Im Bücherregal: Molly’s Kitchen von Molly Yeh

Einer der Büchertrends der letzten Jahre ist es, Blogger ausgehend von ihrem Blog ein Kochbuch schreiben und veröffentlichen zu lassen. Viele der Blogger kenne ich schon, den ein oder anderen lerne ich aber erst durch das gedruckte Werk kennen – verrückt, ich weiß! Schon fast altmodisch, aber irgendwie auch klar, weil die Fülle an Kochblogs schier unendlich ist. Deswegen war mir der Blog von Molly Yeh auch nicht bekannt bis ich vom Südwest Verlag ihr Buch zugeschickt bekam.

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Die Autorin
Was für ein spannender, beeindruckender Lebensweg! Molly Yeh studierte Percussion an der Juilliard-Musikschule in New York, spielte in zahlreichen Orchestern und entdeckte dort in NYC einerseits ihre Liebe zum Essen und andererseits ihre Liebe zu „Eggboy“, einem Farmerjungen aus North Dakota. Ihren Blog „My name is Yeh“ begann sie schon in New York, aber erst mit ihrem Umzug in den Mittleren Westen auf die Zuckerrübenfarm ihrer Schwiegereltern wurde dieser zum Vollzeitjob. Klar, ausgebildete Percussionisten braucht es in der Gegend nicht so viele 😉 Deswegen heißt ihr Kochbuch auf Englisch auch „Molly on the range“ – im Deutschen wird daraus: „Stadt, Land, Genuss“ um den Wohnort der Autorin anzudeuten.

Der erste Eindruck
Ui, ganz schön viel Text für ein Kochbuch! Und was für süße Zeichnungen! Und hach, das Landleben muss schön sein: viel leckeres Essen, immer gut gelaunte Leute, die Partys unter freiem Himmel feiern und in Küchen arbeiten, die mit einem klaren Farbkonzept ausgestattet sind 🙂 Visuell ist das Buch sehr ansprechend und macht Lust, sofort loszukochen.

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Inhalt
„Molly’s Kitchen“ ist inhaltlich in vier große Kapitel unterteilt:

  • Einleitung: herrlich locker und entspannt schildert Molly ihr Leben ausgehend von ihrer Kindheit in einem Vorort von Chicago über die Station in New York City bis zu ihrem jetzigen Leben auf der Farm. Außerdem gibt sie einige Hinweise zu den Zutaten, beispielsweise welches Mehl und Salz sie verwendet oder dass sie auch Instantbrühe verwendet.
  • Frühstück und Brunch: jedes der Kapitel beginnt mit einigen Seiten Einleitung über ihre Essgewohnheiten in einer bestimmten Lebensphase. Das Frühstückskapitel referiert über ihre kindliche Ernährungsweise bevor dann Rezepte wie Würstchen im Schlafrock am Stiel, Kardamom-Orangen-Kubaneh oder Challa-Waffeln mit Frühstücksrindfleisch vorgestellt werden.
  • Hauptgerichte (und anderes leckeres Zeug): egal ob vegetarische Gerichte wie diverse Pizzen, Makkaroni-Variationen oder ein deftiges Gulasch aus dem Slow Cooker – hier findet jeder was nach seinem Geschmack!
  • Snacks und Partyfood: für solche Gelegenheiten hält Molly beispielsweise „Jerusalem-Bagel Dogs“, eine Art Stockbrot bereit oder veranstaltet an Weihnachten eine Klösschen- und Teigtaschenparty, bei der die ganze Familie um den Tisch sitzt und sich am Füllen beteiligt.
  • Desserts und Kuchen: es wird süß! Von freakigen Kombinationen wie dem Regenbogen – Cookie – Salat über einfache Zucker-Cookies bis zur Funfetti-Torte wird allerlei Süßzeug aus ihrer Küche präsentiert.

Das Buch endet mit der Danksagung und einem ausführlichen Register, das das Finden von Rezepten einfach macht.

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Die Rezepte
Die Rezeptauswahl ist unglaublich breit gefächert: da gibt es uramerikanisches Fastfoodzeug wie beispielsweise Hotdog Cheese (Würstchen und Schmelzkäse in der Mikro erhitzen, Ketchup drüber, fertig!), traditionelles Essen aus dem Nahen Osten (Hummus, Schakschuka-Couscous oder Challa -eine Art Hefekranz) bis zu Neuinterpretationen von jüdischen Gerichten (Babka mit Chili und Käse oder Kaffee-Halwa). Nachgekocht habe ich bisher:

