Rettungsaktion: Vegetarische Fleischküchle

Ihr kennt doch sicherlich DEN ikonischen Filmmoment, der mit Spaghetti und Fleischbällchen verbunden ist, oder? Natüüüürlich rede ich von Susi und Strolch – die beiden Hunde, die sich romantisch einen Teller teilen und es dabei dank der letzten Spaghetti zum Kuss kommt 🙂

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Tja, ob diese Szene heute noch funktionieren würde? Womöglich wäre Strolch glutenintolerant und Susi verzichtet aus ethischen Gründen aufs Fleisch. Weil eine Platte mit Quinoa und Grünkohl nicht zum Knutschen verleitet, muss ein entsprechender Ersatz her, der sich romantisch von Hunden verspeisen lässt! Ich präsentiere stolz: vegetarische Fleischküchle 🙂 Ganz ehrlich: wenn die bei Susi und Strolch auf dem Teller lägen, würden die sich sofort wieder verlieben und gar nicht hinterfragen, dass die Dingerchen vegetarisch sind!

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Versteht mich nicht falsch: ich esse gerne Fleisch! Und Fleischküchle werden für mich immer unter den Top-10-Soulfoodessen sein. Gleichzeitig mag ich aber auch Abwechslung sehr und unter der Woche esse ich zu 99% vegetarisch / vegan. Und wenn wir schon bei Ehrlichkeit sind: ihr werdet natürlich sofort beim Essen merken, dass es sich bei diesen Fleischbällchen nicht um die tierische Variante handelt. Aus Walnüssen wird nun mal kein Schwein. Lecker sind die trotzdem – ihr hättet mal die Begeisterung von meinem Vater hören sollen! Ich mochte meine Fleischbällchen am liebsten, wenn sie so richtig mit Soße überzogen und getränkt waren, meinem Vater hat es knusprig besser geschmeckt (tsss und der soll Schwabe sein?). So oder so, reibt auf jeden Fall noch ordentlich Parmesan drüber!

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Die ganze Geschmacksvielfalt präsentiert euch heute auch wieder die Rettungsaktion, bei der sich alles um Fleischlaberl, Bouletten, Fleischpflanzerl und für mich eben FleischKÜCHLE dreht! Danke an Susi und Sina für die Organisation im Hintergrund!
In den Supermärkten kann man schon sehr lang die entsprechenden Fertigprodukte kaufen: egal, ob klassisch oder seit einer Weile auch vegetarisch – vegane Entsprechungen – ne danke! Ich hab selten Essen, das ich im Mund hatte, wieder (dezent) ausgespukt, aber bei einem Picknick war es soweit. Eine Freundin brachte die gekauften Dinger mit und wäh, das ging so gar nicht! Kalt, trocken, sehr fest und irgendwie auch knorpelig… Auch ohne überall Probe gegessen zu haben, bin ich mir sicher, dass euch so ein Erlebnis mit irgendeinem Rezept von uns Rettern nicht passieren kann! Lest euch mal all die wunderbar regional geprägten Rezepttitel durch, herrlich!
Bei uns redet man von Fleischküchle – und bei euch???

auchwas: Frikadellen orientalisch

Cakes, Cookies and more: Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse

Corum Blog 2.0: Lamm-Frikadellen

Genial lecker: Fischbuletten

German Abendbrot: Hackfleischbällchen in Biersoße

Giftige Blonde: Faschierte Laberl am Spieß

Katha kocht!: Nudelpfanne mit Gemüse und Geflügelhackbällchen

 

Karambakarinas Welt: Fischfrikadelle mit Dip „a la Remoulade“

Leberkassemmel und mehr: Fleischpflanzerl Dry Aged

lieberlecker: Crevetten Tätschli

Madame Rote Rübe: Apfel – Grünkernbratlinge zu Lauchpasta

Magentratzerl: Pastinakenlaibchen

Our food creations: Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa

Pane Bistecca: Panierte Chuegli

Turbohausfrau: Butterschnitzel

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Zutaten:
140g Walnusskerne, geröstet
2 Knoblauchzehen, abgezogen
2 EL Petersilie, gehackt
1 Prise Meersalz, frischer Pfeffer
130g Parmesan, frisch gerieben (plus mehr zum Servieren)
60g Semmelbrösel
2 Eier

Zum Servieren:
Pasta nach Wahl
Tomatensauce (selber kochen!! Ist ne Sache von nur ein paar Minuten!)

