Im Bücherregal: Die grüne Küche. Smoothies & Co von David Frenkiel und Luise Vindahl

Es gibt Kochblogs, die international bekannt und beliebt sind und deren Blogger inzwischen längst auch als Autoren mit Kochbüchern erfolgreich sind. David Frenkiel und Luise Vindahl werden für ihren vegetarischen Foodblog Green Kitchen Stories ebenso gefeiert wie auch für ihre schon erschienenen zwei Kochbücher. Auch bei mir steht ihr erstes Buch „Die grüne Küche“ und so manches Rezept wird immer wieder in meiner Küche nachgemacht.
Als ich auf ihrem Blog die Ankündigung las, dass das nächste Buch ein Smoothiebuch sein würde, war mein erster Gedanke: „Oh neeee, nicht noch ein Smoothiebuch! Gibt es davon nicht schon genug?“ Auch ich besitze zwei Stück und naja, so ganz haben mich deren Rezepte und Aufteilungen nicht überzeugt. Würde es mit „Smoothies & Co.“, das beim Knesebeck Verlag erschienen ist, anders sein?

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Der erste Eindruck:
Ui, wie klein! Im Vergleich zu den schon erschienen Büchern ist das Smoothiebuch deutlich kompakter. Das Hardcover ist fest, die Seiten wollen nicht gleich offen liegen bleiben. Ins Auge springen dann aber sofort die Fotografien: allein das Titelbild mit seinem Farbverlauf ist einfach wunderschön gestaltet. Auch im Inneren finden sich ausschließlich ansprechende Bilder.

Inhalt:
„Ja wo sind sie denn?“, mag man fragen, wenn man systematisch das Buch durchblättert. Bevor man zu den Rezepten kommt, erhält man erstmal eine ausführliche Einleitung in die Smoothiezubereitung.

  • Wissenswertes zur Zubereitung: Neben Masseinheiten und Süßegraden geht es hier auch um die Fragen, was jeweils die Vorzüge von Smoothies im Vergleich zu Säften sind.
  • Unsere Smoothievorratskammer: welches Obst und Gemüse wird verwendet? Welche Flüssigkeiten können benutzt werden? Auch die inzwischen omnipräsenten Superfoods werden kurz erläutet.
  • So gelingen perfekte Smoothies: eine nette kleine Infografik über die Zutaten, wie sie im Mixer landen.
  • Geräte und Ausrüstung: wer noch keinen Mixer oder ähnliches hat, erhält hier ein paar Informationen, was es zu berücksichtigen gibt.
  • Tipps & Tricks: rund um tiefgefrorenes Obst, Aufbewahrung und die Konsistenz des Smoothies. Bevor es schließlich an die Rezepte geht, wird auch noch die Verwendung von Bio-Ware begründet.
  • Grundrezepte: die ersten Rezepte des Buches haben nichts damit zu tun, was man klassischerweise mit Smoothies verbindet. Hier wird die Herstellung von Nussmus und verschiedenen Müslis erläutert.

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Allein diese ausführliche Einleitung zeigt, wie gründlich David Frenkiel und Luise Vindahl gearbeitet haben. So ziemlich jeder Aspekt der Smoothieherstellung wird beachtet. Vieles war mir schon bewusst und habe ich nicht unbedingt gebraucht, aber diese Sorgfalt zieht sich durch das ganze Buch und macht den entscheidenden Unterschied zu sonstigen Smoothiebüchern. Nun geht es aber an die Smoothies!

  • Einfache Smoothies: hier geht es wirklich darum, dass der Smoothie schnell zusammen gemixt werden kann, viel mehr als Obst und Gemüse zu schnippeln und das ein oder andere abzumessen, ist hier nicht nötig.
  • Absolute Hingucker: es wird etwas aufwändiger, weil neben dem Smoothie noch andere Zutaten wie Granola, Chia-Pudding, frische Früchte und anderes hinzukommen und alles apart in Gläser gefüllt wird. So ergeben sich sättigende Mahlzeiten.
  • Nussmilchvariationen: Haselnussmilch kriegt man ja inzwischen in jedem Supermarkt. Dass man diese und viele andere Sorten selber machen und lecker für Smoothies kombieren kann, zeigt dieses Kapitel.
  • Säfte: als Ergänzung zum Pürieren von Obst und Gemüse wird hier entsaftet. Ein kleines Kapitel, aber schöne Ideen sind dabei.
  • Desserts: ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich mit einem Bounty-Smoothie oder dem Beeren-Salzkaramell-Semifreddo das typische Stückchen Schokolade nach dem Essen gar nicht vermisse. Tolle Rezepte!

