Krönender Abschluss: Schokopudding Deluxe

Es gibt zwei Arten von Menschen, wenn es um Pudding geht. Ich konnte das immer wieder beobachten, wenn ich auf Freizeiten mit anderen zusammen saß und wir den Schokopudding aus dem Plastikbechern löffelten. Und nein, wir müssen jetzt nicht darüber diskutieren, dass Pudding für 19 Cent nicht aus den unten aufgeführten Zutaten bestehen kann. Es geht hier um etwas ganz anderes!

Um die Sahne nämlich! Oben über der Schokomasse befindet sich Sahne. Die einen stecken ihren Löffel von oben nach unten durch die Masse hindurch und wirbeln einmal alles durch, so dass die Schokolade und die Sahne vermischt werden. Die anderen hingegen gehen respektvoll mit dem Nachtisch um: vorsichtig stechen sie durch die Sahnemasse, löffeln dann so gut wie möglich den Schokopudding raus ohne zu viel Sahne zu erwischen, sondern die dann als krönenden Abschluss zu verspeisen. Offensichtlich gehöre ich zur letzteren Gruppe 😀

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Ein Puddingrezept -gähnen hier etwa die ersten? Zu unspektakulär? Ach Leutchen, Mousse au Chocolat gab es inzwischen so oft! Diese Masse hier ist nicht luftig, sondern cremig und zergeht wunderbar auf der Zunge. Ihr müsst es zugeben: bei Pudding werden sofort Kindheitserinnerungen geweckt, bei Mousse au Chocolat hingegen vielleicht der Versuch eines perfekten Dinnerabschlusses. Dabei scheint Pudding machen auf den ersten Blick genau so aufwändig zu sein wie eine Mousse zu schlagen. Viel schief gehen kann aber nicht. Immer brav im Topf rühren, dann brennt auch nichts an.

Auch die Karamellsauce ist einfach gemacht, keine Angst davor! Es zischt zwar etwas, wenn der Zucker auf Butter und Sahne trifft, aber glaubt mir: was Besseres kann eurem Schokopudding Deluxe nicht passieren! Jede Mousse ist vergessen, wenn ihr diesen Pudding serviert. Wirklich ein krönender Abschluss für ein Menü.

Noch ein paar Worte zu Weihnachten: Viel ist in den letzten Tagen und Wochen geschrieben worden, was für ein bescheuertes Jahr 2016 war. So viel Angst und Furcht gibt es in dieser Welt, in dieser Weihnachtszeit, die doch von der Werbung und in unseren Wünschen als so friedlich und heil zu sein hat. Aber genau hier hinein spricht die Weihnachtsbotschaft: „Fürchtet euch nicht (…), denn euch ist heute der Heiland geboren.“ (Lukas 2,10f). Ich habe dieses Jahr so oft diesen Zuspruch „fürchte dich nicht“ gebraucht, für mich ist das kein krönender Abschluss, sondern der wahre Zuspruch, der für jeden Menschen gilt und mir immer wieder Kraft und Frieden schenkt.
Gesegnete und schöne Weihnachten euch allen!

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Zutaten für 4-6 Personen:
150g dunkle Kuvertüre
30g Kakaopulver
100g Zucker
500ml Milch
4 Eigelb
30g Speisestärke
500ml Sahne
Für reichlich Karamellsauce:
100g Zucker
35g Butter
50ml Sahne
1 Prise Salz

Zubereitung:
Kuvertüre hacken. Kakao, Zucker und 100ml Milch glatt rühren. Eigelb, Stärke und 100ml Milch in einer zweiten Schüssel glatt rühren. 200ml Milch aufkochen, Kakaomilch unterrühren. Beiseitestellen.
Heiße Kakaomilch nach und nach unter die Eigelbmischung rühren. Alles durch ein feines Sieb zurück in den Topf geben und unter Rühren aufkochen, etwa 40sec unter Rühren kochen lassen. Vom Herd ziehen, 100g Kuvertüre zugeben und unter Rühren im Pudding schmelzen. Dann 150ml Schlagsahne unterrühren.
Pudding in eine Schüssel umfüllen und die Oberfläche direkt mit einem Stück Frischhaltefolie belegen (oder auch nicht!). Vollständig abkühlen lassen.
Für die Karamellsauce den Zucker in einem Topf bei niedriger Temperatur langsam schmelzen lassen. Geduld haben und erst ein wenig umrühren, wenn am Rand der Zucker sich leicht bräunt. Wenn das Karamell eine gold-braune Farbe erreicht hat, kommen Butter, Sahne und Zucker dazu. Nicht erschrecken, das schäumt und wird erstmal fest, löst sich aber dann durch vorsichtiges Rühren auf. Abkühlen lassen.
250ml Sahne steif schlagen. Pudding mit einem Schneebesen kräftig durchrühren und in 4-6 Gläser füllen. Sahne darauf geben und mit Karamellsauce beträufelt servieren.

