Hüttengaudi: Rösti-Burger

In dieser Zwischenzeit von Weihnachten und Ostern gibt es ein paar kulinarische Dinge, die beachtet werden wollen. Neben allerlei Essen in Herzform und optimal auch noch in rosaroter Farbe zum Valentinstag gehört natürlich das Faschingsschmalzgebäck dazu UND alles, was Hüttengaudi in die schneelosen, flachen Gebiete bringt. Deftiges Essen in rustikaler Umgebung, das nach sportlicher Betätigung im Schnee oder eben im grauen Regenwetter wärmt und mögliche Neujahrsvorsätze weit in die Ferne rücken lässt.

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Ich bin ja echt keine Skifahrerin; bisher stand ich ganz genau drei Mal auf (Langlauf)Ski und das hat einmal mit einer Knieprellung und drei Woche Schiene tragen geendet. Die letzten Male dienten nur zur Erheiterung des Freundes: „Man weiß, dass man langsam ist, wenn einen sogar Rentner überholen.“ Ähm ja, ganz schön kompliziert mit diesen Stangen an den Füßen… Aber ich will ja eigentlich über Essen reden! Keine Ahnung, ob es auf irgendwelchen Hütten in den Alpen oder anderen Skiregionen Rösti-Burger gibt, aber wenn, dann hoffe ich für alle Skifahrer, dass der Burger mehr Biss hat als das Modell vom Mäcces 😉 Der preist seinen Burger ja gerade gefühlt in allen Radionachrichten an, dass ihr vielleicht auch Lust auf so einen Burger der Superlative bekommt.

Wenn ja, dann greift zu! Hier kommt das Rezept für Rösti-Burger, bei denen ihr wirklich was zu beißen und zu genießen habt! Wir haben dieses Mal darauf verzichtet, die Brötchen selber zu backen, sondern haben auf rustikale Weckle vom Bäcker zurückgegriffen. Saftiges Hähnchen, Zwiebeln, süße Apfelscheiben, ein herzhaftes Rösti und würzigem Raclettekäse -was für eine geniale Kombination!! Die Zutatenliste liest sich erstmal lang, aber glaubt mir, es ist gar nicht so kompliziert. Am besten geht es, wenn die ganze Familie mit anpackt -dann hat nicht einer den Stress, fünf Burger auf einmal zusammen zu setzen.

Also egal ob ihr Ski fahrt oder nicht, diese Art von Hüttengaudi schmeckt wirklich jedem (Vegetarier mal ausgenommen ;-)) Und die letzten Raclettereste kommen damit auch endlich weg!

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Zutaten für 4 Burger:
2 Hähnchenbrustfilet (ca 400g)
4 dünne Scheiben luftgetrockneter Schinken
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Apfel
1 rote Zwiebel
1 Zweig Thymian (oder 1 Msp getrockneter Thymian)
1 große vorwiegend festkochende Kartoffel (ca 300g)
1 Msp Natron
4 EL Sonnenblumenöl
4 rustikale Brötchen
8 Scheiben Raclettekäse

Zubereitung:
Apfel mit einem Apfelausstecher entkernen und in Scheiben schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. Ofen auf 60°C vorheizen. Hähnchenbrüste schräg in jeweils 4 Scheiben schneiden. Schinken längs halbieren und die Schnitzel mit Schinkenstreifen umwickeln. In einer beschichteten Pfanne im heißen Olivenöl von jeder seite 4-6min braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf eine Platte legen und im Ofen zugedeckt warm stellen.
Die Apfelscheiben und Zwiebeln in die Pfanne mit dem Hähnchenfett geben und 8min braten. Thymianblättchen abzupfen und die letzten 2min mitbraten. Auf die Platte mit den Hähnchenschnitzeln legen.
Für die Rösti Kartoffeln schälen, fein raspeln, Natron untermengen und leicht pfeffern. Sonnenblumenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Röstimasse trocken ausdrücken und in 8 Portionen in die Pfanne geben. Leicht flachdrücken und die Rösti bei mittlerer Hitze von jeder seite in 4 min knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen und salzen.
Die Platte mit Hähnchen & Co aus dem Ofen holen und diesen auf 175° erhitzen. Die Brötchen halbieren, mit den Schnittflächen nach oben auf ein Blech mit Backpapier legen und sowohl die Unterseiten als auch die Deckel mit Raclettekäse belegen. In den Ofen schieben und den Käse schmelzen lassen. Dann mit Schnitzeln, Äpfeln und Zwiebeln auf den Unterseiten anrichten, nochmal kurz in den Ofen schieben und kurz erhitzen. Dann Deckel drauf, Mund weeeeit aufsperren und genießen!

