Pancake – Party dank Raclettegerät!

Hat bei euch das Raclettegerät gerade auch Hochsaison? Ich glaube, während des Jahres verstaubt dieses mobile Heizgerät im Keller, aber kaum kommen die Feiertage rund um Weihnachten und Silvester kommt seine Zeit. Da wird Käse geschmolzen was das Zeug hält! Und ganz ehrlich: genau so soll es sein und mir würde echt was fehlen ohne diese Leckerei.

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Heute aber zeig ich euch, was ihr sonst noch mit dem Gerät anstellen könnt, damit es vielleicht auch unter dem Jahr Verwendung findet. Mit leichter Skepsis hab ich das Pancakerezept ausprobiert und innerhalb kürzester Zeit waren alle begeistert! Ab und zu mach ich wirklich gerne Pancakes zum Frühstück. Problem ist nur, dass man ne ganze Weile in der Küche mit der Pfanne hantiert bis genügend zusammen kommen.

Von dieser Arbeit befreit euch das Raclettegerät: macht einfach genug Teig, stellt statt Schinken und Gemüse Obst und Süßzeug auf den Tisch und es kann losgehen! Jeder bedient sich am Teig und dekoriert dann den Teig mit beliebigen Toppings und kurz drauf können alle gleichzeitig genießen! So einfach, so gut! Ein echte Empfehlung für euer nächstes Brunch… oder als Katerfrühstück am 1. Januar 🙂

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Zutaten für ca. 5 Personen:
60g Zucker
3 Eier
450ml Milch
225g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/2 TL Salz
Zimt und Muskatnuss nach persönlichem Geschmack
50g Kakao
Toppings:
1 Banane
1/2 Apfel
Erdnussbutter
Nutella
Walnüsse
Kokosflocken
Zuckerstreusel
TK-Himbeeren
… was ihr wollt 🙂

Zubereitung:
Eier trennen. Zucker und Eigelbe in einer Schüssel verrühren. Dann Milch hinzufügen und alles gut vermischen. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen und nach und nach zur Eiermischung geben. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Die Hälfte des Teiges in eine andere Schüssel geben und mit dem Kakaopulver vermischen.
Das Raclettegerät vorheizen, die Pfännchen jeweils mit etwas geschmolzener Butter einfetten. Und dann kann gefüllt werden, wie es euch gefällt: hellen und dunklen Teig mischen oder nur eine Teigsorte mit Obst, Nüssen oder anderem ungesunden Zeug belegen. Im Gerät backen bis der Teig fest und leicht gebräunt ist. Dazu könnt ihr Ahornsirup, Honig oder auch Joghurt servieren.
So einfach kann man ne Pancake-Party schmeißen 🙂

Quelle: Buzzfeed

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Happy Hour²: Winter Daiquiri & Fireside

Heute werdet ihr gleich mit zwei Rezepten beglückt – den Drink zum Start ins Wochenende ziehen wir einfach mal vor, für mich beginnt heute nämlich nach nem Umtrunk mit den Kollegen der Weihnachtsurlaub. Juhuuuu! Auch wenn ich bei diesem traditionellen Umtrunk zum Jahresende noch nie dabei war, wird der vermutlich eher alkoholfrei ausfallen… Alternativen mit Schwipps hab ich dann hier.

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Eigentlich echt ne Schande, dass ich die Rezepte euch so lange vorenthalten habe. Sind die Bilder nicht wieder der Hammer? Großes Lob an den Papa, der unermüdlich auch diese Drinks in Szene gesetzt hat. Und somit hab ich auch schon die Überleitung: es geht heim! ENDLICH MAL WIEDER! Das letzte Mal war ich zum Geburtstag meines Bruders Mitte November daheim, für 24h und noch mit Arbeit, die von der Woche übrig geblieben war und erledigt werden musste. Es hat damals gut getan, die Familie wiederzusehen und gleichzeitig war ich nur halb da. Die andere Hälfte hing am Job fest.