Quelle: deli (6/2016)

Weihnachtsaperitif: Schiefe Madonna

Liebe Promijäger, liebe Kunstinteressierte, liebe Katholiken!
Nein, hier geht es nicht um die Queen of Pop, Gemälde oder Skulpturen. Wenn euch eure Googlesuche auf unsere Seite geleitet hat, sorry. Nehmt euch n Drink und entspannt euch. Es ist Alkohol drin, aber Madonna hat sich meines Wissens nicht damit in Schieflage getrunken 😉

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Warum dann dieser Name? Die Autoren erklären es damit, dass sie das Bild einer schief hängenden, züchtig bekleideten Madonna in einer nicht ganz so braven Cocktailbar zu diesem Drink inspiriert hat. So ganz süß und unschuldig wie der daherkommt, ist er nämlich nicht. Der Gewürzorangensaft kommt mit Chili und Sternanis unerwartet kräftig daher…okay, daran hat auch so ein bisschen der Cointreau Anteil. Um auf Weihnachten und das Zusammensein anzustoßen, wird der Orangensaft mit Prosecco aufgefüllt.

Ein toller Drink für alle, die (wie ich) nicht ganz soooo auf Glühwein stehen. Eine Tasse ist ja mal okay, aber meistens ist mir das, was ich da kriege, viel zu süß. Es gehört schon zur Adventszeit, mir würde ohne Glühwein definitiv was fehlen, allerdings brauch ich das nicht wöchentlich. Außerdem lässt sich damit nicht ganz so gut die Gäste willkommen heißen, wenn es in der Wohnung sowieso warm ist.

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Wer Glück hat, erwischt schon die ersten Blutorangen. Ansonsten kann auch ein Saft aus dem Supermarkt verwendet werden, aber bitte achtet drauf, dass nur der Saft und sonst nichts enthalten ist. Laut Rezept soll man die Gewürze über Nacht ziehen lassen… je nachdem, wie lang eure Nächte sind und wie intensiv ihr die Gewürze haben wollt, empfehle ich euch, schon nach 6h mal zu probieren und dann evt. schon den Saft abzugießen. Ansonsten steht einem weihnachtlichen Einstieg an Heiligabend nichts mehr im Weg 🙂

Zutaten für 8-10 Cocktails
1 Flasche Prosecco
300ml Blutorangensaft (frisch gepresst oder Produkt aus dem Handel)
3 Streifen Bio-Orangenschale (je ca 8cm lang)
5 EL Gran Marnier, Cointreau oder Weinbrand
1 kleine getrocknete rote Chilischote
5 cm Zimtstange
1 Sternanis
3 Kardamomkapseln, leicht zerstoßen
Zum Servieren: Eiswürfel, Sternanis, Zimtstange, Orangenscheibe

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Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf den Prosecco mit 200ml Wasser in einem mittelgroßen Topf vermengen und zum Kochen bringen. Einige Minuten köcheln lassen und die Gewürze mit einem Kochlöffel behutsam zerdrücken. Vom Herd nehmen und nach dem Abkühlen zugedeckt über Nacht kalt stellen. (Anmerkung: ich würde das Durchziehen das nächste Mal auf ca. 6h verkürzen, mir war der Gewürzgeschmack etwas zu stark)
Den gewürzten Orangensaft durch ein Sieb in einen Krug gießen und wieder kalt stellen. Sobald serviert werden soll, jeweils ca 50ml gewürzten Orangensaft über einige Eiswürfel in Sekt oder Cocktailgläser gießen und mit Prosecco auffüllen. Nach Belieben mit Sternanis, Zimtstangen, Orangenscheiben garnieren und servieren.

