Qual der Wahl: Rindfleisch-Brötchen

Ist es bei euch auch üblich, zu fragen, ob man etwas mitbringen kann, wenn man irgendwohin eingeladen wird? Ich kenne das nur zu gut, dass diese Frage sofort gestellt wird, wenn man eine Einladung erhält. Und jedes Mal steht man vor der Herausforderung, was man denn dann machen soll. Wenn man ehrlich ist, ist so ein Buffet nämlich ein knallharter Wettkampf und den gilt es jedes Mal neu zu gewinnen!

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Da wird ausgestellt, zurecht gerückt und regelmäßig nachgeschaut, wie sich die eigenen Leckereien im Vergleich zur Konkurrenz machen, die um die Aufmerksamkeit der hungrigen Gäste buhlen. Und nein, dieses Verhalten legen in meinem Bekanntenkreis nicht nur gestandende Hausfrauen an den Tag, sondern gerade auch die jüngeren Leute! Bestes Beispiel dafür war ein Cocktailabend zwischen den Jahren. Schon sehr lange ist es Tradition, dass nach Weihnachten, wenn noch alle aus dem Jugendkreis daheim sind, ein Abend mit den besten Alkoholika und leckeren Snacks veranstaltet wird. Es ist jedes Mal einfach schön, alle vertrauten Gesichter wieder auf einem Haufen zu sehen, gut zu essen und zu trinken, zu schwätzen und Spaß zu haben. Wirklich ein sehr großes Geschenk, aaaaaber ich schweife ab!

Jedenfalls bringt da jedeR was mit. Die männliche Form trifft hier durchaus zu, denn was die Jungs da an Koch- und Backtalent an den Tag legen, ist echt beeindruckend! Ich hatte für den Abend sozusagen als Grundlage für die Cocktails diese Rindfleisch-Brötchen gebacken. Von außen sehen die ja wirklich unscheinbar aus, aber was sich im Inneren verbirgt, ist wirklich köstlich! Eine Art Bolognesesauce schön kompakt und handlich verpackt um nebenbei verspeist werden zu können. Tja, ohne mich selbst zu loben: die Rindfleisch-Brötchen waren als allererste weg 😀 HAAAA! Den inoffiziellen Buffetwettkampf haben die Dingerchen schon mal gewonnen. Zur Krönung wurde ich auch noch von einem Freund nach dem Rezept gefragt, Doppelsieg 😉

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Bevor Spekulationen aufkommen: nein, ich hab nicht mein eigenes Buffetmitbringsel aufgefuttert. Um ehrlich zu sein fande ich einen herzhaften Quark-Käse-Kuchen viel, viel geiler mit den Cocktails zusammen. Aber Geschmäcker sind verschieden und der objektive Wettkampf hat nun mal zuerst einen leeren Teller für mich bedeutet 🙂

Zutaten für 20 Brötchen:
1 Zwiebel
1 Karotte
300g Rinderhackfleisch
Olivenöl
2 Lorbeerblätter
1 Sternanis
15g Perlgraupen (ich: Couscous)
10 Zweige Thymian (ich: 1Tl getrockneter)
100ml Shiraz (Rotwein)
500ml Hühnerbrühe
5 eingelegte Walnüsse (5 ganz normale)
Teig:
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 EL feiner Roh-Rohrzucker
100g Butter
550g Weizenmehl Type 550
175ml fettarme Milch

Zubereitung:
Für die Füllung Zwiebeln und Möhren schälen und sehr fein würfeln. Das Hackfleisch in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl bei starker Hitze anbräunen, dabei regelmäßig umrühren. Zwiebeln, Möhren, Lorbeer, Sternanis und Graupen unterrühren. Die Thymianblättchen abzupfen und hinzufügen. Alles weitere 5min braten dann mit dem Wein abslöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden losschaben. Sobald der Wein verkocht ist, die Brühe angießen. die Nüsse grob hacken (und falls eingelegte verwendet werden diese mit einem guten Schuss Einlegflüssigkeit aus dem Glas) dazugeben. Die Pfanne mit einem Deckel oder mit Alufolie verschließen und das Ganze 2h schwach köcheln lassen (Ich habe es maximal eine halbe Stunde köcheln lassen und auch nicht über Nacht kalt gestellt). Die Sauce sollte eingedickt, aber noch nicht trocken sein, regelmäßig umrühren. Abschmecken und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten Tag für den Teig die Hefe mit dem Zucker in 150ml lauwarmen Wassen auflösen; 10min ruhe lassen. Inzwischen die Butter mit dem Mehl zu Streuseln verreiben. Hefewasser und Milch sowie 1 gestrichenen TL Meersalz dazugeben. Alles mit einem Löffel verrühren bis es mühsam wird. Dann den Teig mit den Händen kneten bis er glatt und elastisch ist.
Zu 20 gleich großen Kugeln formen (à eta 45g). Auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, mit einem angefeuchteten Geschirrtuch bedecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 170° vorheizen. Jeweils eine Teigkugel auf der Handfläche flach drücken, 2 gehäufte TL Füllung in die Mitte geben (bzw so viel wie möglich, dass sich der Teig gerade noch schließen lässt). Lorbeer und Sternanis entfernen. Die Teigränder über die Füllung ziehen; zusammendrücken. Die Brötchen rund formen. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
Ganz unten im Ofen 20min backen bis sie hellbraun sind. Wer will, backt die Brötchen schon im Vorraus und wärmt sie vor dem Servieren noch einmal einige Minuten im Ofen auf. Gut schmeckt dazu auch etwas Créme fraiche, das man mit Meerrettich verrühren kann.