  • Rösti mit Rosenkohl: wird als nächster Beitrag verbloggt, lecker!
  • Vorzeigesalat: eine erstaunlich geringe Menge Blattsalat wird unter Croutons, Bacon, Avocado, Eiern und Parmesan versteckt und mit einem Senf-Honig-Dressing übergossen, sehr lecker, aber ähm, gesund und leicht ist das nicht mehr 🙂
  • Pizzataschen: die Calzone erhalten hier jede Menge Füllung (u.a. Ananas, Speck, Mozzarella, Ricotta und Barbecuesauce) und bieten somit sehr viel Verbrennungspotential. Heiß, aber sooo gut! Mit Ricotta kann man nichts falsch machen!
  • Gulasch aus dem Slow Cooker mit Knödeln: das Gulasch erwartete uns nach einer Wanderung super zart und aromatisch, die Knödel fielen leider beim Kochen auseinander, haben aber trotzdem geschmeckt.
  • Hotdish mit Frühlingsgemüse und Quinoa: Lauch, Frühlingszwiebeln, Erbsen und Spinat vermischen sich mit Ricotta und jeder Menge Käse zu einem leckeren, sehr sättigenden Auflauf.
  • Knusprige Kartoffelspalten mit Feta-Muhammara: soooooo meeeegaaa gut! Geröstete Paprika werden mit Mandeln und Feta zu Muhammara püriert und mit den Kartoffeln gegessen, so einfach, aber boah, so lecker!!!
  • Mums Brownies: gefährlich schnell gemacht; die Zuckermenge hab ich reduziert, dann war es perfekt und fast genau so schnell gegessen wie gebacken.
  • Kokostorte: selbst der weniger Kokos-affine Freund hat anerkennend den Kuchen gegessen. Ohne Buttercreme oben drauf zwar nicht so glamourös, aber sehr alltagstauglich.

Alle Rezepte haben anstandslos funktioniert und uns gut geschmeckt. Bei den Backrezepten gilt es lediglich, die Zuckermenge dem eigenen Geschmack anzupassen. Die Nachkochliste ist allerdings noch längst nicht abgearbeitet. Mir fehlen noch komplett die zahlreichen Teigtaschenvariationen und die Makkaronirezepte und und und… Auch noch nicht nachgemacht habe ich ihre Kuchenrezepte mit Tahini. Dieses Sesammus konnte mich bisher noch nicht so überzeugen, aber vielleicht schmeckt es mir in Kombination mit Schokolade ja besser als im Hummus?! Die Zutaten für die Rezepte sollten in jedem Supermarkt zu bekommen sein. Wer allerdings vermehrt auf die schlanke Linie achten will, der findet in Molly’s Kitchen eher weniger geeignete Rezepte. Für den Cheatday allerdings jede Menge Inspiration 🙂

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Kaufempfehlung?
Ich gebe zu: anfangs war ich skeptisch und dachte mir, dass da zu viele zu amerikanische Fertiggericht drin seien. Aber nein, diese Befürchtung hat sich nicht gehalten und ich bin sehr überzeugt von dem Kochbuch. Es ist ein bisschen verrückt, nicht brav und gesittet, sehr umgangssprachlich und es gibt jede Menge zu lesen. Wem die Art von Deb Perelmanns Smitten Kitchen zusagt, wird sich sicher auch für Molly’s Kitchen begeistern können. Auch wer sich für moderne Neuinterpretationen von klassischen jüdischen Gerichten interessiert, wird sich über dieses Kochbuch freuen. Es sind sehr viele vegetarische Gerichte drin, einige sind sogar laktose- und glutenfrei. Kleiner Bonuspunkt meinerseits: drei Slowcookerrezepte sind enthalten, worüber ich mich besonders freue! Und wenn ich mir anschaue, was ich noch unbedingt alles nachmachen will, wird deutlich, dass ich euch das Buch aus ganzem Herzen empfehlen kann.

Molly Yeh: Molly’s Kitchen. Stadt, Land, Genuss – vom Glück, zu kochen und zu genießen
Südwest Verlag
304 Seiten, gebundene Ausgabe, jede Menge Fotos
ISBN: 978-3-517-09622-3
24,99 €

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

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Ein HochgeNuss: Gefülltes Brathuhn mit Apfel und Kastanien

Manche Vorstellungen halten sich auch bei mir, die ich mich kulinarisch für sehr aufgeschlossen halte, erschreckend lange. So ging es mir mit Brathähnchen. Wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, dann gab es eigentlich fast nie ganze Hähnchen zu essen. Lediglich meine Omi kaufte ein, zwei Mal bei diesem Hähnchenstand vor dem Supermarkt ein Hähnchen, was wir dann daheim bei ihr aßen. Im Gegensatz zu den meisten am Tisch fand ich die Haut einfach nur eklig: gummiartig, knallrot-orange von den viel zu salzigen Gewürzen und alles klebte. Kein Wunder, dass meine Omi immer meterweise Küchenpapier bereit hielt um die Enkel in kurzen Abständen abzuwischen.

