Die außergewöhnlichsten Spitzbuben: Linzerplätzchen mit Salzstängeln und Karamell

Von drinnen im Wohnzimmer schreib ich zu euch,
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall in den Foodblogs
sah ich Plätzchenrezepte 🙂

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Gut, Poetin werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Ich bleibe in der Küche! Von dort bringe ich euch auch ein Rezept mit, das es in sich hat. Ich wette mit euch, dass niemand eurer Testesser alle Zutaten dieser Linzerplätzchen errät. Die „geheime“ Zutat sind nämlich Salzstängel oder auch Salzbrezeln – was ihr lieber verwenden wollt. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich mich mit Freunden zum Film gucken verabrede, dann brauche ich was zum Knabbern dazu!

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Chips, Popcorn, was auch immer, aber bitte keine Salzstängele! Gibt es ein unbeliebteres Knabberzeug? Ich bin ehrlich: die sind mir zu trocken! Und dennoch stehen zumindest bei anderen regelmäßig Salzbrezeln zum Knabbern bereit. Ich esse die lediglich, wenn mein Magen sich erholen soll. Dass ich die jemals freiwillig gekauft habe, daran kann ich mich nicht erinnern.
Tja, das wird sich jetzt ändern. Diese Linzerplätzchen wirken mit ihrer Form noch ganz traditionell, sind aber was die Zutaten angeht ganz und gar außergewöhnlich: die Salzbrezeln oder Salzstengele werden zerkrümelt und in den Teig gemischt. Die salzige Komponente harmoniert dann super mit dem Karamell, der durch das Guckloch zu sehen ist.

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Bei uns waren alle begeistert! Nur ich habe ordentlich geflucht: so aufwändige Kekse habe ich noch nie gebacken… Das nächste Mal würde ich auf das Guckloch verzichten, dann ist man schneller fertig und es schmeckt bestimmt genau so lecker 😉

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Gibt es bei euch jedes Jahr dieselben Plätzchen oder tobt ihr euch immer wieder neu in der Küche aus und präsentiert Neukreationen für Weihnachten? Egal, wie ihr euch entscheidet: ich hoffe, ihr lasst euch nicht stessen, sondern startet entspannt in die Adventszeit!

Zutaten (für ca. 24 Plätzchen, je nach Größe der Ausstecher)
ca. 160g Salzbrezeln / Salzstengele
195g Mehl
1/2 TL Backpulver
50g brauner Zucker
175g Zucker
225g weiche Butter
1 Ei

Für das Karamell:
120ml Sahne
30g Butter
1 Prise Salz
60ml heller Zuckerrübensirup (ich: Mischung aus Honig und Agavensirup)
130g Zucker

Zubereitung:
Die Salzstangen mithilfe des Pürierstabs zu feinem Mehl mahlen – bitte nicht alles auf einmal, sondern portionsweise arbeiten. Das „Salzstangenmehl“ mit dem normalen Mehl, Backpulver und den beiden Zuckerarten in einer großen Schüssel mischen. Die Butter und das Ei hinzugeben und alles kurz vermischen. Den Teig mit den Händen zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank geben – der Teig sollte nach ca. 30min fester sein, so dass man ihn besser ausrollen und ausstechen kann.
Zum Ausstechen den Teig (ruhig portionsweise) ausrollen und mithilfe von Ausstechern in die Form bringen – das braucht eine ganze Weile und einiges an Feingefühl, damit man hübsche Spitzbuben bekommt. Die Teigreste verkneten und immer wieder neu ausrollen bis der Teig aufgebraucht ist.
Die Spitzbuben 10-12min bei 175°C Umluft backen. Komplett auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit das Karamell machen: in einem kleinen Topf die Sahne und die Butter zusammen schmelzen (aber nicht kochen!) lassen. In einen anderen Topf den Sirup und den Zucker schmelzen bis er eine goldbraune Färbung hat, dann die Sahnemischung zufügen und alles miteinander kochen bis die Mischung eine karamellige Farbe hat. Abkühlen lassen.
Zum Zusammenstellen der Linzer Plätzchen auf die kompletten Kekse ein wenig Karamell geben und die ausgestochenen Kekse (mit Guckloch) daraufsetzen. Falls das Karamell beim Abkühlen zu fest geworden ist und sich nicht auf den Keksen verteilen lässt, einfach kurz in der Mikrowelle warm werden lassen (nicht zu arg!). Die Spitzbuben trocknen lassen.

Quelle: Smitten Kitchen Every Day (Deb Perelman)

 

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