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Anfangszauber: Räucherlachsknödel auf Gurkennudeln

Neben zweifelhaften Jugendsünden bescherte mir mein erstes Studienjahr in Franken auch kulinarische Highlights, die mir vom Schwabenländle längst nicht so bekannt waren: Knödel! Ja klar, wusste ich, dass es die gab und ich hatte bestimmt auch schon mal welche irgendwo gegessen, aber diese Wichtigkeit von Knödeln in unterschiedlichster Form wurde mir erst in Bayern bewusst.

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Ein Freund erzählte, dass seine Oma sich anhand der Knödel an den Wochentagen orientiert: samstags wurden meistens die Knödel vorbereitete, damit es sonntags nach der Messe bald was zu essen gab und für montags gab es dann Reste. Problematisch wurde es, wenn aufgrund von Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten auf einmal häufiger Knödel auf dem Tisch standen…
Mit den „Kartoffelknödeln halb und halb“ konnte ich mich nie so ganz anfreunden, die waren mir irgendwie zu weich und geschmacklich langweilig (oje, ich sehe schon entsetzt meine bayrischen Freunde aufschreien). Aber die Serviettenknödel -oh yeah! Große Liebe!!!! Perfekt um Brot vom Vortag zu verwenden und einfach so gut um die Sauce aufzusaugen.

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Diese Räucherlachsknödel sind vermutlich eine eher modernere Version, etwas eleganter mit den Gurkennudeln und nicht so traditionell wie zu einem Braten. Trotzdem denke ich dabei immer an diese Anfangszeit, die mich nicht nur kulinarisch inspiriert hat, sondern die auch Freundschaften hervorgebracht hat, die bis heute halten. Ein super Studienstart, der vor zwei Wochen mit einem sagenhaften Examen gekrönt wurde 🙂 Darauf ein, zwei Knödelchen -große Empfehlung von meiner Seite. Eines der Rezepte, die ich schon so oft gemacht habe und fast auswendig kann. Die Masse wird einfach soooo flauschig! So mag ich Knödel! Jetzt geht es noch ein paar Tage nach Südtirol -mal schauen, was uns da für Knödelvariationen erwarten 😉
Wie sieht es bei euch aus? Esst und mögt ihr Knödel? Und wer von euch hätte den Wein noch aufgrund des Etiketts gekauft? Hihi, Verpackungsopfer…

Zutaten (für 4 Personen):
250g altbackene Brötchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150g Räucherlachs
20g Butter
200ml Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Salatgurken
4 Stängel Dill
1 rote Zwiebel (weggelassen)
200g Saure Sahne
2 EL weißer Balsamicoessig
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:
Die Brötchen fein würfeln und in eine große Schüssel geben. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, ebenso den Räucherlachs. In einer Pfanne die Butter zerlassen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Die Milch dazugeben und 2min köcheln lassen, dann über die Brötchen gießen. Die Eier und den Lachs zugeben, würzen (vorsichtig mit dem Salz! Der Lachs hat schon einiges an Würze) und gut mischen. Circa 10min durchziehen lassen.
Ein nasses, aber gut ausgewrungenes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Brötchenmasse darauf verteilen, dabei rechts und links einen gut 5cm breiten Rand lassen, damit man das Bonbon gut zubinden kann. Je nach Topfgröße besser zwei „Bonbons“ rollen, bei mir hat das nicht alles in eins gepasst.
Die Masse zu einer Rolle formen und straff, aber nicht zu fest in das Tuch wickeln. Die Enden mit Küchengarn zubinden. In einem ausreichend großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Das Knödelbonbon hineingeben und 30min im siedenden Wasser (es soll nicht sprudelnd kochen) gar ziehen lassen. Dann herausholen, auswickeln und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
Für den Salat die Gurken schälen und mit dem Sparschäler in lange dünne Tagliatelle-artige Streifen schneiden -das sieht fürs Foto schön aus, aber ihr dürft natürlich auch ganz normale Gurkenscheiben raspeln 😉 Dill fein schneiden, ebenso falls ihr verwendet, die Zwiebel. Saure Sahne, Essig, Salz und Zucker gut mischen und dann unter die Gurken mischen. Mit den Serviettenknödeln servieren.

