Im Bücherregal: Die grüne Familienküche von David Frenkiel & Luise Vindahl

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

Die beiden Autoren muss ich ja wohl kaum vorstellen: schon vor Jahren gründeten David Frenkiel und Luise Vindahl einen der bekanntesten vegetarischen Blogs Green Kitchen Stories. Offline ist das Paar ebenfalls mit seinen Kochbüchern erfolgreich. In schöner Regelmäßigkeit erscheint ein neues und im August war es wieder soweit: „Die grüne Familienküche“ erschien, veröffentlicht vom Knesebeck Verlag. Wie schon „Die grüne Küche für jeden Tag“ dreht sich im aktuellen Kochbuch alles um die gesunde Ernährung für Kinder und Eltern. Kann das auch schmecken, wenn man nur als Ehepaar kocht? Kleiner Spoiler: ja klar, so was von!

19.07.30_Buch-GrüneFamilienküche010Der erste Eindruck: 
Wer schon ein Kochbuch von David Frenkiel und Luise Vindahl daheim hat, erkennt sofort Format und fotografische Handschrift wieder: wunderschöne Bilder von Essen, garniert von Kinderfotos und übersichtlich gestalteten Rezepten. Schlägt man das Buch auf, bleibt es offen liegen. Besonders positiv fällt mir gleich auf, dass jedes Rezept mit Symbolen ergänzt wird, bei denen einerseits ein „Upgrade für Erwachsene“ gegeben wird, andererseits erklärt wird, was „Helfende Händchen“ tun können.

19.07.30_Buch-GrüneFamilienküche011Inhalt:
Wie schon bei ihren vorherigen Büchern beginnt „Die grüne Familienküche“ mit einer ausführlichen Einführung, in der es einerseits um die Essensgewohnheiten ihrer Kinder geht, andererseits werden auch schon Tipps gegeben, wie mehr Gemüse auf den Tisch kommt (z.Bsp. versteckt in Pfannkuchen oder Smoothies, als Snacks während dem Kochen,…) und was sie sich bei den jeweiligen Kapiteln gedacht haben.
Das Buch ist in sechs Kapitel gegliedert:

  • Gerichte für den Alltag: was kriegt man schnell und unkompliziert auf den Tisch? Zum Beispiel Tomaten-Paprika-Suppe oder Zucchini-Carbonara mit Pastinaken-Pancetta.
  • Party-Küche: diese Gerichte schmecken (nicht nur) am Wochenende in Gesellschaft und überzeugen auch durch ihre Präsentation – wie beispielsweise die Kürbis-Börek-Schlange
  • Leckeres für die Lunchbox: also diese Rote-Bete-Sandwiches oder die Fangkuchen mit Haferflocken und Zucchini würde ich auch nur zu gern in meiner Tupperdose haben!
  • Snacks und Getränke: neben Smoothies gibt es Bohnen-Energieriegel oder Orangenglückskugeln für Zwischendurch
  • Gebäck und Süßspeisen: wer würde vermuten, das sich in diesem wunderschönen Karamell-Shake Blumenkohl versteckt oder man nur mit Rote Bete eine knallpinke Biskuitrolle färben kann? Da schlagen nicht nur Kinderherzen höher 😉

19.07.30_Buch-GrüneFamilienküche013Besonders bemerkenswert und durchdacht finde ich, dass sich nicht nur in den Rezepten Anregungen dafür finden, wie Kinder bei der Zubereitung helfen können, sondern dass sich zu Beginn jedes Kapitels ein paar Fragen finden (s.o.), um über das Essen zu reden und so Denkanstöße zu geben. Keine Ahnung, was Kinder dazu sagen, aber ich überlege mir prompt, wie viele Bohnensorten ich kenne oder welches Gemüse eine Schale hat.

19.07.30_Buch-GrüneFamilienküche012Die Rezepte:
Ausgehend von den vorherigen Büchern erwartete ich eine alltagstaugliche vegetarische Küche, die gelingt und schmeckt. Ich wurde nicht enttäuscht! Bei uns gab es schon:

  • Halloumi-Souvlaki in Pita-Taschen: der Käse wird kräftig gewürzt und mit Tsatsiki und Gemüse im Fladenbrot serviert, schnell, einfach, lecker!
  • Orientalischer Brokkoli aus dem Ofen: mein Lieblingsgemüse kommt mit einem Gurken-Melonen-Salat auf den Tisch. Leichtes Abendessen, fein!
  • Süßkartoffelreis aus dem Ofen mit Erdnüssen: von den begeisterten Reaktionen hab ich euch schon in diesem Beitrag erzählt.
  • Möhren-Ingwer-Bratlinge: ich habe die Karottenmasse ruckzuck in der Küchenmaschine geschreddert und so gab es mit dem cremigen Kartoffelsalat ein gemüselastiges Mittagessen. Super!
  • Gefüllte Süßkartoffelschiffchen: sehr einfach und mit Salat wieder ein Volltreffer
  • Himbeer-Rote-Bete-Smoothie: Rezept kommt, so lecker! Den gab es bestimmt schon ein Dutzend Mal bei uns.
  • Schwarze-Bohnen-Brownies: Das Rezept funktioniert, aber ich muss zugeben mit dieser natürlichen Süße und so ohne Butter… war schon okay, aber ich brauch das nicht nochmal.
  • Himbeereiscreme: auf die Schokohaferkekse habe ich verzichtet, das Eis (Nicecream), das zum Füllen verwendet wird war auch so sofort weg!

Die Rezepte sind klar strukturiert, auch auf die angegebenen Zeitangaben kann man sich verlassen und die Upgrades sind schöne Ergänzungen, wobei das Essen auch jeweils ohne schmeckt. Allein schon die bisherigen gekochten Rezepte werden (bis auf die Brownies) in meinen Standardkochplan aufgenommen und so immer wieder auf den Tisch kommen.

19.07.30_Buch-GrüneFamilienküche015Kaufempfehlung: 
Ich bin Fan! Es kann sein, dass ich deswegen mit einem leicht verklärten Blick an dieses Kochbuch rangegangen bin, aber ich muss einfach sagen: die Rezepte funktionieren, die Zutaten krieg ich überall und es schmeckt so gut, dass ich wirklich häufig daraus koche! Nichts gegen die ersten Kochbücher von David Frenkiel und Luise Vindahl (die ich natürlich auch besitze, selbst gekauft), aber insbesondere „Die grüne Küche für jeden Tag“ sowie „Die grüne Familienküche“ sind inhaltlich noch runder und funktionaler. Keine exotischen Zutaten oder langwierige Zubereitungsschritte mehr. Alles ist übersichtlich, dabei aber so hübsch und lecker! Man merkt, wie sehr die Herangehensweise in ihrem persönlichen Alltag mit Kindern verwurzelt ist und das ist auch ohne Kinder ein echter Gewinn! Von mir eine klare Kaufempfehlung – dieses Buch ist sein Geld wert!

David Frenkiel & Luise Vindahl: Die grüne Familienküche
Knesebeck Verlag
208 Seiten, zahlreiche Farbfotos
ISBN: 978-3-95728-282-8
35€

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4 Gedanken zu “Im Bücherregal: Die grüne Familienküche von David Frenkiel & Luise Vindahl

    1. Zum Glück wandeln sich Geschmäcker 🙂 Und allein schon, weil frische rote Bete so ganz anders schmeckt wie eingelegte oder die vakuumierte, ist das Rezept einen Versuch wert. Es kommt Ende der Woche!
      Lg, Miriam

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