauen zeitlichen Ablauf weiß ich nicht mehr, aber ich weiß noch genau, wie wir in der Küche saßen, vermutlich selbst gebackenes Brot aßen und mein Vater reinkam: wir zwei dürften jetzt wieder nach Hause kommen, dort würde unsere Mutter mit unserer kleinen Schwester auf uns warten.

Die Erwachsenen freuten sich rießig. Und ich? So genau habe ich das nicht kapiert, warum sollte ich auch nach Hause? Ich hatte was zum Essen und was soll ich denn bitte mit einer kleinen Schwester??? Ihr seht schon, die Prioritäten waren damals schon klar verteilt 😉 Featured imageDie Geburt der Kleinen ist meine frühste Kindheitserinnerung, wie genau wir uns angefreundet haben, weiß ich nicht. Aber wir kommen sehr gut miteinander aus und wenn es sie nicht gäbe, würde es hier nicht so etwas Geniales wie einen Erdbeer-Oreo-Brownie geben.

Zutaten (für eine Springform mit 20cm Durchmesser)Featured image
120g Mehl (plus 2 TL für die Form)
30g ungesüßter Kakao
85g Zucker (eher etwas weniger verwenden)
1/2 Tl Backpulver
eine Prise Salz
120ml warmer Kaffee (nein, den schmeckt man später nicht mehr)
60ml Öl
2 TL Vanilleextrakt

300ml Sahne
40gr Puderzucker
120g zerkrümelte Oreo

ca. 250g Erdbeeren
ein paar Oreos für die Dekoration

Zubereitung:
Die Springform einfetten und mit dem Mehl ausstäuben. In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Zucker, Backpulver, Salz) vermischen. In einer kleineren Schüssel den Kaffee mit dem Öl und der Vanille vermischen. Die Kaffeeölmischung zum Mehl geben und nur so lange vermischen, bis es eine glatte Masse ist. Den Teig in die Springform geben und für 18-22min bei 175°C backen. Je nach Ofen dauert es länger oder kürzer bis ein Holzspießchen sauber raus kommt und der Kuchen somit durchgebacken ist.

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Solange der Kuchen bäckt und auskühlt, die Oreo zerkleinern. Das geht am besten, wenn man sie in einen Gefrierbeutel füllt und ein paar Mal mit einer Pfanne drauf haut oder mit dem Wellholz drüber fährt. In einem Rührbecher die Sahne steif schlagen, den Puderzucker und die zerkrümelten Oreo darunterrühren. Die Erdbeeren je nach Größe halbieren oder vierteln

Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, die Oreosahne darauf streichen und mit den Erdbeeren und den Oreos verzieren.

Quelle: Joy the Baker