Geburtstagsbrunch #wirrettenwaszurettenist mit Graved Lachs

Ich liebe Geburtstage -nicht nur meinen eigenen, sondern gerade auch den von anderen geliebten Menschen. Viel zu selten sagt man doch, wie sehr man den oder die andere schätzt und was so toll an dieser Person ist. Neben der Wertschätzung sind Geburtstage auch einfach herrlich um in der Vergangenheit zu schwelgen: vielleicht hat man zum ersten Mal die Gelegenheit Geschichten rund um die Geburt des Geburtstagskindes zu hören oder sich voller Freude daran zu erinnern, was man schon gemeinsam erlebt hat.

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Heute feiern wir hier nicht den Geburtstag von einer Person, sondern den Ehrentag von #wirrettenwaszurettenist. Wenn allein schon für ein „normales“ Brunch aufgefahren wird, was geht, dann seht und staunt, was es heute beim virtuellen Geburtstagsbrunchbuffet alles gibt. Aber wundert euch das? Wenn wir ein wenig gemeinsam in Erinnerung schwelgen und schauen, was es denn alles so für Rettungen gab, dann ist es doch gar nicht anders zu erwarten gewesen, dass uns rund ums Thema Brunch jede Menge einfällt, was es zu retten gibt. Bild könnte enthalten: Text

Wisst ihr noch damals, die kleine Anfangsrettungstruppe vor drei Jahren? Ihren Liptauer, den sie damals gerettet haben, der würde sich heute noch genau so gut zum Brunch machen 🙂 Zum ersten Geburtstag traf man sich in geselliger Kaffeerunde bei leckerstem Kuchen und tollen Torten – wie traurig wäre denn eine Feier mit einer Torte aus dem Tiefkühlfach?? Seit Februar 2016 sind auch wir dabei; mit den Grünkohl-Pancakes feierten wir damals unseren Einstieg. Und auch beim letzten Geburtstag mit Gugelhupf waren wir dabei! Stellvertretend wird die große Vielfalt von diesem Kuchen mit Loch bei Julia aufgezeigt.

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Wie ihr seht, ist die Truppe deutlich angewachsen. Warum auch nicht? Die Supermarktregale werden auch immer voller mit Essen, das man eigentlich auch gut selber machen kann. Das zeigen wir heute beim Brunch! Wir haben Graved Lachs mitgebracht. Ich weiß, oft wird einfach nur die Packung aufgerissen, ordentlich geflucht, weil der Lachs so dünn geschnitten ist und immer reißt und das dann ja wirklich nicht hübsch aussieht. Ist mir auch oft genug so gegangen. Bei selbstgemachtem Graved Lachs habt ihr dieses Problem nicht: ihr könnt die Scheiben so dick oder so dünn schneiden wie ihr wollt. Und hach, der Geschmack! Kauen ist eigentlich nicht nötig, der Fisch schmilzt praktisch im Mund. Sehr edel, nicht alltäglich, aber deswegen umso passender für einen Geburtstag.

Und sonst? Was gibt es noch auf dem Buffet?