Quelle: Der Große Lafer (Johann Lafer)

Gedächtnisleistung: Crostini mit Bohnenpaste und Paprika

Zuerst einmal vielen Dank für all eure lieben Kommentare zum letzten Rezept, sei es jetzt bezüglich des Foccacias selbst oder einfach nur, um mir einen schönen Urlaub zu wünschen. Ich hab mich sehr darüber gefreut, heimzukommen, online zu gehen und dann erstmal so viele Kommentare beantworten zu dürfen 🙂 Der Urlaub ist leider schon wieder vorbei, es war eine tolle Zeit in Südtirol mit vielen, vielen Höhenmetern, die wir bei Wanderungen bewältigt haben, leckerem Essen, dem ein oder anderen Gläsle Wein und viel Sonne.

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Schönes Wetter gab es auch als ich nach dem schriftlichen Examen mich für ein paar Tage daheim habe umsorgen lassen. Zumindest an einem Abend haben wir beschlossen, auf den Plettenberg zu fahren, dort auf dem Grillplatz was zu essen und dann Sternschnuppen zu gucken. Für diese Gelegenheit wollte ich ein paar Crostini machen nach dem Rezept aus Stevan Pauls „Auf die Hand“. Die Brotscheiben mit Bohnenpaste und Paprika hatte ich schon so lange vorgenommen zu machen, aber dann ausgerechnet lag das Kochbuch in Tübingen. Was Rezepte angeht, musste ich aber beim Durchlesen des Originals feststellen, besitzt mein Gehirn eine ausgesprochen gute Geächtnisleistung: zwar hab ich nicht an Bohnenkraut gedacht, aber die Bohnenpaste hatte ich so exakt gemacht wie im Rezept angegeben. Pinienkerne gab es keine daheim und jaaaa, die fruchtige Komponente für den Belag hab ich vergessen.

Wahrscheinlich wären die Cranberries noch das Tüpfelchen auf dem I gewesen, aber auch so waren die Crostinis an einem Sommerabend ideal um die Wartezeit auf die Würstle zu überbrücken 😉 Paprika hat momentan auch Saison und -vorausgesetzt man verwendet nicht Importware vom anderen Ende der Welt- bringt auch eine gewisse Süße mit, die einfach lecker ist! Dass die Schoten allerdings in der Pfanne geschmort werden, das hatte ich auch nicht mehr gewusst. Im Backofen sind die auch gut geworden und durften dann noch schön in einer Tupper marinieren bis sie ihren Auftritt hatten und von meiner Schwester so wunderschön auf die Brotscheiben drapiert wurden.

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Wo beweist ihr denn ein Elefantengedächtnis? Auch bei Rezepte? Ich glaube, bei mir liegt das definitiv in der Familie: zumindest von meiner Oma und meiner Mutter kann ich bezeugen, dass sie Rezepte mit Mengenangaben herunterbeten können. Der Freund hingegen kann auch noch nach Jahren aufzählen, auf welche Berggipfel er hochgewandert ist und mein Bruder kann sich den Inhalt jeder Serie oder Film behalten. Hach, solch eine Gedächtnisleistung für den Lernstoff und das Examen wäre ein Klacks 😀

Zutaten (für 4-6 Portionen):
1 Dose weiße Bohnen (425g EW)
2 Zweige Bohnenkraut (oder 1/2 Tl getrocknetes Bohnenkraut)
1 kleine Knoblauchzehe
2-4 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
Salz
2 EL Pinienkerne (ich: Sonnenblumenkerne)
2 EL getrocknete Cranberrys/Rosinen oder Sultaninen (ich: weggelassen)
3 rote Paprika
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Honig (ich: Prise Zucker)
1 Ciabattabrot
Olivenöl, einige Blättchen Basilikum

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Für die Bohnenpaste: Bohnen abgießen und in einem Sieb kalt abspülen. Im Mixer mit Bohnenkraut, Knoblauch, Zitronensaft und 2 ELOlivenöl pürieren. Mit Salz würzen.
Für die geschmorten Paprika: Pinienkerne ich einer Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen und beiseitestellen. Cranberrys grob hacken. Paprika mit einem Sparschäler schälen, halbieren, entkernen und in 1cm breite Streifen schneiden. 4 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Streifen zugeben, salzen und unter Rühren 12-15min bei milder Hitze weich schmoren. Cranberrys die letzten 5min mitschmoren. Pinienkerne und Honig unterrühren und das Gemüse mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig würzen.