Quelle: Auf die Hand (Stevan Paul)

 

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Qual der Wahl: Rindfleisch-Brötchen

Ist es bei euch auch üblich, zu fragen, ob man etwas mitbringen kann, wenn man irgendwohin eingeladen wird? Ich kenne das nur zu gut, dass diese Frage sofort gestellt wird, wenn man eine Einladung erhält. Und jedes Mal steht man vor der Herausforderung, was man denn dann machen soll. Wenn man ehrlich ist, ist so ein Buffet nämlich ein knallharter Wettkampf und den gilt es jedes Mal neu zu gewinnen!

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Da wird ausgestellt, zurecht gerückt und regelmäßig nachgeschaut, wie sich die eigenen Leckereien im Vergleich zur Konkurrenz machen, die um die Aufmerksamkeit der hungrigen Gäste buhlen. Und nein, dieses Verhalten legen in meinem Bekanntenkreis nicht nur gestandende Hausfrauen an den Tag, sondern gerade auch die jüngeren Leute! Bestes Beispiel dafür war ein Cocktailabend zwischen den Jahren. Schon sehr lange ist es Tradition, dass nach Weihnachten, wenn noch alle aus dem Jugendkreis daheim sind, ein Abend mit den besten Alkoholika und leckeren Snacks veranstaltet wird. Es ist jedes Mal einfach schön, alle vertrauten Gesichter wieder auf einem Haufen zu sehen, gut zu essen und zu trinken, zu schwätzen und Spaß zu haben. Wirklich ein sehr großes Geschenk, aaaaaber ich schweife ab!

Jedenfalls bringt da jedeR was mit. Die männliche Form trifft hier durchaus zu, denn was die Jungs da an Koch- und Backtalent an den Tag legen, ist echt beeindruckend! Ich hatte für den Abend sozusagen als Grundlage für die Cocktails diese Rindfleisch-Brötchen gebacken. Von außen sehen die ja wirklich unscheinbar aus, aber was sich im Inneren verbirgt, ist wirklich köstlich! Eine Art Bolognesesauce schön kompakt und handlich verpackt um nebenbei verspeist werden zu können. Tja, ohne mich selbst zu loben: die Rindfleisch-Brötchen waren als allererste weg 😀 HAAAA! Den inoffiziellen Buffetwettkampf haben die Dingerchen schon mal gewonnen. Zur Krönung wurde ich auch noch von einem Freund nach dem Rezept gefragt, Doppelsieg 😉

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Bevor Spekulationen aufkommen: nein, ich hab nicht mein eigenes Buffetmitbringsel aufgefuttert. Um ehrlich zu sein fande ich einen herzhaften Quark-Käse-Kuchen viel, viel geiler mit den Cocktails zusammen. Aber Geschmäcker sind verschieden und der objektive Wettkampf hat nun mal zuerst einen leeren Teller für mich bedeutet 🙂

Zutaten für 20 Brötchen:
1 Zwiebel
1 Karotte
300g Rinderhackfleisch
Olivenöl
2 Lorbeerblätter
1 Sternanis
15g Perlgraupen (ich: Couscous)
10 Zweige Thymian (ich: 1Tl getrockneter)
100ml Shiraz (Rotwein)
500ml Hühnerbrühe
5 eingelegte Walnüsse (5 ganz normale)
Teig:
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 EL feiner Roh-Rohrzucker
100g Butter
550g Weizenmehl Type 550
175ml fettarme Milch

