Staunenswert: Cremige Brokkolisuppe

Wer mit mir in dieser Jahreszeit unterwegs ist, wird sehr, sehr häufig den Satz hören: „Woah, alles soooo grün!“ In einem ganz ähnlichen Stil hab ich letztes Jahr zur Frühlingsminestrone auch schon einen Beitrag geschrieben, aber ich finde es jedes Frühjahr einfach neu faszinierend und staunenswert, wie innerhalb von einem Monat die Natur zum Leben erwacht.

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Besonders extrem fällt das noch auf, wenn man aus der Rhein-Neckar-Region heim ins Schwabenländle fährt. Da hat diese „Grün-Explosion“ an Ostern noch auf sich warten lassen. Diese Woche gab es dort sogar nochmal eine geschlossene Schneedecke! Aber gut, zumindest heute soll es schön sein und man kann Sonne und Grün genießen.

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Geht es euch auch so, dass ihr über gewisse Dinge immer wieder neu staunen könnt? Ich hoffe, dass ich diese offenen Augen mein Leben lang behalte und in jedem Frühling neu meine Umwelt nerve, mit meinen Hinweisen auf die grüne Farbpracht 🙂

Der Sprung von dieser Naturbetrachtung zur Suppe ist jetzt etwas holperig… mit Brokkoli, Lauch und Spinat ist sie halt auch grün, deswegen vermutlich die Assoziation. Brokkolisuppe gibt es schon mein Leben lang immer wieder, aber noch nie mit Kokosmilch. Warum eigentlich nicht? Diese Ergänzung macht einen wunderbaren Unterschied und die Suppe sehr cremig und reichhaltig. Wir haben uns an einem kalten Frühlingsabend wirklich sehr über die warme Suppe gefreut! Ist auch eine gute Vorratskammersuppe, wenn man recht vereisten Brokkoli und Spinat in hintersten Ecke der Gefriere findet… klappt auch 😉

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Zutaten (für 3 Portionen)
1 große Stange Lauch
1 EL natives Olivenöl plus etwas mehr zum Garnieren
2 Knoblauchzehen, geschält und zerdrückt
Salz, Pfeffer
1 mittelgroßer Brokkoli
1 1/2 TL Weißweinessig
500ml Gemüsebrühe
250ml Kokosmilch, plus 60ml zum Garnieren
60-80g Spinatblätter
Saft von 1/2 Zitrone (nach Belieben)
Chiliflocken (nach Belieben)

Zubereitung:
Die weißen und hellgrünen Teile des Lauchs in Ringe schneiden und in einem Sieb gründlich abspülen. Das Olivenöl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Lauch, Knoblauch und reichlich Salz und Pfeffer hineingeben. Umrühren und 5min dünsten bis der Lauch weich ist.
Den Brokkoli putzen, mit Stiel in kleine Stücke schneiden und zum Lauch in den Topf geben. Rühren und 3 min garen, bis der Brokkoli weich wird.
Essig, Brühe und Kokosmilch einrühren. Die Hitze reduzieren und 10min köcheln lassen.
Dann die Suppe vom Herd nehmen und glatt pürieren. Den Spinat putzen, zur Suppe geben und erneut pürieren. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Zitronensaft abschmecken.
Mit zusätzlicher Kokosmilch und Olivenöl garnieren. Wer will, streut noch ein paar Chiliflocken drüber.

Quelle: Vegetarisch mit Liebe (Jeanine Donofrio)

Im Bücherregal: Vegetarisch mit Liebe

Wie vielen von euch ja vielleicht bewusst ist, macht mein Vater die Bilder für den Blog. Unser Gemeinschaftsprojekt Blog muss deswegen relativ gut organisiert werden, weil uns ca 200km trennen. Bei einem spontanen Treffen kurz vor Ostern hab ich das Rezensionsexemplar von „Vegetarisch mit Liebe“ vom Südwest Verlag schon mal meiner Mutter mitgegeben. Sie sollte ein Rezept raussuchen, welches dann während meines österlichen Heimatbesuchs gekocht und fotografiert werden sollte. Als ich sie kurz vor Ostern darauf ansprach, kam nur ein Seufzen zurück: „Ich hab fast alle Rezepte markiert, die sind einfach alle sooo klasse“ 🙂 Tja, so wie meiner Mutter ging es auch mir… aber von Anfang an.

