Cremiger Kartoffel-Spargel-Salat

Da is’ser endlich: der Frühsommer! Inklusive plötzlicher Regengüsse und kurz darauf schon wieder strahlend blauer Himmel, dass sich alle Welt aus den Jacken schält und sich Richtung Sonne streckt! Radelte ich Anfang der Woche noch mit Wintermantel in die Arbeit, suche ich nun verzweifelt die Sommerklamotten im Schrank.

2017.04.15_Gemüse-3

Über die Frühlingsgenüsse mit Spargel, Rhabarber & Co können wir uns ja zum Glück schon etwas länger freuen. Gerade noch rechtzeitig hab ich bemerkt, dass bei Zorra das Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings130. Blogevent zum Thema „Genuss des Frühlings“ läuft. Ausgerichtet wird es dieses Mal von Jeanette, deren tollen Blog ich dank der Rettungsaktionen schon kenne.
Im Rahmen der Spargelsaison liest man zur Zeit immer wieder, dass die Deutschen dieses Gemüse so sehr schätzen, dass sie bereit sind, dafür auch mehr Geld auszugeben und vor allem regional einzukaufen. Dieses Einkaufverhalten kann ich nur unterstützen 🙂 Es ist einfach jedes Jahr neu schön zu beobachten, wie sich die Marktstände von März an langsam auf Frühling einstellen, der ein oder andere Kohlberg schrumpft und Bärlauch, Spinat und anderen Leckereien Platz macht.

Unser cremiger Kartoffel-Spargel-Salat verbindet den Frühlingsgenuss mit einer typischen Sommeraktivität: dem Grillen oder auch einem Picknick. Zugegeben: so regional Spargel, Kartoffeln und Frühlingszwiebeln bei uns zu bekommen sind – die Avocado hat eine deutlich weitere Reise hinter sich. Mea culpa -ich hoffe, der Salat darf trotzdem beim Frühlingsbuffet teilnehmen 😉

Heute seht ihr übrigens wieder mal realitätsnahe Bilder – mein Vater hat einfach kurz auf die Schüssel draufgehalten bevor die auf den Tisch gestellt wurde. Die ganze Verwandtschaft war an dem Mittag zu Besuch und ich wollte die nicht unnötig warten lassen. Diese Skurilität des Essen-Fotografierens hätten sie bestimmt geduldet, aber die Gemeinschaft am Tisch war mir wichtiger als ein besonders gestyltes Bild für den Blog. Aber ja, den Glasrand hätte ich eindeutig noch abwischen sollen. Wenn das die Mama gesehen hätte… 😀
Ich kann euch dennoch versichern, dass der Salat sehr, sehr gut ankam und genüsslich verspeist wurde. Ob diese cremige Spargel-Variante den klassischen schwäbischen Kartoffelsalat verdrängt, wage ich zwar zu bezweifeln und würde das selber nicht unterstützen, aber ab und zu etwas anderes hat noch niemandem geschadet 🙂

In dem Sinne: viele schöne frühlingshaft-warme Tage mit leckerem Essen euch! Schon mal als kleiner Hinweis: dieser Salat als Grillbeilage ist erst der Auftakt für eine klitzekleine interne Themenwoche rund ums Grillen hier auf dem Blog.

2017.04.16_Kartoffelsalat mit grünem Spargel-3

Zutaten (für 3 sehr großzügige Portionen):
800g (neue kleine) Kartoffeln
15ml Olivenöl
1/2 TL Salz
Pfeffer nach Belieben
1 Bund grüner Spargel
3 Frühlingszwiebeln
Für das Dressing:
1-2 Avocado (kommt etwas darauf an, wie cremig ihr es wollt)
2TL Dill
1Tl Senf (optional)
Saft von 1/2 Zitrone (wer will auch etwas mehr)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Ofen auf 220°C vorheizen. 1 Backblech mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln gut waschen, ungeschält in mundgerechte Würfel schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf den Blechen verteilen. Im Ofen für 15min backen, dann alles einmal durchmischen und nocheinmal 15-20min backen bis die Kartoffeln weich sind.
Währenddessen die Enden der Spargeln abschneiden und das untere Drittel schälen. In einem Topf mit kochendem Wasser 5min (je nach persönlichem Geschmack auch etwas länger) kochen, abgießen und kalt abschrecken. Die Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden.
Für das Dressing die Avocado zermatschen mit den restlichen Zutaten vermischen. Die Kartoffeln und Frühlingszwiebeln, den Spargel und das Dressing in einer großen Schüssel vermischen. Abschmecken und gerne auch als Grillbeilage servieren 😉