1xumrühren bitte aka Kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig

Anna Antonia: Sticky Buns

auchwas: Eggs Benedict mit selbstgemachtem English Muffin

Aus meinem Kochtopf: Zimtschnecken mit Apfel

Barbaras Spielwiese: Bananen-Zimt-Waffeln

Bonjour Alsace: Eiweißbrot

Brittas Kochboch: Pasteis de Nata

Brotwein: Schnelle Sonntagsbrötchen mit Übernachtgare

Cuisine Violette: Bananen-Pancakes

Dynamite Cakes: Vegane Apfelmuffins ohne Soja

Fliederbaum: Grüne Tarteletts

German Abendbrot: Sandwich mit Lachs, Gurke und Remoulade

Giftigeblonde: Mini-Nussschnecken

Katha kocht: Gebeizter Saibling auf Apfelsalat mit Salicorne

Kebo homing: Germkipferl

Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink

Lanis Lecker Ecke: Bärlauchpesto im Monkeybread

lieberlecker: Brownie-Ostereier

Mädel vom Land: Vollkorncroissant

Münchner Küche: Obazda

Obers trifft Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse

Our food creations: Gefüllte Eier und Kartoffel-Baguette

Pane-Bistecca: Schweizer Weggli

Paprika meets Kardamom: Rosa Rote-Bete-Heringssalat

Prostmahlzeit: Geburtstagsbrunch

Schönes + Leben: Zitronenrührkuchen mit Mohn und Lemoncurd

Summsis Hobbyküche: Focaccia

The Apricot Lady: Bagel

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Zutaten für Graved Lachs mit Schwips
1 Seite Bio- oder Wildlachsfilet (ca 1,2kg, fangfrisch, geschuppt, auf der Haut, entgrätet)
3 EL Gin / Whiskey
40g Salz
60g Zucker
1 Bio-Zitrone
1 Bund Dill
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Lachs kalt abspülen, mit Küchenpapier trockentupfen und die Fleischseite mit Gin einreiben. Salz und Zucker mischen. Zitrone fein abreiben, Abrieb unter das Salz-Zucker-Gemisch rühren und über die Lachsseite verteilen. 1/2 Bund Dill fein schneiden, das Lachsfilet damit bedecken. Zugedeckt im Kühlschrank 24h beizen. Wir haben den dazu mit Dosen beschwert, es geht aber auch ohne.
Am nächsten Tag die Beize unter kaltem Wasser abspülen. Filet mit Küchenpapier trockentupfen und mit Pfeffer würzen. Übrigen Dill fein hacken, auf der Fleischseite verteilen und leicht andrücken (darauf haben wir verzichtet).
Zum Servieren das Filet direkt von der Haut runter schräg in feine dünne Scheiben schneiden.

Quelle: Auf die Hand (Stevan Paul)

 

 

 

 

 

Sonntagsfreuden (Heimatliebe in schwarz-weiß)

Immer wieder gerne lese ich auf anderen Blogs zum Stichpunkt „Heimatliebe“, wo es denn was Schönes zu entdecken gibt. Einen Tipp für einen Sonntagsausflug mit leckerem Kuchen bringt euch heute mein Vater mit seinem Bericht. Nur zur Klarheit: das ist eine persönliche Empfehlung, weil das Café meinen Eltern so gut gefällt. Keinerlei Geld wurde für diesen Beitrag gezahlt.

Aus Klatsch wird Theresia,
aus Rosswangen wird Bad Imnau,
aber Café bleibt Café!

Bad Imnau, nicht gerade der Nabel der Welt. Ein kleiner Ort im Eyachtal in der Nähe von Haigerloch gelegen. Der Name ist mir jedoch schon seit Kindheit ein Begriff, der Ort eher nicht. Das lag am gleichnamigen Sprudel, der in meinem Elternhaus immer auf dem Tisch stand.

„Bad Imnauer“, so heißt noch heute der Mineralwassererzeuger und an den Werksgebäuden kamen wir vergangenen Sonntag vorbei, als wir den „Eichhörnchenweg“ oberhalb des Ortes laufen wollten. Eichhörnchen haben wir keine gesehen, aber zum Schluss der Wanderung doch noch eine überraschende Entdeckung gemacht. Das Café Theresia! Uns war schon bewusst, dass Margit Damm mit ihrem Café Klatsch aus Rosswangen (einem winzigen Dorf bei Balingen) weggezogen war und sich samt Familie in Bad Imnau angesiedelt hat. Wir wussten jedoch weder, wo das neue Café Theresia liegt noch ob offen wäre. Allerdings ist Bad Imnau auch nur ein Mini-Dorf, so  dass es fast zwangsläufig ist, das Café zu finden. Und wie schön – offen war auch.

Auf kleinem Raum viel zu entdecken, das gibt’s in den drei Gasträumen des Cafés und den schmalen Verbindungsfluren: Bilder, Karten, Kunsthandwerk, Gewürze, Dekoartikel, Antikes und Vergessenes aus Omas Zeit, dazu eine kleine Karte mit Kalt-und Warmgetränken auf den Tischchen, Frühstück mit selbstgemachten Produkten am Vormittag, nachmittags dann selbstgebackenen Kuchen und wer es lieber herzhaft mag, der bekommt auch ein Wurst- oder Käsevesper mit ausgesuchten Produkten einiger Höfe aus der Region. Alles mit viel Charakter und Charme, so herzlich wie die Betreiberin selbst. Beim Haus, wie schon in Rosswangen, eine Scheune mit Trödel, Antikem und Fundstücken für drinnen und draußen. A propos draußen: bis das Wetter frühlingshaft genug ist, wird auch ein Biergarten fertig gestellt sein und zum draußen sitzen einladen.

