Kalte Gurkensuppe mit Lachs

Nach einem Jahr Pause hab ich mich diesen Frühjahr wieder am Projekt Balkongarten versucht. Die ersten Versuche waren damals aus mir unverständlichen Gründen nicht so gelungen: die Paprika ging ein, die Rote Bete entwickelte zwar Blätter, aber über Murmelgröße wuchsen die Knollen nicht. Die einzigen Salatblättchen, die sich zeigten, waren hart und bitter.

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Dieses Jahr sollte alles anders werden: ich kaufte größere Kübel und anstatt selber Pflänzchen zu ziehen, kaufte ich Tomaten und Gurken vorgezogen auf dem Markt. Die Tomaten entwickelten sich sehr gut und immer wieder können wir die allerbesten, süßesten Kirschtomaten ernten. Die zwei Gurkenpflänzchen wurden in einen Blumenkasten eingepflanzt und entwickelten sich ebenfalls grandios: die Blätter grünten und es entwickelten sich Blüten ohne Ende.

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Der Mann allerdings war von Anfang an skeptisch und man kann wohl sagen, dass er die ganze Gurkengeschichte verflucht hat! Trotz literweise Wasser und regelmäßigen Düngem (ganz brav, wie ich es auf Gärtnerseiten gelesen hatte) sehen die Gurkenpflanzen inzwischen sehr verdorrt und traurig aus. Vielleicht war es denen auf dem Balkon zu heiß? Ich weiß es nicht. Insgeheim hatte ich schon diverse Gurkenrezepte rausgesucht, um die Ernte zu verwerten.

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Nun gut, dieses Jahr hatte ich mit den Gurken also kein Ernteglück. Gut, dass es genügend Bauern gibt, die mit ihrer Ernte mehr Glück hatten. Ganze zwei Exemplare benötigt man nämlich für diese erfrischende Gurkensuppe – genau das richtige für einen heißen Sommerabend. Ein Gläschen Weißwein dazu und alles ist gut 🙂
…nach der langen Pause auf dem Blog mangels Treffen zwischen meinem Vater und mir waren wir die letzte Woche sehr, sehr fleißig und ihr könnt euch auf jede Menge leckeres Essen freuen, während meine Eltern die Reste auffuttern 😉

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Zutaten:
2 Salatgurken (ca. 900g)
1/2 Bund Dill
1 Kästchen Gartenkresse
250g griechischer Joghurt
100g Crème fraîche
1/4 l kalte Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
5 Radieschen
100g geräucherter Lachs (alternativ passt auch Forelle oder Avocado)

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Zubereitung:
Die Gurken schälen, längs halbieren und mit einem Löffel entkernen. Den Dill waschen und trocken schütteln. Die Dillspitzen fein hacken und die Garetenkresse mit einer Küchenschere vom Beet schneiden.
Ein Viertel der Gurke klein würfeln und beiseitestellen. Den Rest grob würfeln und mit einem Pürierstab (oder in der Küchenmaschine) fein pürieren. Joghurt, Crème fraîche, Brühe und jeweils die Hälfte des Dills und der Kresse dazugeben und feinschaumig pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und in den Kühlschrank stellen.
Kurz vor dem Servieren die Radieschen waschen, putzen und in kleine Stifte schneiden. Den Lachs / Forelle / Avocado in feine Streifen oder Würfel schneiden. Die Suppe anrichten und mit Lachsstreifen, Radieschenstiften und beiseitegestellten Gurkenwürfeln, Dill und Kresse bestreuen.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste: Die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit

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8 Gedanken zu “Kalte Gurkensuppe mit Lachs

  1. Oah, ihr seid meine Rettung! Nicht, weil wir Gurkenschwemme hätten (= wir haben das Balkongärtnern dieses Jahr einmal komplett ausfallen lassen), sondern weil ich seit Tagen nicht weiß, was ich noch „kochen“ soll.
    Alle Lieblings-Sommeressen haben wir schon durch, aber die Hitze ist immer noch da. Firma dankt schon jetzt!
    Herzlich: Charlotte

    1. Ach ja, ich kann sooo verstehen, wie du dich fühlst! Hier in Karlsruhe nicht anders – man schwitzt nur vom Nichtstun. Mein Standardessen bei Hitze ist sonst immer Gazpacho, aber irgendwann hat man davon auch genug.
      In dem Sinn: gute Abkühlung! Lg, Miriam

  2. Die Suppe sieht toll aus und klingt herrlich kühl.
    Und was das Gärtnern angeht…ich bin da ja sowieso nicht so die Koriphäe, aber die Tomaten dieses Jahr, die sind der Hammer. Rein optisch hängen die Pflanzen voll mit appetitlich roten Früchten. Und wenn man genauer hinschaut, dann sind sie alle hinüber. Tomatenfäule ist nicht schön :-(.

    1. Och nein, wie frustrierend ist das denn? Gerade in Tomaten investiert man so viel Wasser und schaut, dass sie gut stehen und dann das 😦 Da sind meine Gurken nichts dagegen.

    1. Ach, eine Leidensgenossin 🙂 Dabei bist du ja durchaus eine geübte Gärtnerin. Nun gut, nächstes Jahr versuch ich mich nochmal an den Zucchini, vielleicht hab ich mit denen mehr Glück. Lg, Miriam

  3. Wir haben immerhin schon eine Gurke geerntet- von ganz hervorragendem Geschmack und besonderem Aussehen. Und meist essen wir die einfach so, auf Brot oder dazu.

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