Quelle: Rom. Die besten Rezepte aus der ewigen Stadt (Katie und Giancarlo Caldesi)

Im Bücherregal: Die grüne Küche. Smoothies & Co von David Frenkiel und Luise Vindahl

Es gibt Kochblogs, die international bekannt und beliebt sind und deren Blogger inzwischen längst auch als Autoren mit Kochbüchern erfolgreich sind. David Frenkiel und Luise Vindahl werden für ihren vegetarischen Foodblog Green Kitchen Stories ebenso gefeiert wie auch für ihre schon erschienenen zwei Kochbücher. Auch bei mir steht ihr erstes Buch „Die grüne Küche“ und so manches Rezept wird immer wieder in meiner Küche nachgemacht.
Als ich auf ihrem Blog die Ankündigung las, dass das nächste Buch ein Smoothiebuch sein würde, war mein erster Gedanke: „Oh neeee, nicht noch ein Smoothiebuch! Gibt es davon nicht schon genug?“ Auch ich besitze zwei Stück und naja, so ganz haben mich deren Rezepte und Aufteilungen nicht überzeugt. Würde es mit „Smoothies & Co.“, das beim Knesebeck Verlag erschienen ist, anders sein?

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Der erste Eindruck:
Ui, wie klein! Im Vergleich zu den schon erschienen Büchern ist das Smoothiebuch deutlich kompakter. Das Hardcover ist fest, die Seiten wollen nicht gleich offen liegen bleiben. Ins Auge springen dann aber sofort die Fotografien: allein das Titelbild mit seinem Farbverlauf ist einfach wunderschön gestaltet. Auch im Inneren finden sich ausschließlich ansprechende Bilder.

Inhalt:
„Ja wo sind sie denn?“, mag man fragen, wenn man systematisch das Buch durchblättert. Bevor man zu den Rezepten kommt, erhält man erstmal eine ausführliche Einleitung in die Smoothiezubereitung.

  • Wissenswertes zur Zubereitung: Neben Masseinheiten und Süßegraden geht es hier auch um die Fragen, was jeweils die Vorzüge von Smoothies im Vergleich zu Säften sind.
  • Unsere Smoothievorratskammer: welches Obst und Gemüse wird verwendet? Welche Flüssigkeiten können benutzt werden? Auch die inzwischen omnipräsenten Superfoods werden kurz erläutet.
  • So gelingen perfekte Smoothies: eine nette kleine Infografik über die Zutaten, wie sie im Mixer landen.
  • Geräte und Ausrüstung: wer noch keinen Mixer oder ähnliches hat, erhält hier ein paar Informationen, was es zu berücksichtigen gibt.
  • Tipps & Tricks: rund um tiefgefrorenes Obst, Aufbewahrung und die Konsistenz des Smoothies. Bevor es schließlich an die Rezepte geht, wird auch noch die Verwendung von Bio-Ware begründet.
  • Grundrezepte: die ersten Rezepte des Buches haben nichts damit zu tun, was man klassischerweise mit Smoothies verbindet. Hier wird die Herstellung von Nussmus und verschiedenen Müslis erläutert.

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Allein diese ausführliche Einleitung zeigt, wie gründlich David Frenkiel und Luise Vindahl gearbeitet haben. So ziemlich jeder Aspekt der Smoothieherstellung wird beachtet. Vieles war mir schon bewusst und habe ich nicht unbedingt gebraucht, aber diese Sorgfalt zieht sich durch das ganze Buch und macht den entscheidenden Unterschied zu sonstigen Smoothiebüchern. Nun geht es aber an die Smoothies!