Einen Besuch wert? Unbedingt!

Infos und Öffnungszeiten findet ihr hier: Café Theresia.

Der ultimative Goodbye-Winter-Couscous

Wer optimal plant und alles immer im Blick hat, der schlägt bei diesem Beitrag nur die Hände über dem Kopf zusammen: jetzt, wo alle Welt sich nach frischem Grün, Erdbeeren oder auch Spargel sehnt, kommt die mit einem gewürzgeschwängerten Schmorgericht hat?! Tja, sorry, ist halt so! Ich gebe ja selber zu, dass wir den Couscous schon im November hatten, also eher zu Beginn des Winters, aber ich erst jetzt wieder drandenke.

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Egal! Dann ist das eben der Ultimative Goodbye-Winter-Couscous! Habt ihr noch übrige Gewürze von der Weihnachtsbäckerei oder der Adventsdeko? Dann habt ihr hiermit die Gelegenheit, die Schränke auszuräumen und klar Schiff zu machen bevor das Chaos überhand nimmt. Somit passt der Couscous gleich doppelt: beim Frühjahrsputz die Gewürzsammlung inspizieren und sich dann bei dem nass-kalten Wetter einen großen Gefallen tun.

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Mir jedenfalls schmeckt dieser Couscous sehr, egal, ob es nun November oder März ist. Ja, der Frühling darf gerne kommen, aber mit diesem Gericht gelingt der dunklen Jahreszeit ein versöhnlicher Abschied. Tschüss Winter, ich freu mich in ein paar Monaten wieder auf dich -jetzt darf dann bitte der Frühling anbrechen 😉

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Zutaten für 4 Personen:
2 mittelgroße Möhren, geschält und in 2cm große Stücke geschnitten
2 mittelgroße Pastinaken, geschält und in 2cm große Stücke geschnitten
8 Schalotten, geschält
2 Zimtstangen
4 Sternanis
3 Lorbeerblätter
5 EL Olivenöl
Salz
1/2 TL gemahlener Ingwer
2 Prisen Kurkuma
2 Prisen scharfes Paprikapulver
2 Prisen Chiliflocken
300g Kürbis (alternativ Süßkartoffel), geschält und in 2cm große Stücke geschnitten
75g getrocknete Aprikosen, grob gehackt
200g Kichererbsten (aus der Dose oder frisch gekocht)
350ml Kichererbsen-Kochwasser (oder Wasser)
175g Couscous
1 große Prise Safranfäden
260ml kochend heißer Gemüsefond
20g Butter, zerkleinert
25g Harissa
25g fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen (weg gelassen)
30g Korianderblättchen

Zubereitung:
Den Backofen auf 190°C vorhiezen. Die Möhren, Pastinaken und die Schalotten in eine große Auflaufform geben. Die Zimtstangen, den Sternanis, die Lorbeerblätter, 4 EL Olivenöl, 3/4 Tl Salz sowie alle Gewürze hinzufügen und alles gut mischen. 15min im Ofen backen.
Dann den Kürbis untermischen und die Form für etwa 30min zurück in den Ofen stellen. Das Gemüse sollte weich sein, aber noch Biss haben. Nun die getrockneten Aprikosen und die Kichererbsen mit dem (Koch)Wasser hinzufügen und weitere 10min im Ofen erhitzen.
Etwa 15min bevor das Gemüse fertig ist, den Couscous mit dem restlichen EL Olivenöl, dem Safran sowie einem 1/2 TL Salz in eine große hitzefeste Schüssel geben und mit dem kochenden Gemüsefond übergießen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie verschließen und den Couscous etwa 10min quellen lassen. Dann die Butter hinzufügen und den Couscous mit einer Gabel auflockern bis die Butter im Couscous geschmolzen ist. Wieder abdecken und warm halten.
Zum Servieren den Couscous in einen tiefen Teller oder in eine Schüssel füllen. Die Harissa und die Zitronenschale unter das Gemüse mischen, probieren und falls nötig, mit Salz abschmecken. Das Gemüse hügelförmig auf dem Couscous anrichten und mit reichlich Korianderblättern garnieren.