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Das ist vielleicht normal im ersten richtigen Arbeitslebenjahr und ganz ehrlich: ich hab die tollste Arbeitsstelle der Welt und wünsche mich nirgendwo anders hin. Und so blöd es klingt: ich freue mich schon auf den 9. Januar, wenn es weitergeht und dennoch bin ich einfach nur erleichtert, dass ich jetzt ein paar Tage sagen kann: „DAS WAR’S!“ und mit Mama in der Küche stehen und über Kochbücher philosophieren kann. Mit meiner Schwester über die Haare schimpfen kann, die an Weihnachten natürlich prompt wieder nicht die Frisur formen, die man sich erträumt hat. Mir von meinem Bruder den neuen Star – Wars – Film erklären lassen und den ein oder anderen Film mit ihm glotzen. Und mit meinem Vater die ein oder andere Flasche Wein aufmachen und evtl. ein paar Fotos für den Blog machen. Vielleicht, wenn es sich anbietet, aber nur dann. Lieber warm essen, mit der Familie am Tisch sitzen und ganz da sein – für mehr als nur 24h.
Ich weiß nicht, ob ich die Tage bloggen werde, vielleicht, wenn es sich anbietet, aber nur dann. Klickt euch ansonsten durch das Archiv der Wintermonate, da findet ihr jede Menge Ideen. Ich freu mich einfach nur – „Driving home for christmas“, es gibt kaum ein Gedanke und Gefühl, das seit sehr langer Zeit so viel Vorfreude hervorruft 🙂

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Und weil mein Vater damals zwar wunderbar die Drinks fotografiert hat, aber als Fahrer nichts trinken durfte, wird evtl. auch erstmal mit diesen Cocktails angestoßen. Die Drinks so einfach gemacht, dass es die inzwischen schon einige Male gab. Der Winter Daiquiri ist fruchtig – süß während der Fireside herb ist und sich gut als Aperitiv eignet. Vielleicht braucht ihr ja noch was um Alkholvorräte aufzubrauchen oder um entspannt in die Weihnachtstage zu starten. Ihr könnt die Früchte auch schon ein paar Stunden vorher auspressen und wenn die Gäste kommen, dann einfach nur noch kurz alles mischen und gut ist.
Falls wir uns erst nach Weihnachten wiederlesen: gesegnetes Fest euch! Danke für all eure Kommentare, Likes und Nachrichten dieses Jahr – ihr bereitet diesem kleinen Familienblog sehr viel Freude 🙂

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Zutaten für 1 Glas Winter Daiquiri:
50ml Rum
50ml Mandarinensaft (frisch gepresst)
1 TL Ahornsirup
1 Zimtstange (oder eine Prise Zimt)

Zubereitung:
Eine Cocktailschale ins Gefrierfach geben. Für den Mandarinensaft 1-2 Mandarinen auspressen – falls ihr mehr als 50ml Saft erhaltet, könnt ihr ruhig alles verwenden und die Rummenge anpassen 🙂 Alle Zutaten in einen Cocktailshaker geben, mit einigen Eiswürfeln auffüllen und kräftig shaken. Das Glas aus der Gefriere holen, den Daiquiri durch ein Sieb ins Glas abgießen und genießen!

Quelle: Jamie’s Winter Daiquiri

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Zutaten für 1 Glas Fireside:
10ml Ahornsirup
1 Prise Salz
1 Zweig Rosmarin
40ml Wodka
60ml Grapefruitsaft (frisch gepresst)

Zubereitung:
In einem Shaker den Ahornsiurp, die Hälfe der Rosmarinnadeln und das Salz geben. Mit einem dicken Kochlöffelstiel die Rosmarinnadeln andrücken, damit man die Kräuteraromen schmeckt. Dann mit Wodka und Grapefruitsaft auffüllen. Eiswürfel zugeben und alles kräftig shaken. Durch ein Sieb den Drink in einen mit Eiswürfeln gefüllten Whisky Tumbler (kleines Glas) abgießen. Mit dem verbleibenden Rosmarinzweig dekorieren, fertig!

Quelle: Jamie Oliver – Drinks

Schmorkürbis – Blauschimmel – Frittata

Habt ihr sie auch – diese traurigen Überbleibsel von vorherigen Essen? Ein paar Spätzle vom Mittagessen, dazu noch ein paar Scheibchen Karotten oder der Rest Ofengemüse vom Abendessen? Und hach, da hinten im Kühlschrank ist noch ein bisschen von dem Käse, den man auf dem Markt gekauft hat und der so gut als kleiner Happen zum Wein geschmeckt hat, aber jetzt auch nicht mehr sooo frisch aussieht…

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Zugegeben: ich kenne diese traurigen Reste nur zu gut! Vor lauter Hunger kocht man prompt zu viel und einen dritten Tag das gleiche Essen muss echt nicht sein (Luxusprobleme, ich weiß!) oder aber es sind eben nur noch Kleinigkeiten, die für sich allein genommen überhaupt nicht satt machen, sich insgesamt aber summieren und die so lange in Tupperdosen verpackt auf ihren Einsatz warten bis sich schon Schimmel breit macht. Ärgerlich und echt eine Verschwendung! In solchen Momenten könnte ich echt heulen, dass ich (ehemals) gutes Essen nicht weiterverwendet habe. Denn gerade die kleinen Überbleibsel machen sich so gut in einer Frittata.

