Anekdoten, die meiner Mutter peinlich sind… und ein Blumenkohlcurry

Vergangenes Wochenende war ich daheim – es war soooo schön! Viel zu wenig Zeit mit der lieben Familie, aber besser kurz als gar nicht! Im Vorfeld hatte ich mal wieder alte Blogartikel vom letzten Jahr durchgelesen, die mir mein Vater zusammen mit seinen tollen Fotos in ein Buch gedruckt hat. Dabei bin ich auch auf diesen Artikel gestoßen und hach, ich musste am Sonntag wiederfeststellen, wie gut die dort beschriebene Choreographie doch funktioniert. Einer meiner Lieblingsartikel auf dem Blog und sehr zu empfehlen um unsere Familiendynamik zu verstehen.

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Eine andere Eigenschaft verbunden mit der ein oder anderen Anekdote, die meiner Mutter fuuuuurchtbar peinlich sein wird, soll heute breitgetreten werden. Aber um es gleich voraus zu schicken: in dieser Hinsicht bin ich komplett wie meine Mutter! Es geht um das Einschätzen von Mengen! Ein kleiner Gendeffekt, der mütterlichseits seit mindestens zwei Generationen vererbt wird – meine Oma ist nämlich genau so drauf 🙂 Lasst mich die Anekdote vom vergangenen Sonntag erzählen:

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Es ist 11.45 Uhr, meine Mutter ist nach der Kirche sofort heimgesprungen um für 20 Personen zu kochen. Es soll Chili con Carne geben, dazu Reis und Baguette. Als Vorspeise einen Nachoteller und später dann vier verschiedene Kuchen. So weit, so normal. Das Chili köchelt, meine Schwester bereitet den Nachoteller zu, ich mache eine Guacamole und meine Mutter steht am Herd und rührt im Topf mit Reis.
ACHTUNG, es folgt ein Standardsatz, der zu JEDEM Fest dazu gehört: „Oje, Miriam guck mal… ich glaub, das ist zu wenig Reis!“ Wohlgemerkt, meine Mutter rührt in einem Topf, der 8 Liter fasst und bis knapp unter den Rand mit Reis und Wasser gefüllt ist. Wahlweise hört man bei einem Fest auch, dass es zu wenig Nudeln / Salat / Fleisch /… sind, es droht praktisch immer eine Nahrungsknappheit, wenn die Verwandten zu Besuch kommen.

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Am Sonntag grinste ich nur und meinte, dass das viel zu viel Reis sei und sie noch ewig Reisreste essen würd. Kleine Randnotiz zur Herdbelegung in der Küche: parallel zum Reis stand noch ein Topf Spaghetti auf dem Herd – die Bolognese war schon fertig, weil nun ja, man weiß ja nie, ob jemand kein Chili mag 🙂
12.30 Uhr, die Verwandten sind alle da, das große Essen beginnt und es kommt wie es kommen muss: es bleibt Reis übrig! Sehr viel! Und Chili auch – ein ganzer Topf (immerhin keine 8l, sondern „nur“ 2 Liter). Und Spaghetti Bolognese haben auch nur zwei Kinder gegessen. Tja, ich wusste es ja von Anfang an: zu viel Reis 🙂

Also, liebe Mama: hier ein Rezept zur Reisverwertung… Lass es dir schmecken und keine Sorgen, verhungern wird bei dir daheim niemand! Und wie gesagt: das muss dir nicht peinlich sein, es geht bestimmt noch mehr Leuten so 😉

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Zutaten für 4 Personen:
300g gekochter Basmatireis
1 EL Kokosöl
2 mittelgroße Schalotten, gehackt
400g Blumenkohlröschen, zerkrümelt
60g Chashewkerne (ich: deutlich mehr 😉
100g Kichererbsen aus der Dose, abgespült und abgetropft (ich: ca. 200g)
1 Handvoll Spinat
1 TL Currypulver
1/2 TL Kurkuma
1/4 TL Chiliflocken
2 Frühlingszwiebeln
175ml Kokosmilch (ich: ca. 250ml)
2 TL frisch gepresster Limettensaft
40g Rosinen
2 EL gehackte Minze (bei uns ohne)

Zubereitung:
Das Kokosöl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Schalotten und Blumenkohl in der Pfanne mit Salz und Pfeffer würzen und 5min braten bis der Blumenkohl hellbraun ist.
Cashewkerne und Kichererbsen zugeben und 5min weiterbraten bis sie hellbraun sind. Currypulver, Kurkuma, Chiliflocken und Frühlingszwiebeln zugeben. Etwa 30sec rühren bis die Gewürze anfangen zu duften. Die Hitze reduzieren und gut die Hälfte der Kokosmilch einrühren. Dann Limettensaft, Rosen und noch etwas Salz zugeben.
Den Reis einarbeiten, dabei größere Klumpen mit einer Gabel zerdrücken. Die restliche Kokosmilch zugießen, Spinat und ggf. Minze unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit zusätzlicher Limette servieren.

Quelle: Vegetarisch mit Liebe. (Jeanine Donofrio)

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11 Gedanken zu “Anekdoten, die meiner Mutter peinlich sind… und ein Blumenkohlcurry

  1. Lieber zu viel als zu wenig!!! 🙂

    Wenn ich da an Familienfeiern zurückdenke, da wurde auch immer so viel Kuchen und Torten gebacken, dass für jeden was dabei war und jeder sich noch viel mit heim nehmen konnte. Wenn ich da zurückdenke, ist meine (schwäbische, klar!) Oma da wahrscheinlich tagelang in der Küche gestanden…

    1. 😀 oh ja, auch wenn ich für mich selber koche, bin ich immer wieder erstaunt, welche Mengen Essen ich (hungrig) meine, verzehren zu können. Aber gut so: ist schon für 2-3 Tage gekocht 😉 Lg, Miriam

  2. Die Angst, dass zu wenig Essen da ist wenn Besuch kommt kennt glaub ich jeder. So sind wir auch wenn wir grillen. Immer wird zu viel eingekauft und gekocht. Und wir lernen nie aus den Fehlern
    Das Resteverwertungsrezept klingt lecker.
    LG, Diana

    1. 😀 Um Himmels Willen, klar, grillen! Wahnsinn, was da alles aufgefahren wird 🙂 Die Fleischmenge schätzen wir immer relativ gut ein, aber ähm die Beilagen….
      Gut, dass es bei euch auch so ist!
      Lg, Miriam

  3. Das erinnert mich an meine verstorbene Oma. Sie hat immer sehr leckere Gerichte gekocht. Aber wie sie gesagt hat, für eine ganze Kompanie! Aber der Rest wurde nicht wirklich weg geschmissen. Den Rest hat sie im Garten auf eine Stelle gegeben und die kleinen Waldbewohner gefüttert.
    Aber das Gericht muss ich unbedingt mal nachkochen. Ausser mit dem Blumenkohl, den kann ich mir gar nicht so darin vorstellen. Ansonsten erinnert mich das an marokkanische Tajine, mit den Kichererbsen, den Rosinen und der Minze. Die Cashews sind bestimmt auch mega lecker dabei gewesen. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

    1. Was für eine süße Geschichte – fast wie in einem Disneyfilm 😉 Der Blumenkohl ist geschmacklich so neutral, dass er sich perfekt den Gewürzen und anderen Zutaten anpasst. Probier es einfach mal aus außer natürlich du magst Blumenkohl nicht 😀
      Lg, Miriam

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