Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

2017.06.17_Caponata-4

Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

2017.06.17_Caponata-7

Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

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14 Gedanken zu “Hinter den Kulissen: Caponata

  1. Hallo Ihr Zwei,

    nix da – mangelde Kreativität – bitte keine falsche Bescheidenheit!!! Ich finde, ihr Zwei macht das super!!!

    Und – ich hab auch schon hin und wieder mal was ausprobiert.

    Dieses Rezept gehört allerdings nicht zu meinen Favoriten. Da geht in meinem Single-Haushalt zu viel kaputt bzw. hinterher versperrt es mir 15 Jahre den Platz….

    Trotzdem – macht weiter solange ihr Lust und Freude dazu habt 🙂

    Liebe Grüße auf diesem Weg,

    Lissy

    Gefällt 1 Person

  2. Am besten schmeckt uns die Caponata wenn sie einen Tag durhcgezogen ist… und euer Foto-Setting ist super. Mir gefällt auch das schliechte Seiten-design, Konzentration aufs Wesentliche- auch keine Überladung mit Fotos wie ich es so oft sehe (und garnichtmehr anschaue, solche blogs…)

    Gefällt 1 Person

    1. Die Anchovis haben wir auch dezent ignoriert. Und was die Rosinen angeht, kannst du dich mit meiner Mutter zusammen tun: die war von denen auch nicht begeistert. Wir anderen hingegen schon 🙂
      Lg, Miriam

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  3. Also, mir gefällt es hier bestens. ich finde das ja furchtbar, wenn man vor lauter Deko das Essen nicht mehr findet und ich mag es auch nicht, wenn alles nur noch auf „höher, schneller, weiter“ ausgelegt ist.

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  4. Liebe Miriam, ich glaube jeder hat so seine Leichen im Keller…natürlich fototechnisch…was sonst 🙂
    Caponata habe ich glaube ich noch nicht gegessen, hört sich aber lecker an. Muss ich ändern.
    LG, Diana

    Gefällt 1 Person

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