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Dieses Basicrezept aus Donna Hays „Von einfach zu brillant“ ist so einfach, dass es sich über jeder Variation freut – und das hier ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Statt Blauschimmel geht jede andere Art von Käse – mischt ruhig, was ihr noch da habt. Seid nur mit dem Salz vorsichtig! Wenn kein Kürbis im Haus ist, geht auch Süßkartoffel, Karotte oder ein anderes Gemüse, das weichgegart wurde. Und wer Majoran nicht mag, kann Thymian oder Rosmarin nehmen oder auf getrocknete Kräuter zurückgreifen. Und die Sahne lässt sich natürlich auch verschlanken!

Also, lasst uns gemeinsam darauf achten, dass die Tupperdosenreste wirklich aufgegessen werden und nicht im Müll landen! Kann man sich ruhig auch schonmal als Vorsatz für 2018 vornehmen 😉

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Basicrezept:
6 Eier
250ml Sahne
25g fein geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung: Eier, Rahm, Parmesan, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel verrühren.

Variation:
300g Butternut-Kürbis, geschält, in 2cm großen Würfeln
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 TL Olivenöl
20g Butter
1 Rezeptmenge Frittata-Teig (siehe oben)
1 Handvoll Majoranblätter
60g geriebener Käse (Greyerzer / Cheddar)
100g Blauschimmelkäse, zerbröckelt
fein geriebener Parmesan zum Servieren

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kürbis in einer Schüssel mit 1 El Öl, Salz und Pfeffer mischen. Auf einem dünn gefetteten, mit Backpapier belegten Blech verteilen und im Ofen 12 – 15min goldbraun rösten.
Eine ofenfeste beschichtete Pfanne (22cm Durchmesser) bei niedriger Temperatur erhitzen. Darin Öl und Butter schmelzen und schwenken, sodass Boden und Wand der Pfanne bedeckt sind -> wer keine ofenfeste Pfanne hat, nimmt wie ich einfach eine runde Auflaufform, fettet die und füllt den Teig rein und stellt die Form dann direkt in den Ofen.
Ansonsten die Frittatamischung in die Pfanne gebben und 5min auf dem Herd garen bis die Masse an den Rändern stockt. Kürbis, Majoran, Hartkäse und Blauschimmelkäse darauf verteilen und weitere 15min garen. Dann die Frittata im Ofen 8-10min weiter garen bis sie gerade fest ist. Mit Parmesan bestreuen und in Stücke schneiden.

Quelle: Von einfach zu brillant (Donna Hay)

Im Bücherregal: Von einfach zu brillant von Donna Hay

Kulinarisch hab ich nicht die abgehobensten Träume: ich muss nicht in einem sternegekrönten Restaurant essen gehen oder eine Reise zu sämtlichen wichtigen Weinbergen Frankreichs machen. Aber wenn ich mal gerne wo „Besonderes“ essen würde, dann wäre es die Testküche von Donna Hay! Mit jedem Buch gelingt es ihr durch die atemberaubende Foodfotografie, dass ich nichts Sehnlicher kosten möchte wie all die Leckereien, die für das Kochbuch produziert wurden. Dieser Wunsch wird durch das im at Verlag erschienene „Von einfach zu brillant“ wieder mal geweckt!

