Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

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Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

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Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

Papa, der Grillmeister: Gemüsepäckchen und Lachs

Heute berichtet hier der sonst stille Fotograf über seine Kochkünste und einen Ausflugstipp. In solchen Momenten bin ich neidisch, dass ich nicht mehr daheim wohne 😉
Früher sagte man zu den Kindern „Ess schön Deinen Teller leer. Dann scheint morgen wieder die Sonne!“ Und was haben wir heute davon? Immer mehr dicke Kinder und Klimaerwärmung! Vielleicht ist die Letztere ja schuld daran, dass ich  am vergangenen Sonntag, 8. November bei über 20° auf der Terrasse sitzen und grillen konnte. Und das wohlgemerkt nicht irgendwo weit weg im Süden, nein, in einem Dorf am Fuße der Schwäbischen Alb.

Der Sonntag war in seiner ersten Hälfte schon gut verplant und so war klar, dass es nichts Aufwändiges geben würde. Aber sind nicht oft die einfachen Dinge besonders köstFeatured imagelich? Aus dieser Überlegung wurden bei uns hochgeschätzte Gemüsepäckchen vom Grill und Lachs dazu. Auch vom Grill. Könnte man prima mit Kartoffeln oder Reis kombinieren, oder ganz einfach mit einem Ciabatta oder Baguette. Dazu ein Glas Wein, hinterher ein Espresso mit leckerem Pralinchen. Und das Ganze wie schon geschrieben auf der sonnenerwärmten Terrasse. Perfekt!

Für die Gemüsepäckchen (wir waren zu dritt):
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 gelbe Paprika
150 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Geschmack (wir hatten Rosmarin)
Allerdings kann man die Gemüsezusammensetzung und –menge nach persönlichem Geschmack variieren

Zubereitung:
Das Gemüse in würfeln (ca.1 cm) und alles zusammen mit dem kleingepressten oder gehackten Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in einer Schüssel vermischen. Featured imageMehrere quadratische Alufolienstücke mit etlichen Löffeln Gemüse füllen, 1 EL Olivenöl darüber tröpfeln und die Folie zu einem geschlossenen Päckchen zusammenfalten. 10-15 Minuten auf den Grill bei kleiner oder mittlerer Hitze

Für den Lachs (entweder TK-Ware oder frische Stücke)
Klassisch schlicht ringsrum mit Olivenöl einstreichen, Zitrone betröpfeln. Salz und Pfeffer nach Geschmack und von jeder Seite ca 5-8 Minuten auf den Grill. Das war’s schon. Wie gesagt, ganz einfach. Aber lecker!

Quelle: BBQ Basics

Danach ging es dann auf einen Hochalbpfad um den Herbst zu genießen. Hier noch ein paar Eindrücke.

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Papa, der Grillmeister: Grillgemüsesalat

Dieser Salat ist eine typische Mama-Papa-Kooperation: die Mama übernimmt die ersten Arbeitsschritte und schnippelt das Gemüse. Das geht dann an Papa, der es auf dem Grill zubereitet. Und so lange räumt Mama die Küche auf 😉
Featured imageEs gab den Salat schon vor einer ganzen Weile, aber er war einfach so lecker, dass er noch verbloggt werden muss. Mit ein wenig Brot und Fisch, der auch noch auf den Grill durfte, war das ein leckeres, leichtes Sommeressen. Wer sich also gegen Fleischberge über dem Feuer durchsetzen kann, der bekommt hier mal eine Beilage, die sich auch als vegetarische Hauptspeise nicht verstecken braucht.

Zutaten (für vier Personen):
1 Aubergine
2 Zucchini
je eine gelbe und rote Paprika
200g große ChampignonsFeatured image
8 kleine Frühlingszwiebeln
2 Zweige Rosmarin
1 Handvoll Rucola
6 Stängel Basilikum
2-3 EL Zitronensaft
1 TL scharfer Senf
1/2 Tl Honig
6 EL Olivenöl
1 EL kleine Kapern (weg gelassen)

Zubereitung:
Jeweils die Enden von Aubergine und Zucchini entfernen und in gut 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Paprikas halbieren, Kerngehäuse entfernen und in 2cm Featured imagebreite Streifen schneiden. Die Pilze mit einem feuchten Küchenpapier abreiben und die Stiele entfernen. Von den Frühlingszwiebeln die Wurzelbüsche entfernen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Alles Gemüse in eine große Schüssel geben, mit dem klein gehakten Rosmarin, 2 EL Öl, Salz und Pfeffer mischen. Das Gemüse in eine (oder mehrere) Alugrillschalen geben und bei starker Hitze so lange grillen bis es weich und leicht gebräunt ist. Regelmäßig ummischen.

Während das Gemüse gegrillt wird, das Dressing anrühren: Zitronensaft mit Senf, Honig und Öl in der großen Schüssel vermischen. Rucola und Basilikum Featured imagewaschen und grob schneiden. Wenn das Gemüse durch ist (dauert ca. 10-15min) mit der Salatsauce mischen, Rucola und Basilikum (plus Kapern) zugeben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten lauwarm essen und mit Brot die Sauce auftunken.

Quelle: BBQ Basics (GU)