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Die Autorin:
Jeanine Donofrio bloggt zusammen mit ihrem Mann Jack Mathews, der für die Bilder zuständig ist, auf Love & Lemons, einem US-amerikanischen Blog. Ihre Heimat Texas mit der Nähe zu Mexiko spiegelt sich auch in diversen Tacorezepten auf dem Blog und im Buch wieder. Ansonsten lässt Jeanine Donofrio sich von ihren Reisen und vor allem vom saisonalen Marktangebot inspirieren.

Der erste Eindruck:
Zugegeben, der Buchtitel begeistert mich nicht. Dieses Kochen mit Liebe, ich weiß ja nicht. Aber klar, hier in Deutschland ist der oben genannte Blog nicht so bekannt, da brauchte es eine andere Übersetzung von: „The Love & Lemon Cookbook“. Immerhin der Untertitel ist gleich geblieben und verrät schon um was es geht: 120 Rezepte von Apfel bis Zucchini.
Dieser kleine Schönheitsfleck ist aber schnell vergessen, sobald man die ersten Seiten durchgeblättert hat: traumhafte, ansprechende Foodfotos. Alles sehr hell, freundlich und bunt gehalten, dabei klar strukturierte Seiten. Angesichts der Rezepte läuft mir das Wasser im Mund zusammen und meine Nachkochliste wird länger und länger.

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Inhalt:
In einer kurzen Einleitung thematisiert Jeanine Donofrio, wie sie zum Bloggen kam und legt ihre Einstellung dar. Diese ist herrlich unkompliziert und undogmatisch: es geht nicht um Verzicht von Fleisch, Gluten, Lactose oder sonst was, sondern um Gemüse und was man Leckeres damit anstellen kann. Ausdrücklich fordert sie dazu auf, sich in die Rezepte einzubringen und so seinem eigenen Geschmack zu folgen.
Vor den eigentlichen Rezepten, die den großen Hauptteil ausmachen, gibt es noch einen kleinen Leitfaden zum Ad-hoc-Kochen, sprich: wie man einfach Verwertungsmöglichkeiten für frisches Gemüse hat. Falls etwas übrig bleibt, gibt es auf der folgenden Doppelseite auch dafür Verwendungsmöglichkeiten. Abschließend noch Hinweise für den Vorratsschrank und damit sollte auch alles zur Ausstattung gesagt sein.
Danach folgt wie schon der Titel verspricht eine alphabetisch geordnete Auflistung der Hauptzutaten, sprich von Äpfeln über Kartoffeln zu Zwiebeln werden die Rezepte geordnet. Das heißt natürlich nicht, dass man beispielsweise Avocado oder Zitrusfrüchte nur in den entsprechenden Kapiteln findet. Hier lohnt sich deswegen im Zweifelsfall ein Blick ins Register, wo alles zu finden ist. Insgesamt findet ihr 120 Rezepte, die in 26 Kapitel unterteilt sind.
Abschließend folgen Rezeptvarianten zu Hummus & Co sowie Grundrezepte wie beispielsweise für Pizzateig und Kochanleitungen zu Bohnen und Getreide. Den Inhalt des Buches finde ich sehr gelungen, kurzweilig und klar verständlich. Man findet sich dank der alphabetischen Auflistung gut zurecht.

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Die Rezepte:
Soll ich euch alles auflisten, was ich schon aus „Vegetarisch mit Liebe“ gekocht habe? Okay, ist nämlich ganz schön viel:

  • Frühstücks-Wraps mit Avocado: Einfach, aber gut. Statt Salsa hab ich Sirachasauce verwendet.
  • Auberginen-Pilz-Klößchen: eines der Rezepte, die aufwändiger sind. Der Aufwand lohnt sich aber und bringt die ersten veganen Klößchen hervor, die eine ernsthafte Konkurrenz zu der Fleischvariante sind!
  • Blumenkohlcurry mit gebratenem Reis: schnell gemacht, mit den Rosinen hat es das gewisse Etwas. Rezept kommt!
  • Pizza mit geröstetem Blumenkohl und Birne: statt Birne gab es bei mir Apfel. Ein sehr leckerer Pizzabelag, nämlich der Kohl wird nicht als Teig verwendet!
  • Brokkolicremesuppe: So ein Schluck Kokosmilch macht einfach gleich n Unterschied, wunderbar cremig und wärmend. Rezept kommt.
  • Samosas mit Erbsen und Süßkartoffeln: etwas aufwändig, aber lecker. Nur meine Falttechnik muss noch verbessert werden.
  • Karotten-Hirse-Salat mit Ingwer: Die Karotten werden einerseits gebacken, andererseits roh serviert und on top kommt eine HAMMER Sauce aus rohen Karotten und Cashewcreme. Sooooo gut!!!
  • Süßkartoffel-Tacos mit Apfel-Radieschen-Salat: eines der Tacorezepte musste ich noch ausprobieren. War okay, aber ich musste wieder feststellen, dass Tacos für mich eher Picknick als Mittagessen sind 😉