  • Einfache Smoothies: hier geht es wirklich darum, dass der Smoothie schnell zusammen gemixt werden kann, viel mehr als Obst und Gemüse zu schnippeln und das ein oder andere abzumessen, ist hier nicht nötig.
  • Absolute Hingucker: es wird etwas aufwändiger, weil neben dem Smoothie noch andere Zutaten wie Granola, Chia-Pudding, frische Früchte und anderes hinzukommen und alles apart in Gläser gefüllt wird. So ergeben sich sättigende Mahlzeiten.
  • Nussmilchvariationen: Haselnussmilch kriegt man ja inzwischen in jedem Supermarkt. Dass man diese und viele andere Sorten selber machen und lecker für Smoothies kombieren kann, zeigt dieses Kapitel.
  • Säfte: als Ergänzung zum Pürieren von Obst und Gemüse wird hier entsaftet. Ein kleines Kapitel, aber schöne Ideen sind dabei.
  • Desserts: ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich mit einem Bounty-Smoothie oder dem Beeren-Salzkaramell-Semifreddo das typische Stückchen Schokolade nach dem Essen gar nicht vermisse. Tolle Rezepte!

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Das Buch endet mit einem Foto der beiden Autoren und einem ausführlichen Register. Die Zutaten sind hier alphabetisch aufgelistet und es ist gar kein Problem, Rezepte schnell und übersichtlich zu finden.

Die Rezepte:
Schon vor diesem Buch mochte ich Smoothies sehr gerne. Allerdings war ich auch nicht wirklich kreativ. Ich hatte meine Standardkombination und gut ist. Hiermit wurde es deutlich kreativer und bunter. Im Vorwort zu einem Rezept schreibt David Frenkiel, dass es ihre Absicht war, mit ihren Rezepten Gemüse attraktiver zu machen. Denn es wird viel „Grünzeugs“ verwendet und oft merkt man es gar nicht so, weil das Endprodukt immer noch süß und fruchtig ist und auch noch so lecker aussieht, dass man sich gar nicht fragt, wie die grüne Farbe jetzt genau zustande kommt. Gemacht habe ich unter anderem schon:

  • Grüner Zaubertrank: mit tiefgekühlten Brokkoli und Erbsen ein grüner und leckerer Frühstückssmoothie.
  • Grüner Evergreen: Zur Ananas gesellen sich Tiefkühlspinat, Limette und Kokoswasser. Sehr fein!
  • Superbeeren-Fenchel-Smoothie: sogar der Freund hat sich nicht über den Fenchel beklagt. Passt sehr gut mit der Orange und den Tiefkühlbeeren zusammen.
  • Avocado-Mango-Limetten-Smoothie: Sehr schnell gemacht, aber ich stelle fest, dass Avocado mir persönlich im Smoothie nicht so schmeckt.
  • Bircher-Kefir mit orientalischem Zitrussalat: sogar schon verbloggt 🙂

Das ist nur eine kleine Auswahl an Rezepten, die ich schon (immer wieder) gemacht habe. Gerade der Bircher-Kefir zeigt auf, dass es nicht nur um Getränke geht, sondern eben auch habhaftere Ideen gezeigt werden. Diese Abwechslung macht für mich den Reiz des Buches aus. Die Rezeptbeschreibungen sind sehr ausführlich und wirklich anfängergeeignet. Fehler können eigentlich nicht passieren. Superfoods, Nussmilch und auch Proteinpulver werden verwendet, nicht bei jedem Rezept, aber doch immer wieder. Ich war manchmal auch so frei und habe die Nussmilch mit normaler Kuhmilch ersetzt. Ging gut, aber sollte man halt nicht immer machen, weil sich Kuhmilch beispielsweise nicht mit frischer Ananas verträgt.

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Kaufempfehlung:
Ja, ja und nochmal ja! Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der abwechslungsreiche Smoothies will. Hiermit kriegt man nicht nur Getränke, sondern auch Müsliideen, die mit einem Smoothie kombiniert werden. Auch für Sportler sind proteinreiche Drinks enthalten. Sehr positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass man viel mit Tiefkühlprodukten arbeiten kann, die einfacher zu lagern sind als zum Beispiel frischer Spinat. Die Sorgfalt des Buches zeigt sich auch darin, dass erwähnt wird, wie man einen Milchwirbel herstellen kann, wie er auf einem Foto zu sehen ist oder dass die abgebildete Menge das doppelte Rezept ist. Solche Details zeigen mir, wie gut durchdacht alles ist. Für mich ist „Smoothies&Co“ eindeutig eine Bereicherung!