ICH habe die Paprika halbiert und bei ca. 180°C im Ofen ca. 25min (?) gebacken, dann gehäutet und in Streifen geschnitten, mit Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker mariniert. Sonnenblumenkerne drüber, alles in ne Tupper und ab zum Picknick!
Für die Crostini: Ciabatta in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und auf einem Blech im Ofen unter dem Grill in wenigen Minuten hellbraun rösten (oder: über dem offenen Feuer knusprig backen). Die Brotscheiben mit Bohnenpaste bestreichen, Paprikagemüse darauf und evt mit Basilikum bestreut servieren.

Quelle: Auf die Hand (Stevan Paul)

 

Bleibt alles anders?: Kirsch-Basilikum-Bruschetta

Für die einen kann es nicht genügend Veränderung geben, dem anderen macht jeder Wechsel Angst. Bei mir persönlich stehen dieses Jahr (hoffentlich) noch größere Änderungen an, aber auch wenn ich von mir als Einzelperson wegschaue, sind in den letzten Tagen nur zu sehr Veränderungen auf politischer Ebene diskutiert worden. Was für den Einzelnen nur ein Kreuzchen im einen oder anderen Kästchen war, macht sich nun in der Summe bemerkbar.

Nein, das soll kein politisches Statement werden. Der „Brexit“ war lediglich sehr präsent. Als ich vor kurzem mit einer Freundin über ihre Arbeit sprach und sie nach ihrer alltäglichen Routine fragte, lachte sie nur und sagte, dass es jeden Tag so anders sei und sie sich zwar Aufgaben vornähme, aber oft hauptsächlich damit beschäftigt sei auf ständig neue Anfragen zu reagieren. Neues und Veränderung gehören maßgeblich zu ihrem Alltag.

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Kommt bei all dem, was da auf mich einströmt, Angst auf? Manchmal. Bei all den Statements der letzten Tage stach Norbert Lammert angenehm hervor, der bei einer Sondersitzung gelassen meinte, dass die Sonne trotz Brexit wieder aufgegangen sei. Wenn bei mir da Angst und Sorgen aufkommen, dann halte ich mich daran fest, was ich glaube und an die Menschen, die all diese Jahre schon treu an meiner Seite stehen. Alles bleibt anders? Zumindest kann ich das für veile wertvolle Wegbegleiter beneinen, mit denen ich trotz sich ändernder Umstände immer noch in Kontakt bin.

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Ebenso wie die Sonne jeden Tag neu aufgeht, kommt durch den Wechsel der Jahreszeiten wieder Abwechslung auf den Teller. Diese Art von Veränderung macht doch jedem Foodie Freude, oder? Hat gerade jeder noch für Spargel und das erste zarte Grün geschwärmt, so jubeln jetzt alle über reife Beeren. Und ich zeige euch heute eine Kombination von süßen Früchten, die sich ganz hervorragend als herzhafter Belag auf Bruschetta machen. Auch so eine Verbindung, die sich über Jahre bewährt hat 🙂

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Zutaten (für 6 als Vorspeise)
400g Erdbeeren
250g Kirschen
Basilikum (Menge nach Geschmack, mind. Blätter von 3 Stängeln)
1 rote Zwiebel
4 TL weißer Balsamicoessig
2 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
1 frisches Baguette
optional: Balsamicocreme

(ich hoffe, die Angaben stimmen einigermaßen. Aber das genaue Verhältnis von Erdbeeren und Kirschen ist relativ egal und kann nach eigenem Geschmack und Vorrat angepasst werden)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kirschen waschen, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Erdbeeren waschen und ebenfalls klein schneiden. Den Basilikum hacken. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Kirschen, Erdbeeren, Zwiebel und Basilikum mit Essig und Öl mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Das Baguette in Scheiben schneiden und auf ein Backblech geben. 5-7min im Ofen knusprig backen.
Die Baguettescheiben auf eine Servierplatte geben und den Kirsch-Basilikum-Belag darauf häufen. Nach Geschmack mit Balsamicocreme beträufeln oder auch noch mit zusätzlichem Basilikum garnieren. So oder so, einfach lecker!