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Das Buch endet mit einem Foto der beiden Autoren und einem ausführlichen Register. Die Zutaten sind hier alphabetisch aufgelistet und es ist gar kein Problem, Rezepte schnell und übersichtlich zu finden.

Die Rezepte:
Schon vor diesem Buch mochte ich Smoothies sehr gerne. Allerdings war ich auch nicht wirklich kreativ. Ich hatte meine Standardkombination und gut ist. Hiermit wurde es deutlich kreativer und bunter. Im Vorwort zu einem Rezept schreibt David Frenkiel, dass es ihre Absicht war, mit ihren Rezepten Gemüse attraktiver zu machen. Denn es wird viel „Grünzeugs“ verwendet und oft merkt man es gar nicht so, weil das Endprodukt immer noch süß und fruchtig ist und auch noch so lecker aussieht, dass man sich gar nicht fragt, wie die grüne Farbe jetzt genau zustande kommt. Gemacht habe ich unter anderem schon:

  • Grüner Zaubertrank: mit tiefgekühlten Brokkoli und Erbsen ein grüner und leckerer Frühstückssmoothie.
  • Grüner Evergreen: Zur Ananas gesellen sich Tiefkühlspinat, Limette und Kokoswasser. Sehr fein!
  • Superbeeren-Fenchel-Smoothie: sogar der Freund hat sich nicht über den Fenchel beklagt. Passt sehr gut mit der Orange und den Tiefkühlbeeren zusammen.
  • Avocado-Mango-Limetten-Smoothie: Sehr schnell gemacht, aber ich stelle fest, dass Avocado mir persönlich im Smoothie nicht so schmeckt.
  • Bircher-Kefir mit orientalischem Zitrussalat: sogar schon verbloggt 🙂

Das ist nur eine kleine Auswahl an Rezepten, die ich schon (immer wieder) gemacht habe. Gerade der Bircher-Kefir zeigt auf, dass es nicht nur um Getränke geht, sondern eben auch habhaftere Ideen gezeigt werden. Diese Abwechslung macht für mich den Reiz des Buches aus. Die Rezeptbeschreibungen sind sehr ausführlich und wirklich anfängergeeignet. Fehler können eigentlich nicht passieren. Superfoods, Nussmilch und auch Proteinpulver werden verwendet, nicht bei jedem Rezept, aber doch immer wieder. Ich war manchmal auch so frei und habe die Nussmilch mit normaler Kuhmilch ersetzt. Ging gut, aber sollte man halt nicht immer machen, weil sich Kuhmilch beispielsweise nicht mit frischer Ananas verträgt.

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Kaufempfehlung:
Ja, ja und nochmal ja! Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der abwechslungsreiche Smoothies will. Hiermit kriegt man nicht nur Getränke, sondern auch Müsliideen, die mit einem Smoothie kombiniert werden. Auch für Sportler sind proteinreiche Drinks enthalten. Sehr positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass man viel mit Tiefkühlprodukten arbeiten kann, die einfacher zu lagern sind als zum Beispiel frischer Spinat. Die Sorgfalt des Buches zeigt sich auch darin, dass erwähnt wird, wie man einen Milchwirbel herstellen kann, wie er auf einem Foto zu sehen ist oder dass die abgebildete Menge das doppelte Rezept ist. Solche Details zeigen mir, wie gut durchdacht alles ist. Für mich ist „Smoothies&Co“ eindeutig eine Bereicherung!

David Frenkiel & Luise Vindahl: Die grüne Küche. Smoothies & Co.
Knesebeck Verlag
160 Seiten, 100 Farbfotos
ISBN: 978-3-86873-957-2
16,95€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

 

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3 Gedanken zu “Im Bücherregal: Die grüne Küche. Smoothies & Co von David Frenkiel und Luise Vindahl

  1. Klingt nach einem tollen Buch. Ich habe aber noch andere 2 Smoothie Buecher daher werde ich es sicher nicht kaufen. Ich bin eher kreativ wenn ich Smoothies machen…verschiedene Fruechte und Obst im Mixer schmeissen, blenden und hoffen das es schmeckt 🙂
    LG, Diana

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    1. Liebe Diana!
      So hab ich es auch gemacht und bin damit auch gut gefahren. Wobei ich auf die Dauer nicht mutig genug war und dann immer das gleiche gemacht hab. Da hat das Buch eindeutig Vielfalt reingebracht! Lg, Miriam

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