Quelle: The Oh She Glows Cookbook (Angela Liddon)

Ostervorspeise? Rote-Beete-Türmchen

Was für ein tolles Wetter momentan! Da steigt bei mir schlagartig die Lust auf knackig-frische Salate. Suppe hatte ich die letzten Monate oft genug. Überall lese ich gerade schon von Vorschlägen für Ostern, egal ob das nun zum Frühstück, Mittagessen oder für die Kaffeetafel ist. Da präsentiere ich euch auch eine Möglichkeit.

Um ehrlich zu sein hätte ich gar nicht gedacht, dass diese Rote-Beete-Salat in Türmchenform so ein Knaller sein könnte. Der stand als letztes auf meiner Kochliste während meines Heimaturlaubs und der Freund musste die geplante Abfahrt eeeetwas nach hinten verschieben, weil nun ja, Türmchen bauen dauert einfach einen Moment. Es war eines der Rezepte, die ich nachmachen wollte, weil das Bild im Kochbuch so hübsch aussah und außerdem Rote-Beete so lecker ist. Zusammen essen war an dem Tag nicht mehr drin, es war außerdem eher die Tageszeit für Kaffee und Kuchen und so packte ich mir eine großzügige Ladung Salat ein und verschwand.

Knapp 24h später holte ich dann die Box aus dem Kühlschrank, gabelte beherzt hinein und wow! Soooo ein guter Salat! Knackig-cremig-frisch, ich bin aus dem Schwärmen gar nicht mehr rausgekommen. Die Avocado fungiert hier als Wunderwaffe, die alles miteinander verbindet und sehr saftig macht. Ich wette, damit könnt ihr auch Rote-Beete-Verweigerer überraschen 😉 Einziger Nachteil: wer nur (wie ich) eine Vierkantreibe hat, muss etwas leiden bis das ganze Gemüse geraspelt ist. Aber der Einsatz lohnt sich. Vielleicht kriegt ihr ja Lust auf diesen Farbtupfer -zum Abendessen oder sogar als Vorspeise für ein Menü. Vorbereiten lässt sich der Salat nämlich exzellent!

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Zutaten für 4 große Portionen (6 Vorspeisenportionen):
5 große Salatblätter (weggelassen)
4-6 rohe Rote Beete (je nach Größe, meine waren eher kleiner)
2 Karotten
1/2 Gurke
1/2 Zwiebel
5 Kirschtomaten (weggelassen)
3 Avocados
1 Handvoll Petersilie
2 TL Olivenöl
Saft von 1-2 Limetten (je nach persönlichem Geschmack)
Salz, Pfeffer
Zum Servieren:
Ziegen(frisch)käse
2 EL Pinienkerne
Sprossen oder sonstiges Grünzeug

Zubereitung:
Rote Beete, Karotte und Gurke schälen und (juble wer eine Küchenmaschine hat) alles reiben. Die Zwiebel und falls verwendet die Tomaten sehr dünn schneiden. Die Avocados halbieren, entkernen und zermantschen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Olivenöl, Limettensaft und Salz und Pfeffer vermischen. Abschmecken.
Wer Servierringe hat, der kann diese jetzt einsetzen um Türmchen zu bauen. Jeweils ein Viertel des Salats in den Ring geben und festdrücken. Den Ring entfernen und bei den weiteren Tellern genau so verfahren. Mit Ziegenkäse, Pinienkernen und Grünzeugs verschönern.

Quelle: Green Kitchen Travels (David Frenkiel & Luise Vindhal)

Quickie: Avocado mit Trauben-Salsa

Keine Zeit, aber trotzdem Lust auf was Leckeres zum Essen? Keine Lust, lange in der Küche zu stehen, wenn man doch alleine essen muss? Keine Ahnung, was man außer Guacamole mit Avocados machen kann?

