Definitionsfrage: Snickerdoodles

Was macht eigentlich einen normalen Keks zum Weihnachtsplätzle? Zutaten wie Zimt, Vanille oder Anis? Die Form von Tannenbaum, Stern oder Weihnachtsmann? Oder einfach nur die Tatsache, dass die Kekse halt jetzt in der Adventszeit gebacken werden? So ganz weiß ich nicht, was die Definition von Weihnachtsgebäck ist.

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Klar, da gibt es die Klassiker mit Namen wie Zimtstern, Lebkuchen, Engelaugen oder Vanillekipferl. Die gibt es traditionell erst ab Mitte November in der Hausbäckerei, bzw schon ab August oder so in den Supermärkten 😉 Aber wer von euch sich eine Kochzeitschrift gekauft hat, wird feststellen, dass praktisch alles auf den Plätzchenteller gelegt werden kann. Vorausgesetzt natürlich, dass die Kekse selbst gebacken sind. Dann dürfen auch „exotischere“ Zutaten wie Matcha oder Macadamianüsse, Superfoods wie Chiasamen oder amerikanische Spezialitäten wir Rocky Roads hergestellt und als Weihnachtsplätzle bezeichnet werden.

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Mit diesen Snickerdoodles hat die Weihnachtsbäckerei ihre Schatten vorausgeworfen. Ich habe sie schon vor zwei Wochen gebacken. Der Name ist irreführend: die Eltern und der Bruder kamen jeweils in die Küche und hielten nach den Snickerriegeln Ausschau. Nur die Schwester, praktisch eine halbe Amerikanerin, wusste sofort, dass es einfach nur Cookies mit Zimt sind. Meine Mutter würde diese Kekse nicht zu ihrem Weihnachtsgebäck zählen, weil sie viiiiiiel zu groß für ihren Plätzleteller sind. Ihre Gebäcksstücke sind kaum größer als 2€-Stücke, eine irre Arbeit, die sie sich da macht, aber es sind einfach die besten!

Also egal, ob ihr jetzt diese Snickerdoodles zum Weihnachtsgebäck zählt oder die (wie ich auch schon) mittem im Sommer macht, weil sie einfach lecker und so einfach sind: hauptsache ihr rührt euren Teig selber zusammen und greift nicht zu den Angeboten aus dem Supermarkt. Hierfür braucht ihr keine besonderen Zutaten, vielleicht habt ihr sogar alles schon daheim. Dann trennen euch wirklich nur noch ca. 25min von frisch gebackenen knusprigen Cookies!!

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Zutaten für ca 36 Cookies:
385g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
250g weiche Butter
300g Zucker (Ich: 250g)
2 Eier
2 EL Zucker
1TL Zimt

Zubereitung:
Ofen auf 185°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver und Salz in eine Rührschüssel sieben. 2 EL Zucker und Zimt mischen.
Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine die Butter in einer Rührschüssel weich und cremig schlagen. Zucker dazugeben und weiterschlagen bis die Masse leicht und fluffig wird. Eier hinzufügen und einige Minuten weiterschlagen.
Mit einem Holzlöffel oder einem Gummispachtel die Mehlmischung unterrühren bis sich gerade so ein Teig ergibt. Den Teig teelöffelweise sanft zwischen den handflächen rollen. Die kleinen Teigkugeln im Zimtzucker wälzen bis sie rundrum gleichmäßig bedeckt sind. Die Kugeln auf dem vorbereiteten Backblech platzieren. Darauf achten, dass zwischen den Cookies ein Abstand von ca 6cm besteht. NICHT platt drücken.
Etwa 10-12 min oder so lange backen, bis die Cookies goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Quelle: Backen. I love baking (Cynthia Barcomi)

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15 Gedanken zu “Definitionsfrage: Snickerdoodles

  1. Die sehen wirklich super aus! Mir persönlich ist die Unterscheidung zwischen Ganzjahresgebäck und Weihnachtsgebäck relativ egal. Richtig schweres Zeug wie Elisenlebkuchen oder Christstollen, würden mir im Sommer wahrscheinlich zu schwer im Magen liegen. Das würde den Unterschied ausmachen. Aber Plätzchen sollte man besser das ganze Jahr über backen, denn dann hat man was Gutes zu Essen und die Wohnung duftet herrlich.

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  2. Sehr lecker, die Snickerdoodles passen wirklich immer. Ich würde unter Plätzchen einfach alle klassichen Weihnachtskekse (Spekulatius, Zimtsterne etc.) nehmen, und alles andere als Kekse bezeichnen. Also so richtig klassisch, mir ist aber die Unterscheidung auch ziemlich egal und ich nenne einfach alles was ich in der Adventszeit backe Plätzchen, hihi;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  3. Snickerdoodles esse ich auch total gern. Für mich sind sie keine typischen Plätzchen, genauso wenig wie Chocolate Chip Cookies – aber das macht ja nix, schmecken tun sie trotzdem mit einer Tasse Tee in der kalten Adventszeit 🙂 Finde es auch nicht verkehrt die in der Weihnachtszeit zu backen statt Engelsaugen & Co…
    Liebe Grüße,
    Ela

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  4. Für mich zählt zu Weihnachtsgebäck alles, was in der eigenen Küche zu Weihnachtsmusik gebacken wird 🙂 zumindest bei den selbst gemachten Sachen.
    Die Snickerdoodles sehen echt super aus! Die wollte ich auch schon länger mal backen, habe es aber bis jetzt noch nicht geschafft. Da werde ich wohl demnächst mal zu deinem Rezept greifen. Ich muss gestehen, als ich das Wort zum ersten mal gehört habe dachte ich auch an ein Gebäck mit dem Snickersriegel. Aber man lernt ja nie aus 😉

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    1. Oh jaaaa, Weihnachtsmuuuuusiiiik!!! Läuft noch viel zu wenig im Radio, ich bin so ein großer Fan davon 🙂 Zum Entsetzen des Freundes läuft das bei mir im Dezember (und manchmal sogar im Sommer) in Dauerschleife. Frohes Backen dir! Lg, Miriam

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  5. Liebe Miriam,

    gerade bin ich durch deinen Kommentar bei mir auf euren Blog gestoßen und gleich ganz begeistert – wunderschöne Fotos (hmmm ich bräuchte auch jemanden, der für mich fotografiert ^^), und dass ihr ein „Familienunternehmen“ seid, finde ich echt toll 🙂 Für meinen Blog haben auch schon mal meine Eltern ihre „Spezial-Rezepte“ gekocht, aufgeschrieben und fotografiert, aber in das war mehr eine einmalige Aktion. Schau bestimmt noch mal häufiger bei euch vorbei!

    Und die Definition von Weihnachtsgebäck kenne ich auch nicht und bin da auch nicht so streng… bei mir ist es auch die Gesamtheit der Kekse, die ich in dieser Zeit backe. Wobei Snickerdoodles (die ich auch sehr liebe) bei mir tatsächlich vor allem in dieser Zeit vorkommen… Zimt ist für mich einfach eine klassische Weihnachtszutat 🙂

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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    1. Liebe Kirsten!
      Vielen Dank für deine lieben Worten -es ist einfach schön, wenn man auch im virtuellen Leben die Familie nicht vergisst, sondern auch noch da die Lieblingsrezepte und ganz viele Erinnerungen festhält. Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit dir! Miriam

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