Quelle: The Oh she glows Cookbook (Angela Liddon)

Rettungsaktion: 3-Minuten-Vielfaltbrot

Im Hintergrund klimpert leise ein Klavier, unwillkürlich hört man diesen harmonischen Klängen zu, eine sanfte Frauenstimme fragt nach, woran man denn gutes Brot erkennen würde. Alles klingt gut und man sieht schon eine knusprige Krume vor sich bis plötzlich diese Idylle von einer Männerstimme unterbrochen wird, die als Erkennungszeichen für gutes Brot den Preis nennt und auf einen Discounter hinweist, bei dem laut Werbung alle Kriterien nur zu gut erfüllt sind.

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Wer dann aber im Laden steht und nicht nur einfach einpackt was geht, sondern einen Blick auf die Zutatenliste wirft, wird schnell merken, dass Brot heute scheinbar nicht mehr nur aus Mehl, Waser, Salz und Hefe besteht, sondern sich neben Körnern auch diverse E-Nummern und Inhaltsstoffe finden, die im normalen Haushalt nicht neben den eben genannten Zutaten im Regal stehen. Höchste Zeit also mal Brot und Brötchen zu retten! Genau darum geht es heute bei „Wir retten, was zu retten ist“. Ich will die Gelegenheit nutzen um mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, die es rund ums Brot backen gibt.

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  1. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich habe ja keine Küchenmaschine“. Hab ich auch nicht! Ich habe zwei Hände, ein sehr billiges Rührgerät und eine Küchenwaage, die beide schon etwas älter sind. In der Schüssel zum Teigmischen wird regelmäßig Salat zubereitet. Merke: man braucht keine Profiausstattung!
  2. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich hab keine Zeit“. Haben wir doch alle nicht. Für das Rezept hier brauchst du maximal 13min: 10 min um die Nüsse zu hacken, 3min den Teig kneten und während das Brot eine Stunde im Backofen bäckt, kann man selber ein Fußballspiel gucken, fürs Examen lernen oder sonst was tun.
  3. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber braucht man dafür nicht Sauerteig oder so?“ Ja, manche Rezepte funktionieren so. Das hier nicht. Vor Sauerteig hab ich mich bisher auch gedrückt, vor allem, weil ich nicht so viel Brot esse. Hier wird lediglich ein Päckchen Trockenhefe benötigt.
  4. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber das ist doch sooo altmodisch!“ Ja, so ein Laib Brot mag unspektakulär erscheinen, aber glaub mir, der Duft vom frischen Brot lockt jeden an. Hat man erstmal einen Biss genommen, kriegt man gar nicht genug. An meinem Geburtstag hab ich ein „Schnittchenbuffet“ gemacht, bei dem sich jeder sein Brot so belegen durfte, wie er wollte. Kam super an! Das gute alte Abendbrot ist einfach ein heiß geliebter Klassiker! Allein schon mit Butter und etwas Salz ist das eine Spezialität! Da werden Kindheitserinnerungen ans Abendbrot in Familienrunde wach, was keine stylishe Smoothiebowl der Welt schaffen kann 😉

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Es gibt also eigentlich gar keinen Grund, sein Brot nicht selber zu backen! Oder welche Ausreden fallen euch noch ein? Wer keine Lust auf ein festes Körnerbrot hat, sondern lieber ein luftig-leichtes Gebäckstück will, der wird bestimmt bei den vielen Mitrettern fündig. So eine Vielfalt!!!

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Paprika meets Kardamon: Naan aus der Pfanne

Brittas Kochbuch: Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

Magentratzerl: Pletzl

Giftige Blonde: Bierbrot

Summsis Hobbyküche: Baguette

Was du nicht kennst…: No knead Bread

Dynamite Cakes: Focaccia mit roten Zwiebeln

Brotbackliebeundmehr: Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen: Niederrheinische Butterstuten

Anna Antonia: Pain au chocolat

Sakriköstlich: Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette: Vollkorntoast mit Emmermehl

Prostmahlzeit: Hanfbrot

Food for Angels and Devils: (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke: Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspeln aus dem Topf

Feinschmeckerle: Kieler Semmeln

Das Mädel vom Lande: Kammutbrot

Küchenliebelei: Ciabatta (und daraus dann Cheese-Steak-Sandwich)