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Hier kommt als Lösung wieder mal eine tolle Kombination von süß und herzhaft, cremig und mit Biss. Ihr braucht keine 10min um die Salsa fertig zu stellen und schon habt ihr einen leckeren Snack, ein gesundes Abendessen auf dem Tisch stehen. Wer will, kann natürlich auch die Avocado würfeln und vorsichtig mit den Trauben mischen. Das Ganze kann dann mit Tacos ausgelöffelt werden… schmeckt aber auch ohne Chips sehr gut 😉

Zutaten: Featured image
300g rote und grüne kernlose Trauben
1/2 rote Chilischote (mehr oder weniger, je nach Geschmack)
1 EL Limettensaft
1 TL Olivenöl
2 Schalotten
3 TL frisch gehakter Koriander (ich: Petersilie)
Salz

Featured imageZubereitung:
Die Trauben je nach Größe vierteln oder achteln, sie sollen recht klein sein. Die Schalotten fein würfeln. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen. Mit Salz abschmecken. Für 30min marinieren lassen. Zum Servieren entweder die Avocado einfach halbieren, Kern raus und Salsa rein oder die Avocado würfeln und vorsichtig mit der Salsa vermischen.

Quelle: My new Roots (Sarah Britton)

PS: wer sieht noch ein etwas skeptisches Smiley auf den Bildern? 😀

To go: Linsensalat mit Radicchio, Avocado und Mango

Wer wie ich tagtäglich in die virtuellen Kochbücher der Foodblogs abtaucht, der enteckt dabei sehr häufig Rezepte, die einen sofort ansprechen und gar nicht erst auf einer Nachkochliste, sondern gleich auf dem Einkaufszettel landen. So erging es mir als ich bei Micha diesen Salat hier entdeckte. Dank ihrem Blog hab ich erst die Kombination von Obst zu herzhaften Gerichten kennen gelernt; klar, Pizza Hawaii kennt jeder mit Ananas, aber Früchte in Salate zu schmeißen, kannte ich so nicht. Ich warne euch schon mal vor, dass im Sommer definitiv ein Salat von ihr verbloggt wird, nachdem ihr nie mehr Melone anders essen wollt 😉

Heute erstmal ihr Linsensalat. Unbedingte Nachkochempfehlung! Der Salat ist Featured imageschnell gemacht und hat mir am nächsten Tag sogar noch ein bisschen besser geschmeckt, auch wenn da die Avocado schon etwas verdatscht war. Aber es passt alles so wunderbar zusammen! Hier in der Gegend isst man Linsen ja sehr gerne und vor allem mit Spätzle zusammen. Schande über mein Haupt, aber ich habe statt Alb-Leisa Belugalinsen verwendet… da wohnt man in Sichtnähe zur Schwäbischen Alb und hat dann dieses Produkt nicht im Haus, oje!
Verpackt lässt sich der Linsensalat problemlos mit zur Uni oder auf die Arbeit nehmen. Oder jetzt am Wochenende zu Gegrilltem servieren. Habt ein schönes Wochenende!

Zutaten (für 2 Portionen):
100g Linsen
1 EL Stangensellerie (hatte ich nicht)
1 rote Zwiebel
1 Avocado
1/2 Mango
ein paar Blätter Radicchio
2 Tl Tahini (weggelassen, mag ich nicht!)
Saft einer halben Limette
2 EL heller Balsamico
2 Msp. Curry
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

Zubereitung: Featured image
Die Linsen in ca 20min garkochen – salzen erst danach bitte. In der Zwischenzeit die Avocado schälen und in Würfel schneiden, die Mango ebenso. Den Radicchio in feine Streifen schneiden und die Zwiebel fein würfeln. Aus dem Limettensaft, den Gewürzen und dem Öl eine Vinaigrette zusammen rühren.
Die Linsen abgießen und sofort mit der Vinaigrette und der Zwiebel (damit die milder wird) mischen. Etwas auskühlen lassen, dann die restlichen Zutaten unterheben. Alles noch ein paar Minuten durchziehen lassen oder einpacken und sich auf die Mittagspause freuen.

