Grillgemüse-Salat mit Pestolachs

Ich stehe sehr gerne mit meiner Mutter in der Küche. Allerdings begegnen wir Rezepten grundsätzlich anders: meine Mutter hält sich genaustens an die Angaben der Zubereitungsart. Deswegen liegt in einer der Küchenschubladen ein Lineal bereit, damit sie notfalls abmessen kann, wie groß denn 3x3cm-Würfel sind oder in wie lange Stücke etwas geschnitten werden soll 🙂 Und ja, dass wird ihr sehr peinlich sein, dass ich das hier verrate. Gleichzeitig ist sie mit ihrer genauen Befolgung der Traum eines Kochbuchautors, weil man bei ihr sicher sein kann, dass dem genau gehorcht wird, was er/sie mal geschrieben hat. 2018.07.29_GrilLachs_Grillgemüse-2

Ich bin anders. Ja, bei Kuchenrezepten bin ich auch brav und folgsam und wiege alles genau ab, aber beim Kochen… nope, hier kommt die Freestyle-Miri 🙂 Ich kaufe zwar gemäß der Zutatenliste ein und lese mir die Zubereitungsschritte durch, aber wenn mir was nicht passt, dann mach ich es anders. Oder – viel gefährlicher – ich schließe aus den Rezeptbildern, wie ich was zu machen habe und wundere mich dann, warum etwas nicht klappt oder ich deutlich schneller bin als im Rezept angegeben. Essen konnte ich bisher alles, aber manchmal wäre es doch besser gewesen, die Zubereitungsschritte zu befolgen.

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Was das mit diesem Rezept zu tun hat? Dieser Grillgemüse-Salat ist ein Standard aus der Küche meiner Mutter in Kooperation mit dem Grillmeister-Papa. Sie schneidet das Gemüse gemäß der Rezeptbeschreibung in (sehr, sehr) große Würfel. Als ich daheim war und es diesen Salat geben sollte, war meine Mutter arbeiten und so hab ich die Vorbereitung übernommen und folglich das Gemüse klein gewürfelt – siehe Bilder. Ich mag es nämlich nicht, wenn man nur ein Stück Paprika essen kann, weil es so groß ist. Nein, ich will von allem ein bisschen im Mund haben, schmeckt einfach besser! Mama war beim Heimkommen etwas pikiert, dass ihr Standardsalat so anders aussieht – geschmeckt hat er trotzdem allen 🙂

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Und weil ich das Kochbuch nicht hier in meinem Zuhause habe und es sowieso kein schwieriges Rezept ist, müsst ihr auch etwas flexibel sein und mit einer ungenauen Rezeptbeschreibung leben! Auch für den Pestolachs habe ich mich nur grob von einem Rezept inspirieren lassen und dann aber gemäß der Vorratskammer alles zusammengemischt. Und soll ich euch was verraten: es hat allen geschmeckt 🙂

Zutaten für den Grillgemüse-Salat (für mind. 5 Personen):
je 2 gelbe und rote Paprika
1 Aubergine
2 kleinere Zucchini
2 Schalotten
200g Cocktailtomaten
ein paar Pilze
etwas Rucola
Fürs Dressing: 3 EL Olivenöl, Essig, Honig, Senf, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Gemüse schneiden und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und das Gemüse dann in Aluschalen auf dem Grill garen – es sollte schön weich sein, was je nach Größe eurer Würfel unteschiedlich lang dauert (logisch). In der Zwischenzeit Rucolo waschen und das Dressing anrühren. Bevor alles gemischt wird, lasst das Gemüse etwas auskühlen. Der Salat schmeckt am besten lauwarm.

Quelle: BBQ Basics (Sebastian Dickhaut und Cornelia Schinharl) Original-Rezept hier

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Zutaten für den Pesto-Lachs:
1 große Handvoll Basilikumblätter
ein paar Blätter Petersilie und Thymian
eine Handvoll Sonnenblumenkerne
ca. 30g Parmesan
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
Lachsfilet

Zubereitung:
Für das Pesto die Kräuter, die Sonnenblumenkerne, Parmesan, Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl in einen hohen Rührbecher geben und alles mit dem Pürierstab klein mixen. Es macht nichts, wenn noch ein paar Sonnenblumenkerne sichtbar sind. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zu viel Olivenöl zugebt, es soll eine recht feste Paste sein, die ihr dann auf den Lachs streicht.
Der wird dann für ein paar Minuten bei indirekter Hitze auf dem Grill gegart. Fertig!

Quelle: Half Baked Harvest Cookbook

Wir haben dazu Polenta gegessen – gut passt bestimmt auch Kartoffelbrei oder Brot.

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4 Gedanken zu “Grillgemüse-Salat mit Pestolachs

  1. Hallo Miri,
    so ein Grillsalat ist was Leckeres, hab ich dieses Jahr auch schon gemacht – mit Feta und dafür ohne Pestolachs 😉
    Deine Familienanekdoten sind auch super. Ich wandle Rezepte übrigens auch gerne und meistens ein wenig ab. Oft, weil es mir Spaß macht und manchmal recherchiere ich auch im Voraus genau. Aber mir ist es auch schon passiert, dass es die Faulheit war, ein langes Rezept zu lesen und ich auch einfach nur den Text überflogen und die Bilder angeschaut habe …. und was wichtiges übersehen habe. Da dachte ich dann auch schon „hättest du mal vorher in Ruhe das Rezept gelesen 😉 „.
    Liebe Grüsse,
    Sarah

    1. Oh ja, das hab ich auch schon gedacht… oder ich hab mich andererseits schon in der Rezeptbeschreibung aufgeregt, dass da was drin steht, was auf dem Bild so gar nicht zu erkennen gibt – kommt auch vor. Hauptsache, es schmeckt! Lg, Miriam

  2. Lustig, ich messe manchmal nach, wenn ich es geschnippelt habe und aufschreiben will. Da gibt’s immer so lustige Maße (so eher 1,2 cm als 1 cm). Wer das nachbaut, muss ganz schön frickeln.
    Und mit dem Mengenmaß „Handvoll“ ist das auch so. Aber am Ende passt es dann doch alles.

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