David Frenkiel & Luise Vindahl: Die grüne Küche. Smoothies & Co.
Knesebeck Verlag
160 Seiten, 100 Farbfotos
ISBN: 978-3-86873-957-2
16,95€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

 

Supergut: Bircher-Kefir mit Zitrussalat

Überall wo inzwischen ein „super“ vorne dran steht, wird mir nur noch ein Schulterzucken entlockt. Genug ist schon über Superfoods geschrieben worden. Vermutlich ist das Ganze auch eher interessant für die Generationen U35, denn von meinen Eltern, ihren Freunden oder gar meinen Großeltern kenne ich niemanden, der Chia-Anhänger oder Goji-Befürworter wäre.

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Nein, das kommt dort nicht in die Schüsselchen. Alles bleibt beim Alten bei den Alten (höhöhö). Umso neugieriger werde ich, wenn im Kühlschrank der Eltern etwas auftaucht, was es jahrelang nicht gab, ob das nun ein trendiges Superfood ist oder nicht. Dort steht seit einigen Monaten Kefir und mein Vater genehmigt sich morgens noch vor dem ersten Kaffee ein paar Schlucke direkt aus der Flasche. Dank dem Internet lerne ich, dass Kefir ein Sauermilchgetränk ist. Milch gärt mithilfe von Kefirpilzen, die eine Mischung von Hefe und Bakterien sind, wodurch sich logischerweise der Geschmack verändert. Es schmeckt ein bisschen so wie Buttermilch.

Echte Superfoodqualitäten beweist Kefir, weil ihm jede Menge gute Wirkungen nachgesagt werden: neben den Milchsäurebakterien sind im Kefir auch Hefen enthalten, die die Darmflora des Dickdarms unterstützen. Eine gesunde Darmflora beseitigt Krankheitserreger, was eine Stärkung der Abwehrkräfte bedeutet. Die Proteine des Kefirs sättigen bei einem geringen Kaloriengehalt -hallooo Diätindustrie, das wäre doch was für euch 😉 Ein supergutes Produkt also!

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Gesundheitliche Qualitäten hin oder her: es schmeckt! Besonders in Kombination mit diesen Overnight-Oats um noch so ein Trendfood zu nennen 🙂 Neben vielen Plätzchen haben jetzt auch wieder sämtliche Zitrusfrüchte Hochkonjunktur. Saftige Orangen, herbe Grapefruits und die in der Weihnachtszeit omnipräsenten Mandarinen dürfen diesen Bircher-Kefir toppen. Ich war ganz begeistert von diesem Frühstück! Gefühlt geht für mich mit Orangen&Co auch immer die Sonne auf… und über die Superqualitäten von denen muss ich kein Wort verlieren. Stattdessen hier das Rezept:

Zutaten (für 2 Personen):
375ml Kefir
1 reife Banane
1 TL geriebener frischer Ingwer
1 TL Blütenpollen (weg gelassen)
1-2 EL hochwertiger naturbelassener Honig
90g grobe Haferflocker
1 EL (Gold)Leinsamen
1 Pink-Grapefruit
1 gewöhnliche Orange
1 Mandarine
Rosinen, Pistazien, Minze, Kefir… zum Servieren

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Zubereitung:
Kefir, Banane, Ingwer und Blütenpollen in einem Mixer zu einem feinen Smoothie pürieren. Dann abschmecken und gegebenenfalls zum Nachsüßen noch etwas Honig hinzugeben. In eine Schüssel gießen, die Haferflocken und die Leinsamen einrühren und mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
Kurz vor dem Servieren mit einem scharfen Messer die Schale und die weiße Haut der Zitrusfrüchte entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten auslösen.
Den Bircher-Kefir in zwei mittelgroße Schalen verteilen, die Zitrusfruchtspalten daraufgeben und mit einigen Rosinen, Pistazien, Blütenpllen, Minzeblättern, ein paar Tropfen Honig und einem Klacks Kefir dekorieren und servieren.

Einen guten Start in den Tag euch!