Zubereitung:
Für die Füllung Zwiebeln und Möhren schälen und sehr fein würfeln. Das Hackfleisch in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl bei starker Hitze anbräunen, dabei regelmäßig umrühren. Zwiebeln, Möhren, Lorbeer, Sternanis und Graupen unterrühren. Die Thymianblättchen abzupfen und hinzufügen. Alles weitere 5min braten dann mit dem Wein abslöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden losschaben. Sobald der Wein verkocht ist, die Brühe angießen. die Nüsse grob hacken (und falls eingelegte verwendet werden diese mit einem guten Schuss Einlegflüssigkeit aus dem Glas) dazugeben. Die Pfanne mit einem Deckel oder mit Alufolie verschließen und das Ganze 2h schwach köcheln lassen (Ich habe es maximal eine halbe Stunde köcheln lassen und auch nicht über Nacht kalt gestellt). Die Sauce sollte eingedickt, aber noch nicht trocken sein, regelmäßig umrühren. Abschmecken und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten Tag für den Teig die Hefe mit dem Zucker in 150ml lauwarmen Wassen auflösen; 10min ruhe lassen. Inzwischen die Butter mit dem Mehl zu Streuseln verreiben. Hefewasser und Milch sowie 1 gestrichenen TL Meersalz dazugeben. Alles mit einem Löffel verrühren bis es mühsam wird. Dann den Teig mit den Händen kneten bis er glatt und elastisch ist.
Zu 20 gleich großen Kugeln formen (à eta 45g). Auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, mit einem angefeuchteten Geschirrtuch bedecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 170° vorheizen. Jeweils eine Teigkugel auf der Handfläche flach drücken, 2 gehäufte TL Füllung in die Mitte geben (bzw so viel wie möglich, dass sich der Teig gerade noch schließen lässt). Lorbeer und Sternanis entfernen. Die Teigränder über die Füllung ziehen; zusammendrücken. Die Brötchen rund formen. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
Ganz unten im Ofen 20min backen bis sie hellbraun sind. Wer will, backt die Brötchen schon im Vorraus und wärmt sie vor dem Servieren noch einmal einige Minuten im Ofen auf. Gut schmeckt dazu auch etwas Créme fraiche, das man mit Meerrettich verrühren kann.

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Klein, aber fein: Veggie-Burger mit Halloumi-Käse

Ich mag diesen Burgertrend ja sehr: inzwischen ist es vielerorts möglich, gute Burger zu bekommen mit selbst gebackenem Bun, nicht zu viel Soße, die allen Geschmack vereinheitlicht und leckerem Pattie. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch die Veggie-Burger nicht zu kurz kommen. Und mich freut besonders, dass auch aus den unterschiedlichsten Gemüsesorten Füllungen gebastelt werden anstatt dass nur auf eine Sojavariante zurück gegriffen wird.

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Diese kleinen Burger sind aber gewissermaßen nicht so ganz trendy: allgemein sind die Burger ja oft so groß, dass man die oft nur schichtweise in den Mund bekommt und danach träge auf der Couch liegt, weil sämtliche Körperfunktionen erstmal mit der Verdauung beschäftigt sind. Das ist eben so praktisch, wenn man selber Burger macht: man kann munter die Größe selbst bestimmen 🙂 Wobei meine Buns so stark aufgegangen sind, dass es doch eine kleine Herausforderung für die Fressklappe war, hehe!

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Deswegen ohne viele weitere Worte kommt hier das Rezept! Habt ihr noch irgendwelche genialen Burgerkombinationen, die es sich lohnt auszuprobieren? Freue mich immer über Anregungen! Statt Halloumi habe ich übrigens Grillkäse verwendet – vom Foodbloggercamp haben wir eine kleine Kühltasche mit Produkten von Gazi bekommen, die ich hierfür verwendet habe. 2016.02.29_VeggieBurger-3

Zutaten (für 10-12 Stück):
15oml Milch
15g frische Hefe
100g Weizenmehl
20g Zucker
150g Roggenmehl
4 Eigelb
60g weiche Butter
1 Prise Salz
4 EL Körnermix (Sonnenblumen, Sesam, Leinsamen…)
3 EL Haferflocken
Ausstecher 3-4cm Durchmesser