Das war bisher alles, aber ich werde demnächt die Polenta mit Frühlingsgemüse machen und hach, die Kürbissaison kann ich auch kaum erwarten mit den tollen Rezepten 🙂 Ich glaube, durch die Auflistung habt ihr einen guten Einblick in das Buch erhalten. Die Rezepte haben immer funktioniert. Es wird auch jeweils angegeben, wie man das Rezept veganisieren oder glutenfrei gestalten kann. Im Normalfall werden keine außergewöhnlichen Zutaten benötigt. Teilweise merkt man die texanische Herkunft, wenn spezielle Chilisorten vorgeschlagen werden, aber das kann man entweder getrost übergehen oder durch das ersetzen, was gerade zur Hand ist. Das Gemüse spielt die Hauptrolle in dem Buch, alles andere ist nur Verfeinerung und Ergänzung. Ich war immer wieder begeistert, wie unkompliziert und (meistens) schnell ich ein gutes Essen hatte.

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Kaufempfehlung?
Ich denke, ihr habt schon in der Einleitung die Tendenz bemerkt, dass ich (trotz des Titels) ganz verliebt in „Vegetarisch mit Liebe“ bin. Undogmatisch, einfach, aber immer mit einer gewissen Raffinesse: ich bin mir sicher, dass ich in den kommenden Jahreszeiten noch sehr viel Spaß und leckeres Essen mit dem Kochbuch haben werde. Und meine Mutter ist so begeistert davon, dass bei ihr dieser Titel auf dem Wunschzettel für ihren Geburtstag steht. Eine bessere Empfehlung kann sich ein Rezensionsexemplar doch nicht wünschen, oder? 🙂

PS: Auch einen schönen Einblick und nachgekochte Rezepte findet ihr bei Susanne -einfach mal rüberklicken!

Jeanine Donofrio / Jack Mathews: Vegetarisch mit Liebe
Südwest Verlag
320 Seiten, gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-517-09543-1
24,99€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung. Der Südwest Verlag ist Teil der Verlagsgruppe Random House / Bertelsmann.

Ei,ei,eia-ei: Kresse-Dip zur Ostereiverwertung

So, Ostern ist nun endgültig vorbei, die Ferien somit auch und das einzige was bleibt, sind Tonnen von Schokoosterhasen und jede Menge bunt gefärbte Eier. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber gefühlt hat man genügend hart gekochte Eier bis Weihnachten. Und bei aller Liebe zu Eiern, irgendwann hängen die einem eeeecht zum Hals raus!

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Dieses Jahr muss ich allerdings ein großes Lob an alle Verwandten, Freunde und Nachbarn des Hauses O. aussprechen: die Eierflut hielt sich in Grenzen! Auch die Schokohasenarmee ist übersichtlich. Trotzdem will ich euch ein Rezept zeigen, das sich eignet um immerhin drei hartgekochte Eier loszuwerden. Dieser Kresse-Dip passt hervorragend zu einem nachösterlichen Brunch, aufs Brot, als Dip zu Gemüse oder Räucherlachs oder als reichhaltiges Dressing zu Salat.

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Der Dip kam so gut an, dass er innerhalb von einer Woche gleich zwei Mal gemacht wurde. Das spricht doch für sich. Für die Schokohasen liefer ich euch keine Vorschläge, wie ihr die am besten verarbeiten könnt -solche Probleme habe ich nicht 😉 Was macht ihr sonst mit den „Resten vom Fest“, den hartgekochten Eiern oder anderen Überbleibseln?