Quelle: Genussvoll vegetarisch (Yotam Ottolenghi)

Gesellschaftsfähig: Nachos grande

Mit Kino- oder Filmabenden verbindet man neben Popcorn inzwischen doch auch Nachos. Meistens befindet sich direkt neben der Popcornstation die Ausgabe für die Nachos, die mehr oder weniger liebevoll in eine Plastikschüssel geschmissen werden und mit ein paar Klecksen einer Salsa oder einer Simpson-gelben Käsesauce garniert werden.

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Joa, die futtert man wirklich lieber im Dunkeln und macht sich am besten keine Gedanken, was so in der Sauce drin ist. Dabei geht es doch so einfach und so viel leckerer! Erstmals lernte ich Nachos Grande in einem mexikanischen Restaurant am Fuß der Schwäbischen Alb kennen -wie authentisch das wohl ist? 😀 Was damals als Vorspeise für den ganzen Tisch bestellt wurde, kam so gut an, dass wir es auch daheim immer mal wieder nachmachten.

Aber so richtig gesellschaftsfähig ist das doch nicht, oder? Es sind (in unserem Fall) gekaufte Chips, die ein bisschen veredelt werden. Aber ha von wegen! An Weihnachten kam der große Adelsschlag. Es findet sich doch tatsächlich ein Rezept in „USA vegetarisch“ für Nachos Grande 😀 Wie ich feststellen musste, ist der Nacho-Teller aus dem mexikanischen Restaurant im Vergleich dazu sehr langweilig. Hier kommt mehr als nur ein bisschen Käse zu den Chips.

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Ich liebe Rezepte, die unkompliziert ein paar Zutaten auflisten und es dann dem Koch/ der Köchin überlassen, wie viel wovon verwendet wird. Dadurch bekommt man gar kein schlechtes Gewissen, wenn man seine Portion etwas größer ausfallen lässt 😉 Ein toller, einfacher Snack für einen gemütlichen Film-oder Spieleabend …oder auch für die anstehende Oscarverleihung. Was euch lieber ist. So oder so: wenn es in einem seriösen Kochbuch steht, sind die Tortilla-Chips auf jeden Fall gesellschaftsfähig!

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Zutaten
gesalzene Tortilla-Chips
frisch geriebener Cheddar
in Scheiben geschnittene eingelegte Jalapenos
schwarze Bohnen aus der Dose (abgetropft)
in Scheiben geschnittene schwarze Oliven
fein geschnittene Frühlingszwiebeln
Tomaten
reife Avocado
saure Sahne
Koriandergrün

Zubereitung:
Zutaten abwechselnd auf eine ofenfeste Platte schichten, oberste Schicht ist Käse. Im vorgeheizten Ofen bei 130°C ca 4-5min erhitzen bis der Käse leicht geschmolzen ist. Mit etwas saurer Sahne und Koriander bestreut servieren.

Quelle: USA vegetarisch

Hüttengaudi: Rösti-Burger

In dieser Zwischenzeit von Weihnachten und Ostern gibt es ein paar kulinarische Dinge, die beachtet werden wollen. Neben allerlei Essen in Herzform und optimal auch noch in rosaroter Farbe zum Valentinstag gehört natürlich das Faschingsschmalzgebäck dazu UND alles, was Hüttengaudi in die schneelosen, flachen Gebiete bringt. Deftiges Essen in rustikaler Umgebung, das nach sportlicher Betätigung im Schnee oder eben im grauen Regenwetter wärmt und mögliche Neujahrsvorsätze weit in die Ferne rücken lässt.

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Ich bin ja echt keine Skifahrerin; bisher stand ich ganz genau drei Mal auf (Langlauf)Ski und das hat einmal mit einer Knieprellung und drei Woche Schiene tragen geendet. Die letzten Male dienten nur zur Erheiterung des Freundes: „Man weiß, dass man langsam ist, wenn einen sogar Rentner überholen.“ Ähm ja, ganz schön kompliziert mit diesen Stangen an den Füßen… Aber ich will ja eigentlich über Essen reden! Keine Ahnung, ob es auf irgendwelchen Hütten in den Alpen oder anderen Skiregionen Rösti-Burger gibt, aber wenn, dann hoffe ich für alle Skifahrer, dass der Burger mehr Biss hat als das Modell vom Mäcces 😉 Der preist seinen Burger ja gerade gefühlt in allen Radionachrichten an, dass ihr vielleicht auch Lust auf so einen Burger der Superlative bekommt.