Quelle: Die grüne Küche. Smoothies&Co. (David Frenkiel&Luise Vindahl)

Für Grobmotoriker: Walnussplätzle

Gebäck muss für mich nicht aufwändig sein, vor allem, weil das inoffizielle Motto der meisten Kekse oder Plätzle ist: mit einem Haps sind die im Mund! Wichtig ist, was drin ist und dass man nicht ewig mit der Zubereitung verbringen muss. Vor allem Ausstecherle rauben mir den letzten Nerv: ich erinner mich an Jungscharabende oder Kinderkirchbackaktionen nach denen eine Grundsanierung des Gemeindehauses nötig gewesen wäre. Überall klebte es, ständig musste man irgendwo neu den Teig ausrollen, die Dekozuckerstreusel landeten natürlich weniger auf den Ausstecherle als auf dem Boden, in den Haaren oder in Mündern. Da ist die Feinmechanik noch nicht so ausgeprägt 😀 Auch stand die Relation für den Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

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Nun ja, spaßig ist das ganze ja schon und die Kids stolz ohne Ende über ihre Backwerke, aber für mich gibt es deutlich leckere Gebäckstücke. Zum Beispiel diese Walnussplätzle! Letztes Jahr ging für mich nichts über diese Schoko-Ingwer-Plätzle. Auch dieses Jahr sind die (frisch gebacken natürlich, von letztem Weihnachten sind keine mehr übrig) nach wie vor sensationell gut. Aber dann probierte ich die Walnussplätzle und hach, soooo gut! Walnüsse mag ich sowieso wahnsinnig gerne und dann in Kombination mit Schokolade, einfach super!

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Ein ganz großes Plus ist dann noch, dass die Walnussplätzle absolut für Grobmotoriker geeignet sind: den Teig einfach nur zusammenkneten, Rollen formen und diese dann in Scheiben schneiden. Fertig! Das Schokobad für die Plätzle ist auch schnell gemacht und mmmmh, dann kann der Genuss beginnen!

Wer also noch was backen will, aber nicht so viel Zeit oder keine Lust auf großes Verzieren hat, weil die Plätzle sowieso schneller gegessen sind als man gucken kann, der liegt mit diesen Plätzle goldrichtig! Habt einen schönen dritten Advent!

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Zutaten für jede Mänge Plätzle (50 oder mehr)
200g weiche Butter
150g Zucker (am besten brauner)
Mark einer Vanilleschote
1/2 TL Zimt
350g Mehl
1 Pck Backpulver
ca 8 EL Milch, mit weniger anfangen -je nach Konsistenz
150g gehackte Walnüsse
150g gehackte Schokolade
Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:
Die Butter mit Zucker, Gewürzen und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach mit dem Knethacken das mit Backpulver vermischte Mehl und die Milch unterrühren. Dann Walnüsse und Schokolade unterheben. Den Teig mit gefetteten Händen zu zwei oder drei Rollen formen, ca. 4cm Durchmesser. 30min die Rollen kalt stellen, dann 1/2cm dicke Scheiben abschneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im vorgeheizten Backofen bei 180°C 8-10min backen.
Auskühlen lassen und zur Hälfte in geschmolzene Kuvertüre tunken.

Rettungsaktion: Lebkuchencupcakes mit Vanillekipferlfrosting

Also Leute, wenn das hier nicht der ultimative Weihnachtsgeschmacks-Overkill ist, dann weiß ich auch nicht 😀 Lebkuchen und Vanillekipferl gehören ja traditionell auf die Plätzleteller der Nation in der Weihnachtszeit. Völlig verständlich, wie ich finde und wie es mir von klein an eingeprägt wurde. Es folgt eine Beschreibung der Weihnachtsbäckerei im Hause O.

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Der Advent wirft schon Mitte November seine Schatten vorraus: meine Mutter wälzt die Kochzeitschriften der letzten Jahre, sucht aus ihrem rießen Rezeptordner die Seiten mit den Plätzleklassiker raus und fängt an zu planen, was denn dieses Jahr so gebacken werden soll. In der Woche vor dem ersten Advent wird dann eine laaaaange Liste mit all den Zutaten geschrieben, die für die verschiedenen Teigsorten benötigt werden. Nach dem Einkauf entstehen dann im Keller Butterberge, die die Schwäbische Alb geradezu niedlich erscheinen lassen und jeden Diätguru an den Rand einer Ohnmacht bringen 😀 Eierkartons stapeln sich neben Zucker und Mehl, diverse Nusssorten und Schokolade komplettieren die Lebensmittellandschaft.