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Auch mochte ich das Abnagen vom Knochen überhaupt nicht. Mein Bruder wollte immer am liebsten die Keule und ich hoffte auf irgendein Stück mit möglichst wenig Knorpeln, Gelenken und Knochen. Als ich dann irgendwann selber mal so ein Hähchen zubereitete, stopfte ich dem Tier ne Zitrone in den Popo, wendete, drehte und joa, es war okay, aber nicht so überzeugend als dass ich es nochmal machte.

Der Ehrgeiz und die Neugier packte mich jedoch als ich dieses Rezept hier fand: das Hühnchen wird entbeint, sprich, sämtliche Knochen werden entfernt, lediglich die Beine und Flügel dürfen drin bleiben. Somit eliminiert man das Herumkauen auf Knochenteilen beim Essen fast vollständig. Und dann werden auch noch Esskastanien verwendet und die mag ich einfach wahnsinnig gern! Also schaute ich mir auf YouTube Videos übers Entbeinen an und machte mich ans Werk. Um ehrlich zu sein: ich brauch noch Übung, aber das Ergebnis lohnt sich! Traut euch ran!

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Die Füllung aus Maronen, Brot und jeder Menge Butter kommt zwischen Haut und Fleisch. Ich sag euch: wir haben geschlemmt! Es war so gut, dass ich das Brathuhn innerhalb eines Monats zwei Mal gemacht habe, ich muss schließlich meine Metzgerqualitäten üben 😉

Mit der Maronenfüllung passt das Rezept auch genau zu Inas Blogevent: es ist nämlich ein echter HochgeNUSS – bis zum 15. November noch sammelt sie jede Menge Inspiration rund um zehn verschiedene Nüsse. Da steuer ich doch zu gern dieses köstliche Hühnchen bei. Vielleicht lässt sich durch diese Kreation ja noch der ein oder andere davon überzeugen, dass so ein selbst gefülltes Brathuhn wahnsinnig lecker ist! Ein echtes Sonntagsessen – passend zum heutigen Tag 🙂

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Zutaten (für 4 Personen):
1 TL Rapsöl
2 EL fein gewürfelte Schalotte
120g Esskastanien, geschält und fein gewürfelt
1/2 Apfel, fein gewürfelt
160g Brotbrösel aus Roggenbrot
225g Butter, zimmerwarm
2 EL gehackte Petersilie
1 TL Salz
1 Huhn (1,3 bis 1,5kg)

In einer mittelgroße Sauteuse bei schwacher Hitze das Öl erhitzen. Die Schalotten darin 3 bis 4min glasig dünsten. Die Kastanien und den Apfel hinzufügen und 8 bis 10min weiterdünsten. In eine Schüssel geben, Brotbrösel, Butter, Petersilie und Salz unterheben und alles gründlich mischen. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und bei Zimmertemperatur bereithalten.
Das Huhn parieren und alles überschüssige Fett aus der Bauchhöhle entfernen. Zum Entbeinen das Huhn mit der Brust nach unten auf ein Schneidbrett legen. Mit einem scharfen Messer oder der Geflügelschere auf beiden Seiten der Wirbelsäule entlang schneiden und diese herausnehmen. Das Brustbein mit den Händen brechen und das Huhn flachdrücken. Mit dem Ausbeinmesser Rippen und Schulterknochen entfernen. Rund um die Flügel einschneiden, die Spitze der Flügel abschneiden und die Knochen freilegen, so dass 5cm herausschauen. Die Oberschenkelknochen entfernen und die Unterschenkel freilegen. Das Gabelbein entfernen. Das Huhn sollte nun bis auf die Beine und Flügel knochenlos sein. Die Haut darf dabei nicht einreißen.
Auf beiden Seiten der Brust einen kleinen Einschnitt anbringen und die Flügelknochen in die Brust stecken. Die Beine kreuzen und unter die Haut stecken, damit sie in Position bleiben. Mit den Fingern die Haut vom Fleisch lösen, um Platz für die Füllung zu schaffen.
Die Apfel-Kastanien-Füllung unter die Haut der Beine und der Brust spritzen und die Füllung gleichmäßig verteilen. Das Huhn etwa 2h kühl stellen bis die Füllung fest wird.

ZUM FERTIGSTELLEN:
2 EL Rapsöl
8 möglichst kleine Äpfel, halbiert
2 Knollen Knoblauch, quer halbiert
30g Esskastanien, geschält
30g Cipollini-Zwibeln, halbiert und geschält (ich: weg gelassen)
30g Perlzwiebeln, geschält (ich: weg gelassen)
Salz
1 Bund Rosmarin
1 Bund Thymian

Den Backofen auf 240°C vorheizen. Bei starker Hitze in einer großen, gusseisernen Pfanne das Öl erhitzen. Äpfel und Knoblauch mit den SChnittflächen nach unten hineinlegen, Kastanien und Zwiebeln hinzufügen und alles 3 bis 4 min goldgelb anbraten. Die Zutaten an den Rand schieben und das Huhn mit der gefüllten Seite nach oben in die Mitte der Pfanne setzen. Salzen und 2min auf dem Herd anbraten.
Dann im vorgeheizten Backofen 35min braten, Rosmarin und Thymian hinzufügen und weitere 10 bis 15min goldbraun braten. Das Fleisch sollte an der dicksten Stelle der Brust eine Temperatur von 65° erreichen.
Das Huhn auf einem Drahtgitter 15min ruhen lassen, dann aufschneiden. Mit den gebratenen Äpfeln, Knoblauch, Kastanien und Zwiebeln servieren.