Wenn ja, dann greift zu! Hier kommt das Rezept für Rösti-Burger, bei denen ihr wirklich was zu beißen und zu genießen habt! Wir haben dieses Mal darauf verzichtet, die Brötchen selber zu backen, sondern haben auf rustikale Weckle vom Bäcker zurückgegriffen. Saftiges Hähnchen, Zwiebeln, süße Apfelscheiben, ein herzhaftes Rösti und würzigem Raclettekäse -was für eine geniale Kombination!! Die Zutatenliste liest sich erstmal lang, aber glaubt mir, es ist gar nicht so kompliziert. Am besten geht es, wenn die ganze Familie mit anpackt -dann hat nicht einer den Stress, fünf Burger auf einmal zusammen zu setzen.

Also egal ob ihr Ski fahrt oder nicht, diese Art von Hüttengaudi schmeckt wirklich jedem (Vegetarier mal ausgenommen ;-)) Und die letzten Raclettereste kommen damit auch endlich weg!

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Zutaten für 4 Burger:
2 Hähnchenbrustfilet (ca 400g)
4 dünne Scheiben luftgetrockneter Schinken
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Apfel
1 rote Zwiebel
1 Zweig Thymian (oder 1 Msp getrockneter Thymian)
1 große vorwiegend festkochende Kartoffel (ca 300g)
1 Msp Natron
4 EL Sonnenblumenöl
4 rustikale Brötchen
8 Scheiben Raclettekäse

Zubereitung:
Apfel mit einem Apfelausstecher entkernen und in Scheiben schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. Ofen auf 60°C vorheizen. Hähnchenbrüste schräg in jeweils 4 Scheiben schneiden. Schinken längs halbieren und die Schnitzel mit Schinkenstreifen umwickeln. In einer beschichteten Pfanne im heißen Olivenöl von jeder seite 4-6min braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf eine Platte legen und im Ofen zugedeckt warm stellen.
Die Apfelscheiben und Zwiebeln in die Pfanne mit dem Hähnchenfett geben und 8min braten. Thymianblättchen abzupfen und die letzten 2min mitbraten. Auf die Platte mit den Hähnchenschnitzeln legen.
Für die Rösti Kartoffeln schälen, fein raspeln, Natron untermengen und leicht pfeffern. Sonnenblumenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Röstimasse trocken ausdrücken und in 8 Portionen in die Pfanne geben. Leicht flachdrücken und die Rösti bei mittlerer Hitze von jeder seite in 4 min knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen und salzen.
Die Platte mit Hähnchen & Co aus dem Ofen holen und diesen auf 175° erhitzen. Die Brötchen halbieren, mit den Schnittflächen nach oben auf ein Blech mit Backpapier legen und sowohl die Unterseiten als auch die Deckel mit Raclettekäse belegen. In den Ofen schieben und den Käse schmelzen lassen. Dann mit Schnitzeln, Äpfeln und Zwiebeln auf den Unterseiten anrichten, nochmal kurz in den Ofen schieben und kurz erhitzen. Dann Deckel drauf, Mund weeeeit aufsperren und genießen!

Quelle: Auf die Hand (Stevan Paul)

 

Einfach so: Schoko-Whoppies

Braucht es für Schokokekse eine Begründung? Eine großartige Einleitung? Ich finde, die Bilder sprechen für sich. Auch die Tatsache, dass ich diese Bömbchen schon drei Mal innerhalb von kürzester Zeit gebacken habe und das letzte Mal am Samstag sogar in doppelter Menge…für zwei Personen.