Auchwas: Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pide

Obers trifft Sahne: Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot: Toastbrot

Fliederbaum: Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker: Dinkelbrötchen mit Buttermilch

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Zutaten (für 1 Brot = 1 Kastenform, 25cm)
50g Kürbiskerne
40g Walnusskerne
40g Haselnusskerne
20g Sesamsamen (weggelassen)
360g Dinkelvollkornmehl
90g Haferflocker
50g Karotte, fein gerieben (optional)
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 gestr. EL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
1 EL Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken, Hirse oder Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
Kürbis-, Walnuss- und Haselnusskerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Sesamsamen, Mehl, Haferflocken, Trockenhefe, Kokosblütenzucker sowie 1 TL Salz dazugeben und alles gut mischen. Nach Belieben die Möhre dazugeben.
Das Olivenöl und 350ml lauwarmes Wasser dazugießen und den Teig in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken des Handrührgeräts auf höchster Stufe 3min kneten.
Die Kastenform leicht einölen, den Teig einfüllen, die Oberfläche der Länge nach 1cm tief einritzen und nach Belieben mit Körnern, Samen oder Flocken bestreuen. Das Brot auf die mittlere Schiene in den kalten Backofen schieben und bei 170°C Umluft 1h backen.
Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen. 10min abkühlen lassen, aus der Form lösen und vor dem ersten Anschneiden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Quelle: Gesund kochen ist Liebe (Veronika Pachala)

Eingespielte Choreographie: Lammlachse mit Zitronen-Rucola-Kruste

Mit gewissen Traditionen und Gewohnheiten kann, ja, ich meine sogar darf nicht gebrochen werden! Alteingespielte Rituale, die rund um Familiengeburtstage und -feste einfach dazu gehören. Werfen wir einen Blick auf Ostern zurück um zu schauen, wie das Schauspiel seinen Gang nimmt

Ein Fest erfordert Vorbereitung. Ostern ist inzwischen zu einem zweiten Weihnachten aufgestiegen, was man nicht nur an der Werbung sieht, sondern auch daran, dass circa zwei Wochen telefonisch abgesprochen wird, was denn gekocht werden könnte. Spätestens donnerstags davor wird dann der Großteil der Lebensmittel eingekauft. Das macht traditionell die Mama. Samstags dann aber kommt der erste Auftritt des Vaters: noch vor dem Frühstück geht er los um auf dem Wochenmarkt die letzten frischen Zutaten zu besorgen. Auf dem Rückweg bringt er dann auch noch Weckle mit.

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Damit das eigentliche Fest ganz entspannt wird, ist samstags die Küche praktisch dauerbelegt. Ein Kuchen muss gebacken werden und danach -um den Backofen optimal auszunutzen- kommt zum Mittagessen ein Auflauf rein oder auch noch ein zweiter Kuchen, je nachdem, was so ansteht. Während nebenbei Gemüse geschnippelt wird, ist der Papa in Dauerbewegung um den Kompost regelmäßig zu leeren oder ebenfalls mit einem Messer dem Essen zu Leibe zu rücken. Wenn der Bruder gerade zufällig vorbeikommt um sich nur kurz was zu trinken zu holen, wird auch er eingespannt um einen zustätzlichen Tisch ins Esszimmer zu tragen oder Stühle für die Gesellschaft zu holen. Wenn die Vorbereitungen irgendwann abgeschlossen sind, wird die Küche gewischt und nebenan im Esszimmer der Tisch gedeckt. Dabei bleiben gewisse Flecken frei, weil ja morgens nochmal gefrühstückt werden muss (Gnade dem, der mit seinem Tee die Tischdecke vertröpfelt oder gar einen Nutellafleck hinterlässt).

Am eigentlichen Feiertag dann hängt die Küchenbelegung ganz davon ab, was es denn gibt. Im Falle der Kalbsbäckchen wurde alles einfach nur in den Backofen gesteckt und als alle da waren, musste nur noch serviert werden. Diese Lammlachse eignen sich leider nicht ganz so gut zum entspannten Vorbereiten, weil die nur ca. 15min im Ofen brauchen. Das war ein kleiner Minuspunkt.