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Die Autorin
Donna Hay dürfte eigentlich jedem ein Begriff sein: seit Jahren veröffentlicht sie regelmäßig erfolgreiche Kochbücher, Zeitschriften und verkauft online ihre eigene Küchenkollektion. Letztes Jahr war sie schon mit ihrem Buch „life in balance“ zu Gast in der Kochbuchrubrik. Nach diesem Ausflug ins kalorienreduzierte – Superfood – Regal ist sie nun aber wieder zurück mit ihrer gewohnt Butter- und Käselastigen Küche 😉

Der erste Eindruck
Eigentlich könnte ich Copy-Paste zur letztjährigen Rezension machen: die Kochbücher von Donna Hay sind einfach ein Augenschmaus! Das schwere Hardcoverbuch sieht sehr edel aus und besticht durch die Dark&Moody-Fotografien von William Meppen. Alle Rezepte sind mit ganz natürlich gestylten Fotos abgebildet, die – egal ob es sich um eine Currypaste oder Cookies handelt – alle so appetitlich wirken, dass man am liebsten sofort zugreifen will. Ästhetisch wieder wunderbar ansprechend! Auch die Schrift und die Rezeptbeschreibungen sind altbekannt – ich möchte sofort loslegen und stürze mich auf die ersten Rezepte.

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Inhalt
„Von einfach zu brillant“ ist in drei große Kapitel geteilt: Pikant – Unverzichtbar – Süß. Dann folgt das typische Glossar, in dem Zutaten erklärt werden, die in den einzelnen Rezepten mit Sternchen gekennzeichnet sind. Das Buch wird vom Register und der Danksagung abgeschlossen. Was so klein und wenig klingt, umfasst aber insgesamt 400 Seiten – jede Menge Platz also für Rezepte 🙂
In „Pikant“ werden herzhafte, sehr fleischlastige Rezepte präsentiert: angefangen mit frittiertem Buttermilch-Hähnchen über eine grüne Thai-Currypaste und Gnocchi bis hin zu einfachem Dinkelbrot findet man insgesamt sehr wenige vegetarische Rezepte. Nicht so ein großes Problem für mich, ich ess ja alles; ich weise nur darauf hin, dass Vegetarier erst bei den süßen Sachen so richtig auf ihre Kosten kommen.
Die Rezepte sind immer gleich aufgebaut: auf die ausführliche Erklärung des Standardrezeptes folgen Variationen. Teilweise schmecken die Standardrezepte so schon gut und werden in den Variationen dann nur noch mit Nudeln, Burgerbuns oder ähnlichem kombiniert. Andere Rezepte wie das einfache Risotto sind so simpel (Butter, Zwiebeln, Knofi, Weißwein, Reis und Hühnerbrühe – nicht mal Parmesan!!!), dass alles nach mehr Zutaten schreit. Die Variationen mit Spinat, Burrata und Basilikumpesto, Erbsen und knuspriger Chorizo oder mit Zitrone, Spargel und glasiertem Speck klingen dann schon deutlich ansprechender.
In „Unverzichtbar“ werden Kochanleitungen für Dips, Saucen, Vinaigrette oder auch Reis gegeben. Auch verweisen schon die Zubereitungsarten für verschiedene Teige auf das nun folgende süße Kapitel.
Wem bei den fleischlastigen Rezepten nicht das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist, dem geht das spätestens bei all den Butter- und Zuckerlastigen Kuchen, Cookies und anderem Süßkram so. Die aufgeschlagene Schokoladenganache möchte ich am liebsten vom Schneebesen abschlecken oder mir einen gefüllten Karamell – Cookie in den Mund schieben. Auch hier findet sich wieder derselbe Rezeptaufbau: auf das Standardrezept folgen Variationen. Und auch hier sind manche Standards schon gut genug für sich allein (Brownies! Chocolate Chip Cookies! Ricotta – Käsekuchen!) und andere Rezepte (Muffins, Vanillerührkuchen) sehen als Variation wesentlich ansprechender aus.

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Die Rezepte
Bei all dem hübschen Äußeren – wie schmeckt es denn? Darauf kommt es schließlich an. Nachgekocht habe ich schon:

  • Langsam geschmorte Rinderbrust und damit dann die Rindfleisch – Ricotta – Lasagne: nach 3h im Ofen lässt sich die Rinderbrust zerzupfen und verwandelt sich mit Ricotta und jeder Menge Käse in Soulfood Deluxe. So wahnsinnig lecker!
  • Frittatateig bzw die Variante mit Schmorkürbis und Blauschimmelkäse: Rezept kommt im nächsten Post. Sehr lecker und reichhaltig!
  • Knusprig gebratener Lachs: Die Haut des Lachs wird mit Öl eingepinselt und dann in einer heißen Pfanne mit einer schweren Pfanne beschwert. Und zack! Knusprige Haut und nichts blieb in der Pfanne kleben – super, das merk ich mir!
  • Klassischer Hühnerfond: als die erste Erkältungswelle anrollte, bereitete ich den Fond zu und kochte mit der Hälfte die Mais – Kartoffel – Rahmsuppe. Wärmt wunderbar von innen.
  • Cremiger Schokoladenkuchen: mit 300g enthaltener Schokolade sollte der Kuchen sowieso schmecken, die Zuckermenge hab ich deutlich reduziert. Geschmacklich war es okay, aber da kenn ich vergleichbare Schokokuchen mit weniger Aufwand.
  • Omas Biskuitcake: eigentlich soll man die Eier-Zucker-Mischung 15min aufschlagen… da hat der Schneebesen-Pürierstab nicht mitgemacht. 6min haben gereicht – toller Teig, der dann in ein Tiramisu verwandelt wurde. Mmmmh, soooo gut! Da hat niemand die rohen Eier vermisst.
  • Einfacher Muffinteig bzw Karotten-Frischkäse-Muffin: waren okay, haben mich geschmacklich und von der Konsistenz nicht so überzeugt.
  • Luftig-leichte Pancakes: Buttermilch im Teig machen die fluffig und schmecken zum ausgedehnten Wochenendfrühstück.
  • Süßer Hefeteig und daraus wurden dann Schoko-Nuss-Schnecken: frisch schmecken die Schnecken am besten – lecker, wenn auch die Schnecken mit der Füllung aus Schokolade und Nüssen etwas schwer zu formen waren.

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Kaufempfehlung
Ich kann bei diesem Buch keine eindeutige Kaufempfehlung geben. Die von mir getesteten Rezepte funktionieren und schmecken sehr gut. Auch allein schon von der optischen Aufbereitung lohnt es sich dieses Buch – wie gesagt: es ist ein wahrhaftiger Augenschmaus. In der Einführung schreibt Donna, dass hier beliebte Klassiker präsentiert werden und daran anschließend „clevere und überraschende Variationen“. Ich habe es schon oben geschrieben: manche Variationen sind überhaupt nicht überraschend, sondern einfach nur wichtig und eine konsequente Weiterführung von einer Grundzubereitung: ein Risotto nur mit Reis und Brühe schmeckt halt nicht so gut. Auch die Idee, ein Steaksandwich aus dem „perfekten Steak“ zu machen, ist ebensowenig neu wie Pulled Pork im Brötchen mit Coleslaw zu servieren. Falls ihr schon ein Donna – Hay- Kochbuch habt (ich denke insbesondere an „Die neuen Klassiker„), werden die Rezepte hier drin eher nicht so neu für euch sein. Ich glaube, ihr knuspriger Schweinebauch kommt in all ihren Kochbüchern vor, kann das sein?! 🙂
Auch finde ich es schade, dass es innerhalb der drei großen Kapitel keine sonstige Aufteilung gibt – zum Beispiel könnte man die Schokoladenrezepte hintereinander präsentieren oder im pikanten Kapitel zuerst alle Fischrezepte, dann Rindfleisch, usw.

ABER: bei all meiner Kritik muss ich sagen, dass es ein gutes Kochbuch ist! Wir hatten köstliche Essen, insbesondere die Rinderbrust-Lasagne war komplett neu (und innovativ) für mich. Ich habe noch einige Rezepte, die ich unbedingt nachkochen will. Also wer von euch noch nicht so lange kocht und sich allmählich ein größeres Repertoire mit anspruchsvolleren Zubereitungsschritten erarbeiten will, ist mit Donna Hays „Von einfach zu brillant“ auf jeden Fall gut beraten 🙂

Donna Hay: Von einfach zu brillant.
at Verlag
400 Seiten, Gewicht: ca. 2kg
ISBN 9783038009719
39,90€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung

Shortbread mit Orange & Schokolade

Während ich diese Zeilen schreibe, bediene ich mich aus der Plätzchendose, die mir meine Mutter geschickt hat. Seitdem wir Kinder nicht mehr daheim wohne, hat sie es sich noch mehr zur Aufgabe gemacht, uns auch mehr oder weniger weit weg vom Familiensitz eine schöne Adventszeit zu machen. Als ich Mitte November zum Geburtstag meines Bruders daheim war (ihr erinnert euch an die Reis-Geschichte?!), drückte sie mir zum Abschied noch zwei Geschenke in die Hand – sie hatte mir keinen Adventskalender machen sollen und musste das irgendwie ausgleichen 🙂 Ich musste noch zwei Wochen warten bis ich am 1. Dezember das erste Päckchen aufmachen konnte – furchtbar!