Quelle: I love NY (Daniel Humm, Will Guidara)

Kürbis – Cheesecake – Schnitten

Ich habe es getan – hehehe! Endlich mal eines der Videos nachgebacken, von denen ich euch schon mal vorgeschwärmt habe 🙂 Wer übrigens den Birnenkuchen, der sich hinter diesem Link verbirgt noch nicht nachgebacken hat, dem sei das DRINGENDST empfohlen so lange es noch Birnen gibt.

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Die letzten Wochen hatte ich immer die Qual der Wahl: wenn ich samstags über den Markt geschlendert bin, waren die Stände übervoll mit den tollsten Obst- und Gemüsesorten. Diese spätsommerliche Vielfalt nimmt allmählich ab und überlässt den Platz den frostresistenten Sorten, aber noch hat man Glück! Der Liebste begleitete mich einmal, kaufte selber kräftig ein und war daheim dann so begeistert von den süßesten kleinsten Tomaten, dass ich abends (NACH dem Zähneputzen) unbedingt noch eine probieren musste, weil er mich so damit nervte 🙂

Kürbis wandert momentan auch routiniemäßig bei fast jedem Einkauf in den Korb. Man kann einfach so viel damit anstellen! Als ich dieses Tasty-Video gesehen habe, war mir klar, dass ich uuuunbedingt diese Pumpkin – Cheesecake – Bars backen will. Cheesecake gab es schon so lange nicht mehr und der ganze gekaufte Kürbis muss ja auch verwertet werden!

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Die Zutatenmengen habe ich allerdings etwas umgerechnet -fast 1kg Frischkäse wird im Original verwendet, das fand ich zu viel. Will schließlich nicht nur Cheesecake essen 🙂 Lediglich die Streuselzutaten durften so bleiben, davon krieg ich nie genug! Kürbispüree lässt sich ganz einfach selber machen: (Hokkaido)Kürbis in Würfel schneiden, weich kochen, gut abtropfen lassen, pürieren, fertig!

Und dann lässt man einfach die Eltern kommen: die Mama richtet ein schönes herbstliches Fotoset her, der Vater macht die tollsten Bilder überhaupt und man selber genießt einfach! Wer Instagram hat: noch ein paar Stunden könnt ihr sehen, wie es hinter den Kulissen zuging und mit welch einfachen Mitteln wir so tolle Bilder machen.

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Zutaten für eine Backform (25 x 20cm):
170g Vollkornbutterkekse
75g Butter
530g Frischkäse
3 Eier
200g Zucker
300g Kürbispüree
100g Butter
120g Mehl
100g brauner Zucker
1 TL Zimt
1/2 TL Salz

Zubereitung:
Die Vollkornkekse mithilfe von Mixer oder roher Gewalt zerkrümeln. 75g Butter schmelzen und mit den Keksen vermischen. Die Backform mit Backpapier auslegen und die Kekskrümel darin festdrücken. In die Gefriere zum Festwerden stellen.
In einer großen Schüssel den Frischkäse, Eier und Zucker mischen. Die Hälfte der Masse auf den Keksboden geben und glatt streichen. Zurück in die Gefriere und ca. eine halbe Stunde warten, damit sich die Schichten nicht vermischen. Das Kürbispüree mit der restlichen Frischkäsemasse vermischen, dann vorsichtig auf den Kuchen geben und verteilen.
Den Cheesecake bei 160°C (Ober- Unterhitze) für 30min backen. In der Zwischenzeit 100g Butter schmelzen und mit Mehl, braunem Zucker, Zimt und Salz vermischen. Diese Streuselmasse nach der halben Stunde auf der Kürbismasse verteilen und nochmal 25min backen.
Nach der Backzeit den Kuchen abkühlen lassen und mindestens 4h im Kühlschrank fest werden lassen.

