Ein Hoch auf den Honig!

Nicht gerade komplettes Gericht, aber als Zutat, oder einfach pur – Honig ist so vielfältig und gut!

Immer wieder komme ich mit Menschen, denen ich begegne ins Gespräch über Foodfotografie bzw. vor allem den  Blog, den ich gemeinsam mit meiner Tochter habe. Das weckt bei so manchem Interesse und der eine oder andere Follower fand zu uns, nach einem solchen Gespräch. So auch ein lieber Kollege, den ich vor einigen Wochen kennengelernt habe.

2017.09.23_Blütenhonig Wilfried Kari-4

Und im Gespräch stellte sich dann heraus, dass er seinerseits Hobby-Imker ist. Letzte Woche trafen wir wieder zusammen, er sprach mich sofort auf den letzten Blogbeitrag und ich auf seine Bienen an. „Bring mir doch mal ein Glas mit“, so meine Bitte, denn so ein schöner Honig direkt vom Imker, da sage ich nicht nein. „Lieber Tannenhonig oder Blütenhonig“, so seine Rückfrage und nach kurzem weiteren Gespräch entschied ich mich für den Blütenhonig.

Zu Hause haben wir den Blütenhonig eines anderen Imkers, der stark Raps-geprägt ist. Mein Kollege hatte mir erzählt von kleingliedrigen Flächen mit einer großen Vielfalt an Blüten, und das wirkt sich natürlich wieder auf den Honig aus. Also wollte ich bewusst vergleichen und war gespannt und schon am gestrigen Samstag öffnete ich das neue Glas sofort.

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Schon die Farbe ist sowas von anders. Während der Honig aus unserer heimischen Region gelb und undurchsichtig ist, ist der geschenkte Blütenhonig dunkelgolden und klar. Welche Blüten die Bienen wohl von ihrem Standort am Tor zur Fränkischen Schweiz besuchen? Sicher ist, dass es dort rund um den Berg der Franken, dem Walberla, was anderes wie hier im Schwabenländle gibt.
Mich erinnerte dieser Blütenhonig eher an Waldhonig, aber genau das war er nicht. Beim Bäcker besorgtes frisches Laugengebäck mit Butter, dazu der Honig – Hmmm! Und erwartungsgemäß war natürlich auch der Geschmack des dunklen Blütenhonigs anders, als der des hellgelben Blütenhonigs aus dem Balinger Umland. Und zwar sehr anders! Ich entschied mich, diesen Geschmack als feinwürzig, aromatisch und fruchtig zu beschreiben (gibt es eigentlich auch sowas wie einen Honig-Sommelier?).

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Auf jeden Fall ein (Frühstücks-)Genuss und zum einfach nur irgendwo reinmixen für meine Begriffe definitiv zu schade.

Habt Ihr einen bestimmten Lieblingshonig? Direkt vom Imker? Oder doch einfach aus dem Supermarkt?
Ich kann meinerseits auf jeden Fall empfehlen, Vergleichsmöglichkeiten zu nutzen. Die Geschmacksvielfalt von Honig ist beeindruckend!

PS: Hallo, hier meldet sich noch Miriam 🙂 Die Bilder vom heimisches Frühstückstisch schaue ich ganz wehmütig an, kenn ich doch nur zu gut die entspannten Frühstückssamstage.
Ich wollte zum Honig noch kurz anmerken, dass das wirklich ein Thema ist, bei dem jeder was tun kann. Stellvertretend verlinke ich hier nur die Bienenretter, die Tipps geben, was wir gegen das Bienensterben tun können und dazu gehört beispielsweise auch Honig aus der Region zu essen. Informiert euch, wo ihr den Honig kriegen könnt – auf dem Wochenmarkt sowieso, aber zum Teil stehen auch an einzelnen Häusern Schilder und verweisen auf die Möglichkeit, Honig direkt beim Imker zuhause zu kaufen.
Und wer sich dafür interessiert, wie man denn Imker wird, dem empfehle ich Claras Berichte über ihre Ausbildung. Vielleicht kriegt ja der ein oder andere Lust drauf?! 

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12 Gedanken zu “Ein Hoch auf den Honig!

  1. Honig steht hier immer im Schrank- meist als Mitbringsel von Reisen. Kastanienhonig aus dem Elsaß, Tannenhonig aus dem Schwarzwald, Lavendelhonig aus Kroatien, um nur ein paar zu nennen. Immer von kleinen Betrieben- auf Märkten oder in Restaurants erstanden, schätze ich Honig sehr und genieße diese Spezialitäten auf meinem frisch gebackenen Brot oder Waffeln. Hmmm! Übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch: Die Geschichte der Bienen.

    1. Oh ja, als Reisemitbringsel ist er bei mir auch beliebt – dieses Jahr kam welcher aus Griechenland mit, irgendwo am Wegrand gekauft, Verständigung lief nur mit Händen und Füßen ab 🙂 So kann gleich noch tolle Erinnerungen mit verbingen.

      1. Ich spare dann immer sehr, mindestens so lange bis ein frisches Glas bereitsteht. Für alltägliche Zwecke (heiße Honigmilch und dergleichen) gibt es einen heimischen Honig der leicht nachzukaufen geht

      2. Das stimmt, mache ich auch so, nur ist mein Freund der Honigvernichter schlechthin: so wie ich locker ne Tafel Schokolade vernichten kann, löffelt der mal n Glas Honig aus – ohne Brot, Joghurt oder sonst was… muss ich nicht verstehen 😀 das wäre mir dann doch zu süß!

  2. Viele Jahre hatte ich einen Schrebergartennachbarn, der Bienen hielt. In meinem Garten summte und summte es. Wunderschön. Das Schicksal wollte es, dass ich ihm 4 Kartons Honig abkaufte, fast geschenkt, weil Freund Bedarf angemeldet hatten, den sie dann doch nie beanspruchten. Ein Jahr später verstarb der Bienenpeter. Nun sind die noch vorhandenen Honiggläser ein kostbarer Schatz für mich, von denen ich sehr bewusst genieße.

      1. Ja! Und immer regionale Honige kaufen & die örtlichen Imker unterstützen! Die bieten auch häufig Verkostungen an. Honig ist von Jahr zu Jahr verschieden. Und dann kommt es natürlich darauf an, ob es Raps-, Blüten-, oder Tannenhonig ist. Aber dass wisst ihr ja. Viele Grüße!

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