3 Tomaten
1/2 Salatgurke
2 rote Zwiebeln
4 Salatblätter
300g Halloumi-Käse
3-4 EL Olivenöl
100g Soße nach Wahl (Ketchup, BBQ)
Holzspieße

Zubereitung:
Für die Buns die Milch ein wenig erwärmen, die Hefe in die Milch bröckeln und darin auflösen. Weizenmehl und Zucker dazugeben und verrühren. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort 30min gehen lassen.
Das Roggenmehl in eine Schüssel geben. Den gegangenen Vorteig, 3 Eigelb, Butter in Stückchen und Salz dazugeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 30min gehen lassen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2cm dick ausrollen. Aus dem Teig mit einem Ausstecher 10-12 Kreise ausstechen. Die Teigkreise auf das Backblech setzen und noch einmal zugedeckt 20min gehen lassen. Das übrige Eigelb verquirlen. Je nachdem wie stark der Teig nochmal aufgegangen ist, den etwas drücken, damit die Brötchen nicht zu hoch werden. Die Teiglinge mit dem Eigelb bestreichen und mit dem Körnermix und den Haferflocken bestreuen. Im Backofen (Mitte, Umluft 180°) in etwa 15min goldbraun backen.

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Inzwischen Tomaten und Gurke waschen, in Scheiben schneiden. Die Salatblätter waschen, trocken schütteln und zerzupfen. Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Den Käse in etw 0,5cm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben halbieren. Zwiebelringe und Käsescheiben mit etwas Öl beträufeln und auf dem Grill oder in einer Grillpfanne auf jeder Seite 1-2min grillen oder braten.
Die Brötchen halbieren und die Schnittflächen auf dem Grill oder in einer heißen Grillpfanne rösten. Auf die unteren Brötchenhälften je 1 EL Soße verteilen. Salat, Käse, Tomaten- und Gurkenscheiben, Zwiebelringe darauflegen. Mit der oberen Brötchenhälfte abdecken. Diese mit kleinen Holzspießen feststecken.

Quelle: Die Welt in Lafers Küche

 

Papa der Burgermeister (Teil 2): Rote-Beete-Burger

Wenn schon gegrillt wird, dann so richtig! Nur ein Burger ausprobieren, ist ja langweilig, deswegen gab es für die experimentierfreudigeren Eltern und mich nach dem Baconburger noch einen Rote-Beete-Burger. Der Bruder hielt sich lieber an den fleischlastigeren Burger anstatt Gemüse zum Fleisch zu genießen…tsss!
Ein drittes Rezept, das an diesem Samstag entstanden ist, wird nicht verblogt: es sollte ein Quinoaburger werden und wurde es auch mit viel gutem Wille und Gemantsche. Die Mengenangaben waren komplett falsch: 400g ungekochter Quinoa und Bulgur sollten 4 Patties ergeben. Hätte ich meinen Kopf kurz eingeschaltet, wäre mir eigentlich klar gewesen, dass das viel zu viel ist, aber naja, zu spät! Insgesamt hat das Rezept nicht überzeugt – wenn jemand ein gutes für Vegiburger hat, nur her damit! Ich probier das nur zu gern aus 🙂

Die Kombination des saftigen Rindfleischpatties mit roter Beete und Meerrettich hingegen fand ich super! Eine leichte Schärfe und die leichte Süße der Beete war mal was anderes zwischen den Buns. So ist das Gemüse gar nicht mehr so winterlich! Und nach diesem Papa-Essen stand die Mama für den nächsten Beitrag in der Küche.

Zutaten für 4 Hamburger:
4 Buns (selbst gebacken)
500g Rinderhack (wir: 400g)
1 vorgegarte Rote Beete
1 Handvoll Petersilie
Sahnemeerrettich nach persönlichem Geschmack
1 Schuss Olivenöl
1 Handvoll Rucola

Zubereitung:
Die Rote Beete in feine Streifen schneiden. Die Petersilie hacken und mit der Beete mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sahnemeerrettich (dieses Wort sieht ausgeschrieben sehr komisch aus, stimmt aber doch so, oder?) und etwas Olivenöl dazugeben und sorgfältig untermischen.
Aus dem Rinderhack 4 Patties formen, salzen und grillen. In einer sehr heißen Pfanne anbraten geht natürlich auch. Dann die Burgerbuns durchschneiden und entweder im Backofen kurz rösten oder diese auf den Grill legen. Die Hamburger wie folgt zusammenbauen: untere Bun-Hälfte, Rote Beete, Patty, Rucola, Deckel.