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Zutaten (für 8 als Beilage):
3 Eier
100g Hüttenkäse
100g Magermilchjoghurt
150g Schmand (ich: 200g)
100g Mayonnaise (ich: 1 EL)
1 Tl mittelscharfer Senf
1 Tl körniger Senf
Salz, Pfeffer
1 Beet Gartenkresse
1 Beet violette Kresse (ich hatte nur Gartenkresse)

Zubereitung:
Falls die Eier nicht eh schon hartgekocht sind: die Eier anstechen und in kochendem Wasser 6min nicht zu hart kochen. Eier abgießen, abschrecken und pellen.
Hüttenkäse mit Joghurt, Schmand, Mayo, beiden Senfsorten, Salz und Pfeffer mischen. Eier grob schneiden.
Kresse von den Beeten schneiden. Eier und 3/4 der Kresse unter den Dip rühren. Abschmecken und in einer Schale anrichten. Mit der restlichen Kresse bestreut servieren.

Quelle: deli (2/ 2017)

Planänderung: Fruchtige Paprikasuppe

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche das Rezept für herrvoragende Knoblauchbrötchen veröffentlichen. Dann ging es ganz uneigentlich spontan für einen Kurztrip nach Dijon (sooo toll dort!). Und dann kam Ostern, die Geburtstage der Eltern und jetzt erscheint es mir heute absolut unpassend ein Rezept für eine Grillbeilage zu veröffentlichen!!!

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Warum fragt ihr euch oder Leser, die auf diesen Beitrag erst in ein paar Tagen stoßen? Hier im Basislager meines Lebens am Fuße der Schwäbischen Alb schneit es heute! SCHNEE! Am 18. April nachdem ich letzte Woche schon den ersten Sonnenbrand des Lebens hatte. Dass meine Garderobe für den Heimatbesuch mit Schneefall komplett falsch ist, gehört ebenso dazu wie die Tatsache, dass der Grill trotzdem schon an war 🙂 Dem Papa sei ein Trulala… oder besser ein Steak!

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Aber gut, ich warte mit den Knofibrötle noch einen Moment. Das Wetter ist nämlich eine tolle Gelegenheit, euch das Rezept für diese fruchtige Paprikasuppe vorzustellen. Die Tage erst hatten meine Mutter und ich es davon, dass es so einfach ist, eine Suppe zu kochen. Ein bisschen Gemüse, Salz, Pfeffer, eventuell Kokosmilch oder Sahne, aber zack, schon hat man was Warmes auf dem Teller und auch Gemüse, das optisch nicht mehr instagramwürdig ist, hat hier noch Raum zum Glänzen.

Schon bescheuert, dass es heute wieder mehr Suppenwetter ist als dass man Lust hätte draußen beim Grill n kühles Bier zu trinken. Aber die Zeiten werden auch wieder kommen. Dann gibt es Knofibrötle, die sich auch super zu der Suppe machen. Jetzt wärmt euch erstmal und hofft mit mir auf wärmere Zeiten 🙂 Bis dahin könnt ihr euch an der tollen Paprikasuppe freuen.

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Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:
3 rote Paprika
2 Orangen
2 EL Olivenöl
1 große rote Zwiebel, gewürfelt
1 rote Pfefferschote, in feinen Ringen
2 Tomaten, in groben Stücken
1 EL brauner Zucker
Salz, Pfeffer
100g Crème fraiche
1 Tl Schwarzkümmel (weggelassen), stattdessen Schnittlauch

Zubereitung: Die Paprika vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Von den Orangen 3 TL Schale fein abreiben und 300ml Saft auspressen.
Öl in einem Topf erhitzen und darin Zwiebeln, Pfefferschote und Paprika ca 5min bei mittlerer Hitze dünsten. Tomaten, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben. Mit 300ml Wasser und Orangensaft auffüllen und 10min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Abgeriebene Orangenschale zugeben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Creme Fraiche mit 1-2 EL Wassern glatt rühren. Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit Creme fraiche garnieren und mit Schwarzkümmel bestreuen.

Quelle: deli 1/ 2017

Schokoladen – Erdnussbutter – Käsekuchen

Oder auch: wer nicht hören will, muss fühlen und kriegt obendrein kaum ein gscheites Kuchenfoto!! Fangen wir aber etwas gelassener an: jedem sollte klar sein, dass ein Käsekuchen, der sich mit Schokolade und Erdnussbutter zusammen tut, nur der Hammer sein kann! Cremig, süß, knackig -allein die ungebackene Frischkäsemasse war schon ein Traum.