Zubereitung:
Nüsse und Knoblauch im Mixer oder Blitzhacker grob zerkleinern. Petersilie, Salz, etwas Pfeffer, Parmesan und Paniermehl einarbeiten. Die Eier zugeben und untermixen bis die Masse gebunden ist. Sie sieht dann vielleicht noch immer etwas krümelig aus, aber sie soll sich formen lassen und nicht auseinanderfallen.
Für ein Bällchen ca. anderthalb Esslöffel der Masse abnehmen und zu einer Kugel formen, aber nicht zu fest zusammendrücken, sonst werden die Bällchen hart. Auf einen Teller oder einen Bogen Backpapier setzen. Die restliche Masse genauso zu Bällchen verarbeiten.
Das Öl 5mm hoch in eine große Pfanne füllen und erhitzen. Die Veggiebällchen bei mittlerer bis starker Hitze darin unter gelegentlichem Wenden rundum goldbraun anbraten (alternativ frittieren). Die Bällchen mit Tomatensauce, Spaghetti und frischem Parmesan servieren.

Quelle: Mollys Kitchen

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28 Gedanken zu “Rettungsaktion: Vegetarische Fleischküchle

  1. Recht hast Du, es muss nicht immer Fleisch sein. Aber meinst Du, dass man die Walnüsse auch gegen andere Nüsse austauschen kann? Mir schmecken die Dinger einfach nicht, aber das Rezept hört sich zu gut an, um es nicht auszuprobieren… LG Andrea

  2. Wow, was für tolle fleischlose Bällchen! Wer würde sich da nicht verlieben? In die Bällchen natürlich… 😉 Sieht auf jeden Fall sehr lecker aus und ich würde mir sofort ein Tellerchen für das Mittagessen reservieren!

    Liebe Grüße,
    Katha

  3. Tolle Idee- bei manchen türkischen Gerichten wird Hack mit Walnüssen kombiniert, ich glaub das teste ich mal aus. Und Meatball Spaghetti, hach…. jetzt hab ich was zum Träumen. Wochenende komm!

  4. Wie immer sind deine Fotos atemberaubend schön!
    Deine vegetarische Bällchenvariante finde ich auch super!

    1. 😀 ach je, das Eheleben… daran werde ich mich erst gewöhnen, wenn wir Ende Juli zusammenziehen. Bis dahin sehen wir uns nur am Wochenende oder wenn wir Urlaub haben. Lg, Miriam

  5. Das sieht nach reinem Wohlfühlessen aus und ich lasse mich gerne davon überzeugen, dass hier Susi und Struppi keine Probleme mit vegetarischem Essen gehabt hätten.

  6. Liest sich klasse, sieht toll aus und schmecken muss das so. Wunderbar Deine Idee. Susi und Strolch wären sicher voll begeistert und ich denke meine Fauna auch, also los nachmachen :). Herzliche Grüße
    Ingrid

  7. mit Walnüssen kann ich mir die Bällchen sehr gut vorstellen, die muss ich ausprobieren!! Es muss nicht immer nur Fleisch sein! Und sie sehen bei dir auch so hübsch aus!

  8. Susi und Strolch kämen leider nicht dazu, diesen phantastischen Teller zu verspeisen – weil ich schneller wäre! Das sieht wunderschön aus und ist eine tolle, herzhafte Variante für Hackfleischbällchen. Vielen Dank für das schöne Rezept!

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