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Nach dem Motto „ich verschönere meiner Tochter die Adventszeit“ hat sie auch die Plätzchendose gepackt: ein ganzes Dutzend verschiedene Sorten hat sie schon gebacken und mir rund 2kg geschickt – echt der Wahnsinn! Soooo gut die Dinger, es geht halt nichts über Mamas Plätzle. Nur Omas Apfelbrot spielt noch in der gleichen Liga 😉 Ihre Plätzchen sind schon immer weit gereist: gut verpackt flogen sie in die USA oder nach Spanien um meiner Schwester und mir einen Gruß aus der Heimat zu schicken.

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Immer kam ihr Gepäck heil an: bei der Spitzbuben schaute apart die Marmelade raus, ihre Ingwer-Schoko-Plätzchen hatten das perfekte Gabelmuster und die Walnussplätzchen glänzten mit einer Schokoseite. Und die anderen neun Sorten sind mindestens genau so toll! Bei uns wird nicht ewig verziert und das Essen dekoriert. Der Fokus liegt auf dem Geschmack. Den kann auch kein noch so hübscher Zuckerguss retten!

Nach diesem Motto wurde auch das Orangen-Shortbread mit Schokolade verziert: einfach Jackson-Pollock-mäßig wild gesprenkelt, trocknen lassen und gut ist! Ich muss ja zugeben, dass ich die Kombination von Schoko plus Zitrusfrucht sonst nicht so mag, hier aber war es ganz wunderbar. Große Empfehlung zum Nachbacken: wenig Zutaten, schnell gebacken und zack, werden viele Mitesser glücklich! Die Shortbreads sind so zart, die schmelzen schon fast im Mund… wie der ganze Schnee auch.Habt noch einen schönen zweiten Advent!

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Zutaten (für ein kleines Blech):
200g Mehl
150g weiche Butter
50g heller Rohrohrzucker
50g Bitterschokolade
1 Bio-Orange
1 Prise Salz

Zubereitung:
Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform mit Backpapier auskleiden, die Orange waschen und die Schale abreiben.
Die Butter, Mehl und Zucker in eine Schüssel geben, die Orangenschale und die Prise Salz hinzugeben und alle Zutaten mit den Fingerspitzen zu Streuseln verreiben. Die Streusel zu einer Teigkugel zusammenschieben, nicht kneten. In die Backform geben und zu einer 1cm dünnen Schicht drücken. Mit einer Gabel dekorativ einstechen und im Ofen 20min backen bis sich der Rand leicht braun verfärbt.
Das Shortbread aus dem Ofen nehmen und noch warm mit etwas Zucker bestreuen (ops, vergessen!), dann abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Schokolade kleinhacken und schmelzen. Damit die Shortbreads verzieren und diese in Stücke schneiden.

Quelle: Maltes Kitchen (bzw. Jamies 5 Zutaten Küche)

Rettungsaktion: Herzhafte Cantuccini

Weihnachten naht und somit auch die Frage: hilfe, was verschenke ich nur? Wie gut, dass ihr uns habt! Im wahrsten Sinne des Wortes können wir euch (hoffentlich) diese Frage beantworten und euch als Rettungstruppe anspornen, etwas Selbstgemachtes zu verschenken.

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Denn seien wir mal ehrlich: Zeug hat jeder genug rumstehen! Ja, es ist schön und vorausgesetzt, es kommt von einer Wunschliste freut sich der Beschenkte auch vermutlich über das xte Kochbuch 😉 Ich spreche da aus persönlicher Erfahrung! Wenn aber nur eine Kleinigkeit verschenkt werden soll, bietet sich ein Geschenk aus der Küche an. Persönlich, einmalig und mit Essen macht man den meisten Menschen doch eine Freude 🙂 Waren vor ein paar Jahren noch landauf, landab nur Keksmischungen als Geschenk aus der Küche bekannt und beliebt, ist zumindest hier bei uns die Vielfalt grenzenlos.