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Sind dann alle Familienmitglieder nach der Kirche zum Festessen versammelt, beginnt die Hauptaufführung. Jedes Mal neu wird das Essen zunächst damit eingeläutet, dass die Omas und Opa, optional auch Tanten und Onkel um den gedeckten Tisch herumstehen und alle wissen wollen, wer denn wo sitzen darf. Die Antwort ist jedes Mal dieselbe: „es gibt keine Tischordnung, setzt euch einfach, das Essen wird kalt!“ Schlussendlich sitzt jeder dort, wo er sowieso schon meistens immer saß 😀
Nach dem Tischgebet springen Mama und ich auf um das Essen aufzutragen während der Vater sich um die Getränkewünsche kümmert. Wenn die Wasserkrüge leer sind, muss der Bruder aufspringen und diese neu füllen. Der Opa nimmt gerne ein bisschen Wein, weil er hat ja die Oma als Fahrerin.

Ein Moment Ruhe kehrt ein, sobald das Essen auf dem Tisch steht. Kaum sind die ersten Bissen verspeist, wird begonnen, die Köchin zu loben: „Birgit, hast du das gemacht?“ – „Mit der Miriam zusammen“ -Oma:“Sehr fein! Ist da ein bisschen Petersilie drin? So was Ausgefallenes kriegt ihr bei mir nie.“ – eines der Enkel: „Aber Oma, bei dir schmeckt es immer so gut! Deine Saucen sind einfach die besten!“ -Oma wird knallrot und winkt ab. Opa strahlt seine Ehefrau stolz an, setzt zu einer Lobeshymne an und wird von Oma dazu aufgefordert, still zu sein und weiterzuessen 😀
Der nächste Gang wird aufgetragen. Großes Staunen. So viel gibt es. Oma: „Ei Birgit, wo hast du denn das Rezept her? Aus dem Internet?“ – Mama: „Nein, aus dieser einen Zeitschrift / aus dem Kochbuch, das die Kinder mir geschenkt haben / das war Miriams Idee…“ Opa guckt begeistert in die Runde: „Wie im Sternerestaurant!“

Bei diesem Satz spätestens weiß man, dass alles gut ist. Der Opa (ich glaube nicht, dass er jemals in einem Sternerestaurant war) lobt das Essen und zieht diesen Vergleich. Jedes Familienmitglied hat wieder dazu beigetragen, dass die Aufführung ein Erfolg wurde. Alle sind satt und glücklich. Keine Tradition wurde gebrochen, der jahrelang geprobte Text wurde zum perfekten Zeitpunkt genannt. Ich liebe meine Familie einfach 🙂

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Zutaten (für 4 Personen):
800g Bio-Drillinge
500g Prinzessbohnen
Salz, Pfeffer
2 Scheiben Toastbrot
20g Pinienkerne
40g Rucola
1 Ei
60g weiche Butter
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
600g Lammlachse
5 EL Olivenöl
400ml Lammfond
200g Sahne
2 -3EL Speisestärke
1 EL Thymianblättchen

Zubereitung:
Kartoffeln gründlich waschen und in kochendem Wasser ca. 10min vorgaren. Kartoffeln abgießen, etwas ausdampfen lassen und längs halbieren. Bohnen putzen, waschen und in kochendem Salzwasser ca. 8min blanchieren, abgießen und kalt abschrecken.
Den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Für die Kruste Toast fein zerbröseln, Pinienkerne grob hacken. Rucola waschen, trocken schütteln, grobe Stiele abschneiden, Blätter grob hacken. Alles mit dem Ei, 40g weicher Butter und Zitronenschale verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Lammlachse trocken tupfen und in 2EL heißem Öl von jeder Seite je 1min kräftig anbraten. Dabei mit Salz und Pfeffer würzen.
Fleisch aus der Pfanne nehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Kruste gleichmäßig darauf verteilen, dabei leicht andrücken. Im heißen Ofen 12-15min garen. Bratensatz in der Pfanne mit Lammfond ablöschen, aufkochen und ca. 5min einköcheln lassen. Sahne einrühren. Speisestärke in etwas kaltem Wasser auflösen und in die Soße einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Warm halten.
Restliches Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kartoffeln darin unter gelegentlichem Wenden ca. 8min knusprig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Restliche Butter in einem Topf schmelzen. Bohnen und Thymianblättchen zugeben, kurz darin schwenken, evt. mit Salz nachwürzen. Lammlachse mit Soße, Thymian-Bohnen und Kartoffeln genießen.

