Beerenstark: Heidelbeer-Curd

Angeblich gibt es ja Blogger, die ihren Beiträge immer ganz genau planen, damit passend zum Tag der Schokolade (7.Juli) ein Schokorezept erscheint oder der Herbstanfang mit einem Kürbisrezept und goldenen Blättern eingeläutet wird. So ist das hier nicht. Bei meinem Vater, der ja für die tollen Bilder hier verantwortlich ist, und mir ist es dafür einfach oft zu schwierig um genau zu planen, wer wann wie Zeit hat, damit dann wieder Beiträge entstehen können.

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Deswegen ist diese Woche auch eine Art Marmeladenwoche, weil es heute schon wieder was für aufs Brot gibt. Bei Ina von Ina Is(s)t findet nämlich noch bis morgen ein beerenstarkes Blogevent rund um die tollsten Beeren der Saison statt. Und so kommt es, dass auch hier auf dem Blog eine beerenstarke Woche mit dem Heidelbeer-Curd zu Ende geht. Als Top-Bloggerin hätte ich natürlich besser geplant und das versetzt gemacht, aber so haben wir halt unsere eigene kleine Themenwoche mit Kiba-Marmelade und Heidelbeer-Curd gehabt 😀

Curd – dieses Jahr scheinbar in aller Munde und in vielen Blogs in den unterschiedlichsten Varianten vertreten. Ein Curd besteht traditionell aus Eiern, Butter, Zucker und Zitrone, ist aber auch in anderen Geschmacksvariationen sehr lecker und gehaltvoll. Als ich das Rezept gesehen habe, war mir das sofort klar, denn ein Essen, dessen Kalorienangaben nicht in 100g oder in Portionsgröße, sondern in Kalorien pro Teelöffel angegeben wird, kann nur sehr, sehr lecker sein 😀

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Curd könnt ihr nicht nur als Aufstrich zu Croissants, Scones oder Toast verwenden, sondern zum Beispiel auch als Füllung für Cupcakes oder eine Pie mit Baiserhaube nutzen. Die Farbe ist einfach klasse – achtet darauf, dass ihr Wildheidelbeeren bekommt. Die meisten Blaubeeren aus dem Supermarkt sind Kulturbeeren, die innen drin weiß sind und damit habt ihr für dieses Curd nicht genügend Aroma und Farbe. Ich habe Tiefkühlbeeren verwendet und damit hat das super geklappt. Große Nachmachempfehlung von mir also 🙂

Zutaten (für ca. 750ml):
300g Wildheidelbeeren
90g Zucker
3 Eier
1 Tl fein abgeriebene Zitronenschale
3 EL Zitronensaft
200g kalte Butter, in kleinen Stücken

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Zubereitung:
Heidelbeeren verlesen, in einem Topf mit 100ml Wasser aufkochen und zugedeckt ca. 10min köcheln lassen. Dann die Beeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und die Masse durch ein Sieb passieren, das Püree dabei auffangen. ICH habe einfach die Masse fein püriert und das hat super geklappt.
Zucker und Eier in einer Schüssel mit dem Quirlen des Handrührers ca. 3-4min schaumig rühren. Fruchtpüree, Zitronenschale und -saft unterrühren. Die Creme über einem heißen, fast kochendem Wasserbad mit einem Teigspatel rühren bis die Masse heiß ist und dicklich wird.
Topf vom Herd nehmen, Butter nach und nach unterrühren. Heidelbeer-Curd durch ein Sieb in die Gläser füllen (hab ich nicht gemacht). Sofort verschließen, abkühlen lassen und danach im Kühlschrank lagern. Das Curd ist ca. 1 Woche haltbar.

Quelle: deli-magazin 4/2016

Sommer zum Frühstück: Müslitarte mit Früchten

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Bei dem Wetter macht man doch Featured imagegerne Urlaub auf Balkonien. Oder urlaubt ihr woanders? Hier in Baden-Württemberg haben die Ferien ja erst so richtig begonnen und auch wenn ich weder einen Balkon habe noch wirklich urlauben kann, genieße ich die Abende, an denen man immer noch draußen sitzen und Rosé schlürfen kann.
Und von der Obstvielfalt muss ich bestimmt niemandem vorschwärmFeatured imageen, oder? Ich könnte mich grad allein von Pfirsichen, Brombeeren, Melone… ernähren. Heute gibt es die ganz aufgeräumt in Form einer Früchtetarte, die schon zum Frühstück verspeist werden darf. Tarte zum Frühstück? Ja, sehr gerne: der Boden besteht aus Haferflocken, Nüssen und Kokosöl, die Füllung aus Joghurtquark und oben drauf vergnügt sich das Obst. Da braucht man wirklich kein schlechtes Gewissen haben 🙂

Zutaten (für eine Tarteform von 24cm):Featured image
225g grobe Haferflocken
150g Nüsse (hier: Haselnüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sonnenblumenkerne)
7 EL Kokosöl
3 EL Honig (oder mehr nach Geschmack)
250g cremiger Quark
Früchte nach Wahl

Zubereitung:
Die Nüsse grob kleinhacken, dann in einer Schüssel mit den Haferflocken, dem Kokosöl und dem Honig mischen. Falls die Mischung noch zu trocken ist, noch 1-2 EL Kokosöl und/ oder Honig dazugeben. Dann die Mischung in die Tarteform drücken und bei 175°C für 16-19 min backen. Der Boden sollte leicht gebräunt sein.
In der Zwischenzeit den Quark cremig rühren und die Früchte klein schnippeln. Wenn der Boden etwas ausgekühlt ist, den Quark reinstreichen und mit dem Obst belegen.