Quelle: Tasty

Aus Mamas Küche: Kürbis – Feta – Lasagne

Ach Leutle, ihr habt keine Ahnung, wie viele Kindheitserinnerungen bei diesem Rezept hochkommen! Dabei hab ich das glaube ich als kleines Mädchen nie gegessen und doch kommt mir ein Abend in den Kopf als wäre es erst gestern gewesen. Nunja, ich erinnere mich dunkel daran…

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Aber von Anfang an: eigentlich wollte ich melodramatisch anfangen, dass man erst dann etwas vermisst, wenn es plötzlich nicht mehr da ist. Aber nun ja, dann hätte ich euch nur erzählt, dass mein Backofen nicht mehr wirklich tut und ich das sehr nervig finde. Nicht so spannend (außer ein Küchenhersteller liest mit und erbarmt sich 🙂 ), deswegen lieber Kindheitsgeschichten.

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In einer Zeit, in der noch Kassettenrecorder oder tragbare CD-Player die hippsten technischen Geräte waren und es lediglich Festnetzanschlüsse gab, waren die Spielnachmittage mit Freunden umso wichtiger. Meine Geschwister und ich sind mit drei anderen Geschwistern in derselben Straße groß geworden und mit dieser Familie entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute hält. Der Vater gab als gelernter Koch zu dieser Zeit immer mal wieder Kochkurse an der VHS und so bekamen wir mal einige Blätter voller Kürbisrezepte. Ich war fasziniert! Kürbis war so noch gar nicht auf meinem Horizont aufgetaucht, aber irgendwie überredete ich meine Mutter, meine Tante und ihren Mann (damals noch ohne Kinder!) und keine Ahnung, wen noch zu einem Kürbisabendessen einzuladen. Von einem dieser VHS-Kochkursblätter machte ich ein Kürbissouffle. Das ist mir insofern in Erinnerung, weil ich mir an der Form die Finger verbrannte…

 

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Und nun gut, viiiiiel mehr weiß ich echt nicht mehr, aber ey, diese Blätter! Dieses Kochen für liebe Menschen! Ich erinnere mich noch an ein wohliges Gefühl am gedeckten Tisch zu sitzen, draußen war es schon dunkel und dann der Duft von gutem Essem. Auch viele Jahre später schätze ich genau das 🙂 Und dieses Rezeptblatt, das mir meine Mutter über Whatsapp geschickt hat, war da eine wunderschöne Erinnerung.

Bei dem grauen, kalten Wetter draußen schreit alles in mir nach Soulfood – Lasagne passt mit Nudeln und Käse einfach perfekt. Dann noch mehr Käse in Form von Feta in die Füllung und alles ist gut 🙂 Ich hoffe, ihr lebt die Kürbissaison grad auch voll aus. Was ist euer Lieblingsrezept?

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Zubereitung:
400g Kürbisfleisch, schon geputzt und in Würfel geschnitten
60 ml Olivenöl
Feta
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
60g Butter
50g Mehl
250ml Gemüsebrühe
200ml Sahne
Muskatnussabrieb
400g Tomaten
2 EL Sonnenblumenkerne
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
ca. 300g Lasagneblätter
100g Parmesan (Emmentaler)

Zubereitung:
Kürbis in der Hälfte des Olivenöls glasig braten. Zum Entfetten auf ein Küchenpapier legen, dann leicht salzen. Feta würfeln und mit etwas Paprikapulver bestreuen.
Butter in einem Topf aufschäumen lassen, Mehl einrühren und etwas anschwitzen lassen. Dann unter ständigem Rühren mit Brühe und Sahne aufgießen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und 10min bei kleiner Hitze kochen lassen.
Ofen auf 160°C vorheizen. Tomaten waschen, die Stielansätze entfernen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
Eine Auflaufform fetten. Unten eine dünne Schicht Bechamelsauce eingießen. Dann abwechselnd Lasagneblätter, Kürbiswürfel, Feta, Tomaten, Sonnenblumenkerne und Frühlingszwiebeln einfüllen. Die restliche Sauce darüber gießen und den Auflauf mit geriebenem Käse bestreuen.
Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene etwa 30min backen.

Kulinarisch durch die Welt… in Stuttgart

Hinweis zur Transparenz: diese Tour war ein Geschenk von meinen Geschwistern und mir – von uns bezahlt, nichts gesponsertes! Hier berichtet mein Vater über seine Eindrück:

Essen ist einfach etwas tolles! Und dann am besten in Gemeinschaft mit anderen lieben Menschen. Und wenn es kulinarisch dann noch Neues zu entdecken gibt, oder auch Altbekanntes in anderer Weise, dann könnte einem womöglich so ein glückselig-wohliger Seufzer „Ach, ich könnte glatt die ganze Welt essen“ entfahren. Zugegeben, etwas phantasiert, aber wer weiß, wie wohl der Firmenname eat-the-world.com entstanden ist – vielleicht eben so.