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Öffnet man in dieser Zeit den Kühlschrank findet man diverse Teige, die ruhen müssen während der Backofen schon mal auf Betriebstemperatur gebracht wird. Wer morgens in die Küche kommt, wird überrascht mit mindestens drei neuen Sorten, die noch darauf warten verpackt zu werden. Ein einziges Schlaraffenland bei uns daheim! Und warum schwärme ich so davon? Na, weil das einfach wunderbare Erinnerungen und (immer noch aktuelle) Erlebnisse sind! Stellt euch vor, meine Mutter oder ich würden nur im Gang bei den Fertigbackmischungen eine Auswahl treffen oder noch schlimmer im Kühlregal zu den fertig zubereiteten Teigen greifen! Da wäre so viel an Gedanken, Diskussionen und VORFREUDE weg… von der Tatsache mal abgesehen, dass da immer Nümmerchen und Inhaltsstoffe drin sind, die sich so in keiner Heimküche finden!

Also: schafft schöne und leckere Erlebnisse für euch, die Familie, https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117die Freunde und Arbeitskollegen! „Wir retten, was zu retten ist“ versorgt euch heute mit jeder Menge Ideen für den adventlichen Kaffeetisch. Eine großartige Mischung von Klassikern zu üppigen Torten! Vielen Dank wieder an Susi und Sina für die Moderation und Organisation der Truppe!

Weihnachtliche Kuchen sind ideal für Leute wie mich: ich bin meistens nur Nutznießerin von Mamas Backkünsten. Wenn ich in der Adventszeit etwas Süßes backe, dann eher „größere“ Gebäcksstücke, die dann eine Runde Freunde glücklich macht. Deswegen also die Lebkuchencupcakes mit Vanillekipferlfrosting. Wer mag, kann unsere Cupcakes auch in einer Springform als ganz normalen Kuchen backen. Die Backzeit verdoppelt sich dabei aber. Gegebenenfalls nach 40min den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Und dekoriert werden kann mit der dekadenten Vanillekipferlsahne nach Belieben 😉

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Giftigeblonde: Schokoladenkuchen mit inneren Werten

Obers trifft Sahne: Beschwipster Früchtekuchen

Prostmahlzeit: Stollen für Ungeduldige

Anna Antonia: Sterntaler-Zupfkuchen

German Abendbrot: Weihnachtlicher Pistazienkuchen mit Kardamon

brotbackliebeundmehr: Weihnachtliche Walnuss-Linzertorte mit Cranberry-Füllung

Summsis Hobbyküche: Gewürzkuchen mit Walnüssen

auchwas: Baumkuchen mit Gewürzglasur

Aus meinem Kochtopf: Weihnachtliche Spekulatius-Orangentorte

Cuisine Violette: Christstollen

Friederike Fliederbaum: Pfeffriges Honiggewürzbrot

Our food creations: Glühweinkuchen

Schönes + Leben: Fruchtiger Weihnachtskuchen mit Marzipan

Brotwein: Früchtebrot

Dynamite Cakes: Schneeflockentorte mit zimtigem Apfelmus

Barbaras Spielwiese: Linzertorte

The Apricot Lady: Panettone

Vergissmeinnicht: Zimtsternkuchen

Zutaten für 12 Cupcakes:
130g weiche Butter
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker (bzw selbst angesetzter Vanillezucker)
Prise Salz
3 Eier
250g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Lebkuchengewürz (30g gemahlener Zimt+2g Nelken+2g Piment+2g Koriander vermischen, davon dann die benötigte Menge verwenden)
100g Milch
2 EL Rum oder Whisky

Für das Frosting:
100g Frischkäse
40g Puderzucker
1 Becher Sahne
Mark einer Vanilleschote
10-12 Vanillekipferl (je nach Größe)

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Für die Cupcakes Butter mit Zucker und Salz cremig rühren. Dann ein Ei nach dem anderen hinzufügen und alles cremig aufschlagen. Mehl mit Backpulver und Lebkuchengewürz mischen und unter die Eimasse heben. Dann die Milch und den Alkohol unterrühren. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig einfüllen. Im Ofen ca 20-25min goldbraun backen (Stäbchenprobe machen), dann abkühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Dann den Becher Sahne mit dem Mark der Vanilleschote steif schlagen. Die Vanillekipferl zerkrümeln oder in einem Gefrierbeutel mit Wellholz zertrümmern. Die Vanillekipferl mit dem Frischkäse vermischen und dann vorsichtig die Sahne unterheben. Das Frosting nach Belieben auf die Cupcakes spritzen, streichen oder sonst wie verwenden 😉 Ich habe noch etwas Zimt drüber gestreut, wenn schon, denn schon!