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Ähm ja, somit dürfte auch klar sein, dass sich dieser Blog nicht wirklich mit gesunder Ernährung befasst 🙂 Zumindest nicht dauerhaft. Manchmal schon und dann gibt es auch Rohkost und Chiapudding, aber wie ich es hier auch an anderer Stelle betont habe: es geht um Balance. Und da passen zu meinem Ernährungsgleichgewicht eben auch Schoko-Whoppies, deren Teig hauptsächlich aus dunkler Schokolade besteht, der dann noch eine weiße Schokofüllung kriegt. Wenn schon, denn schon!

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Aber schaut euch mal dieses Prachttürmchen an. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass diese Schoko-Whoppies immer noch besser sind als irgendein gekaufter Schokoriegel. Hier weiß ich ganz genau was drin ist. Der Teig ist sehr, sehr zäh. Lasst euch davon nicht verwirren und bitte, bitte beachtet die Backzeit: die Whoppies sind sehr weich und ihr müsst beim Füllen auch aufpassen, dass ihr nicht versehentlich etwas abbrecht, aber ich sag’s euch: es lohnt sich! Frisch aus dem Kühlschrank erinnern die Schoko-Whoppies an Brownies, sehen wunderschön aus und hach, ich könnte ja schon wieder ein paar backen!

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Los! Ab in die Küche mit euch -die Karöttchen können warten!

Für 10 Stück:
200g weiße Kuvertüre
50ml Sahne
1 TL Orangenschale (ich: weggelassen)
150g dunkle Kuvertüre
20g weiche Butter
25g Mehl
1/4TL Backpulver
1 Ei
75g Zucker
Salz

Zubereitung:
Weiße Kuvertüre klein hacken. Sahne und falls verwendet Orangenschale in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die Kuvertüre nach und nach unterrühren bis sie vollständig geschmolzen ist. In eine Schüssel umfüllen und mindestens 1h kalt stellen.
Dunkle Kuvertüre klein hacken. 100g Kuvertüre mit der Butter in einem zweiten Topf (NICHT mit der weißen Schoko zusammen;-) ) bei milder Hitze schmelzen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und restliche Kuvertüre mischen.
Ei, Zucker, 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mind. 5min schaumig schlagen. Mehlmischung und geschmolzene Kuvertüre nacheinander bei kleiner Stufe unterrühren. Teig 10min ruhen lassen.
Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Mithilfe von zwei Teelöffeln je 10 Teigportionen auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Insgesamt braucht ihr also ca 20 Teigkleckse, die jeweils ungefähr so groß wie ein 2€-Stück sind. Nacheinander auf der mittleren Schiene 7min backen. Auf den Blechen abkühlen lassen.
Weiße Kuvertürencreme mit einem Spritzbeutel oder einfach mit einem Löffel auf 10 Cookies verteilen. ACHTUNG: die Cookies sind perfekt chewy, sehr vorsichtig die Kekse vom Blech lösen und bestreichen. Dann jeweils einen zweiten Cookie als Deckel aufsetzen und mmmmmh, genießen! Schmecken gekühlt am besten.

Quelle: deli (6/2016)

Qual der Wahl: Rindfleisch-Brötchen

Ist es bei euch auch üblich, zu fragen, ob man etwas mitbringen kann, wenn man irgendwohin eingeladen wird? Ich kenne das nur zu gut, dass diese Frage sofort gestellt wird, wenn man eine Einladung erhält. Und jedes Mal steht man vor der Herausforderung, was man denn dann machen soll. Wenn man ehrlich ist, ist so ein Buffet nämlich ein knallharter Wettkampf und den gilt es jedes Mal neu zu gewinnen!

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Da wird ausgestellt, zurecht gerückt und regelmäßig nachgeschaut, wie sich die eigenen Leckereien im Vergleich zur Konkurrenz machen, die um die Aufmerksamkeit der hungrigen Gäste buhlen. Und nein, dieses Verhalten legen in meinem Bekanntenkreis nicht nur gestandende Hausfrauen an den Tag, sondern gerade auch die jüngeren Leute! Bestes Beispiel dafür war ein Cocktailabend zwischen den Jahren. Schon sehr lange ist es Tradition, dass nach Weihnachten, wenn noch alle aus dem Jugendkreis daheim sind, ein Abend mit den besten Alkoholika und leckeren Snacks veranstaltet wird. Es ist jedes Mal einfach schön, alle vertrauten Gesichter wieder auf einem Haufen zu sehen, gut zu essen und zu trinken, zu schwätzen und Spaß zu haben. Wirklich ein sehr großes Geschenk, aaaaaber ich schweife ab!