Eat-the-world jedenfalls veranstaltet Food-Touren in verschiedenen Städten Deutschlands und auf der gleichnamigen Webseite findet sich alles Wissenswerte. Auch Geschenkgutscheine lassen sich dort erwerben und so kam’s, dass meine Herzallerliebste und ich in den Genuss einer Foud-Tour nach unserer Wahl kamen, ein gerne genommenes Geschenk unserer Kinder. Diese Tour fand  vor wenigen Tagen statt und zwar in Stuttgart. Dort gibt es sogar drei verschiedene Touren. Wir hatten uns für Stuttgart West entschieden. Buchung und Vorabinformationen lief alles völlig unproblematisch und so fanden wir uns zum angegebenen Zeitpunkt in Stuttgart an der vereinbarten Stelle zusammen mit 8 weiteren Teilnehmern ein. Ein netter älterer Herr, zwar nicht aus Stuttgart stammend, aber dennoch dort aufgewachsen und sehr ortskundig, führte uns. Er vermochte uns zwischen den einzelnen Stationen allerhand Stadtgeschichtlich Interessantes erzählen, so dass die Tour nicht nur in kulinarischer Hinsicht eine Horizonterweiterung darstellte. Los ging es in der Bäckerei Dreßler, der ältesten Bäckerei in Stuttgart West. Ja, eine richtige, echte Bäckerei. Nicht nur eine Verkaufsfiliale! Verkosten durften wir ganz klassisch eine Mini-Bretzel und einen Flachswickel. Grade letzterer war sehr fein. Gar nicht so trocken, wie wir dieses Gebäck sonst so kennen. Vom Bäcker ging’s weiter zum Metzger – wie passend!

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Die Metzgerei Schneider, 1934 als kleiner Familienbetrieb gegründet, wird heute in 3. Generation geführt. Beste Qualität verlässt dieses Haus und das bis weit über die Grenzen Stuttgarts hinaus. Und wir Food-Tourler? Für uns gab’s eine überaus köstliche Probe der hauseigenen Maultaschen. Für diese urschwäbische Spezialität gab’s 2012 sogar eine Auszeichnung in Gold und jawoll! Auch unsere ganz persönliche Beurteilung fiel überaus positiv aus!

Nach dieser erfreulich herzhaften Verkostung wechselten wir wieder ins süße Lager. Noch nicht ganz so alteingesessen, wie die vorherigen Betriebe ist Patisserie Tarte&Törtchen. Was Aline John hier an süßen Kunstwerken anbietet, ist definitiv nicht nur ein Gaumenschmaus, das Auge isst sowas von mit. Einfach phantastisch!

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Ein Kaufhaus der „klassischen“ Art ist Feinkost Panzer. Wer zu jung ist, den sprichwörtlichen Tante Emma Laden persönlich zu kennen, muss unbedingt hierher kommen. Allerliebst und mit manchem Utensil aus vergangener Zeit verziert findet sich hier ein buntes Sortiment an verschiedensten Lebensmitteln. Als besonderen Service wird der Einkauf auch kostenlos nach Hause gebracht. Ein Einkauf wird zu einer ganz persönlichen Sache, man ist einfach gern dort. Und man isst auch gerne dort. Wir bekamen eine überaus schmackhafte Gemüsesuppe serviert. Mit besten frischen Zutaten frisch zubereitet – was will man mehr!

Szenenwechsel: wir kommen erneut zu einem Kaufhaus. Allerdings komplett anders, wie das zuvor. „Schüttgut – nachhaltige und unverpackte Lebensmittel“ nennt sich die Einrichtung von Jens-Peter Wedlich, und der Name des Kaufhauses ist Programm. Hier MUSS man, was man andernorts gar nicht darf. Nämlich seinen Einkauf in selbst mitgebrachten Gefäßen abpacken. Auf diese Weise ist es auch problemlos möglich, Kleinstmengen einzukaufen, z.B. lediglich 3 Lorbeerblätter, wenn’s denn sein soll. Neben Lebensmitteln finden sich auch verschiedenste Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegeprodukte.

Rein vegetarisch oder vegan geht es bei Cesa Cigköfte, einem türkischen Imbiss zu. Bulgur ist das Grundprodukt, aus dem mit 20 frischen Kräutern und Gewürzen delikate Snacks produziert werden.

Unsere letzte Station war das Tai Chi Teehaus. Bei einem Besuch in dieser Kombination aus Ladengeschäft und Tee-Lounge sollte man Zeit mitbringen. Natürlich kann man eben schnell mal einen feinen Tee erwerben, aber die Eigentümer, das chinesisch-deutsche Ehepaar Wagner, können überaus fachkundig und interessant alles Erdenkliche zum Thema Tee vermitteln. Wer hier mehr wissen will, hat die Möglichkeit an einer traditionellen Teezeremonie oder auch einem Teeseminar teilzunehmen. Ein würdiger Abschluss auch für unsere Tour.

Aus dem Begleitheftchen zur Tour ist ersichtlich, dass durchaus abgewechselt wird. Und so stehen dort noch eine Reihe weiterer Betriebe beschrieben, die ebenfalls aufgesucht werden. Somit kann es also durchaus sein, dass Ihr, falls Ihr die gleiche Tour bucht, an andere Ort kommen werdet. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch dies lohnenswert sein wird.


