Unwiderstehlich: Zwetschgeneiscreme ohne Eismaschine

Wenn man alleine lebt, werden bestimmte Regeln, die man von Zuhause kennt, eher großzügig ausgelegt, wenn nicht sogar gleich ganz missachtet. Mittagessen am Esstisch? Muss nicht sein, ich bin allein – da ess ich vor dem Laptop. Joghurt, Eis & Co isst man aus einem kleinen Schüssele? Ach was, ich löffel das direkt aus der Packung – spar ich mir was zum Abspülen. Klar, manches hat mit Faulheit zu tun, geb ich zu. Und wenn ich Gäste habe oder daheim bin, halte ich mich auch ganz brav daran.

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Vieles an Foodstyling ist überhaupt nur möglich, weil meine Mutter einen schier unerschöpflich Vorrat an Schüsseln, Decken, Servietten, Vasen, Löffeln usw. hat. Es ist jedes Mal neu eine Überraschung, in welchen Schrankecken sich noch Dinge verstecken. Wo die Glasschälchen für das Eis stehen, weiß ich natürlich. Und trotzdem gab es in Verbindung mit diesem Eis eine Premiere: die Schälchen blieben leer! Und das kam so:

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Nach dem ersten Probiererle in Verbindung mit den hier gezeigten Fotos wanderte der Rest des Zwetschgeneis für ein paar Tage wieder zurück in die Gefriere. Ich wusste jedoch, dass ich noch mehr davon wollte bevor tags drauf wieder abreiste. Also holte ich das Eis nach dem Abendessen aus der Gefriere, füllte meinen Eltern und mir die Schüsseln und wir ließen und das Eis auf der Zunge zergehen. Ich nahm mir nochmal ein wenig nach, Mama auch, Papa dann ebenso.

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Eigentlich waren wir alle schon voll und satt, aber so ein Löffelchen geht noch – vor allem, wenn man eben NICHT das Schüsselchen füllt, sondern direkt mit dem eigenen Löffel in die Form geht und sich was rausklaut 🙂 In bald drei Jahrzehnten ist das noch NIE vorgekommen, dass ich mit meinen Eltern etwas direkt aus der Form löffel 🙂 Und so machten wir das Eis leer, stöhnten über unsere zu vollen Bäuche und konnten doch nicht früher aufhören – dementsprechend eine große Nachmachempfehlung für euch!

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Inzwischen hab ich das Eis noch zwei Mal gemacht und ich habe keine dekorativen Schlieren mehr gezogen wie ihr sie hier auf den Bildern seht. Ja, es sieht gut aus, aber weil die Schlieren pure Fruchtmasse ist, friert diese besonders hart und kristallisiert. Für mich ist dieses Eis DIE Neuentdeckung des Jahres – ich hoffe, wir kriegen noch einen tollen Spätsommer, damit ich noch ganz viel mehr davon essen kann 🙂

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Zutaten für eine Kastenform:
500g Zwetschgen
200g extrafeiner Zucker (oder weniger je nach Süße der Zwetschgen)
250g Sahne
250g griechischer Joghurt

Zubereitung:
Die Zwetschgen entsteinen und mit ca. 50ml Wasser und dem Zucker zum Kochen bringen. Die Wassermenge scheint sehr gering, reicht aber aus. Die Hitze herunterstellen und die Zwetschgen 10min leise köcheln lassen bis die Früchte weich werden. Mit einem Pürierstab die Masse fein pürieren und abkühlen lassen.
Den Joghurt mit dem Obst mischen. Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Obstmasse heben. Kontrollieren, ob genug Zucker dran ist und gegebenenfalls noch etwas nachsüßen – Süße ist im gefrorenen Zustand weniger ausgeprägt. Die Masse in einer Eismaschine gefrieren lassen oder in einem geeigneten Behälter 4h tiefkühlen und immer wieder umrühren.
-> am besten schmeckt das Eis frisch gefroren, je länger es eingefroren ist, desto härter wird es. Zum Servieren ca. 15min vorher aus der Gefriere holen und das gesamte Eis am besten innerhalb einer Woche verzehren.

Alternative: Statt des griechischen Joghurts eine Dose gesüßte Kondensmilch (Milchmädchen) verwenden – das Vorgehen ist im weiteren Verlauf des Rezeptes gleich.

Quelle: Das Grossbritannien Kochbuch

 

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2 Gedanken zu “Unwiderstehlich: Zwetschgeneiscreme ohne Eismaschine

  1. Boah Miri, das sieht ja so unglaublich lecker aus!!! Da ich keine Eismaschine habe, mache ich nur selten Eis selbst, aber DAS wäre ja echt nen Versuch wert… LG von der anderen Miri 🙂

    1. Hehe, freut mich, dass dich das Rezept anspricht. Ne Eismaschine ist bei mir auch (noch) nicht eingezogen, ich liebäugel damit, aber die Wohnung ist schon übervoll mit meinem Küchenzeug 😀

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