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Wir empfehlen zum Verschenken an liebe Menschen diese herzhaften Cantuccini. Ich habe was Salziges rausgesucht, weil zumindest ich an Weihnachten gefühlt mit Zucker überhäuft werde – Plätzle, selbstgemachte Pralinen und das obligatorische Dessert dürfen alle nicht fehlen. Sonst wäre es ja nicht Weihnachten 😉 Umso mehr schätze ich aber während dieser Feiertag ne herzhafte Alternative oder noch besser die Option gar nichts essen zu müssen. Und zack: hier kommt die perfekte Leckerei dazu. Cantuccini halten sich sehr lang in einer Dose, weil sie komplett knusprig durchgebacken werden. Es besteht also nicht der Zwang, die innerhalb von 24h zu vertilgen, sondern man kann knabbern wann man will.

Verschenkt noch ne Flasche Sekt, evtl. ne DVD oder CD zu den Cantuccini und ihr habt ne nette kulinarische Begleitung für einen entspannten Abend in geselliger Runde. ODER ihr stellt die Cantuccini als Aperitiv vor dem eigentlichen Festessen bereit – es ist einfach immer gut, wenn man was naschen kann bis es das richtige Essen gibt 🙂

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Wer lieber was Süßes will oder noch n Likör zum Sekt verschenken will, findet bei den grandiosen Rezepten der Mitretter auf jeden Fall das Richtige! Wir grüßen alle mit Nikolausmützchen auf 😉 Besonderer Dank geht an die Anführer der Wichteltruppe, Sina und Susi, die jede Rettungsaktion von Anfang an betreuen!

Aus meinem Kochtopf: Pastrami selbst gemachthttps://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117

Barbaras Spielwiese: Quitten Chutney

Brittas Kochbuch: Stollenkonfekt

Brotwein: Partysonne mit Brötchen

Cakes, Cookies and more: Chilisalz

Das Mädel vom Land: Kokostrüffel

Evchen kocht: Rumkugeln

Fliederbaum: Rustikale Dinkel – Vanillekipferl

Foods for Angels and Devils: Beef Jerky – extra scharf

Genial lecker: Quitten – Orangen – Gelee

Giftige Blonde: Würzsalz mit Karotten, Petersilie und Sellerie

Katha kocht!: Weihnachtsgewürz selber machen

Karamba Karinas Welt: Mandarinen Marmelade

Kleines Kuliversum: Apfelstrudelmarmelade

Leberkassemmel und mehr: Adventslikör

Lieberlecker: Gewürzte Nüsse

Madame Rote Rübe: Dinkelvollkornnudel

Münchner Küche: Gebrannte Mandeln

Obers trifft Sahne: Gebackener Adventskalender

Our food creations: Karamellsirup und Honiglebkuchen

Pane Bistecca: Kakao-Lollipops

Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Weihnachtliches Apfel-Goji-Mus

Summsis Hobbyküche: Walnuss-Krokant

The Apricot Lady: Baguette-Backmischung zum Verschenken

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Zutaten für ca. 20 Stück:
250g Mehl (plus Mehl zum Arbeiten)
100g gemahlene Mandeln
1TL Backpulver
60g Pinienkerne
40g fein gewürfelter Speck
100g Grana Padano
1 Bund Schnittlauch
1 Bund Kerbel
1 TL Kreuzkümmel
3 Eier
2 EL Olivenöl
1 Prise Salz

Zubereitung:
Mehl mit gemahlenen Mandeln und Backpulver in einer großen Schüssel vermengen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, auf einen Teller geben. Speck evtl. kleiner schneiden und dann – ebenfalls ohne Fett – in der Pfanne anbraten und beiseitestellen.
Käse fein reiben, Kräuter klein hacken bzw in Röllchen schneiden. Alle Zutaten zum Mehl geben und vermengen. Kreuzkümmel, Eier, Olivenöl und Salz dazugeben und alles zu einem festen Teig kneten. Teig für ca. 30min kühl stellen.
Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem 2-3cm dicken, länglichen Fladen formen. Achtet darauf, dass ihr die Pinienkerne sehr stark in den Teig drückt, sonst fliegen danach alle runter 😉 Auf das Backblech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 25min backen.
Fladen herausnehmen und kurz abkühlen lassen, dann in etwa 2cm breite Stücke schneiden. Die Cantuccini auf das Backblech legen und im Backofen bei gleicher Temperatur ca. 20min weiterbacken bis sie knusprig und goldbraun sind.

Quelle: Lust auf Genuss (4/2017)