Jedenfalls bringt da jedeR was mit. Die männliche Form trifft hier durchaus zu, denn was die Jungs da an Koch- und Backtalent an den Tag legen, ist echt beeindruckend! Ich hatte für den Abend sozusagen als Grundlage für die Cocktails diese Rindfleisch-Brötchen gebacken. Von außen sehen die ja wirklich unscheinbar aus, aber was sich im Inneren verbirgt, ist wirklich köstlich! Eine Art Bolognesesauce schön kompakt und handlich verpackt um nebenbei verspeist werden zu können. Tja, ohne mich selbst zu loben: die Rindfleisch-Brötchen waren als allererste weg 😀 HAAAA! Den inoffiziellen Buffetwettkampf haben die Dingerchen schon mal gewonnen. Zur Krönung wurde ich auch noch von einem Freund nach dem Rezept gefragt, Doppelsieg 😉

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Bevor Spekulationen aufkommen: nein, ich hab nicht mein eigenes Buffetmitbringsel aufgefuttert. Um ehrlich zu sein fande ich einen herzhaften Quark-Käse-Kuchen viel, viel geiler mit den Cocktails zusammen. Aber Geschmäcker sind verschieden und der objektive Wettkampf hat nun mal zuerst einen leeren Teller für mich bedeutet 🙂

Zutaten für 20 Brötchen:
1 Zwiebel
1 Karotte
300g Rinderhackfleisch
Olivenöl
2 Lorbeerblätter
1 Sternanis
15g Perlgraupen (ich: Couscous)
10 Zweige Thymian (ich: 1Tl getrockneter)
100ml Shiraz (Rotwein)
500ml Hühnerbrühe
5 eingelegte Walnüsse (5 ganz normale)
Teig:
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 EL feiner Roh-Rohrzucker
100g Butter
550g Weizenmehl Type 550
175ml fettarme Milch

Zubereitung:
Für die Füllung Zwiebeln und Möhren schälen und sehr fein würfeln. Das Hackfleisch in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl bei starker Hitze anbräunen, dabei regelmäßig umrühren. Zwiebeln, Möhren, Lorbeer, Sternanis und Graupen unterrühren. Die Thymianblättchen abzupfen und hinzufügen. Alles weitere 5min braten dann mit dem Wein abslöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden losschaben. Sobald der Wein verkocht ist, die Brühe angießen. die Nüsse grob hacken (und falls eingelegte verwendet werden diese mit einem guten Schuss Einlegflüssigkeit aus dem Glas) dazugeben. Die Pfanne mit einem Deckel oder mit Alufolie verschließen und das Ganze 2h schwach köcheln lassen (Ich habe es maximal eine halbe Stunde köcheln lassen und auch nicht über Nacht kalt gestellt). Die Sauce sollte eingedickt, aber noch nicht trocken sein, regelmäßig umrühren. Abschmecken und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten Tag für den Teig die Hefe mit dem Zucker in 150ml lauwarmen Wassen auflösen; 10min ruhe lassen. Inzwischen die Butter mit dem Mehl zu Streuseln verreiben. Hefewasser und Milch sowie 1 gestrichenen TL Meersalz dazugeben. Alles mit einem Löffel verrühren bis es mühsam wird. Dann den Teig mit den Händen kneten bis er glatt und elastisch ist.
Zu 20 gleich großen Kugeln formen (à eta 45g). Auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, mit einem angefeuchteten Geschirrtuch bedecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 170° vorheizen. Jeweils eine Teigkugel auf der Handfläche flach drücken, 2 gehäufte TL Füllung in die Mitte geben (bzw so viel wie möglich, dass sich der Teig gerade noch schließen lässt). Lorbeer und Sternanis entfernen. Die Teigränder über die Füllung ziehen; zusammendrücken. Die Brötchen rund formen. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
Ganz unten im Ofen 20min backen bis sie hellbraun sind. Wer will, backt die Brötchen schon im Vorraus und wärmt sie vor dem Servieren noch einmal einige Minuten im Ofen auf. Gut schmeckt dazu auch etwas Créme fraiche, das man mit Meerrettich verrühren kann.

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)