Quelle: Mit Liebe. Das Genussmagazin. (März/April 2016)

 

Für Anfänger geeignet: Zwiebelbrot mit Malzbier

Brot – so simpel und doch so umstritten. Sei es, weil es verantwortlich gemacht wird für die Weizenwampe oder weil Discounter und „traditionelle“ Bäcker darum streiten, wie frisch gebackenes Brot definiert werden darf. Von all diesen Kontroversen abgesehen hab ich die Erfahrung gemacht, dass es Essern recht leicht gelingt, ein selbst gebackenes Brot von der Industrieware aus dem Supermarkt zu unterscheiden.
Klar, wenn ich mir mein Zwiebelbrot so ansehe, dann ist es längst nicht so gleichmäßig geformt wie von einem Profi oder einer Maschine. Aber das Aussehen ist besonders beim Essen nicht alles! Gerade wenn ich dieses Brot backe, muss ich an einen Freund denken, der sich bei einem Art Erntedankessen nicht mehr eingekriegt hat vor lauter Lob über dieses Brot 🙂 Zu jener Zeit hatte der Dorfbäcker seinen Laden abgegeben und was dort seitdem verkauft wird, hat nichts mehr mit der gewohnten Qualität des handgemachten Brotes zu tun, die wir alle gewohnt waren. Als ich das Brot mit etwas Butter auf den Tisch stellte, geriet für viele die Vorspeise zur Nebensache. Große Begeisterung und mir wurde empfohlen, die Bäckerei zu übernehmen 😀

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Dieses Brot ist der beste Beweis dafür, dass es nicht schwierig sein muss, selber zu backen. Ich drücke mich bisher vor der Sauerteigherstellung, den Körbchen, der exakten Temperatur beim Gehen lassen des Teiges. Wenn ich backen will, dann greife ich auf dieses Rezept zurück. Es ist nichts für spontane Brotgelüste, weil der Teig mindestens sechs Stunden gehen muss. Aber umso leichter lässt es sich vorbereiten. Der Teig für dieses Brot war ca. 36 Stunden im Kühlschrank. Und ich finde, das Innere ist sehr schön geworden.

Wenn ihr also eure Wohnung mit einem unwiderstehlichen Duft füllen wollt, beim Essen nicht viel mehr braucht als etwas Butter und ihr euch zu Kohlenhydraten bekennt, dann backt dieses Brot. Ich bin mir sehr sicher, dass es euch gelingen wird und wer weiß, vielleicht werden auch euch neue Karrieremöglichkeiten vorgeschlagen 😉

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Zutaten für ein baguetteförmiges Brot:
300g Mehl (Type 550) plus etwas mehr zum Arbeiten
knapp 1 Tl feines Meersalz
10g frische Hefe
200ml zimmerwarmes Malzbier (oder auch das Triple Amber Ale)
2 Zwiebeln
1 EL Butter
1 Handvoll Eiswürfel

Zubereitung:
Mehl und Salz am besten in der Schüssel einer Küchenmaschine vermischen. Hefe und Malzbier verrühren (Achtung! Es schäumt!) und zum Mehl geben. Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem relativ festen Teig verkneten – das geht problemlos auch per Hand. Der Teig darf noch leicht klebrig sein, sonst esslöffelweise mehr Mehl zugeben. Den Teig abgedeckt im Kühlschrank über Nacht, mindestenst jedoch 6 Stunden gehen lassen.
Den aufgegangenen Teig 1 Stunde vorm Weiterverarbeiten aus dem Kühlschrank holen. Inzwischen die Zwiebel schälen und grob würfeln. Butter in einer Pfanne aufschäumen, die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten. Abkühlen lassen.
Die abgekühlten Zwiebeln gleichmäßig unter den Teig kneten und diesen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem langen Baguette rollen. Mit Mehl bestäuben und unter einem Küchentuch noch mal 30-45min gehen lassen. In der Zeit den Backofen samt dem Brotbackstein (wer so was hat, super. Sonst einfach ein normales Backblech nehmen) mindestens 30min bei voller Leistung vorheizen (230°C sollten es scho2016.02.24_Zwiebelbrot-1n sein). Außerdem eine ofenfeste Form (z. Bsp. Auflaufform) auf den Ofenboden stellen.
Das Brot mit einem Sägemesser mehrmals diagonal etwa 1cm tief einschneiden. Einen Brotschieber mit Mehl bestäuben und das Brot damit (ersatzweise die Hände nehmen) vorsichtig auf das Backblech mit Backpapier gleiten lassen. Eine Handvoll Eiswürfel in die Form auf dem Ofenboden geben, sie sorgen beim Backen für Dampf, was gut für die Brotkruste ist. Die Ofentür danach schnellstmöglich wieder schließen.
Das Brot 20-30min backen (je nach Ofen), bis es eine schöne goldbraune Kruste hat und der Brotboden beim Daraufklopfen hohl klingt. Aus dem Backofen nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen. Schmeckt frisch oder aufgetoastet am besten.

Quelle: Delicious days (Nicole Stich)