Kann ich die Tour empfehlen? Auf jeden Fall ja. Denn es ist einfach interessant, einen Stadtteil auf diese Weise kennen zu lernen und ich kann das jederzeit empfehlen. Allerdings, das sei auch gesagt, man sollte nicht allzu hungrig an den Start gehen. Die Kostproben waren tatsächlich nur Kostproben, aber satt waren wir am Ende nicht. Was zumindest für die Metzgerei Schneider und Bäckerei Dreßler kein Schaden war, denn dort haben wir gleich noch eingekauft 😊

 

Happy Hour: New York Sour

Endlich mal wieder eine Happy Hour auf dem Blog 🙂 Im wirklichen Leben kann ich mir kaum was Besseres vorstellen als am Freitagabend das Wochenende mit einem Drink einzuläuten. Dann noch zu wissen, dass man am nächsten Tag ausschlafen kann, herrlich! Der Alkoholkonsum ist also eeeetwas höher als der Blog suggeriert.

In Wirklichkeit ist es allerdings auch so, dass es sehr selten aufwändige Drinks gibt, sondern meistens lediglich n sehr guten Gin Tonic oder n Glas Wein. Dabei lohnt es sich einfach, mal was anderes auszuprobieren. Der New York Sour besticht durch den Shrub. Den was??? Joa, kannte ich bis zum Sommer auch nicht, aber ein Shrub ist ein Fruchtsirup, der mit Essig hergestellt wird. Wem sich bei der Vorstellung, Essig zu trinken, alles zusammenzieht, den kann ich beruhigen: der Zucker gleicht das aus und es bleibt ein angenehm frischer Geschmack.

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Positiver Nebeneffekt: es gibt Apfelkuchen. Oder Apfelmus. Oder sonst irgendwas mit Apfel – denn für den Shrub braucht man hauptsächlich die Schalen. Meinen hab ich tatsächlich nur mit Schalen angesetzt – ohne den 1/2 cm Fruchtfleisch wie es im Rezept empfohlen wird. Und wow! Selten hatte ich so einen tollen Apfelgeschmack! Hätte ich den in ner Bar getrunken, hätte ich vermutet, dass da künstliche Geschmacksverstärker zum Einsatz kamen. Bin wirklich begeistert, dass die Schalen nicht in den Kompost wandern müssen, sondern eine zweite Bestimmung finden.

Und selbst wenn ihr keine Cocktailsüffler seid, macht den Shrub: ich hab den einfach mit Mineralwasser aufgefüllt und so getrunken, sehr gute Erfrischung! Ich hoffe, ihr werdet neugierig und probiert den Drink aus … zwei kleine Hinweise zum Schluss: der Shrub muss ein paar Tage ziehen bevor er getrunken werden kann. Und wenn ihr den Drink macht, verwendet weniger als auf den Bildern. So was entsteht halt, wenn der Vater noch nicht oft genug abgedrückt hat und einen auffordert, weiter den Shrub ins Glas zu gießen… seuftz, einmal mit Profis arbeiten 😛

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Apple Shrub:
6 Äpfel (Gala, Braeburn wird empfohlen)
450g weißer Zucker
350ml weißer Balsamicoessig

Die Äpfel schälen, dabei gut 1/2 cm Fruchtfleisch an der Schale lassen. Die Apfelschalen mit dem Zucker in einer Schüssel wenden. Luftdicht verschlossen 3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Nach drei Tagen in einem kleinen Topf den Essig mit 110ml Wasser mischen und zum Kochen bringen. Die heiße Flüssigkeit über die Apfelschalen mit dem Zucker gießen. Die Mischung auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Das Gefäß zugedeckt bei Zimmertemperatur 2 Tage stehen lassen. Die Mischung schütteln, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Dann durch ein Spitzsieb gießen und die Flüssigkeit auffangen.

Zuckersirup:
100g Zucker
100ml Wasser

In einem kleinen Topf Zucker und Wasser bei mittlerer Hitze verrühren bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zum Fertigstellen für VIER Drinks:
240ml Apfelbrand (Calvados)
100ml Zitronensaft
4 Eiweiß

Für jeden Drink im Cocktail-Shaker jeweils 60ml Apfelbrand mit 25ml Zitronensaft, 25ml Zuckersirup und 1 Eiweiß mischen. Eis hinzufügen und schütteln. In ein Cocktailglas abseihen und langsam 15g Apple Shrub auf den Drink geben.