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Glücklich also den Kuchen in den Ofen geschoben, Backzeit abgewartet und einen noch leicht wabbeligen Kuchen rausgeholt. Alles gut soweit! Nigel Slater mahnt im Rezepttext an zwei Stellen, dass der Kuchen mindestens 7h, besser sogar noch über Nacht im Kühlschrank stehen muss, damit er vollens fest wird. Ich aber setzte mich freimütig darüber hinweg, war zu ungeduldig, hatte Lust auf diese Süßigkeit und überhaupt! Wenn ich die Form ne Runde in die Gefriere stelle und dann noch ne Weile in den Kühlschrank wird das schon gut gehen. Ähm ja, ging es auch… für zwei Bilder, bei denen die Deko und Belichtung vielleicht noch nicht ideal war.

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Seht ihr auf dem Bild oben in der Mitte den Riss? Jaaa, das war der Ursprung des Bösen: er vergrößerte sich in bester Vulkanmanier und heraus floss das noch viel zu weiche Käsekucheninnere. Auch meine Rettungsversuche mit erneutem Aufsetzen der Springform und „schockfrosten“ in der Gefriere führten nur bedingt zu besserer Haltbarkeit. Zu viel war schon ausgeflossen… Also haltet euch bitte, bitte an die Kühlzeiten!!!

So oder so: geschmacklich ne Bombe war der Schokoladen-Erdnussbutter-Käsekuchen. Genau der richtige Ausgleich nach nem Salätle oder um nach der Fastenzeit wieder richtig zuzuschlagen 😉
Habt ihr auch schon kleinere oder größere Backdesaster erlebt? Ich hoffe, dass trotz mangelhafter Optik euer Kuchen wenigstens geschmacklich gut war!

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Zutaten (für eine Springform mit 20cm-Durchmesser):
Für den Boden:
175g Weizenvollkornkekse mit dunkler Schokolade
100g gesalzene, geröstete Erdnüsse
75g Butter
Für den Belag:
50g dunkle Schokolade
450g Doppelrahm-Frischkäse
4 Eier
1 Eigelb
120g feiner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100g grobe Erdnussbutter

Zubereitung:
Die Butter für den Boden in einem kleinen Topf zerlassen. Die Kekse in der Küchenmaschine mahlen oder in eine Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zu groben Krümeln klopfen. Die Kekskrümel in die flüssige Butter schütten. Die Erdnüsse in der Küchenmaschine zu grobem Pulver zermahlen und unter die Mischung rühren. Die Krümelmasse in die Kuchenform geben und glatt streichen, aber nicht verdichten. Im Kühlschrank fest werden lassen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Schokolade für den Belag in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel über einem Topf mit köchelndem Wasser schmelzen lassen. Nicht umrühren, aber die noch festen Schokostücke mit einem Löffel in die Flüssigkeit hinunterdrücken.
Frischkäse, Eier, Eigelb, Zucker und Vanilleextrakt in die Schüssel der Küchenmaschine geben und langsam schlagen, bis sie gründlich vermischt sind. Die Unterseite der Backform mit zwei Lagen Alufolie einwickeln, damit beim Backen kein Wasser eindringen kann. Den Frischkäsebelag auf dem Keksboden verteilen. Als nächstes die flüssige Schokolade darübergießen, dann die ERdnussbutter mit einem Löffel in regelmäßigen Häufchen verteilen. Mit einem Schaschlikspieß oder dem Griff eines Löffels die Schokolade und die erdnussbutter in Wirbeln mit der Frischkäsemischung verrühren.
Die Springform in eine große Bratform stellen und so viel heißes Wasser zugießen, dass sie zur Hälfte bedeckt ist. Im Ofen 55 bis 60min backen. Der Kuchen sollte in der Mitte noch wabbelig sein. Wenn nötig, noch ein wenig länger im Ofen lassen und mit Alufolie abdecken, damit er nicht braun wird.
Den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Bratform mit Wasser abkühlen lassen. Über Nacht oder mindestens 7h lang in den Kühlschrank stellen.

Quelle: Ein Jahr lang gut essen (Nigel Slater)