Quelle: Die besten Burger. Von Beef bis Veggie.

Papa, der Burgermeister: Bacon Burger

Daheim war es bei uns recht traditionell aufgeteilt: die Mama stand/ steht in der Küche und Papa kümmert sich um anfallende Reperaturen, Hecke schneiden und Holz hacken. Ja, er steht meiner Mutter brav und ergeben zur Seite, wenn für ein großes Fest tonnenweise Essen zubereitet werden müssen oder geht ihr am Wochenende zur Hand. Aber ansonsten trat er eher nach dem Essen in Erscheinung um die Spülmaschine kunstfertig mit wirklich allem zu bestücken, was Frau und Kinder nicht mehr rein gekriegt hatten.

Und dann ging es auf seinen 50. Geburtstag zu und auf einmal hatten wir einen neuen Mitbewohner. Den Napoleon, bzw. die Mutter aller Grills! Fragt mich nicht nach Details, er feuert mit Gas, hat einen Deckel und Räder und ist riiiießig! Fast größer als meine WG – Küche! Gegrillt wurde bei uns schon immer gern, aber seitdem wurde das in neue Höhen getrieben: Vorspeise an Heiligabend vom Grill? Klar! Eine Schneebar errichten und Würstle brutzeln? Sowieso! Pizza backen? Mit Napoleon kein Problem! Autodidaktisch brachte Papa sich alles bei, unterstützt von Lektüre zu dem Thema und irgendwann dann auch einem Grillkurs. Über sein Vorgehen in der Küche schreibe ich beim nächsten Burgerrezept 🙂

Toll ist, dass er wirklich keine Herausforderung scheut und ausprobiert. Letztes Jahr gab es zum ersten Mal Burger und die Familie schmolz dahin! Weil ich deutlich weniger daheim bin als meine Geschwister fragt Mama mich nach Essenswünschen, die sie dann während meines Heimaturlaubs erfüllt. Tja, für das heutige Essen haben Mama und ich zwar die Vorbereitung übernommen, aber ohne Papa am Grill wäre das nichts geworden!
Dieses Rezept für den Baconburger fand ich deswegen interessant und sehr lecker, weil eine Art Soße gekocht wird anstatt nur eine Scheibe Speck auf das Patty zu legen und mit Ketchup zu servieren. Das war echt ein klasse Geschmack und wird es bestimmt mal wieder geben!

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Zutaten (für 4 Burger):
4 Buns (selbstgebackene Brioche Burger Buns von Highfoodality)
500g Rinderhack
250g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2 Essiggurken
8 Scheiben Bacon
etwas Oregano
4 Scheiben Käse (Sorte nach persönlichem Geschmack)
4 EL Ketchup
ein paar Blätter Eisbergsalat

Zubereitung:
Für das Baconrelish die Tomaten, Zwiebel und Essiggurke in kleine Würfel schneiden. Die Speckscheiben in einer Pfanne knusprig braten, rausholen und nach dem Abkühlen in kleine Stücke brechen. In der Pfanne derweil die Zwiebeln glasig andünsten, dann die Tomaten und den Oregano zugeben und etwas einkochen lassen. Den Speck und die Gurken zugeben und vom Herd nehmen. Den Salat in mundgerechte Spalten zerteilen
Aus der Hackmasse vier Pattys formen, salzen und auf dem Grill nach gewünschtem Blutigkeitsgrad brutzeln. Den Käse für die letzten Sekunden auf dem Fleisch zum Schmelzen bringen. Die Buns halbieren und ebenfalls kurz auf dem Grill rösten. Featured image
Zusammensetzen: die untere Burgerhälfte mit dem Bacon-Tomaten-Relish bestreichen, darauf dann das Patty, Salat und in den Burgerdeckel Ketchup streichen. Beim Essen nicht den Kiefer ausrenken 😉

Quelle: Die besten Burger. Von Beef bis Veggie