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…cheers! Habt ein schönes Wochenende 🙂

Quelle: I love NY (Daniel Humm & Will Guidara)

Innere Werte: Birnen-Kaffee-Kuchen

Kennt ihr auf Instagram, YouTube oder auch auf Facebook diese Rezeptvideos, in denen in nicht mal einer Minute (Zeitraffer sei Dank) die leckersten Cookies, käseüberzogensten Nudelgerichte und knusprigsten frittiertesten Lebensmittel hergestellt werden? Ich gestehe: die kann ich Stunden anschauen. Okay, vielleicht keine Stunden, aber so schon ein paar Minuten. Alles sieht gut aus und soooo einfach, dass man sofort selber in die Küche stehen will.

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Mindestens genau so faszinierend finde ich die Videos, in denen Kuchen verziert werden. Meistens haben die die Höhe von mittleren Wolkenkratzern, sind gefüllt mit Buttercreme, bunten Zuckerstreuseln und Kekskrümeln und werden dann umhüllt von Fondantdecken und dekoriert mit kiloweise Blumen, noch mehr Buttercreme, Schokolade oder sonstigen Sachen, dass es einfach nur gigantisch aussieht. Ja, toll aussehen ist das eine. Aber wir haben doch alle schon gelernt: es sind die inneren Werte, die zählen!

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Was sind also die inneren Werte von diesem unscheinbaren Birnen-Kaffee-Kuchen, der keine fancy Hülle hat? Ich sag nur: ALKOHOOOL 🙂 Hehe, die Birnenwürfel dürfen über Nacht in Birnenbrand baden, die Marinierflüssigkeit kommt dann auch noch großzügig in den Teig und bäm – selten so einen saftigen, intensiven Rührkuchen gegessen! Was vom Alkhol nach einer Stunde backen übrig bleibt, weiß ich nicht. Eine Fahne hat man nach dem ein oder anderen Stückchen auch nicht, aber als besorgte Eltern würde ich den Kuchen meinen Kindern nicht überlassen… ist schließlich auch Zucker und Gluten drin 😉

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Und so schön solche dekadenten verzierten Kuchen auch anzusehen sind: einfache, saftige Rührkuchen sind mit tausend Mal lieber! Ich hoffe, euch auch! Und nicht von der langen Liste abschrecken lassen, geht eigentlich ganz fix und der Geschmack ist jeden einzelnen Schritt wert 🙂 Habt einen schönen Nationalfeiertag!

Marinierte Birnen:
700g klein gewürfelte ungeschälte Birnen (BESSER: nur 500g)
120ml Birnenbrand
75g Zucker

Die Birnen in einer Schüssel mit dem Brandy und dem Zucker mischen. Über Nacht kühl stellen. Am nächsten Tag abgießen und sowohl die Flüssigkeit als auch die Birnen bereithalten.

Für die Streusel:
4 EL Butter
50g Mandeln
40g Mehl
3 EL Zucker
1 EL hellbrauner Zucker
1 TL Salz

Sämtliche Zutaten in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer (oder einfach in einer Schüssel mit Rührgerät oder nur einem Löffel) zu einem krümeligen Teig rühren. Bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern (man kann die auch außerhalb lagern).

Für die Marmormischung:
2 EL Kakaopulver
1 EL Zucker
1 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlener Ingwer

In einer kleinen Schüssel alles vermischen.

Für den Kuchen:
225g weiche Butter
250g Zucker (ich: max. 200g)
60 g dunkelbrauner Zucker
2 TL Salz (ja! Traut euch! Mindestens aber einer, schmeckt großartig!)
2 Eier
100g Crème fraiche
2 EL Vanilleextrakt (Ich: ersetzt durch Marinierflüssigkeit)
270g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron

Den Backofen auf 160Grad vorheizen. Eine Form von 28×8 cm ausbuttern und mit Mehl ausstäuben. Meine Form war etwas größer – war kein Problem, es ist genug Teig. In der Küchenmaschine Butter, die beiden Zuckersorten und Salz mit einem Flachrührer luftig aufschlagen. Eins nach dem anderen die Eier hinzufügen, dann die Crème fraiche und 1 EL Marinierflüssigkeit von den Birnen untermischen (ich hab mindestens 4 EL verwendet, hehe).
In eine separaten Schüssel Mehl, Backpulver und Natron sieben. Bei reduzierter Geschwindigkeit die Mehlmischung in den Teig geben und unterrühren. Zum Schluss mit einem Spaltel durchrühren, um sicherzustellen, dass der Teig gut gemischt ist. Die abgetropften marinierten Birnen unterheben.
Die Hälfte des Teigs in die vorbereitete Form geben. Mit einem Spatel glatt streichen. Die Hälfte der Marmormischung in einer gleichmäßigen Schicht auf den Teig sieben. Den Rest des Teiges in die Form geben, glatt streichen und den Rest der Marmormischung drauf streuen. Die Streusel auf dem Teig verteilen und den Kuchen 50-60min backen bis ein in der Mitte eingestochener Spieß sauber wieder rauskommt. 30min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Quelle: I love NY (Daniel Humm & Will Guidara)