Wie man die Anerkennung der Großeltern bekommt … und Ottolenghis Tomaten auf Joghurt

So war das eigentlich nicht geplant – ziemlich genau ein Monat ist seit dem letzten Blogbeitrag vergangen. Und eigentlich wäre vor gut einer Woche dieser Beitrag hier schon online gegangen, aber mit einem ganz anderen Text. Vielleicht schreibe ich bei anderer Gelegenheit ein paar Worte zu meiner persönlichen Situation, aber aktuell bin ich wahrscheinlich zu sehr drin und versuche mich auf andere Gedanken zu bringen.

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Dazu dient natürlich immer Essen 🙂 Auch wenn der Sommer gerade eine Verschnaufpause macht und wir einen Moment zum Durchatmen haben, wird es bestimmt bald wieder anders. Höchste Zeit euch ein paar Rezepte zu präsentieren, die selbst bei Temperaturen über 30°C schmecken. Meine Balkontomaten jedenfalls freuen sich sehr über den Sommer und ich konnte schon die ersten Früchtchen ernten.
Dank dieses kleinen Gartens bin ich auch massiv in der Anerkennung meiner Großeltern gestiegen: wir haben eine Whatsapp-Gruppe und meine 82jährige Oma ist auch dabei. Dort werden Geburtstagseinladungen ausgesprochen, Urlaubseindrücke geteilt oder eben mit dem grünen Daumen geprahlt.

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Die letzten Jahre hatte ich einfach keinen Erfolg: ich habe mich sooo lieb um die Pflanzen gekümmert, aber naja, mein Mann hat mich damals noch zurecht als Pflanzenmörderin bezeichnet 🙂 AAAALLES anders dieses Jahr: ich habe soooo riiiießige Pflanzen mit jeder Menge Tomaten dran und kann es kaum erwarten, dass die endlich alle reif werden. Meinen ganzen Stolz (= die Tomaten) teile ich auch immer wieder in der eben genannten Whatsapp-Gruppe und begeistere damit meine Großeltern. Bei jedem Telefonat dreht sich (fast) alles um die Balkongewächse, wie weit die in der Entwicklung sind, ob ich dünge (und wie?), habe ich auch ausgegeizt (=unnötiges Blattwerk entfernt) und von den Tomaten abgesehen: was macht die Sauerkirsche? Wächst der Salat noch? Wann steht wie die Sonne für welches Blatt? Und so weiter 🙂

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Ich glaube, so fühlt man sich, wenn man Kinder hat: das eigene Leben ist nicht mehr so wichtig, die Großeltern wollen nur noch alles von den Sprösslingen wissen 🙂 Aber ich habe ja auch jede Menge Grund zum Prahlen – meine Gewächse sind einfach die besten und hübschesten und werden einfach ein geniales Leben haben… bis sie geerntet werden und auf dem Teller landen.
Gerade dann braucht es für die süßen Dinger nicht viel: eine Prise Salz und Zucker, etwas Olivenöl und vielleicht noch ein wenig Knoblauch – fertig! Die Einfachheit in Kombination mit kühlem Joghurt steht den Tomaten. Schnell gemacht und eine wunderbar-sommerliche Vorspeise.

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Zutaten (für 4 Personen als kleine Vorspeise):
400g Kirschtomaten
3 EL Olivenöl
1/2 TL Zucker
3 Knoblauchzehen, in dünne Scheibchen geschnitten
3 Zweige Thymian
5 Stängel Oregano
1 Bio-Zitrone
350g sehr fester griechischer Joghurt
Meersalzflocken und schwarzer Pfeffer
Brotscheiben zum Servieren

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Von der Zitrone auf einer Hälfte 3 Streifen Schale dünn abschälen, von der anderen Hälfte 1/2 Tl Schale abreiben.
Die Tomaten mit Olivenöl, Zucker, Knoblauch, Thymian, drei Stängeln Oregano, Zitronenschalenstreifen sowie 1/2 Tl Meersalzflocken und 1 kräftigen Prise Pfeffer in einer ofenfesten Form mischen. Im Ofen 20min rösten bis die Haut der Tomaten Blasen wirft und die Flüssigkeit brodelt. Den Backofengrill einschalten und die Tomaten 6-8min grillen, bis sie oben dunkel werden. Vom übrigen Oregano die Blättchen abzupfen.

Während die Tomaten grillen, den Joghurt mit der abgeriebenen Zitronenschale und etwas Salz vermischen. Sobald die Tomaten fertig sind, den (eiskalten) Joghurt auf einer Platte mit Rand oder einer weiten Schale verstreichen und in der Mitte eine Mulde formen. Erst die heißen Tomaten mitsamt der Flüssigkeit, der abgeriebenen Zitronenschale und dem Knoblauch hineingeben. Dann mit den Oreganoblättchen bestreuen und sofort genießen!

Quelle: Simple. Das Kochbuch (Yotam Ottolenghi)

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2 Gedanken zu “Wie man die Anerkennung der Großeltern bekommt … und Ottolenghis Tomaten auf Joghurt

  1. What’s App-Gruppe mit meiner Oma, das hätte ich auch klasse gefunden- so gab es halt Brief-Verkehr, das war auch schön. und deine Tomaten- genial, das Rezept merke ich mir unbedingt vor!

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