Quelle für das Frosting: Flowers on my Plate.

Kohldampf: Rosenkohlgalette mit Ziegenkäse

Oh ja, endlich ist wieder diese Zeit im Jahr: Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen bei mir weniger die Lust auf überfüllte Weihnachtsmärkte mit zuckersüßem Glühwein steigen als vielmehr den KOHLdampf auf dieses typische Wintergemüse. Mit diesem Rezept ging es mal wieder wie hier: unabgesprochen haben meine Mutter und ich uns beide in die Rosenkohlgalette im Kochbuch von Donna Hay verguckt und so war ziemlich schnell klar, was es zum Mittagessen geben würde.

Zusammen in der Küche zu stehen, ist sowieso angenehm 🙂 Das Zwiebelconfit, das im Rezept gekauft wird, habe ich selber hergestellt, indem ich einfach ein paar Zwiebeln in feine Streifen geschnitten hab, dann mit braunem Zucker und nem Schluck Portwein einkochen hab lassen. So lecker, die Dingerchen.

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Nur mit dem Teig war ich so gar nicht zufrieden… er hat sich zwar gut formen lassen, aber gebacken war er optimistisch ausgedrückt sehr mürbe. Um ehrlich zu sein, fand ich ihn fast sandig. Lag das daran, dass ich kein Superfoodpulver verwendet hab? Die Flohsamenschalen hab ich nämlich weg gelassen. Beim nächsten Mal werde ich einfach den Teig hier machen, der schmeckt nämlich hervorragend und sandig ist der sicher nicht. Ansonsten aber eine mega leckere Füllung! Passt alles sehr gut zusammen 🙂 Jetzt kuschel ich mich genau so ein wie der Rosenkohl in der Galette -dann lässt sich die Kälte draußen noch besser aushalten!

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Zutaten für 4 (recht kleine) Portionen:
70g Vollkorn-Dinkelmehl
150g Vollkorn-Weizenmehl
20g Flohsamenschalenpulver (weg gelassen)
150g Butter, zerkleinert
1/2 TL Meersalz
1 Eigelb
1 EL Eiswasser

Für die Füllung:
300g Rosenkohl
2 EL Olivenöl
1 EL abgeriebene Zitronenschale
1 kleine Handvoll Oreganoblätter
Salz, Pfeffer
2 EL karamellisierte Zwiebeln
50g weicher Ziegenkäse
60g frischer Ricotta
1 Ei, leicht verklopft
Oreganoblätter zum Bestreuen (weg gelassen)

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Zubereitung:
Für den Teig die beiden Mehlsorten, das Flohsamenschalenpulver, Butter und Salz in der Küchenmaschine zu einer grob krümeligen Masse verarbeiten. Eigelb und Eiswasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen und diese jeweils zu einer Scheibe formen. In Frischhaltefolie verpackt 30min kalt stellen.
Den Rosenkohl kurz blanchieren, abtropfen lassen und vierteln. Öl, Zitronenschale, Oregano, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die beiden Teigportionen jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier zu Kreisen von 20cm Durchmesser ausrollen. Auf ein Backblech setzen und die obere Lage Backpapier entfernen. Jeweils die Hälfte der karamellisierten Zwiebeln auf dem Teig verstreichen, darauf Rosenkohl, Ziegenkäse und Ricotta verteilen. Die Teigränder nach innen umklappen, sodass der Belag teilweise bedeckt ist. Den Teig mit Eigelb bestreichen. Die Galettes mit dem zusätzlichen Oregano bestreuen und im Ofen 25-30min goldbraun backen.

Quelle: life in balance (Donna Hay)