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Tipp: der Boden kann auch schon am Vorabend gebacken werden, morgens dann einfach kurz füllen. Wer keinen Quark will, nimmt Joghurt. Wer keine Lust auf akkurates Belegen hat, der würfelt einfach ein Obst nach Wahl und schmeißt es dekorativ drauf. Variationen ohne Ende – alles schnell gemacht und soooo schön anzugucken. Der Geschmack ist natürlich auch fantastisch 😉

Quelle: The View from Great Island

Macarons für Grobmotoriker: Weiße Schoko – Whoppies mit Blaubeeren

Backen ist für mich grundsätzlich das I – Tüpfelchen: kochen „muss“ ich fast jeden Tag, aber etwas zu backen kommt maximal einmal pro Woche vor. Kuchen, Torten & Co haben einen ganz anderen Status bei mir: sie stehen für Gemeinschaft mit Menschen, die mir am Herzen liegen. So einen Eintopf kann ich alleine löffeln, aber ich würde nie für mich alleine einen Schokokuchen backen. Zwar würde der mir trotzdem schmecken, aber erstens hab ich bei so was keine Selbstkontrolle und futter dann hemmungslos, nur um dann zweitens festzustellen, dass eine 26er Springform zu viel für eine einzige Person ist. Da hängt einem der liebste Lieblingskuchen dann einfach irgendwann aus dem Hals raus bis die Form leer ist… oder noch schlimmer: nach der Hälfte bleibt der Kuchen so lange stehen bis sich nur der Kompost noch über diese Versüßung freut.

So sehr ich das Backen am Wochenende dann auch genieße, meine Persönlichkeit verschwindet dabei trotzdem nicht. Und es entspricht mir nicht Eiweiß abzuwiegen, Mandeln zwei Mal durchzusieben und all die Arbeitsschritte durchzuziehen, die es für Macarons braucht. Ich bewundere diese kleinen Gebäckkunstwerke auf allen Blogs und will die am liebsten sofort für mich haben, aber nein danke! Der Aufwand steht für mich in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Ganz im Gegenteil zu diesen Schoko – Whoppies! Vom Aussehen kommen sie zwar lange nicht an die filigranen Macarons ran, aber hey, es ist Creme zwischen Gebäckstücken! Genug Fitzelarbeit für mich alte Grobmotorikerin 😀 Die Blaubeeren geben einen wunderbaren fruchtigen Kick und harmonieren super zur weißen Schokolade. Weil die Creme selbst nicht gesüßt wird, ist das ganze auch schön ausgeglichen. Nur eine Vorwarnung: es besteht akute Kleckergefahr!!

Und weil die Blaubeeren so gut zu #ichbacksmir von Clara von Tastesheriff passen und die hier verwendeten sogar auch aus Kanada kamen, reiche ich dieses Rezept bei ihr ein 🙂 Dort gibt es noch jede Menge andere Köstlichkeiten mit Blaubeeren!ichbacksmir tastesheriff

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Zutaten für die Füllung:
200g TK – Blaubeeren
100g weiße Kuvertüre
50g zimmerwarme Butter
350g zimmerwarmer Doppelrahmfrischkäse

Für den Teig:
100g weiße Kuvertüre
180g Mehl
1 TL Backpulver
75g Zucker
75g Butter
1 Vanilleschote (ich: ein Päckchen Vanillezucker, dafür oben den Zucker reduziert)
1 Ei
100ml Buttermilch (ich: Joghurt)

Zubereitung:
Für den Teig die Kuvertüre fein hacken. Mehl, Backpulver und Zucker mischen. Die Butter schmelzen und mit Ei und Buttermilch (und ggfalls dem Mark der Vanilleschote) mischen. Mehlmischung zur Buttermischung geben und alles glatt rühren. Dann die Kuvertüre unterheben. 5min ruhen lassen.
Dann den Teig mit 2 Esslöffeln zu 24 Häufchen à 3cm Durchmesser auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Dabei 3 – 4cmi Abstand lassen (die Häufchen verlaufen aber kaum) Nacheinander bei 180° auf der 2. Schiene von unten für ca. 15min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. Auf den Blechen abkühlen lassen.

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Für die Füllung die Kuvertüre hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Die Butter mit dem Frischkäse gut verrühren und dann 60g geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Die aufgetauten und gut abgetropften Blaubeeren vorsichtig unterheben dass eine leichte Marmorierung entsteht. Den Rest der geschmolzenen Kuvertüre über die Hälfte der Whoppies sprenkeln. Zum Schluss entweder die Creme in einen Spritzbeutel füllen und die flache Seite von 12 Keksen damit bespritzen. Oder – falls ihr wie ich keinen Spritzbeutel habt – einfach mit einem Löffel die Creme auf die Kekse streichen. Zusammenklappen und sich das Wochenende schön machen.

Quelle: Essen & Trinken 1/ 2015.