PS: Bilderrätsel – wer sieht meinen Vater und mich? 😉

Quelle: Grain de sel – Salzkorn

Blitzverliebt: Eier-Krabben-Salat (mit gelingsicherer Mayonnaise)

Auf bestimmte Rezepte reagiere ich sofort mit einem akuten Nachkochfieber. Salat geht (fast) immer; nach all den Suppen der letzten Monate schmeckt jetzt was Frisches, Knackiges am Abend umso besser. Wenn dann noch Avocado und Ei im Spiel ist, wie bei diesem Rezept heute, notier ich sämtliche Zutaten schon auf meinem Einkaufszettel und los geht’s!
Außerdem bietet sich der Salat super an um viele von den hartgekochten bunten Eiern zu verwerten, die jetzt in allen Körben und Geschenken liegen. Daheim bekommen wir von wirklich sehr lieben Freunden und Verwandten am Ostersonntag Körbchen für die Haustür gestellt oder ganz plump überreicht und in den meisten befindet sich neben Schokoeiern auch die Hühnervariante. Hartgekochte Eier sind ja mal nett, aber kein Favorit und somit bin ich immer dankbar für Möglichkeiten die zu verwerten bevor man die vor dem nächsten Ferien rausschmeißt. Ein anderes Rezept präsentiere ich hier sobald es schönen grünen Spargel gibt, der nicht aus Peru kommt 😉

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Mit der Blitzmayonnaise ist der Salat nicht ganz so schlank wie das manchen lieb wäre. Mein Vorschlag ist, das Mayo-Dressing in dem Fall durch eine Joghurtvariante zu ersetzen. Essig-Öl bietet sich geschmacklich nicht so gut an; es braucht hier was Cremiges. Mischt aber auf jeden Fall die Limettenschale und den Ingwer dazu, sehr, sehr lecker!!! Durch das Mixen mit dem Pürierstab gerinnt die Mayo auch nicht und ist somit absolut gelingsicher.

Ich wünsche euch einen ruhigen Karfreitag -achtet mal darauf, wie still es vielerorts ist: anlässlich des Todes Jesu, dem heute gedacht wird, verstummen die Kirchenglocken bis Ostersonntag.

Zutaten (für 4 Portionen):
1-2 Biolimetten
10g frischer Ingwer
1 rote Peperoni (oder weniger je nach persönlichem Schärfeempfinden)
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1 Tl Honig
175 ml Sonnenblumenöl
150g Sahnejoghurt
100g Babyspinat
1 reife Avocado
150 Nordseekrabben
1 Beet Shiso-Kresse (oder ganz normale)
1 Bund Radieschen

Zubereitung:
Für die Mayo von 1 Limette die Schale dünn abreiben und insgesamt 3 EL Saft ausprssen. Ingwer fein reiben, Peperoni entkernen und fein hacken. 1 Ei, 1 Tl Limetttensaft, 1/2 Tl Salz und den Honig in einen Rührbecher geben. 150ml Öl zugießen. Den Schneidstab auf den Boden des Rührbechers in die Flüssigkeit stellen. Schneidstab auf höchster Stufe einschalten und während des Mixens ganz langsam nach oben ziehen, sodass sich alles gut verbindet. Limettenschale, Hälfte der Peperoni und Ingwer kurz untermischen. Joghurt unterrühren. Mit Salz und Limettensaft abschmecken und kalt stellen.

Für den Salat die restlichen Eier in kochendem Wasser 6min wachsweich kochen und eiskalt abschrecken (oder eben die schon vorhandenen Ostereier verwerten). Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Restlichen Limettensaft, restliche Peperoni, etwas Salz und restliches Öl verrühren. Avocado halbieren, den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch aus der Schale heben und quer in dünne Spalten schneiden. Mit der Hälfte der Limetten-Vinaigrette mischen. Krabben mit der restlichen Vinaigrette mischen.

Eier pellen und halbieren. Mit Spinat, Avocado und Krabben anrichten. Etwas Mayo darüber verteilen. Mit der Kresse und etwas grobem Salz bestreuen. Restliche Mayo extra dazu servieren.

Quelle: essen&trinken 4/2015 (daraus erwartet euch auch unser Osteressen!)